Großartigkeit

 

Man stilisiert sich den Wechsel aus, glaubt, irgendetwas und alles wird sich komplett und radikal ändern. Und dann startet man sein Linux und landet auf seinem Desktop von vorhin, ohne Murren, ohne Peng-Peng, einzig muss zuvor unter Umständen der alte Grafiktreiber deinstalliert werden.
Dann klickt man ein bisschen rum und nach einigen Sekunden hat man vergessen, dass man nun auf einem System mit einer Hochpotenz der Leistung des alten Systems arbeitet, alles ist wie gehabt, nur ein klein wenig flutschiger.

Ohne dass es dir besonders bewusst wäre, erhöhst du mit der Zeit deine Standards, nimmst nun doch einen verlustfreien Codec für dies und jenes und encodierst deine Videos bald ganz selbstverständlich in Studioqualität. Der Übergang durch die neue Grenzbestimmung ist fließend und mit dem Luxus an höhere Standards, die heute, ja heute noch, deinen Premium-Anspruch par excellence befriedigen, wird dein Rechner schrittweise auf das Durchsatzniveau bei Standardaufgaben deines Altrechners angeglichen. Und es wird sich immer wiederholen, das ist das Schöne an PCs, und zugleich das Tragische. Dazwischen ist eine Phase, in der du das Gefühl hast, dass irgendwas an deinem System fehlt und du weiß Gott nichts mit seiner Leistung anzufangen weißt. Aber die Zeit, die ändert das, die Zeit ist der wahre Fortschrittsmotor dieser Branche, des Einsiedler-Biotops der Geeks.

Konkret geplant war der Rechner seit Sommer 2010, das nötige Kapital wurde mir Mitte Januar 2011 bewilligt. 🙂 Die Recherche nach den besten Komponenten dauerte wie gewöhnlich bei meinen größeren Anschaffungen mehrere Wochen.
Meine Maxime diesmal: Das Beste. Keine Kompro-misse mehr. Du bereust sie *immer*.
Und alles perfekt aufeinander abgestimmt.

Zusammenbau alte HW: Juni 2007
CPU: AMD Athlon64 X2 5200+ EE (2,6 GHz)
RAM: letztlich 4 GB DDR2-800 A-Data/V-Data
MB: Abit NF-M2-Nview
GC: GeForce 7600 GS/später 8600 GS
PS: be quiet! Straight Power 450W
F: Arctic Cooling Freezer 64 Pro + Arctic Cooling Arctic Fan 8 PWM + Noiseblocker BlackSilent 80 mm
WLP: Coollaboratory Liquid Metal Pad
HDDs: 3 HDDs, letztlich 5 TB
optische LWs: LG DVD-Brenner + LG Blu-Ray/HD DVD-Leselaufwerk
Gehäuse: noname Mac Pro-Nachbildung, relativ wertig, schwarz

Zusammenbau neue HW: Januar 2011
CPU: AMD Phenom II 1100T (3,2 GHz – OC @ 3,85 GHz stabil mit AMD C&Q) (bis dato AMDs schnellster Desktop-Prozessor, und das macht mich sehr glücklich)
RAM: 4 GB DDR3-2000 (OCZ3P2000C8LV4GK) (OC @1920 MHz stabil)
MB: ASUS M4A89GTD PRO/USB3
GC: SAPPHIRE AMD Radeon HD 6850
PS: ENERMAX Modu87+ 500W
F: Noctua NH-D14 + Noctua NF-S12B
WLP: Coollaboratory Liquid Metal Pad
HDDs: erhalten + ein silentmaxx HD-silencer-Festplattendämmer (das Lauteste in jeder Hinsicht an dem Rechner sind die mechanischen Laufwerke)
optische LWs: erhalten
Soundkarte: ASUS Xonar DX PCIe (native Linux-Treiber!)
Gehäuse: Xigmatek Midgard

Monitor: Dell/Samsung 23″ Full HD seit Anfang 2009
Soundsystem: Edifier S530D 2.1 Rev. 2 seit August 2010
geplante Anschaffung: System-SSD mit 400 MB/s+


(Mai 2018: Die Diashow scheint nicht mehr zu funktionieren, hier ein Direktlink auf das Album auf 23hq.)

Bei einigen der Bilder wäre mir vor wenigen Monaten noch der Sabber gekommen. Wie euch in diesem Moment. Hrrr.

Damit: Allen verspätet einen schönen Start in 2011 und wieder auf diesem Blog!
Seid nicht zu sehr angeberisch und materialistisch! ;D

3 Gedanken zu „Großartigkeit

  1. Nutzt Google Chrome Google Chrome 11.0.696.68 auf Linux Linux

    Hi,
    gute Auswahl 😉

    Ich hab das gleiche Case, es ist sehr gut nur die Lüfter sind extrem Laut (auch mit niedrigster Drehzahl) die würde ich auf alle fälle tauschen gegen die Enermax T.B. Silence 😉

    mfg
    meeven

  2. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 4.0.1 auf Linux Linux

    Jo, dass die vorinstallierten Gehäuselüfter brutal laut sind, hab ich auch schon im Vorfeld bei meiner Netzrecherche gelesen, und dann auch bald ausgebaut. Wie ich oben aufgelistet hab, verbaute ich dann einen Noctua NF-S12B (vor die Festplatten), und das reicht soweit, um darin gut durchzulüften. 🙂 CPU ist trotz Übertaktung meist bei 38°C und geht bei Dauerlast hoch auf über 50°C, der Noctua NH-D14 kühlt aber auch das unglaublich geräuscharm runter. Bis auf die Lautstärke der Festplatten bin ich mit dem Gesamtgeräuschpegel sehr zufrieden. 🙂 Und ja, ist ein echt cooles Gehäuse, find’s auch immer noch hübscher als das Folgemodell.

  3. Nutzt Google Chrome Google Chrome 11.0.696.68 auf Linux Linux

    Meine Temps sind nicht so hoch, habe aber auch nur ein Athlon II X4 640 nachdem ich meinen Phenom II X4 920 gekillt habe. Gut ich hab auch nicht übertaktet. Mein CPU Kühler ist ein Alpenföhn Brocken aber mit dem Vorgänger der T.B. Silence, die bis auf die Farbe und LEDs genau gleich sind (Enermax Cluster). Ich hab auch als Gehäuselüfter die Cluster. Alle Lüfter rennen auf 500U/min nicht hörbar und die Temps. unter Volllast sind bei 38°C super (Raum Temp. 23°C)

    Ja mir gefällt das Case auch besser als das neue Modell. Alles in allem ein sehr gutes Case auch im Aufbau

    Dann noch viel Spaß mit deinem neuen Machinchen 🙂

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