Mein erster Disco-Besuch

Im Vorfeierlaune auf ihr abgeschlossenes Abitur im nächsten Jahr, luden die Abi-2010er in unserer Schule vergangene Woche für eine Diskothekenveranstaltung in eine diesbezüglich bekannte Einrichtung in Reutlingen ein.
Noch nie hat es mich zu Veranstaltungen mit vielen Menschen hingezogen, erst recht nicht dorthin, wo laute Musik spielt, und dann noch Musik, mit der ich nichts anfangen kann. Wie ich es aber schon letztes Jahr anfingt, wollte ich mich selbst in eine solche Situation bringen; selbst die Erfahrung machen. Ohne Selbsterfahrung darf ich weder darüber im Negativen, noch im Positiven sprechen, und gewiss fehlt mir so lange die Qualia und somit das Verständnis um die Motivation der anderen, zu solchen Veranstaltungen zu gehen.

Es war kurz vor 22:00 Freitagabend. Vor dem Eingang der Einrichtung, die ich im Folgenden mit F4 abkürzen werde (um nicht den vollen Namen zu schreiben und dann durch Suchmaschinen nach diesem gefunden zu werden), drängelte sich eine Schlange von Jugendlichen in den Pavillon vor den Eingang, um nicht vom Nieselregen erwischt zu werden. Lange stand ich unter dieser keine zehn Meter langen Überdachung, wartend, von einem der ›Pförtner‹ meinen Personalausweis kontrollieren zu lassen – das erste Mal überhaupt mit meinen 17 ½ Jahren, dass ich ihn brauchte. Dann ging es durch einen Treppengang, der auf mich wie der auf abenteuerlich metallplattierte Wartebereich zu einer Achterbahn wirkte, um darauf hin den Wegzoll in Höhe von 3,50€ zu begleichen. Der Herr vor mir behauptete, 18 zu sein und auf Aufforderung, seinen Ausweis zu zeigen, ließ er diesen in seinem Geldbeutel-Karten-Netz. Als er dann unter größter Anstrengung der Kassiererin trotzdem als unter 18 erkannt wurde, musste ich staunen, welche Moral hier herrschte. Denn selbst wenn er sich hätte reinmogeln können, wenn etwas passieren würde, bekäme F4 die Schwierigkeiten…
Ich bekam einen Stempel auf meine untere Handsehne und bog um eine Ecke. Mit meinem Blick nach rechts sprangen aus einer abgegrenzten Zone zwei Mädchen aus meiner Klasse auf, begrüßten mich überrascht, und fragten, was ich denn hier machte. Da wurden meine Jackentaschen grob von einem Wächter aufgerissen, ich: »Schauen Sie, das sind ist nur mein Brillen-Etui und in der anderen ein zusammengestopfter Schal.« Nett hier, haha… Ich fragte eine der Klassenkameradinnen, ob es nicht eine Garderobe gäbe, um meine Jacke aufzuhängen, und ich wurde auf eine lange Schlange um eine Steinmauer herum verwiesen. Dort stand ich dann gute 10 min an, musste einen weiteren Euro zahlen und bekam das Nummernetikett meines Kleiderbügels, der vom Personal mit meiner Jacke in den langen Stangenreihen versenkt wurde.

Kaum auf dem Weg ins Geschehen, wurde ich schon von von ein paar weiteren netten Bekannten überrascht begrüßt. Danach erforschte mein Blick zum ersten Mal die Präsenz dieser Lokalität. Gerade vor mir eine Tanzfläche, weiter davor auf einer Anhöhe ein Pult mit dem DJ, rechte Seite entlang der Tanzfläche eine Bar, linke Seite und in einer Herumführung einer Begrenzung zum Eingang hin eine niedrige Plattform mit Bänken. Beidseitig neben dem DJ-Pult standen je drei übereinandergestellte Bildschirme, die Silhouetten mit wechselfarbigen Hintergrund von sich lüstern räkelnden, scheint’s kaum bekleideten, jungen Frauen zeigten, ohne dabei die Visualisierung an die Stimmung der Musik anzupassen. Über mir verstreut an der Decke des Raumes Disco-Kugeln, an den Seitenlängen feste Lichterinstallationen.
Sollte mir dieses Ambiente dank filmischer Bildung nicht neu sein (bis auf die Damen), war es noch mal etwas völlig anderes, tatsächlich selbst darin zu stehen. Zaghaft infusionierente ich mich entlang der rechten Seite ins Geschehen. OK… Also, die tanzten hier, anscheinend in Stilfreiheit, jeder für sich. Mein Blick klebte auf den DJ, wie auf einen Gruppen-Yoga-Trainer. Rhahr… Ich riss mich los und versuchte mich zur Musik zu bewegen. Die ersten zehn Minuten starrte ich immer gebannt auf den DJ, das muss sehr außergewöhnlich ausgesehen haben, wie sich da einer irgendwie anstellt zu tanzen und unentwegt gebannt seinen Blick und Kopf auf den Musik-Mischer richtet… Diese Unsinnigkeit begriff ich zwar recht schnell, aber brauchte doch über zehn Minuten, mich von der Gestalt dort oben zu verabschieden und zu probieren, Menschen ins Gesicht zu sehen.
Das klappte erst mal auch nicht so recht, ich war so befangen fasziniert von der grellen Lichterinstallation. Einfarbige helle Scheinwerfer an der Decke, eine sture Abfolge hintereinander durchgehend und dann die Intermezzos mit Farbenspielen von irgendwoher; ich versuchte eine Logik darin zu erkennen, aber fand keine.

Nach einer Verschnaufpause am Rand und einem zweiten Start wagte ich mich noch einmal in das Getümmel und bekam die Anteilnahme nun bewusster hin. In den Bewegungen der anderen konnte ich keine Schwärme und Laufwege erkennen. Es schien, jeder entschied aufgrund eigener, mir unbekannten Motive, einen bestimmten Punkt aufzusuchen.
Mir kam auch ein hilfreicher Gedanke, der mir über die mir eigene Zurückhaltung hier ein Stück weit hinweg half: Ich dachte mir, es ist Fasching, es macht nichts aus, wenn Du da jetzt mitmachst. Außerdem fällt es geradezu auf, sich nicht so leidenschaftlich wie die anderen zu verhalten.

Zur Musik: Gespielt wurden schlecht-gecoverte Versionen von Stücken auf gefährlich großen Lautsprechern mit äußerst schlechten Tonhöhen.
Wenn der Mann schon nicht selber singt, könnte er dann nicht wenigstens die Originale spielen? Sind die Lizenzkostendifferenzen da so ausschlaggebend?
Ansonsten liefen, ja, ich kenne mich da nicht aus, ich denke Techno- und House-Titel. Nichts besonderes, keines davon markant melodisch, alles nebliges Gesabbel, um den Tieftöner ins Schwingen zu bringen.

Auf der Tanzfläche lagen Flaschen. Ist denn das erlaubt, Getränke da mit rauf zu nehmen? Jedenfalls sammelte ich ein paar auf und brachte sie zur Theke; ich fühlte mich dafür verantwortlich, dass niemand zu Schaden kommt, gerade wenn ich so etwas mitbekomme. Je später es wurde, umso enger und dichter ward die Gesellschaft auf der Fläche. Gerempelt und weggedrückt zu werden, wurde legitim, auch wenn es meinem Gefühl nach jeder versuchte, bei anderen zu vermeiden. Ach übrigens, das Alter hab ich noch ganz vergessen: Die Palette fing bei 16-Jährigen an (wenngleich ich mich wunderte, wie viele Menschen schon 16 sein mögen und nicht danach aussehen – bislang dachte ich immer, nur ich sähe nicht altersgemäß aus…), erreichte ihre Dichte bei 17- und 18-Jährigen und ging entfernt in weit geringerem Ausmaße hoch bis noch vielleicht 22.
Im Suchen in der Menge konnte ich nur äußerst wenige Brillen ausmachen. Ein Zeichen…? 😉

Auf dem Ausklang der linken Seite bemerkte ich bald ein paar Jungen aus einer Parallelklasse und wurde hergewunken. Interessant zu sehen, wie die ›abgingen‹, wohl unter Alkoholeinfluss.

Muss ich noch erwähnen, dass ich keinen Alkohol trank? Ich trank sogar gar nichts von den dort feilgebotenen Getränken; das Billigste fing bei 1,80€ an. 😀 So verwendete ich beherzt auf dem Klo-Waschbecken meine Hände als Trinkschale… (Meine Eltern erzählten mir übrigens, »zu ihrer Zeit« wäre im Eintrittspreis einer Diskothek immer schon ein Getränk inbegriffen gewesen…)

Mich kannten erstaunlich viele Leute und ich haderte immer mit meinem schlechten Namensgedächtnis, das mich aber meistens dann doch im Stich ließ. Öfters wurde ich in begeisterten Ton auf bestimmte Mädchen meiner Klasse angesprochen… (»Hey, Du bist doch bei DER in der Klasse?…«)

Damit eröffne ich ein neues Thema. Ein Vorfall, der mich beschäftigt hat:
Ein Mädchen, das in einer Dreiergruppe mit Freundinnen dastand, sprach mich gegen die Musik kämpfend an: »Hi! Woher kommst Du?« »Hm, was sagt man da gewöhnlich?«, fragte ich verdutzt und lächele verschreckt. »Aus welcher Stadt? Reutlingen oder so?« »Ja, Reutlingen.« »Cool.« – Sie drehte sich kurz um, und hat wahrscheinlich darauf gewartet, dass ich sie gleich wieder anspreche. Habe ich aber nicht.
Jaaa, ich weiß, was ich falsch gemacht habe und wie ich es hätte richtig tun können. Aber ich weiß, was mir in dem Moment durch den Kopf ging.
Das hätte genauso gut ein Junge sein können (wie es mir dann im Laufe des Abends noch ein paar mal ähnlich passierte) – ich kann keinen Smalltalk führen. In drei Wörtern und ihrer ganz eigenen Aussprache liegen für mich auch schon zig abstrakte Möglichkeitswelten einer Deutung und ich versuche instinktive Rückschlüsse auf den Gedankengang des Gegenübers zu ziehen. In solch einer Situation mit Fremden bin ich nicht selten partout überlastet; ich bekomme zu viel Input rein und eröffne zu viele Bearbeitungsschritte, bis ich dann eigentlich zur Beurteilung kommen sollte, aber mich mein Denken lähmt. Ich weiß nicht mehr, wie viele Selbsterinnerungen und Geschichten mir in dieser einer Sekunde in das Bewusstsein kamen, die in sich dann auch teils wieder emotionale Reaktionen auslösten.

Und überhaupt zu erst einmal war ich verdammt verschreckt, von einem Mädchen angesprochen zu werden.
Was ich nach außen von meinem Ich zeige, ist meinem Eindruck nach nur ein schwacher Abdruck meines wahren Selbst. Darum sehe ich andere, die sich für diesen Maxi interessieren, den sie erleben, nie wirklich für mich interessieren, sondern für dieses unfertige, makelhafte, kommunikations- und gemeinschaftsunfähige Ich, und das bin nicht ich, das ist das, was ich gerade so von mir zeigen kann. Dass es mir so ergeht, ist eine Folge von dem, dass ich eben seit Jahren nur daheim sitze, auf hohem Niveau mit hellen Köpfen chatte und meine eigentliche Entwicklung in dem Bereich dort stattfand – gerade umgekehrt zu der des ›Normalen‹. (Das wird natürlich von niemandem so anerkannt…) Da gewinnt die Beschreibung ›Kopfmensch‹ eine ganz neue Größe.
Ganz sachte erhebt sich in mir langsam die Idee, dass ich vielleicht doch nicht so schlecht nach außen bin wie ich denke… Jedoch werde ich Annäherungsversuche von Jungen wie auch von Mädchen wohl erst in mir auf der entscheidenden Ebene für relevant und ›echt‹ halten können, wenn mir mein Selbstwertgefühl für mein äußeres Ich andere Dinge reflektiert.

Beim Tanzen spielte mich mancher einer Mädchengruppe zu oder ich bekam Avancen – hui… *fröstel* – Intuitiv, und das ist traurig, das Wort in dem Kontext verwenden zu müssen, wand ich mich ab oder wich aus. Der Grund… Ich glaube, ich will fair sein, fair und ehrlich. Wegen meiner speziellen Sicht auf mein inneres und äußeres Ich möchte ich niemanden mit dem ›falschen‹ beschäftigen oder konfrontieren. Und ein Bisschen bin ich auch entsetzt über das Gegenüber, dass es sich für so einen interessiert – und gebe ihm damit einen Stempel »Irrer«. Oh ja, das ist nicht gut… Es erstaunt mich zwar, dass diese Erkenntnis bei so etwas wie einer Disco kommt (das hatte wahrscheinlich irgendeinen Grund in der neuen Situation und anderen angeregten Hirnarealen), aber hier ist es mir nur bewusst geworden; die wahren Erlebnisse, die dieses Phänomen bei mir aufzeigen, erlebte ich schon lange Zeit im Alltag.

Wenn ich in anscheinender Irrationalität (die in ihrer Absurdheit Sinn eröffnet) Witze und Bemerkungen mache, werde ich in meinem Umgang in der Schule meistens nicht verstanden und für einen Außenseiter erklärt (dabei sind meine Bemerkungen doch oft eigentlich so clever…).
Hier drehte sich das um: Waren bisher die anderen die rein Rationalen und für mich Verständnislosen, ließen diese nun jede tiefere Logik fallen und verhielten sich so irrational, wie ich selten Jugendliche erlebe.
Doch es war kein Chaos, keine Anarchie der Bestrebungen; diese ihre neue Art hatte einen ganz eigenen Taktgeber, etwas, was ich nicht verstehe. In sich Freude und Lust am gegenwärtigen Sein, in dem Moment lebend, anscheinend verbindend in der Menge und dann doch egoistisch.

Diesen Bewusstseinszustand kenne ich von mir nicht, ich kann ihn so nicht erleben. Ich bin ständig am allumfassenden Analysieren, Abwägen, Beurteilen, Mustererkennen und prognostizieren. Und natürlich möchte ich alles wahrnehmen und mitbekommen, was sich in meiner Umgebung abspielt. Die Konsequenzen daraus würden manche eine Konzentrationsstörung nennen, aber das ist es nicht, es ist der Wille nach Wissen, nach Macht, nach einer Waffe gegen andere, in dem ich besser und weiter bin als sie; ich bin mir dessen bewusst, dass sie nur in meinem Kopf sein kann.
Ist diese meine Hochanalyse-Praxis doch auf die Menge einer Schulklasse eingespielt, bekomme ich bei so viel Input wie auf einer Disco damit den totalen Overhead. Es stresste mich ungeheuer, diese vielen Informationen wahrzunehmen, zu verarbeiten, zu bewerten und abzulegen, diese vielen feinen Informationen, von denen ich sicher bin, dass andere sie nicht wahrnehmen. Das ist eine verflixte Begabung, mehr Details wahrzunehmen, aber sie dann auch verarbeiten zu müssen. Und andere können ihre Mitmenschen ganz ausblenden und nur für sich leben, das kann ich nicht. Ich habe nicht Furcht vor Bloßstellung, ich habe eine zu starke ›Menschenliebe‹, das Bedürfnis, Hilfe zu geben, wo es nur in meinen Möglichkeiten liegt. Und so selbstverständlich das für mich ist, so stark vermisse ich es ungläubig überrascht an anderen.

Nun, das forderte also für mich eine sehr hohe Konzentration. Dazu kam meine Unerfahrenheit beim Tanzen, so dass ich mich umschaute und eine Geste nach der anderen versuchte zu lernen. In der Hauptzeit dann war das immer noch eine hohe Konzentrationsaufgabe: Ich konnte das alles nicht intuitiv, wie offenbar die Menge hier, ich war im Kopf hellwach und wirklich angespannt im absoluten Stress, wie ich mich hier positioniere, möglichst ohne lächerlich zu wirken und zu stark aufzufallen.
Hätte ich mittendrin die Wahl bekommen, eine Französisch-Arbeit zu schreiben, oder in dieser ›Matrix‹ weiterzumachen, hätte ich gerne die Arbeit gewählt, ehrlich (wenn es aber auch nur ein wirklicher Matrix-Wechsel gewesen wäre, sprich, die Welt dort ohne mich nicht mehr weitergelaufen wäre, denn das hielt mich auch dort und ließ mich nicht nach Hause wandern, neben meinem Ehrgeiz für meine Selbsterfahrung).

Gespräche mit intellektuellem Charakter waren bei dem ›Lärm‹ unmöglich. Das gehört aber wahrscheinlich zum Konzept einer Disco; sich nicht mehr durch bloße Kopf- und sprachliche Ausdrucksstärke etablieren zu können und somit alle in begrenztem Maße gleichzumachen.

Kurze Zeit bevor der DJ die anwesenden Unter-18-jährigen aufrief, sich langsam auf die Heimreise zu machen, erschienen noch ein paar weitere Klassenkameradinnen von mir, die mich auch überrascht begrüßten. Ich nehme an, die ließen sich einen ›Muttizettel‹ ausfüllen, um länger bleiben zu dürfen. Ich verabschiedete mich von ein paar Bekannten, die ich noch sah.
An der Garderobe stand ich erst über 10 min falsch an (war aber damit nicht alleine!) und wurde, als ich einen Warteplatz am Tresen einforderte, der mir nach dieser Zeit schon lange zustand, von einem betrunkenen Proleten, der gerade erst in die Schlange kam und auch etwa mein Alter hatte (wenn dabei auch immens bespeckter gebaut) mit beiden Händen nach hinten geworfen. Brüll, Quak, Plutsch… »Gaaanz ruhig.«, ich beschwichtigte mit einer Handgeste. »Gaaanz ruhig. Ich tu dir nichts, ich will keinen Streit. Ich war trotzdem vor dir, und das weißt Du.« »Jetzt bin ich aber vorne!!« – Ich dachte mir nur, das ist Karma, ich brauch ihm nichts zurückzuzahlen, das kommt auf ihn ohne mein Zutun zurück. Und genau da wurden unsere Traube auf die eigentliche Schlange von einem dieser Wächter aufmerksam gemacht.

Raus ging es wieder durch den Eingang, wie einfallslos. 😉 Den gleichen Abenteuerattraktionen-Gang zurück, hinaus in den Regen, der mittlerweile stärker geworden war. Ich lief den Weg zu Fuß nach Hause, bald rannte ich, und nahm die Brille ab, denn ohne sie sah ich mittlerweile besser als mit ihr. Ich kam, am Oberkörper glücklicherweise wenig benässt, um kurz vor ein Uhr Nachts daheim an.

Mein Fazit:
Gerade diese Erkenntnis, dass mein äußeres Selbstbewusstsein tief im Keller ist, hat den Besuch gelohnt. Das Bewusstsein darum habe ich aus dem Sinn verloren, ich hatte das schon mal. Diese Erkenntnis ist der erste Schritt hin zu einer Konsolidierung und schließlich einem heilenden Lösungsprozess.

Die zwei Stunden, die ich dort war, konnte ich mich wahrlich nicht amüsieren. Zu intensiv die Eindrücke, zu groß der Stress, zu viel Kopfarbeit. Zu viele Dinge, die ich nicht kenne und nicht kann. Ich fühlte mich in jedem Moment als Fremdkörper. Einer, der die Regeln nicht kennt, der nicht weiß wie gespielt wird, und der nicht den Bewusstseinszustand dieser Mengengruppe teilt.

Ich möchte noch anmerken, dass die meisten meiner hier beschriebenen Gedanken mir nicht erst bei der Arbeit an diesem Artikel kamen, sondern unmittelbar während meinem Aufenthalt in der Disco. Die haben mich natürlich dann auch noch mal bekümmert und resigniert.
Kann mir bitte irgendjemand bestätigen, dass das nicht normal ist? Danke.

41 Gedanken zu „Mein erster Disco-Besuch

  1. Nutzt Safari Safari 528.1 auf Mac OS X Mac OS X 10.5.6

    Gut, dass du diese Erfahrung mal gemach hast!
    Wäre nicht richtiges Tanzen (also Standard/Latein) was für dich?
    Ich glaube, dass könnte dir gefallen, weil das einer Ordnung und Logik folgt und einen Sinn ergibt.
    Ich bin da auch viel besser drin, als im normalen „freestyle“, da trau ich mir nämlich oft zu wenig zu. Macht sich aber alles besser, wenn man vorher etwas Alkoholintus hatte, klingt zwar jetzt ein bisschen traurig, aber es hilft.
    Genau das würde nebenbei auch deine Filter aktivieren, damit du nicht mehr auf beiden Seiten deines Gehirns voll ausgelastet bist und mit deinem ständigen Nachdenken aufhörst.
    Ich verfolge ja die Theorie, dass du mit ungefähr 0,5 Promille auf das geistige Niveau deiner Mitschüler im nüchternen Zustand herunter rutscht. Das würde der ganzen Sache denke ich gut tun.
    Kannste ja mal bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit ausprobieren.

  2. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.6 auf Windows Windows Vista

    Boa, dass ist doch nicht normal Oo
    Wie lange braucht man um zu lernen solche Texte schreiben zu koennen?! Und wie lange, um einen solchen Text zu schreiben?! DAS ist nicht normal…aber: Respekt! Ich kann mich bei weitem nicht so gut Ausdruecken (gerade, wenn ich etwas ueber mich und meine Gefuehle (wenn man das hier so nennen kann) schreib/sag).
    Was den Umgang mit anderen Menschen angeht, sind wir uns aber denke ich aehnlich. Ich hab auch so meine Schwierigkeiten, mich in eine (vor allem Fremde) Gemeinschaft zu integrieren (aber mit Alkohol geht es wirklich besser (und das kann ich schon nach einmal richtig Alkohol sagen!)). Viele Gedanken mach ich mir mit Sicherheit auch, wenn jemand mit mir redet, aber ich glaube mit Sicherheit nicht so viele wie du, soweit es mir scheint.

    Mein Fazit:
    Ich werde mit Sicherheit nie in eine normale Disco gehen 😀
    Schon allein, weil da fast nur Techno gespielt wird.
    Vielleicht geh ich irgendwann mit meinem Bruder zu einem der Untergrund-Metaller-Konzerte seiner Freunde 😀

  3. Nutzt Safari Safari 528.1 auf Mac OS X Mac OS X 10.5.6

    Na, es gibt doch auch ganz viel Szene Discos, in denen dann andere Musik gespielt mit, zum Beispiel für mich Indiesau. Zumindestens in Kiel gibt es die, wies bei dir aussieht weiß ich ja nicht.
    So ein Metallkonzert ist sicher cool, da will ich auch mal hin:)
    Und ja, ich bin auch der Meinung, dass Maxi extrem geschliffen formuliert. Ich kenne nur noch Paul, der ähnliches vollbringt (und ich, wenn ich Zeit habe/es nicht 2 Uhr in der Nacht ist, aber Eigenlob stinkt und deshalb gehört es in Klammern)

  4. Nutzt NetNewsWire NetNewsWire 3.1.6 auf Mac OS Mac OS X

    Ich will auch noch nen Kommentar schreiben.
    Ich kann dir bestätigen: es ist _nicht_ normal, aber irgendwie hab ich mich in dem Artikel wiedergefunden. Besonders dieses sich zu viele Gedanken über alles machen kenn ich gut.
    Über den Einfluss von Alkohol um das zu unterbinden kann ich nichts sagen, weil mir Alkohol nicht schmeckt und ich auch nicht die Motivation habe, mich daran zu gewöhnen.
    Bei mir muss es übrigens nicht mal ne Disco sein, um meinen Kopf völlig zu überlasten. Dazu hat schon mein Besuch in Heilbronn im Dezember gereicht 😀

    Mich würde übrigens mal interessieren, was du so für Musik hörst.

  5. Nutzt Opera Opera 9.63 auf Windows Windows Vista

    Der Stil ist beeindruckend. So werden die meisten anderen nie formulieren können.

    Die Vorschläge hier sind auch ganz in Ordnung, aber dein Problem ist ja vorallem die laufende Analyse der Situation und der anderen Menschen. Kurzfristig könnte da, wie Kai sagt, tatsächlich Alkohol helfen. Hat es denn einen Grund wieso du nicht trinkst?

    Und nun mal zu den oberflächlicheren Problem, ok es war nicht deine Musik. Aber nach deinem Last.fm Profil zu urteilen, weiß ich auch nicht so recht ob es da Discos für dich gibt, zumindest bei mir in der Gegend kenne ich nur die klassischen Mainstream Läden (Techno und House) und eine Rocker Disco, die ist schon deutlich sympatischer. Aber auch die ist, nicht wirklich meine Welt, liegt vielleicht auch daran das ich zum analysieren neige, wenn auch auf ganz anderen Niveau als du. Bin dafür auch sozial etwas „kompatibler“ (ich hoffe das klingt nicht verletzend), was sich dort aber auch nicht wirklich zeigen kann da mir ein interessantes, ja vielleicht sogar tiefgründiges Gespräch lieber ist als diese plumpen Dinge die dort so passieren.
    Aber wie auch immer, vielleicht wäre kleine Clubs mit Konzerten besser für dich, weil dich die Musik mehr anspricht und weil da auch die Chance besteht richtige Gespräche zu führen.

  6. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.6 auf Mac OS X Mac OS X 10

    ein beeindruckender bericht! nach dem, was ich bisher über dich weiß (und das ist weiß gott nicht viel), kann ich mir dich jedenfalls gut als einen kafka tamura vorstellen, der in bibliotheken und einsamen hütten weilt.

    ein disco(drauf)gänger zu sein, ist ja auch nicht wirklich erstrebenswert. doch obwohl ich das auch nie war, fand ich es dennoch schade, als ‚meine‘ disco, das ‚glashaus‘ in bad neustadt, zu machte. ich habe danach nie wieder eine wie diese gefunden und habe es dann auch bald wieder sein lassen (außerdem war ich dann allmählich auch zu alt für sowas *g*)

    naja, mach dir mal keinen kopf – oder wenn dann wenigstens hoch damit 😉

  7. Nutzt Mozilla Mozilla 1.9.1b3pre auf Ubuntu Linux Ubuntu Linux

    Zuerst einmal bin ich begeistert, dass ihr euch die Zeit nahmt, den Bericht zu lesen (das waren immerhin fünf Seiten in OO.o!), euch für mich interessiert und dann auch noch einen durchdachten Kommentar absetzt, alle Achtung davor!

    @Kai
    Mit dem Gedanken, einen Tanzkurs zu besuchen, habe ich schon gespielt. Vorläufiges Ergebnis ist, dass mir die Körpernähe dort zu heftig ist, ich glaube, ich packe das nicht.
    Wegen dem mit dem Alkohol zum Blickwinkelbeengen: Darüber haben wir auch schon mal ganz interessant gechattet, seh ich genauso. Aber bei diesem Aufenthalt dort wollte ich all die Eindrücke bewusst an mich ranlassen, um so viel wie möglich in so wenig wie möglich verfügbarer Zeit zu lernen. Und dann kam natürlich auch noch der Schwabe in mir bei diesen Preisen heraus. 😉
    Tja, und dann weiß ich nicht so recht, was an mir ohne mein vollanalytisches, nach außen getragenes Ich noch interessant wäre… Aber wahrscheinlich habe ich da nicht die beste Selbsteinschätzung. Ich kenne mich halt _gar nicht_ unter Menschen.

    @91falk
    Das Schreiben solcher Texte habe ich mir selber beigebracht. War recht unbewusst, ich habe den Eindruck, dass mir viel von dem Wissen zugeflogen ist, ohne dass ich eine Leistung dafür gebracht habe. Einen großen Evolutionsschritt tat ich zuletzt im Sommer 2008, spiegelt sich dann auch bisschen an den Artikeln hier aus den Sommerferien wieder.
    Das eigentliche Schreiben dieses Artikels hat schon einige Stunden gebraucht, die waren es mir aber auch wert. (Und ich sitz dabei nicht hochkonzentriert nur über dem, sondern mach auch noch andere Dinge und warte quasi, bis mir neue Ideen für den Text kommen. Irgendwann bekommt ihr vielleicht mal ein ›Making-of‹ von so was. 😉 )

    @Nino
    Spiritus schmeckt mir auch nicht so mortz, aber ein Wein ist schon mal ganz nett. 😉 Den trinke ich aber auch nur wirklich selten und dann nur – und das ist interessant hier – wenn ich eh nur einen Film schaue. Mit Bier und Alcopops und dem ganzen Geschleuder kann ich nichts anfangen; darin sehe ich nur Mittel, auf dem schnellsten Wege besoffen zu werden. Bei Wein und Sekt ist dieses ›Erheitern‹ dagegen eher eine Nebenwirkung die dazugehört und die man in Kauf nimmt.
    Eine klare Musikrichtung habe ich nicht, doch ein recht konsistenter Faden ist bei mir orchestrale Filmmusik. Daneben dann noch ›Sprechmusik‹, wie ich sie eigentlich ganz allgemein nur nenne, auf Deutsch und Englisch. Das sind einige Richtungen… Ähm, zu meinem Bedauern kenne ich mich da zu wenig in den Bezeichnungen aus. Ist aber auch eher egal, Du kannst ja auf last.fm „Frumble2“ anschauen (oh je, das macht mir jetzt aber auch Angst…)
    Ich mache mir gar keine Hoffnungen, einen Musiksaal in der Nähe zu finden, der diesen Stil spielt, dafür ist er doch zu sehr alternativ. 😀 Es sollte halt doch etwas sein, mit dem ich mich zwar nicht gleich identifizieren muss, der aber generell sympathischer für mich ist.

    @Natural
    Gut herausgearbeitet. Das zu viele Denken ist ein Problempunkt und das nun bewusstgewordene schlechte Selbstbild meines äußeren Ichs.
    Den Grund, warum ich nichts ›getrunken‹ habe, habe ich schon oben erklärt. Es ist bei mir auf den sehr sehr wenigen Partys, auf denen ich bin so, dass ich mich eigentlich immer für den klaren Kopf und gegen den mutmaßlichen ›Spaß‹ entscheide, vielleicht, weil ich mir gar nicht erst vorstellen kann, dass das Spaß macht, vielleicht, weil ich zwanghaft die Situation komplett überschauen möchte. Dieses Nicht-Spaß-Wollen bedeutet dann auch gleich nicht nur keinen Alkohol, sondern auch eine gewisse Nichtanteilsnahme und eher eine Beobachterrolle (beispielsweise degradiere ich mich gerne zum Techniker für alles und stehe mit diesem ja fast schon Psycho-Trick dann über der Menge, kann kommandieren und habe mich selbst clever aus ihr ausgeschlossen).

    @steffino
    Na na, das Lob ist dann vielleicht doch ein bisschen übertrieben. 😉 Mit Kafka kann ich noch was anfangen, aber wer oder was ist Tamura? 😀

  8. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.6 auf Mac OS X Mac OS X 10

    @frumble: kafka tamura hat nicht viel mit franz kafka zu tun, sondern ist eine figur aus dem roman ‚kafka am strand‘ von haruki murakami. lesenswert!

  9. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.6 auf Mac OS X Mac OS X 10

    wozu bildung? es gibt doch google *g*

    nee, quark – das buch hatte ich gerade gelesen und ich sah halt eine gewisse geistig-seelische verwandtschaft zwischen dir und dem protagonisten des buches.

  10. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.6 auf Windows Windows XP

    Wie konntest du das Mädel nur laufen lassen. Also das geht mir jetzt gar nicht in den Kopf. Das macht man doch nicht und wenn man schon so eine Gelegenheit hat, dann lässt man die doch nicht einfach wieder gehen. Vor allem, wenn es sich dabei auch noch um eine hübsche Frau handelt. War sie denn gar nicht dein Typ? Oder warst du einfach zu beschäftigt, dass du dir darüber noch ein paar Gedanken hättest machen können?! Also so was verstehe ich nicht. Vor allem wenn eine Frau einen zuerst anspricht. Dann darf man das nicht machen. *g*

  11. Nutzt Opera Opera 10.00 auf Linux Linux

    Tja, ich war auf so was nicht vorbereitet.
    Ich ging da aber auch mit einer ganz anderen Motivation hin, ich wollte etwas über die Jugend lernen und niemanden ›abschleppen‹. 😉 (Ich würde mir eh nicht erlauben, es so plump mit jemanden über eine Massenveranstaltung angehen zu lassen, da habe ich hohe Stilansprüche an mich selbst; ich mache es mir wirklich selber immer sehr schwer, aber ich beharre auf dem Prinzip.)

    Die war mir offengestanden egal.
    Ich hab ja schon gesagt, dass ich genau weiß, was ich ›hätte machen sollen‹.
    Es geht nicht darum, dass das ein Mädchen war, denn ganz ähnliche Erfahrungen hatte ich an dem Abend auch mit ein paar Jungen (die ich irgendwoher noch kannte). Wie ich auch oben schon schrieb, hängt es mit meiner Sicht auf mein repräsentatives äußeres Ich zusammen. Diese spiegelt mir, wenn man das so runterbricht, ein verdammt schlechtes Bild meiner, und somit ein tief im Keller liegendes Selbstwertgefühl und -bewusstsein für meine nach außen getragene Erscheinung wieder. Lese die drei Textblöcke ab der Beschreibung dieser Begegnung im Text vielleicht noch einmal, dann wird das deutlicher.

  12. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.6 auf Ubuntu Linux Ubuntu Linux

    Ich glaub, ich hab mal eine Person mit ähnlichem Musikgeschmack gefunden.
    Und grade hab ich noch Ohrhörer hervorgekramt (Sennheiser HD 40, wen’s interessiert) und ich muss sagen: Die Lieder haben eine Qualität, das glaubt man ja garnicht.

    Endweder bin ich einfach nur zu schnell begeistert, oder ich bin zu lange schlechten Handy-Boxen (Hilfe!) ausgesetzt worden.

    Am schönsten klingt das ganze in einem etwas größeren Saal in Symphonieorchester-Form.

    Ich rede zu viel Unsinn, da ich müde bin, einfach nicht beachten. Morgen früh werde ich mich auch fragen, was für einen unsinn ich hier wieder hingeschrieben habe, aber die Musik ist einfach zu gut!

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    @Feuerrot:
    Öhm, falsches Kommentarfeld auf der falschen Webseite? Von welchen Liedern sprichst Du? Doch nicht von meinem Last.fm-Profil (zumal da die Streams nur 128 kbps haben).

  14. Nutzt Konqueror Konqueror 4.2 auf Linux Linux

    Dann liegt das Problem wohl schon darin das du, auch in der Zukunft, gar nicht zu so etwas gehen willst. Denn du trinkst ja keinen Alkohol weil du eben keinen Spaß haben willst. (Mal unabhängig davon ob das Spaß ist.)
    Vielleicht solltest du dich dann so etwas gar nicht mehr ausetzen? Auch nicht zu Analyse und dem Verstehen wollen der anderen. Es ist dann doch eigentlich auch egal…
    Gehe nur dorthin wenn du Spaß willst, nicht um dich mit den anderen zu vergleichen und sie zu verstehen. Du bist nicht wie sie und willst es offensichtlich auch nicht sein.
    Das ist auch keineswegs schlimm, für mich sogar etwas nachvollziehbar. 😉

  15. Nutzt Mozilla Mozilla 1.9.1b3pre auf Ubuntu Linux Ubuntu Linux

    Das ist wirklich ein interessanter Gedankengang, passt auch zu Feuerrots Kommentar zu meinem letzten Blog-Artikel: http://www.frumble.de/blog/2009/01/01/mein-2008-gekurzte-fassung/comment-page-1/#comment-16060
    Ich will zumindest noch in den nächsten Wochen/Monaten die paar weiteren Jugendangebote in der Richtung hier begutachten, um wenigstens halt doch eine Vorstellung von den Orten und den ›Aktivitäten‹ zu bekommen. Die Beweggründe und Mentalität der anderen, dort hinzugehen und sich dann auch tatsächlich zu amüsieren, habe ich aufgegeben zu hinterfragen.
    Warum ich die Tour machen will: Ja, da werde ich sicher auch schon von den anderen ›beeinflusst‹, die mich ungläubig anstarren, wenn im Gespräch herauskommt, dass ich noch nie bei so etwas war. Das wird so hingestellt, als gehöre es zu dem Alter.^^ Und von dem Paradigma kann ich mich selbst auch nicht ganz lösen und darum will ich mir diese Aktivitäten zumindest mal ansehen. Danach habe ich nichts weiteres geplant, aber fest steht sicher, dass ich irgendeine eigene Möglichkeit finden muss, auch mal in (Real-)Kontakt zu Gleichaltrigen zu kommen.

  16. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.6 auf Windows Windows 7

    Ja Maxi,
    kleiner Tipp: Wenn du das nächste mal in die Disco gehst vll mit jemandem den du kennst. Der hilft dir dann vll bei deinen Problemen. (z.b. Tanzen, Mädchen, usw.)

  17. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.6 auf Windows Windows XP

    Wenn ich mich da an meinen ersten Besuch in einer Disko erinnere. Da ging man rein bezahlte noch 3 Mark Eintritt und dann stand man schon in einer Wolke aus Rauch. Denn zu meiner Zeit wurde ohne Ende geraucht. Was sich aber im Wesentlichen verändert hat sind die Tanzrichtungen. Niemand tanzt in der heutigen Zeit noch in einer Disko das finde ich schade. Und natürlich die Musik. Die war früher auch viel besser als heute. So sehe ich das zumindest. Dein erster Besuch klingt recht lustig.

  18. Nutzt Safari Safari 525.20 auf iOS iOS 2.2.1

    @Christian:
    Na, also in meinen Discos wird schon noch getanzt:) (Bin 16 und aus Kiel)
    Und auch geraucht:)
    Aber bei der Musik stimme ich dir zu; die war früher wirklich besser! Da hatte man mehr Spaß. Heute ist es eher dance oder Electro. Das finde ich zwar auch gut, aber es bringt mich nicht in eine fröhliche stimmung sondern in eine entspannte, coole Stimmung.

  19. Nutzt Mozilla Mozilla 1.9.1b3pre auf Ubuntu Linux Ubuntu Linux

    @Uwe
    Ich bezweifle, dass mich da irgendwer tiefergehend betreut hätte, die waren alle schon zu sehr mit sich selbst beschäftigt.
    Der Bericht mag sich vielleicht lustig lesen, aber für mich war es bitterster Ernst. 😉

  20. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.6 auf Windows Windows Vista

    He, die Disco ist doch nicht deine ganze Jugend und wenn du keinen Alkohol magst ist das doch auch nicht weiter tragisch. Wenn man sich nur die Jugendlichen in den Medien ansieht, die ein Wetttrinken veranstalten und nachher im Koma liegen, nein danke kann ich da nur sagen. Bleib lieber so wie du bist.

  21. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.6 auf Windows Windows Vista

    hab mich gerade erst dazu durchringen können, den Artikel zu lesen…
    Ich lese zwar gerne, aber nicht beim Bilcken auf einen flimmernden Bildschirm 😉
    Ich mag Discos auch nicht, aber ehrlich gesagt eher wegen der Besucher und normalerweise anzutreffenden Personen (Leute wie die Mega-coolen hippen Typen aus der Klasse).
    Ich stimme Kai allerdings zu, es gibt zumindest in Kiel einige Szenediscos. Bei meinem Musikgeschmack kann ich da höchstens auf Max (nicht du, sondern mein Weekendtrash-Kollege) oder Freunde aus dem… ich sag mal LINKEN Spektrum treffen. (Und auf meine Eltern, manchmal).
    Ich kann dich gut verstehen.
    Und zu Kais Kommentar (ist schon ein bisschen her:) „Ich kenne nur noch Paul, der ähnliches vollbringt (und ich, wenn ich Zeit habe/es nicht 2 Uhr in der Nacht ist, aber Eigenlob stinkt und deshalb gehört es in Klammern)“ kann ich nur sagen, danke, und mir gehts genauso, man brauch bloß die Namen Kai und Paul vertauschen;).
    Respekt vor deinen Schreibkünsten und von deiner Ausdauer.

    PS: ich hasse techno

  22. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.6 auf Windows Windows Vista

    @ Bilge:
    Du hast sehr Recht.
    Auch ich sehe absolut keinen Sinn darin, mich sinnlos zu betrinken, um des Betrinkens willen.
    Und es gibt leider tatsächlich viele, die sich allwochenendlich systematisch betrinken. Ein Fall aus meiner Klasse lag in der Kieler Woche – in der Theorie ein Segelfestival, de facto für alle Nicht-Segler und Alkoholkonsumenten ähnlich wie das Oktoberfest – mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus.
    Das möchte man dann doch nicht.

  23. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.7 auf Windows Windows XP

    Doch, ich muß dir bestätigen, daß dieses normal ist. Mich wundert nur, daß du die Erfahrung erst so spät gemacht hast! So läuft es halt ab. Und wenn du die Sache ganz „nüchtern“ betrachtest, weißt du wohl, daß du nichts verpasst hast. Und die Rede war hier nur vom Alkohol

  24. Nutzt Opera Opera 9.61 auf Windows Windows XP

    Servus

    Mal ein schöner neutraler Bericht was in den Discos heutzutage los ist. Aber ein kleines Bierchen hättest du dir auch gönnen können. Wie auch Uwe muss ich sagen, dass du mit einem Freund/Schulkamerad solche Sachen erleben musst dann hat man auch viel mehr Spaß am ganzen.

  25. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.7 auf Windows Windows Vista

    Also da kann ich Christoph nur zustimmen. Versuche einfach mal, nicht alleine weg zu gehen, sondern mit guten Freunden, es muss ja auch nicht unbedingt gleich die Disco sein. Ich denke, ein Café, eine Kneipe am Abend tut es auch. Vielleicht fühlst du dich da wohler, und was ist schon normal? Nichts, jeder Mensch ist ein Individuum und hat andere Interessen, das ist auch gut so.

  26. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.7 auf Windows Windows XP

    Hatte auch immer das Problem, so wirklich weggehen, gar in ne Disse war nie mein Ding. Dann nach dem Abi habe ich einfach gesagt, was solls und bin mit meinen Kumpels nach Malle. Da sind wir dann jeden Tag abends schön tanzen gegangen 🙂 War auch cool, vor allem da dich da außer deinen Freunden kaum einer kennt, was zu Hause was anderes ist 😉

  27. Nutzt Safari Safari 525.27.1 auf Mac OS X Mac OS X 10.5.6

    Puh!
    Hab den kompletten Artikel und alle Kommentare bis auf die letzten 7 gelesen.
    Auch wenn ich dich schon länger kenne, merke ich immer wieder, das wir uns ziemlich ähnlich sind.
    Zumindest was den Konflikt zwischen Menschen<>Technik angeht.
    Ich fühle mich in Menschenmassen extrem unwohl und auch wenn ich des öfteren mit Mädchen Blickkontakt hab, hab ich meistens Angst vor mehr, weil ich spätestens bei einem Gespräch versagen würde.
    Denn mein grösstes Problem ist Smalltalk.
    Das merk ich immer wieder und sollte was dagegen tun.

    Ich muss zugeben, dass ich auch heute Abend etwas Alkohol getrunken hab; dass ich daher vielleicht etwas Müll schreibe, aber ich hoffe du dankst es mir, dass ich endlich diesen unglaublich langen Artikel gelesen hab.
    Ich lese ungern, vor allem auf Bildschirmen, auch wenn ich ansonsten so gut wie gar nichts lese.
    Das solltest du auch mal probieren und auf jeden Fall mit einem Freund, der dich versteht, denn dann geht alles einfacher.
    Ich würde mich allein auf sowas gar nicht einlassen können.
    Ich versuche immer, in allem einen Sinn für mich zu finden und wenn ich den nicht finde, kommt sowas bei raus, dass ich in Gesprächen oder sogar Chats mit Mädchen einfach kein Thema hab, denn entweder es ist für mich einfach irrelevant oder ich will alles um zu meinen, diesen Menschen zu kennen.

    So es reicht. Schluss!

  28. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.8 auf Windows Windows XP

    Hey frumble,
    habe jetzt auch den ganzen Text gelesen.

    Ich werde dir jetzt mal antworten. Du scheinst unglücklich zu sein, sonst würdest du dir nicht soviele Gedanken darüber machen, was du verändern musst. Ich erkenne mich da wieder, so war ich früher auch, bzw so ähnliich. Dieses Beobachten, nicht einmischen, hat meiner Meinung nach einen Hauptgrund: ein niedriges Selbstbewusstsein. Beschreib mir doch bitte mal, wie eine typische Woche von dir aussieht, womit du größtenteils deine Zeit verbringst usw. Ich als Hobbypsychologe bin daran sehr interessiert^^.

    Ich werde dir dann weiterschreiben, wenn du mir geantwortet hast. Nur soviel: Ich konnte mich aus diesem „Käfig“ befreien, ohne mich aufzugeben. Ich wurde selbstbewusst, mische mich ein, alles, was ich mich früher nie getraut hätte. Es ist ein tolles Leben, es macht keinen Sinn, sich zurückzuziehen und ständig einzureden, man wäre viel intelligenter als andere und man passe nicht zu denen. So ein Leben ist doch mehr oder weniger Zeitverschwendung. Es ist noch einiges mehr bei mir besser geworden, ich kann dir bestimmt helfen.

    Eins noch: Ich denke, du musst aufhören, zu denken, dieses beobachten usw wären eine art modus, das bist nicht unbedingt du, das ist nur selbstzweifel(aber das hast du ja anscheinend schon selber erkannt)…

    Sehr interessanter Text, gut, dass du ihn hier reingeschrieben hast.

    Bis dann

  29. Nutzt Mozilla Mozilla 1.9.1b3 auf Ubuntu Linux Ubuntu Linux

    @BM_V
    Das ist ein verlockendes Angebot. 😉

    Eine Woche verläuft bei mir so: Morgens zur Schule und nachmittags bis (spät) nachts sitze ich fast nur vor dem Computer, danach lese ich gelegentlich noch etwas.
    Natürlich bewege ich mich auch in der Wohnung, ich laufe jede Stunde summiert sicher ein paar Minuten herum und mich verschlägt es auch dann und wann nach draußen, etwa in die Bücherei oder auf die Bank – oder jetzt, wo es wieder wärmer wird, auch mal für eine Weile zum Meditieren in einen Park.
    DAS ist meine Woche. Sonst habe ich nichts. Ein bis zwei Mal, je nach Klassenarbeitsaufkommen, schaut auch noch eine Nachhilfestudentin vorbei.
    Am Wochenende nutze ich die zusätzliche Zeit ohne störende Schulgefühlseinflüsse für mich einfach, seit einer Weile verstärkt zur spirituellen Aufbauung und Entwicklung.
    Ich habe einen Bruder, der dreieinhalb Jahre jünger ist, mit dem mache ich aber nicht viel. Also bin ich die allermeiste Zeit alleine und beschäftige mich nur mit mir, bis auf Microblogging und Chats.
    Fernsehen schaue ich ausgewählte Filme und Serien über Onlinetvrecorder.com (OTR) ebenfalls nur am Computer.
    Bei diesem Wochenablauf und dieser immerwährenden Einsamkeit und Kontakt- und Berührungslosigkeit und Fehlen von jeglicher visueller und verbaler Kommunikation dürfte einen nun gar nichts mehr in meinem Disco-Besuchs-Bericht überraschen.

    Für alles Weitere, wenn es dich jetzt noch interessiert, können wir chatten. Jabber oder Skype wäre mir recht. Jabber: [mittlerweile zensiert] Skype: [mittlerweile zensiert]

    Etwas contraire zu deinem Helfsangebot erscheint mir aber, dass Du keine echte E-Mail-Adresse angegeben hast. Das musst Du dir anhören. [Er hat sich übrigens bis heute auch noch wirklich nicht gemeldet.]

  30. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.8 auf Ubuntu Linux Ubuntu Linux

    Hast du schonmal geschaut, ob es in deiner Stadt „Angebote“ für Personen mit ähnlichen Interessen gibt?

    Ich denke jetzt mal z.B. an eine lokalen CCC, wenn du große Interesse an Computerbasteleien (Fertibuntu) hast.

  31. Nutzt Mozilla Mozilla 1.9.1b3 auf Ubuntu Linux Ubuntu Linux

    Seit einem halben Jahr merke ich erfreut, dass mich die IT immer weniger interessiert. Klar, es ist noch mein Hauptkompetenzfeld, aber der große Reiz verfliegt. Ich habe das Gefühl, die Anhöhe erklommen zu haben und jetzt wirklich ›oben‹ zu sein, alles, mit dem ich mich jetzt noch beschäftigen kann, liegt nun auf einer ›Ebene‹, auf der ich noch sternförmig in die einzelnen Spezialgebiete eindringen kann. Aber warum sollte ich, das interessiert mich alles gar nicht so sehr und ich will darin keine Perfektion erlangen.
    Aber nein, es gibt hier nichts Ernsthaftes für Geeks. Mal ehrlich, warum sollte es so was von lauter ›Internet-Süchtigen‹ auch geben (die alle ganz unterschiedliche Interessen haben), und was brächte mir das, unter ›Mitverkehrten‹ zu sein?

    Mein Verdacht ist, dass ich eher so was wie Mensa brauche… Das würde wirklich was bringen, weil da Leute sitzen, die die gleichen bis ähnlichen Probleme haben und wahrscheinlich schon irgendeinen Weg für sich fanden, mit ihnen so umzugehen, dass sie sich am wenigsten schädlich auswirken…

    Aber, nein, das ist abwegig, vielleicht etwas zu hoch gegriffen, und so was gibt es hier ebenfalls nicht. 😉
    Ich muss erst einmal den Umgang mit ›normalen Menschen‹ irgendwie lernen.

  32. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.8 auf Ubuntu Linux Ubuntu Linux

    Das mit dem CCC war jetzt auch nur ein Beispiel.

    Du hast auch noch was von Meditation geschrieben, doch kann ich dazu keine (gute) Meinung schreiben, da ich keine Ahnung hab, ob das in Gruppen funktioniert oder überhaupt sinnvoll ist. Das musst du selbst entscheiden.

    Mich interessiert allerdings deine Definition von „[…] ›normalen Menschen‹ […]“, ich kann mir unter dem Begriff einfach nichts Vorstellen („Die deutsche Durchschnittsfamilie“ von Extra3 hat 1,3 Kinder),
    oder ist das einfach ein verdurchschnittlichtes Personenbild, das kaum Ahnung von Computern hat und die Sachen, die Frau v. d. Leyen (oder alternativ unser Schäuble) macht, gut findet?

    Wahrscheinlich kann man genauso deine „›Mitverkehrten‹“ hinterfragen, aber ich muss mal schlafen gehen, morgen schreib ich noch Informatik 😉

    Oder sind vielleicht auch noch neue Themengebiete, die du noch nicht kennst interessant, ich bin doch auch nur per Zufall in diverse Interessengemeinschaften gestolpert (Googlestichwörter:“Furry“, „fingers-welt“, „Klartraum“)

    Gruß Feuerrot

  33. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.7 auf Ubuntu Linux Ubuntu Linux

    Hallo, wow schöner Artikel – bin nur zufällig hier gelandet, aber tief beeindruckt wie ehrlich du deine Empfindungen beschreibst.

    Kann mir bitte irgendjemand bestätigen, dass das nicht normal ist? Danke.

    So wie du die Disko beschreibst, kommen bei mir ganz böse Erinnerungen hoch. Schlechte Musik, schlechte Deko, völlig narkotisierte Leute, irgendeine Distanz zu den meisten Mitmenschen. Es ist einfach mies und es lohnt sich nicht darüber Gedanken zu machen. Wenn du an Menschen und Musik interressiert bist dann gehe lieber in kleine Szene-Clubs oder zu Konzerten von kleineren Bands. Da herrscht meist eine angenehme Familiäre Stimmung – Je nach Einrichtung gibt es auch keine Kleiderordnung und keine blöden Blicke. Kann aber nur für Leipzig sprechen. Wie auch immer ich hab mir geschworen nie wieder einen Fuss in eine Großraumdisko zu setzen. Es ist für mich die Hölle auf Erden.

    Ansonsten, meine Erfahrung ist (bin auch nur bescheidene 24) in eine größere Stadt ziehen hilft, raus aus der Provinz – da sind erst einmal alle einsam und so lernt man schneller und unkompliziert neue Leute kennen, einfach machen, es gibt keinen Grund Angst zu haben, es gibt keine normalen Menschen, mach einfach wozu du Lust hast. Wenn du dich selbst akzeptierst wird es auch jeder andere tun – und wer dich nicht akzeptiert, dem solltest du die Gefolgschaft verweigern. Wenn du Angst hast (ich hab leider fürchterlich viel davon) ist wohl so – abgedroschen es klingen mag – der einzige Weg sich ihr zu stellen um sie zu überwinden. Du könntest z.B. Trampen, das spart Geld und hat mir schon viele Spannende Gespräche gegeben. Oder geh ein Jahr ins Ausland… hab dein Blog nicht gelesen, schreib hier also munter drauf los – bitte das zu entschuldigen – kann dir nur Erich Fromm an Herz legen – Haben oder Sein und Vom Haben zum Sein. Schöne Bücher.

    Alles Gute

  34. Nutzt Mozilla Mozilla 1.9.0.8 auf Linux Linux

    Ahoi Frumble,

    ich bin gerade über deinen Text gestolpert und muss sagen: eine treffende Darstellung des Geschehens in einer Disko bei klarem Verstand.

    Danke dir für diesen Text. Er erinnert mich an eigene, gerade erst vergangene Erlebnissse in ähnlichen Situationen – mit einem Unterschied: Mir ist auch das Gegenteil dieses \Abgetrenntseins\ bewusst aus jungen Jahren, als ich noch mittendrin und dabei war. Vermeintlich dabei war, wie ich heute sehe. (Warum vermeintlich? Eine Antwort würde hier viel zu weit führen.)

    Eine Lösung kann ich nicht bieten. Vielleicht zwei Worte: Das Problem heißt Kopf, und getanzt wird mit dem Körper. Und obwohl auch Tänzer und andere Diskothekenbesucher offensichtlich über einen Kopf verfügen, sollte man sich dadurch nicht täuschen lassen. 😉

    Auf keinen Fall solltest du dir deine Laune durch solche Erlebnisse vermiesen lassen. Deine Beschreibung ist viel zu klar und schön.

    Gruß, B.

    PS: Literaturtipp für die nächsten Jahre: \Mann ohne Eigenschaften\ von R. Musil.

  35. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.5b4 auf Mac OS X Mac OS X 10

    hi frumble!

    hab Deine bleeps abonniert und lese sie gerne. aufgrund der letzten paar hab ich mich noch mal auf Deinen blog begeben. daher hab ich erst jetzt Deinen disco-besuch gelesen.

    Du beschreibst ziemlich detailliert, was mir in variationen bekannt vorkommt. flaschen aufheben die niemand sonst sieht. sich über akustik, optik, lautstäre echauffieren. sich fragen wie die menschen nur so flach sein können. gedanken die durch den kopf schießen. aus drei worten das denken eines mädels interpretieren zu wollen. die scheinbar völlige unvereinbarkeit zwischen selbst- und fremdwahrnehmung. und noch viele weitere details …

    lustig, nee, traurig, dass Dir daraufhin hier manche ‚aufhören zu denken‘ raten. als ob das ginge … 😉

    ja ich kann Dir bestätigen, dass das nicht ’normal‘ ist. das ist weit oberhalb der normalität. Du hast ja schon die hochsensibilität verlinkt und beinahe hätte ich die von Dir erwähnte mensa übersehen. insofern ahnst Du wohl schon in welche richtung es gehen könnte.

    irgendwie bin ich über ads und hochsensibilität auf das buch ganz normal hochbegabt gestoßen – und es ist dabei meine weltsicht zu verändern. möglicherweise Deine auch.

    Du bist nicht allein 😉

  36. Nutzt Mozilla Mozilla 1.9.1b4pre auf Ubuntu Linux Ubuntu Linux

    @march.
    Das andere Buch der Autorin habe ich sogar schon gelesen. 😉 Dieses nun habe ich wegen des Titels (›Erwachsene‹) erst noch einmal aufgeschoben, aber wenn es auch von dir eine Empfehlung ist, will ich mir das mal ansehen. 😉

    Auch noch ein Dankeschön an ›leser‹ und ›Bleibt unbekannt‹ für eure Gedanken und Lesetipps.

  37. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.5b4 auf Mac OS X Mac OS X 10

    hihi, ist mir im nachhinein auch eingefallen, dass Dir das ‚erwachsene‘ nicht so zusagen könnte. aber wenn Du Dich mit der thematik als solcher beschäftigst ist das schon gut.

    meinst Du ‚jenseits der norm‘? das hab ich hier zwar rumstehen aber noch nicht angefangen [wie so viele …]. {Antwort: Ja; sie hat schließlich bisher nur zwei Bücher geschrieben.}

    das schöne an ‚ganz normal‘ sind die schrägen lebensgeschichten in denen ich mich wiederfinden kann. dieses aha-erlebnis. finde biografien besser als theoretische abhandlungen.

  38. Nutzt Safari Safari 528.16 auf Mac OS X Mac OS X 10.5.6

    Ich hab den Artikel durch Zufall gestern Nacht über ’n Twitter Nearby Search entdeckt.
    Ich war gestern Nacht auch mal wieder in einer Disco.
    Welch Zufall.
    Jedenfalls kam mir sehr vieles bekannt vor.

    Sehr guter Artikel – dein Schreibstil ist faszinierend.

  39. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 3.0.5 auf Windows Windows XP

    ein beeindruckender bericht! nach dem, was ich bisher über dich weiß (und das ist weiß gott nicht viel), kann ich mir dich jedenfalls gut als einen kafka tamura vorstellen, der in bibliotheken und einsamen hütten weilt.

    —Steffino
    Erinnert mich mehr an die merkwürdigen Erlebnisse von Charles Bukowski.

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