TB: Umstieg auf XFS

Heute habe ich eine Neuinstallation von Ubuntu gemacht, weil ich mal wieder mein System bis und über seine äußerste Grenze getrieben hatte. Jetzt zahlte es sich auch aus, dass ich bei der letzten Partitionierung /home auf eine separate Partition auslagerte, so konnte ich es nun über die (alternative, Textinstaller-)CD schon bei der Installation einbinden und habe wieder die gleichen Schreibtischeinstellungen wie zuvor, ohne in Knoppix gefährliche Kopieraktionen starten zu müssen…
Während der Mountpunkteinrichtung kam mir dann die Idee, das System mal in XFS, dem zweitschnellsten Dateisystem nach Reiser4, zu installieren. Noch mit einer Ahnung ganz hinten im Kopf installierte ich dann mit XFS und bekam am Ende der Installation die Aufforderung, für LILO Einstellungen vorzunehmen. LILO ist alte Technik, die ich wirklich nicht will, ich will den modernen GRUB-Bootmanager (der z.B. auch bestimmte Dateisysteme eingeschränkt lesen kann und die Kernel-Einbindung so erheblich erleichtert). Zwar bat mir Ubuntu an, es mit GRUB zu versuchen, warnte aber vor dem dann auch gleich auftretenden Fehler, dass GRUB sehr oft nicht mit XFS zusammenspiele. Dann habe ich knurrend die GParted-Live-CD gestartet, meine neue XFS-Partition gelöscht und dann eine kleine /boot-Partition mit 150 MB in ext2 in den freien Platz gelegt, und danach den Restlichen wieder mit einer XFS-Partition gefüllt. Nach der Installation, dem Update-Einspielen und der Ausführung von meinem Programmnachinstallier-und-Paketquelleneinricht-Script fertibunti habe ich jetzt fast wieder ein System wie zuvor.

Beim Partitionieren wurde ich übrigens auch wieder an meine fast 200 GB große und bisher leere Backup-Partition erinnert… – Die ich schon zuvor in XFS formatiert hatte, aber kein Backup-Programm darauf los ließ. Jetzt kümmerst sich sbackup darum, eine grafische, sehr gute Lösung für Gnome, die automatisch Backups erstellen und löschen kann, wirklich sehr zu empfehlen (wenn den nur endlich mal die Entwicklung des vielversprechenden TimeVault weiterginge, das Time Machine von OS X Leopard für Linux schreiben will!).

Das XFS ist übrigens wirklich deutlich schneller als das antiquierte ext3 und wer den „Aufwand“ des Anlegens einer separaten /boot-Partition mit wenigen MB nicht scheut, sollte sich diese kostenlose Tempobeschleunigung nicht entgehen lassen, man braucht für XFS nur etwas mehr RAM (wie ich mit meinen 2 GB *stolz*), ab 1 GB aufwärts ist der Unterschied zu ext3 anscheinend bei vielen spürbar.

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