Mac OS X Leopard: Es wird konkreter

Heute hat Apple seine Webseite aktualisiert: An die Stelle der alten Tiger-Seiten traten Neue mit Informationen zu Leopard. Auch das erste Mal offiziell sind die Systemvoraussetzungen: Unter einem PowerPC G4 mit mindestens 867 MHz geht nichts (obwohl ich in Hacker-Foren schon von Hacks für frühere Maschinen gelesen habe und auch auf ihnen läuft Leopard, sogar noch schneller als Tiger). Es wird nur eine DVD geben, die auf beiden Architekturen, X86/X86_64 und PPC laufen wird (übrigens hat Leopard nicht wie Tiger nur einen 64bit-Kernel, aber eine 32bit-Oberfläche, sondern ist nun komplett in 64bit gehalten. Ich frage mich aber, wie es dann auf den alten G4-PPCs läuft, denn die haben so weit ich weiß noch keine 64bit-Unterstützung. Vermutlich gibt es da unterschiedliche Versionen, oder die PPC-Version ist wie bei Tiger nur halb-64bit (und auf nur-32bit-Maschinen ganz 32bit) und die X86-; also „Intel-„Version ganz in 64bit, denn die Intel-ZREs, die Apple einsetzte, unterstützen alle, bis auf die relativ kurz erhältlichen ersten „Intel-„Macs mit Intel Core („1“) (Duo) 64bit), quasi ein Universal Binary *höhö*. Damit man Time Machine nutzen kann, benötigt man tatsächlich eine externe Festplatte, finde ich schwach, wenn auch irgendwo sinnvoll. Was mir auch neu war, ist, dass das neue Xcode nun auch HTML-, PHP-, Ruby on Rails- und JavaScript-Bearbeitung anbietet (ja, Xcode ist eine abartig geniale IDE, auf Linux vermisse ich so was immer neidisch auf Mac OS schauend…). Ebenfalls neu für mich sind die Informationen zu Mac OS X Server (Leopard): Am Interessantesten finde ich die neue Wiki-Funktion (die mich in ihren Themas stark an WordPress erinnert; ja, WordPress ist kein Wiki, die Themas sehen aber nach WordPress aus…) und die neuen Podcast-Funktionen mit der man, (vermutlich mit Garageband- und iMovie-Komponenten) Podcasts nicht nur Produzieren, sondern auch gleich auf dem Mac OS X Server dem Netz zur Verfügung stellen kann. Vielleicht auch ganz nett ist der Spotlight Server (boah, diese englischen Namen ohne Bindestriche finde ich grausam ūüėČ ), mit dem man nun Suchen über mehrere OS X-Recher im Netzwerk führen kann (ähnlich wie die umstrittene Funktion in der Google Desktop-Suche). Bezüglich einer ZFS-Schreibunterstützung wurde man doch noch enttäuscht, Leopard kann, zumindest mit seiner 10.5.0-Veröffentlichung, das neue Super-Dateisystem nur Lesen, aber nicht Beschreiben.

Es kann gut sein, dass ich die ein oder andere Funktion in Tiger übersehen habe, aber ich gebe zu, ich nutze das Betriebssystem (und das als Zweitsystem neben Ubuntu) erst seit Mitte Juni, wenn ich mich auch schon davor intensiv mit ihm, so weit das theoretisch möglich war, beschäftigte.

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