ZETA wieder einmal „echt“ tot

ZetaNachdem Magnussoft und Bernd Korz (der Kopf der ZETA-Entwickler) verkündet haben, ihre finanzielle Zusammenarbeit einzustellen, gibt es nun eine weitere Mitteilung zur Zukunft von ZETA. Bernd meint in seinem Blog, dass er sehr geschafft von der Arbeit der letzten Monate sei und die kommerzielle Entwicklungsarbeit der ZETA-Entwickler nun auch beendet ist. Mit einer „opensourcisierung“ des Quellcodes von ZETA sollen schon alle Entwickler einverstanden sein, noch ist aber die rechtliche Lage nicht ganz geklärt und ACCESS erhebte erst kürzlich sogar Vorwürfe gegen Magnussoft/YellowTAB, dass diese den BeOS-Code nie lizenziert zu haben scheinen (obwohl sie es behaupten) und dass es wahrscheinlich ist, dass ZETA auf Quellcode von einem unfertigen unveröffentlichten Build von BeOS 6 basiert (Codename „Dan0“), das irgendwie „nach draußen“ gelangt ist. Daher sei es auch nicht machbar, Teile als Open Source zu veröffentlichen, da es sich um von BeOS abstammende („derivative work“) und damit auf dem geistigen Eigentum von Access basierende Software handle.

Es gibt sogar eine Distribution mit Dan0-Grundlage, die aber vermutlich illegal ist. Was ich interessant finde, ist dass ein Bildschirmfoto davon doch sehr große Ähnlichkeiten mit den ersten ZETA-Versionen aufweist…

Sollten doch Teile von ZETA freikommen, z.B. die Systemverwaltung, die ja doch garantiert von YellowTAB selbst entwickelt wurde oder diverse Server und Kits, dann könnten diese in die freie OpenSource-Nachbildung Haiku mit einfließen. Haiku steht anscheinend kurz vor einem R(C)1. Noch für dieses Jahr wird eine Version 1.0 erwartet, Haiku wäre dann also eine bessere 1:1-Kopie von BeOS 5 und ab dann könnten die Entwickler richtig große neue Features einbauen, darunter würden auch große Codeteile von ZETA fallen.

Man darf annehmen, dass dieses Ende das endgültige Ende für ZETA war; sollten aber doch größtere Codeteile von ZETA OpenSource werden und in Haiku einfließen, dann gibt es nicht ganz so viel Trauer, wie propagandiert wird. Mir tun vor allem die angestellten und nun entlassenen Entwickler leid.

2 Gedanken zu „ZETA wieder einmal „echt“ tot

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