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		<title>The Geekster Rises – Das Ende einer Tech Culture</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 21:55:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Geek-Welt]]></category>

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»To geek out: The act of becoming emotionally and physically aroused by the sight or the thought of a technicality of a certain topic of major interest. It resembles an &#8216;orgasm of the mind&#8217;.« –urbandictionary.com
Das Thema IT wird in einer breiteren &#214;ffentlichkeit denn je diskutiert, es ist f&#252;r  [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="yass_top_edge_dummy" style="width: 1px; height: 1px; padding: 0px; margin: -11px 0px 0px; border-width: 0px; display: block;"></div>
<div id="yass_top_edge" style="background-image: url('chrome://yass/content/edgebgtop.png'); background-attachment: scroll; background-position: center bottom; padding: 0px; margin: 0px 0px 10px -10px; border-width: 0px; height: 0px; display: block; width: 1px;"></div>
<p><em>»To geek out: The act of becoming emotionally and physically aroused by the sight or the thought of a technicality of a certain topic of major interest. It resembles an &#8216;orgasm of the mind&#8217;.«</em> –urbandictionary.com</p>
<p>Das Thema IT wird in einer breiteren &#214;ffentlichkeit denn je diskutiert, es ist f&#252;r die Breite der Gesellschaft allt&#228;glich geworden. Es hat sich &#252;ber die letzten Jahre eine neue Konsum-Coolness f&#252;r die Massen um neue Branchen-Entwicklungen gebildet. Die Rede ist von Smartphones, einer aberwitzigen Zahl verschieden konfigurierter Smartphones, Tablets, und ein paar sozialen Web-Diensten. Es hat sich eine Art Subkultur von Menschen herausgebildet, die nach Lifestyle gieren, nach Neuheiten schreien, und sich &#252;ber Marken identifizieren.</p>
<p>Ich beobachte da gerade etwas: Was dort nun lautstark in der Mitte der Gesellschaft diskutiert wird, ist nicht mehr das, was ich unter Computern verstehe, sondern sind massentaugliche Konsumprodukte.<br />
Ich betrachte mich zugeh&#246;rig zu einer Gruppe von rebellischen Tech-Begeisterten. Wir haben diese Kultur aufgebaut, wo wir seit Jahren als Selbstbesch&#228;ftigung um die neuesten Mobile-Trends kreisen und uns gegenseitig versichern, wie bedeutsam diese Entwicklungen sind. Und selbst ich &#252;berh&#246;he k&#252;nstlich die Bedeutung der Post-PC-Ger&#228;tschaften (f&#252;r mich), wenn ich <a href="http://www.frumble.de/blog/2012/09/29/die-android-enttauschung-ein-rant-mit-katharsis/">abschreckend lange</a> Mobile-OS-Analysen schreibe: Denn in meiner Realit&#228;t nutze ich zu allerh&#228;ufigst f&#252;r das Allermeiste nach wie vor den PC und das wird auch so bleiben.<br />
Denn ich bin kein Hipster, ich bin Geek.</p>
<p>Zu Anfang stand die Verweichlichung des Nerds in die Popkultur durch Matrix, wodurch Computer erstmals mit Coolness assoziiert wurden. Diese Darstellung griffen in Folge weitere Filme auf und statteten die wirr redenden Protagonisten mit beeindruckenden Technik-Gadgets aus. Der Blick schwenkte auf die unverstandenen, aber drolligen Wissensanh&#228;ufer im Experimentierk&#228;mmerlein und gab auch diesen erfolglosen Charakteren eine B&#252;hne. Ein Abziehbildchen des Geeks ist zum Popkulturph&#228;nomen geworden. Er wurde gefeiert, er wurde stilisiert, er wurde irgendwie cool. Er wurde kopiert, aber er wurde dabei nicht verstanden.</p>
<p>Der Tech-Hipster ist der Gegenentwurf zum Geek, bei fl&#252;chtiger Betrachtung scheinen sie aber dem selben Schlag anzugeh&#246;ren. Noch frappierender ist, das dies ebenso f&#252;r die eigene Selbstreflektion gilt – leicht verwechseln wir unsere Intentionen. Nachrichtenportale richten sich auf eine vergr&#246;&#223;erte Zielgruppe aus, immer st&#228;rker werden die gegenseitigen &#220;berschneidungen dessen, womit sich besch&#228;ftigt wird, beziehungsweise womit nicht mehr. Aufschlussreich geben sich beispielsweise die Kommentare auf The Verge: Was zu techy ist, ist gleich uncool, was eine flutschige UI hat, am besten noch propriet&#228;r, Mac-only, das gilt als cool.<br />
Ich bin nicht der Type, der immer die neuesten Spielsachen hat und sich mit allen Hypes auskennt – ich bin jemand, der Freude am Erforschen hat. Ich bin ein T&#252;ftler. Und ich verliere gerade eine Selbstidentifikation. Es scheint, Technik ist zu einfach geworden. Ich schaue irritiert auf die Nutzerschaft: Das ist nicht mehr das faszinierende, weite, geheimnisvolle Land voller R&#228;tsel und Abenteuer, das mich einst anzog.</p>
<p><strong>Origins: Tech-Hipster</strong><br />
Es gab da diese Phase, in der &#8220;Gadget&#8221; zu einer einschlie&#223;enden Einheit von &#8220;Geek&#8221; wurde. Das iPhone war im Prinzip der Wendepunkt: Ab 2007 wurde es in der Geek-Kultur aufregend und cool, einen Taschencomputer bei sich zu tragen, der nicht mehr wie fr&#252;here PDAs den PC-Paradigmen folgte und nun eine angenehmere Bedienung erm&#246;glichte. Ausschlaggebend f&#252;r die Akzeptanz innerhalb der Gemeinde d&#252;rfte zudem das rebellische Image gewesen sein, das Apple zu dieser Zeit noch anhaftete. Es vertrug sich gut mit der Selbstidentifikation der Geeks. Apple wurde von uns abgefeiert und viel Konfetti stob auch au&#223;erhalb unserer Kreise. Mancher verschrieb sich der neuen Philosophie und wurde von Apples Hardware-&#214;kosystem in den Bann gezogen. Andere wurden zu regelrechten J&#252;ngern, zu Evangelisten, und mancheiner Rollenmodell f&#252;r die aus dem Geek-Lager abtr&#252;nnigen, und sich zugleich aus der Mitte der Gesellschaft n&#228;hrenden Hipster.<br />
Gadgets liegen heute in jedermanns Hand, sie wirken cool. Das sind sie auch, aber Gadgets sind <a href="http://youtu.be/HUEvRyemKSg">in erster Linie Appliances</a>, keine &#8216;Computer&#8217;. Wenn wir sie nutzen, arbeiten wir nicht mit Software, sondern mit Objekten, wir denken so nat&#252;rlich, wie wenn wir einen Wasserhahn bedienen (im Speziellen bei iOS).</p>
<p>Ich seh da nicht mehr mich. Ich liebe Technik. Ich sch&#228;tze Appliances, die einfach tun, f&#252;r bestimmte Zwecke. Aber ich bin nicht post-PC, ich bin sogar noch sehr PC. Ich habe Ideale von v&#246;lliger Freiheit, die mit Computern nur an einem PC umsetzbar sind. Wir sollten uns fragen: Sind moderne Gadgets heute wirklich &#8216;geekig&#8217;, oder nur &#8216;convenient&#8217;? Sind wir dem Komfort verfallen? Was haben wir daf&#252;r geopfert? K&#246;nnen wir das mit unseren Werten vereinen?</p>
<p><strong>Hipsters gonna hip</strong><br />
Was k&#246;nnen wir tun, um unsere unterwanderte Tech-Geek-Kultur zu retten? Die Frage ist vielleicht auch, ob es diese Kultur &#252;berhaupt wert ist, gerettet zu werden. Vielleicht lohnt es sich nicht, sich mit Tech-Hipstern in einen Image-Kampf zu begeben, vielleicht liegt unsere Zukunft darin, zu akzeptieren, dass Technik existiert und das Beste aus ihr herauszuholen, ohne sie zu idealisieren oder zu hypen. Vielleicht sind wir von der Zeit eingeholt worden und vielleicht w&#228;re es sinnvoll, sich neu zu orientieren.</p>
<p><strong>Sinnkrise – Der Traum ist wahr geworden</strong><br />
Aus meiner Perspektive hat die IT-Branche die gr&#246;&#223;ten Ihrer Tr&#228;ume bereits in der richtigen Weise umgesetzt und kluge Fundament-Konzepte ersonnen und besch&#228;ftigt sich nun mit deren Optimierung. Da sind die Webentwickler, die unerbittlich daran arbeiten, dass sich das Web mehr wie eine Betriebssystem-native Software anf&#252;hlt. Oder das Beispiel Kernel-Entwickler: Wir haben schon &#8216;alles&#8217;, und was nun noch passiert, sind nur Verfeinerungen und Raffinessen – aber es scheint, diese Art von Technik ist &#8216;fertig&#8217; erforscht bis an ihre Grenzen. Wir brauchen neue Perspektiven, ich brauche neue Perspektiven – denn ich bin noch jung und habe schon jetzt das Gef&#252;hl, diese Technik h&#228;lt uns keine Neuheiten mehr parat – und pers&#246;nlich m&#246;chte ich nicht einer sich so selbst verfestigenden Kultur angeh&#246;ren, die scheinbar ihr Strebeziel schon erreicht hat. Das, wo sich jetzt noch Innovation und Weiterentwicklung zeigt, ist auf einer so hochtechnologisch-abstrakten Ebene, dass ich es nicht mehr &#252;berblicken kann; dass ich als neugieriger Dilettant keinen Zugang mehr dazu habe. Alles wird noch schneller, noch effizienter, noch mobiler, noch komfortabler, noch vernetzter. Sicher, an der UI und UX wird sich noch viel tun, neue Ger&#228;teklassen werden enthoben. Aber es ist nichts, was wir uns nicht schon ausgedacht oder ertr&#228;umt h&#228;tten. Wir *haben* Computer, wir sind da.</p>
<p>Das sage ich als ein junger Mensch, der die letzten zehn Jahre unermesslich viel Lebenszeit in das haupts&#228;chlich aus Neugierde getriebene Erkunden der Digitalwelt gesteckt hat. Ich frage mich ganz pers&#246;nlich, wie sinnvoll meine dauergetriebene Besch&#228;ftigung mit der IT noch ist. Ich bin Experte, keine Frage, aber was n&#252;tzt das meinem Leben? Ich beabsichtige aus mehreren Gr&#252;nden nicht, mit IT mal mein Geld zu verdienen (wenn es dann noch Geld gibt) und studiere auch konsequent Sozial- und Geisteswissenschaften. Gerne w&#252;rde ich diese Fokus-Fixierung bei mir l&#246;sen, aber es scheint f&#252;r mich nicht m&#246;glich zu sein, weil 2/3 meiner Weltentdeckung am Computer &#252;ber das WWW und Filme geschehen. Wenn ich mir ein neues Thema abseits von IT aufmache, steht es gleich in Abh&#228;ngigkeit zu meiner IT, was mich in einer Teufelsspirale wieder dazu veranlasst, diese zu optimieren. Ich bin an die Technik gefesselt.<br />
Ich bin jung, ich suche mich selbst, und diese Selbsterfahrungen funktionieren schlechter &#252;ber Technik. Tats&#228;chlich w&#252;nsche ich mir f&#252;r ganz pers&#246;nliches Wachstum eine Welt ohne Computer. Ich w&#228;re gerne unabh&#228;ngig, nur von meinem Verstand gest&#252;tzt. Einfach ich selber, nicht &#8216;ich und mein Computer&#8217;. Dass das heute unpraktikabel ist, ist klar, als Gedanke ist es aber anziehend. Damit so ein Leben wieder m&#246;glich w&#252;rde, br&#228;uchte es den gesellschafts-politischen strukturellen Zusammenbruch, der mit dem, wahrscheinlich fr&#252;her, als wir denken, eintretendem weltweiten Zusammenbruch der Idee von &#8216;Geld&#8217; einhergehen k&#246;nnte und gute Nachwirkungen haben k&#246;nnte, ohne uns dabei tats&#228;chlich Technik zu nehmen, sondern nur deren Sinn im Leben neu zu verhandeln.</p>
<p><strong>Individualit&#228;t</strong><br />
Wir sind in einer Krise, wir haben in unseren Milieu das Bewusstsein dar&#252;ber verloren, was wir eigentlich alles menschlich k&#246;nnen. Wir suggerieren uns in unserer aufgebauten Kultur, in erster Linie Computer-Menschen zu sein. Es geht dadurch viel kreative Kapazit&#228;t verloren. Wir machen einen Fehler, uns so festzulegen. Unser Selbstverst&#228;ndnis baut direkt darauf, IT den anderen Interessen &#252;berzuordnen.<br />
Die L&#246;sung sollte sein, wieder so etwas wie Nerds zu werden, &#8216;back to the roots&#8217;; wieder auf eigenen Beinen zu stehen, sich zur&#252;ckzubesinnen. – Etwas k&#246;nnen, selbst etwas sein, auch ohne technische Ger&#228;te.</p>
<p><em>»Hipster sein wird Mainstream, aber Hipster sein bedeutet, nicht Mainstream zu sein, deshalb bedeutet Hipster zu sein, kein Hipster zu sein. Das ist das Hipster-Paradoxon.«</em> –<a href="http://blog.binaergewitter.de/">Bin&#228;rgewitter</a>-Podcast, Folge 37</p>
<p><strong>Peter Lustig auf unsere Fahne</strong><br />
Die Begeisterungsf&#228;higkeit des Geeks liegt schon mit in seiner Definition. Wir sind nicht nur fasziniert, wir sind versessen in Themenfelder. W&#228;re es nicht von gro&#223;em Nutzen f&#252;r die Gesellschaft, wenn wir unser Interessensgebiet weiten w&#252;rden? Eine &#8216;humanistische Allgemeinbildung&#8217; in der Tech-Szene ist jetzt schon Credo unter Geeks und macht uns Spa&#223;. Wie l&#228;sst sich das Fenster eventuell mehr in die Weite &#246;ffnen? Entscheidendes Merkmal der Geek-Kultur ist die Mentalit&#228;t des begeisterten Weitergebens: &#8220;Das kannst Du ausprobieren, da kannst Du Dich einarbeiten und damit experimentieren, das sieht cool aus.&#8221; Die vorherrschende Mentalit&#228;t in unserer Gesellschaft dagegen sind starre Konventionen und Regelwerke. Es scheint, die zwei seien unverbindbare Welten. Gibt es die Perspektive, die ganze Gesellschaft f&#252;r uns interessanter zu machen? Die Piratenpartei l&#228;sst sich als laufendes Experiment dessen sehen. Wo k&#246;nnen wir uns noch mit unserer Mentalit&#228;t des vorbehaltlosen Teilens und transparentem Austauschs einbringen? &#220;ber manches m&#252;ssten wir uns hinwegsetzen und gesellschafts-konventionelle Hemmungen abbauen. Aber wir sollten uns zu nichts zwingen, was uns keine Freude bereitet. Ein lebensbejahendes neues Massenbewusstsein dar&#252;ber in der Geek-Gemeinschaft, dass es au&#223;erhalb der IT noch so viel Spannendes gibt, k&#246;nnte Begeisterungswellen f&#252;r neues Terrain erzeugen und – entscheidend – unsere Begeisterung dort s&#228;hen, wo bislang B&#252;rokratie und Industrie herrscht.</p>
<p><strong>Auf der Suche nach einer neuen Selbstidentifikation</strong><br />
Lasst uns zu Universalgenies werden, vielleicht mit weniger Genie als universal, aber lasst uns das doch zu unserem Ideal erkl&#228;ren. Eine institutionslose Kultur des Austauschs von Lebensproduktivit&#228;tsfaktoren gr&#252;nden.</p>
<p>Lasst uns mehr sein als Geeks.</p>
<p>Absicht dieses Beitrages ist, zum Nachdenken &#252;ber die eigene Lebensausrichtung anzuregen. – Wir sollten uns wieder als die Kreativen begreifen, als die T&#252;ftler und Wissbegierigen, als die Vordenker und idealistischen Forscher. Unser Schlag Leute hat das noch in sich, wir haben es nur seit Jahrzehnten vergessen. Wir sind geblendet von der Geek-Kultur und haben den Gedanken an uns Individuen verloren. Wir sind die Extremen, aber lasst euch auf nichts festschreiben, lasst euch nicht einreden, wo euer Interessensgebiet zu liegen hat!</p>
<p>The T&#252;ftler Rises!</p>
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		<title>Von der Einsamkeit</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2013/03/29/von-der-einsamkeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Mar 2013 04:50:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geek-Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einem Jahr um diese Zeit habe ich gerade mein Abitur geschrieben gehabt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch keine Vorstellung &#252;ber das Danach. Besser sollte es werden.
Mittlerweile habe ich das erste Semester an der Uni durchharrt und stehe auch noch einigerma&#223;en hinter meiner Fachwahl. Der  [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einem Jahr um diese Zeit habe ich gerade mein Abitur geschrieben gehabt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch keine Vorstellung &#252;ber das Danach. Besser sollte es werden.<br />
Mittlerweile habe ich das erste Semester an der Uni durchharrt und stehe auch noch einigerma&#223;en hinter meiner Fachwahl. Der Kontakt zu meinen alten Mitsch&#252;lern ist abgebrochen, was wenig &#252;berrascht, weil es ihn au&#223;erhalb der Schule quasi nicht gab. Mein einziges vertrautes Miteinander der letzten Jahre fand f&#252;r mich vormittags mit meinen SchulkameradInnen statt. Das war nicht immer gut, aber ich habe viele ins Herz geschlossen, auch wenn ich es ihnen meistens nicht gesagt habe. Sie waren da. Verl&#228;sslich. Wir haben etwas miteinander erlebt, wir waren eine Gemeinschaft.<br />
Nach einem Semester an der Uni konnte ich noch keinen Ersatz f&#252;r solche Beziehungen finden und ich habe das Gef&#252;hl, ich werde das dort auch nie finden. Jeder geht ab jetzt seinen eigenen Weg. Ich wohne noch daheim in der n&#228;chstgelegenen Stadt, bekomme daher nichts vom studentischen Leben T&#252;bingens mit und habe auch keinen Kontakt zu studentischen Verbindungen. Das waren jetzt sehr trostlose, sehr lange Semesterferien f&#252;r mich.<br />
Ich denke mir immer: So sollte es nicht sein. Ich sollte nicht so einsam sein. Ich hab keinen Grund daf&#252;r. Ich bin 21, wei&#223; viel, bin kein Autist, habe keine Sozialphobie, bin universalinteressiert, reflektiere viel &#252;ber mich nach, habe mein Ego unter Kontrolle. Nein, ich sollte nicht so einsam sein. Aber ich bin es. Ich kann mit niemandem dar&#252;ber reden. Ich kann mit Menschen dar&#252;ber schreiben und die sagen mir dann, ich solle rausgehen und Leute kennenlernen. Aber das ist nicht so einfach. Ich komme mir &#252;berall deplatziert vor. Peinlich. Wenn es mal vorkommt, und ich Leute &#8216;kennenlerne&#8217;, dann nur oberfl&#228;chlich, und gleich sind sie wieder weg, weil ich nicht wusste, wie ich Kontaktm&#246;glichkeiten in nicht aufdringlicher Weise einholen sollte.</p>
<p>Alle meine Freunde und Bekannte des RL habe ich durch Institutionen kennengelernt: Kindergarten, Schule, nichts. Weil, mehr hatte ich eigentlich nicht. Freunde durch Freunde kennenlernen, auf einer Party oder &#246;ffentlichen Veranstaltungen, das hatte ich nie. Ich komme mit der Aufgabe nicht klar. Sicherlich spielt eine Rolle, dass ich nie mit Freunden unterwegs bin, nie zu Partys eingeladen werde und keine &#246;ffentlichen Veranstaltungen besuche. Weil meine Freunde richtigerweise mit Anf&#252;hrungszeichen geschrieben werden m&#252;ssten, mich niemand kennt, der Partys schmei&#223;t (oder einl&#228;dt) und ich nicht wei&#223;, was ich auf &#246;ffentlichen Veranstaltungen soll.<br />
Ich sitze ganz sch&#246;n in der Schei&#223;e. Jemand k&#246;nnte sagen, das sei doch bei mir genauso, wie wenn man in eine fremde Stadt zieht, da kennt man auch noch keinen, und bei mir sei doch noch &#252;berhaupt nichts verloren, sondern alles zum Besten, ich sei nur ein unbeschriebenes Blatt, und ich solle einfach jetzt damit beginnen, Kontakte aufzubauen. Aber ich habe nie die Kompetenzen daf&#252;r entwickeln k&#246;nnen. Sorry, ich kann das nicht. Ich bin einsam und ich war mein Leben lang einsam. Ich w&#252;nsche mir einen Freund, der mich da bei der Hand nimmt, einen Freund, den ich nicht habe. Ich wei&#223; nicht, was ich tun soll und es macht mich total fertig. Ja, ich bin eines dieser Kellerkinder, das nie raus kommt, nur ohne Keller, und im Sommer gehe ich sogar sehr gerne raus, zum Lesen. Weil, alles andere macht mir allein keine Freude mehr.</p>
<p>Die sch&#246;nen Dinge, die man in seiner Jugend gew&#246;hnlich so erlebt: Nicht erlebt, weil keine Gelegenheit dazu gehabt. Bei Schulkameraden beobachtet und eine Ahnung davon bekommen, wie das wohl w&#228;re. Nur stets aus der Distanz eine Lebenswirklichkeit betrachtet, die nicht die meine war. Ich dachte immer, das &#228;ndert sich noch, und eine lange Zeit hat es mir auch nichts ausgemacht. Aber jetzt bin ich raus aus der Schule, ein echter Student, wenn auch noch daheim lebend, und es hat sich f&#252;r mich nichts zum Besseren gewendet, es ist schlechter geworden. Zwar gibt es auf der Uni mehr Neukontakt, aber noch weniger M&#246;glichkeiten, um Beziehungsn&#228;he aufzubauen.<br />
Die Situation ist f&#252;r mich alarmierend. Ich seh f&#252;r mich da keine Perspektive, bin aber auch kein Selbstm&#246;rder-Type. Ich hab im RL &#252;berhaupt keinen Anschluss an Gleichaltrige. Ich muss mein Leben irgendwie &#228;ndern, sonst werd ich damit nicht gl&#252;cklich.<br />
Die Menschen auf Twitter sind toll, ohne diesen gesellschaftlichen Austausch und die vielen netten Worte w&#228;re ich heute ein Wrack. Oder h&#228;tte vielleicht gerade deswegen doch andere Wege finden m&#252;ssen, minimalen Austausch haben zu k&#246;nnen – mit der Zeit, die f&#252;r Twitter draufgeht, die ich dann frei gehabt h&#228;tte, nicht unrealistisch. Aber Twitter ist auch nicht das RL, es ist eben nur Microblogging.</p>
<p>Ich studiere nichts Technisches. Da spricht man in den Pausen nicht &#252;ber Betriebssysteme. Mein Wissensvorteil als Computer-Geek hilft mir da nicht bei der Bekanntmachung mit anderen. Fast alle meine Hobbys drehen sich in der einen oder anderen Weise um diesen Kasten, doch ich bin nicht monothematisch interessiert. Es sind sehr viele Dinge, die mich eben letztlich digital erreichen, und damit umzugehen, darin bin ich vielleicht besonders gut als Geek. Aber es muss f&#252;r mich nicht technisch sein. Ich kann auch etwas zu Goethe, Anthroposophie, oder Feminismus sagen. Aber es kommt nie dazu.</p>
<p>Bei Arbeiten f&#252;r die Uni wei&#223; ich oft nicht, wie ich die Kraft daf&#252;r aufbringen soll. Ich bin ungl&#252;cklich mit mir. Ein liebes L&#228;cheln oder eine Umarmung w&#228;ren viel. Niemand umarmt mich. Niemand ist da, der mich anl&#228;cheln k&#246;nnte. Da ist bei mir so viel Einsamkeit, Bitterkeit und Verzweiflung. So sollte das nicht sein.</p>
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		<title>K&#246;nnen wir uns treffen, auch wenn ich ein seltsamer Junge bin?</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2013 01:45:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geek-Welt]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich wei&#223; beim besten Willen nicht, was ich mit &#8220;normalen&#8221; Jungen, die keine Computer-Geeks sind, reden soll. Mit M&#228;dchen/Maiden w&#252;sste ich es. Da kann ich &#252;ber ziemlich alles sprechen. Jungen wollen mit dir nicht &#252;ber die wirklich wichtigen, emotionalen Dinge im Leben sprechen. Sie sprechen immer  [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wei&#223; beim besten Willen nicht, was ich mit &#8220;normalen&#8221; Jungen, die keine Computer-Geeks sind, reden soll. Mit M&#228;dchen/<a href="http://www.frumble.de/blog/2010/09/25/das-maedchen-das-kleine-ding/">Maiden</a> w&#252;sste ich es. Da kann ich &#252;ber ziemlich alles sprechen. Jungen wollen mit dir nicht &#252;ber die wirklich wichtigen, emotionalen Dinge im Leben sprechen. Sie sprechen immer in einer technischen Form, und wenn du sie einmal da raus f&#252;hrst, werden sie gleich sehr unsicher und ihnen wird das Gespr&#228;ch unbehaglich. Meine Erfahrung ist, dass mir Gespr&#228;che mit tollen M&#228;dchen viel mehr n&#252;tzen als mit Jungen, und dass ich mich dabei viel angenehmer f&#252;hle.</p>
<p>Mir geht&#8217;s nicht gut. Mir ging es die letzten vier Schuljahre nicht gut, sogar richtig schlecht.<br />
Meine soziale Kompetenz ist nicht stark, ich habe es &#252;ber die Kursstufe immerhin geschafft, keine groben Verhaltensprobleme mehr in Gruppen zu zeigen, irritiere aber immer noch mit ungew&#246;hnlichen Formen von Unangepasstheit. Ich besitze in helleren Momenten eine heitere, spielerische Natur, aber zusammen immer noch mit einer bissigen Selbst-Hartn&#228;ckigkeit, einer Spielart des Perfektionismus, die f&#252;r Beobachter sehr schwer einzuordnen ist. Ich bin in hellen Momenten skurril, bestenfalls am&#252;sant. Aber nicht so am&#252;sant, dass ich cool w&#228;re und mensch direkt Kontakt mit mir au&#223;erhalb der Lehrveranstaltung wollte. Und das sind die hellen Momente.<br />
Niemand kommt auf mich zu und fragt, wollen wir Freunde sein. Derartiges hab ich die letzten 10 Jahre nicht erlebt. Es war immer ich, der deutliches Kontaktinteresse verbalisieren musste.</p>
<p>Ich w&#252;rde so gern einmal mit jemandem sprechen, der mich einfach mag, mich umarmt und Freund mit mir ist. Mit dem ich einfach ich selbst sein kann, mit dem ich mein Selbst durch seines entdecken kann, ohne eine Rolle erf&#252;llen zu m&#252;ssen. Ich schaffe es nicht, solche Beziehungen aufzubauen, nicht im RL. Ich wei&#223; gar nicht, wie das geht. Wie mensch zueinander findet und Freude an sich haben kann. In mir f&#252;hle ich, dass es m&#246;glich sein muss. Aber ich war immer nur allein. Mein <a href="http://www.frumble.de/blog/2012/02/26/ich-wunsche-mir-einen-freund/">Beitrag</a> &#8220;Ich w&#252;nsche mir einen Freund&#8221; von letzten Februar trifft das noch immer auf den Kopf. Ich bin sehr einsam und es zerm&#252;rbt mich.</p>
<p>Zu den M&#228;dchen: Mir geht es nicht gut und das nimmt mensch wahr, zumindest unbewusst. Darauf angesprochen haben mich in den letzten Jahren nur sehr wenige, meist durch mein desorientiertes Verhalten nachdenklich gemacht, und ich bin ausgewichen.</p>
<p>Wenn du seltsam drauf bist und sie dann fragst, wollen sie nichts mit dir machen. &#8220;Ich find Dich cool&#8221;, &#8220;Ich find Dich inspirierend&#8221;, &#8220;Es macht Spa&#223; mit Dir&#8221;, &#8220;Ich f&#252;hl mich gut mit Dir&#8221; &#8211; das f&#252;hrt alles zu nichts. Nie Zeit, wochenlang, monatelang; viel zu tun; nein, ich mag nicht mit Dir.<br />
Ich fand das schlimm. Es hat mich wirklich verletzt. Ich hab mir immer M&#252;he gegeben.</p>
<p>Es ist eigentlich sehr simpel: Wenn du M&#228;dchen fragst, ob sie was mit dir machen wollen und nicht selbstbewusst r&#252;berkommst, wird die Antwort in den meisten F&#228;llen nein sein. Deine Intention ist dabei egal; ob du einfach nur Freunde suchst, ob du sie inspirierend findest, ob sie dir helfen, mit dir besser klar zu kommen. Ich habe auch wenig Erfahrung mit Jungen, aber ich wei&#223;, dass sie da gn&#228;diger sind, wohl auch, weil sie die Situation selber kennen.<br />
Wenn du irgendwie komisch bist und ein M&#228;dchen dann fragst, dann bittest du sie um ein Date. Eine Strategie, die Falle zu vermeiden, w&#228;re sofort klar zu stellen, dass es aber kein Date sein soll. Absolut kein Interesse, keine Sorge. – Aber ich will das nicht ausschlie&#223;en, hey, weil ich hetero bin. Ich habe wahrscheinlich sowieso keine Chancen, aber ich will es nicht ausschlie&#223;en, verdammt!</p>
<p>Tut mir leid, ich bin nicht schwul, k&#246;nnen wir trotzdem Freunde sein? NEIN!<br />
Ich leide darunter. Ich wei&#223; auch nicht richtig, was ich will – eigentlich beides (ich glaube, das sp&#252;ren sie), aber daf&#252;r sollte ich mich nicht schlecht f&#252;hlen, das ist normal, das will doch jeder. Mir macht es ein schlechtes Gewissen. Ich kann damit nicht umgehen und niemand gibt mir die Chance, damit umgehen zu lernen.</p>
<p>Mir fehlt das soziale Sprungbrett, eine Plattform, auf der man sich schon au&#223;erhalb von jedem Unterricht kennenlernen und absch&#228;tzen kann. Ich hab nichts. Ich bin dieser Computer-Mensch mit seinem Linux und ungeheurer unbrauchbarem IT-Kulturwissen, daheim.</p>
<p>Jetzt auf der Uni scheint es so weiter zu gehen. Der quantitative Neukontakt ist erheblich mehr geworden, aber die qualitative N&#228;he noch geringer. Mich macht das sehr traurig. Ich will nicht so allein sein.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mitrei&#223;enderes Filmvergn&#252;gen durch Leuchtstreifen</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2012/12/31/mitreisenderes-filmvergnugen-durch-leuchtstreifen/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Dec 2012 22:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[

Hier komme ich zu einem Artikel, den ich schon lange mal schreiben wollte. Es gab immer das Bestreben, Filmpr&#228;sentation intensiver zu machen: Farbe, Ton, Stereoton, Breitbild, Raumklang, 3D, 4k, HRF. Abseits dieser Kinotrends fand auf dem Heimger&#228;temarkt eine Innovation statt, die kaum beachtet  [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="yass_top_edge_dummy" style="width: 1px; height: 1px; padding: 0px; margin: -11px 0px 0px; border-width: 0px; display: block;"></div>
<div id="yass_top_edge" style="background-image: url('chrome://yass/content/edgebgtop.png'); background-attachment: scroll; background-position: center bottom; padding: 0px; margin: 0px 0px 10px -10px; border-width: 0px; height: 0px; display: block; width: 1px;"></div>
<p>Hier komme ich zu einem Artikel, den ich schon lange mal schreiben wollte. Es gab immer das Bestreben, Filmpr&#228;sentation intensiver zu machen: Farbe, Ton, Stereoton, Breitbild, Raumklang, 3D, 4k, HRF. Abseits dieser Kinotrends fand auf dem Heimger&#228;temarkt eine Innovation statt, die kaum beachtet wurde: Phillips verbaute erstmals 2006 Flachfernseher mit seiner Ambilight-Technologie, LED-Leuchtstreifen an der R&#252;ckseite des Bildschirms, die in der momentanen Bildstimmung die Wand bestrahlen. Das ergibt den beeindruckenden Effekt, als Zuschauer selbst in der Umgebung zu sitzen, und ein gro&#223;es Extra ist, dass das Sehen von Filmen, ganz im Gegenteil auch zu 3D, durch die Leuchtstreifen erm&#252;dungs&#228;rmer wird, weil der Monitor nicht mehr die einzige Lichtquelle im Raum ist.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KarateLight-Bildschirm-Vorderansicht.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-2003" alt="KarateLight-Installation von vorne" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KarateLight-Bildschirm-Vorderansicht-750x487.jpg" width="374" height="241" /></a>Bald gab es bald <a href="http://www.ambilight4pc.com/momolight.html">erste Projekte</a>, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, ein Ambilight f&#252;r den PC mit Mikrocontroller <a href="http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?p=11611601">nachzubauen</a>. Nun bin ich nicht der versierteste Bastler und L&#246;ter. Ich finde die Idee der Leuchtstreifen extrem cool, aber ich h&#228;tte gerne etwas, das &#8211; wenigstens in der Hardware &#8211; einfach l&#228;uft. Mit einer Gewissheit, beim Aufbau nichts kaputtmachen zu k&#246;nnen. Auf der Suche danach habe ich AtmoLight von Carsten Presser gefunden. Sein noch besseres <a href="http://ca.rstenpresser.de/index.php/karate-main.html">KarateLight</a> bietet acht statt vier Leuchtstreifen-Kan&#228;le und einen 12- statt 10-Bit-Farbraum. Es ist ein fertiges K&#228;stchen, das mit den fertig verbauten Platinen und aufgeflashter Firmware bereit zum Loslegen kommt. Der Luxus kostet 70 Euro, mir war es das wert. Wenn mensch sich mal die Bauteilkosten inklusive Versand von verschiedenen H&#228;ndlern und Geh&#228;use anschaut, kommt mensch da auch schon auf einen hohen Betrag + Selbstbaurisiko. Wer die Herausforderung an dieser Stelle mehr liebt, der kann sich aber sogar auch den Schaltplan und die Firmware von Carsten herunterladen und seine Box selber zusammenbauen.<br />
Summa summarum kam ich inklusive acht Leuchtstreifen und Versand bei einem Preis von 160 Euro f&#252;r meine Installation heraus. Sieht erst mal abschreckend aus, aber da ziehe ich den Vergleich heran: F&#252;r einen Film-Liebhaber darf mensch diese Anschaffung mit der einer leistungsstarken Grafikkarte f&#252;r den Gamer vergleichen – die Wirkung ist immens. Jetzt gibt&#8217;s erst mal eine Vorf&#252;hrung:</p>
<p><iframe width="619" height="348" src="https://www.youtube.com/embed/9m3pdVkTU_M?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
(In HD schauen)</p>
<p><strong>Eine helle Freude<br />
</strong></p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KarateLight-Rueckseite-Schirm.jpg"><img class="size-full wp-image-2002 alignright" alt="Leuchtstreifen am Bildschirm" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KarateLight-Rueckseite-Schirm-500x750.jpg" width="216" height="325" /></a>Es gibt grunds&#228;tzlich verschiedene M&#246;glichkeiten, auf die mensch das Ger&#228;t konfigurieren kann: Etwa nur dominante Erscheinungen am Bildschirmrand zu ber&#252;cksichtigen, womit sich bei Action-Filmen beispielsweise eine Art 3D-Effekt ergibt, wenn etwas zur Seite fliegt – es fliegt aus dem Bildschirm heraus. Oder ein Einfangen der allgemeinen Bildstimmung, der &#8220;Bilddurchschnittsfarbe&#8221;. Oder eine gleichm&#228;&#223;ige Einteilung des Bildschirms in zwei, vier, oder acht Teile und Diodenleisten, die f&#252;r den jeweiligen Sektor des Bildes einen Farbwert liefern, so wie auch ich es habe. Dadurch wird der Bildeindruck weiter: Mensch f&#252;hlt sich in der Umgebung der Szene, mensch schaut sie nicht nur an, sondern ist tiefer drin, fast &#8220;mitten drin&#8221;. Ich empfehle KarateLight mit seinen acht Kan&#228;len gegen&#252;ber AtmoLight wegen den Bewegungsverl&#228;ufen: Mensch nimmt mit der Beleuchtung wahr, in welche Richtung sich etwas Dominantes im Bild bewegt. Die horizontalen Streifen sieht mensch &#252;brigens nur in der Kamera-Aufnahme, mit dem Auge ist alles ganz ruhig.<br />
Die meisten K&#228;ufer setzen das System an ihrer Dreambox am Fernseher ein. Ich hab keinen Fernseher, ich hab einen wunderbaren PC-Monitor mit Linux.<br />
Ich bin total begeistert von meiner Installation und freue mich nun seit einem Jahr jeden Tag dar&#252;ber. Es macht sehr viel Spa&#223;, damit Filme zu schauen; oft durchst&#246;bere ich damit auch einfach nur meine Trailer-Sammlung und freue mich an dem neuen Sog, den die Installation bringt. Ich m&#246;chte mittlerweile eigentlich keinen Film mehr ohne KarateLight schauen, es ist f&#252;r mich ein echter Mehrwert, der mir, wenn er mal nicht da ist, umgekehrt zum Fall, wenn er da ist, gleich unangenehm aufst&#246;&#223;t. Die Karatelight-Installation f&#228;llt beim Schauen gar nicht mehr bewusst auf, fungiert nur als wirkungsvoller Intensit&#228;tsverst&#228;rker des Films. Es ist auch nicht so, dass durch das Licht die Umgebung auf einmal st&#246;ren w&#252;rde. Ich habe z.B. ein stark reflektierendes Magic Trackpad aus Alu/Glas, das mir beim Schauen ohne KarateLight dauernd auff&#228;llt und ich fr&#252;her wirklich immer weggelegt habe, wenn ich was schauen wollte. Wenn KarateLight mit seinem dynamischen Umgebungslicht l&#228;uft, nehm ich das Trackpad auf dem Mauspad gar nicht mehr bewusst wahr.</p>
<p>Immer, wenn ich einen richtigen Film schaue, stelle ich die Bildschirmhelligkeit &#8211; von meiner angenehmen Lesestufe &#8211; kurz zwei Stufen h&#246;her. Da muss jeder schauen, wie das bei ihm ist, aber ein bisschen heller als sonst darf das Bild schon sein, weil es ja gegen sein eigenes Umgebungslicht &#8220;anstinken&#8221; muss.</p>
<p>Das Anbringen der selbstklebenden Leuchtstreifen an die R&#252;ckseite des Bildschirms ist eine etwas kniffliche Sache, die je nach pers&#246;nlichem Perfektionismus viel Ma&#223;arbeit und Tests erfordert. Anzuraten ist, die Streifen erstmal versuchsweise mit Tesafilm zu fixieren, so zu testen, und dann die optimalen Abst&#228;nde zu den Bildschrimr&#228;ndern herauszufinden. Wenn die Wand hinter dem Schirm schr&#228;g verl&#228;uft, wie bei mir, ist es sinnvoll, z.B. die Streifen an der rechten Seite des Schirms etwas mehr nach au&#223;en zu setzen.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KarateLight.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2001" alt="KarateLight" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KarateLight-600x588.jpg" width="243" height="238" /></a>Meine Leuchtstreifen hatte ich urspr&#252;nglich f&#252;r meinen alten 23&#8243;-Monitor gekauft, f&#252;r meinen neuen 27&#8243;er sind sie aber auch immer noch genau richtig: 4x 15 cm + 4x 25 cm. Achtet beim Netzteil darauf, dass es genug Ampere liefert (bei mir mit Reserve 2 A auf 12 V). Gibt&#8217;s preiswert auf ebay, aber kauft nichts zu billiges.</p>
<p>Ein echter Nachteil von Leuchtstreifen: Mensch kann keine Videobeschleunigung nutzen. Kein XvBA, kein VDPAU, kein va-video und kein Video auf OpenGL-Overlay (Totem von Gnome 3). Der Farb-Grabber boblightd muss den Bildschirminhalt mitlesen k&#246;nnen. In VLC habe ich die Ausgabe auf &#8220;Standard&#8221;, in [S]mplayer[2] auf &#8220;xv&#8221; (bei mir &#8220;xv &#8211; 0 AMD Radeon AVIVO Video&#8221;).</p>
<p>Es gibt mittlerweile auch eine Windows-Software f&#252;r KarateLight. Fragt mich nicht, was dieses Atmowin kann. Ihr werdet aber h&#246;chstwahrscheinlich keine Blu-Rays &#252;ber PowerDVD schauen k&#246;nnen, erst mal, weil es ein Overlay macht und dann wegen der HDCP-Kopierschutzkette zum Bildschirm.</p>
<p><strong>Installation</strong></p>
<p>Ich will hier eine kurze Anleitung f&#252;r die Installation auf Arch Linux und (das von mir <a href="http://www.frumble.de/blog/2011/11/11/zeiten-des-aufruhrs-die-desktop-frage-2011-eine-analyse/#canonical">ausdr&#252;cklich angelehnte</a>) Ubuntu geben:</p>
<p><em>Arch:</em></p>
<p><code>sudo pacman -S subversion</code></p>
<p><em>Ubuntu 12.10:</em></p>
<p><code>sudo apt-get install subversion libusb-1.0-0-dev libx11-dev libxrender-dev libxext-dev libgl1-mesa-dev g++</code></p>
<p>Beide weiter:</p>
<p><code>svn checkout http://boblight.googlecode.com/svn/trunk/ boblight-read-only<br />
cd boblight-read-only<br />
./configure --without-portaudio<br />
make<br />
sudo make install</code></p>
<p>- fertig.</p>
<p>Wenn make noch komische Fehler verursachen sollte, einfach noch mal einen frischen SVN-Checkout machen (das ist Ubuntu).<br />
Wenn das, hoffentlich, ohne Probleme durchl&#228;uft, ist der Farb-Grabber hiermit installiert.</p>
<p>Es gibt da ein nerviges Rechteproblem: Die KarateLight, angesteckt &#252;ber Standard-Druckerkabel per USB, meldet sich beim System als Fake-Modem oder so was Bizarres an und ben&#246;tigt Superuser-Rechte. Dem kann mensch jetzt begegnen, indem mensch eine udev-Regel erstellt, was bei mir zwar funktioniert hat, aber dann hat das Licht nach einer Weile geflackert. Zum Selberprobieren: Datei /etc/udev/rules.d/70-boblightd.rules anlegen:</p>
<pre>SUBSYSTEM=="usb", ATTRS{idVendor}=="04d8", ATTRS{idProduct}=="000a", ACTION=="add", RUN+="/usr/local/bin/boblightd"</pre>
<p>und noch irgendwelcher Voodoo. Ein systemd-Dienst w&#228;re wohl auch m&#246;glich, aber das wird &#228;hnlich h&#228;sslich und wird wohl auch flackern, warum auch immer.<br />
Eine andere M&#246;glichkeit w&#228;re, in das pers&#246;nliche Aufruf-Script ein sudo einzubauen und per chmod die Rechte zu &#228;ndern. Das k&#246;nnte dann aussehen: &#8220;sudo chmod 666 /dev/ttyACM0&#8243;. – Wenn wir schon dabei sind: Die KarateLight scheint unter verschiedenen Kernel-Versionen verschieden zu hei&#223;en. Schaut einfach mal unter /dev oder per &#8220;dmesg&#8221; nach dem Einstecken, welches Ger&#228;t sie sein k&#246;nnte. Eine M&#246;glichkeit f&#252;r den normalen Desktop-Nutzer w&#228;re &#8220;kdesu chmod &#8230;&#8221; bzw. &#8220;gksu chmod &#8230;&#8221; (Gnome, Unity), was dann einen grafischen Dialog mit Aufforderung zur Eingabe des sudo-Passworts erscheinen l&#228;sst.</p>
<p>Hier mein Start-Script atmotoggle.sh:</p>
<pre><textarea>#! /bin/sh

pid=`ps --no-heading -C boblight-X11 | cut -d "?" -f1`;

if [ -n "$pid" ]; then
killall boblight-X11
sleep 1
killall boblightd

else
sudo chmod 666 /dev/ttyACM0
boblightd -f &gt; /dev/null 2&gt;&amp;1
boblight-X11 -o speed=55 -o value=20 -o threshold=50 &amp; &gt; /dev/null 2&gt;&amp;1
fi</textarea></pre>
<p>Nicht vergessen: Das Ger&#228;t hinter &#8220;/dev&#8221; an den Namen der eigenen Ger&#228;tedatei anpassen und das Script ausf&#252;hrbar machen. Mein Script (inspiriert von <a href="http://forum.xbmc.org/showthread.php?tid=109298">diesem</a>) schaut bei jedem Start, ob boblight-X11 bereits l&#228;uft und falls ja, beendet es boblight-X11 und boblightd – kann also sowohl zum Starten wie zum Beenden der KarateLight-Sitzung verwendet werden, eignet sich daher vortrefflich zum Legen auf eine Sondertaste. Nach dem Richten der Rechte wird der Hintergrunddienst boblightd gestartet, der sich mit der KarateLight verbindet, dann der eigentliche Grabber boblight-X11. Mit boblight-X11 habe ich viel rumgespielt, der obige Aufruf gef&#228;llt mir am meisten. Er erzeugt eine schnelle, aber nicht zu hastige Anpassung an das Bildgeschehen und hat einen flie&#223;enden &#220;bergang. Die Farbs&#228;ttigung finde ich so auch genau richtig, aber ihr k&#246;nnt ja mal mit &#8220;-o saturation=1.5&#8243; <a href="http://blogger.xs4all.nl/loosen/articles/408236.aspx">und anderen Werten</a> spielen.</p>
<p>Dann braucht&#8217;s noch die /etc/boblight.conf, die bei mir so aussieht:</p>
<pre><textarea>[global]
interface	127.0.0.1
port		19333

[device]
name 		karate
output		/dev/ttyACM0
channels	24	
type		karate
interval	20000
# interval of 20000 equals 50 Hz refresh rate
rate            115200

[color]
name		red
rgb		FF0000
gamma		1.0
adjust		1.0
blacklevel	0.0

[color]
name		green
rgb		00FF00
gamma		1.0
adjust		1.0
blacklevel	0.0

[color]
name		blue
rgb		0000FF
gamma		1.0
adjust		1.0
blacklevel	0.0

[light]
name            left-lower
color           green   karate 1
color           blue    karate 2 
color           red     karate 3
hscan   0 30
vscan   50 100

[light]
name            left-upper
color           green   karate 4
color           blue    karate 5
color           red     karate 6
hscan   0 30
vscan   0 50

[light]
name            top-left
color           green   karate 7
color           blue    karate 8
color           red     karate 9
hscan   0 50
vscan   0 30

[light]
name            top-right
color           green   karate 10
color           blue    karate 11
color           red     karate 12
hscan   0 50
vscan   0 30

[light]
name            right-upper
color           green   karate 13
color           blue    karate 14
color           red     karate 15
hscan   70 100
vscan   0 50

[light]
name            right-lower
color           green   karate 16
color           blue    karate 17
color           red     karate 18
hscan   70 100
vscan   50 100

[light]
name            bot-right
color           green   karate 19
color           blue    karate 20
color           red     karate 21
hscan   50 100
vscan   70 100

[light]
name            bot-left
color           green   karate 22
color           blue    karate 23
color           red     karate 24
hscan   0 50
vscan   70 100</textarea></pre>
<p>Ein Fehler, der auf Arch und Ubuntu mit boblight-X11 auftritt (schreibt mir bitte, wenn nicht mehr): &#8220;libboblight.so: cannot open shared object file: No such file or directory&#8221;. Das Problem ist hier der erwartete Dateisystemaufbau von boblight auf einem 64-Bit-System. Abhilfe schaffte mir</p>
<p><code>sudo mkdir /usr/lib/x86_64<br />
sudo ln -s /usr/local/lib/libboblight.so.0.0.0 /usr/lib/x86_64/libboblight.so</code></p>
<p><strong>Legen auf eine Sondertaste</strong></p>
<p>Wie schon erw&#228;hnt bietet es sich an, das Starter-Script auf eine Sondertaste zu legen. Die meisten Desktops bieten in den Einstellungen eine Sondertastenbelegung an, womit sich zumindest die F-Tasten und Kombinationen aus Alt, Shift und Super belegen lassen. In KDE SC findet ihr das unter Systemeinstellungen → &#8220;Kurzbefehle und Gestensteuerung&#8221; → &#8220;Eigene Kurzbefehle&#8221; → &#8220;Bearbeiten&#8221; → &#8220;Neu&#8221; → &#8220;Globaler Kurzbefehl&#8221; → &#8220;Befehl/Adresse&#8221;. Unter dem Reiter &#8220;Ausl&#246;ser&#8221; k&#246;nnt ihr dann eine Taste(nkombination) festlegen und unter &#8220;Aktion&#8221; z.B. &#8220;~/./.atmotoggle.sh&#8221; angeben.</p>
<p>Auf meiner breiten Desktop-Tastatur habe ich hierf&#252;r die &#8220;/&#8221;-Taste auf dem Nummernfeld geopfert, weil alle 19 F-Tasten schon belegt waren und ich f&#252;r boblight gerne nur eine Taste dr&#252;cken m&#246;chte. Realisiert habe ich das &#252;ber xbindkeys.</p>
<p><em>Arch:</em> <code>sudo pacman -S xbindkeys</code></p>
<p><em>Ubuntu:</em> <code>sudo apt-get install xbindkeys</code></p>
<p>Als n&#228;chstes xbindkeys in den Autostart der eigenen Desktop-Umgebung setzen:</p>
<p><em>KDE SC</em>: Systemeinstellungen → &#8220;Starten und Beenden&#8221; → Autostart → &#8220;Programm hinzuf&#252;gen&#8221; → &#8220;xbindkeys&#8221;, &#8220;In Terminal ausf&#252;hren&#8221;</p>
<p><em>Ubuntu</em>: Wei&#223; nicht.</p>
<p>Die Datei ~/.xbindkeysrc wird beim ersten Start von xbindkeys angelegt, wenn nicht, im Terminal <code>xbindkeys -d &gt; ~/.xbindkeysrc</code> machen.<br />
Dann z.B. als neue Zeile eintragen:</p>
<pre># Atmotoggle
"~/./.atmotoggle.sh"
  KP_Divide</pre>
<p>&#8220;KP_Divide&#8221; ist bei mir die &#8220;/&#8221;-Taste auf dem Nummernblock. Um den Code f&#252;r eure gew&#252;nschte Taste herauszufinden, gebt in ein Terminal <code>xev</code> ein (eventuell erst vorher installieren) und dr&#252;ckt die Taste &#252;ber dem kleinen sich &#246;ffnenden Fenster. Im Terminal steht dann etwas wie &#8220;&#8230; keycode 106 (keysym 0xffaf, KP_Divide) &#8230;&#8221;. Den Namen dann entsprechend als dritte Zeile einsetzen.</p>
<p><i>Kleiner Exkurs: xbindkeys eignet sich auch hervorragend, um Kwin-Befehle auf Maus-Sondertasten zu mappen. Hier meine Zeilen f&#252;r &#8220;Present Windows&#8221; (Exposé), &#8220;Desktop Grid&#8221; (Raster-Arbeitsoberfl&#228;cherumschalter), und Hinein- und Hinauszoomen in den Bildschirm mit Super/Windows + Mausrad:</i></p>
<pre><textarea># KWin Present Windows
"qdbus org.kde.kglobalaccel /component/kwin invokeShortcut ExposeAll"
    b:9

# KWin Desktop Grid
"qdbus org.kde.kglobalaccel /component/kwin invokeShortcut ShowDesktopGrid"
    b:8

# KWin Zoom in
"qdbus org.kde.kglobalaccel /component/kwin invokeShortcut view_zoom_in"
    Mod4 + b:4

# KWin Zoom out
"qdbus org.kde.kglobalaccel /component/kwin invokeShortcut view_zoom_out"
    Mod4 + b:5</textarea></pre>
<p><em>Um mehr m&#246;gliche Kwin-Befehle herauszufinden, einfach mal den Befehl <code>qdbus org.kde.kglobalaccel /component/kwin shortcutNames</code> ausprobieren.</em></p>
<p>Damit bekommt ihr jedenfalls boblight mit einem Tastendruck aus jeder Situation zum Laufen, das ist halt schon echt sch&#246;n. Als w&#228;re es eine eingebaute Funktion der Hardware.</p>
<p><strong>Weitere Nutzungsratschl&#228;ge</strong></p>
<p><em>Eigenarten von Arch in Verbindung mit boblight:</em></p>
<p>Mir keine weiteren bekannt. Ich nutze KDE SC mit Kwin im Compositing-Modus mit Effekten und boblight funktioniert damit bestens.</p>
<p><em>Eigenarten von Ubuntu 12.10 in Verbindung mit boblight:</em></p>
<p>Damit boblight bei mir reagierte, musste ich in VLC bei der Videoausgabe von &#8220;Standard&#8221; auf &#8220;X11-Videoausgabe (XCB)&#8221; umstellen, SOWIE Compiz killen (!!): In einem Terminal <code>metacity --replace</code> machen, damit wird dann auch das Unity-Panel verschwinden. Compiz und das Unity-Panel kommen zur&#252;ck &#252;ber <code>compiz --replace</code> in einem neuen Terminal-Fenster (Rechtsklick ins aktuelle Terminal, &#8220;Neues Terminal&#8221; – wenn der Fensterfokus &#252;berhaupt noch funktioniert). Ab Ubuntu 13.04 wird Metacity nicht mehr mitgeliefert werden, ihr m&#252;sst euch dann um einen alternativen Non-Overlay-Fenstermenschager k&#252;mmern. Wer mag, kann in mein obiges Start-Script ja noch &#8220;metacity &#8211;replace&#8221; als Zeile vor boblightd und &#8220;compiz &#8211;replace&#8221; als Zeile nach &#8220;killall boblightd&#8221; schreiben, wenn es Fehler gibt und ihr das Script per Sondertaste startet, bekommt ihr dann allerdings keine Ausgabe.<br />
Achtung: Der ganze Unity-Mist ist mir dabei mehrmals abgest&#252;rzt. Ja, das ist Ubuntu.</p>
<p><strong>Du willst das doch auch</strong></p>
<p>Wenn ihr Fragen zum Aufbau oder Betrieb habt, k&#246;nnt ihr auch Carsten anschreiben, ich hatte mit ihm immer einen netten Kontakt und er hilft euch auch bei Problemen. Mittlerweile gibt es von Carsten auch eine Erweiterungsplatine f&#252;r die KarateLight (und eine bereits damit ausger&#252;stete), die 16 Kan&#228;le erm&#246;glicht. Bei meinem 27&#8243;-Bildschirm ist das noch nicht wirklich sinnvoll, weil mir das Chaos mit den Kabeln da hinten dann doch zu wild wird&#8230; Aber wenn ich ehrlich zu mir bin, will ich jetzt eigentlich doch gleich 16 Kan&#228;le. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /><br />
Mein Wunsch f&#252;r die Zukunft w&#228;re noch mehr Farbraum. Das aktuelle Spektrum ist zwar schon sehr gut und st&#246;rt beim Schauen nie, wenn ich aber direkt auf die Wand gucke, f&#228;llt ab und zu doch schon eine gewisse Diskrepanz zwischen gezeigtem Bild und &#228;hnlichem, aber lange nicht exaktem Farbton auf. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, der Filmgenuss wird dadurch nicht beeintr&#228;chtigt.</p>
<p>Leuchtstreifen sollten eigentlich &#8220;das n&#228;chste gro&#223;e Ding&#8221; sein, gleichauf mit 3D und in meinem Ermessen weit praktikabler. Daran, dass die Technologie von der Industrie nicht zu diesem gro&#223;en Ding erhoben wurde, d&#252;rfte mit erheblichen Ma&#223;e Phillips durch seine <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Ambilight#Patents">Patentierung</a> Anteil haben. Ein Jammer. Leuchtstreifen sollten an jedem Unterhaltungsbildschirm der Standard sein.</p>
<p>Der Situation des Massenmarktes ungeachtet, kann mensch viel Spa&#223; haben an einem selbstgebauten System. Es ist dann auch doch ganz nett, sich etwas so Au&#223;ergew&#246;hnliches in das Allt&#228;gliche gebastelt zu haben, das so nicht jeder hat und zu einem stark <a href="http://www.duden.de/rechtschreibung/Immersion">immersiveren</a> Seherlebnis verhilft. Ich kann die Technologie auf jeden Fall empfehlen, der Spa&#223; verfliegt auch nach einem Jahr nicht!</p>
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		<title>Die Android-Entt&#228;uschung – ein Rant mit Katharsis</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Sep 2012 17:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Mac OS X(86) und Apple]]></category>

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		<description><![CDATA[

Das Tablet: Die seit 2010 stets zunehmende Berichtserstattung dar&#252;ber in meinem t&#228;glichen Netz-Konsum erweckte eine Begehrlichkeit in mir. Nicht weil ich eins brauchte, sondern weil ich eins wollte.
Ich bin seit vielen Jahren Linux-Nutzer, Anh&#228;nger des Freie-Software-Gedanken und seit Herbst 2009  [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="yass_top_edge_dummy" style="width: 1px; height: 1px; padding: 0px; margin: -11px 0px 0px; border-width: 0px; display: block;"></div>
<div id="yass_top_edge" style="background-image: url('chrome://yass/content/edgebgtop.png'); background-attachment: scroll; background-position: center bottom; padding: 0px; margin: 0px 0px 10px -10px; border-width: 0px; height: 0px; display: block; width: 1226px;"></div>
<p>Das Tablet: Die seit 2010 stets zunehmende Berichtserstattung dar&#252;ber in meinem t&#228;glichen Netz-Konsum erweckte eine Begehrlichkeit in mir. Nicht weil ich eins brauchte, sondern weil ich eins wollte.</p>
<p>Ich bin seit vielen Jahren Linux-Nutzer, Anh&#228;nger des Freie-Software-Gedanken und seit Herbst 2009 gl&#252;cklicher Besitzer eines iPod Touch G3, und kam immer gut ganz ohne Mobiltelefon aus.<br />
Ich h&#246;re seit rund sechs Jahren Apple-bezogene Tratsch-Podcasts. Als in ihnen der iOS-Anteil und die offensichtlichen M&#246;glichkeiten immer mehr wurden, musste ich so ein Ger&#228;t haben. Aber mich st&#246;rte immer st&#228;rker Apples zunehmend restriktivere und einnehmende Firmenpolitik und die unbrauchbare Linux-Unterst&#252;tzung. Als die Tablet-Frage f&#252;r mich im Raum stand, war ich bereit, auf das zu dieser Zeit einen gro&#223;en Sprung machende Android zu setzen. Der gro&#223;e Schritt war Honeycomb, Android 3.0. Ich sah das Produktvideo und war hingerissen von der gezeigten Frische und Vielfalt der Ideen.</p>
<p>Es stand ein Hardware-Wechsel an, denn die CPU des iPods kam bei Webinhalten immer deutlicher ins Schwitzen und auch seine Aufl&#246;sung wurde mir zu gering. Immer dr&#228;ngender wurde die Suche nach einer Abl&#246;se. Warum also nicht gleich auf ein Tablet umsteigen?<br />
Das war Hochsommer 2011, und beinahe h&#228;tte ich mir ein aktuelles Android-Tablet besorgt, wenn nicht Ger&#252;chte &#252;ber ein anstehendes Super-Tablet von Asus f&#252;r den Herbst aufgekommen w&#228;ren. In einer gro&#223;en Schulpause schlie&#223;lich las ich ungeduldig die Nachricht der Produktank&#252;ndigung bei The Verge und stie&#223; verz&#252;ckte Schreie aus.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Asus-Eee-Pad-Transformer-Prime.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1549" title="Asus Eee Pad Transformer Prime" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Asus-Eee-Pad-Transformer-Prime-198x300.jpg" alt="" width="95" height="138" /></a>Das 10-Zoll-Tablet sollte den neuen Nvidia Tegra 3 Quad-Code-ARM-Prozessor bekommen, ein S-IPS-Display mit 1280&#215;800 Punkten, eine 8 MP-Kamera mit FullHD-Bildsensor und ein ansteckbares Tastaturdock mit zus&#228;tzlichem Akku, der das Ganze zu einer Art Ultrabook macht – wie cool ist das denn? Sogar ein Bild davon nahm ich in meinen Linux-Desktop-Artikel im November mit auf, so begeistert war ich von dem Ger&#228;t. Es war v&#246;llig klar: Das Transformer Prime war besser als das iPad 2 und sah mit seinen edlen Kreismustern im d&#252;nneren Aluminiumgeh&#228;use sogar noch cooler aus.<br />
Es sollte noch bis Mitte Februar 2012 dauern, bis ich mein vorbestelltes Exemplar in Deutschland erhielt. Voller Vorfreude, meinen mobilen Begleiter f&#252;r die n&#228;chsten Jahre gefunden zu haben, packte ich das Tablet aus und spielte auch gleich das bereits erschienene Upgrade f&#252;r Android 4.0 Ice Cream Sandwich auf. Dann ging ich an, das System zu erforschen &#8211; auf den ersten Blick alles ganz nett, ein bisschen arg schwarz, aber nett. Sodann besorgte ich mir Apps, und damit fing es an.</p>
<p>Kapitel:<br />
<a href="#schlimmer">1 – Schlimmer als gedacht</a><br />
<a href="#netbooksoftware">2 – Netbook-Software</a><br />
<a href="#bedienparadigmen">3 – Bedienparadigmen</a><br />
<a href="#technokratischesmissverstaendnis">4 – Technokratisches Missverst&#228;ndnis</a><br />
<a href="#appastrophe">5 – Appastrophe</a><br />
<a href="#fragmentierung">6 – Technische Aspekte: Fr&#246;hliche Fragmentierung</a><br />
<a href="#dateisystem">7 – Dateisystem auf einem Post-PC-Device</a><br />
<a href="#patentrechtlichenachteile">8 – Patentrechtliche Nachteile</a><br />
<a href="#keinlinux">9 – Kein Linux, keine offen entwickelte Software</a><br />
<a href="#fuerehrlichkeitundobjektivitaet">10 – Pl&#228;doyer f&#252;r Ehrlichkeit und Objektivit&#228;t</a><br />
<a href="#nochetwaszumir">11 – Noch einmal etwas zu mir</a><br />
<a href="#definitionsfragederobjektivitaet">12 – Definitionsfrage der Objektivit&#228;t</a><br />
<a href="#meinprimeundich">13 – Mein Prime und ich</a><br />
<a href="#warumichmireinnexus7gekaufthabe">14 – Warum ich mir ein Nexus 7 gekauft habe</a><br />
<a href="#eswirdbesser">15 – Es wird besser</a><br />
<a href="#versoehnlicheworte">16 – Vers&#246;hnliche Worte</a></p>
<p><strong>1 – Schlimmer als gedacht</strong><a name="schlimmer"></a></p>
<p>Es stimmte etwas nicht mit den Apps. Ich hatte diese Apple-Podcasts geh&#246;rt und ich wusste von Androids Situation. Ich nahm zur H&#228;lfte an, diese Fanboys &#252;bertreiben doch nur ma&#223;los. Ich war gefasst darauf, dass das Software-&#214;kosystem schlecht ist, aber nicht darauf, dass es so schlecht ist!<br />
Ich war ersch&#252;ttert. Design, Benutzbarkeit, Durchtdachtheit, Kinetik und Geschwindigkeit ausnahmslos aller mir untergekommenen Drittanbieter-Apps waren weit unter ihren jeweiligen Verwandten auf iOS. Es war schockierend, wie schlecht ein App-&#214;kosystem &#252;berhaupt sein kann, wenn mensch aus der Apple-Welt kommt.<br />
Dazu m&#246;chte ich meine Beobachtungen und Gedanken los werden.<strong></strong></p>
<p><strong>2 – Netbook-Software</strong><a name="netbooksoftware"></a></p>
<p>Ich bin ja sogar von meinem Desktop Touch gewohnt. Ich habe seit 2011 ein <a href="https://www.apple.com/de/magictrackpad/">Magic Trackpad</a> von Apple und die Linux-Unterst&#252;tzung ist richtig gut. Ich nutze es als meine vierte Maus und es ist mein Meistzeit-Favorit geworden.<br />
Bei Android nun, bei einem Betriebssystem f&#252;r tastaturlose Touch-Bildschirm-Ger&#228;te, frage ich mich, ob ich nicht sogar am Desktop mehr mit Gesten arbeite als auf diesem Mobil-System. Nicht das Android 4+–Grundsystem von Google, daran hab ich wenig zu meckern, sondern bei den Apps. Nicht irgendeine Gruppe Apps, nein, ich spreche vom kompletten Android-Software-&#214;kosystem. Es ist erschreckend: Die allermeisten Android-Apps profitieren &#252;berhaupt nicht vom Multitouchscreen, mensch k&#246;nnte sie auch genauso gut rein per Mausklick steuern, oder &#8220;genauso schlecht&#8221;. Es ist eine absolute Seltenheit, dass es vielleicht etwas zum Tabben und Verschieben gibt, oder Gesten, oder UI-Elemente, die auf den Finger dynamisch reagieren, von den fehlenden Animationen jetzt ganz zu schweigen – und der Eindruck &#252;berkommt mich, ich h&#228;tte es mit einem Haufen Windows-Freeware von Hobby-Entwicklern zu tun. Ja, h&#228;ssliche Windows-Freeware. Lieblos zusammengehackt. Die inkonsistenten UI-Paradigmen &#252;ber Apps hinweg best&#228;rken den Eindruck nur noch. Und tr&#228;ge ist das Zeug, Mannomann. Auf einem Quadcore! Hallo Java!</p>
<p><strong>3 – Bedienparadigmen</strong><a name="bedienparadigmen"></a></p>
<p>Es ist stets eine Frage, woraus ein System sich herentwickelt hat. Android-Ger&#228;te bekamen erst Post-iPhone einen Touch-Screen verpasst, das ist aber keine Rechtfertigung f&#252;r die Art, wie App-Oberfl&#228;chen bei Android-Apps zum Gro&#223;teil aufgebaut sind: Sie wirken wie heruntergestutzte Desktop-Software mit ganzseitigen Men&#252;s und gr&#246;&#223;eren Klickelementen. – Android-Software ist Netbook-Software, aber ich will APPS! Ich will da keinen PC, ich will mich bei einem ultramobilen Ger&#228;t nicht mit PC-Problemen herumschlagen m&#252;ssen. Genau die wurden aber vielenfalls direkt von der Vorstellung einer PC-Anwendung &#252;bertragen; es fand kein Transferprozess f&#252;r angemessene Bedienung bei einem Ger&#228;t mit Multitouchscreen statt.<br />
Eine Menge Android-Apps sind aufgrund des verbreiteten Netbook-Paradigmas enorm fummelig zu bedienen. Aber, wenn ich solche Anwendungsf&#228;lle habe, dass ich Software mit Fitzelkram und &#8220;Openness&#8221; f&#252;r skurrile Zusatzfunktionen brauche, dann nehm ich doch lieber gleich einen PC her und mach&#8217;s da, mit wirklich leistungsf&#228;higer Software. Und kommt mir nicht mit &#8220;Produktivit&#228;t&#8221;! Tablets sind nicht f&#252;r Produktivit&#228;t! Wenn ihr mit einem Touchscreen produktiv sein wollt, dann kauft euch einen Tablet-PC mit Windows – da hat Microsoft seit 2001 viel, zum Gro&#223;teil ungew&#252;rdigte, gro&#223;artige Arbeit geleistet. Es macht schlicht keinen Spa&#223;, Android-Apps zu bedienen; ich will aber mit einem ultramobilen Touch-Screen-Ger&#228;t Spa&#223; haben!</p>
<p><strong>4 – Technokratisches Missverst&#228;ndnis</strong><a name="technokratischesmissverstaendnis"></a></p>
<p>Generell kann ich schon beim Android-Grundsystem einen Hang zum &#8220;PC-Konzept minus Etwas&#8221; feststellen. Meine bescheidene Einsch&#228;tzung ist, dass f&#252;r die wenigsten Nutzer Androids Technokratie einen Vorteil darstellt.<br />
An der Technokratie Androids habe ich auszusetzen, dass es keine sch&#246;ne ist, die mensch als Normalnutzer (!!) anpassen kann wie mensch mag, wie bei KDE SC. Die Technokratie liegt im Herz der Android-UI. Mensch bekommt halt dieses technokratische Produkt vorgesetzt und es tut dieses hier und das auf diese bestimmte Art, aber kann es nicht &#228;ndern, obwohl die UI durch ihre Technokratie vort&#228;uscht, selbstredend offen f&#252;r Nutzervorstellungen zu sein, es aber nicht *ist*. Daran st&#246;re ich mich bei Android extrem – das OS macht den Spagat zwischen Hersteller-Blackbox und PC-System falsch. Zu viele PC-Paradigmen haben es in das System geschafft und wurden anschlie&#223;end beschnitten, es scheint, damit mensch die Rechtfertigung hat, zu sagen: &#8220;Seht her, wir haben ein neues Mobil-UI geschaffen!&#8221;<br />
Das UI-Konzept ist in dieser Hinsicht ein Fehldesign. Das mag bei Tablets mehr auffallen als bei Smartphones, und leider wird mir hier wahrscheinlich niemand, der nicht auch mit iOS durch Benutzung vertraut ist, folgen k&#246;nnen.</p>
<p><strong>5 – Appastrophe</strong><a name="appastrophe"></a></p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/looks-like-a-blow-up-smartphone-app.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1751" title="»It kind of looks like a blown-up smartphone app, because that’s exactly what it is.« – Tim Cook &#252;ber die Twitter-App auf Android" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/looks-like-a-blow-up-smartphone-app-600x314.jpg" alt="" width="350" height="182" /></a>Ein ultramobiles Ger&#228;t dient keinem Selbstzweck, sondern das System darauf ist das Tor zu kleinen n&#252;tzlichen – oder unterhaltsamen – Apps. Meine Hauptanwendungen sind unter anderem Twitter-Client und Notizen-App, au&#223;erdem noch Webbrowser, E-Mail-Client und Musik-Player. Das sind erst mal schlichte Anspr&#252;che, darum glaubte ich, ich w&#252;rde keine Schwierigkeiten haben, ad&#228;quaten Ersatz daf&#252;r auf Android zu finden. Weit gefehlt. Der offizielle Twitter-Client war im Fr&#252;hjahr extrem tr&#228;ge, sogar einfaches Scrollen in der Timeline ruckelte wie Sau. Die Android-App ist auch bis heute nicht f&#252;r Tablets angepasst worden. Tim Cook dazu in einem Seitenhieb w&#228;hrend der Apple-Keynote zur Vorstellung des iPad G3: »It kind of looks like a blown-up smartphone app, because that’s exactly what it is.«</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Tweetbot.jpg"><img class="wp-image-1801 alignright" title="Tweetbot auf iOS" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Tweetbot-225x338.jpg" alt="" width="125" height="188" /></a>Alternative Twitter-Clients auf Android habe ich jeden probiert, den ich finden konnte. Alle furchtbar h&#228;sslich. Oder hirnverbrannt unbedienbar. Bedienparadigmen wie bei Windows 95. Oder ihnen fehlen die essentiellsten Funktionen. Geht mir weg mit Twitter-Apps auf Android. Die offizielle App scrollt nach mehreren Updates nun z&#252;gig, ist aber noch immer kein Vergleich zu Tweetie/der offiziellen Twitter-App auf iOS. Und ein Unterschied wie Tag und Nacht zu <a href="http://tapbots.com/software/tweetbot/">Tweetbot</a>.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Notizen-App.jpg"><img class="wp-image-1790 alignleft" title="Notizen-App auf iOS" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Notizen-App-225x338.jpg" alt="" width="125" height="186" /></a>Ich mache mir eine Menge Notizen &#252;ber mein Leben, &#252;ber Gespr&#228;che, und ja, mensch will es nicht glauben, &#252;ber Blog-Artikel. Ich habe rund 15 Notizen-Apps aus dem Play Store ausprobiert; keine, aber wirklich keine kam f&#252;r mich an die schlichte, elegante, praktische Notizen-App von iOS heran. Ja, die Notizen-App soll aussehen und sich verhalten wie ein Notizbuch und nicht wie ein Texteditor mit Speichern-Knopf, weil es genau das f&#252;r mich ist! Ein Notizbuch!! Skeuomorphismus FTW! Zudem finde ich es sehr befremdlich, dass Google keine eigene Notizen-App mitliefert.</p>
<p>Die Qualit&#228;t der meisten Android-Apps wirkt so unglaublich billig. Sie sind zum Gro&#223;teil geschmacklos entworfen, wie eine PC-Anwendung der alten Schule, aber ohne Design Guidelines. Typische iOS-Apps sind wie Kloster-Abschriften, typische Android-Apps wie aus dem B&#252;ro-Nadeldrucker. Fehlende Eleganz festzustellen, ist noch eine wohlwollende Untertreibung. Ich wei&#223; nicht, wie die Nutzer vor der neuen Holo-UI (3.0/4.0) Android-Apps ertragen haben ohne sich zu h&#228;uten. Diese Gingerbread-Apps machen nach wie vor den Gro&#223;teil des Play Stores aus. F&#252;r alle mal &#252;bertragen auf den PC ist das, wie wenn auf einem Windows Aero Glass-Desktop ein klassisches graues Sperrgut erscheint, das aussieht wie eine technische Zeichnung einer K&#252;che. So f&#252;hlen sich Gingerbread-Apps an.</p>
<p><strong><em>»You are too harsh – Android tablets are great at running benchmarks, who cares about actually <span style="text-decoration: underline;">using</span> them?« —<a href="http://www.theverge.com/2012/3/14/2868347/new-ipad-launch-day-buyer-guide#95023487">Kommentar</a> auf The Verge</em></strong></p>
<p>In iOS flie&#223;t alles fl&#252;ssig ineinander, jede m&#246;gliche Systemaktion wird nicht digital best&#228;tigt, sondern wird begleitet von einer angenehmen Animation, denn Animationen erzeugen <a href="http://daringfireball.net/2010/12/emotional_rescue">Gef&#252;hle und Emotionen</a>. Das Toolkit zur Entwicklung von iOS-Apps setzt stark auf Core Animation, eine Technologie von Apple, die &#220;berg&#228;nge und Animationserstellung extrem vereinfacht, was bedeutet, dass es Usus f&#252;r iOS-Apps ist, von diesem Framework verst&#228;rkt Gebrauch zu machen. Wenigstens Google hat die Wichtigkeit von Animationen mit Android 4.1 endlich kapiert und seine Effekte logischer gemacht und weiter herausgeputzt. F&#252;r die Apps aus dem Play Store gilt das aber noch lange nicht und ich bin wenig zuversichtlich, dass sich da in n&#228;herer Zukunft was &#228;ndert. Die Kultur der Mobil-M&#228;rkte ist auch eine v&#246;llig andere: Bei iOS werden Apps f&#252;r unansehnliches &#196;u&#223;eres im App Store von den Nutzern brutal abgestraft, bei Androids Play Store sind die Nutzer offensichtlich schon froh, wenn sie endlich eine App mit der in etwa gew&#252;nschten Funktionalit&#228;t gefunden haben. Eine App im Play Store wegen ihrer H&#228;sslichkeit abwerten? Du wirst zum versponnenen Design-Hipster erkl&#228;rt. Schlie&#223;lich war die App kostenlos!<br />
Was auch damit zusammenh&#228;ngt, dass Bezahl-Apps auf Andoid schlecht laufen. Sei es, weil sie einfach schlecht sind, sei es, weil Kopierkopieren ohne App-DRM so leicht ist, oder sei es, weil Google immer noch nur Kreditkarte als Zahlungsoption f&#252;r den Play Store akzeptiert und diese zumindest in deutschen Landen eher sp&#228;rlich anzutreffen sind. Die Folge: Werbebanner in jeder zweiten App. Ich zahle gerne f&#252;r gute Apps – damit sie gut sind – aber auf Andoid sind offenbar die wenigsten Nutzer bereit, Geld f&#252;r Software auszugeben.</p>
<p><strong>6 – Technische Aspekte: Fr&#246;hliche Fragmentierung</strong><a name="fragmentierung"></a></p>
<p>Ich zitiere <a href="https://twitter.com/gr4y">@gr4y</a>: Android ist das Windows unter den Mobil-Systemen. (Das war noch vor Windows Phone 7.) Auf so viele Arten: Ger&#228;te der verschiedensten Hersteller liefern es als den Standard aus, w&#252;rzen es aber noch mit einer guten Prise Bloatware. Samsung etwa mit Touchwiz, HTC mit Sense, alternative Oberfl&#228;chen, die gro&#223;e Teile der Google-UI ersetzen, den Stimmen im Netz nach nicht zum Besseren. Hintergrund ist die Differenzierbarkeit und der Gedanke der eingebildeten Kundenbindung – gleiche Sache wie bei Canonical mit Unity. Tats&#228;chlich sind diese Hersteller-eigenen UIs aber der Grund, warum Upgrades auf neue Android-Versionen bei den popul&#228;rsten Ger&#228;ten im letzten Jahr im Schnitt <a href="http://www.notebookjournal.de/news/android-updates-lassen-im-schnitt-9-monate-auf-sich-warten-nkjs-4449">neun Monate</a> gebraucht haben, bis sie verf&#252;gbar gemacht wurden, denn die Hersteller m&#252;ssen sie erst noch mit ihren Modifikationen patchen. Neun Monate, in dieser Zeit werden Kinder gezeugt und geboren! Neun Monate m&#252;ssen Nutzer von Smartphones, die nicht g&#252;nstiger sind als das iPhone, auf ein System-Upgrade warten. Das macht mich fassungslos. Meistens aber gibt es <a href="http://www.businessinsider.com/android-is-suddenly-in-a-lot-of-trouble-2012-4">sowieso keine Upgrades</a> auf die n&#228;chste Major-Version des OS, ist ja auch schwierig f&#252;r einen Hersteller, der im Jahr 50 neue Android-Ger&#228;tekonfigurationen auf den Markt wirft.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" width="550" lang="de"><p>Fact: At the WWDC Bash tonight, Apple delivered Ice Cream Sandwiches to more people than Google has in the past 7 months.</p>
<p>&mdash; Kelan Champagne (@kelan) <a href="https://twitter.com/kelan/status/213516591185399808" data-datetime="2012-06-15T06:21:36+00:00">Juni 15, 2012</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Zweiter Nebeneffekt dieser Softwaremodifikationen ist, dass Hersteller Android im Grunde schon forken, um z.B. ihre <a href="http://www.androidpolice.com/2012/08/21/samsung-galaxy-note-10-1-review-an-embarrassing-lazy-arrogant-money-grab/#touchwiz">eigenen Konzepte</a> f&#252;r Multitasking tief in das System zu fr&#228;&#223;en, und anfangen, App-Entwicklern eigene APIs f&#252;r ihre Android-Versionen bereitzustellen, was seinerseits den App-Markt und das &#214;kosystem weiter fragmentiert.</p>
<p>Das beliebte Argument hierauf: &#8220;Dann flash&#8217; halt CyanogenMod drauf!&#8221;, kann nicht ernst genommen werden. Kein Normalbenutzer (&#252;brigens sinkt die Breite der durchschnittlichen Computerkenntnisse von Jahr zu Jahr) kommt damit klar. Dazu kommt erst einmal die Notwendigkeit f&#252;r einen offenen oder entsperrbaren Bootloader – beim Entsperren oder Cracken erlischt stets die Ger&#228;tegarantie – und dann fehlen CyanogenMod eventuell immer noch Treiber f&#252;r spezielle verbaute Hardware, oder deren exakte Konfiguration ist nicht bekannt, oder andere Dinge sind gar nicht enthalten, weil sie Softwarepatenten unterliegen, die der Hardwarehersteller zwar gezahlt und implementiert hat, CyanogenMod aber nicht. Kurzum, die Sache ist interessant f&#252;r Geeks, nicht f&#252;r Lieschen M&#252;ller. Nicht so bei Apple: Nach wenigen Wochen sind regelm&#228;&#223;ig &#252;ber 70% der Installationen auf die neueste Softwareiteration aktualisiert. F&#252;r Entwickler bedeutet das, sie brauchen sich wenig Gedanken um alte Betriebssystem-Versionen machen und k&#246;nnen neue APIs voll aussch&#246;pfen.<br />
Das Windows XP der Android-Reihe ist Android 2.x: Steinalt, technologisch im Jura, aber mensch muss es noch mitunterst&#252;tzen, weil es viel zu viele Nutzer hat – es kamen sogar bis zur Jahresmitte immer noch neue Smartphones von gro&#223;en Herstellern wie HTC und Samsung heraus, die auf Android 2.3 setzten. Damit h&#228;lt mensch die Entwicklergemeinde davon ab, neue APIs von aktuellen Android-Versionen verwenden zu k&#246;nnen, weil sie die Kompatibilit&#228;t mit dem Legacy-Zweig brechen w&#252;rden. Was eine G&#252;lle!</p>
<p>Eine weitere Parallele zu PC-Windows ist, dass das Betriebssystem auf einer Vielzahl von Ger&#228;ten l&#228;uft. Das bringt Probleme mit sich, denen sich Google noch nicht ausreichend gestellt hat.<br />
App-Entwickler haben aufgrund des <a href="http://forum.golem.de/kommentare/handy/arm-intel-wird-noch-lange-brauchen-um-uns-einzuholen/stromverbrauch-ist-nicht-das-groesste-problem/66725,3105583,3105583,read.html">fehlenden PCI-Bus</a> der ARM-Architektur und keiner zum BIOS vergleichbaren Standardschnittstelle offenbar keine Chance, herauszufinden auf welchem Chipset ihre App eigentlich l&#228;uft. Das artet aus in ein Herumgestochere im Nebel, wie mensch es von den fehlerhaft implementierten OpenGL-Instruktionen bei propriet&#228;ren Grafiktreibern unter Linux kennt. Entwickler, und ganz besonders Spiele-Entwickler, m&#252;ssen darum ihre Apps auf den <em>Ger&#228;ten an sich</em> testen, um Kompatibilit&#228;t zu gew&#228;hrleisten. Ein Wahnsinns-Unterfangen.<br />
Und nebenbei l&#228;sst sich aus dem Grund der extremen Marktfragmentierung auch nur schlecht die Highend-Hardware der &#8220;Flagschiff&#8221;-Ger&#228;te ausreizen. Apple hat hier durch seine geschlossene Softwareplattform, die nur auf Apple-Hardware l&#228;uft, einen himmelhohen Vorteil. Wie PC-Spieleentwickler ihre Titel auf vielen verschiedenen Grafikkarten testen m&#252;ssen, m&#252;ssen also auch Android-Entwickler, die ernsthaft beabsichtigen, durch gute Rezensionen Geld zu verdienen, <a href="http://techcrunch.com/2012/05/11/this-is-what-developing-for-android-looks-like/">eine aberwitzige Zahl</a> an Android-Ger&#228;ten im Labor haben. Hier wird ganz klar der Unterschied zum Konsolen-Ansatz von Apple deutlich: Apple verkauft keine mobilen Computer-Konfigurationen, Apple verkauft Plattformen. Plattformen, gegen die sich zuverl&#228;ssig entwickeln l&#228;sst. Den geschlossenen Ansatz will ich so nicht werten, aber es ist Fakt, dass er ihrer Plattform einen ganz enormen Vorteil bringt. Standardisierte Displaygr&#246;&#223;en und ihre bestm&#246;gliche Ausreizung sind hierbei auch noch ein Thema.</p>
<p>Als Nvidia den Tegra 3-SoC herausbrachte, erhob es seine Hardware kurzum selber zur Plattform und ver&#246;ffentlichte einen eigenen Meta-App-Store nur mit Tegra 3-Spieletiteln. Das ist kein Scherz – es gibt nur f&#252;r den Tegra 3 geschriebene, und spezielle Versionen bereits erschienener Titel mit Tegra 3-Optimierung. Da es keine Filteroption im Play Store f&#252;r auf die eigene Hardware besonders optimierter Titel gibt – was unbegreiflich angesichts der auf dem Markt verf&#252;gbaren Menge an komplett verschiedenen Android-Ger&#228;ten ist – musste sich Nvidia mit einer eigenen App behelfen. – Sogar im technischen PC-Umfeld hat mensch es als Nutzer leichter, f&#252;r seine Hardware passende Titel zu finden, geben die Hersteller doch Systemvoraussetzungen und empfohlene Konfigurationen an.<br />
Lustig auch, dass manche Spiele, die sich an allgemeine Standards halten, ganz ohne Tegra 3-Optimierung die Hardware nicht ansatzweise auslasten k&#246;nnen, weil Nvidia eine nicht standardskonforme Architektur entworfen hat. Es wird also von den Spieleentwicklern verlangt, ihre Titel auf die fragw&#252;rdigen Nvidia-Designs zu optimieren; sie m&#252;ssen sich fast auf low-level-Ebene mit der Chip-Architektur besch&#228;ftigen. Und das auf einem Betriebssystem, das eigentlich gerade <em>keine</em> feste Plattform wie Apples Konsolen-Ger&#228;te ist. V&#246;llig absurd. Das ist die selbe Situation wie f&#252;r <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/3dfx">3dfx</a>-Karten geschriebene Windows-Spiele in den Neunzigern, als DirectX noch in den Anf&#228;ngen lag. – Heute lassen sich diese Spiele nat&#252;rlich nicht mehr nativ spielen. Treffenderweise war es 2000 Nvidia, das 3dfx aufgekauft hat.<br />
Das alles tr&#228;gt zur weiteren Fragmentierung des Android-Software-Marktes bei.</p>
<p><strong>7 – Dateisystem auf einem Post-PC-Device</strong><a name="dateisystem"></a></p>
<p><strong><em>»Every once in a while a revolutionary product comes along that changes everything.« —Steve Jobs bei der ersten iPhone-Pr&#228;sentation 2007</em></strong></p>
<p>Im Realit&#228;tscheck wird schnell klar, dass wir nach wie vor mit Dateien arbeiten und Mittel und Wege finden m&#252;ssen, mit ihnen angenehmer umzugehen. Apple ging bei iOS den Weg der radikalen Objektivierung: Es gibt Musik, es gibt Bilder, es gibt Apps, es gibt Text und diese Dinge sind, was sie sind – hoch abstrahierte logische Objekte, mit denen der Nutzer nur mehr mit ihrem Noumenon in Beziehung tritt, nicht mit der technischen Einheit einer Datei. Um diese Strategie zu fahren, kam in der iPod-/iOS-Anfangszeit der iTunes-Software auf dem PC die wichtige Aufgabe der Wegabstrahierung aller PC-Verbindungen zu. iTunes erm&#246;glichte dateilose Ger&#228;te, auf denen der Nutzer nur noch Entit&#228;ten wahrnahm.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Konfigurationsordner-im-Benutzerverzeichnis.jpg"><img class="wp-image-1825 alignright" title="App-Konfigurationsordner im Benutzerverzeichnis" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Konfigurationsordner-im-Benutzerverzeichnis-225x360.jpg" alt="" width="130" height="209" /></a>Google ging das Android-Design ganz praktisch an: Es hatte ein Linux, auf dem irgendwie das Android-Userland lief, es gab Programme, es gab wie auf jedem ordentlichen Linux-System Nutzer-Profile f&#252;r diese Programme, und somit ein Homeverzeichnis, in das diese Programme ihre Konfigurationen schrieben und wor&#252;ber sie Dateien austauschten. Und ganz wichtig: Google, oder das Android-Unternehmen, bevor es von Google aufgekauft wurde, legte dieses grundlegende Systemdesign fest, noch bevor Apple iOS zeigte. Es ist nichts anderes als das klassische PC-Paradigma und bringt Schwierigkeiten auf einem ultramobilen Ger&#228;t, die mensch dort nicht haben will.<br />
Einige Apps speichern z.B. geladene Bilder nach ~/Pictures, andere in ihnen eigenen Konfigurationsordner, andere legen einen ganz neuen Ordner an. Bei iOS landet einfach alles im Fotoalbum und es gibt nur dieses eine datenbankgest&#252;tzte Album mit API f&#252;r alle Apps.<br />
Es ist bei Android-Apps &#252;berhaupt nicht intuitiv ersichtlich, wo Dateien hingespeichert werden; es gibt keine Standards. Als w&#228;re das nicht genug, sieht der Nutzer in seinem Homeverzeichnis auch noch jede Menge nicht versteckte Konfigurationsverzeichnisse seiner Apps. Wobei &#8220;sehen&#8221; relativ ist, denn erst mal muss er sich &#252;berhaupt einen Dateimanager besorgen, denn Android bringt keinen eigenen mit, obwohl es ein ganz klassisches Dateien-Metapher-System ist.<br />
Wo iOS die Dateiverwaltung mehr oder weniger elegant umgeht, indem es Apps Silos f&#252;r Dateibest&#228;nde gibt, die diese per &#8220;&#214;ffnen in&#8221;-Schnittstelle vom System kontrolliert an andere Apps weiterreichen k&#246;nnen, hat Google vollkommen vor der Aufgabe kapituliert, Dateien zu Entit&#228;ten zu machen und &#252;berl&#228;sst die Nutzbarmachung der Datenbest&#228;nde des Anwenders Drittanbieter-Apps.</p>
<p>Wieder zeigt sich Androids technokratische Seite und speziell die Falschheit, mit der ein Ultramobil-OS vorget&#228;uscht wird, das dem Nutzer PC-Metaphern bietet, er sie aber tats&#228;chlich nicht nutzen kann, weil sie beim Beschnitt des PC-Konzepts durch zu viele Kompromisse eingerissen, oder Funktionen gar nicht erst implementiert wurden. Was bleibt, ist ein vom m&#228;chtigen PC-Konzept nach &#8220;unten&#8221; gestutztes Mobil-System, das besser h&#228;tte von unten nach oben neu konzeptioniert werden sollen und in Benutzbarkeit gegen&#252;ber anderen Systemen den Nachteil hat.<br />
Diese mitgeschleppten PC-Paradigmen, von denen ich spreche, meine ich selbstverst&#228;ndlich nur in der Benutzung. Wie das System seine Informationen intern verarbeitet, ist f&#252;r den Nutzer zweitrangig. Das UI-Konzept ist nicht konsequent durchgezogen, das System ist nicht das eine, nicht das andere; eine halbe Sache. Ich kann nicht sagen, wie es besser w&#228;re, es ist aber auch gar nicht meine Aufgabe, das zu wissen – ich bin nur ein Nutzer und bewerte die Nutzungserfahrung.</p>
<p>Nach den konzeptionellen Vers&#228;umnissen hat Android noch mit zwei Schwierigkeiten zu k&#228;mpfen: Erstens &#252;berhaupt Dateien auf das Ger&#228;t bekommen. Es gab nie eine Standardsoftware wie iTunes, die dem Benutzer hilft, seine Medien zusammenzutragen, zu taggen, und Backups zu machen – zu <em>synchronisieren</em>. Alle Android-Ger&#228;te-Bespielung ist Datei-orientiert – das dabei eingesetzte MTP ist Datei-Paradigma f&#252;r den Nutzer und die Realit&#228;t ist, dass die Auseinandersetzung mit Dateibest&#228;nden f&#252;r den Standardnutzer zu kompliziert ist. Es kann sein, dass Google das Problem der PC-&#220;berspielung nur aussitzt und wartet, bis alles in der Cloud ist – ich glaube aber nicht an diese Vision.</p>
<p>Die zweite Schwierigkeit tritt dann auf, wenn die Dateien verschiedenster Art auf dem Android-Ger&#228;t sind: Dateiaustausch zwischen Programmen und Dateiverwaltung. Der Nutzer darf nicht in Konfigurationsverzeichnissen nach Dokumenten suchen m&#252;ssen; die meisten werden dabei scheitern. Momentan hat Android wie schon gesagt selber nicht mal einen Dateimanager, Google ignoriert das Problem der Dateiverwaltung also.<br />
Da knallen die verschiedensten Paradigmen aufeinander, eine Synthese, oder besser ein integriertes Konzept, w&#228;ren dringend n&#246;tig. Es muss in Googles Interesse liegen, das Homeverzeichnis abzuschaffen; das ist ein ganz tiefer Designfehler, sie m&#252;ssen davon weg. Interessant wird werden, in welches Verh&#228;ltnis Windows (8) RT seine Nutzer zu Dateien stellt.<br />
<em>Verbesserung 11. Oktober 2012:</em> Mensch erkl&#228;rte mir, dass es eigentlich kein &#8220;Homeverzeichnis&#8221; bei Android gibt, sondern /storage/sdcard0 bzw. /sdcard faktisch dazu von den Apps missbraucht wird. Es gibt unter /sdcard den sogenannten shared storage, unter /data/data/$Paketname und /sdcard/Android/data/$Paketname den eigentlichen Ort f&#252;r Konfigurationen von Apps. Das &#228;ndert nichts daran, dass /sdcard von einer Vielzahl Apps zur Konfigurationsablage genutzt wird und dass das Homeverzeichnis-Paradigma f&#252;r das Ablegen aller m&#246;glichen Nutzdaten von Apps gebr&#228;uchlich ist, was den Nutzer zu der Verwendung eines Dateimanagers zwingt. Android besitzt zwar auch eine API, die die Verwendung von shared storage und dem Konzept des f&#252;r den Nutzer sichtbaren Dateisystems &#252;berfl&#252;ssig macht, mit der Apps ihre Daten &#228;hnlich wie auf iOS in eigenen Silos ablegen und dann Verweise darauf an andere Apps weitergeben k&#246;nnen, jedoch wird diese M&#246;glichkeit im &#214;kosystem fast nicht genutzt.</p>
<p><strong>8 – Patentrechtliche Nachteile</strong><a name="patentrechtlichenachteile"></a></p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Bounce-Back-auf-iOS.jpg"><img class="alignright  wp-image-1797" title="Bounce-Back auf iOS" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Bounce-Back-auf-iOS-225x338.jpg" alt="" width="130" height="196" /></a>Das Android-System hat durch Apples Patentkriege, die ich jedoch in keiner Weise guthei&#223;e, nicht wegdiskutierbare Nachteile gegen&#252;ber iOS. Dazu geh&#246;ren f&#252;r mich zentral das fehlende Bounce-Back, der &#8220;Gummiband&#8221;-Effekt beim Scrollen am Ende von Inhalten, sowie Scrollen in nur eindimensionaler Richtung mit Einrastung auf die jeweilige Schiene (Webseiten verschieben sich auf iOS nicht nach links oder rechts, wenn mensch vertikal zu scrollen beginnt). Diese Nachteile betreffen das komplette Grundsystem von Google und alle nativen Apps. Erfreulicherweise hat Mozilla bei Firefox f&#252;r Android beides ungeachtet Apples Patenten implementiert &#8211; hoffen wir, dass sie dabei bleiben. Trotzdem gibt es kein systemweites Bounce-Back und damit verliert Android gegen&#252;ber der Konkurrenz ein hohes Ma&#223; an nat&#252;rlichem Anf&#252;hlen.</p>
<p><strong>9 – Kein Linux, keine offen entwickelte Software</strong><a name="keinlinux"></a></p>
<p>Android ist f&#252;r mich kein &#8220;Linux&#8221;, sondern ein Java-Stack, der genauso gut auf Windows laufen k&#246;nnte. Der Kernel ist ein Linux. Alles dar&#252;ber intern entwickelte Google-Suppe. Zwar frei, aber so ein Brei ist f&#252;r mich keine Linux-Plattform, die lebt, die wirklich dynamisch von einer Gemeinschaft und nicht hinter verschlossenen T&#252;ren entwickelt wird, und die vor allen Dingen nicht auf dem widerlichen Java basiert. Wie kann mensch nur auf die Idee kommen, ein User Interface und seine Frameworks in dieser unperformanten und schrecklichen Sprache zu schreiben? Kein Wunder wird das mit den hochwertigen Android-Apps nichts, bei dem Entwicklungsprozess! Dagegen ist Objective-C und <a href="https://developer.apple.com/technologies/tools/">Xcode</a> von Apple&#8230; Ja, was ist es denn, da fehlen mir die Worte, – da ist Xcode dagegen eine Entwicklerhilfe aus den 10er-Jahren dieses Jahrhunderts, w&#228;hrend Androids SDK mit Eclipse streng nach den 90ern riecht.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" width="550" lang="de"><p>Ist Android eigentlich noch zu retten? Ich mein das mit Java wird ja auch nicht besser…</p>
<p>&mdash; Julian (@julian24) <a href="https://twitter.com/julian24/status/247086216254730240" data-datetime="2012-09-15T21:35:19+00:00">September 15, 2012</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p><strong>10 – Pl&#228;doyer f&#252;r Ehrlichkeit und Objektivit&#228;t</strong><a name="fuerehrlichkeitundobjektivitaet"></a></p>
<p>Eine These: Von den verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig wenigen Nerds, die ihre hohe Anpassungsfreiheit m&#246;chten abgesehen, d&#252;rfte der Massenmarkt der Android-Smartphones wahrscheinlich nur funktionieren, weil die Konsumenten entweder nicht das Geld f&#252;r Apples Premium-Preise haben, Produkte von Apple ablehnen, oder noch nie mit iOS in Kontakt gekommen sind. Viele w&#252;rden die iOS-Umgebung Android vorziehen, k&#246;nnen es aber nicht. Und das ist schade, denn f&#252;r den Normalnutzer ist das System so viel angenehmer.</p>
<p>Ich finde es traurig, dass damit so viele Leute arbeiten m&#252;ssen. Ohne Polemik, das meine ich so. Ihr tut mir aufrichtig leid, ihr unbedarften Android-Nutzer. Nicht ihr Android-Geeks (die ihr meint, Android sei total das Linux und noch dazu von Google und darum muss mensch es cool finden), ihr sollt ruhig euren Spa&#223; haben. Aber dass dieses System so verdammt viele Leute nutzen m&#252;ssen, die etwas so viel Menschenfreundlicheres bekommen k&#246;nnten, macht mich echt traurig. Und nein, es m&#252;sste nicht Apple sein, denn auch webOS fand ich gelungen. Aber Android, oh weh, nicht das.<br />
Wann haben wir eigentlich angefangen, alles was Google macht f&#252;r cool zu befinden? Ich wei&#223; ja, wer mich hier liest und ich sage euch: Eure Identifikation spielt Euch einen Streich: Google sind nicht automatisch die Guten und Google ist nicht hier, um Eure Freie-Software-Ideale zu verwirklichen. Die Philosophien sind dem Konzern in Form von Lizenzen sogar enorm l&#228;stig. Das wisst ihr. Aber ihr glorifiziert das System zu eurem Retter der Mobil-Bastillion, zu dem K&#228;mpfer f&#252;r Freiheit, und habt Euch dabei ein klares Feindbild konstruiert: Apple.</p>
<p>Ich w&#252;nsche mir, ihr w&#252;rdet mal von Eurer st&#228;ndigen <a href="http://derstandard.at/plink/1338558560959?sap=2&amp;_pid=26387905#pid26387905">Verteidigerrolle</a> wegkommen. Ihr m&#252;sst da nichts verteidigen! Ihr m&#246;gt Open Source und Freie Software und ich auch, aber die Android-Plattform ist einfach ein Graus! Ihr f&#252;hlt Euch jetzt bestimmt wieder gleich angegriffen, aber macht doch mal den Test und bewertet die Nutzungserfahrung auf einem iOS-Ger&#228;t des Bekannten Eurer Wahl mit objektivem Blick ohne den <a href="http://derstandard.at/1338559168597/Basher-vs-Fanboys-Der-Apple-Hass-lodert-heisser-denn-je">Apple-Ekel</a>.</p>
<p><strong>11 – Noch einmal etwas zu mir</strong><a name="nochetwaszumir"></a></p>
<p>Ich bin Linux-Nutzer seit 2003; meine erste Distribution habe ich eingelegt, da war ich noch auf der Grundschule. Ich bin wahrhaftig beseelt von der Freie-Software-Philosophie und sch&#228;tze die technischen M&#246;glichkeiten aufs Liebste. Im Jahr 2008 stand ich vor der Entscheidung, weiter Linux als mein Haupt-OS einzusetzen, oder mein bestens funktionierendes OSx86-Hackintosh-System – meine Wahl fiel auf Linux, weil ich damit mehr machen konnte, mehr Freiheiten, mehr Wahl, mehr M&#246;glichkeiten hatte. Obwohl vieles weniger elegant gel&#246;st war. Das ist also meine Tendenz. Bei Android war ich zuversichtlich, mich analog gleich zu verhalten, aber das war nicht der Fall. Kurz gesagt: Es bietet mir weniger M&#246;glichkeiten bei weniger Eleganz. Zu den M&#246;glichkeiten z&#228;hle ich bei iOS die Jailbreak-Apps dazu, und selbst die sind wie gesagt besser als die nativen Funktionen von Android und seinen Market-Crap-Apps.<br />
Dann fahr ich halt die Windows-VM mit iTunes hoch, wenn ich Musik auf mein iDevice laden will. Ein wenig Schmerzen mit der ungeliebten aber m&#228;chtigen Software (spricht der Hardcore-Amarok-Nutzer&#8230;) bei der Medienbest&#252;ckung stehen in keinem Verh&#228;ltnis zu den Schmerzen, die mir Android jede Minute des <em>Nutzens</em> verursacht (vom Android-Musik-Player &#8220;Google Music&#8221; gegen die geniale iPod-Software auf iOS fang ich erst gar nicht an).<br />
Ja Apple, Du hast mich in Deinem W&#252;rgegriff.</p>
<p><strong>12 – Definitionsfrage der Objektivit&#228;t</strong><a name="definitionsfragederobjektivitaet"></a></p>
<p>Ich behaupte nicht, dass iOS der Weisheit letzter Schluss sei, aber ich meine, es ist im Moment die s&#252;&#223;este L&#246;sung f&#252;r den Endanwender.<br />
Ich setzte Hoffnung in das freie <a href="http://www.openwebosproject.org">Open webOS</a>, das vielleicht eine attraktive Plattform f&#252;r Endanwender und Entwickler darstellen k&#246;nnte, es sieht aber leider so aus, als w&#228;re webOS schon nur noch im Wartungsmodus bei HP und die exzellenten Entwickler alle von Google geholt. Ob das gut ist, bin ich zwiegespalten.</p>
<p>Ich bin nicht f&#252;r Monopole oder geschlossene Systeme, aber ich bin f&#252;r gute Software, f&#252;r die beste Software – sowohl in Plattformarchitektur, als auch Benutzbarkeit ad&#228;quat f&#252;r den Zweck, f&#252;r den sie gefordert ist. Beim Desktop-Linux im Vergleich zu Windows und OS X Aqua ist es wenigstens noch so, dass mensch die Oberfl&#228;che besser finden kann – ich sch&#228;tze mein KDE SC um viele F&#228;higkeiten, die mir Windows und OS X nicht bieten. Die ganze nerdige Konfigurationssache nehm ich dabei f&#252;r meinen Teil &#8220;in Kauf&#8221;. Aber bei Android ist ja nicht mal das gegeben; ich kann mir nicht vorstellen, weshalb ein Normalnutzer Androids Software-&#214;kosystem dem von iOS vorziehen k&#246;nnte – rein auf die Benutzbarkeit und M&#246;glichkeiten geschaut.</p>
<p>Aber Mobilger&#228;te sind ein sehr emotionales Thema, weil mensch viel Zeit mit ihnen verbringt, viele intime Momente, und sie immer dabei haben will. Ich kann verstehen, dass es unterschiedliche Neigungen und Erwartungen gibt.<br />
Achtung, jetzt verwende ich <a href="http://www.frumble.de/blog/2011/11/11/zeiten-des-aufruhrs-die-desktop-frage-2011-eine-analyse/#compiz">wieder</a> mein bedachtvoll eingesetztes Wort: Ich <em>liebe</em> iOS &#228;hnlich, wie ich meinen durchkonfigurierten Firefox mit seinen dr&#246;lfzig Add-Ons, und meinen Linux-Desktop mit wabbelnden Fenstern liebe. An diesen Dingen messe ich die Konkurrenz, sie sind f&#252;r mich der Gold-Standard. Und ohne die charakteristischen Paradigmen dieser Software will ich heute keinen Computer mehr verwenden. Das hei&#223;t nicht, dass ich nichts anderes mehr verwenden will, sondern meint, dass das Andere f&#252;r mich diese Standards einhalten oder &#252;berbieten muss, um attraktiv zu sein.</p>
<p><strong>13 – Mein Prime und ich</strong><a name="meinprimeundich"></a></p>
<p>Science-Fiction trug seit &#252;ber einem halben Jahrzehnt seinen guten Teil f&#252;r mich dazu bei, ein Habenwollen-Verlangen nach einem Tablet zu sp&#252;ren.</p>
<div id="attachment_1834" class="wp-caption alignleft" style="width: 610px"><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/SGA-S3-E10-McKay.jpg"><img class=" wp-image-1834" title="Stargate: Atlantis – Season 3 Episode 10: Rodney stellt die McKay-Carter-Gatebr&#252;cke vor // Copyright h&#228;lt Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc." src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/SGA-S3-E10-McKay-900x506.jpg" alt="Stargate: Atlantis – Season 3 Episode 10: Rodney stellt die McKay-Carter-Gatebr&#252;cke vor // Copyright h&#228;lt Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc." width="600" height="337" /></a><p class="wp-caption-text">Copyright: Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.</p></div>
<p>Insgeheim dachte ich immer, ich br&#228;uchte nur so ein Tablet, um auch so cool wie Rodney McKay zu sein. Als ich es jetzt hatte, habe ich gemerkt, es ist gar nicht so cool, und es macht mich weder nach au&#223;en toller, noch nach innen aufgeweckter. Es ist letztlich nur ein Gadget, und ich fragte mich, was es eigentlich genau f&#252;r ein Gewinn war, den ich mir davon f&#252;r mich ertr&#228;umte. Oft hatte ich da dieses Bild von mir im Kopf, wie ich vor einem Publikum stehe und einen Vortrag halte – ich wei&#223; gar nicht, &#252;ber was – und auf meinem supercoolen Tablet mein Verlauf vermerkt ist, und ich locker irgendeine Art Pr&#228;sentation steuere. – Erhoffte ich mir vielleicht mehr Sicherheit im Auftreten durch clevere Zusatztechnologie? &#8220;Angeben&#8221; direkt spielte keine Rolle, nur das Selbstgef&#252;hl von jemanden, der wei&#223;, was er tut. Das ist interessant&#8230;</p>
<p>Ich machte bald die Erfahrung, dass der Prime nicht wirklich mobil war. Ich konnte ihn horizontal in meine Tragetasche stecken und in die Innenstadt gehen, Tauben fotografieren, mit meiner 600 Euro-Anschaffung posieren, aber zu sonst war er nichts n&#252;tze. Kein UMTS, ich musste weiter meinen kleinen MiFi-Router (UMTS-zu-WLAN-Gateway) einschalten, wenn ich Internet wollte. Die eingesteckten Ohrh&#246;rer sahen recht lachhaft aus, wenn ich das Tablet wieder vorsichtig in der Tasche verstaute. Einmal nahm ich den Prime zu einem Musical mit, um ihn w&#228;hrend der Fahrt als Musikplayer zu nutzen. Das Tablet sollte ja ein iPod-Ersatz sein. Ich konnte im Bus schier nicht tippen, und bei allem, was ich auf dem Bildschirm tat, war es mir unangenehm, ob meine Nachbarn nicht mitlesen w&#252;rden. Ein viel zu gro&#223;er Bildschirm. W&#228;hrend des Musicals wusste ich nicht, wo ich den Prime hinlegen sollte, ich hatte keine Tasche dabei – also unter meinen Sitz, aufpassen, dass ihn mir keiner klaut. Ich kam mir reichlich albern vor.</p>
<p>Ich nahm zwar diese Entt&#228;uschung schon wahr, glaubte aber, das w&#252;rde sich schon noch geben. Ich wollte mich kompatibel zu dem Ger&#228;t machen. Bez&#252;glich der verf&#252;gbaren Software dachte ich, das muss so, das muss jetzt so weh tun, w&#228;hrend du das propriet&#228;re Feld verl&#228;sst, und die guten Apps werden sicher bald kommen, Android 4 ist ja eine ganz neue Plattform. Ich kam nie auf die Idee, von meinem R&#252;ckgaberecht Gebrauch zu machen, bis das Fenster um war. Ich wollte es eben wirklich gut finden.<br />
Ich darf mich gl&#252;cklich sch&#228;tzen, in meiner dritten Nutzungswoche einen kosmischen Wink mit dem Zaunpfahl erhalten zu haben: Auf einmal ging das Tablet nicht mehr an. Der Akku war leer, anschlie&#223;end lie&#223; es sich nicht mehr aufladen. Alle Tipps des Telefon-Supports halfen nichts, der Prime musste in Reparatur. Eine Reparatur, die fast f&#252;nf Wochen dauerte. Bei einem Ger&#228;t, das gerade weltweit neu auf den Markt kam. &#220;ber den Asus-Support sagt das viel aus. Es musste ein neues Motherboard aus Taiwan bestellt werden, und alle Videos, die ich gemacht hatte, waren damit auch verloren.</p>
<p>In meiner Tablet-Limbo ging mir mit dem Abstand zum Ger&#228;t mit einem Mal auf, dass ich gar keine Verwendung f&#252;r den Formfaktor hatte. 10&#8243; und das Gewicht sind zu unhandlich, um das Ger&#228;t einh&#228;ndig zu halten, in der Wohnung rumzulaufen – und was eigentlich damit zu machen? Ich &#252;berlegte angestrengt, aber mir fiel nichts ein, was ich nicht auch schon davor mit dem iPod Touch tun konnte. Auf der Couch surfen? Warum, wenn mein PC vier Meter daneben steht, doch eh den ganzen Tag l&#228;uft, und mir einen besseren Browser bietet? Schreiben? Wo soll ich besser schreiben k&#246;nnen als an meinem Desktop? Multitouch-Spiele? Ich spiele nicht viel, die Android-Auswahl war kl&#228;glich und qualitativ hatte ich schon bessere auf iOS gesehen. Wozu ein Tablet? Ich brauchte kein Tablet. Um das zu realisieren, hat mein Hirn die Medienbeeinflussung von &#252;ber zwei Jahren meiner Geek-Sozialisation &#252;berwinden m&#252;ssen. In mir brach eine kleine Welt zusammen: Die ganzen Podcasts, die ich &#252;ber die Jahre geh&#246;rt hatte, iPad, iPad, iPad, frenetische Tablet-Begeisterng, Ausruf der Post-PC-&#196;ra von allen IT-Medien, fallende PC-Absatzzahlen – das alles sollte keine Bedeutung f&#252;r meine Computernutzung haben? Was ist mit mir los? Ist es, weil ich ein Geek bin und mit dem Rechner so weit vertraut, dass mir ein vereinfachendes Ger&#228;t tats&#228;chlich behindernd vorkommt? Ist es, weil Android so wenig Spa&#223; machte? Galt der Jubel etwa nur f&#252;r das iPad? Und wieso genau? Ich wei&#223; es bis heute nicht.</p>
<p><em>Es war ein grunds&#228;tzlicher Fehler von mir, zu glauben, ein 10&#8243;-Ger&#228;t k&#246;nne mir den 3,5&#8243;-iPod Touch ersetzen.</em></p>
<p>Ergebnis ist jetzt, dass ich das Tablet verkauft habe und mir im M&#228;rz ein iPhone 4S ohne Mobilfunkvertrag &#252;ber Ratenzahlung bei O2 zugelegt habe. Und damit bin ich gl&#252;cklich, kam sogar einige Monate ohne Jailbreak aus. Ich verlor beim Verkauf des Asus Transformer Prime gut 160 Euro. Eine teure Einsicht, eine sp&#228;te Einsicht, aber wenigstens &#252;berhaupt eine Einsicht.<br />
Das iPhone 4S ist &#252;brigens mein erstes Handy &#252;berhaupt. Ich versetze es aber nur in den Mobilfunkmodus, wenn ich au&#223;er Haus twittern oder surfen will, und nutze die Mobiltelefonfunktion &#252;berhaupt nicht. Ich will und brauche nach wie vor kein Handy und achte darauf, meine Elektrosmogbelastung so gering wie m&#246;glich zu halten.</p>
<p><strong>14 – Warum ich mir ein Nexus 7 gekauft habe</strong><a name="warumichmireinnexus7gekaufthabe"></a></p>
<p>Der Beitrag h&#228;tte eigentlich hier zu Ende sein k&#246;nnen, aber da ich den Entwurf seit M&#228;rz so lange liegen gelassen habe, haben sich meine Positionen mit den neuen Gegebenheiten der letzten Monate verschoben.<br />
Google hat sein erstes Tablet der Nexus-Reihe herausgebracht, ein 7-Z&#246;ller mit Tegra 3-SoC in Zusammenarbeit mit Asus. Das Tablet hat die gleiche Aufl&#246;sung wie der Prime von 1280&#215;800 in 16:10, die Software kommt aber direkt von Google als absolut vanilla Android mit auch f&#252;r die n&#228;here Zukunft immer aktuellen, schnellen Updates. Nach dem <a href="http://www.theverge.com/2012/6/29/3125396/google-nexus-7-review">Review bei The Verge</a> war ich sehr angetan von dem 7&#8243;-Tablet f&#252;r 250 Euro, und als sogar <a href="https://twitter.com/monkeydom">@monkeydom</a> von den <a title="Folgen 81 und 82 mit Nexus 7" href="http://fanboyspodcast.org">Fanboys</a> sich eines zulegte und gar nicht so kritisch davon sprach, entschied ich, dass mir dieser Formfaktor mehr zusagen w&#252;rde und dass es nicht schaden k&#246;nnte, auch ein Android-Ger&#228;t zu besitzen, und habe mir eines bei Google bestellt.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/N7-in-der-Hand.jpg"><img class="alignright  wp-image-1808" title="Das Nexus 7 l&#228;sst sich bequem halten" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/N7-in-der-Hand-450x600.jpg" alt="" width="226" height="302" /></a>Tats&#228;chlich ist das Nexus 7 anders als ein 10&#8243;-Tablet: Ich kann es einfach mal so in die Hand nehmen und fast wie in einem Smartphone etwas schauen, und ich kann es problemlos mit einer Hand halten – die Gr&#246;&#223;e ist sehr viel praktischer f&#252;r mein Nutzungsverhalten. Da ich nun schon ein schnelles iPhone als Hauptger&#228;t und f&#252;r die Mobilnutzung habe, haben sich meine Erwartungen an ein Android-Tablet ver&#228;ndert. Das Nexus 7 ist f&#252;r mich ein Komplement&#228;r-Ger&#228;t; ein sehr attraktives Leseger&#228;t.<br />
So allgemein blieb halt das Kitzeln nach einem Tablet-Computer, auch weil ich nicht richtig verstanden hatte, warum der Hype mich nicht mitriss. Apple hat bei der Vorstellung des iPad der dritten Generation alle Konkurrenten an die Wand gefahren: Ein gigantischer Retina-Bildschirm mit 1536&#215;2048 auf 9,7&#8243; und ein SoC, der damit klar kommt. Weil ich aus meiner Erfahrung mit dem Transformer Prime wusste, dass ich 10&#8243; nicht gebrauchen kann, steigerte ich mich auch nicht in einen iPad G3-Kaufenm&#252;ssen-Wahn. Ich brauche den Formfaktor nicht, darum auch kein iPad, so einfach.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/artikelansicht-tverge.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1811" title="Ein 16:10-Seitenverh&#228;ltnis" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/artikelansicht-tverge-300x348.jpg" alt="" width="180" height="210" /></a>Eine Bemerkung zum Seitenverh&#228;ltnis des Nexus 7: 16:10 bei einem Tablet ist optimal f&#252;r Serien und Webvideos, bei allem anderen f&#252;hlt es sich in der Breite beschr&#228;nkt an. Apple hat richtig daran getan, das iPad 4:3 zu halten, wie eine A4-Seite. Bei Smartphones neige ich dazu, 16:9/10 als besser als 3:2 vom alten iPhone zu beurteilen, weil mensch es anders in der Hand h&#228;lt (– halten k&#246;nnen sollte!) als ein Tablet und das Display generell kleiner ist – bei einem Tablet will mensch in den Content eintauchen, bei einem Smartphone will mensch eine praktische Ger&#228;teform, aber dennoch m&#246;glichst viel Platz haben. Das Nexus 7 spielt in der Ger&#228;teklasse der &#8220;Phablets&#8221;, es ist zwischen Smartphone und Tablet angesiedelt; ein Kompromiss-Ger&#228;t.<br />
Nat&#252;rlich habe ich die Abw&#228;gung zum kolportiert kommenden iPad Air (oder nano, oder mini) gemacht, aber es soll nach aktueller Ger&#252;chtelage aus skalierungstechnischen Gr&#252;nden von iOS kein Retina-Display bekommen (das w&#228;ren bei 1024&#215;768 auf 7,85&#8243; 163 ppi), und wie das gro&#223;e iPad ein Seitenverh&#228;ltnis von 4:3 haben. 4:3 halte ich f&#252;r vergleichsweise unhandlich bei einem 7,85-Z&#246;ller, denn gerade der Vorteil, das Tablet mit nur mit einer Hand halten zu k&#246;nnen, d&#252;rfte mit 4:3 zunichte gemacht werden.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/nicht-ganz-retina.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1810" title="Nicht ganz Retina" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/nicht-ganz-retina-300x322.jpg" alt="" width="300" height="322" /></a>Das Nexus 7 ist wirklich leicht mit 340 g und d&#252;nn mit 10,45 mm. Die gummierte R&#252;ckseite f&#252;hlt sich fast wie Leder an und schmeichelt der Hand, ohne dem Ger&#228;t Robustheit zu nehmen. Ich habe keine Skrupel, es daheim ohne Schutzh&#252;lle zu nutzen (was ich bei Apple-Ger&#228;ten nie tun w&#252;rde, geplante Obsoleszenz l&#228;sst gr&#252;&#223;en). Der Soundchip des Tegra 3 ist exzellent, ich sage, deutlich besser als der im iPhone 4S verbaute (ich bin relativ audiophil, weil ich viel orchestrale Filmmusik h&#246;re). Die integrierten Stereo-Lautsprecher (die wie Mono klingen) sind schlechter als die des iPhone 4S – scheppernder, k&#246;nnen nicht so laut drehen; sie sind nicht miserabel, mensch kann durchaus damit Musik oder einen Podcast h&#246;ren, und wenn mensch Serien mit dem Ger&#228;t schaut, wird mensch wohl sowieso Ohrh&#246;rer nutzen. Das IPS-Display ist toll, f&#252;r Hausbedienung reicht die Leuchtkraft gut, im Freien wird es ein bisschen m&#252;hsam. Es ist kein Retina-Bildschirm, das ist deutlich, aber die Pixeldichte ist mit 216 ppi hoch genug, um auch noch kleine Schriften auf breiten Startseiten ohne Zoom lesen zu k&#246;nnen (iPad: 132 ppi; iPad G3: 264 ppi, iPhone 4+: 326 ppi). Das Lesegef&#252;hl ist nah dran an Retina. Beim typischen Lesen von Artikeln wird sowieso auf die Textbreite gezoomt, und sp&#228;testens durch den gr&#246;&#223;eren Abstand zum Ger&#228;t bei einem Tablet verliert sich die Unterscheidbarkeit zu Retina-Displays f&#252;r mich. Sollte es n&#228;chstes Jahr noch Geld geben, w&#228;re ich aber an einer aktualisierten Version mit vielleicht 1920&#215;1200 und noch besserem SoC sehr interessiert, denn dieses nicht-ganz-Retina-Gef&#252;hl st&#246;rt mich doch im Moment am meisten am ganzen Ger&#228;t.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/N7-in-Huelle-mit-BT-Tastatur-mit-Multitasking-Video.jpg"><img class="wp-image-1812 alignright" title="Nexus 7 in H&#252;lle mit BT-Tastatur und einem 1080p-Video im echten Multitasking-Fenster" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/N7-in-Huelle-mit-BT-Tastatur-mit-Multitasking-Video-600x450.jpg" alt="" width="280" height="210" /></a>Das Nexus 7 soll mir kein iPad sein. Das Nexus 7 ist f&#252;r mich etwas ganz eigenes. Es ist viel mehr an &#8220;mobilen PC&#8221; als Ger&#228;te mit iOS (&#8220;Post-PC&#8221;) und als Erg&#228;nzung zu ihnen habe ich es als einen ultramobilen PC. Weil ich ein Geek bin. Ich kann damit Sachen machen, die ich mit iOS nicht machen kann, daf&#252;r fummeliger, aber das ist ok bei dem Preis und der Leistung. Das Ger&#228;t ist f&#252;r mich mehr ein Gadget als ein &#8220;Lebensbegleiter&#8221;, und als Gadget ist es cool. – Android 4.1 und sein &#214;kosystem kann f&#252;r mich ein Gadget sein, das ist doch mal ein Anfang @Google.</p>
<p>Wie hat dieser Artikel eigentlich angefangen?</p>
<p><strong>15 – Es wird besser</strong><a name="eswirdbesser"></a></p>
<p>Auf dem Nexus 7 ist das neue <a href="http://www.theverge.com/2012/7/3/3134347/android-4-1-jelly-bean-review">Android 4.1 Jelly Bean</a> vorinstalliert und ich muss schon sagen, ich bin ganz positiv &#252;berrascht. Mit &#8220;<a href="http://www.golem.de/news/jelly-bean-project-butter-macht-android-4-1-deutlich-schneller-1206-92806.html">Project Butter</a>&#8221; erh&#246;ht Google die Framerate des Systems. Mensch <a href="http://www.golem.de/news/test-android-4-1-butter-bei-die-jelly-beans-1207-93271.html">sp&#252;rt</a> die h&#246;heren FPS sehr deutlich, alles reagiert flutschiger, &#8220;echter&#8221; – das ist die &#8220;Magic&#8221;, von der Steve Jobs bei iOS in seinen Keynotes immer gesprochen hat. Mensch bedient einen Touchscreen mit den Fingern und die Reaktion f&#252;hlt sich an, als w&#228;re die Software ein realer Gegenstand, ein echtes Objekt. Um diesen Effekt noch zu verst&#228;rken, setzt Apple noch verst&#228;rkt auf <a href="http://www.theverge.com/2011/12/9/2616204/the-condescending-ui">Skeuomorphismus</a>, die Nachbildung von Gegenstandfunktionsprinzipien aus der realen Welt, was besonders in der Mac-Nutzerschaft mit den letzten OS X-Iterationen viele <a href="http://www.fastcodesign.com/1670760/will-apples-tacky-software-design-philosophy-cause-a-revolt">ver&#228;rgert</a>.<br />
Jedenfalls scheint Google das Problem, dass Mikroruckler sich <a href="https://plus.google.com/105051985738280261832/posts/2FXDCz8x93s">bisher unvermeidbar</a> aus Androids Softwarearchitektur <a href="https://plus.google.com/u/0/100838276097451809262/posts/VDkV9XaJRGS">ergeben haben</a>, mit Jelly Bean weitestgehend geknackt zu haben.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/N7-GNow-Start.jpg"><img class="wp-image-1809 alignleft" title="Google Now" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/N7-GNow-Start-600x450.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Google vernettere zudem Androids Animationen f&#252;r typische Systemfunktionalit&#228;t wie Multitasking, wodurch sich auf seine Art das System nun auch auch &#8220;echter&#8221; anf&#252;hlt.<br />
Google Now ist nicht Siri, sondern eine abstraktere Such-Ontologie-Behilfung. F&#252;r praktische Systemt&#228;tigkeiten (&#8220;schreib eine E-Mail an Lukas, ich komme sp&#228;ter, ist das ok, Fragezeichen&#8221;, &#8220;spiele Musik von Dota Kehr&#8221;) ist es nicht zu gebrauchen, daf&#252;r &#252;berrascht es mit unheimlichen Hilfsangeboten zu nach zuvor in Google gesuchten Veranstaltungen und Adressen. Da wird sicher noch mehr kommen, die Herangehensweise ist aber erst mal beeindruckender als bei Siri.<br />
Die deutsche systemweite Offline-Spracherkennung ist eine feine Sache und funktioniert f&#252;r mich wesentlich besser als die Internet-ben&#246;tigende unter iOS. Nur Satzzeichen erkennt Android noch nicht, das ist schade.</p>
<p>Wie bereits angesprochen, bringen aktuelle Versionen von Firefox f&#252;r Android echtes Bounce-Back und Linienf&#252;hrung in einer Dimension mit. Das war f&#252;r mich der Punkt, wo ich tats&#228;chlich dachte, jetzt wird die Plattform f&#252;r mich nutzbar. Ansonsten kommen jetzt so langsam die Tablet-Apps. <a href="http://getpocket.com/">Pocket</a> f&#252;r Android ist sehr elegant, sogar mit <a href="http://getpocket.com/blog/2012/09/available-now-text-to-speech-in-pockets-new-listen-feature-for-android/">Android-nativem Text-to-Speech</a>, das iOS f&#252;r seine Apps noch nicht per API anbietet. Pocket ist mein Read-It-Later-Dienst seit einigen Jahren, und neben der ebenfalls performanter gemachten offiziellen Twitter-App und Firefox zum Nachrichten-Surfen, eine meiner Haupt-Apps auf dem Nexus 7.</p>
<p>Nach wie vor ist die Einrichtung und das Finden von Widgets schmerzhaft. Die oft nicht nutzbaren oder von Apps mitinstallierten hirnrissigen Widgets erinnern mich stark an an den fummeligen Plasmoid-Wahnsinn bei KDE Plasma.</p>
<p>Ich muss zugeben, alles in allem ist Android 4.1 ein bisschen cool.</p>
<p>Google hat kr&#228;ftig zugekauft, die <a href="http://www.theverge.com/2012/7/20/3172222/google-buys-sparrow-mail">&#220;bernahme</a> der <a href="http://sprw.me/iphone.php">Sparrow</a>-Entwickler hatte darunter den gr&#246;&#223;ten Wow-Effekt auf mich. K&#252;rzlich sind auch einige Palm-Entwickler, die an dem webOS zugrunde liegenden Enyo-Anwendungsframework bauten, <a href="http://www.heise.de/developer/meldung/webOS-Enyo-Entwickler-gehen-zu-Google-1585896.html">zu Google gewechselt</a>. Es ist darum erwartbar, dass sich in Sachen Benutzerfreundlichkeit bei Android bald viel tun wird.<br />
Wenn mensch sich auskennt, k&#246;nnen die weniger restriktiven M&#246;glichkeiten, die Android einem bietet, Spa&#223; machen, wenn mensch weniger versiert ist, neige ich zu glauben, verwirrt die Inkonsistenz und Unergr&#252;ndbarkeit des &#214;kosystems nach wie vor stark, und die angesprochenen konzeptionellen Schw&#228;chen behalten in jedem Fall ihre Signifikanz.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/NCSettings.png"><img class="wp-image-1782 alignright" title="NCSettings – gibt's nur mit Jailbreak" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/NCSettings-200x128.jpg" alt="" width="150" height="96" /></a>Auch iOS hat seine Macken, das ist aber nicht Thema dieses Artikels. Das gr&#246;&#223;te &#196;rgernis f&#252;r mich ist, keinen schnellen Zugriff in der &#8220;Benachrichtigungszentrale&#8221; auf Schalter f&#252;r Flugmodus, WLAN und Helligkeit zu haben, was mich seit Jahren veranlasst, meine Ger&#228;te zu jailbreaken. Es ist mir schleierhaft, warum Apple seine Nutzer diese essentiellen Parameter nur exklusiv in der Einstellungen-App &#228;ndern l&#228;sst. Nutzerfeindlich ist auch, keinen Alternativ-Browser als Standard festlegen zu k&#246;nnen; der Jailbreak schafft auch hier Abhilfe. Die iOS-Bildschirmtastatur ist offenbar in 2007 stehen geblieben und die Autokorrektur ist furchtbar. Das allein k&#246;nnte fast schon ein Wechselargument f&#252;r jemanden sein, wenn da nicht diese guten Apps w&#228;ren. Das Fehlen von Widgets ist mir ziemlich egal, aber App-Icons sollten mal dynamisch werden (à la WP8-Kacheln), und &#252;berhaupt k&#246;nnte mit dem Springboard <a href="http://www.imore.com/ios-6-multitasking-fast-app-switcher">mal was passieren</a>.</p>
<p><strong>16 – Vers&#246;hnliche Worte</strong><a name="versoehnlicheworte"></a></p>
<p>Wo Apple <a href="http://www.theverge.com/2012/9/13/3323082/iphone-5-predictable-73-degrees-sunny">innovationsscheu</a> geworden ist, ist Google kr&#228;ftig am Umbauen. Google traue ich es zu, dass es in einem Punkt-Update einmal wieder das Multitasking oder den Launcher entscheidend verbessert. Googles UI-Konzepte waren von Anfang an nicht so perfekt integriert durchdacht wie Apples, aber Apples Konzepte bieten ihnen <a title="→ Kapitel &quot;Software&quot; (HTML-Anker geht nicht)" href="http://www.theverge.com/2012/9/21/3363238/iphone-5-review">nur noch wenig Spielraum</a> f&#252;r Ver&#228;nderungen, um nicht mit ihren Paradigmen zu brechen. Bei Apple wei&#223; mensch, was mensch kriegt, bei Google ist es spannend.<br />
Die aufregendere Entwicklung hat im Moment Android, und es kann als valides Argument gelten, aufregend vor durchdacht und gegossen zu sch&#228;tzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So, und ich hab jetzt &#252;brigens das Abi, wurde frisch 21, und werde versuchen, in T&#252;bingen Empirische Kulturwissenschaft zu studieren. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="yass_bottom_edge" style="background-image: url('chrome://yass/content/edgebgbot.png'); background-position: 0px 0px; position: absolute; margin: 0px; padding: 0px; border-width: 0px; height: 0px; left: 0px; top: 7587px; width: 100%; display: block;"></div>
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		<title>Ich w&#252;nsche mir einen Freund</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 18:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

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Ich w&#252;nsche mir einen Freund.
Einen Freund, mit dem ich auf einer Wiese zu den vorbeiziehenden Wolken schauen kann.
Den Wind auf der Haut sp&#252;ren, die feinen Ger&#252;che wahrnehmen.
Die Natur erleben. Der mit mir die Natureindr&#252;cke in seine Seele aufsaugen kann.
Wir die dezenten Farbnuancen des  [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="yass_top_edge_dummy" style="width: 1px; height: 1px; padding: 0px; margin: -11px 0px 0px; border-width: 0px; display: block;"></div>
<div id="yass_top_edge" style="background-image: url('chrome://yass/content/edgebgtop.png'); background-attachment: scroll; background-position: center bottom; padding: 0px; margin: 0px 0px 10px -10px; border-width: 0px; height: 0px; display: block; width: 1px;"></div>
<p>Ich w&#252;nsche mir einen Freund.<br />
Einen Freund, mit dem ich auf einer Wiese zu den vorbeiziehenden Wolken schauen kann.<br />
Den Wind auf der Haut sp&#252;ren, die feinen Ger&#252;che wahrnehmen.<br />
Die Natur erleben. Der mit mir die Natureindr&#252;cke in seine Seele aufsaugen kann.<br />
Wir die dezenten Farbnuancen des Himmels in uns aufnehmen.<br />
Barfu&#223; durch das Gras streichen, und der mit mir &#252;ber feuchtes Moos tapst.</p>
<p>Wir &#252;ber die Felder rennen und kichern. Kind sein. Frei sein. Ich sein. Ich sein reinstes Du erblicken.</p>
<p>Auf Wolken zeigen. Dasitzen und den Abendhimmel betrachten.<br />
Und w&#228;hrend wir dasitzen, mich verstehend anl&#228;chelt, und uns die Gr&#246;&#223;e des anderen in einem tiefen Blick offenbart wird, und das gro&#223;e Gl&#252;ck, ein Selbst zu sein. Und miteinander entdecken, wie gro&#223; das eig&#8217;ne Selbst ist.<br />
Und wenn wir uns verabschieden, uns ein goldenes Gl&#252;hen der Begegnung in der Brust liegt.</p>
<p>Mit dem ich die Welt erleben kann, wie sie ist, und mich in einer reinen Form. Der mir hilft, die Form herauszusch&#228;len. Momente teilen in einer aufmerksamen Stille.<br />
Mit dem ich tuscheln kann, weil wir uns verstehen. Verschmitzt l&#228;cheln &#252;ber Vorg&#228;nge der Au&#223;enwelt, deren Einfluss nicht bis &#252;ber uns reicht.</p>
<p>Wir sprechen nicht &#252;ber Technik oder Netzpolitik, sondern &#252;ber Selbsterkenntnis.<br />
Mit dem ich Disney-Zeichentrickfilme schauen kann, und der dabei so gro&#223;e Augen macht wie ich.<br />
Der mich tr&#246;stet und aufmuntert. Sagt, es ist nicht so schlimm, und Du hast ja mich, ich bin f&#252;r Dich da.</p>
<p>Je &#228;lter ich werde, umso gr&#246;&#223;er wird die Sehnsucht danach. Es auch einmal sp&#252;ren zu k&#246;nnen.<br />
Ich w&#252;nsche mir einen Freund, der mir auch mal sagt, es ist sch&#246;n, dass es Dich gibt, ich mag Dich. Und wenn wir zusammen sind, ist mir das eine kostbare Zeit, weil Du mir wertvoll bist.<br />
Weil, wenn ich Dich h&#228;tte, w&#252;rde ich Dir das sagen.</p>
<p>Doch – ich wei&#223; nicht wie.</p>
<p>Ich will nicht so allein sein.<br />
Ich wei&#223; nicht, wie das geht. Ein paar nette Worte, und dann ist die Person einfach weg. F&#252;r mich verloren. Die Gelegenheit verflogen. Ich kann das nicht. Ich wei&#223; nicht, wie das geht. Ich w&#252;rde so gerne, aber wei&#223; nicht, wie das geht. Trau mich nicht. F&#252;hle mich so anders, unw&#252;rdig, Kontaktinteresse zu zeigen. Und Angst habe ich, dass ich es kaputt mache und Dich gleich verliere, noch bevor ich Dir n&#228;her gekommen bin. Also tu ich nichts, mache das, was ich am besten kann: Ich ignoriere Dich.</p>
<p>Ich w&#252;nsche mir so sehr, finde Du zu mir, denn ich bin gefangen in mir selbst. Doch ich wei&#223;, dass Du mich nicht h&#246;rst. Vielleicht niemals, und falls doch, wirst Du verschreckt, weil ich so verzweifelt bin. Und ich wei&#223; nicht, was ich tun soll.</p>
<p>Ich w&#252;nsche mir einen Freund.<br />
Und wenn Du weiblich bist, w&#228;re das noch umso sch&#246;ner.</p>
<div id="yass_bottom_edge" style="background-image: url('chrome://yass/content/edgebgbot.png'); background-position: 0px 0px; position: absolute; margin: 0px; padding: 0px; border-width: 0px; height: 0px; left: 0px; top: 695px; width: 100%; display: block;"></div>
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		<title>Zeiten des Aufruhrs: Die Desktop-Frage 2011 &#8211; Eine Analyse</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2011/11/11/zeiten-des-aufruhrs-die-desktop-frage-2011-eine-analyse/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 10:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Linuxnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Mac OS X(86) und Apple]]></category>

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»I don&#8217;t want you to think of this as just a film &#8211; some process of converting electrons and magnetic impulses into shapes and figures and sounds &#8211; no. Listen to me. We&#8217;re here to make a dent in the universe. Otherwise, why even be here? We&#8217;re creating a completely new consciousness, like an  [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="yass_top_edge_dummy" style="width: 1px; height: 1px; padding: 0px; margin: -11px 0px 0px; border-width: 0px; display: block;"></div>
<div id="yass_top_edge" style="background-image: url('chrome://yass/content/edgebgtop.png'); background-attachment: scroll; background-position: center bottom; padding: 0px; margin: 0px 0px 10px -10px; border-width: 0px; height: 0px; display: block; width: 1px;"></div>
<p>»<em>I don&#8217;t want you to think of this as just a film &#8211; some process of converting electrons and magnetic impulses into shapes and figures and sounds &#8211; no. Listen to me. We&#8217;re here to make a dent in the universe. Otherwise, why even be here? We&#8217;re creating a completely new consciousness, like an artist or a poet. That&#8217;s how you have to think of this. We&#8217;re rewriting the history of human thought with what we&#8217;re doing.</em>« —Steve Jobs im Spielfilm &#8220;Pirates of Silicon Valley&#8221;, 1999</p>
<p>Ein Zitat, das mir vermittelnd-bezeichnend zu sein scheint f&#252;r den Geist des Umbruchs, den wir gerade erleben. Denn es passieren Dinge auf der Welt, die unsere Gedankenwelt ver&#228;ndern, weil wir sp&#252;ren, dass es Zeit daf&#252;r ist.<br />
Doch hier soll es um Linux gehen, und auch dort l&#228;sst sich das Zitat einsetzen. Kein anderes Thema war in diesem Jahr im Linux-Umfeld so aufregend wie der Kurs des Linux-Desktops. Es fanden bedeutende Entscheidungen und Ver&#246;ffentlichungen statt, die mit dem alten Paradigma der Benutzeroberfl&#228;che brachen, einfach, weil man fand, es sei an der Zeit.</p>
<p>Ich m&#246;chte den Versuch wagen, ein wenig die Zusammenh&#228;nge und Ideen zu beleuchten, die die Projekte ausmachen, die mich dieses Jahr so umtrieben. Es ist offensichtlich: Die Reise geht hin zu Touch-optimierten Oberfl&#228;chen und einer radikalen Zuwendung zu Applikationsorientierung und Semantik, weg von der makrokosmisch offenbarten strukturellen Technik. Oftmals fragt man sich: Gibt es abseits dessen eine Langzeitvision, ist da was? Meine Betrachtung ist offen subjektiv und ich lade zur Diskussion ein.<br />
Es wurde so viel geschrieben. Die Arbeit, die neuen Desktop-Umgebungen bis ins Detail vorzustellen, haben andere gemacht und an Ende dieses Beitrags habe ich einige Links gesetzt.</p>
<p><em>Kapitel:</em><br />
<em><a href="#revolution">1 &#8211; Revolution statt Evolution</a></em><br />
<em><a href="#unity">2 &#8211; Unity — die UI-Konzept-Katastrophe</a></em><br />
<em><a href="#compiz">3 &#8211; Compiz als Grundlage</a></em><br />
<em><a href="#canonical">4 &#8211; Canonical, der Schurke</a></em><br />
<em><a href="#flucht">5 &#8211; Flucht!</a></em><br />
<em><a href="#kde">6 &#8211; KDE</a></em><br />
<em><a href="#software-architektur">7 &#8211; Der Wert einer sch&#246;nen Software-Architektur</a></em><br />
<em><a href="#integriertheit">8 &#8211; Von Integriertheit und Harmonie</a></em><br />
<em><a href="#plattform">9 &#8211; Plattform vs. &#214;kosystem</a></em><br />
<em><a href="#featureregressions">10 &#8211; Feature Regressions</a></em><br />
<em><a href="#philosophie">11 &#8211; Philosophische Erg&#252;sse</a></em><br />
<em><a href="#zukunft">12 &#8211; Wo es denn nun hingeht</a></em><br />
<em><a href="#konvergenz">13 &#8211; Neue Ger&#228;teklassen und die Konvergenz</a></em><br />
<em><a href="#finale">14 &#8211; Finale</a><br />
<a href="#artikel">15 &#8211; Auswahl weiterf&#252;hrender Artikel</a><br />
</em></p>
<p><strong>1 &#8211; Revolution statt Evolution</strong><a name="revolution"></a><br />
<img class="size-full wp-image-1487 alignleft" title="GNOME-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/gnome-logo.png" alt="" width="199" height="76" />Mit Version 3 wurde GNOME seinem seit der Ver&#246;ffentlichung von Version 2 gef&#252;hrten Entwicklungsmodell untreu, das viele kleine stetige Verbesserungen statt die Konzentration auf gro&#223;e Neuerungen bedeutete. Ergebnis dieser Anstrengungen von 2002 bis 2009 war ein Desktop Environment, ziemlich nah an der Marke, die man Perfektion nennen k&#246;nnte: Hohe Produktivit&#228;t, kurze Mauswege, reich an Individualisierungsm&#246;glichkeiten.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/06-der-fertige-desktop.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-973" title="GNOME 2, um 2009" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/06-der-fertige-desktop-150x84.jpg" alt="" width="150" height="84" /></a>Doch die Entwicklung stagnierte, man hatte sich im konzeptionellen Design verfahren. Viele neue Ideen, die die Nutzer w&#252;nschten, erschienen ungeeignet f&#252;r die Art, wie man GNOME mit seinen Panels, Applets und Systray bediente. Der ganze Desktop war Datei-orientiert aufgebaut: Dateien im Dateisystem, nicht Informationen des Nutzers. F&#252;r Forderungen wie Benachrichtigungsblasen konnte man im GNOME-Projekt keine Umsetzungsm&#246;glichkeit finden. Es gab eine Menge Ideen die man h&#228;tte integrieren k&#246;nnen, die Umsetzung aber w&#228;re nicht ganzheitlich gewesen, weil sie das bisherige konsistente UI-Konzept unterlaufen h&#228;tte, mit bestehenden runden Paradigmen gebrochen h&#228;tte.<br />
Auftritt Canonical 2008: Der vom GNOME-Projekt viel geliebte Ubuntu-Distributor emanzipiert sich. „Sie liefern die beste GNOME-Distribution, sie liefern GNOME so aus, wie es wirklich ist!“, war der Chorus bisher. Canonicals Ayatona-Projekt leuchtet skizzenhaft immer mal wieder auf. Der Ubuntu-Entwickler tritt unber&#252;hrt der Interface-Mimosen des GNOME-Projektes an die Verwirklichung von unverwirklichten Ideen. Zu aller erst wird ein neues Abmeldemen&#252; rechts im oberen Panel, dann ein Benachrichtigungssystem und dann eine neue Art von interaktivem Panel-Element, Indikatoren, angegangen. W&#228;hrend die Ubuntu-Community den k&#252;hnen Vorsto&#223; jubelnd Willkommen hei&#223;t, werden GNOME-Entwickler und etablierte Standardisierungsgremien bei den Canonical-Entw&#252;rfen gro&#223;teils &#252;bergangen. Die zu keinem Ergebnis f&#252;hrenden, da kontroversen Diskussionen mit GNOME-Leuten werden von Canonical-Entwicklern vermieden, die n&#246;tigen Patches mehr oder weniger letztlich selber mit hei&#223;er Nadel in die Distributionspakete eingepflegt, ohne dass sie Upstream gehen.<br />
Wer aufmerksam war, konnte in der Ferne bereits den sich abzeichneten unvermeidlichen Bruch von Ubuntu mit GNOME erahnen.<br />
Dann begann die Diskussion zu GNOME Version 3, aus der sich Canonical raushielt, prinzipiell mit dem Verweis auf die geleisteten Eigenentwicklungen zum Wohle des ganzen Desktops, diese m&#246;ge man doch integrieren.</p>
<p>Der weitere Entwicklungsverlauf von GNOME 3 sei hier ausgespart, ich will mich gleich mit dem Ergebnis besch&#228;ftigen:<br />
<a href="http://www.gnome.org/gnome-3/">GNOME 3</a> hat die Gem&#252;ter von vielen langj&#228;hrigen Nutzern auf Kesseltemperatur gebracht: Es sei zu bevormundend, zu restriktiv; das neue Aktivit&#228;ten-Paradigma, nun ganz inhaltzentrisch und Anwendung-orientiert, inkompatibel zum Power-Nutzer; es lie&#223;e sich nichts mehr einstellen. (&#8220;GNOME 3 ist restriktiver als Apple erlaubt.&#8221;) Vieles der Kritik l&#228;sst sich mit den von den Entwicklern untersch&#228;tzter notwendige Umsetzungszeit erkl&#228;ren, es ist einfach noch nicht fertig; anderes sind grundlegende Design-Entscheidungen, die getroffen wurden, und manchem nicht schmecken.<br />
DIe bei Planung angedachten eigentlich zentralen Elemente ›Zeitgeist‹ und sein Front-End ›Activity Journal‹ zur Aufzeichnung von verschiedenen Nutzer-Aktivit&#228;ten in eine systemweite intelligent kombinierende Datenbank mit APIs f&#252;r alle Anwendungen haben noch immer nicht Einzug in die GNOME-Kompilation gehalten, das betrachte ich als <em>den</em> Startfehler von GNOME 3 &#252;berhaupt. Ohne diese Komponenten ist das forcierte neue Bedienparadigma unstimmig, da inkonsequent und unvollendet. Ich hoffe sehr, dass sich da sehr bald etwas tut.<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/gnome3-aktivitaeten-kaetzchen-voll-suess.png"><img class="alignright size-medium wp-image-1484" title="GNOME 3.2, Foto von derStandard.at (weil so s&#252;&#223;): derstandard.at/1319181917429" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/gnome3-aktivitaeten-kaetzchen-voll-suess-300x225.png" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Um es kurz zu machen: Ich bin kein Fan der neuen Aktivit&#228;ten-Oberfl&#228;che, vor allem, weil sie mir Kontrolle nimmt, die ich vorher hatte &#8211; das aber auch haupts&#228;chlich durch Fremdsoftware wie Compiz, das wegen der engen Verzahnung von Aktivit&#228;ten-Overlay und Fenstermanager nun nicht mehr direkt einsetzbar ist. Besonders gut gef&#228;llt mir das neue Panel-Paradigma mit konsistent integrierten Benachrichtigungen und dynamisch einblendenden Systray-Bereich. Die neue Richtung einer voll Touch-ausgerichteten Oberfl&#228;che halte ich f&#252;r weitsichtig und angebracht. Generell spricht mich GNOME 3 Shell mehr an als das gleich zu behandelnde Unity, vor allem, weil ich eine Vision erkenne, die es dem Nutzer ganz von Herzen einfacher machen m&#246;chte. Viele der anf&#228;nglichen Kritikpunkte wurden mit GNOME 3.2 entsch&#228;rft, oder durch die exzellente Scriptbarkeit des neuen Desktops mit externen Erweiterungen behoben. GNOME 3 Shell hat Potential, es ist durchdachte Technik mit einer gro&#223;en Weitsichtigkeit im UI-Design, die uns noch &#252;berraschen wird, aber es braucht mehr Zeit. F&#252;r eine neue Generation von Nutzern, die mit Inhalten umgehen m&#246;chten und nicht mit Containern, halte ich GNOME 3 Shell (einmal mit Zeitgeist und Activity Journal) f&#252;r die ideale Oberfl&#228;che &#252;ber Ger&#228;teklassen hinweg, und wollte es selber nutzen, wenn ich nicht so ein alter Hase w&#228;re und mehr (nicht erst noch zu erschaffende!) M&#246;glichkeiten gewohnt. Zum Thema der Feature Regressions f&#252;hre ich weiter unten noch meine Gedanken aus.</p>
<p><strong>2 &#8211; Unity — die UI-Konzept-Katastrophe</strong><a name="unity"></a><br />
<img class="alignright size-thumbnail wp-image-1501" title="Unity-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/unity-logo-150x150.png" alt="" width="150" height="150" />Canonicals Antwort auf GNOME 3 Shell ist <a href="http://unity.ubuntu.com/">Unity</a>. Hervorgegangen aus einem urspr&#252;nglich f&#252;r Netbooks entwickelten Minimal-Hack auf Compiz zur Bildschirmplatzersparnis entschied sich der Distributor als es ernst mit GNOME 3 Shell wurde, eigene Wege zu gehen, um ›am Markt herausstechen zu k&#246;nnen‹. Sonderbares Vorgehen bei einer Linux-Distribution, aber gut, es ist Freie Software. Die &#196;hnlichkeit der GNOME 3 Shell-Aktivit&#228;ten und einiger Elemente von Unity ist nicht zuf&#228;llig, schlie&#223;lich waren die Designstudien zu GNOME 3 l&#228;ngst entwickelt. Wie bei GNOME 3 Shell bekommt es der Nutzer bei Unity mit einem revolution&#228;ren statt evolution&#228;ren Bruch in der Oberfl&#228;che zu tun, wenn sich Unitys Bruch auch mehr auf &#196;u&#223;erlichkeiten als das tats&#228;chliche Bedienparadigma bezieht, wie man es bei GNOME 3 Shell versucht. Aber der Reihe nach: Was sie zu dieser UI geritten hat, ich wei&#223; es nicht. Canonical ist eigentlich daf&#252;r bekannt, professionelle Benutzbarkeitsstudien durchzuf&#252;hren &#8211; ich habe selber auch damals das Verschieben der Fensterkn&#246;pfe nach links begr&#252;&#223;t. Unity betrachte ich als Fehldesign durch und durch.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Ubuntu-Oneiric-Unity-Anwendungen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1517" title="Unity: WAS soll das sein?!" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Ubuntu-Oneiric-Unity-Anwendungen-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a> In meinem Verst&#228;ndnis liegt dieses gro&#223;e Fehldesign konkret bei: Es kann nicht sein, dass man f&#252;r die Programmsuche die Index-Suche durch Eintippen des Programmamens verwenden muss, weil die alten Men&#252;kategorien absichtlich verschwert zug&#228;nglich gemacht wurden. Das Konzept funktioniert nicht, wenn ich ein Einsteiger bin und &#252;berhaupt nicht wei&#223;, wie die Programme hei&#223;en, sondern nur beispielsweise nach einem Schreibprogramm schauen m&#246;chte. Oder mir die Programmnamen nicht merken kann (weil sie mir schei&#223;egal sind, zu Recht), oder ich eben *nicht an einem Laptop arbeite* und meine Zwei-H&#228;nde-Wege von Maus zu Tastatur nervend lang ausfallen &#8211; und nein, das Anpinnen im Dock von jeder kleinen Anwendung, die ich &#252;ber die Woche brauche, ist keine ernsthafte Alternative dazu (&#220;brigens: Ich hasse Docks!!).<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/GNOME3-Anwendungsuebersicht.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1583" title="GNOME 3 Shell-Anwendungs&#252;bersicht" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/GNOME3-Anwendungsuebersicht-300x174.jpg" alt="" width="300" height="174" /></a>Zum Vergleich in GNOME 2: Ich fahre an die obere linke Bildschirmecke, klicke und fahre nach unten, hinein in die entsprechende Kategorie, zeige auf die Anwendung, und lasse die Maustaste los. Meistens selbst in meinen vollen Men&#252;s keine zwei Sekunden. Und die Kategorien sind &#252;brigens das, was Einsteiger oft am meisten unter Linux liebten: Weil es das unter Windows nicht gibt! Und was machen GNOME 3 und Unity nun? Sie verleugnen &#8211; das kann man so sagen &#8211; ja, verleugnen die sinnvollen Anwendungskategorien und m&#246;chten das Arsenal am Liebsten als gro&#223;en Haufen mit Symbolen in &#220;bergr&#246;&#223;e anzeigen. Und warum? Weil sie Apples iOS kopieren! Sinnverloren! Unity noch mehr als GNOME 3, da sind die Anwendungskategorien wenigstens noch dominant sichtbar, aber auch erst mit ZWEI Klicks zu erreichen, wo bei GNOME 2 <em>einer</em> reichte, um das Men&#252; und sp&#228;ter die Anwendung zu &#246;ffnen. Im &#220;brigen halte ich auch das Global Menue von Unity f&#252;r schwachsinnigen Apple-Kopiertrieb. War bei denen sinnvoll, als man noch niedrigere Aufl&#246;sungen hatte, und ist es heute auf der hoffentlich bald vollends verreckenden Ger&#228;tegattung der Netbooks, aber ich will meinen Bildschirmplatz auch ausnutzen, und auch nicht erst Fenster fokussieren m&#252;ssen, um &#252;ber einen Mausumweg in ihr Men&#252; zu gelangen, dessen Sektionen dann au&#223;erdem erst beim Maus-&#220;berfahren &#252;berhaupt angezeigt werden! &#8211; Dass man das Global Menue deinstallieren kann, spielt nichts zur Sache! Fehldesign!<br />
Auch kann es doch nicht sein, dass eine grafische Benutzeroberfl&#228;che erst ›wirklich produktiv‹ wird (so schreiben Ubuntu-Fanblogs!), wenn man eine l&#228;ngere Liste Tastenkommandos gelernt hat. &#8211; Hallo — eine grafische Benutzeroberfl&#228;che sollte es gerade unn&#246;tig machen, dass man mit der Tastatur arbeiten *muss*!<br />
Puh, erst mal beruhigen. Man sieht, Oberfl&#228;chen&#228;nderungen verursachen immer hochemotionale Regungen in der Community. Aber Unity ist auch wirklich richtig schlecht. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
In der Anwendungssuche werden zur Installation angebotene Anwendungen prominent angezeigt, w&#228;hrend die Liste mit den zu einem Stichwort gesuchten <em>installierten</em> zusammengeklappt wird. Auch irgendeine Strategie, ein Konzept wie man die Verwaltung dieser Such-›Linsen‹ plant, kann ich nicht erkennen. Ich k&#246;nnte jedes zweite Design-Element von Unity auseinandernehmen; ich sehe darin einfach keine klare Linie und Vision; St&#252;ckwerk; der Desktop geht am Nutzer vorbei, zuallererst an mir.</p>
<p><strong>3 &#8211; Compiz als Grundlage</strong><a name="compiz"></a><br />
Ich bin Compiz-<span style="text-decoration: underline;">Enthusiast</span> seit 2006. Ich liebe Compiz. Ich wei&#223;, das klingt seltsam. Ich liebe meinen Firefox mit seinen dr&#246;lfzig Add-Ons und ich liebe mein bis ins letzte Detail konfiguriertes Compiz. Ich liebe es. (Das Wort verwende ich nur mit dem allergr&#246;&#223;ten Bedacht, doch hier z&#246;gere ich keinen Moment, es zu benutzen.) Ohne die Grundparadigmen seiner Bedienung will ich nicht mehr am PC arbeiten.<br />
Ich bin es gewohnt, mit einem Mausschwenk oder Tastendruck das Schicksal von dutzenden Fenstern zu kontrollieren, in einer Geschwindigkeit und Direktheit, die Mac-Nutzer ins Staunen versetzt. Ich liebe die wabbelnden Fenster und die sich aufspannenden Kontextmen&#252;s. Den W&#252;rfel &#8211; bei mir ein Zylinder &#8211; mit den virtuellen Arbeitsoberfl&#228;chen und 3D-Fenstertiefe. Ich bin verr&#252;ckt nach allem, was mehr organisches Element, Physik, Plastizit&#228;t, Realismus in meinen Computer-Alltag bringt.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/3220996?byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="400" height="300"></iframe><br />
(Video-Klassiker von 2007)</p>
<p>Canonical baut Unity seit Ubuntu 11.04 auf Grundlage des Compositing-Fenstermanagers Compiz auf. Darin eingegossen lassen sie noch ihr eigenes OpenGL-Toolkit Nux laufen, aber das Zentralmanagement &#252;ber die Komponenten hat der Fenstermanager. Das Unternehmen befindet sich in einer verzwickten Lage: Ihre Spezial-Patches f&#252;r GNOME 2 Shell gingen nicht Upstream &#8211; wie schon erw&#228;hnt durch eine Mischung aus Absonderungswillen und Arroganz &#8211; aber jetzt ist GNOME 3 Shell fertig und macht ihre Anpassungen inkompatibel. Nicht einfach inkompatibel, sondern unumsetzbar mit den neuen Gegebenheiten. Man k&#246;nnte fast meinen, die Erkenntnis traf die Truppe ein bisschen &#252;berraschend. Man hat also viel Forschung und Integration &#252;ber Jahre voran getrieben, und steht pl&#246;tzlich ohne passendes Fundament da. GNOME 2-Komponenten werden veralten, einen Fork zu machen ein irrwitziges Unterfangen, alles aufgeben will man aber auch nicht, nicht zuletzt, weil es zum Bild der Distribution geworden ist und Nutzer sich daran gew&#246;hnt haben. Was also tun? Canonicals Antwort: Wir nehmen das aktuelle GNOME 3 als Grundlage, ersetzen aber die f&#252;r unsere Vorhaben unanpassbare Shell durch eine eigene. Ein sch&#246;ner Kompromiss, will man meinen.<br />
Ich sage: Compiz ist nicht die L&#246;sung. Compiz ist ein au&#223;erordentliches Projekt, getrieben vom Experimentiergeist &#8211; und das ist auch gut so. Canonical denkt, es sei ihre L&#246;sung und begeht damit einen Fehler: Ist es nicht, denn es ist nicht in das Desktop Environment als ganzes integriert. Hier kommen wir wieder bei den Bedienparadigmen an.<br />
Was sie also tun, ist den Unity-Desktop <em>IN</em> Compiz hineinzubauen, was reichlich absurd ist. F&#252;r Compiz sprach wahrscheinlich die extreme Plugin-Architektur; die Situation, das man schon bisher f&#252;r Desktop-Effekte darauf gesetzt hatte und keine Feature Regessions bei den Nutzern wollte, und ihr offizielles Statement, dass man sich mit Compiz besser auskenne als mit Mutter (der neue GNOME 3 Shell-Fenstermanager mit Compositing-F&#228;higkeiten). &#220;berhaupt, die neue Unity-Oberfl&#228;che sollte 3D sein und Fenster verwalten, da ist es doch am einfachsten, man erweitert einen (unsichtbaren) Fenstermanager um eine (sichtbare) eigene Bedienoberfl&#228;che und vereinheitlicht mit einer eigenen Konfiguration. Das haben sie getan, und jetzt haben sie das Problem, dass die GNOME 3-Plattform sich mit jedem Major-Release in sich konsistenter macht in ihrem Ziel, ihr neues Bedienparadigma ganzheitlich umzusetzen. Jede Komponente bei GNOME 3 ist darauf ausgelegt und strebt das Projektziel an, das sich in ganz grunds&#228;tzlichen Fragen, eben Bedienparadigmen, von dem doch eher klassischen Ansatz Unitys unterscheidet. Also in Zukunft wieder viele GNOME-Komponenten patchen?</p>
<p>»<em>Hier entsteht dann etwas der Eindruck, dass man bei Canonical nicht so recht wei&#223;, wie man die zunehmend divergierenden Ans&#228;tze von GNOME und Ubuntu zusammenbringen kann, um ein rundes Ganzes zu erzeugen.</em>« —<a href="http://derstandard.at/1317019445461/Oneiric-Ocelot-Ubuntu-1110-veroeffentlicht---und-gleich-im-Test">derStandard.at-Test von Ubuntu 11.10</a> (S. 14)</p>
<p>Wenn man sich diese Trag&#246;die anschaut, sieht man wieder ganz deutlich, warum ein offenes Entwicklungsmodell und Kollaboration und gemeinsames verst&#228;ndiges Entwickeln in der Welt von kleinen Unternehmen und offenen Systemen ein MUSS ist.<br />
Trotzdem glaube ich, hat Canonical in Anbetracht ihrer Situation das Richtige getan &#8211; zum Einen, weil ihre Patches f&#252;r neue Konzepte wie Indikatoren nicht Upstream gingen, und das ist de facto ein Problem f&#252;r sie, zum anderen, weil ihre Ideen teilweise doch wirklich etwas taugen. Sie m&#252;ssen nat&#252;rlich noch (sehr viel^^) geschliffen werden, aber sind auf dem besten Wege zu einem tollen Nutzungserlebnis f&#252;r den nicht professionellen Heimanwender &#8211; f&#252;r die Massen. Maximierte Anwendungen sind z.B. sehr nett umgesetzt. Das Potential ist da. Canonical wird die Verzahnung von Compiz und Desktop irgendwie hinbekommen, aber es wird keine Integration sein und es wird sie noch sehr viel Ressourcen kosten. Ihr Problem ist heute ihr historisches Setzen auf GNOME und dessen &#214;kosystem (was damals jedoch zweifelsfrei die vern&#252;nftigere Wahl war), wenn man den Alleinstellungsdrang sowieso nicht als Problem betrachten will.</p>
<p><strong>4 &#8211; Canonical, der Schurke</strong><a name="canonical"></a><br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/apluntu.png"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1498" title="&quot;Apluntu&quot;, geklaut von be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/apluntu-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich muss an dieser Stelle meiner Entt&#228;uschung &#252;ber Ubuntu in den letzten Versionen Luft machen. Ich war Nutzer seit 5.04 Hoary Hedgehog, davor Fedora, Debian und SuSE. Bei Ubuntu habe ich meine Heimat gefunden, eine Distribution, die sich von Release zu Release f&#252;r mich als Nutzer verbesserte, einfach *funktionierte*, sch&#246;n schlank kam, auf dass ich meine pers&#246;nlichen Anpassungen auf sie schmei&#223;en konnte, und mit einfachen Systemtools punktete.<br />
Mit 11.04 Natty Narwhal &#228;nderte sich das. Der neue Standarddesktop wurde Unity, und ich h&#228;tte in 11.04 noch GNOME 2 Shell trotzdem als meinen Desktop starten k&#246;nnen, w&#228;re das vollkommen verhunzte System nicht gewesen. Angefangen von GRUB, der falsch installierte und nun auch keine Installationsoption mehr bot, &#252;ber den Kernel, der ohne ACPI-Deaktivierung nicht mehr bootete, was in einem permanenten Stromverbrauch des Hexacore-Rechners von &#252;ber 150 W und hochlaufendem L&#252;fter resultierte, bis zu widerspenstigen Compiz-Paketen und einer Reihe von Anwendungen, die pl&#246;tzlich sehr seltsames Verhalten zeigten. Und Ubuntu 11.10 soll ja noch viel kaputter geworden sein.<br />
Der Selbstgeltungszwang und die entschiedene Abgrenzung mit der Marke ›Ubuntu‹ vom restlichen Linux-Distributionsgeschenen von Canonical wird immer schlimmer, und es immer schwerer, die Sonderwege, die Ubuntu geht, in einer Installation loszuwerden.<br />
Die Anstrengungen in das ›Software-Center‹, die angestrebte ›Appifizierung‹ (wie ich ›App‹ f&#252;r Desktop-Anwendung hasse!) und die enge ›heile Welt‹, in die einen Canonical mit seinem &#214;kosystem-Korsett zu f&#252;hren versucht, machen nur umso deutlicher, was schon lange offensichtlich durch das selbstherrliche Auftreten des Unternehmens ist: Sie m&#246;chten das ›Apple der Linux-Welt‹ sein. Nebenbei wird Basis-Software wie GIMP und Synaptic aus der Distribution entfernt, ich meine, SYNAPTIC!! Eine Distribution, die den grafischen hochfunktionalen und essentiellen Paketmanager aus der Standardinstallation mit einem App Store ersetzt, ist nicht mehr die meine!<br />
Das &#220;brige tun die von Canonical gew&#252;nschten Copyright Assignment zu Kernprojekten wie dem Sotware-Center (Code-Einreicher geben Canonical unbegrenztes Lizenzierungsrecht &#252;ber ihren eingereichten Code, dieses kann ihn dann sp&#228;ter auch propriet&#228;r machen; laut Mark Shuttleworth, um dadurch den ›Wettbewerb‹ mit anderen Projekten zu erh&#246;hen und besseren Code abzuliefern, <a href="http://blog.tenstral.net/2011/08/ds2011-panel-on-copyright-assignment.html">so argumentiert er</a>, ernsthaft!). Das Unternehmen wird mir unsympathisch bis ins Mark (h&#246;h&#246;!). Es lohnt sich, in <a href="http://bethesignal.org/blog/2011/03/12/relationship-between-canonical-gnome/">die Chroniken eines GNOME-Entwicklers</a> &#252;ber die Zusammenarbeit mit Canonical hineinzulesen.</p>
<p>Das alles war f&#252;r mich Grund, meine Langzeitbeziehung zu Ubuntu zu beenden und auf <a href="http://linuxmint.com">Linux Mint Debian Edition</a>/Debian Testing zu wechseln, und langfristig auf KDE 4. Ubuntu 11.04+ bringt mich in die Situation, Linux-Einstiegswilligen keine Empfehlung mehr reinen Herzens f&#252;r eine Distribution aussprechen zu k&#246;nnen. Ubuntu hat meistens funktioniert. Mandriva und Mageia, die vielleicht am ehesten vergleichbaren Distributionen, sind mir zu exotisch, beziehungsweise unpopul&#228;r, openSUSE ist leider f&#252;r den Einsteiger wie den willigen Amateur nach meiner Meinung eine Konfigurations-Katastrophe.</p>
<p><strong>5 &#8211; Flucht!</strong><a name="flucht"></a><br />
Wie bereits ausgef&#252;hrt, bin ich ehrlich angetan von GNOMEs neuem Nutzungsparadigma, aber es ist nichts f&#252;r mich, weil ich mit etwas mehr technischem Verst&#228;ndnis als der Normalnutzer wei&#223;, wie ich schneller ans Ziel komme als &#252;ber die neuen chicen Nutzungswege, die GNOME 3 einf&#252;hrt. Sie vereinfachen vieles bisher Versteckte und Komplizierte und machen es einfacher zu lernen, aber ich bin nun mal versierter und schon ganz andere (multiple) M&#246;glichkeiten gewohnt als die, die das neue GNOME mir nun noch anbietet. Es ist tats&#228;chlich intuitiver; uns f&#228;llt das wahrscheinlich nicht auf, weil wir schon so ›versaut‹ von der Technik-abstammenden Bedienung sind. Ich werde damit langsamer, aber ich bin mir sicher, ein Gro&#223;teil der Nutzer wird damit schneller.<br />
Als GNOME 3-Abtr&#252;nniger hat man &#252;berschaubare Optionen, sofern man bei einer gro&#223;en integrierten Desktop-Umgebung bleiben m&#246;chte, weil man den gebotenen Komfort sch&#228;tzt: Festhalten an GNOME 2 beziehungsweise dem Fork ›<a href="http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&amp;px=OTgxMA">MATE</a>‹, Wechsel auf <a href="http://xfce.org/">Xfce</a>, oder Migration auf <a href="http://kde.org/">KDE</a> SC 4. Ich sage bewusst Migration, weil KDE eine ›andere Welt‹ ist mit seinen Qt-Anwendungen und eigenem Bibliotheken-Fundus als GNOME und Xfce mit GTK+.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/xfce-logo.png"><img class="size-thumbnail wp-image-1506 alignleft" title="Xfce-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/xfce-logo-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Ja, die Arbeit der Xfce-Entwickler wird in der Presse nicht gew&#252;rdigt. Die Desktop-Umgebung liefert ein sch&#246;n integriertes Anwendungsarsenal und bietet fortgeschrittene Features, die sich teils mehr als mit GNOME messen lassen k&#246;nnen (teil aber auch gar nicht). Insgesamt steht Xfce f&#252;r Reduktion von UI-Firlefanz und Addition von Pro-User-wesentlicher Funktionalit&#228;t. Der gewisse ›Firlefanz‹ hat mir in Xfce immer gefehlt, aber es ist <a href="http://xfce.org/about/tour">eine sehr solide Oberfl&#228;che</a>.<br />
Nicht wenige w&#228;hlten die Alternative nach ihrer Entt&#228;uschung &#252;ber Unity oder pers&#246;nlichen Inkompatibilit&#228;t mit GNOME 3 als ihr Refugium. Das ist keinesfalls verwerflich, doch jeder sollte sich klar machen: Xfce steht f&#252;r die Stagnation von UI-Evolution. Klassisch und konservativ. Wer sich daf&#252;r entscheidet, steigt mit gewisser Endg&#252;ltigkeit aus der *sinnvollen* Diskussion sowie Fortevolution der Desktop-Metaphern aus.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/linuxmint12-preview.jpg"><img class="size-full wp-image-1567 alignright" title="Linux Mint 12-Vorschau mit Mint GNOME Shell Extensions ›MGSE‹" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/linuxmint12-preview-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a>Das Selbe ist &#252;brigens der Fall bei allen, die den GNOME 2-Fork MATE aufgesprungen sind. Bei diesem ist obendrein h&#246;chst ungewiss, wie lange das Projekt &#252;berhaupt mit dem Mega-Unterfangen durchh&#228;lt. &#196;hnliches Problem wie beim KDE 3-Fork Trinity.<br />
Immer ernsthafter in Erw&#228;gung sollte auch das Bleiben bei GNOME mit GNOME 3 gezogen werden, das durch das von Woche zu Woche breiter werdende Angebot an GNOME 3-Anpassungsscripten zusehends attraktiver wird. Die Ubuntu zur Basis nehmende Distribution (also Achtung!) Linux Mint 12 will z.B. mit Mint GNOME Shell Extensions ›MGSE‹ <em>(siehe Bild)</em> das Nutzungsparadigma von GNOME 2 mit seiner klassischen Datei-orientierten Fensterliste und Anwendungsmen&#252;s f&#252;r GNOME 3-Anwender retten &#8211; und dennoch GNOME 3 Shell laufen lassen. Ein Ansatz, den ich f&#252;r am vielversprechendsten halte.</p>
<p><strong>6 &#8211; KDE</strong><a name="kde"></a><br />
<img class="size-full wp-image-1555 alignright" title="KDE-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE-Logo.png" alt="" width="128" height="128" />Ich habe vor, noch 2011 endg&#252;ltig auf KDE 4 Plasma zu wechseln, weil die eingeschlagene Richtung der GNOME 3 Shell mich zu sehr in meiner Arbeitsweise einschr&#228;nkt und ich mit KDE Plasma schon l&#228;nger lieb&#228;ugele. Diesen Juli ver&#246;ffentlichte das KDE-Projekt <a href="http://kde.org/announcements/4.7/">Version 4.7 von KDE Software Compilation</a> (SC) und ich habe dem Termin ziemlich entgegengefiebert.<br />
Ich m&#246;chte jeden ermutigen, die Desktop-Umgebung auszuprobieren, es macht wirklich sehr viel Spa&#223;. Wie ich schon Dezember 2008 auf Twitter schrieb, kombiniert KDE 4 die grafische Eleganz von Apples Aqua mit der Konfigurierbarkeit und dem Funktionsreichtum von KDE 3 &#8211; eine m&#228;chtige Mischung, deren gesundes Verh&#228;ltnis zu erforschen eben auch nicht ohne Experimente gelingen kann. Wer bisher nur KDE 3 kennt, wird sehr &#252;berrascht sein, wie das Projekt das Benutzerparadigma weiterentwickelt hat.<br />
<a href="http://kde.org/announcements/4.7/screenshots/dolphin-gwenview.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1564" title="KDE 4.7 - Dateimanager Dolphin und Bildbetrachter Gwenview" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE47-Dolphin-Gwenview-Vorschaubild.png" alt="" width="300" height="169" /></a>Hochinteressant ist das Streben nach der der Nutzbarmachung von sogenannten ›Aktivit&#228;ten‹, eine logische Weiterentwickelung von mehreren virtuellen Arbeitsoberfl&#228;chen. Die Oberfl&#228;che soll sich kontextorientiert an die Aufgabe anpassen, also entsprechende Widgets anzeigen, Programmgruppen starten, oder <em>in</em> angepassten Programmen nur bestimmte Funktionen oder Inhalte anbieten. Das h&#246;rt sich &#228;u&#223;erst abstrakt an, man kann sich aber einen Nutzen ganz leicht schon vorstellen, wenn man nur einmal an die unterschiedlichen Nutzungsszenarien von Arbeit/Freizeit denkt. Aktivit&#228;ten-F&#228;higkeiten halten in immer mehr Komponenten des Desktops Einzug und der zuk&#252;nftige Nutzen f&#252;r mobile und Ultramobil-Ger&#228;te wie Tablets und Smartphones l&#228;sst sich schon erahnen.<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/ao4mQxwkyNY" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p>Von dem pers&#246;nlichen Umstiegs-Schritt h&#228;lt mich bisher noch KWins Tr&#228;gheit auf meiner Hardware und mangelnde Eleganz in Details als alter Compiz-Poweruser, und Dolphins oftmals etwas unlogisches Verhalten ab (abgesehen von dem weiterhin Vermissen von aktuellen Paketen f&#252;r Debian Unstable *seufz*). &#220;berhaupt sind die meisten KDE-Programme eigentlich extrem cool, doch an der Alltagsbenutzbarkeit scheitert es zu oft an kleinen nervigen Details. Aber das wird; hoffe ich zumindest. Wenn man keinen Code einreicht, ist es immer schwierig mit den Feature Requests bei diesen Bug-geplagten Gro&#223;projekten. Die Arbeiten an KDE SC 4.8 sehen auch schon sehr vielversprechend aus.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/81PGq5zJG6Y?hd=1" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe><br />
<em> Beispiel Dateimanager Dolphin 2.0 im kommenden KDE SC 4.8: Sehr verhei&#223;ungsvoll, sehr lecker.</em></p>
<p><strong>7 &#8211; Der Wert einer sch&#246;nen Software-Architektur</strong><a name="software-architektur"></a><br />
KDE 4.0 Developer Preview war die Grundsteinlegung f&#252;r eine g&#228;nzlich neu gedachte Anwendungsplattform. Ich halte das KDE-Prinzip f&#252;r die durchdachtere L&#246;sung, f&#252;r langfristig besser angelegt, und es wird sich mit der Zeit sicher noch auszahlen. Ein Wort: Frameworks. Alles wurde abstrahiert, alles wurde dynamisch austauschbar und portierbar gemacht. Eine ausgezeichnete Einf&#252;hrung in die Software-Architektur von KDE SC 4 bekommt man in der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=UneGtZlehTU">Release Event Keynote von 4.0</a> bei Google.<br />
Zwei der ganz gro&#223;en Frameworks sind Phonon und Solid. Phonon als Multimedia-API, Solid als Schnittstelle f&#252;r die Erkennung von Hardwarekomponenten. Beispielsweise hat es zwar *hust* Jahre gedauert, bis nun auch in KDE GStreamer als Backend f&#252;r Phonon richtig eingezogen ist (wie bei GNOME, das fr&#252;h komplett und exklusiv ohne Abstraktion darauf setzte), aber das Meta-Modell &#8211; an dieser Stelle mit Phonon und den austauschbaren Sound-Backends &#8211; bot per Design gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Wahl, Freiheit und Potentialentwicklingschancen; h&#228;tte &#252;ber die Jahre auch verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig leicht auf neue Entwicklungen reagieren k&#246;nnen. Dass vieles bei KDE SC so lange brauchte, ist wahrscheinlich der Zahl der Entwickler und der ›selbstverschuldeten‹ zu erst notwendigen Schaffung und Stabilisierung von Meta-Frameworks geschuldet.<br />
Jetzt, da <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FSI-4TuUebs&amp;hd=1">KDE mit Plasma Active</a> auf <a href="http://www.golem.de/1108/85534.html">Tablets und Smartphones</a> expandieren will, zahlt sich die Entwicklungsarbeit in Solid aus, da nun Dinge wie Multicore-Erkennung nicht f&#252;r eine andere ganz eigen-spezifische Hardware-Plattform in dutzende Anwendungen h&#228;ndisch eingepflegt werden muss, sondern ein zentrales Framework die Informationen aggregiert und verteilt. Gerade bei Plasma Active wird deutlich, wie massiv skalierbar KDE 4 angelegt ist: Die verschiedenen Plasma Workspaces als dezidierte Oberfl&#228;chen f&#252;r verschiedene Ger&#228;te-Klassen basieren alle auf dem selben Widget-, bzw. ›Plasmoid‹-Arsenal und den selben Technologien, die hochabstrahiert neuangeordnet und neuintegriert neue Einsatzzwecke erm&#246;glichen. Die Plattform war per Design darauf ausgelegt, &#252;ber Ger&#228;te-Klassen hinweg eingesetzt werden zu k&#246;nnen.</p>
<p>Damit ist man dann vielleicht auch bei dem Kritikpunkt an KDE, der vor allem von GNOME-Anwendern vorgebracht wird: Es wird eine eindeutige Vision f&#252;r ein Oberfl&#228;chenmodell vermisst. Alles ist Baustein, doch der Kathedralen-Architekt ist nicht so richtig anwesend. Wo die Vision&#228;re des GNOME-Lagers Human Interface Guidelines schreiben und <a href="https://afaikblog.wordpress.com/2011/11/10/gnome-design-update/">UI-Skizzen auf dem Flip-Chart Board machen</a>, sind die Vision&#228;re im KDE-Projekt passionierte Technik-Designer. Sie w&#252;rden sich eigentlich bestens erg&#228;nzen. (Wer den Hinweis mit der Kathedrale verstanden hat, <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Die_Kathedrale_und_der_Basar">ist gut</a>; es ist richtig: Wir wollen doch mit freier Software eine Kathedrale bauen, die in ihrer Gr&#246;&#223;e den Vergleich nicht mit den propriet&#228;ren Domen zu scheuen braucht; der Basar braucht einen Baumeister!)<br />
Leider begeisterte auch mich in der Vergangenheit das Entwicklungsmodell der KDE-Plattform mehr, als das wirkliche Nutzen. Plasmoid-Zeug, das alles irgendwie spinnt, instabil ist, pl&#246;tzliches Verschwinden von Kontrollleisten und fitzelige Details in Plasmoid-Oberfl&#228;chen und systemauslastende Hintergrunddienste sind nur einige der nicht richtig sch&#246;nen Eigenarten des Desktops, an denen ich aneckte. Doch es wird besser, rapide.</p>
<p><strong>8 &#8211; Von Integriertheit und Harmonie</strong><a name="integriertheit"></a><br />
Compiz war damals revolution&#228;r, und der erste wirkliche Effekte-WM (obwohl schon KDE 3 anno dazumal (2004?) einige hochexperimentelle Compositing-Effekte bot) und sollte &#8211; wie seine Entwickler selber betonten &#8211; die Spielwiese f&#252;r neue Konzepte sein, die dann in die nativen Fenstermanager der Desktops integriert werden sollten. Alleine das ist sinnvoll f&#252;r den Standardnutzer. Compiz ist einfach ein Monster f&#252;r sich und so h&#252;bsch es auch ist, geh&#246;rt dieses Experimentierolymp in keine Normalnutzer-Standardinstallation.<br />
GNOME 3 hat mit dem Fenstermanager ›Mutter‹ die Chance vertan, ein ordentliches Animations- und Erweiterungsframework zu schaffen &#8211; das Ding ist statisch wie der Microsoft Windows Desktop Window Manager. (Ja, es geht offenbar irgendwie, die <a href="http://www.webupd8.org/2011/10/gnome-shell-focus-effects-extension.html">Fokus-Effekt-Erweiterung</a> sieht f&#252;r mich aber wie eine ›Injection‹ oder Hack aus, nicht wie der Gebrauch einer daf&#252;r ausgelegten Schnittstelle.) Immerhin sind Pl&#228;ne im Gespr&#228;ch, das Animationsframework Clutter direkt in Mutter und GTK+ zu integrieren, und nicht nur als Abh&#228;ngigkeit einzubinden. Dies w&#252;rde eine v&#246;llig neue Art von GNOME-Anwendungen erm&#246;glichen, die starken Gebrauch von Mac-artigen Effekten machen, und diese mit Wissen &#252;ber die Desktop-Geometrie verkn&#252;pfen (&#228;hnliches ist bei KWin auch im Gange).<br />
KDE SC macht es dagegen richtig: Perfektes Zusammenspiel von Desktop Plasma und Fenstermanager KWin &#8211; von Beginn an so konzipiert, nat&#252;rlich modular. Man sp&#252;rt, wie alles sch&#246;n durchdacht ist und ineinander &#252;bergreift, wie Plasmoid-Anwendungswidgets Gebrauch von KWin machen; die KWin-Einstellungen im KDE SC-Kontrollzentrum sitzen und perfekt mit der Konfiguration und dem Verhalten der Arbeitsoberfl&#228;che zusammenspielen; es f&#252;hlt sich alles wie aus einem Guss an. Das mag ich, und KDE &#8211; darum teilweise auch meine Euphorie &#8211; <span style="text-decoration: underline;">&#252;bertr&#228;gt Systemparadigmen von Mac OS X hierbei auf den freien Linux-Desktop,</span><span style="text-decoration: underline;"> wie man es in dieser Integriertheit und Innen-System-Harmonie dort bisher noch nicht sah</span>.<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE47vsGNOME32-Systemeinstellungen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1577" title="KDE SC 4.7- vs. GNOME 3.2-Systemeinstellungen: Der erste Eindruck t&#228;uscht nicht..." src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE47vsGNOME32-Systemeinstellungen-263x300.jpg" alt="" width="263" height="300" /></a> Die Arbeit ist gro&#223;artig! Die besprochene Integriertheit zieht sich bei KDE SC durch alle Bereiche: Die Benachrichtigungen k&#246;nnen im Kontrollzentrum feingranular f&#252;r jede Anwendung und Funktion aktiviert oder deaktiviert werden, gleich verf&#228;hrt man mit einem zentralen Kontrollpult bei der Einrichtung von Tastenkombinationen f&#252;r alle KDE-Anwendungen &#8211; es ist ein Traum!<br />
GNOME 3 versucht mit seinem neuen Systemeinstellungen mit KDE SC 4 gleichzuziehen, hat aber noch verdammt viel nachzuholen. Traditionell wurde bei GNOME alles auf seiner Insel entwickelt, und sp&#228;ter Upstream gebracht. Bei GNOME 3 hatten die Entwickler sich die Herausforderung gestellt, verschiedene Systemtools unter einer wirklich-wirklich konsistenten Konfigurationsoberfl&#228;che zu vereinen.</p>
<p><strong>9 &#8211; Plattform vs. &#214;kosystem</strong><a name="plattform"></a><br />
Mit GNOME 3 ist ein verst&#228;rkter Trend vom Insel-Upstream-Zusammenarbeiten hin zum Komponentenmodell erkennbar. Die nun tiefer verzahnten Systemelemente formen gemeinsam den Desktop. Tats&#228;chlich aber verh&#228;lt es sich so, dass GNOME, &#228;hnlich Apple im Vorgehen, ein eigenes &#214;kosystem schafft, w&#228;hrend KDE SC eine <em>Plattform</em> darstellt, in die man Komponenten hineinstecken kann, und welche diese dann in einem dynamischen Prozess integriert.<br />
Das habe ich schon an KDEs Herangehensweise an das Thema Multimedia-Backends illustriert: Man erstellt ein Meta-Framework, in die sich diese, oder eine jene andere Entwicklung backend-en l&#228;sst. Man ist hochflexibel, man ist auf der Geschwindigkeit der Str&#246;mung der Linux-Technologie, zumindest in der Theorie — und man erm&#246;glicht mehr evolution&#228;re Auslese und den Nutzern mehr Freiheit.<br />
Unterstrichen werden kann meine Meinung mit GNOMEs &#246;ffentlichen &#220;berlegungen, zuk&#252;nftig GTK+ und GNOME nur mehr f&#252;r Linux und keine anderen UNIXoide &#8211; und Windows, man denke an die Auswirkung auf GIMP &#8211; zu entwickeln. Das ist eindeutig &#214;kosystem-Strategie.<br />
Dass Canonicals Unity-Prozess eine langausgelegte &#214;kosystemstrategie zur Marktdifferenzierung ist, brauche ich eigentlich gar nicht erst zu erw&#228;hnen. Interessanterweise scheinen sie mit all ihrer Absonderungsarbeit tats&#228;chlich eine eigene Plattform zum Ziel zu haben &#8211; aber ganz im autorit&#228;ren Stile Apples.<br />
Ulkigerweise scheint dem Unternehmen selbst noch nicht klar ist, wie diese aussehen soll &#8211; zu beobachten an dem st&#228;ndigen Wechsel von Toolkits; der Bestrebung f&#252;r eine eigene Entwicklungsumgebung, aber jetzt schon mit veralteten Technologien usw. usf..<br />
Das sind meine Beobachtungen. Hieraus ergibt sich f&#252;r mich die Erkenntnis, dass die KDE SC-Plattform eher das darstellt, was ich unter Linux und freier Software verstehe. Und nutzen m&#246;chte.</p>
<p><strong>10 &#8211; Feature Regressions</strong><a name="featureregressions"></a><br />
&#8220;Never touch a running system&#8221;? Doch! Warum? Weil wir Fortschritt wollen und Fortschritt bedeutet auch Bruch mit Altem. Man muss aber fairerweise unterscheiden: Zum einen die evolution&#228;re und revolution&#228;re Weiterentwicklung von Software, die Br&#252;che in Paradigmen, Funktionalit&#228;t, Kompatibilit&#228;t n&#246;tig macht, will sie Fortschritt erreichen, und will sie sich sanieren. Zum anderen ›das Recht des Nutzers‹ auf allgemeine Funktionsf&#228;higkeit. Sind Entscheidungen von Gro&#223;projekten mit gro&#223;er Nutzerbasis, ›alles neu zu schreiben‹, tragbar? Ist es richtig, den Nutzer, selbst wenn nur vorr&#252;bergehend, mit starken Feature Regressions zu konfrontieren, sogar mit v&#246;llig neuen UI-Ans&#228;tzen, hat er sich doch &#252;ber die Jahre an die Software gew&#246;hnt und erwartet, dass sie nicht bricht? Es ist fast schon eine ethische Fragestellung, und sie ist bewusst provokant formuliert. Aus technischer und projektzentrierter Sicht f&#228;llt die Antwort nicht schwer: Das &#220;bel nimmt man in Kauf f&#252;r die Zukunft des Projektes, sei es eine Plattformaktualisierung, ein Schwenk auf eine elegantere Programmiersprache, die f&#252;r das Projekt besser geeignet ist, oder die Neuorientierung f&#252;r neue Interaktionsmodelle, oder alles zusammen. Das Problem wirkt sich insbesondere bei Projekten negativ aus, die sehr viel mehr technikbegeisterte Entwickler mit To-Boldly-Go-Innovationstrieb als Nutzbarkeitsinteressierte haben: Die Nutzer f&#252;hlen sich dann unverstanden. (Hier ein schieler Blick auf KDE SC 4.) Was dagegen getan werden kann: <span style="text-decoration: underline;">Kommunikation der Absichten</span>. Kommunikation ist das Wichtigste.</p>
<p><strong>11 &#8211; Philosophische Erg&#252;sse</strong><a name="philosophie"></a><br />
Das Wesen eines Linux-Geeks kennzeichnet sich mit dadurch, dass er hofft, dass alles besser *wird*. Wir sind ausdauernde Idealisten. (Ein Grund &#252;brigens, weshalb ich an eine Piratenpartei mit einer Gro&#223;zahl IT-Verst&#228;ndigen glaube.) Wir sind z&#228;h und wir nehmen mitunter unsagbare Verluste in Bedienung und Funktionsumfang in Kauf, weil wir &#252;berzeugt auf ein gro&#223;es Ziel hinleben, sei es ideologisch im Sinne der Freiheit, sei es durch den Gedanken an die neuen Horizonte, die sich durch Architekturumbauten werden anschiffen lassen. Weil wir daran glauben. Weil wir immer ein perfekteres Softwaredesign als Selbstzweck anstreben. Wir k&#228;mpfen nicht f&#252;r uns, sondern daf&#252;r, dass das Ding besser wird. Das macht uns zu den Guten. Und das gibt uns die moralische Legitimation daf&#252;r, Dinge zu brechen.<br />
So weit, so sch&#246;n. Doch die Sache geht &#252;ber ihren Selbstzweck hinaus in die gr&#246;&#223;ere Einheit ›Ziel‹. Denn IT-Projekte w&#228;ren als reiner Selbstzweck &#8211; „Weil wir es k&#246;nnen!“ &#8211; sinnlos. Ihr Selbstzweck liegt in ihrer Sch&#246;nheit und fortw&#228;hrender Evolution des Dinges. Und euch ist schon meine Verwendung des Begriffes ›Ding‹ aufgefallen: Genau das sind diese Projekte n&#228;mlich nur &#8211; sachliche Dinge. Nichts tut man sachlich ohne menschlichen Nutzen<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/CLU-Tron-Legacy.jpg"><img class="size-full wp-image-1521 alignright" title="C.L.U. 2 aus Tron: Legacy (Disney 2010)" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/CLU-Tron-Legacy-216x300.jpg" alt="" width="216" height="300" /></a> &#8211; und dieser sind die Nutzer, aber nat&#252;rlich auch der pers&#246;nlich-menschliche Spieltrieb der Entwickler, welche diese ›Dinge‹ erst beleben. Kommen wir nun auf die Kommunikation zur&#252;ck, die als Element zwischen Entwickler und Nutzer wichtig ist. Ein Ausloten zwischen Nutzerinteressen und denen des Dinges ist notwendig, und hier vertrete ich die Meinung, dass das Dinginteresse h&#246;her gestellt werden sollte: Darauf baut alles auf, was das Projekt als Ganzes ist. Die Nutzer k&#246;nnen sich vor Br&#252;chen str&#228;uben, wie sie wollen &#8211; Blockierung der Umsetzung des Idealismus der Entwickler f&#252;hrt zum langsamen Tod des Projektes, n&#228;mlich metaphorisch gesprochen zur Hemmung der Fortevolution und damit zum Aussterben. Nur kann es sein, dass die Entwickler den rechten Evolutionspfad noch nicht kennen &#8211; unwahrscheinlich, aber m&#246;glich &#8211; und da liegen die Nutzer in der Verantwortung. In Verantwortung f&#252;r das, was die reine, bessere Architektur des Dinges ist, nicht in Verantwortung daf&#252;r, sie an sich anzupassen.<br />
<em>C.L.U. 2 aus Tron: Legacy: Ein Programm, das <em>in Idealismus </em>geschrieben wurde, die Welt zu verbessern, dies aber zum Selbstzweck macht und nach vernichtender Perfektion strebt. Was ihm fehlt: Das Ziel f&#252;r die Gemeinschaft.</em></p>
<p><strong>12 &#8211; Wo es denn nun hingeht</strong><a name="zukunft"></a><br />
Ich konnte hierf&#252;r <a href="https://plus.google.com/113490624731194193134/posts">Leszek</a>, der mit seinem Podcast und vormals PDF-Magazin <a href="https://techviewpodcast.wordpress.com/">Techview</a> seit Jahren eines meiner inspirierenden Vorbilder in Sachen Linux- und IT-News-Geek ist, zu einem Kommentar &#252;berreden =) :<br />
»<em>Ich glaube, eine gro&#223;e Vision gibt es in den Desktops nicht mehr. Alle scheinen sich in die Entwicklung Touch zu bewegen und gleichzeitig neue Infrastrukturen in Form von Bibliotheken bzw. API-Anbindungen f&#252;r die Integration von Webapplikationen zu bieten. KDE beispielsweise setzt neben Solid jetzt auch richtig auf den E-Mail-/Kontakte-/Kalender-Austauschdienst Akonadi. GNOME 3 integriert ebenfalls mit ›Kontakte‹ und ›Dokumente‹ das Web in die Desktopoberfl&#228;che. Windows 8 soll ebenfalls eine Integration von verschiedenen Diensten bieten, dass sogar soweit geht, dass im &#214;ffnen-/Speichern-Dialog Webressourcen wie GMail, Flickr usw. angezeigt werden. Ich denke, im Nachfolger von OS X Lion wird es &#228;hnlich werden.</em><br />
<em>Augenscheinlich ist aber, dass Microsoft und die Linux-Desktops ihr Aussehen und ihr Bedienkonzept teilweise komplett &#228;ndern. Bei Mac OS X fehlt das noch. Ich k&#246;nnte mir vorstellen, dass Launchpad (der ›iOS-Launcher‹ f&#252;r den Desktop) bei der n&#228;chsten Version noch weiter ausgebaut werden wird und dann eventuell als Desktopersatz zum Standard erkl&#228;rt wird.</em>« Danke! (Einen Blick wert sind &#252;brigens auch seine Linux-Distributionen <a href="http://www.zevenos.com/de">ZevenOS und ZevenOS-Neptune</a>!)<br />
Faszinierend zu beobachten ist im Moment, dass sich drei der gr&#246;&#223;ten Arbeitsoberfl&#228;chen in sehr &#228;hnliche Richtungen entwickeln: GNOME 3, Canonicals Unity, Apples Mac OS X Aqua. Ein interessanter weiterf&#252;hrender Denkansto&#223; dazu bietet der Artikel <a href="http://www.muktware.com/blog/45/290/23/2010/396?page=0,0">Mac OS X Lion Features are Ubuntu Rip-Off</a>.<br />
Da kann ich gleich einhaken: Es gibt gute Gr&#252;nde, warum ich nicht OS X als Haupt-OS nutze, obwohl ich einen Hackintosh besitze: Ich will die Oberfl&#228;che nicht auf Dauer nutzen m&#252;ssen. Sie schr&#228;nkt mich ein, sie ist hinderlich, verumst&#228;ndlicht Abl&#228;ufe. Aqua ist ein zwar perfekt designtes, aber fitzeliges UI, das mich in seine akkuraten Bahnen zwingt. Die Linux-Desktops waren bisher selbst mit dem beh&#252;tenden GNOME Gegenentw&#252;rfe zu dieser Mentalit&#228;t, doch GNOME 3 und Unity rei&#223;en das Ruder ganz klar in Richtung Apple-Kopie. Ich habe Bedenken bei dieser Entwicklung. Mittlerweile kann ich es jedoch, so es um GNOME 3 geht, f&#252;r mich relativieren, da immer mehr vorhandene Userscripte ein umfangreicheres Personalisieren erm&#246;glichen.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Activity-Journal-Prototyp.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1531" title="Activity-Journal-Prototyp, soll letztlich in die &quot;Aktivit&#228;ten&quot;-Shell kommen" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Activity-Journal-Prototyp-300x195.png" alt="" width="300" height="195" /></a>Die Str&#246;mungen, die ich so erkenne, sind generell der Wunsch, Dateien zu Informationen zu machen und als Information behandelnd zu kategorisieren. GNOME 3 und indirekt Unity haben mit <a href="http://zeitgeist-project.com/experience/">Zeitgeist und dem Activity Journal</a> aufregende Forschungsfelder aufgetan und dabei Pionierarbeit geleistet. Was habe ich gestern <a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2011/04/zeitgeist-work-towards-gnome-3-2/">f&#252;r Dokumente bearbeitet</a>, welche Videos habe ich gesehen, was ist meine meistgespielte Musik des Monats? Welche Programme habe ich wof&#252;r wann verwendet, wo habe ich gespeichert? Solche Fragen k&#246;nnen die GNOME-Unterprojekte beantworten und stellen dabei Schnittstellen f&#252;r alle Destop-Anwendungen zur Verf&#252;gung, womit diese Zugriff auf Datenbanken mit gro&#223;en Wissen &#252;ber die Nutzergewohnheiten erlangen, was zu einer noch nie gekannten ›Service-Intelligenz‹ der Computeroberfl&#228;che f&#252;hren kann. <em>Bild: Activity-Journal-Prototyp. Soll letztlich direkt in die ›Aktivit&#228;ten‹-Shell-Oberfl&#228;che mit reicher Such-Grammatik integriert werden.</em><br />
Erfreulich hier, dass <a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2010/11/zeitgeist-coming-to-kde/">auch KDE an der Integration von Zeitgeist arbeitet</a>. Umso erfreulicher, dass KDE im Rahmen seines <a href="https://beyondserenity.wordpress.com/2010/08/29/nepomuk_in_kde_-_theorie_und_praxis/">Nepomuk-Projekts</a>, das sogar von der EU mit Millionen Euro mitfinanziert wurde, an einem &#8211; Framework &#8211; wie sollte es anders sein &#8211; zur Sammlung und Vernetzung von verschiedendsten Metadaten &#252;ber Dateien arbeitet. Das Ergebnis eines so von den Anwendungen automatisch get&#228;tigten Durchbeschriften mit Schlagw&#246;rtern und technischen Informationen und der vom Anwender selbst mitgeteilten pers&#246;nlichen Bedeutung f&#252;r ihn im Sinne einer Qualit&#228;t, bahnt ebenfalls die Stra&#223;e zu einer neuen Generation von Anwendungen: Die, welche von einer zentralen Datenbank gef&#252;ttert, Ontologie-basiert, erstmals wissen, *was auf dem Computer <em>IST</em>*, und welche Beziehung es zum Nutzer hat. Klassische Index-Suchen werden nebenbei auch immer besser, und sind wie bei KDE SC 4 schon tief in der Standardkompilation integriert. Es w&#228;re jedoch w&#252;nschenswert, dass die KDE-Entwickler es cooler finden w&#252;rden, mehr Frontend-Bewegung erkennen zu lassen, als &#252;ber die ungeahnten M&#246;glichkeiten ihrer Technologie zu philosophieren, sonst bleibt der semantische Desktop auf KDE leider weiterhin ein Buzzword.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/beos.png"><img class="size-medium wp-image-1506 alignright" title="Ein BeOS-Desktop" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/beos.thumbnail.png" alt="" width="128" height="96" /></a>Wie schon herausgekommen sein m&#252;sste, habe ich ein Faible f&#252;r Sch&#246;nheit in Konzept-Architektur. So bin ich auch ein gro&#223;er Fan von <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/BeOS">BeOS</a> und <a href="http://www.haiku-os.org/">Haiku</a>, die ihrerseits durch ein extrem modulares, dynamisches Konzept bestechen. Das 2000 wegen Microsoft&#8217;schen Kartellverst&#246;&#223;en aufgegebene Betriebssystem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ggCODBIfWKY">BeOS</a> (und dessen Open Source-Nachbildung Haiku) f&#252;hrte das Be File System BFS ein, das noch nach heutigen Ma&#223;st&#228;ben eine Revolution darstellt: Metadaten und Programm-Assoziationen zu Dateien werden in eine im Dateisystem integrierte Datenbank geschrieben. Dies hat weitreichende Konsequenzen f&#252;r alle Anwendungen auf dem System, die sich viel Code sparen, und obendrein untereinander interoperabler werden. Auch die Dateisuche findet direkt &#252;ber die Dateisystem-Datenbank ohne zus&#228;tzlichen Indizierungsdienst statt, ist also ressourcensparend und extrem flink.<br />
Das habe ich an den neuen Ideen des Linux-Desktops zu kritisieren: Sie k&#246;nnen schnell in ›Bloatware‹ ausarten. Zeitgeist, Nepomuk, Strigi, Tracker, Akonadi und wie sie alle hei&#223;en, sind zus&#228;tzliche Dienste, die eine weitere Abstraktionsschicht auf das Dateisystem legen. Microsoft hatte Gro&#223;es bei Windows Codename: Longhorn vor mit <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/WinFS">WinFS</a>, das in eine &#228;hnliche Richtung ging, ist aber bei der Entwicklung wegen der hoffnungslosen Aufbl&#228;hung und Verkomplexierung gescheitert. Warum setzen sich die Desktop-Entwickler nicht mal mit den Kernel-Entwicklern zusammen, und sprechen &#252;ber Metadaten auf Dateisystemebene? Warum l&#228;sst man die Chance bei dem gerade heranreifenden Next-Gen-Dateisystem Btrfs verstreichen, wirkliche tiefgreifende Innovation f&#252;r den Desktop zu erm&#246;glichen?</p>
<p><strong>13 &#8211; Neue Ger&#228;teklassen und die Konvergenz</strong><a name="konvergenz"></a><br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Asus-Eee-Pad-Transformer-Prime.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1549" title="ASUS Eee Pad Transformer Prime" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Asus-Eee-Pad-Transformer-Prime-198x300.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a>Einer der sich f&#252;r n&#228;chstes Jahr abzeichnenden Computing-Trends sind Ultrabooks. Ultrabook &#8211; Intels Spezifikation f&#252;r extrem flache Notebooks im Stile des MacBook Air. Der Chip-Hersteller hat f&#252;r dieses neue Segment sein umfassendstes Kommunikationsprogramm seit Jahren angek&#252;ndigt, da wird bald richtig was geh&#8217;n. Ultrabooks sind d&#252;nn, und sie sind aus ganzen Bl&#246;cken gefr&#228;st: Neben Aluminium soll zur Produktionsteigerung auch Glasfaser als Geh&#228;use verwendet werden. Und sie sind d&#252;nn. Klingelt da etwas? Die n&#228;chste Tablet-Generation wird auch d&#252;nn, mit 8 mm und fallend sind Ger&#228;te angek&#252;ndigt. Es ist jetzt m&#246;glich, leistungsf&#228;hige Hardware ungeahnt kompakt zu packen, sogar mit starkem Akku, ordentlichen Lautsprechern, FullHD-Kamera und nat&#252;rlich mit Multitouchscreen. Ich sehe die Entwicklung klar dahin gehen, dass Tablets mit Docking-Stationen zu ultramobilen Laptops werden &#8211; eine Konvergenz der Ger&#228;teklassen. Intel setzt Energie in einen vollen <a href="http://www.golem.de/1109/86428.html">Android-Port f&#252;r x86</a>, auf der anderen Seite wird Windows 8 auch f&#252;r die ARM-Architektur erscheinen. Ich stelle mir Ger&#228;te vor, die Tablet sind, die aber durch Einstecken in ein Tastatur-Dock mehr Anschl&#252;sse bereitstellen, mehr Speicher, vielleicht mehr Rechenleistung. Mir kommt der Sabber bei dieser Vorstellung. Das ist die Art von mobilem Ger&#228;t, die ich m&#246;chte, endlich!<em><br />
ASUS Eee Pad Transformer Prime: Nvidia Tegra 3-Tablet mit Android 4 und Tastatur-Dock mit Zusatzakku, siehe <a href="https://www.youtube.com/watch?v=g8ogu3rgbFI">Spezifikationen</a></em></p>
<p>Stellt sich die Frage nach der konkreten Benutzeroberfl&#228;che solcher Ger&#228;te. Habe ich ein Tablet in der Hand, will ich mit geschwinden Touch-Gesten meinen Startbildschirm bedienen und Apps &#8211; wirklich Apps, vereinfachte und Touch-optimierte Varianten von Desktop-Anwendungen nutzen, um rasch an (meinst konsumierbare) Ergebnisse zu kommen. Sitze ich vor einem Notebook, m&#246;chte ich mein System bequem per Tastatur und Trackpad steuern, nicht unbedingt meine Arme heben, und auch eher nicht meinen Bildschirm verschmieren. Zudem ist meine Notebook-Steuerm&#246;glichkeit viel exakter als die per Touch und ich habe den Anspruch, mit Dateien und Werkzeugleisten umzugehen; meine Eingabekompetenz ist ›fitzelig-tauglich‹. Wie bringt man die zwei Welten zusammen?<br />
Spannend, was sich mal wieder bei Apple tut: Im diesem Sommer erschienen <a href="https://www.apple.com/de/macosx/whats-new/">Mac OS X 10.7 Lion</a> hielten bereits eine Reihe feiner iOS-Essenzen ihren Einzug. Auff&#228;lligste das ›nat&#252;rliche Scrollen‹ &#8211; Scrollen vom <em>Inhalt</em>, nicht Bewegen einer Scrolleiste mit dem Mausrad oder dem Trackpad. Dazu das von Leszek angesprochene Launchpad als iOS-artiger Anwendungsstarter, sowie systemweite Multitouch-Gesten auf dem Trackpad. Dass Apple in der Zukunft recompilierte iOS-Apps aus seinem unermesslichen Fundus an iPad-Software f&#252;r Macs mit Multitouch-Screen und vielleicht entkoppelbarer Tastatur anbieten wird, liegt nahe wie noch was.<br />
Microsofts Hoffnungstr&#228;ger <a href="http://www.golem.de/1109/86411.html">Windows 8</a> bezaubert den Nutzer auf allen PCs ab n&#228;chsten Sommer mit der neuen kubistischen Tablet-Oberfl&#228;che Metro als Standarddesktop, der nur mit dem klassischen Fenster-Desktop gewechselt werden soll, wenn es eine ›Legacy‹-Anwendung n&#246;tig macht &#8211; schlie&#223;lich ist in Zukunft ja alles ganz toll Touch-optimiert und in HTML5 und JavaScript geschrieben. Also, alles, ja. [...] Den alten Desktop wird es dabei nur noch auf x86(_64) geben, reine Windows-Tablets mit ARM-Prozessor werden nur mit Metro kommen. Microsoft bleibt uns noch einen Entwicklerfaden f&#252;r ernsthafte Anwendungen in ›Metro-style‹, wie sie es so gerne nennen, schuldig. Nichtsdestotrotz l&#228;sst sich die selbe Absicht in der Verschmelzung wie bei Mac OS X erkennen, wenn auch aus der entgegengesetzten Position, dass Microsoft noch keinen App-Fundus hat, sondern sie erst mit Windows etablieren will.<br />
Um endlich auf Linux zu kommen: GNOME 3 ist durch und durch geschaffen f&#252;r Ger&#228;te, die beides sein m&#246;chten, <span style="text-decoration: underline;">GNOME 3 <em>IST</em> die Konvergenz</span>, ist die Synthese! Es mag den Desktop-Nutzer gerade an manchen Stellen schmerzen, aber das ist die Richtung, und GNOME 3 und die GNOME 3 Shell tritt bestens aufgestellt in in diese neue Ger&#228;tewelt, von der ich glaube, dass sie die generelle Zukunft von Mobilcomputern ist.<br />
KDE hat Plasma Active als neue Voll-Touch-Umgebung, zwischen der und dem Standard-Plasma man w&#228;hrend der Sitzung wird wechseln k&#246;nnen, ohne die laufenden Anwendungen zu beenden, sie sogar wird mitnehmen. Der verhei&#223;ungsvolle Wechsel auf <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/QML">Qt QML</a> macht wie bei Android verschiedene Nutzeroberfl&#228;chen eines Programms f&#252;r verschiedene Aufl&#246;sungen, oder auch Umgebungs-Anforderungen m&#246;glich. Der E-Mail-Client wird also auf Plasma Active ein anderes Layout zeigen als auf Plasma, und doch ist es die selbe Anwendung. Auch eine kluge Herangehensweise mit dem Vorteil, den Power-Nutzer nicht einzuschr&#228;nken. &#8211; Und es wird an der Umsetzung dieser Vision gearbeitet, viele KDE-Entwickler besch&#228;ftigen sich bereits mit dem Freundlichmachen ihrer Anwendungen f&#252;r Touch-Ger&#228;te.<br />
Meinen vollen Enthusiasmus in Sachen Linux auf ›Tabbooks‹/›Lapdocks‹/›WebTops‹ schm&#228;lert zur Zeit noch, dass X.org noch immer eine Multitouch-API fehlt; sie wird von Version zu Version aufgeschoben. Das k&#246;nnte noch ein d&#252;steres Erwachen geben. Multitouch ist zwar m&#246;glich, man muss bisher aber die Eingabeger&#228;te direkt am Treiber ansprechen und daf&#252;r erst kennen, um sie dann in ein von X separates Framework zu mappen, welches &#252;berhaupt erst allgemeine Muster und damit Gesten erkennt. Canonical t&#228;tigte zumindest dabei einen l&#246;blichen Vorsto&#223; mit <a href="http://unity.ubuntu.com/projects/utouch/">uTouch</a>, das seit Ubuntu 10.10 mitinstalliert wird, leider aber auch auf anderen Distributionen erst einen speziell ›Hack‹-gepatchten X.org erfordert.<br />
Ja, danach sieht&#8217;s aus.</p>
<p><strong>14 &#8211; Finale</strong><a name="finale"></a><br />
Der Paradigmenumbruch findet statt. Es herrscht Aufbruchsstimmung. Die traditionelle Desktop-Metapher weicht nach Jahren etwas Neuem; was es ist, wird immer greifbarer. Es ist sehr erfreulich, dass man den Umbruch in der Industrie weitsichtig vorausgesp&#252;rt hat und jetzt besser aufgestellt ist als die propriet&#228;re Konkurrenz.<br />
Ich rate zum Experimentieren. Dabei auf die Nachhaltigkeit der eigenen Plattform-Entscheidung zu achten.<br />
Das Sch&#246;ne ist: Wir haben die Wahl auf Linux.<br />
Es sind aufregende Zeiten.</p>
<p><strong>15 – Auswahl weiterf&#252;hrender Artikel</strong><a name="artikel"></a><br />
Im Folgenden noch eine Auswahl einiger lesenswerter Artikel der letzten Monate, die es erm&#246;glichen, sich selbst ein breites Urteil zu bilden. Damit schneller ersichtlich ist, wohin eine Empfehlung f&#252;hrt, habe ich die Links sichtbar geschrieben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Unity</span></p>
<ul>
<li>Unity &#8211; Der Anfang vom Ende f&#252;r Ubuntu?<br />
<a href="http://kofler.info/blog/154/1/Unity----Der-Anfang-vom-Ende-fuer-Ubuntu/">http://kofler.info/blog/154/1/Unity&#8212;-Der-Anfang-vom-Ende-fuer-Ubuntu/</a></li>
<li>What&#8217;s really going on with Ubuntu Unity (2010)<br />
<a href="http://blogs.computerworld.com/17234/whats_really_going_on_with_ubuntu_unity">http://blogs.computerworld.com/17234/whats_really_going_on_with_ubuntu_unity</a></li>
<li>Ubuntu 11.10 ohne Unity3D? — Unity 2D in Qt<br />
<a href="http://www.glasen-hardt.de/?p=1225">http://www.glasen-hardt.de/?p=1225</a></li>
<li>Schwingende Fenster: Neue Optik f&#252;r Linux &amp; Co. (2005, historisch!)<br />
<a href="http://www.golem.de/0504/37579-2.html">http://www.golem.de/0504/37579-2.html</a></li>
<li>Compiz is getting rapidly sick of Gnome &#8211; erkennbare Vor&#252;berlegungen zu Unity, wenn auch nicht von Canonical (2009)<br />
<a href="http://www.stefanoforenza.com/compiz-is-getting-rapidly-sick-of-gnome/">http://www.stefanoforenza.com/compiz-is-getting-rapidly-sick-of-gnome/</a></li>
<li>Warum Unity gut f&#252;r den freien Desktop ist<br />
<a href="http://fernmannblog.wordpress.com/2011/04/28/warum-unity-gut-fur-den-freien-desktop-ist/">http://fernmannblog.wordpress.com/2011/04/28/warum-unity-gut-fur-den-freien-desktop-ist/</a></li>
<li>Mac OS X Lion Features Are Ubuntu Rip-Off<br />
<a href="http://www.muktware.com/blog/45/290/23/2010/396?page=0,0">http://www.muktware.com/blog/45/290/23/2010/396?page=0,0</a></li>
<li>Distrowatch: Ubuntu erstmals mit deutlichem Popularit&#228;tsverlust<br />
<a href="http://derstandard.at/1308679567656/Distrowatch-Ubuntu-erstmals-mit-deutlichem-Popularitaetsverlust">http://derstandard.at/1308679567656/Distrowatch-Ubuntu-erstmals-mit-deutlichem-Popularitaetsverlust</a></li>
<li>»finde konsole nicht ubuntu 11.04«<br />
<a href="http://kenntwas.de/2011/linux/ubuntu/finde-konsole-nicht-ubuntu-11-04/">http://kenntwas.de/2011/linux/ubuntu/finde-konsole-nicht-ubuntu-11-04/</a></li>
<li>H&#228;lfte der Menschheit bald zu bl&#246;d f&#252;r Ubuntu (April 2011)<br />
<a href="http://www.naturalnik.de/wordpress/2011/04/halfte-der-menschheit-bald-zu-blod-fur-ubuntu/">http://www.naturalnik.de/wordpress/2011/04/halfte-der-menschheit-bald-zu-blod-fur-ubuntu/</a><br />
Besonders sch&#246;n: »<em>8 Tester haben es nicht geschafft, ein Icon zum Launcher hinzuzuf&#252;gen. Warum wei&#223; keiner so genau, das Ding hat sich halt gewehrt.</em> <em>9 von 11 Testern haben es geschafft, ein Fenster zu schlie&#223;en. Das klingt jetzt toll, aber die anderen 9 haben sich nur von pl&#246;tzlich auftauchenden Bugs oder verschwindenden Buttons nicht so sehr ablenken lassen wie die restlichen zwei.</em>«</li>
<li>User Testing of Unity Reveals Surprising Results<br />
<a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2011/11/user-testing-of-unity-reveals-some-surprising-results/">http://www.omgubuntu.co.uk/2011/11/user-testing-of-unity-reveals-some-surprising-results/</a><br />
»<em>Interestingly, the number of users who could tell how many apps were running was higher in 2010.</em>« &#8211; Vollkommen unbedenkliche Entwicklung, nicht wahr?</li>
<li>Ubuntu 11.10 ver&#246;ffentlicht &#8211; und gleich im Test<br />
<a href="http://derstandard.at/1317019445461/Oneiric-Ocelot-Ubuntu-1110-veroeffentlicht---und-gleich-im-Test">http://derstandard.at/1317019445461/Oneiric-Ocelot-Ubuntu-1110-veroeffentlicht&#8212;und-gleich-im-Test</a><br />
»<em>Hier entsteht dann etwas der Eindruck, dass man bei Canonical nicht so recht wei&#223;, wie man die zunehmend divergierenden Ans&#228;tze von GNOME und Ubuntu zusammenbringen kann, um ein rundes Ganzes zu erzeugen.</em>« (S. 14)</li>
<li>Jobs der Zweite? (2010)<br />
<a href="http://be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/">http://be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/</a></li>
<li>Ubuntu should zig to Apple’s zag<br />
<a href="http://bytebaker.com/2011/10/19/ubuntu-should-zig-to-apples-zag/">http://bytebaker.com/2011/10/19/ubuntu-should-zig-to-apples-zag/</a><br />
»<em>The longer I see Ubuntu’s development the more it seems that they are shunning the Unix philosophy in the name of “user friendliness” and “zero configuration”. And they’re doing it wrong. I think that’s absolutely the wrong way to go.</em>«</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Canonicals Copyright Assignments</span></p>
<ul>
<li>Harmony Agreements<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/06/harmony-agreements.html">http://blog.tenstral.net/2011/06/harmony-agreements.html</a></li>
<li>Shuttleworth: Firmen und freie Software<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/05/shuttleworth-firmen-und-freie-software.html">http://blog.tenstral.net/2011/05/shuttleworth-firmen-und-freie-software.html</a></li>
<li>Warum Copyright-Assignments schlecht sind… oder: Der Fall Canonical und die Community.<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/05/warum-copyright-assignments-schlecht.html">http://blog.tenstral.net/2011/05/warum-copyright-assignments-schlecht.html</a></li>
<li>Why I would not sign a Harmony Agreement<br />
<a href="http://blog.martin-graesslin.com/blog/2011/07/why-i-would-not-sign-a-harmony-agreement/">http://blog.martin-graesslin.com/blog/2011/07/why-i-would-not-sign-a-harmony-agreement/</a></li>
<li>DS2011 – Panel on Copyright Assignment<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/08/ds2011-panel-on-copyright-assignment.html">http://blog.tenstral.net/2011/08/ds2011-panel-on-copyright-assignment.html</a></li>
<li>Open-Source-Kontroverse: Mark Shuttleworth hofft auf ›Gro&#223;z&#252;gigkeit‹ der EntwicklerInnen<br />
<a href="http://derstandard.at/1311802889905/Open-Source-Kontroverse-Mark-Shuttleworth-hofft-auf-Grosszuegigkeit-der-EntwicklerInnen">http://derstandard.at/1311802889905/Open-Source-Kontroverse-Mark-Shuttleworth-hofft-auf-Grosszuegigkeit-der-EntwicklerInnen</a></li>
<li>Wie es besser geht: Contributor License Agreements mit Offenheitsverpflichtung<br />
<a href="http://www.golem.de/1109/86416.html">http://www.golem.de/1109/86416.html</a></li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">GNOME 3</span></p>
<ul>
<li>Eine Woche Gnome 3: Der uniformierte Desktop<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=86">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=86</a></li>
<li>Warum&#8230; Unity, Gnome und der Schlag ins Gesicht<br />
<a href="http://oyox.de/archives/141-Warum...-Unity,-Gnome-und-der-Schlag-ins-Gesicht.html">http://oyox.de/archives/141-Warum&#8230;-Unity,-Gnome-und-der-Schlag-ins-Gesicht.html</a></li>
<li>Wird GNOME wieder zum Zwerg? – eine Generalkritik zur neuen Shell<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=79">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=79</a></li>
<li>Adieu, Desktop. Der langsame Abschied von der Arbeitsoberfl&#228;che?<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=84">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=84</a></li>
<li>Taskleiste, Panel, Dock &amp; Co. oder: Der Vorteil der vergessenen Fensterlisten<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=91">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=91</a></li>
<li>&#220;berlegungen zu GNOME 2 (Essay, 2002)<br />
<a href="http://ometer.com/free-software-ui.html">http://ometer.com/free-software-ui.html</a></li>
<li>On the relationship between Canonical and GNOME<br />
<a href="http://bethesignal.org/blog/2011/03/12/relationship-between-canonical-gnome/">http://bethesignal.org/blog/2011/03/12/relationship-between-canonical-gnome/</a></li>
<li>Timeline: It’s 2009… and they have a plan<br />
<a href="http://bethesignal.org/blog/2011/03/18/timeline-gnome-canonical-2009/">http://bethesignal.org/blog/2011/03/18/timeline-gnome-canonical-2009/</a></li>
<li>Linus Torvalds nennt GNOME 3 ein ›gro&#223;es Durcheinander‹<br />
<a href="http://www.golem.de/1108/85472.html">http://www.golem.de/1108/85472.html</a></li>
<li>A Fork Of GNOME 2: The Mate Desktop (August 2011)<br />
<a href="http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&amp;px=OTgxMA">http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&amp;px=OTgxMA</a></li>
<li>Auf dem Desktop zieht “Revolution statt Evolution” nicht – auch nicht bei Apple<br />
<a href="http://campino2k.de/2011/08/18/auf-dem-desktop-zieht-revolution-statt-evolution-nicht-auch-nicht-bei-apple/">http://campino2k.de/2011/08/18/auf-dem-desktop-zieht-revolution-statt-evolution-nicht-auch-nicht-bei-apple/</a><br />
Mit h&#246;chst am&#252;santem Video eines genervten Lion-Nutzers!</li>
<li>GNOME-Designer Jon McCann about the future of GNOME3<br />
<a href="http://derstandard.at/1313024283546/Interview-GNOME-Designer-Jon-McCann-about-the-future-of-GNOME3">http://derstandard.at/1313024283546/Interview-GNOME-Designer-Jon-McCann-about-the-future-of-GNOME3</a><br />
GNOME-Entwickler ein bisschen gr&#246;&#223;enwahnsinnig? Wollen spezielle Audio-, Foto-, Dokumente-, Video- und Mail-Anwendungen f&#252;r GNOME 3 schreiben?!<br />
»<em>People will go off and do different things &#8211; and they certainly do have that right. But I still think if we value GNOME and we believe in GNOME we need to do the right thing by our own vision.</em>«<br />
»<em>I&#8217;m not saying that all this people will be completely convinced and that&#8217;s unfortunate but I think over time people will realize what we are doing has been at least thought through.</em>«<br />
»<em>I don&#8217;t think we are all that different in the end. There are a lot of things we have in common. Who doesn&#8217;t like to listen to music? Who doesn&#8217;t need to check email, who doesn&#8217;t need to chat with friends? Or lookup a map to know how to get to dinner, or even use the web, where most of the daily usage is nowadays. There is so much commonality. We do end up focusing on the differences more than we should.<br />
You do see a lot of hackers using Mac OS X these days and I think that&#8217;s a little bit unfortunate and probably there are many reasons why they do that, but that&#8217;s not immediately what you might think of as a super hacker-focused OS.</em>«<br />
»<em>Unfortunately on the internet &#8211; and in free software in particular &#8211; we have a lot of people whose voices aren&#8217;t heard very loudly, and we have to take their needs into accounts as well as those who are vocal.</em>«<br />
»<em>As how we react to those latest criticisms: It&#8217;s very difficult cause not all of those necessarily agree with one another. In some sense people who are against something think they have something in common, but when you look at it in more detail &#8211; which of course we try to do &#8211; very few actually agree on much of anything other than that&#8217;s not what they are used to.</em>«</li>
<li>&#8220;Anwender reagieren positiv auf GNOME 3&#8243;<br />
<a href="http://www.golem.de/1105/83493.html">http://www.golem.de/1105/83493.html</a></li>
<li>Linux Mint 12 Preview<br />
<a href="http://blog.linuxmint.com/?p=1851">http://blog.linuxmint.com/?p=1851</a><br />
»<em>We’ve been using application menus, window lists and other traditional desktop features for as far as I can remember. It looked different in KDE, Xfce, or even Windows and Mac OS, but it was similar. GNOME 3 is changing all that and is developing a better way for us to interact with our computer. From our point of view here at Linux Mint, we’re not sure they’re right, and we’re not sure they’re wrong either. What we’re sure of, is that if people aren’t given the choice they will be frustrated and our vision of an Operating System is that your computer should work for you and make you feel comfortable.</em>«</li>
<li>Nachrichten aus dem Land der GNOME-Shell (Juli 2011, reich bebilderter Ausblick auf GNOME 3.2)<br />
<a href="http://linuxundich.de/de/ubuntu/nachrichten-aus-dem-land-der-gnome-shell/">http://linuxundich.de/de/ubuntu/nachrichten-aus-dem-land-der-gnome-shell/</a></li>
<li>GNOME 3.2 ist da: Ein saftiger Nachschlag f&#252;r den Linux-Desktop<br />
<a href="http://derstandard.at/1314652803662/WebStandard-Test-GNOME-32-ist-da-Ein-saftiger-Nachschlag-fuer-den-Linux-Desktop">http://derstandard.at/1314652803662/WebStandard-Test-GNOME-32-ist-da-Ein-saftiger-Nachschlag-fuer-den-Linux-Desktop</a></li>
<li>GNOME Shell l&#228;uft k&#252;nftig auch ohne Hardware-3D-Support<br />
<a href="http://derstandard.at/1319181969534/Funktionstuechtig-GNOME-Shell-laeuft-kuenftig-auch-ohne-Hardware-3D-Support">http://derstandard.at/1319181969534/Funktionstuechtig-GNOME-Shell-laeuft-kuenftig-auch-ohne-Hardware-3D-Support</a></li>
<li>GNOME 3 Shells Fenstermanager ›Mutter‹ ist offenbar doch erweiterbar &#8211; hoffen wir auf die wabbelnden Fenster!<br />
<a href="http://www.webupd8.org/2011/10/gnome-shell-focus-effects-extension.html">http://www.webupd8.org/2011/10/gnome-shell-focus-effects-extension.html</a></li>
<li>GNOME3: Neue Designs zeigen weitere Zukunft des Desktop<br />
<a href="http://derstandard.at/1319182584290/Ausblick-GNOME3-Neue-Designs-zeigen-weitere-Zukunft-des-Desktop">http://derstandard.at/1319182584290/Ausblick-GNOME3-Neue-Designs-zeigen-weitere-Zukunft-des-Desktop</a><br />
Original Blog: GNOME Design Update <a href="https://afaikblog.wordpress.com/2011/11/10/gnome-design-update/">https://afaikblog.wordpress.com/2011/11/10/gnome-design-update/</a></li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">KDE</span></p>
<ul>
<li>KDE 4.0 Release Event Keynote (2008)<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=UneGtZlehTU">https://www.youtube.com/watch?v=UneGtZlehTU</a></li>
<li>Video: Aaron Seigo von KDE &#8211; Desktop Summit 2011 &#8211; Kleiner Beinahe-Versprecher des Oberfl&#228;chenchefs, ist aber auch kompliziert mit den ganzen Plasma-Komponenten <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
<a href="http://video.golem.de/oss/5475/aaron-seigo-von-kde-desktop-summit-2011.html">http://video.golem.de/oss/5475/aaron-seigo-von-kde-desktop-summit-2011.html</a></li>
<li>Chani&#8217;s KDE Screencasts: Activities in Action<br />
<a href="https://blip.tv/chanis-kde-screencasts/activities-in-action-4629891">https://blip.tv/chanis-kde-screencasts/activities-in-action-4629891</a></li>
<li>Plasma Active will mit iOS und Android gleichziehen<br />
<a href="http://www.golem.de/1108/85534.html">http://www.golem.de/1108/85534.html</a></li>
<li>Zeitgeist coming to KDE<br />
<a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2010/11/zeitgeist-coming-to-kde/">http://www.omgubuntu.co.uk/2010/11/zeitgeist-coming-to-kde/</a><br />
und Golem: Zeitgeist-Integration in KDE <a href="http://www.golem.de/1106/84033.html">http://www.golem.de/1106/84033.html</a></li>
<li>Interview: KDE-Initiator Matthias Ettrich, Nokia (2009)<br />
<a href="http://www.linux-magazin.de/Online-Artikel/LIP-Lounge-KDE-Initiator-Matthias-Ettrich-Nokia">http://www.linux-magazin.de/Online-Artikel/LIP-Lounge-KDE-Initiator-Matthias-Ettrich-Nokia</a><br />
Hochinteressantes, aufschlussreiches Interview mit Matthias Ettrich, dem Gr&#252;nder von KDE; &#252;ber Featuritis sagt er:<br />
»<em>Die ersten KDE-Entwickler hatten einen klaren Fokus auf Endanwender. Dieser wurde sp&#228;ter von der Entwicklergemeinschaft und den fr&#252;hen Anwendern in Richtung Linuxexperten verschoben &#8211; erst langsam und schrittweise, dann immer schneller, und schlie&#223;lich wurde es Teil des Projektes. Denn oft gilt, ›wer macht hat Recht.‹ Ziel war es jedoch nie, den Linux-Anwendern einen ultra-konfigurierbaren Desktop mit Tausenden von Optionen zu geben, um damit jeden noch so verquasteten Workflow zu unterst&#252;tzen. Ziel war es vielmehr, Linux neue Anwenderschichten aus der Mitte der Gesellschaft zu erschlie&#223;en. Im Grunde ist der Mac mit Mac OS X das geworden, was Linux mit KDE h&#228;tte sein k&#246;nnen: Das bessere System.</em>«</li>
<li>Trinity – Desktop ohne Zukunft<br />
<a href="http://www.freiesmagazin.de/mobil/freiesMagazin-2011-09-bilder.html#11_09_trinity">http://www.freiesmagazin.de/mobil/freiesMagazin-2011-09-bilder.html#11_09_trinity</a></li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gemischtes</span></p>
<ul>
<li>Video: Why Linux Sucks Talk 2011 (&#8220;less than before&#8221;)<br />
<a href="http://rockiger.com/de/blog/view/why-linux-sucks-talk-2011">http://rockiger.com/de/blog/view/why-linux-sucks-talk-2011</a></li>
<li>»<em>Von den 2 Milliarden Windows-Nutzern sind vielleicht 200 Mio. Poweruser, die mehr machen, der Rest braucht eine einfache Oberfl&#228;che. Betonung liegt hier auf EINE Oberfl&#228;che.</em>«<br />
<a href="http://forum.golem.de/kommentare/applikationen/steven-sinofsky-windows-8-bekommt-einen-app-store/byebye-windows/54661,2773858,2773858,read.html#msg-2773858">http://forum.golem.de/kommentare/applikationen/steven-sinofsky-windows-8-bekommt-einen-app-store/byebye-windows/54661,2773858,2773858,read.html#msg-2773858</a></li>
<li>»I&#8217;ve solved the GNOME suspend/poweroff controversy:«<br />
<a href="http://pic.twitter.com/gZqTEim">http://pic.twitter.com/gZqTEim</a></li>
<li>Uncyclopedia: GNOME<br />
<a href="http://uncyclopedia.wikia.com/wiki/GNOME">http://uncyclopedia.wikia.com/wiki/GNOME</a><br />
Ein bisschen Humor <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
»<em>Whereas KDE policy is „If you disKover some empty spaKe, add an useless feature or somethinK very very irritatinK. The iKon must be shiny, rotatinK, and Kontain at least one K.“, the GNOME policy is the opposite: „If you find a feature, it might confuse a user, so remove it.</em>“«</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bildrechte</strong></span>:</p>
<p>GNOME Foundation, <a href="http://derstandard.at/1319181917429/WebStandard-Test-Fedora-16-veroeffentlicht-Linux-Desktop-in-Fast-Bestform">derStandard.at</a> (K&#228;tzchen), Canonical (Unity), <a href="http://be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/">be-jo.net</a> (Apluntu), Xfce, KDE, Disney, ASUS</p>
<div id="yass_bottom_edge" style="background-image: url('chrome://yass/content/edgebgbot.png'); background-position: 0px 0px; position: absolute; margin: 0px; padding: 0px; border-width: 0px; height: 0px; left: 0px; top: 0px; width: 100%; display: block;"></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Thank you, Steve</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2011/10/06/thank-you-steve/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 18:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mac OS X(86) und Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

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		<description><![CDATA[In memoriam des kreativsten und r&#252;cksichtslosesten Innovators des Jahrhunderts, und eines meiner gr&#246;&#223;ten Idole. Danke f&#252;r Dein Wirken auf diesem Planeten. Du erm&#246;glichtest mir ein digitales Leben von unermesslichen M&#246;glichkeiten. Mach&#8217;s gut, Steve.

&#160;

Wie sehr man doch Fanboi ist, trotz Linux- &#38;  [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In memoriam des kreativsten und r&#252;cksichtslosesten Innovators des Jahrhunderts, und eines meiner gr&#246;&#223;ten Idole. Danke f&#252;r Dein Wirken auf diesem Planeten. Du erm&#246;glichtest mir ein digitales Leben von unermesslichen M&#246;glichkeiten. Mach&#8217;s gut, Steve.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/8rwsuXHA7RA" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/ThinkDifferent-Baum-Andacht.jpg"><img class="alignright size-full" title="ThinkDifferent-Baum-Andacht" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/ThinkDifferent-Baum-Andacht-200x267.jpg" alt="" /></a></p>
<div>Wie sehr man doch Fanboi ist, trotz Linux- &amp; Freie Software-Evangelismus, merkt man erst bei so was, wenn man 20x das Video spielt und Tr&#228;nen kullern.<br />
Mich verbindet mit Apple eine Hass-Liebe, einerseits die Gesch&#228;ftspraktiken ablehnend, andererseits dem faszinierenden Reiz der Produkt-Philosophie erliegend. Seit ich das Geschehen in der IT verfolge, etwa ab 14, ist das Unternehmen bedeutsam f&#252;r mich daf&#252;r, wie ich die digitale Welt erlebe.<br />
Da die bekannten deutschen Geek-Podcast &#252;ber Apple im Allgemeinen sehr vergn&#252;glich zu h&#246;ren waren und diesen Sog in ein ganz eigenes (R&#252;ckzugs-)Universum mit seinen eigenen Naturgesetzen aufbauten, es also immer etwas neues Spannendes zu entdecken gab &#8211; wenn man mit Offenheit daran geht und begeisterungsf&#228;hig f&#252;r Computer ist &#8211; wurden die Podcasts zu meinem w&#246;chentlichen Kulturprogramm. Was konnte ich dar&#252;ber nicht alles miterleben. Was habe ich alles &#252;ber die Wirtschaft gelernt. Themenfelder waren die Produkte, das Unternehmen, das erweiterte &#214;kosystem und immer irgendwie dabei und untrennbar die Person Steve Jobs.<br />
Der Mann war Teil meines kulturellen Heranwachsens. Der Ganz-Kosmos seines Unternehmens das Substitut f&#252;r die Erfahrung von Gruppenzugeh&#246;rigkeit und -Dynamik in der Pubert&#228;t eines sozialverhinderten Geeks.</div>
<p><div>Ich sah in den sechs Jahren viele Keynotes, sah Filme, las viele Berichte, viele Feuilletons, Reportagen, seine Biografie, und nat&#252;rlich die Blogosph&#228;re, und konnte nicht aufh&#246;ren. It&#8217;s Magic. Boom!<br />
Wir haben es Jobs&#8217; kompromisslosen Innovations-Geist zu verdanken, der die Branche vielfach, r&#252;cksichtslos auf eigene Altlasten, revolutionierte. Ohne seine anthropozentrische Vision der Datenverarbeitung f&#252;r jedermann, seinen au&#223;ergew&#246;hnlich einmaligen Anspruch auf Perfektion und praktische Benutzbarkeit, w&#228;re die gesamte digitale Revolution lange nicht dort, wo sie heute steht. Vielleicht h&#228;tte sich auch eine v&#246;llig andere Benutzbarkeits-Philosophie und ein anderer Anspruch durchgesetzt. Steve Jobs war ein rebellischer Vision&#228;r in einer Branche von Ingenieuren und Bilanzschubsern, dessen Ideale sich l&#228;ngst zum Kulturgut erhoben.<br />
Ich danke Dir, Steve. Es ist schwer vorzustellen, dass wir von nun an nichts mehr von Dir h&#246;ren werden. Dass es ohne Dich weitergehen soll.<br />
Mach&#8217;s gut.</div>
<p><div style="text-align: center;"><strong><em>Because the people who are crazy enough to think they can change the world,<br />
are the ones who do.</em></strong></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kontemplation</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2011/04/29/kontemplation/</link>
		<comments>http://www.frumble.de/blog/2011/04/29/kontemplation/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 21:44:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Begegnungen, die uns ver&#228;ndern, uns einen Einschein geben in etwas Gro&#223;es, etwas vorher Ungedachtes. Meist sind sie nicht von gro&#223;er Dauer, und meist f&#252;hrt die Dauer unserer Erkenntnisbildung weit &#252;ber die der Situation hinaus.
Eigenart dieser Begegnungen ist ihr seltenes Auftreten und  [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Begegnungen, die uns ver&#228;ndern, uns einen Einschein geben in etwas Gro&#223;es, etwas vorher Ungedachtes. Meist sind sie nicht von gro&#223;er Dauer, und meist f&#252;hrt die Dauer unserer Erkenntnisbildung weit &#252;ber die der Situation hinaus.<br />
Eigenart dieser Begegnungen ist ihr seltenes Auftreten und anschlie&#223;end die bedachtvolle Wehmut, die dankbar auf die Erfahrung blickt.</p>
<p>Es war Fr&#252;hling, kurz vor Ostern, wohl 3. Klasse, Jahr 2001, ich war wohl 9. Schulschluss, Mittagszeit. Meine halbprivate Grundschule lag ein St&#252;ck weg, und so genoss ich den Fahrdienst meiner Mutter.</p>
<p>Nach Unterrichtsschluss packte ich in aller Gem&#252;ts Ruhe meinen Ranzen, denn ich hatte Zeit, machte mich auf den Weg, schlenderte durch das Geb&#228;ude, passierte die gro&#223;en Glast&#252;ren, und zielte gen links den Elternparkplatz an, der hinter der Schule leicht versetzt auf einer Anh&#246;he begann. Der Weg hoch zum Parkplatz f&#252;hrte durch eine kleine Laternen- und Baumallee, machte einen Schlenker nach rechts, verlief entlang der Fahrradst&#228;nder, die ich nie beachtete, und m&#252;ndete auf dem Platz ein, abgeschlossen auf der linken Seite durch eine letzte Laterne und einen gepflasterten Gehweg.<br />
Dort setzte ich meinen Ranzen ab, mich oft darauf, und wartete. Ich wartete dort oft lange. Ich war einer von denen, die eigentlich immer am l&#228;ngsten warteten. Seltsamerweise kann ich mich nicht erinnern, wo die anderen Sch&#252;ler ihren Eltern harrten, aber die Wenigsten an meinem Platz.</p>
<p>Ich tat mich recht schwer in meiner Klasse, ich hatte den Dreh beim Umgang mit den Einheiten Freund und Mitsch&#252;ler-aber-nicht-Freund noch nicht raus, hatte da eine sehr absolute Einstellung. Au&#223;erdem hatten wir im Herbst einen neuen Klassenlehrer bekommen, der meine engagierten Eltern und mich unbequem fand. Nach der Schule war ich oft deprimiert. Sp&#228;ter sollte ich die Schule wechseln und aus diesem Grund die Klasse wiederholen.</p>
<p>Es war also schon einige Zeit nach Schulschluss vergangen, der Vorhof praktisch geleert. Und dann kam sie. Ich nehme heute an, sie war Parallelkl&#228;sslerin. Sie kam hoch und stellte ihren Ranzen einen Meter rechts von meinem weiter oben auf den Weg, wo ich gut 3 m vor der Laterne gelangweilt dastand. Geschickt t&#228;nzelte sie locker etwas, machte ihren R&#252;cken gerade, schaute kurz &#252;ber den Parkplatz und sah sich best&#228;tigt, dass f&#252;r sie noch niemand da war.</p>
<p>Es wehte ein lauer Wind. Die Sonne schien hell, die Szene lag lichtvoll. Es war angenehm, aber nicht warm. Ich betrachtete sie. Ich kannte sie vom Sehen auf dem Schulhof. Sie hatte ein liebes, aufgewecktes Gesicht mit einem weiten L&#228;cheln, das aus dem Schl&#252;sselbein zu kommen schien. Ihre dunklen, schulterlangen Haare mit leichten Locken trug sie nach hinten fallend, sanft im Wind wiegend. Ihre Erscheinung war seltsam majest&#228;tisch erhaben, weise. Ganz und gar ein Naturkind.<br />
Aufgeschlossen und kontaktfreudig begann sie ein Gespr&#228;ch, ich war &#252;berrascht.</p>
<p>Sie l&#228;chelte ehrlich und entschlossen, unumhaubar. Wie ich damals perverserweise gerade drauf war, sah ich das als Provokation und wollte sie mit meinem gerade etwas verdrie&#223;lichen Gem&#252;te konfrontieren und sagte irgendetwas Launisch-Negatives, zusammen mit einer depressiven R&#252;ckenhaltung. Ich wurde augenblicklich noch in dem Versuch von einer Gegenwelle positiver Energie umgeworfen, alleine durch ihre Pr&#228;senz, ihre Mimik, ihre Augensprache, die flux sagen wollten: »Meinst Du wirklich? Kann doch nich&#8217; sein!« &#8211; So was hatte ich noch nicht erlebt! Wie eine magnetische Absto&#223;ung. Ich machte einen Schritt zur&#252;ck.<br />
Sie sah mich mit wachen Augen an und strahlte unersch&#246;pfliche Fr&#246;hlichkeit, Ausgeglichenheit und Alliebe aus.<br />
Ehrf&#252;rchtig hielt ich mich darauf zur&#252;ck; distanziert, schwieg. Sie war ein Sonnenschein, wie es hei&#223;t, dass ich einer gewesen sei, vor meinem Augenunfall; aber ihrer war viel st&#228;rker. Sie war eine Sonne.</p>
<p>Mit geschickten kompakten Handbewegungen erz&#228;hlte sie mir eine Anekdote aus ihrem Tag. Meine Gedanken in dem Moment waren:<br />
»Welch ein Engel.<br />
Das habe ich nicht verdient, hier oben mit ihr zu sein, und das ganz alleine.<br />
Ich Griesgram, ich. Mit Sorgen und negativen Gedanken.«<br />
Und diese Gedanken sind original! Ich habe sie mir erhalten!! (Wenn auch nicht in Worten, aber exakt das waren meine emotionalen Eindr&#252;cke.)</p>
<p>Wenn ich heute an dieses Ereignis denke, kommen mir noch die Gl&#252;ckstr&#228;nen.<br />
Ich frage mich immer wieder, was war das nur, was ist damals geschehen, was hat sich damals ereignet?<br />
Es w&#228;re leicht, einfach den Schluss zu ziehen, dass hier die Chemie au&#223;erordentlich stimmte und ich mich einfach blitzartig verliebt hatte, aber ich sage euch, das war es nicht. Da war was anderes, irgendetwas ganz Besonderes hat mich dort ber&#252;hrt. Au&#223;erdem: Solch enorme Verliebtheitsmerkmale &#8211; spontan &#8211; mit 9? Unwahrscheinlich.<br />
Seitdem habe ich etwas Vergleichbares mit dieser Intensit&#228;t nicht mehr erlebt. Zugegeben, das was dem am n&#228;chsten kam, waren seitdem Gef&#252;hle von Verliebtheit, aber damals war ich noch ganz unbefangen solcherdinge (vergleiche ich es relativ mit meinem Ich von ab 15 Jahren) und auch hormonell noch gar nicht darauf eingestellt.<br />
Und doch, so denk ich insgeheim, muss so die gro&#223;e Liebe sein. Aus dieser Vorstellung heraus war ich auch sprachlos, als sich dann auf dem Gymnasium in der Klasse die ersten &#8220;Versuchsp&#228;rchen&#8221; bildeten; die Idee dem Kopf entsprungen; ich konnte das nicht verstehen.<br />
(Ich habe &#252;brigens sp&#228;ter selber noch den Fehler gemacht, mit dem Verstand synthetisch f&#252;hlen zu *wollen*, als ich in einer besonderen Minderwertigkeitskomplexphase war, in der ich dann selbst glaubte, dies sei die richtige Art der Seeleneindr&#252;cke, weil sie ja anscheinend alle um mich praktizierten. Die Folge dieser Verwirrung der Seelenglieder war verheerend. Tats&#228;chlich war es bei den anderen zu der jungen Zeit offenbar ein Erleben noch innerhalb der Empfindungsseele, das ich so nie teilte, und als Beobachter eingebettet in die logische Verstandesseele mit allerlei Widerspruch wahrnahm und falsch nachahmte. Altersdifferenz, Mangel an empirischer Realit&#228;tserfahrung, und grundverschiedene unmaterialistische Weltanschauung waren die Beg&#252;nstiger. Aber das nur am Rande.)</p>
<p>Speziell psychologisch interessant ist es f&#252;r mich heute, wie mein Selbstwert, besonders in Bezug auf Frauen, damals schon lag, siehe meine Originalgedanken. Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass sich die wahren Ausl&#246;ser daf&#252;r in diesem Leben ereigneten, und ich habe viel &#252;berlegt. Ich glaube, das ist ein P&#228;ckchen, das mir noch aus fr&#252;heren Inkarnationen aufliegt. Damit stehe ich immer wieder im Konflikt.</p>
<p>Diese Maide hat meine Weltanschauung absolut nachhaltig gepr&#228;gt, und r&#252;ckblickend werte ich sie f&#252;r mich schon fast als eine g&#246;ttliche Offenbarung und Erscheinung.<br />
Es war ein Schl&#252;sselereignis, ich habe fr&#252;h eine Kostprobe von etwas sehr Hohem erhalten. Eine Wahrheit wurde mir klar, oder sie verhalf mir vielleicht auch nur dabei, mich wieder daran zu erinnern. Von der Begegnung konnte ich auch in liebes-romantischer Sicht noch sehr lange zehren, ohne &#252;berhaupt den Wunsch nach etwas Greifbarem, Nichtgeistigem zu versp&#252;ren.</p>
<p>Wir sprachen noch ein wenig miteinander, ich balancierte vielleicht &#252;ber einige Deko-Steinbrocken an der Seite, dann wurden wir abgeholt. Ich wei&#223; nicht mehr, wessen Mutter zu erst ankam, und wie ich mich verabschiedete, glaube aber, es war ihre. Vielleicht sogar ihr Vater. Ich habe sie nie mehr gesehen. Hielt Ausschau nach ihr, sah sie aber nicht mehr. Glaubte einmal, ihr Gesicht in einer Menge zu sehen. Warum wurde sie an diesem Tag abgeholt und sonst nie mehr?</p>
<p>Es vergeht so viel Zeit. Du hast so viele Erlebnisse, aber nur so wenige Offenbarungen, die sich teilschlie&#223;en zu etwas Gro&#223;em, einer Wahrheit. Und Du fragst dich, ob diese Erkenntnisse nicht alle in einem Licht kombiniert sein k&#246;nnten. Und ob Du diese Faser in dir sp&#252;ren kannst. Ob Du sie festhalten kannst. Ob Du sie mit deinem Sein verflechten kannst.<br />
F&#252;r dich, um all die Fehler nicht machen zu m&#252;ssen, die Du machst. F&#252;r dich, um ein Leben mit dem Verm&#246;gen der Erf&#252;llung zu f&#252;hren. F&#252;r dich, als Teil der Wahrheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/FES-Parkplatz1.jpg"><img class="alignnone" title="M&#228;rchen schreibt die Zeit… Und Anderes." src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/FES-Parkplatz1-150x200.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a> <a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/FES-Parkplatz2.jpg"><img class="alignnone" title="Vor dem Schauplatz" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/FES-Parkplatz2-150x200.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a></p>
<p>__<br />
Notizen f&#252;r den Text Dezember 2009, weitere Details April 2010, ausgearbeitet und vollendet nun.<br />
Als ich den Ort besuchte, um die Fotos zu machen, ward mir noch ganz schauer.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gro&#223;artigkeit</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2011/04/26/grossartigkeit/</link>
		<comments>http://www.frumble.de/blog/2011/04/26/grossartigkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 20:44:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[<!-- <iframe src="http://www.23hq.com/23/slideshow-inline?album_id=6681030&#038;play=f" _mce_src="http://www.23hq.com/23/slideshow-inline?album_id=6681030&#38;play=f" frameborder="0" style="border:0;" _mce_style="border: 0;" height="750" width="630"></iframe> -->]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Man stilisiert sich den Wechsel aus, glaubt, irgendetwas und alles wird sich komplett und radikal &#228;ndern. Und dann startet man sein Linux und landet auf seinem Desktop von vorhin, ohne Murren, ohne Peng-Peng, einzig muss zuvor unter Umst&#228;nden der alte Grafiktreiber deinstalliert werden.<br />
Dann klickt man ein bisschen rum und nach einigen Sekunden hat man vergessen, dass man nun auf einem System mit einer Hochpotenz der Leistung des alten Systems arbeitet, alles ist wie gehabt, nur ein klein wenig flutschiger.</p>
<p>Ohne dass es dir besonders bewusst w&#228;re, erh&#246;hst du mit der Zeit deine Standards, nimmst nun doch einen verlustfreien Codec f&#252;r dies und jenes und encodierst deine Videos bald ganz selbstverst&#228;ndlich in Studioqualit&#228;t. Der &#220;bergang durch die neue Grenzbestimmung ist flie&#223;end und mit dem Luxus an h&#246;here Standards, die heute, ja heute noch, deinen Premium-Anspruch par excellence befriedigen, wird dein Rechner schrittweise auf das Durchsatzniveau bei Standardaufgaben deines Altrechners angeglichen. Und es wird sich immer wiederholen, das ist das Sch&#246;ne an PCs, und zugleich das Tragische. Dazwischen ist eine Phase, in der du das Gef&#252;hl hast, dass irgendwas an deinem System fehlt und du wei&#223; Gott nichts mit seiner Leistung anzufangen wei&#223;t. Aber die Zeit, die &#228;ndert das, die Zeit ist der wahre Fortschrittsmotor dieser Branche, des Einsiedler-Biotops der Geeks.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/TWMeinTraum.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1326" title="Mein Traum" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/TWMeinTraum.jpg" alt="" width="587" height="275" /></a></p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Wunschliste.jpg"><img class="size-medium wp-image-1338 alignleft" title="Wunschliste" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Wunschliste-300x150.jpg" alt="" width="300" height="150" /></a></p>
<p>Konkret geplant war der Rechner seit Sommer 2010, das n&#246;tige Kapital wurde mir Mitte Januar 2011 bewilligt. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Die Recherche nach den besten Komponenten dauerte wie gew&#246;hnlich bei meinen gr&#246;&#223;eren Anschaffungen mehrere Wochen.<br />
Meine Maxime diesmal: Das Beste. Keine Kompro-misse mehr. Du bereust sie *immer*.<br />
Und alles perfekt aufeinander abgestimmt.</p>
<p>Zusammenbau alte HW: <a href="http://www.frumble.de/blog/2007/06/08/ich-konnte-heulen-immer-noch-kein-neues-netzteil/">Juni 2007</a><br />
<strong>CPU</strong>: AMD Athlon64 X2 5200+ EE (2,6 GHz)<br />
<strong>RAM</strong>: letztlich 4 GB DDR2-800 A-Data/V-Data<br />
<strong>MB</strong>: Abit NF-M2-Nview<br />
<strong>GC</strong>: GeForce 7600 GS/sp&#228;ter 8600 GS<br />
<strong>PS</strong>: be quiet! Straight Power 450W<br />
<strong>F</strong>: Arctic Cooling Freezer 64 Pro + Arctic Cooling Arctic Fan 8 PWM + Noiseblocker BlackSilent 80 mm<br />
<strong>WLP</strong>: Coollaboratory Liquid Metal Pad<br />
<strong>HDDs</strong>: 3 HDDs, letztlich 5 TB<br />
<strong>optische LWs</strong>: LG DVD-Brenner + LG Blu-Ray/HD DVD-Leselaufwerk<br />
<strong>Geh&#228;use</strong>: noname Mac Pro-Nachbildung, relativ wertig, schwarz</p>
<p>Zusammenbau neue HW: Januar 2011<br />
<strong>CPU</strong>: AMD Phenom II 1100T (3,2 GHz &#8211; OC @ 3,85 GHz stabil mit AMD C&amp;Q) (bis dato AMDs schnellster Desktop-Prozessor, und das macht mich sehr gl&#252;cklich)<br />
<strong>RAM</strong>: 4 GB DDR3-2000 (OCZ3P2000C8LV4GK) (OC @1920 MHz stabil)<br />
<strong>MB</strong>: ASUS M4A89GTD PRO/USB3<br />
<strong>GC</strong>: SAPPHIRE AMD Radeon HD 6850<br />
<strong>PS</strong>: ENERMAX Modu87+ 500W<br />
<strong>F</strong>: Noctua NH-D14 + Noctua NF-S12B<br />
<strong>WLP</strong>: Coollaboratory Liquid Metal Pad<br />
<strong>HDDs</strong>: erhalten + ein silentmaxx HD-silencer-Festplattend&#228;mmer (das Lauteste in jeder Hinsicht an dem Rechner sind die mechanischen Laufwerke)<br />
<strong>optische LWs</strong>: erhalten<br />
<strong>Soundkarte</strong>: ASUS Xonar DX PCIe (native Linux-Treiber!)<br />
<strong>Geh&#228;use</strong>: Xigmatek Midgard</p>
<p><strong>Monitor</strong>: Dell/Samsung 23&#8243; Full HD seit Anfang 2009<br />
<strong>Soundsystem</strong>: Edifier S530D 2.1 Rev. 2 seit August 2010<br />
<strong>geplante Anschaffung</strong>: System-SSD mit 400 MB/s+</p>
<p><iframe src="http://www.23hq.com/23/slideshow-inline?album_id=6681030&#038;play=f" _mce_src="http://www.23hq.com/23/slideshow-inline?album_id=6681030&amp;play=f" frameborder="0" style="border:0;" _mce_style="border: 0;" height="750" width="630"></iframe></p>
<p>Bei einigen der Bilder w&#228;re mir vor wenigen Monaten noch der Sabber gekommen. Wie euch in diesem Moment. Hrrr.</p>
<p>Damit: Allen versp&#228;tet einen sch&#246;nen Start in 2011 und wieder auf diesem Blog!<br />
Seid nicht zu sehr angeberisch und materialistisch! ;D<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/TWDaemmerung.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1327" title="D&#228;mmerung" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/TWDaemmerung.jpg" alt="" width="587" height="275" /></a></p>
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