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	<title>Frumble201</title>
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		<title>Zeiten des Aufruhrs: Die Desktop-Frage 2011 &#8211; Eine Analyse</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 10:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Linuxnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Mac OS X(86) und Apple]]></category>

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		<description><![CDATA[»I don&#8217;t want you to think of this as just a film &#8211; some process of converting electrons and magnetic impulses into shapes and figures and sounds &#8211; no. Listen to me. We&#8217;re here to make a dent in the universe. Otherwise, why even be here? We&#8217;re creating a completely new consciousness, like an artist&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»<em>I don&#8217;t want you to think of this as just a film &#8211; some process of converting electrons and magnetic impulses into shapes and figures and sounds &#8211; no. Listen to me. We&#8217;re here to make a dent in the universe. Otherwise, why even be here? We&#8217;re creating a completely new consciousness, like an artist or a poet. That&#8217;s how you have to think of this. We&#8217;re rewriting the history of human thought with what we&#8217;re doing.</em>« —Steve Jobs im Spielfilm &#8220;Pirates of Silicon Valley&#8221;, 1999</p>
<p>Ein Zitat, das mir vermittelnd-bezeichnend zu sein scheint f&#252;r den Geist des Umbruchs, den wir gerade erleben. Denn es passieren Dinge auf der Welt, die unsere Gedankenwelt ver&#228;ndern, weil wir sp&#252;ren, dass es Zeit daf&#252;r ist.<br />
Doch hier soll es um Linux gehen, und auch dort l&#228;sst sich das Zitat einsetzen. Kein anderes Thema war in diesem Jahr im Linux-Umfeld so aufregend wie der Kurs des Linux-Desktops. Es fanden bedeutende Entscheidungen und Ver&#246;ffentlichungen statt, die mit dem alten Paradigma der Benutzeroberfl&#228;che brachen, einfach, weil man fand, es sei an der Zeit.</p>
<p>Ich m&#246;chte den Versuch wagen, ein wenig die Zusammenh&#228;nge und Ideen zu beleuchten, die die Projekte ausmachen, die mich dieses Jahr so umtrieben. Es ist offensichtlich: Die Reise geht hin zu Touch-optimierten Oberfl&#228;chen und einer radikalen Zuwendung zu Applikationsorientierung und Semantik, weg von der makrokosmisch offenbarten strukturellen Technik. Oftmals fragt man sich: Gibt es abseits dessen eine Langzeitvision, ist da was? Meine Betrachtung ist offen subjektiv und ich lade zur Diskussion ein.<br />
Es wurde so viel geschrieben. Die Arbeit, die neuen Desktop-Umgebungen bis ins Detail vorzustellen, haben andere gemacht und an Ende dieses Beitrags habe ich einige Links gesetzt.</p>
<p><em>Kapitel:</em><br />
<em><a href="#revolution">1 &#8211; Revolution statt Evolution</a></em><br />
<em><a href="#unity">2 &#8211; Unity — die UI-Konzept-Katastrophe</a></em><br />
<em><a href="#compiz">3 &#8211; Compiz als Grundlage</a></em><br />
<em><a href="#canonical">4 &#8211; Canonical, der Schurke</a></em><br />
<em><a href="#flucht">5 &#8211; Flucht!</a></em><br />
<em><a href="#kde">6 &#8211; KDE</a></em><br />
<em><a href="#software-architektur">7 &#8211; Der Wert einer sch&#246;nen Software-Architektur</a></em><br />
<em><a href="#integriertheit">8 &#8211; Von Integriertheit und Harmonie</a></em><br />
<em><a href="#plattform">9 &#8211; Plattform vs. &#214;kosystem</a></em><br />
<em><a href="#featureregressions">10 &#8211; Feature Regressions</a></em><br />
<em><a href="#philosophie">11 &#8211; Philosophische Erg&#252;sse</a></em><br />
<em><a href="#zukunft">12 &#8211; Wo es denn nun hingeht</a></em><br />
<em><a href="#konvergenz">13 &#8211; Neue Ger&#228;teklassen und die Konvergenz</a></em><br />
<em><a href="#finale">14 &#8211; Finale</a><br />
<a href="#artikel">15 &#8211; Auswahl weiterf&#252;hrender Artikel</a><br />
</em></p>
<p><strong>1 &#8211; Revolution statt Evolution</strong><a name="revolution"></a><br />
<img class="size-full wp-image-1487 alignleft" title="GNOME-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/gnome-logo.png" alt="" width="199" height="76" />Mit Version 3 wurde GNOME seinem seit der Ver&#246;ffentlichung von Version 2 gef&#252;hrten Entwicklungsmodell untreu, das viele kleine stetige Verbesserungen statt die Konzentration auf gro&#223;e Neuerungen bedeutete. Ergebnis dieser Anstrengungen von 2002 bis 2009 war ein Desktop Environment, ziemlich nah an der Marke, die man Perfektion nennen k&#246;nnte: Hohe Produktivit&#228;t, kurze Mauswege, reich an Individualisierungsm&#246;glichkeiten.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/06-der-fertige-desktop.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-973" title="GNOME 2, um 2009" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/06-der-fertige-desktop-150x84.jpg" alt="" width="150" height="84" /></a>Doch die Entwicklung stagnierte, man hatte sich im konzeptionellen Design verfahren. Viele neue Ideen, die die Nutzer w&#252;nschten, erschienen ungeeignet f&#252;r die Art, wie man GNOME mit seinen Panels, Applets und Systray bediente. Der ganze Desktop war Datei-orientiert aufgebaut: Dateien im Dateisystem, nicht Informationen des Nutzers. F&#252;r Forderungen wie Benachrichtigungsblasen konnte man im GNOME-Projekt keine Umsetzungsm&#246;glichkeit finden. Es gab eine Menge Ideen die man h&#228;tte integrieren k&#246;nnen, die Umsetzung aber w&#228;re nicht ganzheitlich gewesen, weil sie das bisherige konsistente UI-Konzept unterlaufen h&#228;tte, mit bestehenden runden Paradigmen gebrochen h&#228;tte.<br />
Auftritt Canonical 2008: Der vom GNOME-Projekt viel geliebte Ubuntu-Distributor emanzipiert sich. „Sie liefern die beste GNOME-Distribution, sie liefern GNOME so aus, wie es wirklich ist!“, war der Chorus bisher. Canonicals Ayatona-Projekt leuchtet skizzenhaft immer mal wieder auf. Der Ubuntu-Entwickler tritt unber&#252;hrt der Interface-Mimosen des GNOME-Projektes an die Verwirklichung von unverwirklichten Ideen. Zu aller erst wird ein neues Abmeldemen&#252; rechts im oberen Panel, dann ein Benachrichtigungssystem und dann eine neue Art von interaktivem Panel-Element, Indikatoren, angegangen. W&#228;hrend die Ubuntu-Community den k&#252;hnen Vorsto&#223; jubelnd Willkommen hei&#223;t, werden GNOME-Entwickler und etablierte Standardisierungsgremien bei den Canonical-Entw&#252;rfen gro&#223;teils &#252;bergangen. Die zu keinem Ergebnis f&#252;hrenden, da kontroversen Diskussionen mit GNOME-Leuten werden von Canonical-Entwicklern vermieden, die n&#246;tigen Patches mehr oder weniger letztlich selber mit hei&#223;er Nadel in die Distributionspakete eingepflegt, ohne dass sie Upstream gehen.<br />
Wer aufmerksam war, konnte in der Ferne bereits den sich abzeichneten unvermeidlichen Bruch von Ubuntu mit GNOME erahnen.<br />
Dann begann die Diskussion zu GNOME Version 3, aus der sich Canonical raushielt, prinzipiell mit dem Verweis auf die geleisteten Eigenentwicklungen zum Wohle des ganzen Desktops, diese m&#246;ge man doch integrieren.</p>
<p>Der weitere Entwicklungsverlauf von GNOME 3 sei hier ausgespart, ich will mich gleich mit dem Ergebnis besch&#228;ftigen:<br />
<a href="http://www.gnome.org/gnome-3/">GNOME 3</a> hat die Gem&#252;ter von vielen langj&#228;hrigen Nutzern auf Kesseltemperatur gebracht: Es sei zu bevormundend, zu restriktiv; das neue Aktivit&#228;ten-Paradigma, nun ganz inhaltzentrisch und Anwendung-orientiert, inkompatibel zum Power-Nutzer; es lie&#223;e sich nichts mehr einstellen. (&#8220;GNOME 3 ist restriktiver als Apple erlaubt.&#8221;) Vieles der Kritik l&#228;sst sich mit den von den Entwicklern untersch&#228;tzter notwendige Umsetzungszeit erkl&#228;ren, es ist einfach noch nicht fertig; anderes sind grundlegende Design-Entscheidungen, die getroffen wurden, und manchem nicht schmecken.<br />
DIe bei Planung angedachten eigentlich zentralen Elemente ›Zeitgeist‹ und sein Front-End ›Activity Journal‹ zur Aufzeichnung von verschiedenen Nutzer-Aktivit&#228;ten in eine systemweite intelligent kombinierende Datenbank mit APIs f&#252;r alle Anwendungen haben noch immer nicht Einzug in die GNOME-Kompilation gehalten, das betrachte ich als <em>den</em> Startfehler von GNOME 3 &#252;berhaupt. Ohne diese Komponenten ist das forcierte neue Bedienparadigma unstimmig, da inkonsequent und unvollendet. Ich hoffe sehr, dass sich da sehr bald etwas tut.<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/gnome3-aktivitaeten-kaetzchen-voll-suess.png"><img class="alignright size-medium wp-image-1484" title="GNOME 3.2, Foto von derStandard.at (weil so s&#252;&#223;): derstandard.at/1319181917429" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/gnome3-aktivitaeten-kaetzchen-voll-suess-300x225.png" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Um es kurz zu machen: Ich bin kein Fan der neuen Aktivit&#228;ten-Oberfl&#228;che, vor allem, weil sie mir Kontrolle nimmt, die ich vorher hatte &#8211; das aber auch haupts&#228;chlich durch Fremdsoftware wie Compiz, das wegen der engen Verzahnung von Aktivit&#228;ten-Overlay und Fenstermanager nun nicht mehr direkt einsetzbar ist. Besonders gut gef&#228;llt mir das neue Panel-Paradigma mit konsistent integrierten Benachrichtigungen und dynamisch einblendenden Systray-Bereich. Die neue Richtung einer voll Touch-ausgerichteten Oberfl&#228;che halte ich f&#252;r weitsichtig und angebracht. Generell spricht mich GNOME 3 Shell mehr an als das gleich zu behandelnde Unity, vor allem, weil ich eine Vision erkenne, die es dem Nutzer ganz von Herzen einfacher machen m&#246;chte. Viele der anf&#228;nglichen Kritikpunkte wurden mit GNOME 3.2 entsch&#228;rft, oder durch die exzellente Scriptbarkeit des neuen Desktops mit externen Erweiterungen behoben. GNOME 3 Shell hat Potential, es ist durchdachte Technik mit einer gro&#223;en Weitsichtigkeit im UI-Design, die uns noch &#252;berraschen wird, aber es braucht mehr Zeit. F&#252;r eine neue Generation von Nutzern, die mit Inhalten umgehen m&#246;chten und nicht mit Containern, halte ich GNOME 3 Shell (einmal mit Zeitgeist und Activity Journal) f&#252;r die ideale Oberfl&#228;che &#252;ber Ger&#228;teklassen hinweg, und wollte es selber nutzen, wenn ich nicht so ein alter Hase w&#228;re und mehr (nicht erst noch zu erschaffende!) M&#246;glichkeiten gewohnt. Zum Thema der Feature Regressions f&#252;hre ich weiter unten noch meine Gedanken aus.</p>
<p><strong>2 &#8211; Unity — die UI-Konzept-Katastrophe</strong><a name="unity"></a><br />
<img class="alignright size-thumbnail wp-image-1501" title="Unity-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/unity-logo-150x150.png" alt="" width="150" height="150" />Canonicals Antwort auf GNOME 3 Shell ist <a href="http://unity.ubuntu.com/">Unity</a>. Hervorgegangen aus einem urspr&#252;nglich f&#252;r Netbooks entwickelten Minimal-Hack auf Compiz zur Bildschirmplatzersparnis entschied sich der Distributor als es ernst mit GNOME 3 Shell wurde, eigene Wege zu gehen, um ›am Markt herausstechen zu k&#246;nnen‹. Sonderbares Vorgehen bei einer Linux-Distribution, aber gut, es ist Freie Software. Die &#196;hnlichkeit der GNOME 3 Shell-Aktivit&#228;ten und einiger Elemente von Unity ist nicht zuf&#228;llig, schlie&#223;lich waren die Designstudien zu GNOME 3 l&#228;ngst entwickelt. Wie bei GNOME 3 Shell bekommt es der Nutzer bei Unity mit einem revolution&#228;ren statt evolution&#228;ren Bruch in der Oberfl&#228;che zu tun, wenn sich Unitys Bruch auch mehr auf &#196;u&#223;erlichkeiten als das tats&#228;chliche Bedienparadigma bezieht, wie man es bei GNOME 3 Shell versucht. Aber der Reihe nach: Was sie zu dieser UI geritten hat, ich wei&#223; es nicht. Canonical ist eigentlich daf&#252;r bekannt, professionelle Benutzbarkeitsstudien durchzuf&#252;hren &#8211; ich habe selber auch damals das Verschieben der Fensterkn&#246;pfe nach links begr&#252;&#223;t. Unity betrachte ich als Fehldesign durch und durch.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Ubuntu-Oneiric-Unity-Anwendungen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1517" title="Unity: WAS soll das sein?!" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Ubuntu-Oneiric-Unity-Anwendungen-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a> In meinem Verst&#228;ndnis liegt dieses gro&#223;e Fehldesign konkret bei: Es kann nicht sein, dass man f&#252;r die Programmsuche die Index-Suche durch Eintippen des Programmamens verwenden muss, weil die alten Men&#252;kategorien absichtlich verschwert zug&#228;nglich gemacht wurden. Das Konzept funktioniert nicht, wenn ich ein Einsteiger bin und &#252;berhaupt nicht wei&#223;, wie die Programme hei&#223;en, sondern nur beispielsweise nach einem Schreibprogramm schauen m&#246;chte. Oder mir die Programmnamen nicht merken kann (weil sie mir schei&#223;egal sind, zu Recht), oder ich eben *nicht an einem Laptop arbeite* und meine Zwei-H&#228;nde-Wege von Maus zu Tastatur nervend lang ausfallen &#8211; und nein, das Anpinnen im Dock von jeder kleinen Anwendung, die ich &#252;ber die Woche brauche, ist keine ernsthafte Alternative dazu (&#220;brigens: Ich hasse Docks!!).<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/GNOME3-Anwendungsuebersicht.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1583" title="GNOME3-Anwendungs&#252;bersicht" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/GNOME3-Anwendungsuebersicht-300x174.jpg" alt="" width="300" height="174" /></a>Zum Vergleich in GNOME 2: Ich fahre an die obere linke Bildschirmecke, klicke und fahre nach unten, hinein in die entsprechende Kategorie, zeige auf die Anwendung, und lasse die Maustaste los. Meistens selbst in meinen vollen Men&#252;s keine zwei Sekunden. Und die Kategorien sind &#252;brigens das, was Einsteiger oft am meisten unter Linux liebten: Weil es das unter Windows nicht gibt! Und was machen GNOME 3 und Unity nun? Sie verleugnen &#8211; das kann man so sagen &#8211; ja, verleugnen die sinnvollen Anwendungskategorien und m&#246;chten das Arsenal am Liebsten als gro&#223;en Haufen mit Symbolen in &#220;bergr&#246;&#223;e anzeigen. Und warum? Weil sie Apples iOS kopieren! Sinnverloren! Unity noch mehr als GNOME 3, da sind die Anwendungskategorien wenigstens noch dominant sichtbar, aber auch erst mit ZWEI Klicks zu erreichen, wo bei GNOME 2 <em>einer</em> reichte, um das Men&#252; und sp&#228;ter die Anwendung zu &#246;ffnen. Im &#220;brigen halte ich auch das Global Menue von Unity f&#252;r schwachsinnigen Apple-Kopiertrieb. War bei denen sinnvoll, als man noch niedrigere Aufl&#246;sungen hatte, und ist es heute auf der hoffentlich bald vollends verreckenden Ger&#228;tegattung der Netbooks, aber ich will meinen Bildschirmplatz auch ausnutzen, und auch nicht erst Fenster fokussieren m&#252;ssen, um &#252;ber einen Mausumweg in ihr Men&#252; zu gelangen, dessen Sektionen dann au&#223;erdem erst beim Maus-&#220;berfahren &#252;berhaupt angezeigt werden! &#8211; Dass man das Global Menue deinstallieren kann, spielt nichts zur Sache! Fehldesign!<br />
Auch kann es doch nicht sein, dass eine grafische Benutzeroberfl&#228;che erst ›wirklich produktiv‹ wird (so schreiben Ubuntu-Fanblogs!), wenn man eine l&#228;ngere Liste Tastenkommandos gelernt hat. &#8211; Hallo — eine grafische Benutzeroberfl&#228;che sollte es gerade unn&#246;tig machen, dass man mit der Tastatur arbeiten *muss*!<br />
Puh, erst mal beruhigen. Man sieht, Oberfl&#228;chen&#228;nderungen verursachen immer hochemotionale Regungen in der Community. Aber Unity ist auch wirklich richtig schlecht. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
In der Anwendungssuche werden zur Installation angebotene Anwendungen prominent angezeigt, w&#228;hrend die Liste mit den zu einem Stichwort gesuchten <em>installierten</em> zusammengeklappt wird. Auch irgendeine Strategie, ein Konzept wie man die Verwaltung dieser Such-›Linsen‹ plant, kann ich nicht erkennen. Ich k&#246;nnte jedes zweite Design-Element von Unity auseinandernehmen; ich sehe darin einfach keine klare Linie und Vision; St&#252;ckwerk; der Desktop geht am Nutzer vorbei, zuallererst an mir.</p>
<p><strong>3 &#8211; Compiz als Grundlage</strong><a name="compiz"></a><br />
Ich bin Compiz-<span style="text-decoration: underline;">Enthusiast</span> seit 2006. Ich liebe Compiz. Ich wei&#223;, das klingt seltsam. Ich liebe meinen Firefox mit seinen dr&#246;lfzig Add-Ons und ich liebe mein bis ins letzte Detail konfiguriertes Compiz. Ich liebe es. (Das Wort verwende ich nur mit dem allergr&#246;&#223;ten Bedacht, doch hier z&#246;gere ich keinen Moment, es zu benutzen.) Ohne die Grundparadigmen seiner Bedienung will ich nicht mehr am PC arbeiten.<br />
Ich bin es gewohnt, mit einem Mausschwenk oder Tastendruck das Schicksal von dutzenden Fenstern zu kontrollieren, in einer Geschwindigkeit und Direktheit, die Mac-Nutzer ins Staunen versetzt. Ich liebe die wabbelnden Fenster und die sich aufspannenden Kontextmen&#252;s. Den W&#252;rfel &#8211; bei mir ein Zylinder &#8211; mit den virtuellen Arbeitsoberfl&#228;chen und 3D-Fenstertiefe. Ich bin verr&#252;ckt nach allem, was mehr organisches Element, Physik, Plastizit&#228;t, Realismus in meinen Computer-Alltag bringt.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/3220996?byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="400" height="300"></iframe><br />
(Klassiker-Video von 2007)</p>
<p>Canonical baut Unity seit Ubuntu 11.04 auf Grundlage des Compositing-Fenstermanagers Compiz auf. Darin eingegossen lassen sie noch ihr eigenes OpenGL-Toolkit Nux laufen, aber das Zentralmanagement &#252;ber die Komponenten hat der Fenstermanager. Das Unternehmen befindet sich in einer verzwickten Lage: Ihre Spezial-Patches f&#252;r GNOME 2 Shell gingen nicht Upstream &#8211; wie schon erw&#228;hnt durch eine Mischung aus Absonderungswillen und Arroganz &#8211; aber jetzt ist GNOME 3 Shell fertig und macht ihre Anpassungen inkompatibel. Nicht einfach inkompatibel, sondern unumsetzbar mit den neuen Gegebenheiten. Man k&#246;nnte fast meinen, die Erkenntnis traf die Truppe ein bisschen &#252;berraschend. Man hat also viel Forschung und Integration &#252;ber Jahre voran getrieben, und steht pl&#246;tzlich ohne passendes Fundament da. GNOME 2-Komponenten werden veralten, einen Fork zu machen ein irrwitziges Unterfangen, alles aufgeben will man aber auch nicht, nicht zuletzt, weil es zum Bild der Distribution geworden ist und Nutzer sich daran gew&#246;hnt haben. Was also tun? Canonicals Antwort: Wir nehmen das aktuelle GNOME 3 als Grundlage, ersetzen aber die f&#252;r unsere Vorhaben unanpassbare Shell durch eine eigene. Ein sch&#246;ner Kompromiss, will man meinen.<br />
Ich sage: Compiz ist nicht die L&#246;sung. Compiz ist ein au&#223;erordentliches Projekt, getrieben vom Experimentiergeist &#8211; und das ist auch gut so. Canonical denkt, es sei ihre L&#246;sung und begeht damit einen Fehler: Ist es nicht, denn es ist nicht in das Desktop Environment als ganzes integriert. Hier kommen wir wieder bei den Bedienparadigmen an.<br />
Was sie also tun, ist den Unity-Desktop <em>IN</em> Compiz hineinzubauen, was reichlich absurd ist. F&#252;r Compiz sprach wahrscheinlich die extreme Plugin-Architektur; die Situation, das man schon bisher f&#252;r Desktop-Effekte darauf gesetzt hatte und keine Feature Regessions bei den Nutzern wollte, und ihr offizielles Statement, dass man sich mit Compiz besser auskenne als mit Mutter (der neue GNOME 3 Shell-Fenstermanager mit Compositing-F&#228;higkeiten). &#220;berhaupt, die neue Unity-Oberfl&#228;che sollte 3D sein und Fenster verwalten, da ist es doch am einfachsten, man erweitert einen (unsichtbaren) Fenstermanager um eine (sichtbare) eigene Bedienoberfl&#228;che und vereinheitlicht mit einer eigenen Konfiguration. Das haben sie getan, und jetzt haben sie das Problem, dass die GNOME 3-Plattform sich mit jedem Major-Release in sich konsistenter macht in ihrem Ziel, ihr neues Bedienparadigma ganzheitlich umzusetzen. Jede Komponente bei GNOME 3 ist darauf ausgelegt und strebt das Projektziel an, das sich in ganz grunds&#228;tzlichen Fragen, eben Bedienparadigmen, von dem doch eher klassischen Ansatz Unitys unterscheidet. Also in Zukunft wieder viele GNOME-Komponenten patchen?</p>
<p>»<em>Hier entsteht dann etwas der Eindruck, dass man bei Canonical nicht so recht wei&#223;, wie man die zunehmend divergierenden Ans&#228;tze von GNOME und Ubuntu zusammenbringen kann, um ein rundes Ganzes zu erzeugen.</em>« —<a href="http://derstandard.at/1317019445461/Oneiric-Ocelot-Ubuntu-1110-veroeffentlicht---und-gleich-im-Test">derStandard.at-Test von Ubuntu 11.10</a> (S. 14)</p>
<p>Wenn man sich diese Trag&#246;die anschaut, sieht man wieder ganz deutlich, warum ein offenes Entwicklungsmodell und Kollaboration und gemeinsames verst&#228;ndiges Entwickeln in der Welt von kleinen Unternehmen und offenen Systemen ein MUSS ist.<br />
Trotzdem glaube ich, hat Canonical in Anbetracht ihrer Situation das Richtige getan &#8211; zum Einen, weil ihre Patches f&#252;r neue Konzepte wie Indikatoren nicht Upstream gingen, und das ist de facto ein Problem f&#252;r sie, zum anderen, weil ihre Ideen teilweise doch wirklich etwas taugen. Sie m&#252;ssen nat&#252;rlich noch (sehr viel^^) geschliffen werden, aber sind auf dem besten Wege zu einem tollen Nutzungserlebnis f&#252;r den nicht professionellen Heimanwender &#8211; f&#252;r die Massen. Maximierte Anwendungen sind z.B. sehr nett umgesetzt. Das Potential ist da. Canonical wird die Verzahnung von Compiz und Desktop irgendwie hinbekommen, aber es wird keine Integration sein und es wird sie noch sehr viel Ressourcen kosten. Ihr Problem ist heute ihr historisches Setzen auf GNOME und dessen &#214;kosystem (was damals jedoch zweifelsfrei die vern&#252;nftigere Wahl war), wenn man den Alleinstellungsdrang sowieso nicht als Problem betrachten will.</p>
<p><strong>4 &#8211; Canonical, der Schurke</strong><a name="canonical"></a><br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/apluntu.png"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1498" title="&quot;Apluntu&quot;, geklaut von be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/apluntu-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich muss an dieser Stelle meiner Entt&#228;uschung &#252;ber Ubuntu in den letzten Versionen Luft machen. Ich war Nutzer seit 5.04 Hoary Hedgehog, davor Fedora, Debian und SuSE. Bei Ubuntu habe ich meine Heimat gefunden, eine Distribution, die sich von Release zu Release f&#252;r mich als Nutzer verbesserte, einfach *funktionierte*, sch&#246;n schlank kam, auf dass ich meine pers&#246;nlichen Anpassungen auf sie schmei&#223;en konnte, und mit einfachen Systemtools punktete.<br />
Mit 11.04 Natty Narwhal &#228;nderte sich das. Der neue Standarddesktop wurde Unity, und ich h&#228;tte in 11.04 noch GNOME 2 Shell trotzdem als meinen Desktop starten k&#246;nnen, w&#228;re das vollkommen verhunzte System nicht gewesen. Angefangen von GRUB, der falsch installierte und nun auch keine Installationsoption mehr bot, &#252;ber den Kernel, der ohne ACPI-Deaktivierung nicht mehr bootete, was in einem permanenten Stromverbrauch des Hexacore-Rechners von &#252;ber 150 W und hochlaufendem L&#252;fter resultierte, bis zu widerspenstigen Compiz-Paketen und einer Reihe von Anwendungen, die pl&#246;tzlich sehr seltsames Verhalten zeigten. Und Ubuntu 11.10 soll ja noch viel kaputter geworden sein.<br />
Der Selbstgeltungszwang und die entschiedene Abgrenzung mit der Marke ›Ubuntu‹ vom restlichen Linux-Distributionsgeschenen von Canonical wird immer schlimmer, und es immer schwerer, die Sonderwege, die Ubuntu geht, in einer Installation loszuwerden.<br />
Die Anstrengungen in das ›Software-Center‹, die angestrebte ›Appifizierung‹ (wie ich ›App‹ f&#252;r Desktop-Anwendung hasse!) und die enge ›heile Welt‹, in die einen Canonical mit seinem &#214;kosystem-Korsett zu f&#252;hren versucht, machen nur umso deutlicher, was schon lange offensichtlich durch das selbstherrliche Auftreten des Unternehmens ist: Sie m&#246;chten das ›Apple der Linux-Welt‹ sein. Nebenbei wird Basis-Software wie GIMP und Synaptic aus der Distribution entfernt, ich meine, SYNAPTIC!! Eine Distribution, die den grafischen hochfunktionalen und essentiellen Paketmanager aus der Standardinstallation mit einem App Store ersetzt, ist nicht mehr die meine!<br />
Das &#220;brige tun die von Canonical gew&#252;nschten Copyright Assignment zu Kernprojekten wie dem Sotware-Center (Code-Einreicher geben Canonical unbegrenztes Lizenzierungsrecht &#252;ber ihren eingereichten Code, dieses kann ihn dann sp&#228;ter auch propriet&#228;r machen; laut Mark Shuttleworth, um dadurch den ›Wettbewerb‹ mit anderen Projekten zu erh&#246;hen und besseren Code abzuliefern, <a href="http://blog.tenstral.net/2011/08/ds2011-panel-on-copyright-assignment.html">so argumentiert er</a>, ernsthaft!). Das Unternehmen wird mir unsympathisch bis ins Mark (h&#246;h&#246;!). Es lohnt sich, in <a href="http://bethesignal.org/blog/2011/03/12/relationship-between-canonical-gnome/">die Chroniken eines GNOME-Entwicklers</a> &#252;ber die Zusammenarbeit mit Canonical hineinzulesen.</p>
<p>Das alles war f&#252;r mich Grund, meine Langzeitbeziehung zu Ubuntu zu beenden und auf <a href="http://linuxmint.com">Linux Mint Debian Edition</a>/Debian Testing zu wechseln, und langfristig auf KDE 4. Ubuntu 11.04+ bringt mich in die Situation, Linux-Einstiegswilligen keine Empfehlung mehr reinen Herzens f&#252;r eine Distribution aussprechen zu k&#246;nnen. Ubuntu hat meistens funktioniert. Mandriva und Mageia, die vielleicht am ehesten vergleichbaren Distributionen, sind mir zu exotisch, beziehungsweise unpopul&#228;r, openSUSE ist leider f&#252;r den Einsteiger wie den willigen Amateur nach meiner Meinung eine Konfigurations-Katastrophe.</p>
<p><strong>5 &#8211; Flucht!</strong><a name="flucht"></a><br />
Wie bereits ausgef&#252;hrt, bin ich ehrlich angetan von GNOMEs neuem Nutzungsparadigma, aber es ist nichts f&#252;r mich, weil ich mit etwas mehr technischem Verst&#228;ndnis als der Normalnutzer wei&#223;, wie ich schneller ans Ziel komme als &#252;ber die neuen chicen Nutzungswege, die GNOME 3 einf&#252;hrt. Sie vereinfachen vieles bisher Versteckte und Komplizierte und machen es einfacher zu lernen, aber ich bin nun mal versierter und schon ganz andere (multiple) M&#246;glichkeiten gewohnt als die, die das neue GNOME mir nun noch anbietet. Es ist tats&#228;chlich intuitiver; uns f&#228;llt das wahrscheinlich nicht auf, weil wir schon so ›versaut‹ von der Technik-abstammenden Bedienung sind. Ich werde damit langsamer, aber ich bin mir sicher, ein Gro&#223;teil der Nutzer wird damit schneller.<br />
Als GNOME 3-Abtr&#252;nniger hat man &#252;berschaubare Optionen, sofern man bei einer gro&#223;en integrierten Desktop-Umgebung bleiben m&#246;chte, weil man den gebotenen Komfort sch&#228;tzt: Festhalten an GNOME 2 beziehungsweise dem Fork ›<a href="http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&amp;px=OTgxMA">MATE</a>‹, Wechsel auf <a href="http://xfce.org/">Xfce</a>, oder Migration auf <a href="http://kde.org/">KDE</a> SC 4. Ich sage bewusst Migration, weil KDE eine ›andere Welt‹ ist mit seinen Qt-Anwendungen und eigenem Bibliotheken-Fundus als GNOME und Xfce mit GTK+.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/xfce-logo.png"><img class="size-thumbnail wp-image-1506 alignleft" title="Xfce-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/xfce-logo-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Ja, die Arbeit der Xfce-Entwickler wird in der Presse nicht gew&#252;rdigt. Die Desktop-Umgebung liefert ein sch&#246;n integriertes Anwendungsarsenal und bietet fortgeschrittene Features, die sich teils mehr als mit GNOME messen lassen k&#246;nnen (teil aber auch gar nicht). Insgesamt steht Xfce f&#252;r Reduktion von UI-Firlefanz und Addition von Pro-User-wesentlicher Funktionalit&#228;t. Der gewisse ›Firlefanz‹ hat mir in Xfce immer gefehlt, aber es ist <a href="http://xfce.org/about/tour">eine sehr solide Oberfl&#228;che</a>.<br />
Nicht wenige w&#228;hlten die Alternative nach ihrer Entt&#228;uschung &#252;ber Unity oder pers&#246;nlichen Inkompatibilit&#228;t mit GNOME 3 als ihr Refugium. Das ist keinesfalls verwerflich, doch jeder sollte sich klar machen: Xfce steht f&#252;r die Stagnation von UI-Evolution. Klassisch und konservativ. Wer sich daf&#252;r entscheidet, steigt mit gewisser Endg&#252;ltigkeit aus der *sinnvollen* Diskussion sowie Fortevolution der Desktop-Metaphern aus.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/linuxmint12-preview.jpg"><img class="size-full wp-image-1567 alignright" title="Linux Mint 12-Vorschau mit Mint GNOME Shell Extensions ›MGSE‹" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/linuxmint12-preview-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a>Das Selbe ist &#252;brigens der Fall bei allen, die den GNOME 2-Fork MATE aufgesprungen sind. Bei diesem ist obendrein h&#246;chst ungewiss, wie lange das Projekt &#252;berhaupt mit dem Mega-Unterfangen durchh&#228;lt. &#196;hnliches Problem wie beim KDE 3-Fork Trinity.<br />
Immer ernsthafter in Erw&#228;gung sollte auch das Bleiben bei GNOME mit GNOME 3 gezogen werden, das durch das von Woche zu Woche breiter werdende Angebot an GNOME 3-Anpassungsscripten zusehends attraktiver wird. Die Ubuntu zur Basis nehmende Distribution (also Achtung!) Linux Mint 12 will z.B. mit Mint GNOME Shell Extensions ›MGSE‹ <em>(siehe Bild)</em> das Nutzungsparadigma von GNOME 2 mit seiner klassischen Datei-orientierten Fensterliste und Anwendungsmen&#252;s f&#252;r GNOME 3-Anwender retten &#8211; und dennoch GNOME 3 Shell laufen lassen. Ein Ansatz, den ich f&#252;r am vielversprechendsten halte.</p>
<p><strong>6 &#8211; KDE</strong><a name="kde"></a><br />
<img class="size-full wp-image-1555 alignright" title="KDE-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE-Logo.png" alt="" width="128" height="128" />Ich habe vor, noch 2011 endg&#252;ltig auf KDE 4 Plasma zu wechseln, weil die eingeschlagene Richtung der GNOME 3 Shell mich zu sehr in meiner Arbeitsweise einschr&#228;nkt und ich mit KDE Plasma schon l&#228;nger lieb&#228;ugele. Diesen Juli ver&#246;ffentlichte das KDE-Projekt <a href="http://kde.org/announcements/4.7/">Version 4.7 von KDE Software Compilation</a> (SC) und ich habe dem Termin ziemlich entgegengefiebert.<br />
Ich m&#246;chte jeden ermutigen, die Desktop-Umgebung auszuprobieren, es macht wirklich sehr viel Spa&#223;. Wie ich schon Dezember 2008 auf Twitter schrieb, kombiniert KDE 4 die grafische Eleganz von Apples Aqua mit der Konfigurierbarkeit und dem Funktionsreichtum von KDE 3 &#8211; eine m&#228;chtige Mischung, deren gesundes Verh&#228;ltnis zu erforschen eben auch nicht ohne Experimente gelingen kann. Wer bisher nur KDE 3 kennt, wird sehr &#252;berrascht sein, wie das Projekt das Benutzerparadigma weiterentwickelt hat.<br />
<a href="http://kde.org/announcements/4.7/screenshots/dolphin-gwenview.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1564" title="KDE 4.7 - Dateimanager Dolphin und Bildbetrachter Gwenview" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE47-Dolphin-Gwenview-Vorschaubild.png" alt="" width="300" height="169" /></a>Hochinteressant ist das Streben nach der der Nutzbarmachung von sogenannten ›Aktivit&#228;ten‹, eine logische Weiterentwickelung von mehreren virtuellen Arbeitsoberfl&#228;chen. Die Oberfl&#228;che soll sich kontextorientiert an die Aufgabe anpassen, also entsprechende Widgets anzeigen, Programmgruppen starten, oder <em>in</em> angepassten Programmen nur bestimmte Funktionen oder Inhalte anbieten. Das h&#246;rt sich &#228;u&#223;erst abstrakt an, man kann sich aber einen Nutzen ganz leicht schon vorstellen, wenn man nur einmal an die unterschiedlichen Nutzungsszenarien von Arbeit/Freizeit denkt. Aktivit&#228;ten-F&#228;higkeiten halten in immer mehr Komponenten des Desktops Einzug und der zuk&#252;nftige Nutzen f&#252;r mobile und Ultramobil-Ger&#228;te wie Tablets und Smartphones l&#228;sst sich schon erahnen.<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/ao4mQxwkyNY" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p>Von dem pers&#246;nlichen Umstiegs-Schritt h&#228;lt mich bisher noch KWins Tr&#228;gheit auf meiner Hardware und mangelnde Eleganz in Details als alter Compiz-Poweruser, und Dolphins oftmals etwas unlogisches Verhalten ab (abgesehen von dem weiterhin Vermissen von aktuellen Paketen f&#252;r Debian Unstable *seufz*). &#220;berhaupt sind die meisten KDE-Programme eigentlich extrem cool, doch an der Alltagsbenutzbarkeit scheitert es zu oft an kleinen nervigen Details. Aber das wird; hoffe ich zumindest. Wenn man keinen Code einreicht, ist es immer schwierig mit den Feature Requests bei diesen Bug-geplagten Gro&#223;projekten. Die Arbeiten an KDE SC 4.8 sehen auch schon sehr vielversprechend aus.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/81PGq5zJG6Y?hd=1" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe><br />
<em> Beispiel Dateimanager Dolphin 2.0 im kommenden KDE SC 4.8: Sehr verhei&#223;ungsvoll, sehr lecker.</em></p>
<p><strong>7 &#8211; Der Wert einer sch&#246;nen Software-Architektur</strong><a name="software-architektur"></a><br />
KDE 4.0 Developer Preview war die Grundsteinlegung f&#252;r eine g&#228;nzlich neu gedachte Anwendungsplattform. Ich halte das KDE-Prinzip f&#252;r die durchdachtere L&#246;sung, f&#252;r langfristig besser angelegt, und es wird sich mit der Zeit sicher noch auszahlen. Ein Wort: Frameworks. Alles wurde abstrahiert, alles wurde dynamisch austauschbar und portierbar gemacht. Eine ausgezeichnete Einf&#252;hrung in die Software-Architektur von KDE SC 4 bekommt man in der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=UneGtZlehTU">Release Event Keynote von 4.0</a> bei Google.<br />
Zwei der ganz gro&#223;en Frameworks sind Phonon und Solid. Phonon als Multimedia-API, Solid als Schnittstelle f&#252;r die Erkennung von Hardwarekomponenten. Beispielsweise hat es zwar *hust* Jahre gedauert, bis nun auch in KDE GStreamer als Backend f&#252;r Phonon richtig eingezogen ist (wie bei GNOME, das fr&#252;h komplett und exklusiv ohne Abstraktion darauf setzte), aber das Meta-Modell &#8211; an dieser Stelle mit Phonon und den austauschbaren Sound-Backends &#8211; bot per Design gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Wahl, Freiheit und Potentialentwicklingschancen; h&#228;tte &#252;ber die Jahre auch verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig leicht auf neue Entwicklungen reagieren k&#246;nnen. Dass vieles bei KDE SC so lange brauchte, ist wahrscheinlich der Zahl der Entwickler und der ›selbstverschuldeten‹ zu erst notwendigen Schaffung und Stabilisierung von Meta-Frameworks geschuldet.<br />
Jetzt, da <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FSI-4TuUebs&amp;hd=1">KDE mit Plasma Active</a> auf <a href="http://www.golem.de/1108/85534.html">Tablets und Smartphones</a> expandieren will, zahlt sich die Entwicklungsarbeit in Solid aus, da nun Dinge wie Multicore-Erkennung nicht f&#252;r eine andere ganz eigen-spezifische Hardware-Plattform in dutzende Anwendungen h&#228;ndisch eingepflegt werden muss, sondern ein zentrales Framework die Informationen aggregiert und verteilt. Gerade bei Plasma Active wird deutlich, wie massiv skalierbar KDE 4 angelegt ist: Die verschiedenen Plasma Workspaces als dezidierte Oberfl&#228;chen f&#252;r verschiedene Ger&#228;te-Klassen basieren alle auf dem selben Widget-, bzw. ›Plasmoid‹-Arsenal und den selben Technologien, die hochabstrahiert neuangeordnet und neuintegriert neue Einsatzzwecke erm&#246;glichen. Die Plattform war per Design darauf ausgelegt, &#252;ber Ger&#228;te-Klassen hinweg eingesetzt werden zu k&#246;nnen.</p>
<p>Damit ist man dann vielleicht auch bei dem Kritikpunkt an KDE, der vor allem von GNOME-Anwendern vorgebracht wird: Es wird eine eindeutige Vision f&#252;r ein Oberfl&#228;chenmodell vermisst. Alles ist Baustein, doch der Kathedralen-Architekt ist nicht so richtig anwesend. Wo die Vision&#228;re des GNOME-Lagers Human Interface Guidelines schreiben und <a href="https://afaikblog.wordpress.com/2011/11/10/gnome-design-update/">UI-Skizzen auf dem Flip-Chart Board machen</a>, sind die Vision&#228;re im KDE-Projekt passionierte Technik-Designer. Sie w&#252;rden sich eigentlich bestens erg&#228;nzen. (Wer den Hinweis mit der Kathedrale verstanden hat, <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Die_Kathedrale_und_der_Basar">ist gut</a>; es ist richtig: Wir wollen doch mit freier Software eine Kathedrale bauen, die in ihrer Gr&#246;&#223;e den Vergleich nicht mit den propriet&#228;ren Domen zu scheuen braucht; der Basar braucht einen Baumeister!)<br />
Leider begeisterte auch mich in der Vergangenheit das Entwicklungsmodell der KDE-Plattform mehr, als das wirkliche Nutzen. Plasmoid-Zeug, das alles irgendwie spinnt, instabil ist, pl&#246;tzliches Verschwinden von Kontrollleisten und fitzelige Details in Plasmoid-Oberfl&#228;chen und systemauslastende Hintergrunddienste sind nur einige der nicht richtig sch&#246;nen Eigenarten des Desktops, an denen ich aneckte. Doch es wird besser, rapide.</p>
<p><strong>8 &#8211; Von Integriertheit und Harmonie</strong><a name="integriertheit"></a><br />
Compiz war damals revolution&#228;r, und der erste wirkliche Effekte-WM (obwohl schon KDE 3 anno dazumal (2004?) einige hochexperimentelle Compositing-Effekte bot) und sollte &#8211; wie seine Entwickler selber betonten &#8211; die Spielwiese f&#252;r neue Konzepte sein, die dann in die nativen Fenstermanager der Desktops integriert werden sollten. Alleine das ist sinnvoll f&#252;r den Standardnutzer. Compiz ist einfach ein Monster f&#252;r sich und so h&#252;bsch es auch ist, geh&#246;rt dieses Experimentierolymp in keine Normalnutzer-Standardinstallation.<br />
GNOME 3 hat mit dem Fenstermanager ›Mutter‹ die Chance vertan, ein ordentliches Animations- und Erweiterungsframework zu schaffen &#8211; das Ding ist statisch wie der Microsoft Windows Desktop Window Manager. (Ja, es geht offenbar irgendwie, die <a href="http://www.webupd8.org/2011/10/gnome-shell-focus-effects-extension.html">Fokus-Effekt-Erweiterung</a> sieht f&#252;r mich aber wie eine ›Injection‹ oder Hack aus, nicht wie der Gebrauch einer daf&#252;r ausgelegten Schnittstelle.) Immerhin sind Pl&#228;ne im Gespr&#228;ch, das Animationsframework Clutter direkt in Mutter und GTK+ zu integrieren, und nicht nur als Abh&#228;ngigkeit einzubinden. Dies w&#252;rde eine v&#246;llig neue Art von GNOME-Anwendungen erm&#246;glichen, die starken Gebrauch von Mac-artigen Effekten machen, und diese mit Wissen &#252;ber die Desktop-Geometrie verkn&#252;pfen (&#228;hnliches ist bei KWin auch im Gange).<br />
KDE SC macht es dagegen richtig: Perfektes Zusammenspiel von Desktop Plasma und Fenstermanager KWin &#8211; von Beginn an so konzipiert, nat&#252;rlich modular. Man sp&#252;rt, wie alles sch&#246;n durchdacht ist und ineinander &#252;bergreift, wie Plasmoid-Anwendungswidgets Gebrauch von KWin machen; die KWin-Einstellungen im KDE SC-Kontrollzentrum sitzen und perfekt mit der Konfiguration und dem Verhalten der Arbeitsoberfl&#228;che zusammenspielen; es f&#252;hlt sich alles wie aus einem Guss an. Das mag ich, und KDE &#8211; darum teilweise auch meine Euphorie &#8211; <span style="text-decoration: underline;">&#252;bertr&#228;gt Systemparadigmen von Mac OS X hierbei auf den freien Linux-Desktop,</span><span style="text-decoration: underline;"> wie man es in dieser Integriertheit und Innen-System-Harmonie dort bisher noch nicht sah</span>.<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE47vsGNOME32-Systemeinstellungen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1577" title="KDE SC 4.7- vs. GNOME 3.2-Systemeinstellungen: Der erste Eindruck t&#228;uscht nicht..." src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE47vsGNOME32-Systemeinstellungen-263x300.jpg" alt="" width="263" height="300" /></a> Die Arbeit ist gro&#223;artig! Die besprochene Integriertheit zieht sich bei KDE SC durch alle Bereiche: Die Benachrichtigungen k&#246;nnen im Kontrollzentrum feingranular f&#252;r jede Anwendung und Funktion aktiviert oder deaktiviert werden, gleich verf&#228;hrt man mit einem zentralen Kontrollpult bei der Einrichtung von Tastenkombinationen f&#252;r alle KDE-Anwendungen &#8211; es ist ein Traum!<br />
GNOME 3 versucht mit seinem neuen Systemeinstellungen mit KDE SC 4 gleichzuziehen, hat aber noch verdammt viel nachzuholen. Traditionell wurde bei GNOME alles auf seiner Insel entwickelt, und sp&#228;ter Upstream gebracht. Bei GNOME 3 hatten die Entwickler sich die Herausforderung gestellt, verschiedene Systemtools unter einer wirklich-wirklich konsistenten Konfigurationsoberfl&#228;che zu vereinen.</p>
<p><strong>9 &#8211; Plattform vs. &#214;kosystem</strong><a name="plattform"></a><br />
Mit GNOME 3 ist ein verst&#228;rkter Trend vom Insel-Upstream-Zusammenarbeiten hin zum Komponentenmodell erkennbar. Die nun tiefer verzahnten Systemelemente formen gemeinsam den Desktop. Tats&#228;chlich aber verh&#228;lt es sich so, dass GNOME, &#228;hnlich Apple im Vorgehen, ein eigenes &#214;kosystem schafft, w&#228;hrend KDE SC eine <em>Plattform</em> darstellt, in die man Komponenten hineinstecken kann, und welche diese dann in einem dynamischen Prozess integriert.<br />
Das habe ich schon an KDEs Herangehensweise an das Thema Multimedia-Backends illustriert: Man erstellt ein Meta-Framework, in die sich diese, oder eine jene andere Entwicklung backend-en l&#228;sst. Man ist hochflexibel, man ist auf der Geschwindigkeit der Str&#246;mung der Linux-Technologie, zumindest in der Theorie — und man erm&#246;glicht mehr evolution&#228;re Auslese und den Nutzern mehr Freiheit.<br />
Unterstrichen werden kann meine Meinung mit GNOMEs &#246;ffentlichen &#220;berlegungen, zuk&#252;nftig GTK+ und GNOME nur mehr f&#252;r Linux und keine anderen UNIXoide &#8211; und Windows, man denke an die Auswirkung auf GIMP &#8211; zu entwickeln. Das ist eindeutig &#214;kosystem-Strategie.<br />
Dass Canonicals Unity-Prozess eine langausgelegte &#214;kosystemstrategie zur Marktdifferenzierung ist, brauche ich eigentlich gar nicht erst zu erw&#228;hnen. Interessanterweise scheinen sie mit all ihrer Absonderungsarbeit tats&#228;chlich eine eigene Plattform zum Ziel zu haben &#8211; aber ganz im autorit&#228;ren Stile Apples.<br />
Ulkigerweise scheint dem Unternehmen selbst noch nicht klar ist, wie diese aussehen soll &#8211; zu beobachten an dem st&#228;ndigen Wechsel von Toolkits; der Bestrebung f&#252;r eine eigene Entwicklungsumgebung, aber jetzt schon mit veralteten Technologien usw. usf..<br />
Das sind meine Beobachtungen. Hieraus ergibt sich f&#252;r mich die Erkenntnis, dass die KDE SC-Plattform eher das darstellt, was ich unter Linux und freier Software verstehe. Und nutzen m&#246;chte.</p>
<p><strong>10 &#8211; Feature Regressions</strong><a name="featureregressions"></a><br />
&#8220;Never touch a running system&#8221;? Doch! Warum? Weil wir Fortschritt wollen und Fortschritt bedeutet auch Bruch mit Altem. Man muss aber fairerweise unterscheiden: Zum einen die evolution&#228;re und revolution&#228;re Weiterentwicklung von Software, die Br&#252;che in Paradigmen, Funktionalit&#228;t, Kompatibilit&#228;t n&#246;tig macht, will sie Fortschritt erreichen, und will sie sich sanieren. Zum anderen ›das Recht des Nutzers‹ auf allgemeine Funktionsf&#228;higkeit. Sind Entscheidungen von Gro&#223;projekten mit gro&#223;er Nutzerbasis, ›alles neu zu schreiben‹, tragbar? Ist es richtig, den Nutzer, selbst wenn nur vorr&#252;bergehend, mit starken Feature Regressions zu konfrontieren, sogar mit v&#246;llig neuen UI-Ans&#228;tzen, hat er sich doch &#252;ber die Jahre an die Software gew&#246;hnt und erwartet, dass sie nicht bricht? Es ist fast schon eine ethische Fragestellung, und sie ist bewusst provokant formuliert. Aus technischer und projektzentrierter Sicht f&#228;llt die Antwort nicht schwer: Das &#220;bel nimmt man in Kauf f&#252;r die Zukunft des Projektes, sei es eine Plattformaktualisierung, ein Schwenk auf eine elegantere Programmiersprache, die f&#252;r das Projekt besser geeignet ist, oder die Neuorientierung f&#252;r neue Interaktionsmodelle, oder alles zusammen. Das Problem wirkt sich insbesondere bei Projekten negativ aus, die sehr viel mehr technikbegeisterte Entwickler mit To-Boldly-Go-Innovationstrieb als Nutzbarkeitsinteressierte haben: Die Nutzer f&#252;hlen sich dann unverstanden. (Hier ein schieler Blick auf KDE SC 4.) Was dagegen getan werden kann: <span style="text-decoration: underline;">Kommunikation der Absichten</span>. Kommunikation ist das Wichtigste.</p>
<p><strong>11 &#8211; Philosophische Erg&#252;sse</strong><a name="philosophie"></a><br />
Das Wesen eines Linux-Geeks kennzeichnet sich mit dadurch, dass er hofft, dass alles besser *wird*. Wir sind ausdauernde Idealisten. (Ein Grund &#252;brigens, weshalb ich an eine Piratenpartei mit einer Gro&#223;zahl IT-Verst&#228;ndigen glaube.) Wir sind z&#228;h und wir nehmen mitunter unsagbare Verluste in Bedienung und Funktionsumfang in Kauf, weil wir &#252;berzeugt auf ein gro&#223;es Ziel hinleben, sei es ideologisch im Sinne der Freiheit, sei es durch den Gedanken an die neuen Horizonte, die sich durch Architekturumbauten werden anschiffen lassen. Weil wir daran glauben. Weil wir immer ein perfekteres Softwaredesign als Selbstzweck anstreben. Wir k&#228;mpfen nicht f&#252;r uns, sondern daf&#252;r, dass das Ding besser wird. Das macht uns zu den Guten. Und das gibt uns die moralische Legitimation daf&#252;r, Dinge zu brechen.<br />
So weit, so sch&#246;n. Doch die Sache geht &#252;ber ihren Selbstzweck hinaus in die gr&#246;&#223;ere Einheit ›Ziel‹. Denn IT-Projekte w&#228;ren als reiner Selbstzweck &#8211; „Weil wir es k&#246;nnen!“ &#8211; sinnlos. Ihr Selbstzweck liegt in ihrer Sch&#246;nheit und fortw&#228;hrender Evolution des Dinges. Und euch ist schon meine Verwendung des Begriffes ›Ding‹ aufgefallen: Genau das sind diese Projekte n&#228;mlich nur &#8211; sachliche Dinge. Nichts tut man sachlich ohne menschlichen Nutzen<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/CLU-Tron-Legacy.jpg"><img class="size-full wp-image-1521 alignright" title="C.L.U. 2 aus Tron: Legacy (Disney 2010)" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/CLU-Tron-Legacy-216x300.jpg" alt="" width="216" height="300" /></a> &#8211; und dieser sind die Nutzer, aber nat&#252;rlich auch der pers&#246;nlich-menschliche Spieltrieb der Entwickler, welche diese ›Dinge‹ erst beleben. Kommen wir nun auf die Kommunikation zur&#252;ck, die als Element zwischen Entwickler und Nutzer wichtig ist. Ein Ausloten zwischen Nutzerinteressen und denen des Dinges ist notwendig, und hier vertrete ich die Meinung, dass das Dinginteresse h&#246;her gestellt werden sollte: Darauf baut alles auf, was das Projekt als Ganzes ist. Die Nutzer k&#246;nnen sich vor Br&#252;chen str&#228;uben, wie sie wollen &#8211; Blockierung der Umsetzung des Idealismus der Entwickler f&#252;hrt zum langsamen Tod des Projektes, n&#228;mlich metaphorisch gesprochen zur Hemmung der Fortevolution und damit zum Aussterben. Nur kann es sein, dass die Entwickler den rechten Evolutionspfad noch nicht kennen &#8211; unwahrscheinlich, aber m&#246;glich &#8211; und da liegen die Nutzer in der Verantwortung. In Verantwortung f&#252;r das, was die reine, bessere Architektur des Dinges ist, nicht in Verantwortung daf&#252;r, sie an sich anzupassen.<br />
<em>C.L.U. 2 aus Tron: Legacy: Ein Programm, das <em>in Idealismus </em>geschrieben wurde, die Welt zu verbessern, dies aber zum Selbstzweck macht und nach vernichtender Perfektion strebt. Was ihm fehlt: Das Ziel f&#252;r die Gemeinschaft.</em></p>
<p><strong>12 &#8211; Wo es denn nun hingeht</strong><a name="zukunft"></a><br />
Ich konnte hierf&#252;r <a href="https://plus.google.com/113490624731194193134/posts">Leszek</a>, der mit seinem Podcast und vormals PDF-Magazin <a href="https://techviewpodcast.wordpress.com/">Techview</a> seit Jahren eines meiner inspirierenden Vorbilder in Sachen Linux- und IT-News-Geek ist, zu einem Kommentar &#252;berreden =) :<br />
»<em>Ich glaube, eine gro&#223;e Vision gibt es in den Desktops nicht mehr. Alle scheinen sich in die Entwicklung Touch zu bewegen und gleichzeitig neue Infrastrukturen in Form von Bibliotheken bzw. API-Anbindungen f&#252;r die Integration von Webapplikationen zu bieten. KDE beispielsweise setzt neben Solid jetzt auch richtig auf den E-Mail-/Kontakte-/Kalender-Austauschdienst Akonadi. GNOME 3 integriert ebenfalls mit ›Kontakte‹ und ›Dokumente‹ das Web in die Desktopoberfl&#228;che. Windows 8 soll ebenfalls eine Integration von verschiedenen Diensten bieten, dass sogar soweit geht, dass im &#214;ffnen-/Speichern-Dialog Webressourcen wie GMail, Flickr usw. angezeigt werden. Ich denke, im Nachfolger von OS X Lion wird es &#228;hnlich werden.</em><br />
<em>Augenscheinlich ist aber, dass Microsoft und die Linux-Desktops ihr Aussehen und ihr Bedienkonzept teilweise komplett &#228;ndern. Bei Mac OS X fehlt das noch. Ich k&#246;nnte mir vorstellen, dass Launchpad (der ›iOS-Launcher‹ f&#252;r den Desktop) bei der n&#228;chsten Version noch weiter ausgebaut werden wird und dann eventuell als Desktopersatz zum Standard erkl&#228;rt wird.</em>« Danke! (Einen Blick wert sind &#252;brigens auch seine Linux-Distributionen <a href="http://www.zevenos.com/de">ZevenOS und ZevenOS-Neptune</a>!)<br />
Faszinierend zu beobachten ist im Moment, dass sich drei der gr&#246;&#223;ten Arbeitsoberfl&#228;chen in sehr &#228;hnliche Richtungen entwickeln: GNOME 3, Canonicals Unity, Apples Mac OS X Aqua. Ein interessanter weiterf&#252;hrender Denkansto&#223; dazu bietet der Artikel <a href="http://www.muktware.com/blog/45/290/23/2010/396?page=0,0">Mac OS X Lion Features are Ubuntu Rip-Off</a>.<br />
Da kann ich gleich einhaken: Es gibt gute Gr&#252;nde, warum ich nicht OS X als Haupt-OS nutze, obwohl ich einen Hackintosh besitze: Ich will die Oberfl&#228;che nicht auf Dauer nutzen m&#252;ssen. Sie schr&#228;nkt mich ein, sie ist hinderlich, verumst&#228;ndlicht Abl&#228;ufe. Aqua ist ein zwar perfekt designtes, aber fitzeliges UI, das mich in seine akkuraten Bahnen zwingt. Die Linux-Desktops waren bisher selbst mit dem beh&#252;tenden GNOME Gegenentw&#252;rfe zu dieser Mentalit&#228;t, doch GNOME 3 und Unity rei&#223;en das Ruder ganz klar in Richtung Apple-Kopie. Ich habe Bedenken bei dieser Entwicklung. Mittlerweile kann ich es jedoch, so es um GNOME 3 geht, f&#252;r mich relativieren, da immer mehr vorhandene Userscripte ein umfangreicheres Personalisieren erm&#246;glichen.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Activity-Journal-Prototyp.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1531" title="Activity-Journal-Prototyp, soll letztlich in die &quot;Aktivit&#228;ten&quot;-Shell kommen" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Activity-Journal-Prototyp-300x195.png" alt="" width="300" height="195" /></a>Die Str&#246;mungen, die ich so erkenne, sind generell der Wunsch, Dateien zu Informationen zu machen und als Information behandelnd zu kategorisieren. GNOME 3 und indirekt Unity haben mit <a href="http://zeitgeist-project.com/experience/">Zeitgeist und dem Activity Journal</a> aufregende Forschungsfelder aufgetan und dabei Pionierarbeit geleistet. Was habe ich gestern <a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2011/04/zeitgeist-work-towards-gnome-3-2/">f&#252;r Dokumente bearbeitet</a>, welche Videos habe ich gesehen, was ist meine meistgespielte Musik des Monats? Welche Programme habe ich wof&#252;r wann verwendet, wo habe ich gespeichert? Solche Fragen k&#246;nnen die GNOME-Unterprojekte beantworten und stellen dabei Schnittstellen f&#252;r alle Destop-Anwendungen zur Verf&#252;gung, womit diese Zugriff auf Datenbanken mit gro&#223;en Wissen &#252;ber die Nutzergewohnheiten erlangen, was zu einer noch nie gekannten ›Service-Intelligenz‹ der Computeroberfl&#228;che f&#252;hren kann. <em>Bild: Activity-Journal-Prototyp. Soll letztlich direkt in die ›Aktivit&#228;ten‹-Shell-Oberfl&#228;che mit reicher Such-Grammatik integriert werden.</em><br />
Erfreulich hier, dass <a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2010/11/zeitgeist-coming-to-kde/">auch KDE an der Integration von Zeitgeist arbeitet</a>. Umso erfreulicher, dass KDE im Rahmen seines <a href="https://beyondserenity.wordpress.com/2010/08/29/nepomuk_in_kde_-_theorie_und_praxis/">Nepomuk-Projekts</a>, das sogar von der EU mit Millionen Euro mitfinanziert wurde, an einem &#8211; Framework &#8211; wie sollte es anders sein &#8211; zur Sammlung und Vernetzung von verschiedendsten Metadaten &#252;ber Dateien arbeitet. Das Ergebnis eines so von den Anwendungen automatisch get&#228;tigten Durchbeschriften mit Schlagw&#246;rtern und technischen Informationen und der vom Anwender selbst mitgeteilten pers&#246;nlichen Bedeutung f&#252;r ihn im Sinne einer Qualit&#228;t, bahnt ebenfalls die Stra&#223;e zu einer neuen Generation von Anwendungen: Die, welche von einer zentralen Datenbank gef&#252;ttert, Ontologie-basiert, erstmals wissen, *was auf dem Computer <em>IST</em>*, und welche Beziehung es zum Nutzer hat. Klassische Index-Suchen werden nebenbei auch immer besser, und sind wie bei KDE SC 4 schon tief in der Standardkompilation integriert. Es w&#228;re jedoch w&#252;nschenswert, dass die KDE-Entwickler es cooler finden w&#252;rden, mehr Frontend-Bewegung erkennen zu lassen, als &#252;ber die ungeahnten M&#246;glichkeiten ihrer Technologie zu philosophieren, sonst bleibt der semantische Desktop auf KDE leider weiterhin ein Buzzword.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/beos.png"><img class="size-medium wp-image-1506 alignright" title="Ein BeOS-Desktop" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/beos.thumbnail.png" alt="" width="128" height="96" /></a>Wie schon herausgekommen sein m&#252;sste, habe ich ein Faible f&#252;r Sch&#246;nheit in Konzept-Architektur. So bin ich auch ein gro&#223;er Fan von <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/BeOS">BeOS</a> und <a href="http://www.haiku-os.org/">Haiku</a>, die ihrerseits durch ein extrem modulares, dynamisches Konzept bestechen. Das 2000 wegen Microsoft&#8217;schen Kartellverst&#246;&#223;en aufgegebene Betriebssystem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ggCODBIfWKY">BeOS</a> (und dessen Open Source-Nachbildung Haiku) f&#252;hrte das Be File System BFS ein, das noch nach heutigen Ma&#223;st&#228;ben eine Revolution darstellt: Metadaten und Programm-Assoziationen zu Dateien werden in eine im Dateisystem integrierte Datenbank geschrieben. Dies hat weitreichende Konsequenzen f&#252;r alle Anwendungen auf dem System, die sich viel Code sparen, und obendrein untereinander interoperabler werden. Auch die Dateisuche findet direkt &#252;ber die Dateisystem-Datenbank ohne zus&#228;tzlichen Indizierungsdienst statt, ist also ressourcensparend und extrem flink.<br />
Das habe ich an den neuen Ideen des Linux-Desktops zu kritisieren: Sie k&#246;nnen schnell in ›Bloatware‹ ausarten. Zeitgeist, Nepomuk, Strigi, Tracker, Akonadi und wie sie alle hei&#223;en, sind zus&#228;tzliche Dienste, die eine weitere Abstraktionsschicht auf das Dateisystem legen. Microsoft hatte Gro&#223;es bei Windows Codename: Longhorn vor mit <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/WinFS">WinFS</a>, das in eine &#228;hnliche Richtung ging, ist aber bei der Entwicklung wegen der hoffnungslosen Aufbl&#228;hung und Verkomplexierung gescheitert. Warum setzen sich die Desktop-Entwickler nicht mal mit den Kernel-Entwicklern zusammen, und sprechen &#252;ber Metadaten auf Dateisystemebene? Warum l&#228;sst man die Chance bei dem gerade heranreifenden Next-Gen-Dateisystem Btrfs verstreichen, wirkliche tiefgreifende Innovation f&#252;r den Desktop zu erm&#246;glichen?</p>
<p><strong>13 &#8211; Neue Ger&#228;teklassen und die Konvergenz</strong><a name="konvergenz"></a><br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Asus-Eee-Pad-Transformer-Prime.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1549" title="ASUS Eee Pad Transformer Prime" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Asus-Eee-Pad-Transformer-Prime-198x300.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a>Einer der sich f&#252;r n&#228;chstes Jahr abzeichnenden Computing-Trends sind Ultrabooks. Ultrabook &#8211; Intels Spezifikation f&#252;r extrem flache Notebooks im Stile des MacBook Air. Der Chip-Hersteller hat f&#252;r dieses neue Segment sein umfassendstes Kommunikationsprogramm seit Jahren angek&#252;ndigt, da wird bald richtig was geh&#8217;n. Ultrabooks sind d&#252;nn, und sie sind aus ganzen Bl&#246;cken gefr&#228;st: Neben Aluminium soll zur Produktionsteigerung auch Glasfaser als Geh&#228;use verwendet werden. Und sie sind d&#252;nn. Klingelt da etwas? Die n&#228;chste Tablet-Generation wird auch d&#252;nn, mit 8 mm und fallend sind Ger&#228;te angek&#252;ndigt. Es ist jetzt m&#246;glich, leistungsf&#228;hige Hardware ungeahnt kompakt zu packen, sogar mit starkem Akku, ordentlichen Lautsprechern, FullHD-Kamera und nat&#252;rlich mit Multitouchscreen. Ich sehe die Entwicklung klar dahin gehen, dass Tablets mit Docking-Stationen zu ultramobilen Laptops werden &#8211; eine Konvergenz der Ger&#228;teklassen. Intel setzt Energie in einen vollen <a href="http://www.golem.de/1109/86428.html">Android-Port f&#252;r x86</a>, auf der anderen Seite wird Windows 8 auch f&#252;r die ARM-Architektur erscheinen. Ich stelle mir Ger&#228;te vor, die Tablet sind, die aber durch Einstecken in ein Tastatur-Dock mehr Anschl&#252;sse bereitstellen, mehr Speicher, vielleicht mehr Rechenleistung. Mir kommt der Sabber bei dieser Vorstellung. Das ist die Art von mobilem Ger&#228;t, die ich m&#246;chte, endlich!<em><br />
ASUS Eee Pad Transformer Prime: Nvidia Tegra 3-Tablet mit Android 4 und Tastatur-Dock mit Zusatzakku, siehe <a href="https://www.youtube.com/watch?v=g8ogu3rgbFI">Spezifikationen</a></em></p>
<p>Stellt sich die Frage nach der konkreten Benutzeroberfl&#228;che solcher Ger&#228;te. Habe ich ein Tablet in der Hand, will ich mit geschwinden Touch-Gesten meinen Startbildschirm bedienen und Apps &#8211; wirklich Apps, vereinfachte und Touch-optimierte Varianten von Desktop-Anwendungen nutzen, um rasch an (meinst konsumierbare) Ergebnisse zu kommen. Sitze ich vor einem Notebook, m&#246;chte ich mein System bequem per Tastatur und Trackpad steuern, nicht unbedingt meine Arme heben, und auch eher nicht meinen Bildschirm verschmieren. Zudem ist meine Notebook-Steuerm&#246;glichkeit viel exakter als die per Touch und ich habe den Anspruch, mit Dateien und Werkzeugleisten umzugehen; meine Eingabekompetenz ist ›fitzelig-tauglich‹. Wie bringt man die zwei Welten zusammen?<br />
Spannend, was sich mal wieder bei Apple tut: Im diesem Sommer erschienen <a href="https://www.apple.com/de/macosx/whats-new/">Mac OS X 10.7 Lion</a> hielten bereits eine Reihe feiner iOS-Essenzen ihren Einzug. Auff&#228;lligste das ›nat&#252;rliche Scrollen‹ &#8211; Scrollen vom <em>Inhalt</em>, nicht Bewegen einer Scrolleiste mit dem Mausrad oder dem Trackpad. Dazu das von Leszek angesprochene Launchpad als iOS-artiger Anwendungsstarter, sowie systemweite Multitouch-Gesten auf dem Trackpad. Dass Apple in der Zukunft recompilierte iOS-Apps aus seinem unermesslichen Fundus an iPad-Software f&#252;r Macs mit Multitouch-Screen und vielleicht entkoppelbarer Tastatur anbieten wird, liegt nahe wie noch was.<br />
Microsofts Hoffnungstr&#228;ger <a href="http://www.golem.de/1109/86411.html">Windows 8</a> bezaubert den Nutzer auf allen PCs ab n&#228;chsten Sommer mit der neuen kubistischen Tablet-Oberfl&#228;che Metro als Standarddesktop, der nur mit dem klassischen Fenster-Desktop gewechselt werden soll, wenn es eine ›Legacy‹-Anwendung n&#246;tig macht &#8211; schlie&#223;lich ist in Zukunft ja alles ganz toll Touch-optimiert und in HTML5 und JavaScript geschrieben. Also, alles, ja. [...] Den alten Desktop wird es dabei nur noch auf x86(_64) geben, reine Windows-Tablets mit ARM-Prozessor werden nur mit Metro kommen. Microsoft bleibt uns noch einen Entwicklerfaden f&#252;r ernsthafte Anwendungen in ›Metro-style‹, wie sie es so gerne nennen, schuldig. Nichtsdestotrotz l&#228;sst sich die selbe Absicht in der Verschmelzung wie bei Mac OS X erkennen, wenn auch aus der entgegengesetzten Position, dass Microsoft noch keinen App-Fundus hat, sondern sie erst mit Windows etablieren will.<br />
Um endlich auf Linux zu kommen: GNOME 3 ist durch und durch geschaffen f&#252;r Ger&#228;te, die beides sein m&#246;chten, <span style="text-decoration: underline;">GNOME 3 <em>IST</em> die Konvergenz</span>, ist die Synthese! Es mag den Desktop-Nutzer gerade an manchen Stellen schmerzen, aber das ist die Richtung, und GNOME 3 und die GNOME 3 Shell tritt bestens aufgestellt in in diese neue Ger&#228;tewelt, von der ich glaube, dass sie die generelle Zukunft von Mobilcomputern ist.<br />
KDE hat Plasma Active als neue Voll-Touch-Umgebung, zwischen der und dem Standard-Plasma man w&#228;hrend der Sitzung wird wechseln k&#246;nnen, ohne die laufenden Anwendungen zu beenden, sie sogar wird mitnehmen. Der verhei&#223;ungsvolle Wechsel auf <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/QML">Qt QML</a> macht wie bei Android verschiedene Nutzeroberfl&#228;chen eines Programms f&#252;r verschiedene Aufl&#246;sungen, oder auch Umgebungs-Anforderungen m&#246;glich. Der E-Mail-Client wird also auf Plasma Active ein anderes Layout zeigen als auf Plasma, und doch ist es die selbe Anwendung. Auch eine kluge Herangehensweise mit dem Vorteil, den Power-Nutzer nicht einzuschr&#228;nken. &#8211; Und es wird an der Umsetzung dieser Vision gearbeitet, viele KDE-Entwickler besch&#228;ftigen sich bereits mit dem Freundlichmachen ihrer Anwendungen f&#252;r Touch-Ger&#228;te.<br />
Meinen vollen Enthusiasmus in Sachen Linux auf ›Tabbooks‹/›Lapdocks‹/›WebTops‹ schm&#228;lert zur Zeit noch, dass X.org noch immer eine Multitouch-API fehlt; sie wird von Version zu Version aufgeschoben. Das k&#246;nnte noch ein d&#252;steres Erwachen geben. Multitouch ist zwar m&#246;glich, man muss bisher aber die Eingabeger&#228;te direkt am Treiber ansprechen und daf&#252;r erst kennen, um sie dann in ein von X separates Framework zu mappen, welches &#252;berhaupt erst allgemeine Muster und damit Gesten erkennt. Canonical t&#228;tigte zumindest dabei einen l&#246;blichen Vorsto&#223; mit <a href="http://unity.ubuntu.com/projects/utouch/">uTouch</a>, das seit Ubuntu 10.10 mitinstalliert wird, leider aber auch auf anderen Distributionen erst einen speziell ›Hack‹-gepatchten X.org erfordert.<br />
Ja, danach sieht&#8217;s aus.</p>
<p><strong>14 &#8211; Finale</strong><a name="finale"></a><br />
Der Paradigmenumbruch findet statt. Es herrscht Aufbruchsstimmung. Die traditionelle Desktop-Metapher weicht nach Jahren etwas Neuem; was es ist, wird immer greifbarer. Es ist sehr erfreulich, dass man den Umbruch in der Industrie weitsichtig vorausgesp&#252;rt hat und jetzt besser aufgestellt ist als die propriet&#228;re Konkurrenz.<br />
Ich rate zum Experimentieren. Dabei auf die Nachhaltigkeit der eigenen Plattform-Entscheidung zu achten.<br />
Das Sch&#246;ne ist: Wir haben die Wahl auf Linux.<br />
Es sind aufregende Zeiten.</p>
<p><strong>15 – Auswahl weiterf&#252;hrender Artikel</strong><a name="artikel"></a><br />
Im Folgenden noch eine Auswahl einiger lesenswerter Artikel der letzten Monate, die es erm&#246;glichen, sich selbst ein breites Urteil zu bilden. Damit schneller ersichtlich ist, wohin eine Empfehlung f&#252;hrt, habe ich die Links sichtbar geschrieben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Unity</span></p>
<ul>
<li>Unity &#8211; Der Anfang vom Ende f&#252;r Ubuntu?<br />
<a href="http://kofler.info/blog/154/1/Unity----Der-Anfang-vom-Ende-fuer-Ubuntu/">http://kofler.info/blog/154/1/Unity&#8212;-Der-Anfang-vom-Ende-fuer-Ubuntu/</a></li>
<li>What&#8217;s really going on with Ubuntu Unity (2010)<br />
<a href="http://blogs.computerworld.com/17234/whats_really_going_on_with_ubuntu_unity">http://blogs.computerworld.com/17234/whats_really_going_on_with_ubuntu_unity</a></li>
<li>Ubuntu 11.10 ohne Unity3D? — Unity 2D in Qt<br />
<a href="http://www.glasen-hardt.de/?p=1225">http://www.glasen-hardt.de/?p=1225</a></li>
<li>Schwingende Fenster: Neue Optik f&#252;r Linux &amp; Co. (2005, historisch!)<br />
<a href="http://www.golem.de/0504/37579-2.html">http://www.golem.de/0504/37579-2.html</a></li>
<li>Compiz is getting rapidly sick of Gnome &#8211; erkennbare Vor&#252;berlegungen zu Unity, wenn auch nicht von Canonical (2009)<br />
<a href="http://www.stefanoforenza.com/compiz-is-getting-rapidly-sick-of-gnome/">http://www.stefanoforenza.com/compiz-is-getting-rapidly-sick-of-gnome/</a></li>
<li>Warum Unity gut f&#252;r den freien Desktop ist<br />
<a href="http://fernmannblog.wordpress.com/2011/04/28/warum-unity-gut-fur-den-freien-desktop-ist/">http://fernmannblog.wordpress.com/2011/04/28/warum-unity-gut-fur-den-freien-desktop-ist/</a></li>
<li>Mac OS X Lion Features Are Ubuntu Rip-Off<br />
<a href="http://www.muktware.com/blog/45/290/23/2010/396?page=0,0">http://www.muktware.com/blog/45/290/23/2010/396?page=0,0</a></li>
<li>Distrowatch: Ubuntu erstmals mit deutlichem Popularit&#228;tsverlust<br />
<a href="http://derstandard.at/1308679567656/Distrowatch-Ubuntu-erstmals-mit-deutlichem-Popularitaetsverlust">http://derstandard.at/1308679567656/Distrowatch-Ubuntu-erstmals-mit-deutlichem-Popularitaetsverlust</a></li>
<li>»finde konsole nicht ubuntu 11.04«<br />
<a href="http://kenntwas.de/2011/linux/ubuntu/finde-konsole-nicht-ubuntu-11-04/">http://kenntwas.de/2011/linux/ubuntu/finde-konsole-nicht-ubuntu-11-04/</a></li>
<li>H&#228;lfte der Menschheit bald zu bl&#246;d f&#252;r Ubuntu (April 2011)<br />
<a href="http://www.naturalnik.de/wordpress/2011/04/halfte-der-menschheit-bald-zu-blod-fur-ubuntu/">http://www.naturalnik.de/wordpress/2011/04/halfte-der-menschheit-bald-zu-blod-fur-ubuntu/</a><br />
Besonders sch&#246;n: »<em>8 Tester haben es nicht geschafft, ein Icon zum Launcher hinzuzuf&#252;gen. Warum wei&#223; keiner so genau, das Ding hat sich halt gewehrt.</em> <em>9 von 11 Testern haben es geschafft, ein Fenster zu schlie&#223;en. Das klingt jetzt toll, aber die anderen 9 haben sich nur von pl&#246;tzlich auftauchenden Bugs oder verschwindenden Buttons nicht so sehr ablenken lassen wie die restlichen zwei.</em>«</li>
<li>User Testing of Unity Reveals Surprising Results<br />
<a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2011/11/user-testing-of-unity-reveals-some-surprising-results/">http://www.omgubuntu.co.uk/2011/11/user-testing-of-unity-reveals-some-surprising-results/</a><br />
»<em>Interestingly, the number of users who could tell how many apps were running was higher in 2010.</em>« &#8211; Vollkommen unbedenkliche Entwicklung, nicht wahr?</li>
<li>Ubuntu 11.10 ver&#246;ffentlicht &#8211; und gleich im Test<br />
<a href="http://derstandard.at/1317019445461/Oneiric-Ocelot-Ubuntu-1110-veroeffentlicht---und-gleich-im-Test">http://derstandard.at/1317019445461/Oneiric-Ocelot-Ubuntu-1110-veroeffentlicht&#8212;und-gleich-im-Test</a><br />
»<em>Hier entsteht dann etwas der Eindruck, dass man bei Canonical nicht so recht wei&#223;, wie man die zunehmend divergierenden Ans&#228;tze von GNOME und Ubuntu zusammenbringen kann, um ein rundes Ganzes zu erzeugen.</em>« (S. 14)</li>
<li>Jobs der Zweite? (2010)<br />
<a href="http://be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/">http://be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/</a></li>
<li>Ubuntu should zig to Apple’s zag<br />
<a href="http://bytebaker.com/2011/10/19/ubuntu-should-zig-to-apples-zag/">http://bytebaker.com/2011/10/19/ubuntu-should-zig-to-apples-zag/</a><br />
»<em>The longer I see Ubuntu’s development the more it seems that they are shunning the Unix philosophy in the name of “user friendliness” and “zero configuration”. And they’re doing it wrong. I think that’s absolutely the wrong way to go.</em>«</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Canonicals Copyright Assignments</span></p>
<ul>
<li>Harmony Agreements<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/06/harmony-agreements.html">http://blog.tenstral.net/2011/06/harmony-agreements.html</a></li>
<li>Shuttleworth: Firmen und freie Software<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/05/shuttleworth-firmen-und-freie-software.html">http://blog.tenstral.net/2011/05/shuttleworth-firmen-und-freie-software.html</a></li>
<li>Warum Copyright-Assignments schlecht sind… oder: Der Fall Canonical und die Community.<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/05/warum-copyright-assignments-schlecht.html">http://blog.tenstral.net/2011/05/warum-copyright-assignments-schlecht.html</a></li>
<li>Why I would not sign a Harmony Agreement<br />
<a href="http://blog.martin-graesslin.com/blog/2011/07/why-i-would-not-sign-a-harmony-agreement/">http://blog.martin-graesslin.com/blog/2011/07/why-i-would-not-sign-a-harmony-agreement/</a></li>
<li>DS2011 – Panel on Copyright Assignment<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/08/ds2011-panel-on-copyright-assignment.html">http://blog.tenstral.net/2011/08/ds2011-panel-on-copyright-assignment.html</a></li>
<li>Open-Source-Kontroverse: Mark Shuttleworth hofft auf ›Gro&#223;z&#252;gigkeit‹ der EntwicklerInnen<br />
<a href="http://derstandard.at/1311802889905/Open-Source-Kontroverse-Mark-Shuttleworth-hofft-auf-Grosszuegigkeit-der-EntwicklerInnen">http://derstandard.at/1311802889905/Open-Source-Kontroverse-Mark-Shuttleworth-hofft-auf-Grosszuegigkeit-der-EntwicklerInnen</a></li>
<li>Wie es besser geht: Contributor License Agreements mit Offenheitsverpflichtung<br />
<a href="http://www.golem.de/1109/86416.html">http://www.golem.de/1109/86416.html</a></li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">GNOME 3</span></p>
<ul>
<li>Eine Woche Gnome 3: Der uniformierte Desktop<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=86">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=86</a></li>
<li>Warum&#8230; Unity, Gnome und der Schlag ins Gesicht<br />
<a href="http://oyox.de/archives/141-Warum...-Unity,-Gnome-und-der-Schlag-ins-Gesicht.html">http://oyox.de/archives/141-Warum&#8230;-Unity,-Gnome-und-der-Schlag-ins-Gesicht.html</a></li>
<li>Wird GNOME wieder zum Zwerg? – eine Generalkritik zur neuen Shell<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=79">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=79</a></li>
<li>Adieu, Desktop. Der langsame Abschied von der Arbeitsoberfl&#228;che?<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=84">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=84</a></li>
<li>Taskleiste, Panel, Dock &amp; Co. oder: Der Vorteil der vergessenen Fensterlisten<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=91">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=91</a></li>
<li>&#220;berlegungen zu GNOME 2 (Essay, 2002)<br />
<a href="http://ometer.com/free-software-ui.html">http://ometer.com/free-software-ui.html</a></li>
<li>On the relationship between Canonical and GNOME<br />
<a href="http://bethesignal.org/blog/2011/03/12/relationship-between-canonical-gnome/">http://bethesignal.org/blog/2011/03/12/relationship-between-canonical-gnome/</a></li>
<li>Timeline: It’s 2009… and they have a plan<br />
<a href="http://bethesignal.org/blog/2011/03/18/timeline-gnome-canonical-2009/">http://bethesignal.org/blog/2011/03/18/timeline-gnome-canonical-2009/</a></li>
<li>Linus Torvalds nennt GNOME 3 ein ›gro&#223;es Durcheinander‹<br />
<a href="http://www.golem.de/1108/85472.html">http://www.golem.de/1108/85472.html</a></li>
<li>A Fork Of GNOME 2: The Mate Desktop (August 2011)<br />
<a href="http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&amp;px=OTgxMA">http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&amp;px=OTgxMA</a></li>
<li>Auf dem Desktop zieht “Revolution statt Evolution” nicht – auch nicht bei Apple<br />
<a href="http://campino2k.de/2011/08/18/auf-dem-desktop-zieht-revolution-statt-evolution-nicht-auch-nicht-bei-apple/">http://campino2k.de/2011/08/18/auf-dem-desktop-zieht-revolution-statt-evolution-nicht-auch-nicht-bei-apple/</a><br />
Mit h&#246;chst am&#252;santem Video eines genervten Lion-Nutzers!</li>
<li>GNOME-Designer Jon McCann about the future of GNOME3<br />
<a href="http://derstandard.at/1313024283546/Interview-GNOME-Designer-Jon-McCann-about-the-future-of-GNOME3">http://derstandard.at/1313024283546/Interview-GNOME-Designer-Jon-McCann-about-the-future-of-GNOME3</a><br />
GNOME-Entwickler ein bisschen gr&#246;&#223;enwahnsinnig? Wollen spezielle Audio-, Foto-, Dokumente-, Video- und Mail-Anwendungen f&#252;r GNOME 3 schreiben?!<br />
»<em>People will go off and do different things &#8211; and they certainly do have that right. But I still think if we value GNOME and we believe in GNOME we need to do the right thing by our own vision.</em>«<br />
»<em>I&#8217;m not saying that all this people will be completely convinced and that&#8217;s unfortunate but I think over time people will realize what we are doing has been at least thought through.</em>«<br />
»<em>I don&#8217;t think we are all that different in the end. There are a lot of things we have in common. Who doesn&#8217;t like to listen to music? Who doesn&#8217;t need to check email, who doesn&#8217;t need to chat with friends? Or lookup a map to know how to get to dinner, or even use the web, where most of the daily usage is nowadays. There is so much commonality. We do end up focusing on the differences more than we should.<br />
You do see a lot of hackers using Mac OS X these days and I think that&#8217;s a little bit unfortunate and probably there are many reasons why they do that, but that&#8217;s not immediately what you might think of as a super hacker-focused OS.</em>«<br />
»<em>Unfortunately on the internet &#8211; and in free software in particular &#8211; we have a lot of people whose voices aren&#8217;t heard very loudly, and we have to take their needs into accounts as well as those who are vocal.</em>«<br />
»<em>As how we react to those latest criticisms: It&#8217;s very difficult cause not all of those necessarily agree with one another. In some sense people who are against something think they have something in common, but when you look at it in more detail &#8211; which of course we try to do &#8211; very few actually agree on much of anything other than that&#8217;s not what they are used to.</em>«</li>
<li>&#8220;Anwender reagieren positiv auf GNOME 3&#8243;<br />
<a href="http://www.golem.de/1105/83493.html">http://www.golem.de/1105/83493.html</a></li>
<li>Linux Mint 12 Preview<br />
<a href="http://blog.linuxmint.com/?p=1851">http://blog.linuxmint.com/?p=1851</a><br />
»<em>We’ve been using application menus, window lists and other traditional desktop features for as far as I can remember. It looked different in KDE, Xfce, or even Windows and Mac OS, but it was similar. GNOME 3 is changing all that and is developing a better way for us to interact with our computer. From our point of view here at Linux Mint, we’re not sure they’re right, and we’re not sure they’re wrong either. What we’re sure of, is that if people aren’t given the choice they will be frustrated and our vision of an Operating System is that your computer should work for you and make you feel comfortable.</em>«</li>
<li>Nachrichten aus dem Land der GNOME-Shell (Juli 2011, reich bebilderter Ausblick auf GNOME 3.2)<br />
<a href="http://linuxundich.de/de/ubuntu/nachrichten-aus-dem-land-der-gnome-shell/">http://linuxundich.de/de/ubuntu/nachrichten-aus-dem-land-der-gnome-shell/</a></li>
<li>GNOME 3.2 ist da: Ein saftiger Nachschlag f&#252;r den Linux-Desktop<br />
<a href="http://derstandard.at/1314652803662/WebStandard-Test-GNOME-32-ist-da-Ein-saftiger-Nachschlag-fuer-den-Linux-Desktop">http://derstandard.at/1314652803662/WebStandard-Test-GNOME-32-ist-da-Ein-saftiger-Nachschlag-fuer-den-Linux-Desktop</a></li>
<li>GNOME Shell l&#228;uft k&#252;nftig auch ohne Hardware-3D-Support<br />
<a href="http://derstandard.at/1319181969534/Funktionstuechtig-GNOME-Shell-laeuft-kuenftig-auch-ohne-Hardware-3D-Support">http://derstandard.at/1319181969534/Funktionstuechtig-GNOME-Shell-laeuft-kuenftig-auch-ohne-Hardware-3D-Support</a></li>
<li>GNOME 3 Shells Fenstermanager ›Mutter‹ ist offenbar doch erweiterbar &#8211; hoffen wir auf die wabbelnden Fenster!<br />
<a href="http://www.webupd8.org/2011/10/gnome-shell-focus-effects-extension.html">http://www.webupd8.org/2011/10/gnome-shell-focus-effects-extension.html</a></li>
<li>GNOME3: Neue Designs zeigen weitere Zukunft des Desktop<br />
<a href="http://derstandard.at/1319182584290/Ausblick-GNOME3-Neue-Designs-zeigen-weitere-Zukunft-des-Desktop">http://derstandard.at/1319182584290/Ausblick-GNOME3-Neue-Designs-zeigen-weitere-Zukunft-des-Desktop</a><br />
Original Blog: GNOME Design Update <a href="https://afaikblog.wordpress.com/2011/11/10/gnome-design-update/">https://afaikblog.wordpress.com/2011/11/10/gnome-design-update/</a></li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">KDE</span></p>
<ul>
<li>KDE 4.0 Release Event Keynote (2008)<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=UneGtZlehTU">https://www.youtube.com/watch?v=UneGtZlehTU</a></li>
<li>Video: Aaron Seigo von KDE &#8211; Desktop Summit 2011 &#8211; Kleiner Beinahe-Versprecher des Oberfl&#228;chenchefs, ist aber auch kompliziert mit den ganzen Plasma-Komponenten <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
<a href="http://video.golem.de/oss/5475/aaron-seigo-von-kde-desktop-summit-2011.html">http://video.golem.de/oss/5475/aaron-seigo-von-kde-desktop-summit-2011.html</a></li>
<li>Chani&#8217;s KDE Screencasts: Activities in Action<br />
<a href="https://blip.tv/chanis-kde-screencasts/activities-in-action-4629891">https://blip.tv/chanis-kde-screencasts/activities-in-action-4629891</a></li>
<li>Plasma Active will mit iOS und Android gleichziehen<br />
<a href="http://www.golem.de/1108/85534.html">http://www.golem.de/1108/85534.html</a></li>
<li>Zeitgeist coming to KDE<br />
<a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2010/11/zeitgeist-coming-to-kde/">http://www.omgubuntu.co.uk/2010/11/zeitgeist-coming-to-kde/</a><br />
und Golem: Zeitgeist-Integration in KDE <a href="http://www.golem.de/1106/84033.html">http://www.golem.de/1106/84033.html</a></li>
<li>Interview: KDE-Initiator Matthias Ettrich, Nokia (2009)<br />
<a href="http://www.linux-magazin.de/Online-Artikel/LIP-Lounge-KDE-Initiator-Matthias-Ettrich-Nokia">http://www.linux-magazin.de/Online-Artikel/LIP-Lounge-KDE-Initiator-Matthias-Ettrich-Nokia</a><br />
Hochinteressantes, aufschlussreiches Interview mit Matthias Ettrich, dem Gr&#252;nder von KDE; &#252;ber Featuritis sagt er:<br />
»<em>Die ersten KDE-Entwickler hatten einen klaren Fokus auf Endanwender. Dieser wurde sp&#228;ter von der Entwicklergemeinschaft und den fr&#252;hen Anwendern in Richtung Linuxexperten verschoben &#8211; erst langsam und schrittweise, dann immer schneller, und schlie&#223;lich wurde es Teil des Projektes. Denn oft gilt, ›wer macht hat Recht.‹ Ziel war es jedoch nie, den Linux-Anwendern einen ultra-konfigurierbaren Desktop mit Tausenden von Optionen zu geben, um damit jeden noch so verquasteten Workflow zu unterst&#252;tzen. Ziel war es vielmehr, Linux neue Anwenderschichten aus der Mitte der Gesellschaft zu erschlie&#223;en. Im Grunde ist der Mac mit Mac OS X das geworden, was Linux mit KDE h&#228;tte sein k&#246;nnen: Das bessere System.</em>«</li>
<li>Trinity – Desktop ohne Zukunft<br />
<a href="http://www.freiesmagazin.de/mobil/freiesMagazin-2011-09-bilder.html#11_09_trinity">http://www.freiesmagazin.de/mobil/freiesMagazin-2011-09-bilder.html#11_09_trinity</a></li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gemischtes</span></p>
<ul>
<li>Video: Why Linux Sucks Talk 2011 (&#8220;less than before&#8221;)<br />
<a href="http://rockiger.com/de/blog/view/why-linux-sucks-talk-2011">http://rockiger.com/de/blog/view/why-linux-sucks-talk-2011</a></li>
<li>»<em>Von den 2 Milliarden Windows-Nutzern sind vielleicht 200 Mio. Poweruser, die mehr machen, der Rest braucht eine einfache Oberfl&#228;che. Betonung liegt hier auf EINE Oberfl&#228;che.</em>«<br />
<a href="http://forum.golem.de/kommentare/applikationen/steven-sinofsky-windows-8-bekommt-einen-app-store/byebye-windows/54661,2773858,2773858,read.html#msg-2773858">http://forum.golem.de/kommentare/applikationen/steven-sinofsky-windows-8-bekommt-einen-app-store/byebye-windows/54661,2773858,2773858,read.html#msg-2773858</a></li>
<li>»I&#8217;ve solved the GNOME suspend/poweroff controversy:«<br />
<a href="http://pic.twitter.com/gZqTEim">http://pic.twitter.com/gZqTEim</a></li>
<li>Uncyclopedia: GNOME<br />
<a href="http://uncyclopedia.wikia.com/wiki/GNOME">http://uncyclopedia.wikia.com/wiki/GNOME</a><br />
Ein bisschen Humor <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
»<em>Whereas KDE policy is „If you disKover some empty spaKe, add an useless feature or somethinK very very irritatinK. The iKon must be shiny, rotatinK, and Kontain at least one K.“, the GNOME policy is the opposite: „If you find a feature, it might confuse a user, so remove it.</em>“«</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bildrechte</strong></span>:</p>
<p>GNOME Foundation, <a href="http://derstandard.at/1319181917429/WebStandard-Test-Fedora-16-veroeffentlicht-Linux-Desktop-in-Fast-Bestform">derStandard.at</a> (K&#228;tzchen), Canonical (Unity), <a href="http://be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/">be-jo.net</a> (Apluntu), Xfce, KDE, Disney, ASUS</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Thank you, Steve</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2011/10/06/thank-you-steve/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 18:58:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mac OS X(86) und Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

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		<description><![CDATA[In memoriam des kreativsten und r&#252;cksichtslosesten Innovators des Jahrhunderts, und eines meiner gr&#246;&#223;ten Idole. Danke f&#252;r Dein Wirken auf diesem Planeten. Du erm&#246;glichtest mir ein digitales Leben von unermesslichen M&#246;glichkeiten. Mach&#8217;s gut, Steve. &#160; Wie sehr man doch Fanboi ist, trotz Linux- &#38; Freie Software-Evangelismus, merkt man erst bei so was, wenn man 20x das&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In memoriam des kreativsten und r&#252;cksichtslosesten Innovators des Jahrhunderts, und eines meiner gr&#246;&#223;ten Idole. Danke f&#252;r Dein Wirken auf diesem Planeten. Du erm&#246;glichtest mir ein digitales Leben von unermesslichen M&#246;glichkeiten. Mach&#8217;s gut, Steve.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/8rwsuXHA7RA" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/ThinkDifferent-Baum-Andacht.jpg"><img class="alignright size-full" title="ThinkDifferent-Baum-Andacht" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/ThinkDifferent-Baum-Andacht-200x267.jpg" alt="" /></a></p>
<div>Wie sehr man doch Fanboi ist, trotz Linux- &amp; Freie Software-Evangelismus, merkt man erst bei so was, wenn man 20x das Video spielt und Tr&#228;nen kullern.<br />
Mich verbindet mit Apple eine Hass-Liebe, einerseits die Gesch&#228;ftspraktiken ablehnend, andererseits dem faszinierenden Reiz der Produkt-Philosophie erliegend. Seit ich das Geschehen in der IT verfolge, etwa ab 14, ist das Unternehmen bedeutsam f&#252;r mich daf&#252;r, wie ich die digitale Welt erlebe.<br />
Da die bekannten deutschen Geek-Podcast &#252;ber Apple im Allgemeinen sehr vergn&#252;glich zu h&#246;ren waren und diesen Sog in ein ganz eigenes (R&#252;ckzugs-)Universum mit seinen eigenen Naturgesetzen aufbauten, es also immer etwas neues Spannendes zu entdecken gab &#8211; wenn man mit Offenheit daran geht und begeisterungsf&#228;hig f&#252;r Computer ist &#8211; wurden die Podcasts zu meinem w&#246;chentlichen Kulturprogramm. Was konnte ich dar&#252;ber nicht alles miterleben. Was habe ich alles &#252;ber die Wirtschaft gelernt. Themenfelder waren die Produkte, das Unternehmen, das erweiterte &#214;kosystem und immer irgendwie dabei und untrennbar die Person Steve Jobs.<br />
Der Mann war Teil meines kulturellen Heranwachsens. Der Ganz-Kosmos seines Unternehmens das Substitut f&#252;r die Erfahrung von Gruppenzugeh&#246;rigkeit und -Dynamik in der Pubert&#228;t eines sozialverhinderten Geeks.</div>
<p><div>Ich sah in den sechs Jahren viele Keynotes, sah Filme, las viele Berichte, viele Feuilletons, Reportagen, seine Biografie, und nat&#252;rlich die Blogosph&#228;re, und konnte nicht aufh&#246;ren. It&#8217;s Magic. Boom!<br />
Wir haben es Jobs&#8217; kompromisslosen Innovations-Geist zu verdanken, der die Branche vielfach, r&#252;cksichtslos auf eigene Altlasten, revolutionierte. Ohne seine anthropozentrische Vision der Datenverarbeitung f&#252;r jedermann, seinen au&#223;ergew&#246;hnlich einmaligen Anspruch auf Perfektion und praktische Benutzbarkeit, w&#228;re die gesamte digitale Revolution lange nicht dort, wo sie heute steht. Vielleicht h&#228;tte sich auch eine v&#246;llig andere Benutzbarkeits-Philosophie und ein anderer Anspruch durchgesetzt. Steve Jobs war ein rebellischer Vision&#228;r in einer Branche von Ingenieuren und Bilanzschubsern, dessen Ideale sich l&#228;ngst zum Kulturgut erhoben.<br />
Ich danke Dir, Steve. Es ist schwer vorzustellen, dass wir von nun an nichts mehr von Dir h&#246;ren werden. Dass es ohne Dich weitergehen soll.<br />
Mach&#8217;s gut.</div>
<p><div style="text-align: center;"><strong><em>Because the people who are crazy enough to think they can change the world,<br />
are the ones who do.</em></strong></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kontemplation</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2011/04/29/kontemplation/</link>
		<comments>http://www.frumble.de/blog/2011/04/29/kontemplation/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Apr 2011 21:44:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Begegnungen, die uns ver&#228;ndern, uns einen Einschein geben in etwas Gro&#223;es, etwas vorher Ungedachtes. Meist sind sie nicht von gro&#223;er Dauer, und meist f&#252;hrt die Dauer unserer Erkenntnisbildung weit &#252;ber die der Situation hinaus. Eigenart dieser Begegnungen ist ihr seltenes Auftreten und anschlie&#223;end die bedachtvolle Wehmut, die dankbar auf die Erfahrung blickt. Es&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Begegnungen, die uns ver&#228;ndern, uns einen Einschein geben in etwas Gro&#223;es, etwas vorher Ungedachtes. Meist sind sie nicht von gro&#223;er Dauer, und meist f&#252;hrt die Dauer unserer Erkenntnisbildung weit &#252;ber die der Situation hinaus.<br />
Eigenart dieser Begegnungen ist ihr seltenes Auftreten und anschlie&#223;end die bedachtvolle Wehmut, die dankbar auf die Erfahrung blickt.</p>
<p>Es war Fr&#252;hling, kurz vor Ostern, wohl 3. Klasse, Jahr 2001, ich war wohl 9. Schulschluss, Mittagszeit. Meine halbprivate Grundschule lag ein St&#252;ck weg, und so genoss ich den Fahrdienst meiner Mutter.</p>
<p>Nach Unterrichtsschluss packte ich in aller Gem&#252;ts Ruhe meinen Ranzen, denn ich hatte Zeit, machte mich auf den Weg, schlenderte durch das Geb&#228;ude, passierte die gro&#223;en Glast&#252;ren, und zielte gen links den Elternparkplatz an, der hinter der Schule leicht versetzt auf einer Anh&#246;he begann. Der Weg hoch zum Parkplatz f&#252;hrte durch eine kleine Laternen- und Baumallee, machte einen Schlenker nach rechts, verlief entlang der Fahrradst&#228;nder, die ich nie beachtete, und m&#252;ndete auf dem Platz ein, abgeschlossen auf der linken Seite durch eine letzte Laterne und einen gepflasterten Gehweg.<br />
Dort setzte ich meinen Ranzen ab, mich oft darauf, und wartete. Ich wartete dort oft lange. Ich war einer von denen, die eigentlich immer am l&#228;ngsten warteten. Seltsamerweise kann ich mich nicht erinnern, wo die anderen Sch&#252;ler ihren Eltern harrten, aber die Wenigsten an meinem Platz.</p>
<p>Ich tat mich recht schwer in meiner Klasse, ich hatte den Dreh beim Umgang mit den Einheiten Freund und Mitsch&#252;ler-aber-nicht-Freund noch nicht raus, hatte da eine sehr absolute Einstellung. Au&#223;erdem hatten wir im Herbst einen neuen Klassenlehrer bekommen, der meine engagierten Eltern und mich unbequem fand. Nach der Schule war ich oft deprimiert. Sp&#228;ter sollte ich die Schule wechseln und aus diesem Grund die Klasse wiederholen.</p>
<p>Es war also schon einige Zeit nach Schulschluss vergangen, der Vorhof praktisch geleert. Und dann kam sie. Ich nehme heute an, sie war Parallelkl&#228;sslerin. Sie kam hoch und stellte ihren Ranzen einen Meter rechts von meinem weiter oben auf den Weg, wo ich gut 3 m vor der Laterne gelangweilt dastand. Geschickt t&#228;nzelte sie locker etwas, machte ihren R&#252;cken gerade, schaute kurz &#252;ber den Parkplatz und sah sich best&#228;tigt, dass f&#252;r sie noch niemand da war.</p>
<p>Es wehte ein lauer Wind. Die Sonne schien hell, die Szene lag lichtvoll. Es war angenehm, aber nicht warm. Ich betrachtete sie. Ich kannte sie vom Sehen auf dem Schulhof. Sie hatte ein liebes, aufgewecktes Gesicht mit einem weiten L&#228;cheln, das aus dem Schl&#252;sselbein zu kommen schien. Ihre dunklen, schulterlangen Haare mit leichten Locken trug sie nach hinten fallend, sanft im Wind wiegend. Ihre Erscheinung war seltsam majest&#228;tisch erhaben, weise. Ganz und gar ein Naturkind.<br />
Aufgeschlossen und kontaktfreudig begann sie ein Gespr&#228;ch, ich war &#252;berrascht.</p>
<p>Sie l&#228;chelte ehrlich und entschlossen, unumhaubar. Wie ich damals perverserweise gerade drauf war, sah ich das als Provokation und wollte sie mit meinem gerade etwas verdrie&#223;lichen Gem&#252;te konfrontieren und sagte irgendetwas Launisch-Negatives, zusammen mit einer depressiven R&#252;ckenhaltung. Ich wurde augenblicklich noch in dem Versuch von einer Gegenwelle positiver Energie umgeworfen, alleine durch ihre Pr&#228;senz, ihre Mimik, ihre Augensprache, die flux sagen wollten: »Meinst Du wirklich? Kann doch nich&#8217; sein!« &#8211; So was hatte ich noch nicht erlebt! Wie eine magnetische Absto&#223;ung. Ich machte einen Schritt zur&#252;ck.<br />
Sie sah mich mit wachen Augen an und strahlte unersch&#246;pfliche Fr&#246;hlichkeit, Ausgeglichenheit und Alliebe aus.<br />
Ehrf&#252;rchtig hielt ich mich darauf zur&#252;ck; distanziert, schwieg. Sie war ein Sonnenschein, wie es hei&#223;t, dass ich einer gewesen sei, vor meinem Augenunfall; aber ihrer war viel st&#228;rker. Sie war eine Sonne.</p>
<p>Mit geschickten kompakten Handbewegungen erz&#228;hlte sie mir eine Anekdote aus ihrem Tag. Meine Gedanken in dem Moment waren:<br />
»Welch ein Engel.<br />
Das habe ich nicht verdient, hier oben mit ihr zu sein, und das ganz alleine.<br />
Ich Griesgram, ich. Mit Sorgen und negativen Gedanken.«<br />
Und diese Gedanken sind original! Ich habe sie mir erhalten!! (Wenn auch nicht in Worten, aber exakt das waren meine emotionalen Eindr&#252;cke.)</p>
<p>Wenn ich heute an dieses Ereignis denke, kommen mir noch die Gl&#252;ckstr&#228;nen.<br />
Ich frage mich immer wieder, was war das nur, was ist damals geschehen, was hat sich damals ereignet?<br />
Es w&#228;re leicht, einfach den Schluss zu ziehen, dass hier die Chemie au&#223;erordentlich stimmte und ich mich einfach blitzartig verliebt hatte, aber ich sage euch, das war es nicht. Da war was anderes, irgendetwas ganz Besonderes hat mich dort ber&#252;hrt. Au&#223;erdem: Solch enorme Verliebtheitsmerkmale &#8211; spontan &#8211; mit 9? Unwahrscheinlich.<br />
Seitdem habe ich etwas Vergleichbares mit dieser Intensit&#228;t nicht mehr erlebt. Zugegeben, das was dem am n&#228;chsten kam, waren seitdem Gef&#252;hle von Verliebtheit, aber damals war ich noch ganz unbefangen solcherdinge (vergleiche ich es relativ mit meinem Ich von ab 15 Jahren) und auch hormonell noch gar nicht darauf eingestellt.<br />
Und doch, so denk ich insgeheim, muss so die gro&#223;e Liebe sein. Aus dieser Vorstellung heraus war ich auch sprachlos, als sich dann auf dem Gymnasium in der Klasse die ersten &#8220;Versuchsp&#228;rchen&#8221; bildeten; die Idee dem Kopf entsprungen; ich konnte das nicht verstehen.<br />
(Ich habe &#252;brigens sp&#228;ter selber noch den Fehler gemacht, mit dem Verstand synthetisch f&#252;hlen zu *wollen*, als ich in einer besonderen Minderwertigkeitskomplexphase war, in der ich dann selbst glaubte, dies sei die richtige Art der Seeleneindr&#252;cke, weil sie ja anscheinend alle um mich praktizierten. Die Folge dieser Verwirrung der Seelenglieder war verheerend. Tats&#228;chlich war es bei den anderen zu der jungen Zeit offenbar ein Erleben noch innerhalb der Empfindungsseele, das ich so nie teilte, und als Beobachter eingebettet in die logische Verstandesseele mit allerlei Widerspruch wahrnahm und falsch nachahmte. Altersdifferenz, Mangel an empirischer Realit&#228;tserfahrung, und grundverschiedene unmaterialistische Weltanschauung waren die Beg&#252;nstiger. Aber das nur am Rande.)</p>
<p>Speziell psychologisch interessant ist es f&#252;r mich heute, wie mein Selbstwert, besonders in Bezug auf Frauen, damals schon lag, siehe meine Originalgedanken. Ich bezweifle ehrlich gesagt, dass sich die wahren Ausl&#246;ser daf&#252;r in diesem Leben ereigneten, und ich habe viel &#252;berlegt. Ich glaube, das ist ein P&#228;ckchen, das mir noch aus fr&#252;heren Inkarnationen aufliegt. Damit stehe ich immer wieder im Konflikt.</p>
<p>Diese Maide hat meine Weltanschauung absolut nachhaltig gepr&#228;gt, und r&#252;ckblickend werte ich sie f&#252;r mich schon fast als eine g&#246;ttliche Offenbarung und Erscheinung.<br />
Es war ein Schl&#252;sselereignis, ich habe fr&#252;h eine Kostprobe von etwas sehr Hohem erhalten. Eine Wahrheit wurde mir klar, oder sie verhalf mir vielleicht auch nur dabei, mich wieder daran zu erinnern. Von der Begegnung konnte ich auch in liebes-romantischer Sicht noch sehr lange zehren, ohne &#252;berhaupt den Wunsch nach etwas Greifbarem, Nichtgeistigem zu versp&#252;ren.</p>
<p>Wir sprachen noch ein wenig miteinander, ich balancierte vielleicht &#252;ber einige Deko-Steinbrocken an der Seite, dann wurden wir abgeholt. Ich wei&#223; nicht mehr, wessen Mutter zu erst ankam, und wie ich mich verabschiedete, glaube aber, es war ihre. Vielleicht sogar ihr Vater. Ich habe sie nie mehr gesehen. Hielt Ausschau nach ihr, sah sie aber nicht mehr. Glaubte einmal, ihr Gesicht in einer Menge zu sehen. Warum wurde sie an diesem Tag abgeholt und sonst nie mehr?</p>
<p>Es vergeht so viel Zeit. Du hast so viele Erlebnisse, aber nur so wenige Offenbarungen, die sich teilschlie&#223;en zu etwas Gro&#223;em, einer Wahrheit. Und Du fragst dich, ob diese Erkenntnisse nicht alle in einem Licht kombiniert sein k&#246;nnten. Und ob Du diese Faser in dir sp&#252;ren kannst. Ob Du sie festhalten kannst. Ob Du sie mit deinem Sein verflechten kannst.<br />
F&#252;r dich, um all die Fehler nicht machen zu m&#252;ssen, die Du machst. F&#252;r dich, um ein Leben mit dem Verm&#246;gen der Erf&#252;llung zu f&#252;hren. F&#252;r dich, als Teil der Wahrheit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/FES-Parkplatz1.jpg"><img class="alignnone" title="M&#228;rchen schreibt die Zeit… Und Anderes." src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/FES-Parkplatz1-150x200.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a> <a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/FES-Parkplatz2.jpg"><img class="alignnone" title="Vor dem Schauplatz" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/FES-Parkplatz2-150x200.jpg" alt="" width="150" height="200" /></a></p>
<p>__<br />
Notizen f&#252;r den Text Dezember 2009, weitere Details April 2010, ausgearbeitet und vollendet nun.<br />
Als ich den Ort besuchte, um die Fotos zu machen, ward mir noch ganz schauer.</p>
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		<title>Gro&#223;artigkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 20:44:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[<!-- <iframe src="http://www.23hq.com/23/slideshow-inline?album_id=6681030&#038;play=f" _mce_src="http://www.23hq.com/23/slideshow-inline?album_id=6681030&#38;play=f" frameborder="0" style="border:0;" _mce_style="border: 0;" height="750" width="630"></iframe> -->]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Man stilisiert sich den Wechsel aus, glaubt, irgendetwas und alles wird sich komplett und radikal &#228;ndern. Und dann startet man sein Linux und landet auf seinem Desktop von vorhin, ohne Murren, ohne Peng-Peng, einzig muss zuvor unter Umst&#228;nden der alte Grafiktreiber deinstalliert werden.<br />
Dann klickt man ein bisschen rum und nach einigen Sekunden hat man vergessen, dass man nun auf einem System mit einer Hochpotenz der Leistung des alten Systems arbeitet, alles ist wie gehabt, nur ein klein wenig flutschiger.</p>
<p>Ohne dass es dir besonders bewusst w&#228;re, erh&#246;hst du mit der Zeit deine Standards, nimmst nun doch einen verlustfreien Codec f&#252;r dies und jenes und encodierst deine Videos bald ganz selbstverst&#228;ndlich in Studioqualit&#228;t. Der &#220;bergang durch die neue Grenzbestimmung ist flie&#223;end und mit dem Luxus an h&#246;here Standards, die heute, ja heute noch, deinen Premium-Anspruch par excellence befriedigen, wird dein Rechner schrittweise auf das Durchsatzniveau bei Standardaufgaben deines Altrechners angeglichen. Und es wird sich immer wiederholen, das ist das Sch&#246;ne an PCs, und zugleich das Tragische. Dazwischen ist eine Phase, in der du das Gef&#252;hl hast, dass irgendwas an deinem System fehlt und du wei&#223; Gott nichts mit seiner Leistung anzufangen wei&#223;t. Aber die Zeit, die &#228;ndert das, die Zeit ist der wahre Fortschrittsmotor dieser Branche, des Einsiedler-Biotops der Geeks.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/TWMeinTraum.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1326" title="Mein Traum" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/TWMeinTraum.jpg" alt="" width="587" height="275" /></a></p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Wunschliste.jpg"><img class="size-medium wp-image-1338 alignleft" title="Wunschliste" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Wunschliste-300x150.jpg" alt="" width="300" height="150" /></a></p>
<p>Konkret geplant war der Rechner seit Sommer 2010, das n&#246;tige Kapital wurde mir Mitte Januar 2011 bewilligt. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Die Recherche nach den besten Komponenten dauerte wie gew&#246;hnlich bei meinen gr&#246;&#223;eren Anschaffungen mehrere Wochen.<br />
Meine Maxime diesmal: Das Beste. Keine Kompro-misse mehr. Du bereust sie *immer*.<br />
Und alles perfekt aufeinander abgestimmt.</p>
<p>Zusammenbau alte HW: <a href="http://www.frumble.de/blog/2007/06/08/ich-konnte-heulen-immer-noch-kein-neues-netzteil/">Juni 2007</a><br />
<strong>CPU</strong>: AMD Athlon64 X2 5200+ EE (2,6 GHz)<br />
<strong>RAM</strong>: letztlich 4 GB DDR2-800 A-Data/V-Data<br />
<strong>MB</strong>: Abit NF-M2-Nview<br />
<strong>GC</strong>: GeForce 7600 GS/sp&#228;ter 8600 GS<br />
<strong>PS</strong>: be quiet! Straight Power 450W<br />
<strong>F</strong>: Arctic Cooling Freezer 64 Pro + Arctic Cooling Arctic Fan 8 PWM + Noiseblocker BlackSilent 80 mm<br />
<strong>WLP</strong>: Coollaboratory Liquid Metal Pad<br />
<strong>HDDs</strong>: 3 HDDs, letztlich 5 TB<br />
<strong>optische LWs</strong>: LG DVD-Brenner + LG Blu-Ray/HD DVD-Leselaufwerk<br />
<strong>Geh&#228;use</strong>: noname Mac Pro-Nachbildung, relativ wertig, schwarz</p>
<p>Zusammenbau neue HW: Januar 2011<br />
<strong>CPU</strong>: AMD Phenom II 1100T (3,2 GHz &#8211; OC @ 3,85 GHz stabil mit AMD C&amp;Q) (bis dato AMDs schnellster Desktop-Prozessor, und das macht mich sehr gl&#252;cklich)<br />
<strong>RAM</strong>: 4 GB DDR3-2000 (OCZ3P2000C8LV4GK) (OC @1920 MHz stabil)<br />
<strong>MB</strong>: ASUS M4A89GTD PRO/USB3<br />
<strong>GC</strong>: SAPPHIRE AMD Radeon HD 6850<br />
<strong>PS</strong>: ENERMAX Modu87+ 500W<br />
<strong>F</strong>: Noctua NH-D14 + Noctua NF-S12B<br />
<strong>WLP</strong>: Coollaboratory Liquid Metal Pad<br />
<strong>HDDs</strong>: erhalten + ein silentmaxx HD-silencer-Festplattend&#228;mmer (das Lauteste in jeder Hinsicht an dem Rechner sind die mechanischen Laufwerke)<br />
<strong>optische LWs</strong>: erhalten<br />
<strong>Soundkarte</strong>: ASUS Xonar DX PCIe (native Linux-Treiber!)<br />
<strong>Geh&#228;use</strong>: Xigmatek Midgard</p>
<p><strong>Monitor</strong>: Dell/Samsung 23&#8243; Full HD seit Anfang 2009<br />
<strong>Soundsystem</strong>: Edifier S530D 2.1 Rev. 2 seit August 2010<br />
<strong>geplante Anschaffung</strong>: System-SSD mit 400 MB/s+</p>
<p><iframe src="http://www.23hq.com/23/slideshow-inline?album_id=6681030&#038;play=f" _mce_src="http://www.23hq.com/23/slideshow-inline?album_id=6681030&amp;play=f" frameborder="0" style="border:0;" _mce_style="border: 0;" height="750" width="630"></iframe></p>
<p>Bei einigen der Bilder w&#228;re mir vor wenigen Monaten noch der Sabber gekommen. Wie euch in diesem Moment. Hrrr.</p>
<p>Damit: Allen versp&#228;tet einen sch&#246;nen Start in 2011 und wieder auf diesem Blog!<br />
Seid nicht zu sehr angeberisch und materialistisch! ;D<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/TWDaemmerung.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1327" title="D&#228;mmerung" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/TWDaemmerung.jpg" alt="" width="587" height="275" /></a></p>
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		<title>Dichterwettstreit</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2010/10/16/dichterwettstreit/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Oct 2010 20:51:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin auf der Suche nach einem freien Platz. &#8220;Ist hier noch frei?&#8221; &#8220;Nein, die Pl&#228;tze sind alle besetzt.&#8221; Mein Blick schweift &#252;ber den Raum, im vorderen Teil, die Stufe hinab, ist alles belegt. Im hinteren Teil sind noch St&#252;hle an Tischen frei, mehr oder weniger gute Sichtwinkel. Hinten sitzen die Erwachsenen, vorne die jungen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin auf der Suche nach einem freien Platz. &#8220;Ist hier noch frei?&#8221; &#8220;Nein, die Pl&#228;tze sind alle besetzt.&#8221; Mein Blick schweift &#252;ber den Raum, im vorderen Teil, die Stufe hinab, ist alles belegt. Im hinteren Teil sind noch St&#252;hle an Tischen frei, mehr oder weniger gute Sichtwinkel. Hinten sitzen die Erwachsenen, vorne die jungen Leute. Ich sage mir, vorne m&#252;sstest du doch sowieso so unbequem den Kopf zur B&#252;hne heben, hinten hast du entspannte Sicht. OK, ich kam knapp zu dem Poetry Slam, wie eigentlich immer. Endlich finde ich einen Dreidamentisch, der mich aufnimmt. Als ein Exot unter ungleich &#228;lteren sitze ich nun hinten und beobachte, wie die vorne noch neue Freunde begr&#252;&#223;en und ihnen die von ihnen f&#252;r sie vorbelegten Pl&#228;tze zeigen. Ich kam allein. Mir hat auch niemand reserviert; wer sollte. Ich komme hier immer allein her, suche einen Erwachsenentisch, der mich gn&#228;dig aufnimmt. Die kommen auch in Gruppen, wenigstens zu zweit, meistens.<br />
Die ersten 20 min des Abends bin ich regelm&#228;&#223;ig in mich nachdenkend versunken.<br />
Es hei&#223;t, geh raus, geh zu Veranstaltungen, da lernst du nette neue Leute kennen. Ich sitze &#252;ber den Infragekommenden. Selbst wenn ich es einmal durch versch&#228;tzte zeitliche &#220;berp&#252;nktlichkeit oder gl&#252;ckliche F&#252;gung der &#228;u&#223;eren Ereignisse schaffte, mir im vorderen Teil einen Platz zu sichern, half mir das nicht. Traute mich nicht zu sprechen, aus mir raus zu gehen. Wie macht man das da? Ich wei&#223; nicht.</p>
<p>Die Schule hat wieder begonnen, ich bin jetzt in der Kursstufe. Kaum noch vertraute Personen um mich, ein ganz neues soziales Umfeld &#8211; oder eher gesagt, so viele wie Kurse. Ich tu mir sehr schwer, Kontakte aufzubauen, wei&#223; nicht, wie das gehen soll. Direkt ein bisschen geredet habe ich mit den Jungs mit den iPhones, das war kein Problem. Im Nachhinein dachte ich, wir haben ja *nur* dar&#252;ber geredet, nichts Pers&#246;nliches ausgetauscht. Wie Jungengespr&#228;che halt gew&#246;hnlich laufen.</p>
<p>Vergangene Sommerferien war ich sage und schreibe einmal unter Gleichaltrigen, zwei alte Chatfreunde, die auf einen Tag zu Besuch kamen. Die restliche Zeit moderte ich daheim unter meinen Eltern herum &#8211; was wirklich auch nicht schlecht sein muss &#8211; oder lag alleine im Stadtpark, ein Buch lesend. Ehrlich, ich hab &#252;berhaupt keinen Bezug <em>zu mir noch unbekannten Gleichaltrigen</em>, ich kann mit ihrem Leben gar nichts anfangen, der Lebensweise von irgendwie so Normalen, Nicht-Geeks (aber das schrieb ich <a href="http://www.frumble.de/blog/2008/05/17/was-machen-eigentlich-andere-in-meinem-alter/">schon mal</a> vor Jahren).</p>
<p>Vermutet, gef&#252;rchtet, gebangt, das hatte ich im Gedanken an die Aufl&#246;sung unserer Klassengemeinschaft um einen Punkt. Nun, ich war zuletzt wirklich der aggressivste Kritiker unserer Klasse, vor allem st&#246;rten mich die letzten zwei Jahre die zunehmenden starren Strukturen und die verlorene Denkfreiheit, im speziellen f&#252;r mich durch ein paar Geschehenisse, aber jetzt fehlt sie mir.<br />
Sie war immer etwas, in das man regelm&#228;&#223;ig zur&#252;ckfiel, das einen trug, auf das man als Ganzes noch irgendwie vertrauen konnte. Das ist jetzt weg, jeder ist auf sich allein gestellt.<br />
Da ist eine enorme soziale K&#228;lte in mir, die kristallisiert und schmerzt. So viele Mitsch&#252;ler um mich, aber alle fremd, &#252;ber die H&#228;lfte irritierend jung, und keiner, wirklich keiner unter denen, mit dem ich mal ein paar Worte &#252;ber eine Emotion, ein Gef&#252;hl austauschen kann und der oder die mich l&#228;chelnd und aufmunternd anschaut, mit einem Blick Mut macht. Das war in den Ferien ok, da war ich nicht unter Menschen, da haben sich viele inneren Vorg&#228;nge auch nicht ergeben, aber jetzt ist Schule, ist Stress, und ich bin ja unter Mitmenschen, aber jetzt ist keiner f&#252;r mich da. Wenn man das nicht ausgleichen kann, wo irgendwo anders, ist es furchtbar. Ich habe sehr, sehr gro&#223;e Angst, jetzt keine Freunde zu finden.<sup><a href="http://www.frumble.de/blog/2010/10/16/dichterwettstreit/#footnote_0_1293" id="identifier_0_1293" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mir ist bewusst, dass es so auch w&amp;#228;hrend des Studiums sein wird, doch der nun stattfindende Umstellungsprozess macht sich eben eben f&amp;#252;r mich &amp;#228;u&amp;#223;erst schmerzlich bemerkbar.
Der Text ist schon ein paar Wochen alt, ich wollte ihn bei meinem damaligen Gef&amp;#252;hlsstand zu genau dem Zeitpunkt belassen. Zwischenzeitlich entwickelten sich leichte Besserungen: Mit einigen Maiden in meinen Kursen kann ich Gedanken austauschen, mit den Jungen dagegen fange ich allgemein kaum etwas an, sie bleiben mir verschlossen.">1</a></sup></p>
<p>Ich wei&#223; jetzt, dass die mit den iPhones ganz nett sind, das funktioniert, man hat ein gemeinsames Thema, fachsimpelt sich gegenseitig an und dann&#8230; Dann lauf ich aus dem Ruder, dann wei&#223; ich nicht, wie ich weitermachen soll und ob, und wei&#223; auch ehrlich nicht, ob mich das Mehr vom Gegen&#252;ber jetzt noch interessiert. Es ist ganz eigenartig&#8230;<br />
Zus&#228;tzlich dumm ist der Aspekt der Altersunterschiede der G8er zu uns G9ern im Doppeljahrgang (plus mein Wiederholen der 3. Klasse); wenn ich wen bisschen Interessantes gefunden habe, glaube ich meist eher nicht, mit ihm wegen des Alters au&#223;erhalb der Schule oder gar au&#223;erhalb des Themas etwas machen zu wollen, aber das ist noch mal eine andere Sache.</p>
<p>Gr&#252;ppchen von Maiden tuscheln dort unten. Die wenigsten sind begleitungslos da, um die kleinen Rundtische dr&#228;ngen sich Freundeskreisverbindungen, oft mit Partner. Gut 2/3 der Unterparkettler d&#252;rfte weiblich sein, das andere Drittel setzt sich zusammen aus den angereisten m&#228;nnlichen Poesie-Vortragenden und den Partnern der 2/3. Glaube nicht, dass viele von denen gekommen w&#228;ren, wenn sie von ihren Freundinnen nicht mitgenommen worden w&#228;ren. Insgesamt sieht die ansehnliche weibliche Belegschaft dort unten &#252;ber den Finger gesch&#228;tzt sehr vergeben aus.<br />
Gef&#252;hle des Alters formen aus einem Nebel eine Manifestation die ich nicht f&#252;hlen mag; Unab&#228;nderlichkeit, zu sp&#228;t sein. Langsam komm ich damit klar. Langsam akzeptiere ich, dass ich es nicht schaffe, dass ich es nicht kann, weil ich total sozialinkompetent und introvertiert und sch&#252;chtern bin. Langsam kann ich sie anschauen ohne in Verliebtheitsfantasien, M&#246;glichkeiten abzudriften, bleibe ganz sachlich. Ob das gut ist, ist sicher fraglich, aber es macht mir weniger Stress und erzeugt weniger Selbstwertstiche. Es ist irgendwo konsequent.</p>
<p>Aber dass ich auch komplett abgeschottet von (wirklich) gleichaltrigen Jungen in der Nicht-Netz-Realit&#228;t bin, das setzt mir zu, macht mich krank. Ich h&#228;tte so gerne Kontakt und wei&#223; nicht wie. Eine Tr&#228;ne rinnt.<br />
Wenn ich sie beobachte, dann ist mir &#252;berdeutlich, wie viel reifer sie im Gruppenumgang sind, selbstbewusster Meinungen vertreten, deutlichere Charakter ausgebildet haben, und was wei&#223; ich noch alles&#8230; Irgendwie erwachsener eben. Tats&#228;chlich halte ich mich auch dazu f&#228;hig, ich kann das auch, oder k&#246;nnte es, irgendwie&#8230; Aber nicht so, nicht wenn ich nie unter solchen Menschen bin! Ich sehe nicht so aus, aber ich bin potenziell mindestens so weit wie sie &#8211; bildlich gesprochen f&#252;hle ich in meinem Kopf ausgegraute neue Bereiche, die fr&#252;her noch nicht da waren, in die ich hinein k&#246;nnte, und es so gerne wollte, wenn ich nur w&#252;sste wie&#8230; Nicht benutzte, nicht geschulte Kapazit&#228;ten, oder auch nur anschauliche F&#228;higkeiten, die aus Gef&#252;hl das Potenzial der Entfaltung und Verwurzelung dieser Kenntnisse bieten&#8230;<br />
Wahrscheinlich kann man sagen, ich bin sozial entwicklungsgehemmt, wobei es das nicht ganz trifft. Jedenfalls bin ich wirklich tief ungl&#252;cklich dar&#252;ber, und nicht erst seit vorletzter Woche.</p>
<p>Durch meinen fr&#252;hen Geburtstag im September war ich bei Einschulung schon der Zweit&#228;lteste in der Klasse, damals noch stolz darauf, nachdem ich die dritte Klasse freiwillig wegen eines besonderen Schulwechsels wiederholte dann endg&#252;ltig, und die Altersdifferenz von im Schnitt anderthalb Jahren war meine bisherige Gymnasialzeit schon Grund von vielem Klagen und Ursache von kleineren St&#246;rungen.<br />
Und jetzt nicht noch mal eine Verbreiterung des Grabens! Das ist der Hauptgrund, warum ich &#252;ber den G9/G8-Doppeljahrgang jammere; weil ich bef&#252;rchte, noch weniger Gelegenheit zu bekommen, mich in altersentsprechendem (und besserem!) Umfeld zu entwickeln. Ich hab schon mehrfach schlecht deswegen getr&#228;umt. Entwicklungsstop, <del datetime="2010-11-28T12:00:49+00:00">fast schon</del> R&#252;ckwurf. Aber ja, daran ist nicht die Schule schuld, sondern ich.</p>
<p>Klar gehe ich nicht aus Gesellschaftsgr&#252;nden auf den Poetry Slam, sondern um die Poeten zu h&#246;ren. Aber es ist so ein Wunsch von mir, wenn ich rausgehe, einmal Kontakte kn&#252;pfen zu k&#246;nnen. Vielleicht ist die Erwartung zu gro&#223;, auch weil ich au&#223;er dem Dichterwettstreit alle paar Wochen abends nicht das Haus verlasse, und weil ich auch sonst immer noch keine Tagesaktivit&#228;ten au&#223;er der Schule habe, bei denen ich unter Menschen k&#228;me. Speziell unter eine Vielzahl neuer Gesichter, Abwechslung, Dynamik und so weiter. Irgendwas.</p>
<p>Also, L&#246;sungen aus der Misere. Ich roll mir das Thema noch mal auf. Ich habe kein Interesse an Alkohol und Getr&#228;nken, finde dieses &#8220;Was trinken&#8221; ehrlich gesagt auch l&#228;cherlich. Bin zu introvertiert zum Tanzen &#8211; wollte es mal, aber kriege es nicht &#252;ber mich. Freimaurer? In unserer Loge sind nur reife Erwachsene, n&#252;tzt mir nichts. Pfadfinder? F&#252;r meinen Geschmack zu aktivit&#228;tsfreudig. Was g&#228;b&#8217;s noch? Keine Ahnung.<br />
Und ich habe keinen, der mich in irgendwelche speziellen Kreise einf&#252;hren k&#246;nnte, WEIL ICH KEINEN KENN. Der Verdienst aus 10 Jahren Geek-Sein! Zehn Jahre vergeistigte T&#228;tigkeiten, lieber als Gesellschaft. Oder andersherum, weil ich von Kindergarten an nie bereichernde Weggef&#228;hrten fand, v&#246;lliger R&#252;ckzug ins Alleinsein; wof&#252;r ich aber zus&#228;tzlich eine Veranlagung besitzen m&#252;sste, denn dem Durchschnitt passiert das nicht, und das hie&#223;e, ich hatte im Psychischen selbst Schuld von Anfang an; und — oww&#8230;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1293" class="footnote">Mir ist bewusst, dass es so auch w&#228;hrend des Studiums sein wird, doch der nun stattfindende Umstellungsprozess macht sich eben eben f&#252;r mich &#228;u&#223;erst schmerzlich bemerkbar.<br />
Der Text ist schon ein paar Wochen alt, ich wollte ihn bei meinem damaligen Gef&#252;hlsstand zu genau dem Zeitpunkt belassen. Zwischenzeitlich entwickelten sich leichte Besserungen: Mit einigen Maiden in meinen Kursen kann ich Gedanken austauschen, mit den Jungen dagegen fange ich allgemein kaum etwas an, sie bleiben mir verschlossen.</li></ol>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Das M&#228;dchen, das kleine Ding</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2010/09/25/das-maedchen-das-kleine-ding/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2010 16:53:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist euch schon mal das angef&#252;gte &#8220;-chen&#8221; an dem Wort aufgefallen? &#8220;M&#228;dchen&#8221; ist sexistisch, es ist eine Verniedlichung. Das k&#246;nnte egal sein, hie&#223;e es dagegen nicht ungerechterweise &#8220;der Junge&#8221;. &#8211; Aber halt, da gibt es doch das B&#252;bchen. Aha, auf der Suche nach einer sprachlichen Gleichwertigkeit zu M&#228;dchen kommen wir auf das B&#252;bchen; sp&#228;testens jetzt&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist euch schon mal das angef&#252;gte &#8220;-chen&#8221; an dem Wort aufgefallen? &#8220;M&#228;dchen&#8221; ist sexistisch, es ist eine Verniedlichung. Das k&#246;nnte egal sein, hie&#223;e es dagegen nicht ungerechterweise &#8220;der Junge&#8221;. &#8211; Aber halt, da gibt es doch das B&#252;bchen.<br />
Aha, auf der Suche nach einer sprachlichen Gleichwertigkeit zu M&#228;dchen kommen wir auf das B&#252;bchen; sp&#228;testens jetzt sollte jedem die antiquierte und unzeitgem&#228;&#223;e Sprachfestlegung ins Gesicht springen.</p>
<p>Herkunft des Wortes ist das Diminutiv (Verniedlichungsform) von Magd → die Magd → das M&#228;gdchen → das M&#228;dchen.<br />
Diminutive bekommen einen sachlichen Artikel, da sie als Neutrum behandelt werden. Ein Hauptziel feministischer Sprachpolitik ist die Herstellung von sprachlicher Symmetrie. Wir k&#246;nnten also einfach das -chen streichen und bek&#228;men eine M&#228;d &#8211; nicht sehr tauglich. F&#252;gten wir analog zu Junge noch ein -e daran, h&#228;tten wir eine M&#228;de. Noch immer w&#228;re damit aber keine Symmetrie hergestellt, besitzt doch die weibliche Form einen Umlaut, &#8211; also Made? Nein, doch es lie&#223;e sich auch ein -a anh&#228;ngen, was uns eine Mada einbr&#228;chte, nur ist diese Form im Deutschen eher un&#252;blich.</p>
<p>Gl&#252;cklicherweise h&#228;lt unsere Sprache noch ein ein Synonym zu Magd parat: Die Maid. H&#246;rt sich Magd heute nach b&#228;uerlichem oder Hausangestellten-Kontext und unter Vormundschaft an, hat sich die Maid ihre Reinheit bewahrt, konnte vielleicht sogar noch etwas Prestige als Anrede hoher Frauen (meist mittelalterliche Geschichten mit dem Bezug zur Unvergebenheit) gewinnen.</p>
<p>Graben wir dieses relativ unvorbelastete ursprungsdeutsche Wort hervor, ergibt sich: Die Maid, der Junge, die Maiden, die Jungen &#8211; vollst&#228;ndige Symmetrie hergestellt!<br />
Und huch: Jetzt hei&#223;t es auch nicht mehr: &#8220;Oh, DAS kleine, s&#252;&#223;e, M&#228;dchen [/Entchen/...]&#8221; Das Femininum zieht ein.</p>
<p>Es macht mich w&#252;tend, dass ich selbst in wissenschaftlichen Bereichen ausnahmslos M&#228;dchen lesen muss und finde es traurig, dass so viele junge Frauen die sprachlich-patriarchale Verniedlichung mit sich machen lassen. Das Wort hat seine Berechtigung bei Kindern, aber ab dem Alter, in dem man zu ihnen nicht mehr B&#252;bchen sagen k&#246;nnte, ohne eine gewischt zu kriegen, sollte auch dieses Wort einem angemessenerem weichen.</p>
<p>Meine Bitte ist, euch Gedanken dar&#252;ber zu machen und euch um das Wort bewusst zu werden. Als ich vor mehreren Monaten darauf kam, beschloss ich, zuerst mich selbst zu &#228;ndern. Seitdem gew&#246;hne ich mir an, Maid und Maiden anstatt M&#228;dchen zu sagen und nach einem verwirrten Blick und meiner Begr&#252;ndung kommen meine meist verst&#228;ndnisvollen Zuh&#246;rer damit zurecht.</p>
<p>Auch interessant: <a href="http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/maedchen-und-buebchen/">M&#228;dchen und B&#252;bchen</a>, fembio.org</p>
<p><em>Nachtrag vom 12. Oktober 2010:</em><br />
Die letzten Wochen besch&#228;ftigte mich hartn&#228;ckig die Frage, ob ich nun im Singular Maid oder Maide sagen sollte. Maid ist im Deutschen und Englischen die offizielle Form, das zu seinem Plus. M&#246;chte man aber absolute Symmetrie herstellen, m&#252;sste man in der Konsequenz entweder das -e an Junge streichen, oder ein -e an Maid anh&#228;ngen. Da das eine sprachlich nicht umsetzbar ist, bleibt nur die &#196;nderung zu Maide als L&#246;sung und als N&#228;chstes stellt sich einem dann die Frage ob der akzeptablen &#196;sthetik und dem Lautbild. Diese m&#246;chte ich bejahen und als vorteilhaft bezeichnen: Als Vereinfachung muss beim Plural wie bei Junge nur noch ein -n angeh&#228;ngt werden, das &#8220;gehauchte&#8221; Maid bekommt mehr Stimme und kann mit geringerer Anstrengung laut betont werden, und letztlich bietet das -e die Chance, die Neubezeichnung als starkes neues Wort zu etablieren, vielmehr noch als mit den leisen Reminiszenzen an Burgfr&#228;uleins. Darum lautet meine neue Empfehlung: <em>Die Maide, die Maiden</em>.</p>
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		<title>Erkl&#228;rung kultureller Revolution&#228;re</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2010/05/23/erklaerung-kultureller-revolutionaere/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 May 2010 21:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist ein offenes Experiment. Ein in Worte fassen von dem, was bereits in der Luft liegt. Je h&#228;ufiger diese Erkl&#228;rung gelesen, gedacht oder ausgesprochen wird, umso mehr wird ihre Energie sich in unserer Welt und Gesellschaft manifestieren. Wenn du das Gef&#252;hl hast, was du hier liest, in dir wiederzufinden, mach es zu deinem Statement.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dies ist ein offenes Experiment.<br />
Ein in Worte fassen von dem, was bereits in der Luft liegt.<br />
Je h&#228;ufiger diese Erkl&#228;rung gelesen, gedacht oder ausgesprochen wird,  umso mehr wird ihre Energie sich in unserer Welt und Gesellschaft  manifestieren.<br />
Wenn du das Gef&#252;hl hast, was du hier liest, in dir wiederzufinden, mach  es zu deinem Statement.<br />
Finde Wege, die Erkl&#228;rung zu lesen, sie zu teilen und in Aktion  umzuwandeln.</p></blockquote>
<p>Kulturelle Revolution&#228;re in 2009…</p>
<ul>
<li>leben, handeln und arbeiten mit und nicht gegen die Natur</li>
<li>wissen, dass Leben zu komplex ist, um es zu intellektuell zu verstehen</li>
<li>schaffen und unterst&#252;tzen lokale, autonome &#214;konomien</li>
<li>wertsch&#228;tzen und bewahren Vielfalt aller Art</li>
<li>wertsch&#228;tzen und praktizieren gegenseitige Abh&#228;ngigkeit, da sie wissen,  dass nichts getrennt existiert</li>
<li>betrachten sich als gleichwertig zu allen Lebensformen</li>
<li>besch&#252;tzen und unterst&#252;tzen Leben</li>
<li>lieben und unterst&#252;tzen Kinder bedingungslos</li>
<li>arbeiten an sich selbst, hin zu gr&#246;sserer Bewusstheit</li>
<li>kennen &#246;kologische Prinzipien und integrieren sie in ihr Leben</li>
<li>sehen Musik und Tanz als integrale Bestandteile ihres Ausdrucks und  ihrer Kommunikation</li>
<li>leben auf einer lebendigen Erde und betrachten sie als heilig</li>
<li>wissen wie sie ihre Nahrung anbauen</li>
<li>wissen ihre sinnliche Bewusstheit zu sch&#228;tzen</li>
<li>feiern das Leben</li>
<li>kooperieren</li>
<li>verlagern ihr Denken von &#8216;Entweder oder&#8217; zu &#8216;Sowohl als auch&#8217;</li>
<li>teilen ihr Wissen</li>
<li>verstehen und integrieren Prozess, als eine Art und Weise zu sein</li>
<li>sind nicht mit ihrem K&#246;rper, ihren Gedanken oder Emotionen  identifiziert</li>
<li>sehen den Verstand als Werkzeug</li>
<li>erkennen, dass es kein richtig oder falsch gibt</li>
<li>sind nicht mit einem sozialen Etikett, ihrer Vergangenheit oder Zukunft  identifiziert</li>
<li>sind sich bewusst, dass die Essenz dessen was sie sind, das Leben selbst  ist</li>
<li>&#252;bernehmen Verantwortung f&#252;r ihre Emotionen</li>
<li>sind sich ihrer Beziehungen zu ihrer lebendigen und scheinbar  nicht-lebendigen Umgebung bewusst und wertsch&#228;tzen diese</li>
<li>wertsch&#228;tzen und integrieren die Weisheit von Frauen</li>
<li>wertsch&#228;tzen und integrieren die Weisheit von indigenen Kulturen</li>
<li>wertsch&#228;tzen das Wissen von Generalisten</li>
<li>sind sich &#252;ber Wandel und Ver&#228;nderung als eines der Kernprinzipien der  Evolution bewusst</li>
<li>arbeiten in Richtung Diversifikation und Dezentralisierung</li>
<li>nehmen an dem Ort an dem sie leben Anteil, und bauen Beziehungen zu  ihm auf</li>
<li>werden von abh&#228;ngigen Konsumenten zu verantwortungsvollen Produzenten</li>
<li>suchen nach Wegen, um ihre Interessen und Talente entfalten zu k&#246;nnen</li>
<li>haben den Mut, sich Gesetzen, die Selbstregierung, Selbstversorgung und  Selbstbestimmung illegal machen, zu widersetzen und ihnen nicht zu  folgen</li>
<li>sind &#252;ber das derzeitige Geldsystem informiert und identifizieren es  als kontempor&#228;re Form der Versklavung</li>
<li>identifizieren und boykottieren biologische, kulturelle, soziale und  philosophische Monokulturen</li>
<li>boykottieren Monopole jeglicher Art</li>
<li>stellen jeden in Frage, der eine einzelne L&#246;sung vorschl&#228;gt</li>
<li>wertsch&#228;tzen Umwelt- und menschliche Ethik mehr als Profit-Maximierung</li>
<li>boykottieren Konzerne und Banken, die auf Profit-Maximierung  hinarbeiten</li>
<li>fordern Land und W&#228;lder als Gemeingut zur&#252;ck</li>
<li>fordern Wasser als Gemeingut zur&#252;ck</li>
<li>fordern biologische Vielfalt und Wissen als Gemeingut zur&#252;ck</li>
<li>sind sich bewusst, dass sie zu jeder Zeit am Prozess der Ko-Kreation  teilnehmen</li>
<li>erlauben dem Leben, sich durch sie zu entfalten</li>
</ul>
<p></br><br />
<em>Berlin, 03/2009</em></p>
<p><a href="http://culturalrevolutionaries.org/?page_id=15">culturalrevolutionaries.org</a><br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/deed.de"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-sa/3.0/80x15.png" alt="Creative Commons License" /></a></p>
<p>Habt Mut. Die Bewegung wird immer gr&#246;&#223;er. Die Gedanken greifen um sich, ber&#252;hren stetig mehr festgefahrene Strukturen, und es brizzelt in der Luft.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>M&#228;dchengespr&#228;che</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2010/01/17/maedchengespraeche/</link>
		<comments>http://www.frumble.de/blog/2010/01/17/maedchengespraeche/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 21:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit der Pubert&#228;t hat sich der Kontakt mit M&#228;dchen f&#252;r mich auf das N&#246;tigste in der Klasse reduziert, seit da, wo ich es am meisten h&#228;tte brauchen k&#246;nnen. Ich glaube, das k&#246;nnte mir wirklich gut tun und heilsame Impulse geben, aber es ist eben immer die heikle Geschlechterthematik dazwischen. Gespr&#228;che mit M&#228;dchen zu f&#252;hren erf&#252;llt&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit der Pubert&#228;t hat sich der Kontakt mit M&#228;dchen f&#252;r mich auf das N&#246;tigste in der Klasse reduziert, seit da, wo ich es am meisten h&#228;tte brauchen k&#246;nnen. Ich glaube, das k&#246;nnte mir wirklich gut tun und heilsame Impulse geben, aber es ist eben immer die heikle Geschlechterthematik dazwischen.</p>
<p>Gespr&#228;che mit M&#228;dchen zu f&#252;hren erf&#252;llt und n&#252;tzt mir mehr, weil sie realistischer (n&#252;chterner), einf&#252;hlsamer, und weniger selbstdarstellerisch sind. Das Problem ist nur, dazu zu kommen: Ich habe stets die Bef&#252;rchtung, es wirke wie eine bl&#246;de Anmache. Dabei will ich doch nur reden&#8230;</p>
<p>Da die Frauen durch den Geschlechtstrieb der M&#228;nner best&#228;ndig Anfechtungen finden, ja schon von selbst diesen entgegensehen, sobald ein Mann ihnen nahe kommt, umgeben sie sich notwendigerweise mit einer Reihe sch&#252;tzender Vorurteile, die sie auf Distanz und unter Kontrolle wie Bestimmtheit halten, ganz zurecht.<br />
Daraus folgt eine schnelle Abwehrhaltung in Kontaktversuchen, eine depressive Voreinstellung, die man als Mann erst einmal per &#220;berzeugung bezwingen muss: In die Richtung, dass sie einen interessant oder attraktiv finden und gew&#228;hren lassen, oder dass sie einen nicht als Interessenten einsch&#228;tzen und als keine Gefahr sehen, oder aber sie wehren einen ab.</p>
<p>Bei jeder Handlung frage ich mich: Darf ich das? Ist das zu viel? Was k&#246;nnte sie da interpretieren?<br />
Ab wann ist es eine Anmache, ab wann f&#252;hlt sie sich bedr&#228;ngt und bel&#228;stigt, ab wann w&#228;hnt sie Gefahr und zieht sich zur&#252;ck?<br />
Ich will keine bel&#228;stigen, oder das Gef&#252;hl davon aufkommen lassen und ich will nicht, dass sie in den Gattungsinstinkt fallen und sich f&#252;rchten, nicht bei mir.</p>
<p>Ich habe mich dazu entschlossen, dieses &#8220;Klischee&#8221; (es ist ja keines) nicht bedienen zu wollen, und bin auch geflissentlich darum bem&#252;ht, unter keinen Umst&#228;nden daf&#252;r gehalten zu werden, auch und besonders unbeabsichtigt.<br />
Ich f&#252;hlte mich dabei gew&#246;hnlich, selbsts&#252;chtig, berechnend, unethisch, unaufrichtig, und selbst ertappt als L&#252;stling, der nur nach einem strebt &#8211; so will ich nicht sein!<br />
Ich finde die von den M&#228;nnern gepflegten weiblichen Umgangsarten in diesem Bereich falsch, ich verachte das und ich will nicht f&#252;r einen von ihnen, mit diesen niederen Zielen gehalten werden, auf keinen Fall, und schon beim F&#252;r-Gehalten-Werden geht es um meine Selbstachtung (&#8220;Ich habe versagt und wenn ich so offensichtlich versagt habe, dann bin ich vielleicht wirklich so wie die Gattung, dann beseele ich meine Ethik nicht, dann mache ich mir nur in Idealismus selber etwas vor!&#8221;).</p>
<p>Das ist, wenn ich gerne einfach reden w&#252;rde. Und dann gibt&#8217;s da ja noch das andere, dass auch ich hin und wieder Interesse h&#228;tte&#8230;<br />
Was sich da jetzt in mir auftut, ist ziemlich schwierig f&#252;r mich. Ich stehe im Konflikt mit meinen eigenen Interessen: Dem weiblichen Gesch&#246;pf den vollsten Respekt erweisen (was in seiner Extremauspr&#228;gung bedeutet, gar keinen Kontaktversuch zu lancieren), oder meinem pers&#246;nlichen Interesse nachzugehen (oder eben auch nur dem Gespr&#228;chswunsch). Und momentan stelle ich den Respekt noch an vorderste Stelle.</p>
<p>Es stellt sich mir auch die Frage, soll es offensichtlich sein, darf es offensichtlich sein, oder darf es das gar nicht, und was bedeutet das im Umkehrschluss f&#252;r mein erwartetes Verhalten, wenn ich nur eine Gespr&#228;chspartnerin m&#246;chte? Wie signalisiere ich meine Intention ohne Missverst&#228;ndnisse, besonders dasjenige, das man mich in das M&#228;nner-Klischee abstempelt &#8211; davor habe ich viel Angst und das f&#252;hrte dazu, dass ich mich aus Unsicherheit die letzten Jahre eigentlich gar nicht mit M&#228;dchen au&#223;erhalb meiner Klasse zu sprechen traute.<br />
Wie unterscheiden sich Flirt und eine respektvolle selbstbezweckte Unterhaltung in der Umgangsform?<br />
Und wenn ich Interesse habe, wie soll ich mich verhalten, um dennoch nicht pauschalisiert werden zu k&#246;nnen? Wie?!</p>
<p>Ich verhalte mich oft vielleicht auch absichtlich etwas kindisch vor M&#228;dchen, nicht mal, wenn ich einen Gespr&#228;chswunsch h&#228;tte, sondern schon ganz ohne, um es nicht so erscheinen zu lassen, dass ich mich um ein besonders gutes Bild von mir vor ihnen bem&#252;he und ihnen sofort gef&#228;hrlich werden k&#246;nnte als charmanter, heimt&#252;ckischer Aufrei&#223;er, einfach um ihnen die Angst zu nehmen. (Oh Gott, die Abstru&#223;it&#228;t und Selbstbenachteiligung wird mir erst gerade beim Formulieren klar!)</p>
<p>Die Bef&#252;rchtung beim blosen Gespr&#228;chswunsch in mir ist auch, sie denken gegen Ende des Gespr&#228;chs, ich war auf einen Flirt oder ein &#8220;N&#228;heranschauen&#8221; aus, aber sie h&#228;tten mir dann doch nicht gefallen und w&#252;rden das als Verletzung erleben und mir in Folge entsprechend heimzahlen wollen&#8230;</p>
<p>Oder ich habe Angst, dass ich mich, trotz aller Vorsicht, bei Interesse oder Gespr&#228;chswunsch, falsch verhielte, so dass mein Kontaktversuch als offensichtlichste Anmache gesehen und (mitleidvoll) belacht wird, denn sie alle haben ja schon viel mehr Erfahrung mit so was&#8230;</p>
<p>Ich w&#252;rde mich in der Schule wirklich gerne mal mit ein paar M&#228;dchen unterhalten, die ich wirklich spannende Pers&#246;nlichkeiten finde, aber es geht nicht.<br />
Aus dem gleichen Grund habe ich Komplexe davor, mit jungen Unterstuflerinnen ganz harmlosen Austausch zu f&#252;hren, aus der Sorge, ich w&#252;rde argw&#246;hnisch als notgeiler Anmacher an j&#252;ngeren, oder gar P&#228;dophiler gesehen.</p>
<p>Intergeschlechtliche Kommunikation funktioniert f&#252;r mich nur rudiment&#228;r mit den M&#228;dchen aus meiner Klasse, weil da mittlerweile eine Art famili&#228;res Verh&#228;ltnis herrscht.<br />
Aber wie soll Geschlechterkommunikation &#252;berhaupt mit dem Problem der Geschlechtlichkeit unter sonstigen Normalbedingungen in der Gesellschaft funktionieren? Ist die nicht verdammt in eine Schein-Einigkeit des Fortbestehens des Systems wegen und darunter feindsame Spaltung? Ich will gerne mit nein antworten, doch exakt so erlebe ich es.</p>
<p>Ein Problem scheint auch meine Herzlichkeit und Offenheit zu sein: Wenn ich mich ganz nat&#252;rlich und offen wie ein Kindergartenkind vor M&#228;dchen verhalte, dann werde ich verschreckt und be&#228;ngstigt angesehen und mit R&#252;ckweichung bestraft. Durch diese (f&#252;r einen Jungen) un&#252;bliche Art aktiviert sich also der weibliche Gefahrenschutz.<br />
Wie kann ich also mit M&#228;dchen als Leutschaft sprechen? Das *ist* meine &#8220;verhalte dich einfach ganz nat&#252;rlich&#8221;-Art! Die hab ich mir &#252;ber die Jahre als reinste Form behalten, alles dar&#252;ber sind bei mir nur aufgesetzte Schutzh&#252;llen! Und ich will doch in solchen (und Interesse-) Situationen dann aufrichtig und ehrlich &#8220;ganz ich selbst&#8221; sein!<br />
Wie kann ich da nur zu einer Synthese finden, ohne mich zu verstellen? Brauche ich daf&#252;r noch mehr gereiften Charakter?</p>
<p>Dazu kommt noch, &#252;berhaupt: wie soll ich es nur schaffen, in einer gesteigerter Verliebtheit (nein, kommt nicht oft vor) vor Begeisterung nicht v&#246;llig entz&#252;ckt und &#252;berdreht aufzutreten? F&#228;llt mir sehr schwer.</p>
<p>Hier sollte es bewusst mal nur um meine Sorgen und Bef&#252;rchtungen vor und bei M&#228;dchengespr&#228;chen gehen, die anderen Dinge wie Sch&#252;chternheit und fatale Unf&#228;higkeit zum verbalen Gespr&#228;ch lasse ich bewusst hier raus.<br />
Ich frage mich immer wieder, warum es so mit mir gekommen ist, was ist da nur falsch gelaufen&#8230;<br />
Ich habe den leisen Verdacht und Angst vor meinen Untiefen, dass manches davon nur eine Sublimation meiner Sozialinkompetenz sein k&#246;nnte&#8230;<br />
Vielleicht sind meine Einstellungen zu dem Ganzen aber auch goldrichtig, was aber nichts daran &#228;ndert, dass ich zuschauen muss, und nur das kann, wie die anderen Jungen dennoch Kumpelinen und Freundinnen haben, halten und bekommen. So komme ich ins Zweifeln und das macht es doppelt schwierig. Sie kriegen es hin und ich nicht, das ist der Punkt.</p>
<p>Man merkt: Ich denke ziemlich viel, ziemlich unterbewusst. Ziemlich ungut oft f&#252;r mich. Gerade hier.</p>
<p>Das ist wieder eines dieser Beispiele, wo ich denke, ich habe des einen zu viel, w&#228;hrend (wahrscheinlich) noch der Reife zu wenig.</p>
<p>Warum schreibe ich das alles jetzt? Weil ich es jetzt kann, weil es mir bewusst wurde, und weil ich es klar f&#252;r mich machen und f&#252;r die Fragen endlich L&#246;sungen finden will.</p>
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		<title>Das Jahr und ich</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2009/12/31/das-jahr-und-ich/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 22:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein ziemlich unkontrollierter Monolog &#252;ber das Jahr und was mich gerade besch&#228;ftigte. Ich spreche sonst nicht viel, darum ist das formulierungstechnisch nicht ganz so top und das bitte ich euch, mir zu verzeihen. Warum man sich das ansehen sollte kann ich auch nicht sagen, ihr habt ja aber immer einen Grund. Gesamtl&#228;nge: 24 min (Die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein ziemlich unkontrollierter Monolog &#252;ber das Jahr und was mich gerade besch&#228;ftigte. Ich spreche sonst nicht viel, darum ist das formulierungstechnisch nicht ganz so top und das bitte ich euch, mir zu verzeihen. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Warum man sich das ansehen sollte kann ich auch nicht sagen, ihr habt ja aber immer einen Grund. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Gesamtl&#228;nge: 24 min <em><strong>(Die Videos sind mittlerweile nicht mehr &#246;ffentlich zug&#228;nglich)</strong></em></p>
<p><object width="480" height="295" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/FV318CbAOMg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="295" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/FV318CbAOMg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><br />
<span id="more-1176"></span></p>
<p><object width="480" height="295" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/VB_CcpVqhTc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="295" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/VB_CcpVqhTc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p><object width="480" height="295" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/vtu1_S_K-KY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="295" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/vtu1_S_K-KY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>F&#252;gt der Liste der Negativeigenschaften noch hinzu: nicht spontan und gro&#223;er Theoretiker. Ah ja, und das mit der schnellen Gedanken&#252;bersteuerung.<br />
Und es hei&#223;t nat&#252;rlich nicht Schuljahr, sondern Halbjahr.</p>
<p>Vom visuellen Ausdruck her kann ich eigentlich mehr, aber nur, wenn keiner hinsieht und ich nicht aufnehme (ha!). <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich wollte ja eigentlich keinen Google-Dienst daf&#252;r nutzen, aber Vimeo als N&#228;chstbester erlaubt kein HD-Einbinden in eigene Seiten und hat eine 500 MB-Dateibegrenzung, die nicht mal f&#252;r einen Teil hier ohne verlustbehaftete Neucodierung gereicht h&#228;tte.</p>
<p>&#220;berlebt den Jahreswechsel m&#246;glichst am St&#252;ck und ich w&#252;nsche uns allen ein Jahr mit vielen erfreulichen Entwicklungen!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Reife + Gedanken</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2009/11/15/reife-gedanken/</link>
		<comments>http://www.frumble.de/blog/2009/11/15/reife-gedanken/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 23:42:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frumble.de/blog/?p=1143</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe Angst. Ich nehme nicht am gemeinsamen Reifen meiner Gleichaltrigen teil, bin aber gleichzeitig so depressiv, dass ich mich auch nicht besonders mit anderen gro&#223;en Themen besch&#228;ftige. Sehe ich so. Weder lese ich dicke Romane, programmiere, bin ein Linux-Crack, designe, interessiere mich gro&#223; f&#252;r Naturwissenschaften, spiele ein Instrument, spiele Theater, schreibe Gedichte, oder lerne&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe Angst. Ich nehme nicht am gemeinsamen Reifen meiner Gleichaltrigen teil, bin aber gleichzeitig so depressiv, dass ich mich auch nicht besonders mit anderen gro&#223;en Themen besch&#228;ftige. Sehe ich so.<br />
Weder lese ich dicke Romane, programmiere, bin ein Linux-Crack, designe, interessiere mich gro&#223; f&#252;r Naturwissenschaften, spiele ein Instrument, spiele Theater, schreibe Gedichte, oder lerne Tolkien auswendig.<br />
Ich sitze daheim, mache meine Hausaufgaben viel zu selten selbst, lese Twitter, vielleicht noch ein paar IT-Nachrichtenseiten, microblogge selbst, h&#246;re seltener Musik, sehe Filme, lese immer mal wieder Esoterik, Philosophie und etwas Weltliteratur, und reflektiere meine Gedanken.<br />
Dieses Gest&#228;ndnis hier abzugeben, h&#228;tte ich mich vor einem Jahr und vor meinem Microbloggingbeginn noch nicht getraut.<br />
Ich habe Angst um meine Reife. Gro&#223;e. Ich wei&#223; nicht, wo das mit mir hinf&#252;hrt. Andere, die auch wenig f&#252;r die Schule machen, und andere, die sich auch so selten in Gesellschaft wie ich befinden, besch&#228;ftigen sich zumindest, sind sie intelligent, noch mit gewissen Bereichen in extremer Form. Ich nicht. Ich kann mich mit nichts Erreichtem von mir identifizieren, kann auf fast nichts von mir stolz sein.<br />
Es ist mir oft, als sei ich zu intelligent, wahrlich zu &#8220;reif&#8221;, um mich auf Dinge einzulassen, mich f&#252;r sie voller Herzen zu begeistern, oder sie konsequent zu verfolgen.<br />
So, als w&#252;sste ich zu viel, als s&#228;he ich, unbewusst und ohne Anstrengung, geradezu instinktiv, zu weit auf den kommenden Verlauf. Ganz komisch.<sup><a href="http://www.frumble.de/blog/2009/11/15/reife-gedanken/#footnote_0_1143" id="identifier_0_1143" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das macht es auch schwer, W&amp;#246;rter daf&amp;#252;r zu finden &amp;#8211; ich wei&amp;#223; es aus einem inneren Gef&amp;#252;hl heraus, es ist erst mal keine Logik, die Logik darin muss ich erst selbst suchen und dann versuchen, allverst&amp;#228;ndlich zu vermitteln. (Wobei hier nun gefragt werden darf, ob jene mit viel Anstrengung gefundene Logik alles ist, oder nur das Offensichtlichste, ob in manchem Gef&amp;#252;hl nicht ein allumfassendes Verst&amp;#228;ndnis liegt: das irritiert mich, denn wenn ich tiefer in diesen Eindr&amp;#252;cken bohre, erkenne ich mehr Details, Beweggr&amp;#252;nde und Zusammenh&amp;#228;nge der Menschen, wie aus einer ewigen Quelle, es gibt selten ein Stopp, es ist ein Denkmodell, das sich aus der Rationalit&amp;#228;t heraushebt -&nbsp; es ist, als l&amp;#228;gen die Informationen in mir, nicht in den Dingen &amp;#8211; die Diskussion, die sich nun hier&amp;#252;ber wieder auftut, lasse ich mal aus.) ">1</a></sup><br />
Zu viel offenbar, um ein erf&#252;lltes Leben zu f&#252;hren. Gleichzeitig fasse ich es dann nicht, wie dumm und einf&#228;ltig ich bin, oder mich eben dadurch so verhalte. Es ist ein ambivalentes Gef&#252;hl, ich wei&#223; nicht, was ich von mir denken soll, ist das nun extreme, katastrophal fehlgeleitete Intelligenz, oder gro&#223;e Torheit, und wo ist da noch der Unterschied?</p>
<p>Nicht mal im Microblogging, wovon ich sagen k&#246;nnte, ich betreibe es exzessiv, bin ich wirklich gut. Meine &#252;berschaubare Follower-Anzahl macht mir dabei nicht so viel aus; ich bin mit meinem Stil unzufrieden. Es gibt viele, die nicht weniger sensibel als ich zu sein scheinen, und sich ebenfalls in ihrer aktuellen Lebenssituation unwohl f&#252;hlen, aber sie bringen trotzdem noch eine irre Sprachpoesie, Beobachtungsleistung und Realphilosophie auf die Reihe. Das ist dann wieder das, wo ich mir Vorw&#252;rfe mache.</p>
<p>Ich wei&#223;, dass ich ziemlich intelligent bin, aber ich nutze die Gabe nicht, und was bringt mir unge&#252;bte Intelligenz; sie muss geschliffen werden durch das Leben zu einem funkelnden Edelstein. Ehrlich, ich sehe das so, dass ich die letzten Jahre verschenkt habe, mich mental und emotional weit nicht so weit entwickelt habe, wie es in meinen M&#246;glichkeiten gestanden w&#228;re &#8211; ich muss auch so hart zu mir selbst sein und zugeben, dass ich nicht f&#252;r alles meine ungl&#252;ckliche Schulsituation verantwortlich machen kann, die h&#228;ngt dabei mit einer ganzen Menge zusammen, aber ich h&#228;tte viel fr&#252;her aus der L&#228;hmung erwachen k&#246;nnen.<br />
Wie ich in meinem <a href="http://www.frumble.de/blog/2009/09/09/schule-ein-leidensbericht/">Schulleidensbericht</a><sup><a href="http://www.frumble.de/blog/2009/11/15/reife-gedanken/#footnote_1_1143" id="identifier_1_1143" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="F&amp;#252;r die Stelle im Schulleidensbericht suchen nach &amp;#8220;Was ich vor allem in der Schule br&amp;#228;uchte&amp;#8221;">2</a></sup> schon erz&#228;hlte, habe ich die dritte Klasse wiederholt und bin seitdem mit einen Jahr J&#252;ngeren zusammen. Das Prek&#228;re liegt dabei darin, dass ich au&#223;erhalb der Schule nicht unter Menschen bin, die Schule also der einzige Ort ist, an dem ich in Sozialkompetenz und Charakter eine Lernm&#246;glichkeit habe (ein sehr ung&#252;nstiger Ort; wie ich *<em>dieses</em>* Jahr langsam mitbekam, verhalten sich junge Leute au&#223;erhalb der Schule komplett anders).<br />
Nun ist es so, dass ein Jahr einen gro&#223;en Unterschied in Intellektsentwicklung ausmacht, ein Gebiet, auf dem ich sowieso weiter als so einige bin. Wir haben also keine gleiche Basis im Verstehen und Auffassen von Dingen, aber sie sind daf&#252;r weiter in allem Nachau&#223;entragenden. Eine komische Situation, wenn man das so bedenkt. Es f&#252;hrt dazu, dass mir mein Verstand nicht m&#246;glich macht, quasi verbietet, ihren gew&#246;hnlichen Weg des Aufbaus von Kompetenzen in den Gebieten nachzumachen (denn um Selbstbewusstsein, Charakter und st&#252;tzendes Ego in jungen Jahren aufzubauen, braucht es immer eine bestimmte Verengung und Verkr&#252;mmung des Sichtfelds).</p>
<p>Da ich mich dort auch noch zus&#228;tzlich in meinen Schulleistungen als schlecht empfinde (→an diesem Ort also, an dem ich Sozialkompetenz und Charakter lernen k&#246;nnte; erkennt ihr meine Verbindung?), kommt als psychisches Gesamtergebnis ein erw&#252;rgender Minderwertigkeitskomplex heraus. Hinein spielt, dass mir durch meine Reflexionsgabe allzeit klar ist, wie falsch ich mich verhalte, wie wenig ich wei&#223;, und was von mir erwartet wird. Der Hauptgrund meiner Depression. W&#228;re das Bewusstsein darum nicht, ich k&#246;nnte wenigstens als gro&#223;es Arschloch noch gl&#252;cklich leben.</p>
<p>Mein bester Schulfreund seit vier Jahren, der herausragend gut im Leben steht, und an sich markant clever ist, spielt hier auch eine Rolle. Er hat mir sehr oft, bewusst oder unbewusst, ehrlich und ohne Besch&#246;nigungen, ganz sachlich meine Unf&#228;higkeiten aufgezeigt, wof&#252;r ich ihm dankbar bin, aber dann, das werfe ich ihm vor, mich meistens einfach auf den Erkenntnissen sitzen lassen, ohne mir psychisch zu helfen (wenn auch ich nicht w&#252;sste, wie genau man das k&#246;nnte, aber vielleicht einfach mit etwas mehr Sensibilit&#228;t&#8230;).<br />
Was er sagte, davon sp&#252;rte ich, dass es stimmte.<br />
So jemanden Speziellen dann in der eigenen Klasse zu haben, bei dem man die Reifeprozessprozedur in quasi Zeitraffer miterleben kann, zog mich runter und nahm mir Motivation (auch ganz sicher, weil ich gewisse Dinge eindr&#252;cklicher verstand als andere). F&#252;r meine so kleinen Schritte bekam ich dann, gerade von ihm, was mir wichtig gewesen w&#228;re, weil ich so viel von ihm halte, auch &#228;u&#223;erst wenig Lob, was mich weiter niedergeschlagen machte. Das ist schlicht eine ung&#252;nstige Zusammenstellung. Ich wage die Behauptung, dass es solche H&#246;henflieger-Ego-Reife-Typen lange nicht in jeder Klasse gibt, ich hatte hier einen echten &#8220;Nachteil&#8221;; nat&#252;rlich ergeben zusammen mit meinen Minderwertigkeitskomplexveranlagungen.</p>
<p>Die Depression geht so weit, dass ich mir viele, viele Dinge da drau&#223;en nicht zutraue, dass ich mich f&#252;r *<em>unw&#252;rdig</em>* f&#252;r eine Menge Dinge halte, mich auf manches nicht konzentrieren kann, selbst wenn ich es will. Da wird das allgemeine Unterlegenheitsgef&#252;hl zur Depression.</p>
<p>Mein Gott, ich bin 18! Was gibt es nicht f&#252;r weitentwickelte 18-J&#228;hrige da drau&#223;en; ich habe weder Selbstbewusstsein, noch wahren echten Charakter, noch ein (st&#228;rkendes und st&#252;tzendes) Ego. Ich bin eine Null.<br />
Ich habe mich die letzten sechs Jahre in die Parallelwelt der IT verkrochen, sie fast vollst&#228;ndig mein Leben ausf&#252;llen lassen, habe mich tumb machen lassen, bin geflohen vor dem Leben und seinen Herausforderungen, nahm mich oft nicht wahr als freier Geist mit Selbstentscheidungsprivileg, lie&#223; mich in nebliger Wonne apathisch treiben von meiner Tagesbesch&#228;ftigung, nicht handeln zu m&#252;ssen, nicht an mich zu denken, nicht um mich, vergessen k&#246;nnen, immer allein, daheim in meinem Zimmer, sechs Jahre, dabei immer mit der dumpfen Ahnung, ja schon in diesem zugefl&#252;chtetem Asyl qu&#228;lend st&#246;rend, da ist noch mehr, da ist noch viel mehr in dir.<br />
Was andere als ihre minderj&#228;hrige Jugend erlebten, da las ich IT-Nachrichten, dokterte an meinen Betriebssystemen herum, und hatte Verst&#228;ndigungsprobleme in der Schule. Bis zur neunten Klasse l&#228;sst sich darauf mein Leben reduzieren. Dann mit dieser Klasse und meinem 16. Lebensjahr wurde es besser, ich erkannte zunehmend meine M&#246;glichkeiten und begann, sie zaghaft auszutesten. Doch dann kam etwas, was mir &#252;ber ein halbes Jahr lang alles d&#252;ster vernebelte, die zehnte Klasse, in der es lag, war die schlimmste meiner bisherigen Schulzeit (ihr hab sicher schon eine Idee, was so was ausl&#246;sen k&#246;nnte). Als ich mich aus der geistigen Klammer entwand, begann ich immer mehr zu verstehen, aber Handeln vermochte ich noch nicht.<br />
Das wird jetzt die Zeit werden, ich will es anpacken, ich will mein Leben &#228;ndern, ich will es gl&#252;cklich machen, und jetzt bin ich f&#228;hig dazu.<br />
Und das ist mir so viel Bewusstes, ich wei&#223; gar nicht, wo anfangen.</p>
<p>Um wieder den Bogen zu schlagen zu der Angst um meine Reife und Entwicklung: Oft sp&#252;re ich Gedankenblitze aufkommen, die ich beachten, verarbeiten, bearbeiten und Resultate nutzen m&#246;chte, aber mir fehlen dazu Informationen, gesellschaftliche, verhaltensbezogene, soziale, mir fehlen sogar W&#246;rter, und ich bleibe mit stotterndem Motor verloren und hilflos in dem Versuch zur&#252;ck. Man kann das auch so formulieren, dass ich meine Eindr&#252;cke nicht in Ergebnisse oder Ausdr&#252;cke zu &#252;berf&#252;hren vermag. Meine Intelligenz ist wesentlich h&#246;her als meine Reife, das sp&#252;re, und das belastet mich seit langem.<sup><a href="http://www.frumble.de/blog/2009/11/15/reife-gedanken/#footnote_2_1143" id="identifier_2_1143" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bitte bekommt das mit der Intelligenz nicht in den falschen Hals, ich will nicht angeben und habe auch durch meine objektiven Leistungen keinen Grund daf&amp;#252;r, aber ich muss das hier in dieser deutlichen Form schreiben, weil es stets vernachl&amp;#228;ssigter Part des Problems ist.">3</a></sup> Es macht mich tief ungl&#252;cklich. So, jetzt ist das raus.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1143" class="footnote">Das macht es auch schwer, W&#246;rter daf&#252;r zu finden &#8211; ich wei&#223; es aus einem inneren Gef&#252;hl heraus, es ist erst mal keine Logik, die Logik darin muss ich erst selbst suchen und dann versuchen, allverst&#228;ndlich zu vermitteln. (Wobei hier nun gefragt werden darf, ob jene mit viel Anstrengung gefundene Logik alles ist, oder nur das Offensichtlichste, ob in manchem Gef&#252;hl nicht ein allumfassendes Verst&#228;ndnis liegt: das irritiert mich, denn wenn ich tiefer in diesen Eindr&#252;cken bohre, erkenne ich mehr Details, Beweggr&#252;nde und Zusammenh&#228;nge der Menschen, wie aus einer ewigen Quelle, es gibt selten ein Stopp, es ist ein Denkmodell, das sich aus der Rationalit&#228;t heraushebt -  es ist, als l&#228;gen die Informationen in mir, nicht in den Dingen &#8211; die Diskussion, die sich nun hier&#252;ber wieder auftut, lasse ich mal aus.) </li><li id="footnote_1_1143" class="footnote">F&#252;r die Stelle im Schulleidensbericht suchen nach &#8220;Was ich vor allem in der Schule br&#228;uchte&#8221;</li><li id="footnote_2_1143" class="footnote">Bitte bekommt das mit der Intelligenz nicht in den falschen Hals, ich will nicht angeben und habe auch durch meine objektiven Leistungen keinen Grund daf&#252;r, aber ich muss das hier in dieser deutlichen Form schreiben, weil es stets vernachl&#228;ssigter Part des Problems ist.</li></ol>]]></content:encoded>
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