Windowsnachrichten
Microsoft und Novell arbeiten gemeinsam an Windows Vienna
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Wie der Microsoft Insider Paul Thurrott berichtet, soll sich ein neues Einsatzgebiet für die Microsoft-Novell Partnerschaft ergeben haben: Man arbeitet hinter verschlossenen Türen mitlerweile gemeinsam am Windows Fiji-Nachfolger Vienna. Vienna soll, wie schon früher angekündigt, einen völlig neuen Kernel besitzen und nicht mehr abwärtskompatibel zu früheren Versionen von Windows sein. Durch einen undichten Microsoftmitarbeiter soll Paul erfahren haben, dass Novell anscheinend immer noch große Eigentumsanteile an dem eigentlich an SCO/Caldera verkauften UnixWare besitze, die bei der Entwicklung von Vienna als Basis dienen sollen. Somit gäbe es auch keine Probleme mit den Lizenzen von freier Software, die man hätte, wenn man auf Linux setzen würde (insbesondere nicht mit der GPL3). Die Frage, warum Microsoft nicht allein fähig ist, einen neuen Kernel zu schreiben sei mal dahin gestellt. Und warum man sich von UnixWare bedient, auch. UnixWare ist als Server-OS ohne viel Komfort und keiner weiten Hardwareunterstützung designt. Worauf es aber letztendlich ankommen wird, ist die Oberfläche des Betriebssystems. Es ist wohl zu erwarten, dass Microsoft den Benutzer in Windows Vienna nicht wie bei Linux die Wahl des Desktops geben wird, sondern auf eine einheitliche, sehr wahrscheinlich codegeschlossene Entwicklung setzt. Vienna soll in der Gegend von 2012 – 2014 erscheinen und nach dem “Vista – Zweite Ausgabe” Codename Fij, welches nur ein überarbeitetes Vista sein wird, die erste große Neuerung seit Windows NT werden. Microsoft versuchte schon einmal, ein Unixsystem – nämlich Linux – mit dem Windowsdesktop zu kombinieren, mit flopsigem Erfolg – wenige Monate nach Projektbeginn wurde es aus unveröffentlichten Gründen fallen gelassen. Als Oberflächentechnologie dürfte sich Microsoft bei Vienna noch “mehr” als bei Vista bei der Windows Presentation Foundation bzw. Avalon bedienen. Zu Avalon kann man sich hier und hier Videos ansehen. Klar ist aber, dass Microsoft ein neues Desktopkonzept braucht. Während sich die großen Linuxdesktops und Aqua von Mac OS X stetig weiterentwickeln gibt es nur sehr selten etwas grundlegend neues im Windowsdesign. Das aufgesetzte Aero Glass auf Vista ist nur eine Notmaßnahme, damit es so scheint, Microsoft hätte den Windowsdesktop stetig weiterentwickelt. Schaut man sich Quarz Extreme auf Mac OS X und dessen Entwickler-APIs an, sieht man schnell die Unterschiede. Auch holten die Linuxdesktops in ihren Features immer mehr auf, so dass sie heute schon teilweise über Aqua hinaus zielen. Das wird Microsoft, das nur alle paar Jahre eine neue Revision des einheitlichen Windows Desktop abliefert, zu schaffen machen: Es muss auf einen Schlag wenigstens annähernd vergleichbare Features mit Aqua, oder den Linuxdesktops bringen, was entwicklungstechnisch wieder in ein ein Disaster (siehe Longhorn) führen wird.
Sammelnachrichten der letzten Wochen
0Ich will es jetzt endlich hinter mich bringen. Anstatt einen Artikel zu schreiben, verlinke ich nur auf die Originalseiten – heute. In Zukunft werden meine Nachrichten natürlich wieder “persönlicher” werden. Sollte einer der Links nicht funktionieren, oder auf eine falsche Seite führen, dann schreibe das bitte sofort in die Kommentarfunktion – bei so vielen verlinkten Seiten kann ich das alleine nicht 100% richtig machen.
Internet allgemein
- Man kann sich nun bei Googles Gmail auch ohne Einladung anmelden.
- Opera-CTO Håkon Lie verglich den Internet Explorer 7 auf einer Entwicklerkonferenz von Yahoo!, auf der auch Microsoft und die Mozilla Foundation anwesend waren, mit Opera 3.6.
Apple
- Apples Standfuß und Geheimnis, wie sie es schaffen, sich auf dem Markt zu positionieren und die Leute zu begeistern.
- Gerücht: Bald AMD-Macs? Hier mit vielen Kommentaren
Linux
- K3B 1.0 mit interessanten DVD-Ripp-Funktionen erschienen!
- Gnome 2.18 ist fertig.
- NTFS-3G für stabilen Schreibzugriff auf NTFS-Laufwerke vollendet!
- OpenBSD-Entwickler finden die Entwicklung quelloffener Treiber für Linux, wenn die freien Treiberentwickler eine Vertraulichkeitsvereinbarung über die für die Hardwarehersteller heiklen Hardware-Design-Bereiche vereinbaren, nicht in Ordnung, weil sie so an den Treibern nicht mit profitieren können.
- Microsoft soll doch im Linux-Quelltext zeigen, wo angeblich von Windows kopiert wurde, oder Patente verletzt wurden!
Microsoft
- Ballmer droht Linux erneut mit Patentklagen und findet Windows zwar teurer, aber auch “besser”.
- Microsoft unterstellt IBM einen “globalen Feldzug” gegen das neue Office 12 (2007) Dateiformat OpenXML.
- Microsoft: Nächstes Windows komme schon 2009
- Unter der Bezeichnung “Fiji” ist doch nicht nur ein Service Pack für Vista gemeint, sondern wie schon vorerst angenommen, der Codename des Vista-Nachfolgers.
- Gates fordert neues Gesetz zum Schutz der Privatsphäre (Man lese auch die Kommentare zu dem Artikel)
BeOS-Szene
- Haiku bekommt UserlandFS (vergleichbar mit Linux’ “FUSE”) und ein eigenes Netzwerkdateisystem, das BFS’ Features ausspielen kann.
- Das Haiku-Projekt ist beim Google Summer of Code angenommen worden.
- BeOS MAX 4 Beta 1 erschienen
- Ideen für ein hardwarebeschleunigtes Haiku und einer veränderten Oberfläche.
Krust
Ominöse Seite aufgetaucht: Pläne für Vistas SP1 und Andeutungen zu Windows “Fiji”
0Auf der Internetseite VistaSP1.net gibt es eine offizielle von Microsoft erstellte Liste mit Fehlerbereinigungen, die in das Service Pack 1 für Windows Vista kommen sollen. Alles bisherige davon sind nur Treiberprobleme mit Hardware. Jeweils links neben der Problembeschreibung ist ein Link auf die Microsoft Knowledge-Base-Seite, wo man nähere Informationen zu dem Problem finden kann. Das Interessanteste an der ganzen kleinen Seite ist aber der Untertitel im Bild:”Codenamed Fiji. Preview and Information Center.” Fiji, das ist der Codename für den Vista-Nachfolger. Das war er jedenfalls einmal, denn jetzt hat sich Microsoft anscheinend dazu entschlossen, Fiji nur als Service Pack für Vista auszuliefern. Microsoft wollte doch nie mehr so viel Zeit zwischen zwei Windows-Versionen vergehen lassen, wie bei XP – Vista geschehen. Wenn Fiji jetzt nur ein Service Pack wird, dann dürfte die Zeitspanne von Vista zu Vienna, das wahrscheinlich 2012, oder später kommt, doch so groß sein, wie die zwischen XP und Vista (6 Jahre). Mit einem bisschen Pech sogar noch länger.
Hehe. Wenn ich sehe, was sich Monat für Monat bei Gnome, KDE und Mac OS X tut, dann dürfte das der technologische Untergang Microsofts in der Betriebssystemwelt sein.
Für Codename Fiji ist eine verbesserte Sidebar geplant, vermutlich wird diese die Startleiste ablösen. Wie das aussehen könnte, kannst Du dir hier in einem microsoftinternen Video von 2001 ansehen, bei dem man sich schon auf “Blackcomb”, den Vista-Nachfolger “2005″ vorbereitet hat (Vista sollte eigentlich schon 2003 erscheinen), das wurde aber aus welchen Gründen auch immer so bisher noch nicht umgesetzt. Auch in Planung ist ein integriertes Musikbearbeitungsprogramm, volle HD-DVD-Unterstützung, verbesserte Spracheingabe und neue Icons, Designthemen und Hintergrundbilder. Das sieht für mich etwa wie eine unvollständige Liste der Features von Mac OS X 10.5 Leopard aus.
Bei fast jedem Mac wird gleich iLife als Vollversion mitgeliefert. iLife ist eine Multimedia-Software-Sammlung, die sich aus iPhoto, iMovie HD, iDVD, GarageBand und iWeb zusammensetzt. Bei Vista Ultimate sind schon minderwertige Plagiate von iPhoto, iMovie HD und iDVD enthalten, an einer Konkurrenzlösung für iWeb wird gerade gebastelt. Die Musiksoftware GarageBand wird also für “Fiji” herhalten müssen…
Das fieseste an Vista: Die neuen Sicherheitsfunktionen
3Was da abgeht ist echt kirre, und weil’s so komplex ist, mach ich mir gar nicht erst die Mühe, es selber zu formulieren. Hier ein Link zu Golem, unbedingt lesen:
Vista-Nachfolger kommt in noch mehr Versionen
0Wie derStandard berichtet, plant Microsoft, Windows Codename Fiji (~2009), oder auch erst Vienna (~2012; ehemals Blackcomb) in noch mehr Versionen als Vista auszuliefern. Man betreibe gerade Marktforschung und ermittle neue Anwendungsgebiete für Programme und eben das Basisbetriebssystem.
Ich glaube, das spätestens mit Vienna ein Selbstbau-Windows kommt, bei dem man sich bei der Installation für Funktionen entscheidet und dann nachträglich einen entsprechenden Key kaufen muss. Das ist schon bei Vista in Ansätzen so: Man kann bei der Installation eine Vista-Version wählen; aber vermutlich wird dieser Schritt feiner und man kann einzelne Programme “mitkaufen”, oder auslassen, wie z.B. das Windows Media Center, DVD-Abspielcodecs, oder gar die DirectX-Implementation im Betriebssystem, ohne die man zwar keine (DirectX-)Spiele spielen kann, was aber im Büro nicht stört (kommt auf den Anwender an
). Ist dann Vienna auf einer DL-DVD (oder HD-DVD), ließe sich auch gleich Microsoft Office als Installationsoption beilegen. So würde ich es als Microsoft machen.
Vista doch viel billiger
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Die Horrorpreise von Windows Vista haben allgemeines Volksgeschrei unter den Windowsanhängern ausgelöst. Nun hat Microsoft die Preise für die “Systembuilder-Versionen”, also die OEM-Preise bekannt gegeben. OEM-Produkte sind Produkte, bei denen man keinen Support, meistens kein Handbuch und keine aufwendige Schachtel drum rum bekommt. Vor wenigen Jahren war es noch in Deutschland Gesetz, dass solche Produkte nur vom Computerhersteller vorinstalliert verkauft werden durften, das ist nun anders. Eine Software darf im Laden als OEM gekauft werden und ist so meistens um vieles günstiger. So geht’s auch mit den Vista-Preisen. Da ich jetzt keine Lust habe, eine Tabelle anzulegen, verlinke ich einfach auf einen Artikel auf PC-Welt.de.
Was Treibt Microsoft dazu, Vista auch so günstig anzubieten? Die Ultimate-Version kostet mit 200€ sogar weniger, als XP Professional mit offiziell 250€! Könnte es Microsoft darum gehen, dass sie nicht mit der Markteinführung von Vista mit Supportanrufen von hardwareseitig verärgerten Käufern bombardiert werden? Der einfache Mensch, der das “Erlebnis” Aero Glass möchte wird sich, wenn überhaupt, eine Systembuilder-Version kaufen. Wenn dann was nicht geht, hat er seitens Microsoft keinen kostenlosen Support. Mehr Gründe für Microsoft, Vista so billig auszuliefern sind mir dazu nicht eingefallen. Wenn ihr noch eine Idee habt, dann schreibt sie doch als Kommentar!

