Tagesblog

Geschützt: Ein sachliches Stundenprotokoll einer Biologiestunde für Deutsch

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Vorsatz: Fünf Tage fast ohne den PC

Ich habe mir einen interessanten Vorsatz für diese Ferienwoche gegeben: Ich möchte fünf Tage lang den PC auf’s Nötigste rationalisieren. An drein davon plane ich, ihn erst um 18:00 einzuschalten, für zwei habe ich mir eine komplette Ruhepause verordnet. Warum?

Das letzte Mal war ich vor zwei Jahren mehrere Tage im Urlaub und also von meinem Rechner abgeschnitten. Seitdem gab es verstreut mal einen Tag, an dem wir in der Familie etwas Größeres unternommen haben und der PC somit auch kurzzeitig still stand. Aber mehrere Tage war, zumindest mein neuer Selbstbaurechner vom Juni 2007, glaube ich noch nie aus.

Da greift sich der Durchschnittsverbraucher wohl an den Kopf, betet für mein Seelenheil und möchte mir das Gerät als Entzugsmaßnahme wegnehmen, denn ich bin ja so süchtig. Aber nein, ich bin nicht süchtig, ich bin abhängig. Das ist eine goldfädene Trennlinie, die man da ziehen muss. Ich kann sehr wohl ohne den Rechner auskommen, aber dann bekomme ich sehr schnell die Probleme, keine Kommunikation mehr mit anderen aufbauen, und keine Konversationen mehr führen zu können, völlig von allen Informationen und (IT-)Nachrichten abgeschnitten zu sein und keine Unterhaltung mehr genießen zu können, denn auch die läuft bei mir ausschließlich am Computer über Podcasts und aufgenommene und heruntergeladene Fernsehsendungen ab.

In mir kam schon vor einer Weile der Eindruck auf, dass ich mir einige Lernprobleme in der Schule richtig selber verursache, indem ich in meiner Freizeit so enorm viele Nachrichten lese, und das ja nicht erst seit kurzem, sondern schon seit gut drei Jahren. Diese extreme Fülle und Dichte an Informationen, die sich innerhalb weniger Tage oft selbst revidieren, relativieren und unlogisch machen und diese Fülle an Dingen, bei denen man nur überrascht ist, wenn man neue Innovationen liest, mag es z.B. ein neuer Videocodec sein, der so effizient wie noch kein anderer sein Werk verrichtet, lassen in der Schule einen Egalismus, also den Abbau der kritischen Analyse, das Abnicken von vorgesetztem Stoff und eine Das-ist-nicht-so-wichtig,-das-kommt-ja-eh-bald-wieder-Mentalität entstehen. Jeder kann sich denken, dass das wirklich nicht vorteilhaft im Unterricht ist, und da sich zunehmend weniger (was für ein Wortspiel) des Stoffes daheim wenige Tage vor den Arbeiten aus den Heften oder Büchern in quasi-elitärer Selbstgelehrtheit beibringen lässt, ohne etwas von den Erläuterungen der Lehrer dauerhaft im Kopf behalten zu haben, schlägt sich das auch negativ auf die Noten nieder. Diese dutzenden Nachrichten-Feeds können ein Grund dafür sein, neben meiner Faulheit und einigen zum Lehrplan quergestellten überzeugten Auffassungen über die Relevanz des Stoffes, warum ich, ganz allgemein, ein Problem mit der Schule habe.

Abseits dem stellte ich auch fest, dass mir Zeit für mich, meine Gedanken und meine Umgebung fehlen. Es ist nicht so, dass ich sie nicht hätte. Mir ist oft auch vor dem Rechner langweilig, aber da komm ich nicht auf den Gedanken, mein Zimmer radikal umzustrategen, ein Buch zu lesen, oder zu meditieren.

Darum setze ich mir dieses Experiment an, fünf Tage weitend ohne den Computer zu verbringen und in dieser Zeit absolut keine Nachrichten zu lesen und keine technischen Podcasts zu hören. Ich hoffe sehr, dass ich so “leben” kann, ohne ihn, in dieser Abstinenz, fehlt mir wahrhaftig alles vom Aufgabenplaner über die Musikanlage zum Kommunikator, weil ich fast keine separaten Geräte oder “analogen” Arbeitsmöglichkeiten nutze.

Zumindest morgen/heute wird das aber noch nicht ganz planmäßig funktionieren. Ich muss vorher noch einiges vorbereiten, wie meine Remember The Milk-Aufgaben auf Papier “synchronisieren” und meine neue Musik auf den iPod übertragen (ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den nicht auch aussperren soll, schließlich kann man viel damit machen, im Grunde zu viel, und ich werde dadurch von mir abgelenkt).

Dann kann das eine wirklich spannende Woche werden, in der ich wieder ein Stück weit zu mir selber finden kann und vielleicht bringt sie mich ja sogar dazu, das Haus zu verlassen!

Ein Geek auf einer Schulparty

Ab gestern haben wir zwei Wochen Osterferien und für der letzen Schultag wurde von der Schülermitverantwortung ein “Schwof” organisiert. Die bunten Flugblätter enthielten außer in reißerischen Tönen seltsam anmutenden Versprechen und dem Ort und der Uhrzeit keine weiteren Informationen dazu, was es eigentlich genau werden sollte. Nachdem ich mitbekam, dass einige Mitschüler kommen wollten, dachte ich mir, es wäre eine Chance für mich, mal die Jugendkultur aus nächster Nähe beobachten zu können. Da lag ich gar nicht so falsch.

Daheim noch /dev/radio, Z! und Bits und so gehört, machte ich mich in leicht modifiziertem Erscheinungsbild um halb acht auf zur Schule. Vor dem Eingang standen ein paar Mitschülerinnen; warum auch immer davor. Drinnen wurde ich zu erst einmal von zwei fetten Bodyguard, oder “Türstehern” nach dem mitzubringenden Flugblättern angesprochen, die sollten wohl Eindruck machen. Nachdem ich meinen Wegzoll an der Kasse beglichen hatte und meine Jacke zur Aufbewahrung abgab, betrat ich also die umfunktionierte Eingangshalle. In den Ecken standen riesige Lautsprecher mit dicken Kabeln, von oben blitzte es und drehten sich Lichtmuster, vorne erkannte ich eine Bühne. Die Musiker waren noch nicht da, so lange spielte Musik vom Band. Und wie sie spielte! Furchbar laut und grässlich unmelidiös, unausgeglichen und übersteuert, aber ich glaube, das muss so sein. Ich blickte mich verstört um, sah niemand Bekannten und lief an der Bühne vorbei, hinter einer Ecke zu Fußballkickern und Bierbänken. Immer noch kein bekanntes Gesicht. Ich tastete mich zurück zum Eingang, wieder zur Bühne und dann nach draußen, just, da kamen Freunde herein. Ich schloss mich ihnen an, und folgte ihnen mal, was sie taten war nichts anderes, als das, was ich bis dahin tat, den begehbaren Weg immer wieder abwandern, sie wirkten damit nur in einer Gruppe und mit strammen Laufschritt entschlossener und selbstbewusster als ich. Wir wechselten ein paar Worte und irgendwie verlor ich sie. Da traf ich eine Mitschülerin, und fragte sie, ob sie wisse, wo der Rest der Klasse sei. Sie gab zurück, dass einer von ihnen anscheinend “Gras” dabei hätte und die anderen ihm folgten. Ähm, aha. Schockiert verließ ich das Gebäude, sah ein paar Meter vor mir eine große Gruppe Mitschüler beieinander stehen und sich offenbar entschlossen zu haben, in den sehr nahe gelegenen Park abzuwandern. In sicherer Entfernung folgte ich ihnen ein paar Schritte, um meinen Verdacht zu erhärten, kehrte dann ungläubig und entsetzt zurück und fand mich wieder nahe der Bühne vor. Ich bekam hier den totalen Overkill, dieser ungewohnte Extrovertismus der Leute und diese Disco-Stimmung, die ich bisher nur aus Filmen kannte, jetzt war ich hier drin, musste mit der neuen Situation fertig werden. Und das alleine, weil meine einzige Anhaltsperson zu beschäftigt damit war, auf Leute zu zugehen und konfuse Gespräche zu beginnen; absolut legitim und verständlich (für seinen Charakter), aber für mich daher ein ernstes Problem. Er erzählte mir, dass auch er bisher mit der Gegebenheit nichts anfangen könne, weil die gespielte Musik nicht seine wäre und die richtigen Leute fehlten. Ich traf auf eine Gruppe bekannter Leute, die sich offensichtlich mit reinem Alkohol zugepumpt zu haben schien. Einer von ihnen hätte mir unter normalen Umständen ganz egal wie Schmerzen bereiten wollen, nun schüttelte er eifrig meine Hand und leilte Freundschafsgrüße.
Beim Weiterlaufen unterstrich ich in Gedanken mit rotem Marker Sätze in meinem 16 1/2-Artikel (Passwort bis zum 22.03.08:”Hao5z45Aesa&$L€”) und zu gern hätte ich etwas zum Schreiben dabei gehabt, um schon Stichwörter für diesen Text notieren zu können. Auch hätte ich mich gerne zu dem Type am Lichtanlagesteuercomputer gesetzt, aber das passte jetzt hier nicht und es hätte bei dem Lärm auch keinen Sinn gemacht. Ich verbrachte weitere Zeit damit, umherzustreunen, aber auch mir fehlten die richtigen Leute, besonders…

Da bemerkte ich, dass ein paar aus meiner Klasse wieder nach draußen wollten, diesmal aber nur in den Schulhof. Ich lief mit und wir hielten ungefähr an dem Platz, an dem sich auch regulär während den Pausen ein Großteil meiner Klasse einfindet. Das ist bei uns ganz nett und ich kenne keine andere Klasse, die sogar in den Pausen größtenteils zusammen ist. Die anderen tranken böse Flaschen und – rauchten. Aber nicht nur “normale” Zigaretten, sondern, abermals entsetzt, musste ich “fettere Zigaretten” ausmachen, mit größter Wahrscheinlichkeit “Joints”. Aus einem Interview mit einem besonders selbstbewussten Konsumenten: “Weißt Du, wenn ich 16 1/2 bin, hör ich damit auf, wegen dem Führerschein. Oder schon mit 16.” “Das schaffst Du nicht alleine.” “Doch, doch, das schaff ich sicher.” Ganz sicher.
Dann musste ich miterleben, wie eine Mitschülerin, die mich wenige Minuten zuvor noch unerwartet trunkend umarmt hatte, (“Du bist das erste Mädchen seit einem Jahr, das mich umarmt.” “Dann doch gleich noch mal!”) auf einer Bank zusammenbrach. Beruhigend mit anzusehen, dass sich dann die anderen, die mir subjektiv betrachtet von diesem Zustand auch nicht mehr weit entfernt schienen, so rührend um sie kümmerten… (L.:”Och, hast Du geraucht?” “Jähm…” L.:”Ooch, warum machst Du das…?”)
Zumindest hatten Christoph und L. nicht mitgeraucht, das gibt mir eine gewisse weitere Bestätigung in meiner Entschlossenheit, mich von dem ganzen Zeug fern zu halten. Aber getrunken hatte sie und da wurde mir klar, dass ich hier weit und breit wohl der einzige trockene und sachlich denkende neben den fetten Sicherheitleuten war. Das hatten die anderen also getan, als ich im Haus umherlief. Ich hatte mich im Gebäude noch gar nicht umgeschaut, wo es was “zum Trinken” gäbe, irgendwo an der Treppe, aber es war mir zu blöd, da weiter nachzulesen, oder mich kundig zu machen, was man da bekommt und was ich mit 16 bekäme. Außerdem hatte ich noch zu Hause zwei Gläser Volvic getrunken und nun absolut keinen Durst mehr.

Als die eingeladene Band abgezogen war, spielte im Haus wieder erträglichere Musik aus der Konserve. Wären jetzt ein paar Freunde in der Eingangshalle gewesen, ich hätte vielleicht sogar getanzt. Aber schon das Gefühl, hier wirklich als einziger konzentriert eine Bombe entschärfen zu können, machte mir Unbehagen, auch, wenn ich mir so verantwortlicher und wichtiger vorkam. Das war hier etwas, was ich noch nicht begriffen hatte, und ich habe auch keine Interesse, auf diesem Wege noch tiefer in die “Jugendkultur” einzutauchen. Aber ich werde es wahrscheinlich müssen, um auf längere Sicht Verständnis und eine tiefere soziale Kompetenz zu den Leuten aufzubauen, die in dieser speziellen Welt leben oder auch nur von Zeit zu Zeit in sie eintauchen und das als Normalität und Teil ihres Lebens ansehen.

Tipp: Meyers Lexikon Online

Noch bevor jetzt auch der Brockhaus die Zeichen der Zeit erkannt hat und ab April 2008 nur noch kostenlos online, durch Werbung finanziert weiterentwickelt wird, hat seine Lage schon 2006 Meyers Lexikon eingesehen und seinen ganzen Inhalt ins Netz gestellt. Ähnlich wie bei der Wikipedia können auch dort Nutzer Artikel einreichen und bearbeiten, anders als in der freien Enzyklopädie werden sie aber vor Veröffentlichung von einem Redaktionsteam auf Korrektheit geprüft.
Nun sollte man nicht zu viel von Meyers Lexikon Online erwarten, es ist ein Lexikon, keine Enzyklopädie (ein Lexikon ist aber Teil einer Enzyklopädie), erhebt also keinen Anspruch darauf, das Wissen der Welt unterzubringen, sondern kompakte Erklärungen zu ausgesuchten Wörtern zu liefern. Dennoch lässt sich einiges finden, die Seite bietet sogar ein Suchplugin für Firefox an (auf der Seite auf das Pfeilchen in der Firefox-Suchmaschinenmaske klicken) und die Nutzung und Verweisung auf das Nachschlagewerk macht sich sicher in Schularbeiten gut. Nett ist auch, dass der Text unter einer einigermaßen freien Lizenz steht, so, dass man ihn auf eine private, nichtkommerzielle (ist eine mit Werbung kommerziell?) Webseite (in der zum Zeitpunkt der Übernahme aktuellsten Version für zwei Jahre) übernehmen darf.

Es ist natürlich klar, dass Meyens Lexikon Online nur der letzte verzweifelte Versuch ist, das Werk und die darin hineingesteckte Arbeit zu retten, aber wenn es den Dienst schon gibt, warum sollte man ihn dann nicht nutzen?

Restriktive Eltern (zum Glück nicht meine)

- Diesen Artikel musste ich leider aus annähernd-juristischen Gründen löschen. -

Angebotstipp: LG GH20NS-DVD-Brenner plus 25 DVD-Rs

Ich war gerade auf der Suche nach meinem nächsten DVD-Brenner, da bin ich auf ein sehr gutes Angebot bei Weedoo gestoßen: Der neue LG GH20NS-DVD-Brenner und zusätzlich 25 DVD-Rs von Platinet für (aktuell) 30€! Möglich wird das durch das “Weedoots”-System von Weedoo, bei dem jeder Käufer den Preis des Artikels senken kann, steht genauer auch noch mal auf der Weedoo-Seite. Der GH20NS ist der Nachfolger (des Nachfolgers) des GSA-H62N, der es bei PC-Welt.de und Chip.de auf Brennerplatz 1 geschafft hat. So ganz verstehe ich zwar nicht, warum der GH20NS (und sein Vorgänger) nicht auf der LG-Seite für Brenner aufgeführt werden, aber sie sind definitiv die GSA-H62N-Nachfolger.

Hier zwei Links auf das Weedoo-Angebot, weil ich nicht zu kommerziell wirken möchte einmal mit zusätzlicher Weedots-Vergütung für mich und ein mal ohne:

Link mit Vergütung für mich (Hier klicken!)

Link, bei dem ich nichts verdiene (Hier nicht klicken!)

Hört mehr Podcasts!

Wenn ich in meinem Bekanntenkreis nach den abonnierten Podcasts frage, bekomme ich meistens nur die Gegenfrage: “Was sind Podcasts?”, oder nur sehr wenige abonnierte als Antwort.

Das ist sehr, sehr schade. Das Angebot an richtig empfehlenswerten Podcasts ist wahrhaft gewaltig und für jede Interessensrichtung ist was dabei! Ich stelle meine Medienunterhaltung nur aus Podcasts und OTR-Filmen zusammen (schön über den Referrer anmelden ;) ), Fernsehen und Radio sehe und höre ich schon lange nicht mehr, zumindest live. Das hat bei Fernsehfilmen und Radiosendungen den Vorteil, dass ich mir meine Konsumzeit nicht vom Sender diktieren lassen muss und Werbeblöcke in fünf Sekunden mit dem Mausrad überspringen kann. (Außerdem kann man bei OTR als Premium-Nutzer alle Sendungen, die liefen, dekodieren, nicht nur die, die man auch aufgenommen hat, das soll aber nicht das Thema dieses Artikels sein…).

Ich drifte schon ab, hier soll es erst mal nur um Podcasts gehen.
CC - Peter Marquardt Ein Podcast ist von der Technik her einem Blog nicht unähnlich. Man hat in der Regel einen RSS-Feed und abonniert ihn in einem Feed-Leser, die heißen für Podcasts “Podcatcher”. Immer, wenn es eine neue Folge gibt, wird man dann darauf hingewiesen und kann sie laden, oder das gleich automatisieren. (Bildlizenz: Peter Marquardt vom Podcast lemotox – die Volksentdummung – hat zwischenzeitlich ausentdummt *höhö*)

Als Podcatcher kann ich diese empfehlen: Für BeOS, ZETA und Haiku BePodder, für Linux gPodder und IcePodder, sowie Banshee. Für Windows denke ich, ist Juice ganz gut und für Mac OS Xcast und NetNewsWire.
Wer sich ein bisschen auskennt, dem ist jetzt aufgefallen, dass ich iTunes nicht erwähnt habe. Der Grund ist, dass ich es sowohl früher auf Windows als auch heute auf OSx86 richtig lahm finde und fand und Apple wie beim Online-Musikkauf eine erschreckende Vormachtstellung mit iTunes auch für Podcasts hat. Etwa kann man auch über den iTunes-Store kostenlos auf neue Podcasts stoßen, sie abonnieren und bewerten, aber welche in diesem Apple-eigenen Verzeichnis gelistet sind, und welche nicht, das bestimmt Apple und kann nach Sympathie (und Gegensympathie) Podcasts höher, oder niedriger einordnen (tolles Beispiel; – Basti, sei mir nicht böse, ihr macht einen tollen Job, aber diese Platzierung finde ich seltsam).
Als Podcast-Portal nutze ich Podster, das hat einen nachvollziehbaren Chart-Algorithmus und eine starke Gemeinschaft dahinter (auch wenn da endlich was neues auf der technischen Seite passieren könnte!). Meine Podcasts verwalte ich auch über die Podster-Webseite, fast schon peinlich. Ich schaue mehrmals täglich in mein Profil und, wo es neue Folgen gab, weil ich mich bisher noch mit keinem Podcatcher anfreunden konnte und die Podster-Lösung den Vorteil hat, dass ich nicht warten muss, bis alle meine ~70 Feeds aktualisiert sind. Das ist aber nur denen zu empfehlen, die so oft wie ich ab Computer sind, und denen oft ziemlich langweilig ist. ;)

Die meisten Podcasts werden von Privatpersonen gemacht, die man grob in Leute aufteilen kann, die auf irgendeinem Gebiet kompetent sind, “Tagebücher” führen, oder nur lustig sind, oder es zumindest sein wollen. Kommerzielle Interessen stehen in den meisten Fällen nicht dahinter, zumal es den Podcastern sehr schwer fällt, Werbepartner zu finden, um überhaupt ihre entstehenden Kosten ein wenig zu senken. Es macht ihnen Spaß und da ein Podcast, wie einige gerne sagen, zu 50% von den Hörern lebt, sind diese oft auch gut “integriert”, es wird auf sie eingegangen und man erwartet Kritik, Lob, eigene Meinungen und Kommentare auf den Begleit-Blogs und gute Bewertungen auf Portalen von ihnen. (Ja, leider, leider bekommen die Podcaster, innerhalb ihres Hörerkreises mehr Kommentare als die Blogger… ;) )

Eine Zeit lang war die Diskussion um den “Tod der deutschen Podcaster-Szene” in aller Munde. Rückblickend kann man das so zusammenfassen: Es gab Leute, die glaubten, dass Podcasting innerhalb weniger Jahre unsere ganze Medienlandschaft verändern würde, dass jeder Podcaster tausende Hörer haben wird. Das ist so nicht eingetreten, es ist leider immer noch ein Geheimtipp. Das wird sich erst dann ändern, wenn das Podcast-Hören so einfach wie Fernsehehen, oder Radiohören wird, sprich, auch mehr all-in-one-Geräte wie das Apple-TV auf den Markt kommen. Wenn man dem Durchschnittsinteressierten erklärt, dass er da solche URLs in ein Programm laden soll und dann das Programm regelmäßig starten, um die neuen Folgen zu bekommen und dass er das erst mal nur im Computer anhören kann und es sonst mehr oder weniger umständlich auf einen portablen Medienabspieler übertragen müsste, winkt er in der Regel ab. Leider. Und wenn man das ganze mit all-in-one-Geräten vereinfacht, dürften auch schnell die “50%” der Podcasts wegfallen, die die Hörer gestalten. Eine Zwickmühle.
Auch ein Frustrationsgrund, vor allem unter den Hörern, war das Aufhören einiger Publikumslieblinge mit dem Podcasten, aber inzwischen haben doch die meisten davon einen neuen Podcast gestartet, dieses Argument für “den Tod der deutschen Podcaster-Szene” gilt also auch nur bedingt.

Wer keine Podcasts hört, verpasst echt was! Da sind so wahnsinnig viele Leute, die was zu sagen haben, die tolle Sendungen produzieren, die “Radioniveau” liefern, die über diese Plattform ihr Wissen und ihre Persönlichkeiten präsentieren, wie über keine andere möglich. Wer noch nicht überzeugt ist, dem rate ich herzlichst, mal in ein paar herein zu hören. Folgend habe ich eine kleine Liste meiner Lieblingspodcasts erstellt (ich HASSE Tabellen), ich höre aber auch noch viele andere und wer in der einen, aber nicht in der anderen Liste hier ist, dem sei noch einmal gesagt, dass das wirklich nur meine persönliche Lieblingsliste ist (und nach dem Alphabet; die Links verweisen auf die Begleit-Homepages, oder, wenn man auf diesen den RSS-Feed fast nicht findet, direkt darauf):

Angela – Schicksalsjahre einer Kanzlerin Der werktäglich erscheinende Comedy-Podcast aus dem Kanzleramt zu aktuellen Gegebenheiten. :D
arktis.de unplugged Begleit und “Werbe-Podcast” von Arktis.de, mit sympathischem Macher, netten Gags und etwas Apple-Infos.
B5 aktuell – Das Computermagazin Ganz nette Computersendung des Radiosenders B5, die aktuelle Nachrichten aufgreift und interessante Interview-Partner hat.
Bits und so Wöchentlich erscheinender, kultiger Apple-bezogener Podcast mit erstklassiger “Besetzung”.
Chaosradio Der “offizielle” CCC-Podcast mit abwechselnd seltsamen und überraschenden aktuellen Themen.
Chaosradio Express Der “etwas inoffiziellere” CCC-Podcast mit mehr Themen zu Anwendungen und mehr Gesellschaftslehre.
Computerclub Zwei “Dick und Doof”, die aus dem WDR mit ihrer Computersendung geflogen sind, wissen praktisch nichts über ihre Themen, aber haben immer kompetente Interview-Partner zur Kompensation, und ausgefallene Themen. Ich kann es mir an dieser Stelle nicht verkneifen, hier auf eine geniale Parodie von Esel und Teddy zu verlinken…. :D
/dev/radio Die Radiosendung des Ulmer CCC, oft mit sehr interessanten Themen, gerade auch aus dem OpenSource-Bereich und dabei extrem geekig.
Die Dingolstadt Comedyshow Wöchentlich erscheinender, bayrischer, kultiger Comedy-Podcast, wem die Späße gefallen, sollte auch unbedingt die sehr pralle Homepage durchforschen.
Die Esel und Teddy Show Hier werden Filmhelden, Prominente, Klischees, Dinge usw. genial intelligent auf den Arm genommen.
DigitalUpgrade Hauptsächlich OS X-bezogener Allerlei-Videocast.
fahrenheit404 – ich bin Bob und du nicht Zweiter Untertitel: “Schlechte Podcasts kann ich gut.” Ein wahrhaft beschissener Podcast, aber da Bob so authentisch rülpst, muss man ihn einfach mögen.
Funkturm Kultiger Comedy-Podcast mit liebenswerten Charakteren, erscheint leider nur sehr selten. Es sei auch auf das sehr gute Hörspielprojekt “The Rubber Witch Projekt” (trotz des Namens deutscher Inhalt) hingewiesen.
Januschka schlägt sich durch Der Podcast einer sympathischen, etwas verwirrten Restauratorin.
Maccast Ein altehrwürdiger Apple-orientierter Podcast, oft etwas konservativ, aber auf jeden Fall informativ.
MacUnplugged Der Podcast eines Apple-besessenen Polen, der gerne Deutscher wäre.
Ö3: Movie-Minute Wöchentlich erscheinender, kurzer, scharfer und prägnanter Filmkritikpodcast.
Pofacs Zweiwöchentlich erscheinender Betriebssystem- und Programm-Podcast mit interessanten Interviews, überwiegend über OpenSource-Projekte.
ROFLcast Selten erscheinender, aber urkomischer “Rote Online-Fraktion Leipzig”-Videocast.
Deutsche Welle – Sprachbar Die Mini-Sendung “Sprachbar” der Deutschen Welle; nette kleine Sprachhintergründe von Sprichwörtern erklärt.
Tagebuch eines Pfarrers Phänomenal empfehlbarer Podcast eines Pfarrers, in dem man in die Tiefen der Theologie und Psychologie eingeführt wird.
Technikwürze – Design- und Webstandards-Podcast Der Name ist Programm, hier werden aktuelle Entwicklungen, Diskussionen und Techniken für Web-Entwickler besprochen.
Techview-Podcast (Oft Video-)Podcast eines BeOS/ZETA/Haiku und Linux-interessierten Informatikstudenten.
Thesaurus Librorum Mal weniger oder mehr nette selbst produzierte Kurzhörspiele, zu meist inspiriert durch Prosa von Hobbyautoren.
Weekend-Trash Ähnlich wie die Dingolstadt Comedyshow, aber von Jugendlichen produziert und mit noch krankeren Witzen, aber gut. :D
Z! – News Hier fasst Timon die wichtigsten Computernachrichten der Woche in eigenen Worten zusammen, sehr wertvoll, regelmäßig, und daher eine großartige und anerkennenswerte Leistung.
Z! – Zeitgeist, Entwicklung, Technik Die “große” Version von Z!, zusätzlich mit Matthias, in der (andere) Wochennachrichten zusammen besprochen und hinterfragt werden.

Es ist Bloggzeit…

Ich möchte mich nicht wie die geknickten Podcaster dafür entschuldigen, dass über die Werktage hier in der Regel nicht viel Neues kommt. Doch ich möchte selbst vorfreudig verkünden, dass nun nach der erschreckenden Halbjahresinformation die einwöchigen Winterferien beginnen und da einiges kommen wird, das im Blogsystem schon unter den Entwürfen fleißig bearbeitet wurde. Das hier also mal, um ein wenig Spannung aufzubauen und euch bei Laune zu halten. ;)

Ich liebe die Nacht

Ich liebe die Nacht – wenn ich eine Nacht davor ausgiebig schlafen konnte. Ich habe über die letzten 3h einem Geschichtsabgabetext über die soziale Lage der Arbeiter während der industriellen Revolution und ein Deutsch-Biologie-Stundenprotokoll fertig gestellt, und bin mit beiden Ergebnissen sehr bis recht zu frieden. Nachts kann ich viel besser formulieren, mein Geist wird schärfer, ich werde noch philosophischer, als ich diese Last nicht eh schon ständig mit mit trag. ;) Und ja, die Arbeit hat mir sogar Spaß gemacht, jetzt ist halb 3 nachts und ich habe noch Lust, zu bloggen!

OK, ich merke, ich habe schon Tendenzen einen neuen Meisterartikel zu tippen, mit dieser fröhlichen Erkenntnis und dem Wissen, dass meine Nacht nicht mehr lang ist, möchte ich an dieser Stelle schließen. – Und nein, ich habe keinen Kaffee oder irgendwelche anderen konzentrationsfördernden Mittelchen genommen. :)

Versuchsankündigung: Eine Woche die Hausaufgaben überwiegend selbst machen

Nach dem letzten Wochenprojekt habe ich “Lust auf mehr” und werde mich nun in der kommenden Woche, auch aus Selbstreue, wegen der kommenden Halbjahresinformation, dazu zwingen, den überwiegenden Anteil der anfallenden Hausaufgaben selbst zu erledigen. Mehr möchte ich da eigentlich gar nicht ausholen, ich weiß ja nicht genau, wer alles meinen Blog liest…
Ein Bericht dazu und der noch ausstehende vom letzten Wochenprojekt werden folgen.

Der Mann, der nicht sterben kann.

Ja, es gibt ihn: Der Mann, der sich um Rechtschreibfragen kümmert, hinter den Kulissen sitzt, immer den Mund offen hat und als Beispiel in manchen Beiträgen dient (Nein, nicht der intellektuell schwache, der sich die Vokabeln merken kann) Es ist der Mann, der nicht sterben kann. Vollendet, immer am Reden, viele Freundinnen, immer unterwegs und der Meister der genauen Formulierung. Ich rede nur aus einem ganz bestimmten Grund in so hohen Tönen von ihm, denn ich bin es selber. Wenn ich mich vorstellen darf: Ich bin Christoph “Le Didi” Sierra Hotel Charlie Whiskey India Lima Lima Echo (…man nehme die Anfangsbuchstaben, denn mit dem internationalen Buchstabieralphabet bekommt mich keine Suchmaschine :cool: )

Vor rund vier Jahren lernte ich Maximilian in der Schule kennen. Auch damals schon als Geek, doch er arbeite noch mit “Win XP” und SuSE, das damals noch nicht einmal “OpenSUSE” hieß. Auch er motivierte mich, SuSE auf meinem damaligen 800-mHz-Rechner zu installieren – ein Fehler ;-) So ging Tag um Tag in’s Land. Ich war das Versuchskaninchen, der Mann, der sich nicht umbringen lässt. Übrigens sehr schwierig, denn neben Computer, verbringe ich sehr viel Zeit mit Singen, Spielen “diverser Instrumente”, Modellbauen, die Leidenschaft zu meinem Mountainbike, dem Pflegen sozialer Kontakte (15 1/2 und schon Freundinnen :rose: … ;-) ) und seit Neuestem: 8 Stunden Schlaf pro Nacht. Dennoch verlor ich den Computer-Virus nicht und blieb Schüler des großen Meisters und so entstanden Bluescreens, verlorene Dateien, Panik und die Lust am Weitermachen, während “mein Lehrer” seine News hier postete. Auch das war ein Fehler, denn ich wurde täglich zum Lesen verdroschen, was nicht ganz meinem Willen entsprach. Warum schreibt der Vollidiot dann hier? Ganz einfach, es sind mehr Leser als in den Anfängen, ich habe die Rechte, die schlechten Kommentare rauszulöschen, die guten zu unterstreichen und hier einen auf Selbstdarstellung zu machen. Genau das, was mein Ego verlangt. Nein, um ehrlich zu sein, ich finde, seitdem Maxi seine hervorragende Filmkritik geschrieben hat, und sein Blog auch sonst ein neues Niveau erklomm, ist er um einiges interessanter geworden. Das muss gewürdigt werden und ich kann mich mit seinem Ruhm bekleckern! ;-)

PS: Ich gebe euch den Link meiner Seite nicht, da ich mich dafür schäme … (Die neue ist schon in Bau)

Der Mann, der nicht sterben kann.

Die “Zielscheiben” sind Mod-Targets. Hier sieht man mich, wie ich als Leiter eines CVJM-Lagers bei einem Geländespiel durch den Wald renne. Solltet ihr mal Kinder bekommen, schickt sie zum CVJM … ;)

Also, wer es nicht gemerkt haben sollte: Hier schreibe ich, Christoph und nicht Dr. Winlux…

Versuchsankündigung: Eine Woche lang schon um 23:00 ins Bett

Ich hatte es schon länger mal vor und ich finde irgendwie, dass sich die kommende Woche gut dafür eignet – jede Nacht schon um 11 Uhr ins Bett gehen. Darauf kam ich über einen Klassenkammeraden, der nicht viel intellektuell drauf hat, aber sich ganz erstaunlich gut Vokabeln merken kann und deutlich mehr vom Unterricht profitiert, als ich und dabei dramatisch mehr Scheiße baut. Das kleine Geheimnis dieses Klassenkammeraden ist, wie ich kürzlich über seinen Vater erfahren durfte, dass er jeden Tag schon um halb neun ins Bett geschickt wird.
So möchte auch ich nun dieses offensichtlich erfolgsversprechende Konzept einmal ausprobieren; bislang lege ich mich im Schnitt erst um 1 – 2e hin und da ich bis dahin meistens harte Denkarbeit leiste, brauche ich in der Regel noch bis zu einer Stunde, um Ruhe zu finden. Normal stehe ich um 7:00 auf, die Schule fängt um 7:35 an.
Hiermit ist meine Ankündigung also raus, ich bin gespannt, wie meine Vitalität sein wird!

Geschützt: 16 1/2…

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