Tagesblog

Updatepflicht vor LAN-Party

Oh, wie ich das liebe: Da kommt ein Freud zu meinem kleinen Bruder und will mit ihm zusammen über (mein!) Netzwerkkabel ein dummes Spiel spielen. Ich schaue gebieterisch in dessen mitgebrachten Rechner und verkünde mit einem süffisanten Lächeln, dass erst mal alle Updates auf das ungepatchte XP SP2 gespielt werden sollen, bevor er seinen Computer mit dem meines Bruders verbindet. Jetzt sind wir zu 1/3 fertig, sein Laptop ist irgendwie stehengeblieben und nun muss er mit dem PC auch schon wieder nach Hause. :D

Aber morgen wird weiterinstalliert. Ich bin ja so fies. :ugly:

Werbeeinnahmen steigern sich ins Unermessliche

Google meint es gut mit mir^^

Auch von mir gibt es heute noch eine Meldung, und sogar eine sehr positive: Ich bin schlichtweg begeistert, wie viel Kohle ihr mir, meine lieben Leser bringt. Bald werden Christoph und ich die Beute unter uns, gemäß des Algorithmuses meines Gönnerstils aufteilen (schließlich sind seine zwei, drei Beiträge auch schon “Kassenschlager”), und wir werden mit Bloggen aufhören und den Rest unseres jetzt sehr glamouröses Daseins von den Kontozinsen leben. Auf keiner anderen mir bekannten Seite, bis vielleicht auf OTR (auf der man für’s Werbungklicken Punkte gutgeschrieben bekommt *hö*), sind die Besucher so konsumgeil wie hier, und natürlich habt ihr alle eine Ausnahme in eurem AdBlock Plus für sie eingerichtet, das “rechne” ich euch hoch an; täglich.

OK, zugegeben, der war schlecht. ;)

Winlux-Blog: Fehler verursacht amüsante Erscheinung

Heute Abend hat ein Fehler in der neuen WordPress-Version 2.5 (damit schreiben wir unsere Artikel) einen amüsanten Fehler verursacht: Für ungefähr 20 Minuten war der WinLux-Blog um 180° gedreht, bis ich, Christoph, den Fehler behoben habe. Ein unschöner Wert in der Datei “page.php” war falsch gesetzt; das sollte bei WordPress ja keinen mehr verschrecken.

Zugegeben: Wer eine Beta von WordPress installieren möchte, muss eine gewisse Abenteuerlust mitbringen. Nun aber läuft die Webapplikation – bis jetzt – wieder fehlerfrei.

Der WinLux-Blog steht Kopf *höhö*

MfG

Christoph ;-)

Medienopfer

Will Antworten, Zurufe, eine Sekunde Prominenz, geht dafür an die Öffentlichkeit.
In Fernsehshows, zu Zeitungen, auf Blogs.
Das Medienopfer.
Ihm war nicht klar, wie nieder, hämisch, mäuterisch und oberflächlich die Masse denkt und urteilt.
Es wollte nicht dieses Publikum, es wollte eine Gruppe vielleicht immaginärer Freunde erreichen und Antworten über sich selbst finden. Antworten. Antworten, auf Fragen, die sich erst beim Darübernachdenken über seine Situation ergäben.
Oder wollte es überhaupt Antworten? Wollte es sich unterbewusst nicht nur einen Vorwand schaffen, um sich mit sich selbst auseinander setzen zu müssen? War das Echo ihm nicht völlig gleichgültig?
Schlimm genug, wie seine Aussagen kichernd und substanz- wie kontextlos verbreitet wurden, auf einen winzigen Rest seiner Dramaturgie reduziert. Dass seine Aussagen doch nach Monaten und ganzen Jahreszeiten des Weiterlebens und Weiterhervorrückens von Neuentdeckern unter den Tischen als Lachnummer und Geheimtipp ohne anklopfendes Gewissen weitergegeben würden, damit konnte es nicht rechnen. Es hat ein reifes Publikum erwartet, und ursprünglich vorgefunden, in dem Kreis der konventionellen Konsumenten seiner Medienpräsenz. Dass Außenstehende auf seine entblößte selbstreflektierende Seele schauen sollten, kam ihm nicht mal in seiner davor überdachten Synopsis über sein Publikmachen in den Kopf. Waren die Lästerer nicht unsagbar kindisch?

Danke.


Ein Text von mir für Deutsch, geschrieben selbstaufgefordert und wundersam passend zum aktuellen Thema in der Nacht zum Montag (weil die Ferien dafür zu schade sind). ;)
Nicht ganz ohne Hintergedanken, aber den kann ich hier leider, so gern ich es wegen seiner Genialität hätte, nicht niederschreiben, das wäre witzlos und würde das Konstrukt nutzlos werden lassen. Jedoch kann ich noch meinen Lesern, die nicht zu meinen Bekanntenkreis gehören, den Rat geben, dass sie überhaupt nicht darüber nachzudenken brauchen, sie werden es nicht verstehen.

Cool ist auf alle Fälle, dass unsere Deutschlehrerin den Text im Unterricht noch ausführlich behandeln und auseinander nehmen will, das ist doch schon eine große Ehre, zum Lehrmaterialliferant zu werden. ;)

Rat für die Vermeidung aussichtsloser Argumentenkriege

Ein Tipp in die Runde: Lasst Euch nie mit Fundamentalchristen zu einer Diskussion über Religionen oder gar im Speziellen den Buddhismus hinreißen. Und vor allem, vor allem, wenn ihr es nicht tut, dann sprecht in diesem Zusammenhang, den es dann nicht geben kann, auch nie “Matrix” zur besseren Veranschaulichung an! :ugly:

Mein Nachtleben in den Ferien

Irgendwas mach ich falsch, wenn ich in den Ferien jede Nacht um 2 – 4 Uhr zu Bett geh und so lange mit Christoph chatte, telefoniere und Filme anschaue, der bei diesem Spiel genau so eifrig mitmacht. Und seitdem er jetzt auch Nachrichten-Feeds abonniert hat, kann man ihn auch schon fast als Geek bezeichnen. Wird noch. ;)

Mein Vorsatz für die zweite Ferienwoche: Früher Schlafen gehen, dann hab ich auch noch was von den Vormittagen (“Ähm, aber nichts mehr von den Nächten!” “Halt’s Maul!” –Eine kleine innerköpfliche Kontroverse).

Prolet?

Aus Skype:

ich: hallo
… frage: hast du schon mit dem dossier für geschichte angefangen?
D.: gerade nicht
ich: also noch gar nicht?
D.: ich hab keine zeit man#
ich: hehe
… ich habs auch noch nicht
… ist ja nicht schlimm, wir haben ja noch ne woche
… wie gut ist dein geschi-heft?
… ich würde es mir gerne mal ausleihen
D.: fick dich junge
ich: nicht heute, morgen oder übermorgen kurz
… aber sonst…?
««blockt mich»»
… ich hab der ganzen klasse den museumsführer hochgeladen
… und hätte nur gerne meine lücken ausgefüllt
… und du blockst mich? bist du betrunken?!

Der dritte Kurzentschlossene. Die anderen zwei haben es glücklicherweise wieder mehr oder weniger schnell eingesehen.

Geschützt: Ein sachliches Stundenprotokoll einer Biologiestunde für Deutsch

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Vorsatz: Fünf Tage fast ohne den PC

Ich habe mir einen interessanten Vorsatz für diese Ferienwoche gegeben: Ich möchte fünf Tage lang den PC auf’s Nötigste rationalisieren. An drein davon plane ich, ihn erst um 18:00 einzuschalten, für zwei habe ich mir eine komplette Ruhepause verordnet. Warum?

Das letzte Mal war ich vor zwei Jahren mehrere Tage im Urlaub und also von meinem Rechner abgeschnitten. Seitdem gab es verstreut mal einen Tag, an dem wir in der Familie etwas Größeres unternommen haben und der PC somit auch kurzzeitig still stand. Aber mehrere Tage war, zumindest mein neuer Selbstbaurechner vom Juni 2007, glaube ich noch nie aus.

Da greift sich der Durchschnittsverbraucher wohl an den Kopf, betet für mein Seelenheil und möchte mir das Gerät als Entzugsmaßnahme wegnehmen, denn ich bin ja so süchtig. Aber nein, ich bin nicht süchtig, ich bin abhängig. Das ist eine goldfädene Trennlinie, die man da ziehen muss. Ich kann sehr wohl ohne den Rechner auskommen, aber dann bekomme ich sehr schnell die Probleme, keine Kommunikation mehr mit anderen aufbauen, und keine Konversationen mehr führen zu können, völlig von allen Informationen und (IT-)Nachrichten abgeschnitten zu sein und keine Unterhaltung mehr genießen zu können, denn auch die läuft bei mir ausschließlich am Computer über Podcasts und aufgenommene und heruntergeladene Fernsehsendungen ab.

In mir kam schon vor einer Weile der Eindruck auf, dass ich mir einige Lernprobleme in der Schule richtig selber verursache, indem ich in meiner Freizeit so enorm viele Nachrichten lese, und das ja nicht erst seit kurzem, sondern schon seit gut drei Jahren. Diese extreme Fülle und Dichte an Informationen, die sich innerhalb weniger Tage oft selbst revidieren, relativieren und unlogisch machen und diese Fülle an Dingen, bei denen man nur überrascht ist, wenn man neue Innovationen liest, mag es z.B. ein neuer Videocodec sein, der so effizient wie noch kein anderer sein Werk verrichtet, lassen in der Schule einen Egalismus, also den Abbau der kritischen Analyse, das Abnicken von vorgesetztem Stoff und eine Das-ist-nicht-so-wichtig,-das-kommt-ja-eh-bald-wieder-Mentalität entstehen. Jeder kann sich denken, dass das wirklich nicht vorteilhaft im Unterricht ist, und da sich zunehmend weniger (was für ein Wortspiel) des Stoffes daheim wenige Tage vor den Arbeiten aus den Heften oder Büchern in quasi-elitärer Selbstgelehrtheit beibringen lässt, ohne etwas von den Erläuterungen der Lehrer dauerhaft im Kopf behalten zu haben, schlägt sich das auch negativ auf die Noten nieder. Diese dutzenden Nachrichten-Feeds können ein Grund dafür sein, neben meiner Faulheit und einigen zum Lehrplan quergestellten überzeugten Auffassungen über die Relevanz des Stoffes, warum ich, ganz allgemein, ein Problem mit der Schule habe.

Abseits dem stellte ich auch fest, dass mir Zeit für mich, meine Gedanken und meine Umgebung fehlen. Es ist nicht so, dass ich sie nicht hätte. Mir ist oft auch vor dem Rechner langweilig, aber da komm ich nicht auf den Gedanken, mein Zimmer radikal umzustrategen, ein Buch zu lesen, oder zu meditieren.

Darum setze ich mir dieses Experiment an, fünf Tage weitend ohne den Computer zu verbringen und in dieser Zeit absolut keine Nachrichten zu lesen und keine technischen Podcasts zu hören. Ich hoffe sehr, dass ich so “leben” kann, ohne ihn, in dieser Abstinenz, fehlt mir wahrhaftig alles vom Aufgabenplaner über die Musikanlage zum Kommunikator, weil ich fast keine separaten Geräte oder “analogen” Arbeitsmöglichkeiten nutze.

Zumindest morgen/heute wird das aber noch nicht ganz planmäßig funktionieren. Ich muss vorher noch einiges vorbereiten, wie meine Remember The Milk-Aufgaben auf Papier “synchronisieren” und meine neue Musik auf den iPod übertragen (ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den nicht auch aussperren soll, schließlich kann man viel damit machen, im Grunde zu viel, und ich werde dadurch von mir abgelenkt).

Dann kann das eine wirklich spannende Woche werden, in der ich wieder ein Stück weit zu mir selber finden kann und vielleicht bringt sie mich ja sogar dazu, das Haus zu verlassen!

Ein Geek auf einer Schulparty

Ab gestern haben wir zwei Wochen Osterferien und für der letzen Schultag wurde von der Schülermitverantwortung ein “Schwof” organisiert. Die bunten Flugblätter enthielten außer in reißerischen Tönen seltsam anmutenden Versprechen und dem Ort und der Uhrzeit keine weiteren Informationen dazu, was es eigentlich genau werden sollte. Nachdem ich mitbekam, dass einige Mitschüler kommen wollten, dachte ich mir, es wäre eine Chance für mich, mal die Jugendkultur aus nächster Nähe beobachten zu können. Da lag ich gar nicht so falsch.

Daheim noch /dev/radio, Z! und Bits und so gehört, machte ich mich in leicht modifiziertem Erscheinungsbild um halb acht auf zur Schule. Vor dem Eingang standen ein paar Mitschülerinnen; warum auch immer davor. Drinnen wurde ich zu erst einmal von zwei fetten Bodyguard, oder “Türstehern” nach dem mitzubringenden Flugblättern angesprochen, die sollten wohl Eindruck machen. Nachdem ich meinen Wegzoll an der Kasse beglichen hatte und meine Jacke zur Aufbewahrung abgab, betrat ich also die umfunktionierte Eingangshalle. In den Ecken standen riesige Lautsprecher mit dicken Kabeln, von oben blitzte es und drehten sich Lichtmuster, vorne erkannte ich eine Bühne. Die Musiker waren noch nicht da, so lange spielte Musik vom Band. Und wie sie spielte! Furchbar laut und grässlich unmelidiös, unausgeglichen und übersteuert, aber ich glaube, das muss so sein. Ich blickte mich verstört um, sah niemand Bekannten und lief an der Bühne vorbei, hinter einer Ecke zu Fußballkickern und Bierbänken. Immer noch kein bekanntes Gesicht. Ich tastete mich zurück zum Eingang, wieder zur Bühne und dann nach draußen, just, da kamen Freunde herein. Ich schloss mich ihnen an, und folgte ihnen mal, was sie taten war nichts anderes, als das, was ich bis dahin tat, den begehbaren Weg immer wieder abwandern, sie wirkten damit nur in einer Gruppe und mit strammen Laufschritt entschlossener und selbstbewusster als ich. Wir wechselten ein paar Worte und irgendwie verlor ich sie. Da traf ich eine Mitschülerin, und fragte sie, ob sie wisse, wo der Rest der Klasse sei. Sie gab zurück, dass einer von ihnen anscheinend “Gras” dabei hätte und die anderen ihm folgten. Ähm, aha. Schockiert verließ ich das Gebäude, sah ein paar Meter vor mir eine große Gruppe Mitschüler beieinander stehen und sich offenbar entschlossen zu haben, in den sehr nahe gelegenen Park abzuwandern. In sicherer Entfernung folgte ich ihnen ein paar Schritte, um meinen Verdacht zu erhärten, kehrte dann ungläubig und entsetzt zurück und fand mich wieder nahe der Bühne vor. Ich bekam hier den totalen Overkill, dieser ungewohnte Extrovertismus der Leute und diese Disco-Stimmung, die ich bisher nur aus Filmen kannte, jetzt war ich hier drin, musste mit der neuen Situation fertig werden. Und das alleine, weil meine einzige Anhaltsperson zu beschäftigt damit war, auf Leute zu zugehen und konfuse Gespräche zu beginnen; absolut legitim und verständlich (für seinen Charakter), aber für mich daher ein ernstes Problem. Er erzählte mir, dass auch er bisher mit der Gegebenheit nichts anfangen könne, weil die gespielte Musik nicht seine wäre und die richtigen Leute fehlten. Ich traf auf eine Gruppe bekannter Leute, die sich offensichtlich mit reinem Alkohol zugepumpt zu haben schien. Einer von ihnen hätte mir unter normalen Umständen ganz egal wie Schmerzen bereiten wollen, nun schüttelte er eifrig meine Hand und leilte Freundschafsgrüße.
Beim Weiterlaufen unterstrich ich in Gedanken mit rotem Marker Sätze in meinem 16 1/2-Artikel (Passwort bis zum 22.03.08:”Hao5z45Aesa&$L€”) und zu gern hätte ich etwas zum Schreiben dabei gehabt, um schon Stichwörter für diesen Text notieren zu können. Auch hätte ich mich gerne zu dem Type am Lichtanlagesteuercomputer gesetzt, aber das passte jetzt hier nicht und es hätte bei dem Lärm auch keinen Sinn gemacht. Ich verbrachte weitere Zeit damit, umherzustreunen, aber auch mir fehlten die richtigen Leute, besonders…

Da bemerkte ich, dass ein paar aus meiner Klasse wieder nach draußen wollten, diesmal aber nur in den Schulhof. Ich lief mit und wir hielten ungefähr an dem Platz, an dem sich auch regulär während den Pausen ein Großteil meiner Klasse einfindet. Das ist bei uns ganz nett und ich kenne keine andere Klasse, die sogar in den Pausen größtenteils zusammen ist. Die anderen tranken böse Flaschen und – rauchten. Aber nicht nur “normale” Zigaretten, sondern, abermals entsetzt, musste ich “fettere Zigaretten” ausmachen, mit größter Wahrscheinlichkeit “Joints”. Aus einem Interview mit einem besonders selbstbewussten Konsumenten: “Weißt Du, wenn ich 16 1/2 bin, hör ich damit auf, wegen dem Führerschein. Oder schon mit 16.” “Das schaffst Du nicht alleine.” “Doch, doch, das schaff ich sicher.” Ganz sicher.
Dann musste ich miterleben, wie eine Mitschülerin, die mich wenige Minuten zuvor noch unerwartet trunkend umarmt hatte, (“Du bist das erste Mädchen seit einem Jahr, das mich umarmt.” “Dann doch gleich noch mal!”) auf einer Bank zusammenbrach. Beruhigend mit anzusehen, dass sich dann die anderen, die mir subjektiv betrachtet von diesem Zustand auch nicht mehr weit entfernt schienen, so rührend um sie kümmerten… (L.:”Och, hast Du geraucht?” “Jähm…” L.:”Ooch, warum machst Du das…?”)
Zumindest hatten Christoph und L. nicht mitgeraucht, das gibt mir eine gewisse weitere Bestätigung in meiner Entschlossenheit, mich von dem ganzen Zeug fern zu halten. Aber getrunken hatte sie und da wurde mir klar, dass ich hier weit und breit wohl der einzige trockene und sachlich denkende neben den fetten Sicherheitleuten war. Das hatten die anderen also getan, als ich im Haus umherlief. Ich hatte mich im Gebäude noch gar nicht umgeschaut, wo es was “zum Trinken” gäbe, irgendwo an der Treppe, aber es war mir zu blöd, da weiter nachzulesen, oder mich kundig zu machen, was man da bekommt und was ich mit 16 bekäme. Außerdem hatte ich noch zu Hause zwei Gläser Volvic getrunken und nun absolut keinen Durst mehr.

Als die eingeladene Band abgezogen war, spielte im Haus wieder erträglichere Musik aus der Konserve. Wären jetzt ein paar Freunde in der Eingangshalle gewesen, ich hätte vielleicht sogar getanzt. Aber schon das Gefühl, hier wirklich als einziger konzentriert eine Bombe entschärfen zu können, machte mir Unbehagen, auch, wenn ich mir so verantwortlicher und wichtiger vorkam. Das war hier etwas, was ich noch nicht begriffen hatte, und ich habe auch keine Interesse, auf diesem Wege noch tiefer in die “Jugendkultur” einzutauchen. Aber ich werde es wahrscheinlich müssen, um auf längere Sicht Verständnis und eine tiefere soziale Kompetenz zu den Leuten aufzubauen, die in dieser speziellen Welt leben oder auch nur von Zeit zu Zeit in sie eintauchen und das als Normalität und Teil ihres Lebens ansehen.