Frumble201

Wie bescheuert ist das denn? :D

Die Hauptsache ist wohl, dass sie irgendetwas dranhängen können. :D

Eine ernst gemeinte Frage an meine Leser: Kann es sein, dass der komplette Spielstand eines Yu-gI-oh!-Spieles auf der PSP geschreddert wird, wenn:

  1. Ich das Ding im ausgeschaltetem Zustand, wie es war, betrachte, oben die UMD-Klappe öffne, das proprieätere, von Plastik ummantelte Scheibchen ansehe und es wieder einlege
  2. Nach etwas Suchen den “Power”-Knopf finde und ihn nach oben ziehe, bis der Apparat hochfährt, direkt in das Spiel hinein, in ein komisches Auswahlmenü, wo man links ein statisches Bild sieht und rechts einen hässlichen Spiel-Charakter im Mario-Style, der auf einer Art Mahjongg-Feld ganz oben steht und ich ein paar Bewegungstasten drücke, um ihn darauf laufen zu lassen,
  3. ehe ich die Menü-Taste drücke und mich die PSP fragt, ob ich das Spiel beenden wolle, was ich brav mit der O-Taste verneine und wieder zurück ins Spiel komme,
  4. um dann erneut den “Power”-Knopf nach oben zu schieben, um das Gerätchen auszuschalten?

Wie ihr erkennen könnt, habe ich keinen Plan von der PSP, es ist der Computerersatz meines Bruders. Und darum geht es im Tieferen: Er hat geheult und war außer sich, weil ich anscheinend damit seinen Spielstand der letzten vier Wochen gelöscht hätte, tratt um sich und ließ mir die Konsole nicht mehr als 20 Sekunden in der Hand, um mich davon zu überzeugen oder den Fehler zu beheben. Ich glaube, das ist eine fiese Tour von ihm, damit ich ihm seinen neuen Computer, den er nach zweimonatiger Abstinenz, da der alte irreperrable Motherboard-Schäden hatte, schneller mit elterlicher Empfehlung zu richten hätte.
Kommentare sind sehr willkommen.

Wieder einmal sind Ferien und wieder stehe ich vor einer kniffligen Aufgabe: Wie soll ich mir die Tag/Nacht-Zeit einteilen?
Fakt ist, dass ich nachts in vielem geistig fitter als tagsüber und mehr philosophisch bin und besser schreiben kann, also vermutlich einfach lockerer. An sich ideal, aber “lernen” kann ich besser am Tag, also Nachrichten lesen, neues Zeug ausprobieren etc; da bin ich akademischer drauf. Wenn ich jetzt clever wäre, würde ich es mir so einteilen, dass ich genug Zeit für beides hab, aber ich bin’s ja nicht und lasse mich zu gern von meinem Belieben treiben und das heißt wie so immer: Lange aufbleiben, mit kranken Leuten chatten [nicht mit dem unter dem Link], kranke Blogs lesen.
Daraus resultierendes Zweifach-Problem: Ich habe, weil ich später aufstehe, weniger Zeit für die “ernsten Dinge” und werde dabei zum Vollblut-Nachtmensch, der schließlich gar nichts mehr bei Tage vor hat, sich keine Ziele setzt und noch seltener als sonst schon raus kommt.

Irgendwie muss und will ich die Choose diese Sommerferien anders auf die Reihe bekommen, das muss doch machbar sein. Und, ähem… Fällt mir gerade auf – ich könnte eigentlich auch mal was anderes machen, als vor’m PC zu sitzen. Tja, alles langweilig. ;) Die Welt da draußen ist scheiße, aber hat ne geile Grafik…
Nach jeden Ferien seh ich die anderen aus der Klasse erholt wieder zurück, ich bin meistens dann total fertig von dem, was ich mental getan hab. Die anderen entspannen in den Ferien, ich lebe geistig auf… Hat Vor- und Nachteile. Ein ganz wuchtiger Nachteil ist, dass ich dann zu Schuljahresbeginn nicht so powern kann, wie die anderen, die sich über die Ferien ihren Kopf geleert haben und was weiß ich nicht alles für Abwechslung hatten, die sie zwar geistig nicht forderte, die sie dann aber ganz leistungsbringgeil macht, wenn sich in der Schule wieder was regt, weil sie ja so lange aus eigener Entscheidung “unterfordert” waren.
Ja, dem Punkt mit dem Entspannen darf ich wohl auch keine zu unwichtige Position in meinem selbstgesteckten Projekt “Transfer” einräumen, an dem ich in der Ausarbeitung bin; – wie übertrage ich mein Interesse, meine Arbeitsbereitschaft und meinen Ehrgeiz vom Computer auf die Schule? Ein spannendes und für mich sehr wichtiges Thema, denn an der Intelligenz scheitert’s sicher nicht. Wenn mir das gelingen sollte, werden sich ein paar nervige Leute vorsehen müssen…

  1. Ich multitaske im Schnitt mit 10 Programmen gleichzeitig, kann also mehrere Dinge parallel denken.
  2. Ich ergründe und verstehe meine tiefsten Gefühle und kann sie in Worte fassen.
  3. Ich schreibe Gedichte.
  4. Ich bin Vielleser (wenn auch „nur“ Feeds).
  5. Ich verwalte To-Do-Listen.
  6. Ich halte Versprechen ein.
  7. Ich habe eine unumstößliche Grundmoral.
  8. Ich habe ein ausgeprägtes Ästhetikempfinden.
  9. Ich mache mir Gedanken über mich und die Welt.
  10. Ich find Pornos abstoßend.

Dem gegenüber steht aber immer noch:

  1. Meine Schrift ist hässlich.
  2. Ich bin Fantast und Visionär.
  3. Ich will immer das Neueste haben (Programmversionen *hö*).
  4. Ich find Mädchen attraktiver als Jungen.
  5. Ich verurteile „Geschwätz“ und Lästereien.
  6. Ich halte meine Gefühle unter Kontrolle.
  7. Ich bringe heroisch fest vorgenommene Dinge zu Ende, fast egal, wie schwer sie sich noch erweisen.
  8. Ich liebe das Gefühl, über anderen zu stehen.
  9. Ich muss mich ständig mit anderen vergleichen und mich selber beweisen.
  10. Ich will die Weltherrschaft. *HARRHARR*

*gg* – Ein paar Gedanken…

Um mich wieder rein zu bringen, ein kleiner Überbrückbeitrag: Ich lebe noch. ;)
Vorletzte Woche war ich mit meiner Klasse vier Tage in Paris und danach von den Eindrücken und -PIEP- so eingenommen, dass ich hier seitdem nichts mehr gebracht habe. Das Problem ist nicht die Zeit, sondern das bedrückende Gefühl, bevor ich mich wieder “draußen als Geek zeige”, einige wichtige Angelegenheiten und persönliche Probleme lösen zu müssen, und mir nichts vorzumachen, anstatt das gleich wieder mit meinem üblichen Tageswerk zu überspülen.
Aber mein Tumblelog bekam in der Zeit immerhin trotzdem drei neue Beiträge, also, wer ihn noch nicht abonniert hat… ;)

Ja, war ganz nett. Und im Bewusstsein dessen, dass ich mit der Headline fantastilliarden Besucher auf meine Seite lock, die sich für das nun Folgende nicht interessieren werden, warne ich alle vor: Wenn ihr keine Geeks seid, wird Euch der Beitrag höchstens irritieren, wenn nicht verärgern, also sucht schnell das Weite, nachdem ihr Euch die Werbung unten angesehen habt. ;)
Nachdem das nun gesagt ist, lade ich die restlichen Gelangweilten ein, die “besten” Bilder von mir zu betrachten, die ich heute auch dem IdeenPark in Stuttgart schießen konnte. Wer gar nicht weiß, was das ist, ja, egal, das ist bis zum 25. Mai noch eine ziemlich große (hab keine Zahl *hö*) Messe mit sechs Hallen, in denen relativ kindgereicht aktuelle Technik, Biologie und Physik-Themen offeriert werden. Ich war mit meiner Mutter sechseinhalb Stunden drin, und wir schafften alle Hallen, sind aber nirgends groß an Workshops (oh, wie ich dieses Wort hasse!) oder Vorträgen gesessen. Die Messe war so weit ganz nett, auch wenn ich mich jetzt nicht wirklich erleuchtet fühle, aber ist sicher eine Empfehlung für alle Baden-Württemberger.

So, hier meine Schnappschüsse (weil WordPress wegen einer Pytal-Speicherauslastungsbegrenzung keine Vorschaubilder erstellen kann, nur Links), ich empfehle, die mit Mittelklick in neuen Tabs zu öffnen, um der Blog-Lightbox zu entgehen:

Ein großer Tiger. Man achte auf das iTunes-Icon im Dock. Im September 2006 wurde es durch eine Aktualisierung von grün zu blau

Schwachsinnsprogramm, das man nur so fehlgeleitete Designentscheidungen treffen kann….

Yeah! Der “Stand” von IMAGINARY war der einzige den ich entdeckte, der Linux, im speziellen sogar Ubuntu, auf seinem Präsentationssystem laufen ließ! Gratuliere zu dem Schritt (noch einmal ;) )! Hier gibt’s das dort gelaufene Programm “Surfer” zum Herunterladen.

Leider lief auf der Rückseite auch ein Vista. Vista war übrigens extrem dünn gesät, hat mich sehr überrascht. Überall Luna-XP-Rechner.

Zu guter letzt die Tonmischzentrale der Bühnentechnik für die Kopfball-Show.

Hier sieht man noch genauer, worauf ich hinaus will: Der Type hat ein MacBook Pro, auf dem ein Windows XP mit Internet Explorer 6 läuft. Jau, Freak.

Ich weiß, ich bin doof, auf was ich achte, wenn es doch so viel Schönes und Interessantes zu sehen gibt. ;)
Noch ein anderes Feld, über das sich wahrscheinlich zu wenige Gedanken machen: Den intelligenten Messeuntertitel “Zukunft Technik erleben” verstehen sicher 50% der Leutchen falsch (ja, ich bin arrogant) als “Zukunftstechnik erleben”, was einen völlig anderen Sinn hat und unterbewusst prägen sie sich dann wieder ein, dass man “Zukunftstechnik” getrennt und natürlich ohne Bindestrich schreibt… Was mir aber überhaupt nicht gefällt ist, dass die Organisatoren “IdeenPark” mit großem P schreiben, das ist auch ein häufiger Fehler bei Egalisierenden, zusammengesetzte Wörter intern mit großen Buchstaben zu schreiben, wenn sie nicht wissen, wie man mit Bindestrich oder ganz ohne, grundwortschatznahe und -fremde Wörter zusammenschreibt. Die Messeleute unterstützen also die Verwirrung.
Auch was, was ich noch loswerden möchte, ist die nervige Anzahl an Grundschülern. Sicher, die haben ihre Berechtigung auf der Messe zu sein, aber irgendwann fühlt man sich wirklich nur noch verarscht, wenn an jedem Simulator, an jedem Touchscreen, an allem, was auch nur im Entferntesten nach Computerbildschirm aussieht, Achtjährige in Begleitung ihrer rigorosen Eltern hocken, die nicht mal eine düstere Ahnung vom Thema haben, und dabei die, die die Themen betreffen, die Jugendlichen, zu denen ich mich auch zähle, gar nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen zum Zuge kommen. Gerade das Surfer-Programm zur Visualisierung von algebraischer Geometrie war so belagert von Newcomern, die vermutlich gerade in der Schule das Dividieren besprochen haben, dass ich nicht ran konnte. Schöne neue Welt, das ist ein Computer und da sind Knöpfe und da drüber zeigt er mir ein Bild, ergo ist es ein Spiel und ich kenn Spiele von Zuhause und ich spiel das jetzt.
Nichtsdestotrotz ist der IdeenPark 2008, gerade auch, weil er offensichtlich als Prestigeobjekt für Stuttgart ausgelegt wurde, allemal für Schwaben für einen Tagesausflug mit dem Vorwand, etwas für seine Bildung zu tun, eine aufrichtige Empfehlung, aber macht schnell, denn wie gesagt, schließt er schon wieder am 25. Mai.

Jetzt habe ich seit sieben Tagen Pfingstferien – und seit fünf ist Christoph auf Chorreise. Nicht nur der ist weg, auch die meisten anderen aus meiner Klasse, die irgendwie ab und an online waren. Das heißt, bis auf eine Hand voll Geeks bin ich allein. Allein, das war ich schon immer, aber es fiel nie richtig auf, weil ich doch in den Chatprogrammen immer Kontakte zu anderen hatte, die auch noch ein Leben hatten. Das beschränkt sich jetzt auf Leute wie mich, die auch nichts anderes machen, als am Rechner zu sitzen (im Weekend-Trash so treffend “Nicht-Menschen” tituliert) und damit werden gleich viele Themen unmöglich, die mit “normalen” Freunden ohne Probleme funktionierten. Ich will aber nicht immer nur über Technik und Webfunde sprechen, das ist doch langweilig. Und so nüchtern.
Wie war das mit “Ein Mensch braucht täglich mindestens eine zärtliche Berührung, sonst wird er krank”? Das konnte ich bisher mit Chats sehr gut kompensieren (und zugegebenermaßen vielleicht auch noch durch Rumbubeln in der Schule), aber jetzt mit diesen kalten Maschinen am anderen Ende der Leitung erreicht es einen Punkt, der mich psychisch platt macht. Ich habe keine besondere Lust mehr, lang aufgeschobene Dinge zu erledigen oder mir Programm-Dokumentationen reinzuziehen. Ich seh keinen Sinn mehr darin. Ich muss irgendwie unter Leute kommen, sonst richtet mich das zu Grunde. Allein “raus” zieht nicht, das war ich jetzt schon jeden zweiten Tag (na gut, auf die Bank, in den Media Mark, auf die Hausbaustelle…). Und hey, es sind Ferien, und ich verkümmer hier an meiner Einsamkeit. Keine Angst, ich werde schon kein Amokläufer.
Immer wieder überraschend finde ich, wie ich mir selber so leicht solche Probleme eingestehen kann…

Gerade bei den Google Video Film-Tipps gefunden:

MP4-Direkt-Download (Video auf YouTube)
Wenn die das selber gemacht hat, alle Achtung.
Wahrscheinlich hat das Projekt eine ganze Weile gebraucht, denn am Anfang sieht man noch Tiger, ab der Mitte dann Leopard.

Nachtrag, ein paar Stunden später: Gerade fällt mir auf, was ich dem Beitrag für einen kranken, fast schon objektophilen Titel gegeben hab. :ugly: XXD

Reinhardt hielt es hier draußen nicht mehr aus. Kurzentschlossen griff er mit der rechten Hand auf den links gelegenen Campertisch und riss seine Dienstwaffe an sich. Bevor seine Kollegen sich sein Vorhaben noch hätten erklären können, rannte er die 10 m, die sie noch von der brüchigen Villa trennten, auf die Eingangspforte zu. Dann immer weiter, durch den noch mal 20 m lang wild wuchernden Vorgarten mit viel Fallobst und Streuchern bis zur Haustüre. Als er den verzierten und verrosteten Knauf berührte, knarrte die Tür und schwang mit einem Mal auf. Es knackte in seinem Ohr. “Was tust du da, du lebensmüder Vollidiot? Das Sondereinsatzkommando muss jede Minute hier sein!” Reinhardt schaute hastig in die überschaubare Diele, anscheinend ungefährlich, und wagte sich einen Schritt hinein, drehte sich und drückte sich gegen die Innenwand neben dem Türrahmen. “Jede Minute ist eine zu viel. Ich kann das, ich war zwei Jahre beim Millitär.” Keuchend wand er seinen Kopf aus der Eingangstüre, hinunter zu Frederick und Matthias, die entsetzt und gebeugt immer noch vor der Eingangspforte nach links und rechts in Dienstanzügen neben dem Wagen sprangen, als hätten sie einen Schlaganfall. Die Szene war in tiefrot-oranges Licht der hinter den beiden weiter unten im Tal sich verabschiedenden Sonne getüncht. “Du warst nicht einmal im Einsatz und hattest keine SEK-Ausbildung! Meine Fresse, Reinhardt, überschätz dich nicht schon wieder!” Matthias flehte fast. “Komm zurück, lass die Profis das machen!” Reinhardt brachte seinen Kopf wieder zurück in das Zimmer, keuchte aus, wobei er seinen Kopf kurz fallen lies. Dann studierte er den Raum; von der Türe und den halbkaputten Fenstern her wuchs Efeu in das Haus, Moose breiteten sich auf dem Boden aus. Aber nur in der Diele, das Folgezimmer, das er durch eine störrsche Naturholztür betrat, machte schon einen weitaus menschgewollteren Eindruck. Nur noch hier und da Spinnweben in den Ecken und eine Menge Staub. Staub ohne Spuren. Wie waren sie hier so gespenstergleich eingedrungen? Sie mussten einen anderen Eingang benutzt haben, aber das Peilsignal kam eindeutig aus diesem Haus. Reinhardt zog aus einer kleinen Skepsis heraus noch einmal seinen UMC aus der breiten Jackentasche, faltete die phosphoriszierende Folie viermal auseinander und tippte die Fläche an, die sich aufgraute und mit einer Seitwärtsanimation das Peilprogramm erneut zeigte. “Ich bin hier richtig.”, murmelte er zu sich selbst. “Das ist Wahnsinn, der reine Wahnsinn! Komm da raus!” Reinhardt faltete den UMC wieder zusammen und schaute sich im Zimmer um. Eine breite Empfangstreppe mit Edelholz-Geläder führte nach oben. “Wir lassen hier gerade das Bioradar laufen, dann wissen wir, wo sie sind. Das dauert aber noch eine Weile, du weißt, es scannt vertikal.” “Und findet dann einen Haufen Ratten.”, erwiderte Reinhardt vom Nichttatendrang seiner Kollegen genervt. Er rannte, so leise es in dem alten Haus ging, mit entriegelter Waffe in das Obergeschoss und schaute in jeden der fünf daliegenden gigantischen verlassenen Räume. Es gab keine Spuren im Staub und er konnte nichts hören. Am Ende des Ganges zwischen den Zimmern erreichte er einen Aufzug. Kein moderner, ein sehr, sehr alter, an Eisenketten an der Decke eingehängt mit verrosteten, aber ursprünglich wohl sehr schönen Ornamenten und einer käfigartigen Fahrgastkabine. Mit dem Ding will ich nicht mehr fahren, dachte sich Reinhardt schaudernd. Aber hier war ein Aufzug, – für nur zwei Etagen? In dem düsteren Schacht konnte er nichts erkennen. Da hatte er einen Einfall. Er rannte nach unten und suchte das Vorzimmer mit der breiten Treppe nach einem Folgegang ab. Da war er, rechts der Treppe, leicht versteckt unter einem Spinnwebengewirr. Angeekelt stapfte Reinhardt zur verschlossenen Tür und musste all seine Kraft aufbringen, um sie aufzuziehen. Das Quietschen war ihm nicht recht. Es offerierte sich ihm ein noch relativ heller und recht langer Raum mit Steinboden. Die einstigen Monumentalfenster links waren nur noch in einzelnen Bruchstücken an den Seiten zu erahnen und so wuchsen auch hier großzügig allerlei Pflanzen auf dem Boden. Am Ende des Gemäuers erkannte Reinhardt den Aufzugsschacht, wie ein schwarzes Loch alles Licht absorbierend. Irgendwo hier, ganz nah, mussten die zu allem bereiten Terroristen und Staatserpresser mit dem EU-Kanzlenten sein. Reinhardt schauderte es und er blickte um sich und durch die Fensterrahmen gen Himmel. Entfernt, ganz entfernt, meinte er, Hubschrauber zu hören, aber das konnte er sich auch nur eingebildet haben. Und wenn das SEK jetzt da war, dann brauchte es bis hier her immer noch gute fünf Minuten. Galt die Drohung der Erpresser nicht… Er zog seinen UMC hastig heraus und klatschte ihn sich als Armband um, die Oberfläche zeigte nun eine Digitaluhr. Er hatte noch gute zwei Minuten. Was wollte er eigentlich machen, wenn er sie gefunden hatte? Für Pläne blieb jetzt keine Zeit. Er haschte zum Aufzugsschacht und sah hinunter. Da ging es eindeutig noch weiter herab, aber er konnte nirgends im Raum eine hinunterführende Treppe erblicken. Obwohl… Dort drüben war eine Mauerecke, die sah komisch aus, er zog seinen UMC vom Handgelenk und auseinander, “Licht!”. Dort war anscheinend ein weiterer Gang zugemauert, recht neu musste der Zement sein, er war noch auffällig hell. Reinhardt kam näher, um sich die Ränder der Zementschicht anzusehen, achtete nicht auf den Boden – und verlor ihn unter den Füßen. Er war auf eine Falltür getreten. Er glitt an ihr eine schreckliche Sekunde lang herunter, während sie sich öffnete und er versuchte, sich mit den Händen am Boden festzuhalten, doch irgendwie drückte der Mechanismus jetzt wieder mit einer schmerzenden Kraft in Reinhardts Rippen von hinten, dass er sich doch fallen lies. Die Arme über dem Kopf, stürzte er mit den Beinen auf eine Pelzdecke. Der Schmerz der unerwarteten Belastung in seinen Knien ließ ihn zusammengekrampft auf den Rücken fallen. “Reinhardt, das SEK ist hier!”, erzählte eine begeisternde chrispelnde Stimme in Reinhardts Ohr. “Geh da raus, sie schaffen es noch! Die sind schon über dem Haus! Und das Bioradar hat sie gefunden: Sie müssen im ersten Keller sein, nördlich, ziemlich weit nördlich.”
Reinhardt öffnete mit endlich nachlassendem Schmerz die Augen. Ein breit gebauter Mann mit nur wenigen gelockten braunen Haaren über den Ohren stand mit hasserfülltem Gesicht und einem Fallbeil in der Hand vor ihm.


In Musik, abermals Musik, das kommt so, als ob das mein großes Thema wäre, hatten wir in der Klasse Projekttage zum Thema “Fallen”, ein Kamerateam kam, hat uns irgendwie begleitet (das wird aber nie im Fernsehen kommen) und unter anderem gab es die Aufgabe, ein Gedicht oder eine Geschichte zu schreiben, die instrumentalisiert und schauspielerisch dargestellt wurde. Zur Inspiration ging ich von mir aus ein paar Stunden hinaus in die echte Welt (und konnte das gleich mit dem geplanten Naturanschauen verbinden, ja, war recht hell und warm und grün^^) und fing dann in der Nacht vor der Gruppenarbeit um 11 Uhr mit dem Text an da oben an.^^ Fertig wurde ich um etwa halb drei und am Morgen gab’s wie zu erwarten Probleme mit dem Drucker, so dass ich eine gute Stunde zu spät zur Schule kam. Ja, was soll’s. Die Kurzgeschichte ist vielleicht etwas verwirrt, unstimmig, die Fall-Wörter mögen arg konstruiert klingen und man könnte meinen, ich hätte Halluzinogene genommen, aber außer Pfefferminzbonbons hatte ich grade nichts hier. ;)
Der “UMC” ist ein “Ultra Mobile Computer”, in Anlehnung an Microsofts “Origami” UMPC. Ich kam auf die Idee durch eine Designstudie von Nokia, den Morph aus Nanoröhrchen, die mich begeisterte.
Ursprünglich wollte ich ja was ganz anderes schreiben, aber ich dachte mir dann, dass ich es mir nicht anmaßen kann, über Dinge dieser Art zu sinnieren, es wäre ein Gedicht geworden, bei denen mir die Selbsterfahrung fehlt, so wurde Konzept B mit Reinhardt umgesetzt, das jetzt eher fantastisch und fast schon Science-Fiction ist.
Meinen lustigen Gruppenkollegen war die Geschichte dann aber viel zu lang und langweilig, dass sie mich sie nicht mal ganz vortragen ließen und den Gesellen, dessen Eltern… lassen wir das, einen Haufen verunglückter Worte in 20 Minuten zusammenschreiben ließen, die dann unser peinlicher Text wurden. Bravo. Nun, zwar wollte unsere Lehrerin mein Werk auch noch interessiert haben und fand es anscheinend recht gut, aber damit die Arbeit nicht völlig sinnlos war, stell ich das mal auf meinen Blog, dass es doch noch seine Bewunderer und seine Ehrerbietung erfährt, die ich eigentlich in der Klasse mit dem Werk einstreichen wollte. ;)

Immer wieder mal sag ich meinem kleinen Bruder, er solle doch mal in die Einstellungen seines aktuell laufenden Spieles gehen und die Grafikdetails hochsetzen. Erschreckend: Oft sind alle visuellen Extras ausgeschaltet und das Härteste ist es dann, wenn auch noch 800×600 als Spielauflösung eingestellt ist. Hä?! Bekommen es die großen Studios nicht hin, in ihre millionenschweren Spiele einen Systembenchmark einzubauen?! Ich stell mir da grade so Leute mit dem neuesten Blitzkram vor, die wie mein Bruder keine Ahnung, aber vielleicht etwas mehr Geld haben *hö*, und mit ihrem ihnen aufgeschwätzen 4 Graka-SLI/Crossfire-Monster irgendeinen trendigen “Blockbuster” spielen und sich tapfer und ahnungslos in einer Auflösung von 800×600 vorkämpfen. Aua! Was für ein Armutszeugnis für die ach so aufbegehrende Spieleindustrie!