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	<title>Frumble201 &#187; Tagesblog</title>
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		<title>Das Jahr und ich</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 22:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein ziemlich unkontrollierter Monolog &#252;ber das Jahr und was mich gerade besch&#228;ftigte. Ich spreche sonst nicht viel, darum ist das formulierungstechnisch nicht ganz so top und das bitte ich euch, mir zu verzeihen. Warum man sich das ansehen sollte kann ich auch nicht sagen, ihr habt ja aber immer einen Grund. Gesamtl&#228;nge: 24 min (Die&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein ziemlich unkontrollierter Monolog &#252;ber das Jahr und was mich gerade besch&#228;ftigte. Ich spreche sonst nicht viel, darum ist das formulierungstechnisch nicht ganz so top und das bitte ich euch, mir zu verzeihen. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Warum man sich das ansehen sollte kann ich auch nicht sagen, ihr habt ja aber immer einen Grund. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Gesamtl&#228;nge: 24 min <em><strong>(Die Videos sind mittlerweile nicht mehr &#246;ffentlich zug&#228;nglich)</strong></em></p>
<p><object width="480" height="295" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/FV318CbAOMg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="295" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/FV318CbAOMg&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object><br />
<span id="more-1176"></span></p>
<p><object width="480" height="295" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/VB_CcpVqhTc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="295" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/VB_CcpVqhTc&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p><object width="480" height="295" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/vtu1_S_K-KY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="480" height="295" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/vtu1_S_K-KY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0x234900&amp;color2=0x4e9e00&amp;hd=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>F&#252;gt der Liste der Negativeigenschaften noch hinzu: nicht spontan und gro&#223;er Theoretiker. Ah ja, und das mit der schnellen Gedanken&#252;bersteuerung.<br />
Und es hei&#223;t nat&#252;rlich nicht Schuljahr, sondern Halbjahr.</p>
<p>Vom visuellen Ausdruck her kann ich eigentlich mehr, aber nur, wenn keiner hinsieht und ich nicht aufnehme (ha!). <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich wollte ja eigentlich keinen Google-Dienst daf&#252;r nutzen, aber Vimeo als N&#228;chstbester erlaubt kein HD-Einbinden in eigene Seiten und hat eine 500 MB-Dateibegrenzung, die nicht mal f&#252;r einen Teil hier ohne verlustbehaftete Neucodierung gereicht h&#228;tte.</p>
<p>&#220;berlebt den Jahreswechsel m&#246;glichst am St&#252;ck und ich w&#252;nsche uns allen ein Jahr mit vielen erfreulichen Entwicklungen!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ein Produktionseinblick f&#252;r euch &#8211; Entstehung von &#8220;Schule.&#8221;</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2009/09/10/ein-produktionseinblick-fuer-euch-entstehung-von-schule/</link>
		<comments>http://www.frumble.de/blog/2009/09/10/ein-produktionseinblick-fuer-euch-entstehung-von-schule/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 21:21:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Es kam der Wunsch auf, mal Einblick zu gew&#228;hren, wie ich diese Texte schreibe. Die Schultexte waren seit Dezember 2008 die aufw&#228;ndigste und die mir nahegehendste Ausarbeitung, und so liegt es doch nahe, es an ihr jetzt mal zu betrachten. Ja, und ich nutz das auch gleich, um mich hier ein bisschen selbst zu loben,&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kam der Wunsch auf, mal Einblick zu gew&#228;hren, wie ich diese Texte schreibe. Die Schultexte waren seit Dezember 2008 die aufw&#228;ndigste und die mir nahegehendste Ausarbeitung, und so liegt es doch nahe, es an ihr jetzt mal zu betrachten.<br />
Ja, und ich nutz das auch gleich, um mich hier ein bisschen selbst zu loben, bevor ich den ganzen Aufwand, der das war, wieder vergesse. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Texte waren von der ersten Idee an, wahrscheinlich Mai, als Gro&#223;projekt geplant. Ich wollte mir alle Systemwut, allen Schmerz, allen Kummer von der Seele schreiben, wollte es endlich f&#252;r mich mal exakt in Worte giesen.</p>
<p>Mitte Mai, glaube ich, fing ich an, mir erste Notizen zu machen. Notizen mit Gedankenfetzen, Ideen, Dinge, die mir in den Sinn kamen. So mach ich das bei diesen Gro&#223;projekten: Ich schreib mir alles auf, was mir einf&#228;llt, alles, sp&#228;ter erst wird dann geordnet, verwertet und nichtverwertet.<br />
Dann lies ich wegen zu viel emotionalen Schulstress (insbesondere Zentrale Klassenarbeiten) die Weiterarbeit an den Schultexten ruhen, raffte mich mit M&#252;h und Not aber zum Ende des Schuljahres noch mal dazu auf, weil mir das Thema so wichtig war, und dann sammelte ich gute 5 Schulwochen Gedanken, w&#228;hrend der Schule und vor allem Nachts im Bett.</p>
<p>Bin ich von so einem Projekt &#252;berzeugt, geht das Stoffsammeln von ganz alleine, leider eher in den unlieberen Momenten wie im Bett und (diesmal) in einigen F&#228;chern, w&#228;hrend ich nur schwierig etwas fachfremdes notieren kann (haupts&#228;chlich wegen dem Tempo des Faches). Da wurden Mathe- und Bio-Heftr&#228;nder vollgekritzelt, und auch die letzten drei Seiten meines Schulblocks setzte ich daf&#252;r ein.<br />
Ich habe es mir seitdem zur Angewohnheit gemacht, &#252;berall hin ein quadratisches Notizzettelchen und meinen Lieblingskugelschreiber mitzunehmen, im Bett habe ich schon seit &#252;ber einem Jahr einen Notizzettel an meiner Seite.</p>
<p>Meine letzten Blogprojekte brauchten l&#228;nger f&#252;r die Stoffsammlung, als man sich vielleicht denkt; aber ich wei&#223; ja nicht, was man sich denkt, wenn man das so sieht&#8230;<br />
Die meisten letzten Beitr&#228;ge waren von so pers&#246;nlicher Gef&#252;hlstiefe, dass ich sie nicht mal eben runterrazzen konnte. Die Herausforderung, die eigentliche Arbeit, ist die Stoffsammlung, das Zusammensetzen ist nur Knobelei, auf vollkommen anderem Niveau.<br />
Ich habe so einen bunten Gef&#252;hlstrahl in mir, wenn ich an bestimmte Themen denke. Nacheinander, durch Zufall, fasse ich Gegenst&#228;nde daraus in Begriffe. Ich f&#252;hle, ob da noch etwas ist, was ich nicht erfasst habe, und so lange bin ich nicht zufrieden. Ich beginne erst mit der &#8220;Postproduktion&#8221;, wenn ich das Gef&#252;hl habe, meine Gedanken zu einem Thema komplett erfasst zu haben.</p>
<p>Dazu eine kleine &#8220;Anekdote&#8221;: Ich bin da recht zwanghaft, Ende Mai, in den Pfingstferien, hatte ich die Idee zum Nationalstolz-Artikel. Ich fand das ein sehr interessantes, wichtiges und aktuelles Thema und sammelte ein wenig. Aber bald wurde es mir richtig stark zu wider, ich wei&#223; nicht, warum. Ich habe es fast gehasst.<br />
Aber ich hatte mir vorgenommen, <em>als n&#228;chsten Artikel den Nationalstolzartikel zu ver&#246;ffentlichen</em>, das musste einfach so sein, ich musste das hinbekommen, weil es wichtig, gut war, verdammt! Aber ich hing fest! Ich konnte nicht weiterschreiben, es widerstrebte mir so sehr!<br />
Konsequenz: Ganze zwei Monate kein neuer Blogartikel.<br />
Dazu kam die Vornahme mit der Schulauseinandersetzung: Ich nahm mir streng vor, zu erst den Nationalstolz-Artikel und dann den Schultext zu ver&#246;ffentlichen.<br />
Mitte der Sommerferien (!!) (etwa Mitte August) spornte mich diese zwanghafte Selbstvornahme und Selbstdisziplin an, mich, sehr widerwillig, wieder dem Nationalstolz-Artikel zu widmen. Die Botschaft, die ich mit ihm r&#252;berbrachte, ist &#252;brigens schlie&#223;lich auch eine ganz andere geworden, als die, die ich urspr&#252;nglich hatte.<br />
Um noch ein Element einzubringen: In den letzten Schulwochen bekam ich das Bed&#252;rfnis, noch ein weiteres Thema auszuf&#252;hren, das, was heute noch als Artikel ver&#246;ffentlicht wird. Schon zu Beginn der Ferien machte ich mir dazu einige Notizen und das sah bald schon recht vielversprechend aus, was mich dann zus&#228;tzlich etwas anspornte, diesen verhassten Nationalstolz-Artikel zu einem Ende zu bringen. Die beiden bearbeitete ich dann parallel (was einfach bedeutet, dass mir zu beiden durcheinander Ideen, Begriffe einfielen) und schlie&#223;lich h&#228;tte ich den heute noch ver&#246;ffentlichenden Artikel noch vor dem Nationalstolz-Artikel online stellen k&#246;nnen (er war schon ziemlich gut, aber durch die lange Wartezeit konnte er dann noch mal an einigen Stellen stark reifen). Da dieser jedoch die &#8220;neueste Idee&#8221; war, stellte ich ihn hinten an. So wurde dann am 29.08. <a href="http://www.frumble.de/blog/2009/08/29/nationalstolz-reloaded/">Nationalstolz reloaded</a>, am 07.09. <a href="http://www.frumble.de/blog/2009/09/07/schule/">Schule.</a> und am 09.09. <a href="http://www.frumble.de/blog/2009/09/09/schule-ein-leidensbericht/">Schule.</a><a href="http://www.frumble.de/blog/2009/09/09/schule-ein-leidensbericht/"> </a><a href="http://www.frumble.de/blog/2009/09/09/schule-ein-leidensbericht/">Ein</a><a href="http://www.frumble.de/blog/2009/09/09/schule-ein-leidensbericht/"> Leidensbericht.</a> ver&#246;ffentlicht. Den Text, den ihr hier gerade lest, ist &#252;brigens eine Spontanidee und anders als diese sonstigen Artikel relativ geradlinig, wie man sich das so vorstellt, runtergeschrieben. Dass er noch vor dem n&#228;chsten heute zu ver&#246;ffentlichen und direkt nach den Schulausarbeitungen kommt, liegt daran, dass er eben das &#8220;Making Of&#8221; dieser Ausarbeitungen darstellt und dazugeh&#246;rt.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Bettzettelbeispiele-klein.jpeg"><img class="size-medium wp-image-1080 alignleft" style="margin: 7px;" title="Bettzettelbeispiele - Graphologen verzieht euch bitte." src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Bettzettelbeispiele-klein-200x300.jpg" alt="Bettzettelbeispiele-klein" width="200" height="300" /></a>Zur&#252;ck also zu den Schulausarbeitungen.<br />
Ich nahm mir noch zur Schulzeit vor, sie zwei Wochen vor den Sommerferien fertig werden zu lassen. Ich hab dann aber auch gemerkt, dass ich das unm&#246;glich leisten kann, eben weil ich noch bei weitem nicht die Farbpalette meines Kopfes dazu begrifflich gemacht habe.<br />
In den Ferien schob ich die Arbeit auch schier endlos lange vor mir her, ich meinte wohl, das sei nicht mehr viel Aufwand und auch wollte ich mich jetzt nicht mit der Schule besch&#228;ftigen. Als ich mich dann dazu zwang, nach Ver&#246;ffentlichen des Nationalstolz-Artikels, wurde mir doch sehr schnell klar, dass das eine noch nie dagewesene Stoffmenge, Vielschichtigkeit, teilweise Paradoxie und Komplexit&#228;t war und verlangte.<br />
Die f&#252;r mich neue Herausforderung war es bei dieser irrsinnig langen Sammlung von Gedanken, sie auf ein Mal zu einem Text zu verarbeiten. Bisher entwickelte ich l&#228;ngere Texte anders: Es gab Immer einen Faden, immer die aktuelle Baustelle und was mir sonst noch einfiel, kam in die Gedankensammlung, die sp&#228;ter verarbeitet wurde, aber ich habe sonst immer progressiv geschrieben. (Wer die Megabildversion zum Entziffernversuchen will: <a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Bettzettelbeispiele.jpeg">Klick</a>)</p>
<p>Elf Seiten Gedankenteile zusammenzuf&#252;hren ist &#228;u&#223;erst schwierig, man braucht einen &#220;berblick dar&#252;ber, muss wissen, was man hat. Ich musste, wenn man so will, die elf Seiten in meinen Arbeitsspeicher laden, um sie zu indizieren. Das geht nicht mit schnell dar&#252;berlesen, sondern ist ein langwieriger Prozess, praktisch ein Auswendiglernen, bei dem ich immer wieder mal Abschnitte las, sie im Kopf frisch machte, weiterlas und nach und nach assoziieren konnte. Selbst, wo das ja alles von mir selbst geschrieben wurde, ist das in dieser Menge ein ungeheures St&#252;ck Arbeit.</p>
<p>Zum ersten Mal musste ich mir ein Arbeitssystem ausdenken; das war der Wechsel von der chaotischen in die systematische Arbeit.<br />
Bald sah ich, dass ich bei dieser L&#228;nge unbedingt Kategorien mit &#220;berschriften ben&#246;tigte. Bisher hatte ich nur selten Kategorien benutzt, diesmal ging ich sogar noch weiter und erstellte Unterkategorien. Um auf die n&#246;tigen Kategorien zu kommen, brauchte ich eine halbe Stunde. Das war dann auch der Punkt, an dem ich mir &#252;berlegte, es in einen objektiven, schulsystemkritischen, und einen subjektiven, gef&#252;hlsbetonten Teil aufzuteilen. Das Prinzip hat zus&#228;tzlich noch den Vorteil, dass ich, sollte ich einmal Probleme damit bekommen, den Leidensbericht einfach passwortsch&#252;tzen, und somit vom Netz nehmen kann, ohne die mir ebenfalls sehr wichtige allgemeine Schulkritik den interessierten Besuchern zu verwehren.<br />
Dann brauchte ich &#252;ber f&#252;nf Stunden, um die Gedanken in die Kategorien zu <em>ordnen</em> und in die zwei Teile zu trennen. Um selber nicht den &#220;berblick zu verlieren, ben&#246;tigte ich ein eigenes Inhaltsverzeichnis. Es waren zeitweise mehr als drei Textfenster gleichzeitig offen.<br />
Der erste objektive Teil war schwerer als der zweite pers&#246;nliche.<br />
Den zweiten arbeitete ich im Wesentlichen von unten nach oben aus, das erschien mir leichter. Ab dem Ordnen brauchten beide Ausarbeitungen zusammen noch etwa zehn Stunden Zeit.<br />
Es war ein tolles Gl&#252;cksgef&#252;hl, als ich endlich zufrieden mit mir und der Ausarbeitung war. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ein paar Zahlen:<br />
Meine Stoffsammlung hatte elf Seiten (in OO.o kopiert) komprimierte <em>Gedanken</em>. F&#252;hrt euch das vor Augen: Elf Seiten Stoffsammlung! Das meiste waren Mini-Abs&#228;tze von zwei S&#228;tzen, dazwischen aber auch schon gr&#246;&#223;ere, die ich dann fast ohne &#196;nderungen gleich &#252;bernehmen konnte. Jedenfalls war es gigantisch.<br />
Der fertige erste Schulteil z&#228;hlte (kopiert) f&#252;nf Seiten, der zweite stolze neun. Da WordPress aber nicht mehr als eine Leerzeile zwischen zwei Abs&#228;tzen erlaubt, sind es ohne diese zus&#228;tzlichen &#8211; noch mal zum Erfassen und zur &#196;sthetik eigentlich sehr dienlichen &#8211; Zeilenabstande im ersten Teil vier und im zweiten acht Seiten. Wie man&#8217;s auch anschauen will, das ist eine ganze Menge.</p>
<p>&#220;brigens schreibe ich diese Bettzettel, selbst wenn ein Projekt nicht &#8220;akut&#8221; ist, fast t&#228;glich ab. Das &#8220;t&#228;glich&#8221; ist dabei einfach wichtig, weil meine Schrift auch f&#252;r mich in dieser Rumfizzellei zu 30% unleserlich ist und ich die Zettel eigentlich nur dadurch abschreiben kann, indem ich mich beim Sehen der Schn&#246;rkel erinnere, was ich dabei empfunden habe und so wieder auf die S&#228;tze komme, oft. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  F&#252;r alle meine Projekte nutze ich das <a href="http://wiki.ubuntuusers.de/Tomboy">geniale</a> Desktop-Wiki <a href="http://projects.gnome.org/tomboy/">Tomboy</a>. Es ist &#228;u&#223;erst angenehm, auf den Notizzettel im oberen Gnome-Panel zu klicken oder Alt+F12 zu machen, eine Liste mit den aktuellen Notizzetteln zu bekommen, durch einen Klick und ohne weitere Ladezeit einen zu &#246;ffnen, einen simplizistischen Texteditor zu haben, der ein paar Formatierungsoptionen kennt und alle Notizzettel als Wiki untereinander verlinkbar und durchsuchbar macht, und der automatisch speichert. Das ist echt cool. Gibt es mittlerweile &#252;brigens auch f&#252;r Mac OS X und Windows. Kann auch auf WebDav synchronisieren und bald kommt auch ein selbsthostbarer Webdienst daf&#252;r. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_cool.gif' alt=':cool:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ja, das sollte ein kleiner Einblick in die Produktion so einer Ausarbeitung geworden sein. Ich hoffe (f&#252;r mich), dass ich es in n&#228;chster Zeit nicht mehr f&#252;r n&#246;tig erachte, so viel Aufwand aufzubringen und mir selbst oft so bl&#246;de Selbstversprechensvorw&#252;rfe zu machen. Das war diesmal wirklich nicht sch&#246;n. Zum Ende habe ich es aber doch geschafft, und das sogar noch in den Sommerferien.</p>
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		<title>Nationalstolz reloaded</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 21:54:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir Deutschen geben klar zu, dass es mit unseren Nationalstolz nicht sehr weit her ist. Wir haben ihn verloren mit Ende des Krieges und der Aufarbeitung unserer Taten darin. Italien und Russland haben ihre Kriege weit nicht so aufgearbeitet wie wir. Sie haben keinen Selbstwertschaden erlitten. Wir dagegen forschten unnachgiebig nach, so weit, dass wir&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Deutschen geben klar zu, dass es mit unseren Nationalstolz nicht sehr weit her ist. Wir haben ihn verloren mit Ende des Krieges und der Aufarbeitung unserer Taten darin.<br />
Italien und Russland haben ihre Kriege weit nicht so aufgearbeitet wie wir. Sie haben keinen Selbstwertschaden erlitten. Wir dagegen forschten unnachgiebig nach, so weit, dass wir uns seitdem f&#252;r unsere Nationalit&#228;t sch&#228;men, und wenn nicht, zumindest viel Kraft aufbringen m&#252;ssen, um uns nicht von der Scham &#252;berzeugen zu lassen (»Ich hatte damit nichts zu tun«).<br />
Das Schlechte siegt &#252;ber das Gute? Oder ist der Nationalstolz schon das Schlechte, das durch noch mehr Schlechtes offenbart wird?</p>
<p>Ginge es nur um Gr&#252;nde, stolz auf Deutschland zu sein, dann fielen mir da einige Dinge ein, die es hervortun und mir gefallen:</p>
<p>Deutschland ist einer der Hauptfinanziers Europas. Eine Frau ist unsere Bundeskanzlerin.<br />
Wir haben eine gute Regierung. Sie hat Konzepte entwickelt, der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken und wir haben ein momentan konfuses und ungerechtes, aber zumindest garantiert funktionierendes Sozial- und Gesundheitssystem.<br />
Wir bekommen Netzsperren f&#252;r Seiten mit Kinderpornografie (kleiner Scherz).<br />
Wir n&#246;rgeln und regen uns &#252;ber die Politik auf, das zeigt, wir B&#252;rger haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben; und wir sind interessiert an der Politik.</p>
<p>Die deutsche Sprache ist eine &#228;u&#223;erst „begriffliche Sprache“, exakt und pr&#228;zise. Sie unterst&#252;tzt Wortzusammensetzungen (›Donaudampfschiffskapit&#228;nsm&#252;tze‹). Vertritt man die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sapir-Whorf-Hypothese">Sapir-Whorf-Hypothese</a>, nach der der Wortschatz und die Grammatik einer Sprache einen kausal zwingenden Einfluss auf das Denken nehmen, so kann man annehmen, dass das auf uns gewisse Auswirkungen hat.</p>
<p>Wir haben ein Land mit nur wenig Rohstoffvorkommen, sind aber dennoch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Exportweltmeister">Exportweltmeister</a>. Um das zu erreichen liegt es ganz klar: Unser eigentliches Gut ist unser K&#246;nnen.<br />
Wir sind das Land der Dichter und Denker, „geborene Metaphysiker“ wie Verne in „Von der Erde zum Mond“ schreibt. Damit kann ich mich identifizieren. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das weltber&#252;hmte „Made in Germany“ ist ein Pr&#228;dikat f&#252;r hohe Qualit&#228;t, Durchdachtheit und Robustheit.<br />
Unsere Fernsehsender, staatliche wie private, haben ein Designniveau, wie ich es noch nirgends anders gesehen habe. Ich m&#246;chte meinen, unsere Fernsehanimationen und -Grafiken, das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Design">Corporate Design</a> der Sender, sind Weltspitze. Was sie produzieren, sieht wirklich &#228;sthetisch, frisch, angenehm, modern aus und nervt nicht (!!). Die Intros zu etlichen Shows und Sendungen sind k&#252;nstlerische Meisterwerke, die man erst sch&#228;tzen lernt, wenn man mal das Ausland erlebt. Bei unseren Nachbarl&#228;ndern ringsherum kommt mir der deutsche Entwicklungsvorsprung mitunter wie mehrere Jahrzehnte vor; und vom graulichem effekthaschendem und hektischen amerikanischen Fernsehen braucht man gar erst anfangen.</p>
<p>Auch in der Technik, und was mir hier noch besonders am Herzen liegt, in der IT mischt Deutschland ganz weit vorne mit.<br />
Das Frauenhofer und das Max Planck-Institut z&#228;hlen zu den mir am gel&#228;ufigsten Einrichtungen, aus denen kontinuierlich Innovationen und wegbereitende Forschungsergebnisse hervorgebracht werden. So sind der mp3- und AAC-Codecs zu einem gro&#223;en Teil deutsche Entwicklungen!<br />
Wir haben SAP, neben IBM und Oracle der gr&#246;&#223;te Firmenintegrationssoftwareentwickler weltweit.<br />
Eine ganz erstaunliche Anzahl der Drittanbietersoftwareentwickler f&#252;r den Mac sind Deutsche – und dann, was ich damals irre fand: Als Mitte 2006 die Public Beta von Windows Vista freigegeben wurde, gab es sie in Englisch, Chinesisch und Deutsch! Weltweit, f&#252;r das Austesten und Fehlerfinden eines neuen Betriebssystems bedachte Microsoft als dritten von drei die deutschsprachigen L&#228;nder! Wenn das mal nichts &#252;ber unsere Signifikanz in der IT aussagt!<br />
&#220;brigens war der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zuse_Z3">Zuse Z3</a> 1941 der erste funktionsf&#228;hige (und programmierbare!) Digitalrechner – der erste Computer!<br />
In der privaten Internetanbindm&#246;glichkeit ist Deutschland unter den besten L&#228;ndern Europas, wir bekommen hier in St&#228;dten mit DSL 16.000 und VDSL 50.000 schon vergleichsweise sehr schnelle Leitungen (in den USA ist man da, so weit meine Kenntnis, im Allgemeinen und Schnitt eher auf DSL 2.000-Niveau unterwegs).<br />
Wir haben hier eine gigantische Anzahl an Geeks – auf unsere Landesgr&#246;&#223;e relativiert – und eine im sonstigen nicht-englischen Raum unvergleichbare Anzahl an IT-Nachrichtenseiten, Foren, Wikis und computerbezogenen Blogs. Man st&#246;&#223;t zu IT-Themen in keiner anderen Sprache nach Englisch mehr so oft so viel auf lesenswerte Seiten aller Art (Probleml&#246;sungen, Forendiskussionen, Artikel, Blogs, Podcasts) als im Deutschen – in manchen Extrembereichen ist es f&#252;r den „Rest“ Gang und Gebe, sich deutsche Seiten maschinell &#252;bersetzen zu lassen, um an die ben&#246;tigten Informationen zu gelangen.</p>
<p>Wir haben die zweitgr&#246;&#223;te <a title="Vergleicht die erstellten Artikel" href="http://wikipedia.org/">Wikipedia</a> geschaffen, ist das nicht krass? Und die *beste*, denn die deutschen Nutzer erstellen Artikel mit Verstand und Ordnung. In Chaosradio Express <a href="http://chaosradio.ccc.de/cre093.html">hie&#223; es einmal</a> (aus dem Kopf, unkontrolliert), dass „die deutsche Wikipedia die heimliche wahre Wikipedia ist“. Wir haben selbst solche hohen Anspr&#252;che an uns, unsere Gr&#252;ndlichkeit und unseren Stil, dass so ein bombastisches Werk dabei herauskommen kann. Vergleicht doch mal zum Spa&#223; die deutschen Artikel mit den franz&#246;sischen, spanischen, italienischen, oder englischen. Ern&#252;chterung werdet ihr erleben! Was die englische Wikipedia als theoretischen Vorteil hat, dass Englisch die erkl&#228;rte Weltsprache ist, hat sie auch zum Nachteil, denn viele Artikel sind zwar planlos vollplakatiert mit unbelegten Informationen, aber dabei l&#228;sst das allgemeine Stilniveau sehr zu w&#252;nschen &#252;brig, eben weil ein Gro&#223;teil der Autoren die Sprache nicht als Muttersprache beherrscht. Es gibt dort keine allgemeinen Konventionen im Artikelaufbau, viele Texte sind einfach Matsch, unvollst&#228;ndig, begonnen aber gleich wieder abgebrochen. Ulkigerweise trifft man die selben M&#228;ngel bei den genannten anderen Sprachen auch in fraglichen Dosen an; hier ist die deutsche Wikipedia ganz klar Top.</p>
<p>Nicht zu vergessen sind auch unsere deutschen Tugenden: P&#252;nktlichkeit, Zuverl&#228;ssigkeit, Flei&#223;, Strebsamkeit, Ausdauer, Disziplin, Treue, Ordentlichkeit, Genauigkeit, Gr&#252;ndlichkeit, Protokollismus, Bescheidenheit, Aufrichtigkeit. Zuletzt als n&#252;tzlich erwiesen haben sie sich beim Wiederaufbau, bei dem in letzter Instanz dann auch die milit&#228;risch angelegten preu&#223;ischen Tugenden ein St&#252;ck weit ge&#228;chtet wurden.<br />
&#220;brigens habe ich irgendwie das Gef&#252;hl, diese positiven und einst weit hochgehaltenen Tugenden heute noch am pr&#228;sentesten bei uns W&#252;rttembergern vorzufinden, um hier mal etwas zu feixen. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
Doch Nietzsche sagt ja »Gebet zu Menschen: &#8220;Vergib uns unsere Tugenden&#8221;«. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Es ist unvermeidlich: Etwas zum zweiten Weltkrieg.<br />
Das ist nat&#252;rlich ein heikles Thema, aber in dieser Zeit haben wir eindrucksvoll gezeigt, was wir k&#246;nnen.<br />
&lt;beliebig lange Distanzierungserkl&#228;rung von den Nazis&gt;<br />
Wir waren enthusiastisiert, propagandiert und ideologisiert, aber diese Zeit lie&#223; erkennen, was in uns steckt, welches Potenzial wir haben. Die ganze deutsche Tugendpalette kam zum Einsatz. Und bei allem Respekt, was wir damals geleistet haben *war* beeindruckend.<br />
Ich bin &#252;berzeugt, dieses Potenzial l&#228;sst sich auch f&#252;r Gutes nutzen.</p>
<p>Da waren Entscheider, Machthaber, Propagandaf&#252;hrer, &#214;konomen, das waren ohne Frage intelligente Leute, die leider furchtbar fehlgeleitet waren und wurden. Einmal aus der kalten Sicht des Rationalismus betrachtet, haben diese Menschen Beachtliches geleistet.<br />
Ich bin wirklich der Meinung, der zweite Weltkrieg zeigte auf bedr&#252;ckendste Weise unser Potential.</p>
<p>Nach Kriegsende schauten alle L&#228;nder mit Argwohn und Suspekt auf uns, wie schnell wir wieder emporschossen, uns rehabilitierten. „Wirtschaftswunder“ wurde das genannt, die wirkenden Kr&#228;fte in der Bev&#246;lkerung waren f&#252;r Au&#223;enstehende geradezu unheimlich.<br />
Unser Protokollismus w&#228;hrend des Krieges machte eine bis dahin nicht gekannte Kriegsaufarbeitung m&#246;glich. Wir haben ihn aufgearbeitet und verarbeitet, uns in allen Details mit ihm auseinandergesetzt, uns unserer Vergangenheit gestellt. Dabei half uns auch unsere Wahrheitsliebe und Ausdauer. Und da entwickelten wir Scham um unsere Nationalit&#228;t.</p>
<p>Da wir wissen, dass die anderen L&#228;nder nicht wissen, wie sehr wir uns mit dem Krieg besch&#228;ftigt haben und Asche &#252;ber unser Haupt streuen, trauen wir uns keine nationalen Geb&#228;rden aller Art, um nicht das »Aha, die Deutschen wieder!« zu provozieren.</p>
<p>Ich bezweifle, dass die Deutschen in den n&#228;chsten 100 Jahren wieder zu Nationalstolz finden.<br />
Hinsichtlich der EU m&#246;chte man meinen, Nationalstolz w&#228;re dem Projekt nicht f&#246;rderlich, &#8220;Arroganz&#8221; k&#246;nnte keine L&#228;nder vereinen. So ist es auch. Doch wir &#252;bersehen: Wir Deutschen haben ihn nicht mal in gesunden vern&#252;nftigen Ma&#223;en. Wir haben ihn gar nicht. Und damit haben wir einen Nachteil bei der Integration, so paradox es klingt. (F&#252;r ein besseres Europa bin ich, aber nicht f&#252;r den vorliegenden Lissabon-Vertrag oder gar eine NWO, erzeugt durch &#196;ngste.)</p>
<p>Mein Vorschlag: Den Begriff nicht in strikter geografischer Nationalit&#228;t sehen, sondern gelang einer Kulturnation einen neuen finden.<br />
Bei &#8220;national&#8221; schwingt immer &#8220;Regierung&#8221; mit, man denkt an Kaiserzeiten und Spr&#252;che wie: »Wo hat Er gedient?«, &#8211; und nat&#252;rlich leitet jeder unserer sch&#252;chternen Gedanken an die Politik fr&#252;her oder sp&#228;ter unwillk&#252;rlich auf den Nationalsozialismus &#252;ber.</p>
<p>Was aus dieser Betrachtung folgt, ist dass wir, wenn wir sagen, wir sind Deutsche, nicht an unsere Politik und an unsere Grenzen denken sollten, sondern an das, was unsere Gesellschaft ausmacht und was unsere Denker bisher schon vollbracht haben. Damit verabschieden wir uns von der Nationalit&#228;t und sehen auf unsere Kultur. Wie w&#228;re es mit, ein Proof of Concept, »Volksstolz«? »Volksverm&#228;chtnis«, »Kulturerleben«, »Kulturempfinden«? Mit jedem dieser W&#246;rter lenken wir den Blick auf die Kultur. Denken wir an eine Kulturnation, nicht an eine regierte Nation!</p>
<p>Dort wo unsere Kultur mit ihren urgr&#252;ndlichsten Werten und Kr&#228;ften erkennbar ist, da lebt das geistige Prinzip der Deutschen. In der Sapir-Whorf-Hypothese steckt sicher ein Kern Wahrheit, wenn ich aber daraus auch nicht folgern will, dass alle deutschsprachig denkenden &#8220;Deutsche&#8221; in ihrer eigenen Gesinnung sind. Es ist aber einfach dieses Gebiet, diese Zone in Europa, nicht ein spezifisches, mit harter politischer Grenze abgestecktes Land, das „deutsch“ ist.</p>
<p>Aber kommen wir wieder auf die Frage zur&#252;ck, wie man Nationalstolz als solchen bewerten soll.<br />
Schopenhauer schreibt &#252;ber Nationalstolz (Aphorismen zur Lebensweisheit; Parerga und Paralipomena &#8211; Teil 1):<br />
»Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verr&#228;t in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein k&#246;nnte, indem er sonst nicht zu dem greifen w&#252;rde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende pers&#246;nliche Vorz&#252;ge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie best&#228;ndig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erb&#228;rmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein k&#246;nnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angeh&#246;rt, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit H&#228;nden und F&#252;&#223;en zu verteidigen.«</p>
<p>Ich kann <em>nicht</em> ehrlich stolz sein auf die gro&#223;en deutschen Wissenschaftler, Schriftstellern, Philosophen, Luther, exzellente Politiker und K&#252;nstler. Ich kann nicht auf die Leistungen anderer stolz sein, als w&#228;ren es meine. Ich kann deren Ideen und Begriffe in mir sp&#252;ren und sie verbreiten, mich f&#252;r sie einsetzen und sie unterst&#252;tzen. Das kann ich, denn ich identifiziere mich pers&#246;nlich mit vielen deren Ansichten, wei&#223; innerlich, dass sie richtig sind. Ebenso ist mein Verh&#228;ltnis zu vielen unserer Tugenden, aus irgendeinem Grund liegen sie mir im Gem&#252;te und habe herzliche Freude an ihnen.<br />
Ich besch&#228;ftige mich aber auch damit, was bedauernswerterweise ja die &#252;berwiegende Anzahl der B&#252;rger nicht tut. Ich habe eine pers&#246;nliche Beziehung zu den guten Ideen geschaffen und lasse sie durch mich leben und wirken, dadurch f&#252;hle ich mich als tief verwurzelte Pflanze, die ebenso neue Bl&#252;ten hervorbringt; dadurch erst entsteht meine &#252;berzeugte Nationalit&#228;t; als Deutscher. Und so kann ich auch aufrichtig sagen: Ich bin stolz, Deutscher zu sein.</p>
<p>Ist denn das nicht die einzige vern&#252;nftige, verst&#228;ndige, vermittelnde und hilfreiche Art, sich national zu f&#252;hlen? Wenn man es denn kann, wenn man die Ideen in sich findet, wenn man sich mit ihnen identifizieren kann.<br />
Wie steht ihr zu der Thematik?</p>
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		<title>Mein erster Disco-Besuch</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 17:58:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Vorfeierlaune auf ihr abgeschlossenes Abitur im n&#228;chsten Jahr, luden die Abi-2010er in unserer Schule vergangene Woche f&#252;r eine Diskothekenveranstaltung in eine diesbez&#252;glich bekannte Einrichtung in Reutlingen ein. Noch nie hat es mich zu Veranstaltungen mit vielen Menschen hingezogen, erst recht nicht dorthin, wo laute Musik spielt, und dann noch Musik, mit der ich nichts&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Vorfeierlaune auf ihr abgeschlossenes Abitur im n&#228;chsten Jahr, luden die Abi-2010er in unserer Schule vergangene Woche f&#252;r eine Diskothekenveranstaltung in eine diesbez&#252;glich bekannte Einrichtung in Reutlingen ein.<br />
Noch nie hat es mich zu Veranstaltungen mit vielen Menschen hingezogen, erst recht nicht dorthin, wo laute Musik spielt, und dann noch Musik, mit der ich nichts anfangen kann. Wie ich es aber <a href="http://www.frumble.de/blog/2008/03/16/ein-geek-auf-einer-schulparty/">schon letztes Jahr anfingt</a>, wollte ich mich selbst in eine solche Situation bringen; selbst die Erfahrung machen. Ohne Selbsterfahrung darf ich weder dar&#252;ber im Negativen, noch im Positiven sprechen, und gewiss fehlt mir so lange die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Qualia">Qualia</a> und somit das Verst&#228;ndnis um die Motivation der anderen, zu solchen Veranstaltungen zu gehen.</p>
<p>Es war kurz vor 22:00 Freitagabend. Vor dem Eingang der Einrichtung, die ich im Folgenden mit F4 abk&#252;rzen werde (um nicht den vollen Namen zu schreiben und dann durch Suchmaschinen nach diesem gefunden zu werden), dr&#228;ngelte sich eine Schlange von Jugendlichen in den Pavillon vor den Eingang, um nicht vom Nieselregen erwischt zu werden. Lange stand ich unter dieser keine zehn Meter langen &#220;berdachung, wartend, von einem der ›Pf&#246;rtner‹ meinen Personalausweis kontrollieren zu lassen – das erste Mal &#252;berhaupt mit meinen 17 ½ Jahren, dass ich ihn brauchte. Dann ging es durch einen Treppengang, der auf mich wie der auf abenteuerlich metallplattierte Wartebereich zu einer Achterbahn wirkte, um darauf hin den Wegzoll in H&#246;he von 3,50€ zu begleichen. Der Herr vor mir behauptete, 18 zu sein und auf Aufforderung, seinen Ausweis zu zeigen, lie&#223; er diesen in seinem Geldbeutel-Karten-Netz. Als er dann unter gr&#246;&#223;ter Anstrengung der Kassiererin trotzdem als unter 18 erkannt wurde, musste ich staunen, welche Moral hier herrschte. Denn selbst wenn er sich h&#228;tte reinmogeln k&#246;nnen, wenn etwas passieren w&#252;rde, bek&#228;me F4 die Schwierigkeiten&#8230;<br />
Ich bekam einen Stempel auf meine untere Handsehne und bog um eine Ecke. Mit meinem Blick nach rechts sprangen aus einer abgegrenzten Zone zwei M&#228;dchen aus meiner Klasse auf, begr&#252;&#223;ten mich &#252;berrascht, und fragten, was ich denn hier machte. Da wurden meine Jackentaschen grob von einem W&#228;chter aufgerissen, ich: »Schauen Sie, das sind ist nur mein Brillen-Etui und in der anderen ein zusammengestopfter Schal.« Nett hier, haha&#8230; Ich fragte eine der Klassenkameradinnen, ob es  nicht eine Garderobe g&#228;be, um meine Jacke aufzuh&#228;ngen, und ich wurde auf eine lange Schlange um eine Steinmauer herum verwiesen. Dort stand ich dann gute 10 min an, musste einen weiteren Euro zahlen und bekam das Nummernetikett meines Kleiderb&#252;gels, der vom Personal mit meiner Jacke in den langen Stangenreihen versenkt wurde.</p>
<p>Kaum auf dem Weg ins Geschehen, wurde ich schon von von ein paar weiteren netten Bekannten &#252;berrascht begr&#252;&#223;t. Danach erforschte mein Blick zum ersten Mal die Pr&#228;senz dieser Lokalit&#228;t. Gerade vor mir eine Tanzfl&#228;che, weiter davor auf einer Anh&#246;he ein Pult mit dem DJ, rechte Seite entlang der Tanzfl&#228;che eine Bar, linke Seite und in einer Herumf&#252;hrung einer Begrenzung zum Eingang hin eine niedrige Plattform mit B&#228;nken. Beidseitig neben dem DJ-Pult standen je drei &#252;bereinandergestellte Bildschirme, die Silhouetten mit wechselfarbigen Hintergrund von sich l&#252;stern r&#228;kelnden, scheint&#8217;s kaum bekleideten, jungen Frauen zeigten, ohne dabei die Visualisierung an die Stimmung der Musik anzupassen. &#220;ber mir verstreut an der Decke des Raumes Disco-Kugeln, an den Seitenl&#228;ngen feste Lichterinstallationen.<br />
Sollte mir dieses Ambiente dank filmischer Bildung nicht neu sein (bis auf die Damen), war es noch mal etwas v&#246;llig anderes, tats&#228;chlich selbst darin zu stehen. Zaghaft infusionierente ich mich entlang der rechten Seite ins Geschehen. OK&#8230; Also, die tanzten hier, anscheinend in Stilfreiheit, jeder f&#252;r sich. Mein Blick klebte auf den DJ, wie auf einen Gruppen-Yoga-Trainer. Rhahr&#8230; Ich riss mich los und versuchte mich zur Musik zu bewegen. Die ersten zehn Minuten starrte ich immer gebannt auf den DJ, das muss sehr au&#223;ergew&#246;hnlich ausgesehen haben, wie sich da einer irgendwie anstellt zu tanzen und unentwegt gebannt seinen Blick und Kopf auf den Musik-Mischer richtet&#8230; Diese Unsinnigkeit begriff ich zwar recht schnell, aber brauchte doch &#252;ber zehn Minuten, mich von der Gestalt dort oben zu verabschieden und zu probieren, Menschen ins Gesicht zu sehen.<br />
Das klappte erst mal auch nicht so recht, ich war so befangen fasziniert von der grellen Lichterinstallation. Einfarbige helle Scheinwerfer an der Decke, eine sture Abfolge hintereinander durchgehend und dann die Intermezzos mit Farbenspielen von irgendwoher; ich versuchte eine Logik darin zu erkennen, aber fand keine.</p>
<p>Nach einer Verschnaufpause am Rand und einem zweiten Start wagte ich mich noch einmal in das Get&#252;mmel und bekam die Anteilnahme nun bewusster hin. In den Bewegungen der anderen konnte ich keine Schw&#228;rme und Laufwege erkennen. Es schien, jeder entschied aufgrund eigener, mir unbekannten Motive, einen bestimmten Punkt aufzusuchen.<br />
Mir kam auch ein hilfreicher Gedanke, der mir &#252;ber die mir eigene Zur&#252;ckhaltung hier ein St&#252;ck weit hinweg half: Ich dachte mir, es ist Fasching, es macht nichts aus, wenn Du da jetzt mitmachst. Au&#223;erdem f&#228;llt es geradezu auf, sich nicht so leidenschaftlich wie die anderen zu verhalten.</p>
<p>Zur Musik: Gespielt wurden schlecht-gecoverte Versionen von St&#252;cken auf gef&#228;hrlich gro&#223;en Lautsprechern mit &#228;u&#223;erst schlechten Tonh&#246;hen.<br />
Wenn der Mann schon nicht selber singt, k&#246;nnte er dann nicht wenigstens die Originale spielen? Sind die Lizenzkostendifferenzen da so ausschlaggebend?<br />
Ansonsten liefen, ja, ich kenne mich da nicht aus, ich denke Techno- und House-Titel. Nichts besonderes, keines davon markant melodisch, alles nebliges Gesabbel, um den Tieft&#246;ner ins Schwingen zu bringen.</p>
<p>Auf der Tanzfl&#228;che lagen Flaschen. Ist denn das erlaubt, Getr&#228;nke da mit rauf zu nehmen? Jedenfalls sammelte ich ein paar auf und brachte sie zur Theke; ich f&#252;hlte mich daf&#252;r verantwortlich, dass niemand zu Schaden kommt, gerade wenn ich so etwas mitbekomme. Je sp&#228;ter es wurde, umso enger und dichter ward die Gesellschaft auf der Fl&#228;che. Gerempelt und weggedr&#252;ckt zu werden, wurde legitim, auch wenn es meinem Gef&#252;hl nach jeder versuchte, bei anderen zu vermeiden. Ach &#252;brigens, das Alter hab ich noch ganz vergessen: Die Palette fing bei 16-J&#228;hrigen an (wenngleich ich mich wunderte, wie viele Menschen schon 16 sein m&#246;gen und nicht danach aussehen – bislang dachte ich immer, nur ich s&#228;he nicht altersgem&#228;&#223; aus&#8230;), erreichte ihre Dichte bei 17- und 18-J&#228;hrigen und ging entfernt in weit geringerem Ausma&#223;e hoch bis noch vielleicht 22.<br />
Im Suchen in der Menge konnte ich nur &#228;u&#223;erst wenige Brillen ausmachen. Ein Zeichen&#8230;? <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Auf dem Ausklang der linken Seite bemerkte ich bald ein paar Jungen aus einer Parallelklasse und wurde hergewunken. Interessant zu sehen, wie die ›abgingen‹, wohl unter Alkoholeinfluss.</p>
<p>Muss ich noch erw&#228;hnen, dass ich keinen Alkohol trank? Ich trank sogar gar nichts von den dort feilgebotenen Getr&#228;nken; das Billigste fing bei 1,80€ an. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  So verwendete ich beherzt auf dem Klo-Waschbecken meine H&#228;nde als Trinkschale&#8230; (Meine Eltern erz&#228;hlten mir &#252;brigens, »zu ihrer Zeit« w&#228;re im Eintrittspreis einer Diskothek immer schon ein Getr&#228;nk inbegriffen gewesen&#8230;)</p>
<p>Mich kannten erstaunlich viele Leute und ich haderte immer mit meinem schlechten Namensged&#228;chtnis, das mich aber meistens dann doch im Stich lie&#223;. &#214;fters wurde ich in begeisterten Ton auf bestimmte M&#228;dchen meiner Klasse angesprochen&#8230; (»Hey, Du bist doch bei DER in der Klasse?&#8230;«)</p>
<p>Damit er&#246;ffne ich ein neues Thema. Ein Vorfall, der mich besch&#228;ftigt hat:<br />
Ein M&#228;dchen, das in einer Dreiergruppe mit Freundinnen dastand, sprach mich gegen die Musik k&#228;mpfend an: »Hi! Woher kommst Du?« »Hm, was sagt man da gew&#246;hnlich?«, fragte ich verdutzt und l&#228;chele verschreckt. »Aus welcher Stadt? Reutlingen oder so?« »Ja, Reutlingen.« »Cool.« &#8211; Sie drehte sich kurz um, und hat wahrscheinlich darauf gewartet, dass ich sie gleich wieder anspreche. Habe ich aber nicht.<br />
Jaaa, ich wei&#223;, was ich falsch gemacht habe und wie ich es h&#228;tte richtig tun k&#246;nnen. Aber ich wei&#223;, was mir in dem Moment durch den Kopf ging.<br />
Das h&#228;tte genauso gut ein Junge sein k&#246;nnen (wie es mir dann im Laufe des Abends noch ein paar mal &#228;hnlich passierte) &#8211; ich kann keinen Smalltalk f&#252;hren. In drei W&#246;rtern und ihrer ganz eigenen Aussprache liegen f&#252;r mich auch schon zig abstrakte M&#246;glichkeitswelten einer Deutung und ich versuche instinktive R&#252;ckschl&#252;sse auf den Gedankengang des Gegen&#252;bers zu ziehen. In solch einer Situation mit Fremden bin ich nicht selten partout &#252;berlastet; ich bekomme zu viel Input rein und er&#246;ffne zu viele Bearbeitungsschritte, bis ich dann eigentlich zur Beurteilung kommen sollte, aber mich mein Denken l&#228;hmt. Ich wei&#223; nicht mehr, wie viele Selbsterinnerungen und Geschichten mir in dieser einer Sekunde in das Bewusstsein kamen, die in sich dann auch teils wieder emotionale Reaktionen ausl&#246;sten.</p>
<p>Und &#252;berhaupt zu erst einmal war ich verdammt verschreckt, von einem M&#228;dchen angesprochen zu werden.<br />
Was ich nach au&#223;en von meinem Ich zeige, ist meinem Eindruck nach nur ein schwacher Abdruck meines wahren Selbst. Darum sehe ich andere, die sich f&#252;r diesen Maxi interessieren, den sie erleben, nie wirklich f&#252;r mich interessieren, sondern f&#252;r dieses unfertige, makelhafte, kommunikations- und gemeinschaftsunf&#228;hige Ich, und das bin nicht ich, das ist das, was ich gerade so von mir zeigen kann. Dass es mir so ergeht, ist eine Folge von dem, dass ich eben seit Jahren nur daheim sitze, auf hohem Niveau mit hellen K&#246;pfen chatte und meine eigentliche Entwicklung in dem Bereich dort stattfand &#8211; gerade umgekehrt zu der des ›Normalen‹. (Das wird nat&#252;rlich von niemandem so anerkannt&#8230;) Da gewinnt die Beschreibung ›Kopfmensch‹ eine ganz neue Gr&#246;&#223;e.<br />
Ganz sachte erhebt sich in mir langsam die Idee, dass ich vielleicht doch nicht so schlecht nach au&#223;en bin wie ich denke&#8230; Jedoch werde ich Ann&#228;herungsversuche von Jungen wie auch von M&#228;dchen wohl erst in mir auf der entscheidenden Ebene f&#252;r relevant und ›echt‹ halten k&#246;nnen, wenn mir mein Selbstwertgef&#252;hl f&#252;r mein &#228;u&#223;eres Ich andere Dinge reflektiert.</p>
<p>Beim Tanzen spielte mich mancher einer M&#228;dchengruppe zu oder ich bekam Avancen &#8211; hui&#8230; *fr&#246;stel* &#8211; Intuitiv, und das ist traurig, das Wort in dem Kontext verwenden zu m&#252;ssen, wand ich mich ab oder wich aus. Der Grund&#8230; Ich glaube, ich will fair sein, fair und ehrlich. Wegen meiner speziellen Sicht auf mein inneres und &#228;u&#223;eres Ich m&#246;chte ich niemanden mit dem ›falschen‹ besch&#228;ftigen oder konfrontieren. Und ein Bisschen bin ich auch entsetzt &#252;ber das Gegen&#252;ber, dass es sich f&#252;r so einen interessiert – und gebe ihm damit einen Stempel »Irrer«. Oh ja, das ist nicht gut&#8230; Es erstaunt mich zwar, dass diese Erkenntnis bei so etwas wie einer Disco kommt (das hatte wahrscheinlich irgendeinen Grund in der neuen Situation und anderen angeregten Hirnarealen), aber hier ist es mir nur bewusst geworden; die wahren Erlebnisse, die dieses Ph&#228;nomen bei mir aufzeigen, erlebte ich schon lange Zeit im Alltag.</p>
<p>Wenn ich in anscheinender Irrationalit&#228;t (die in ihrer Absurdheit Sinn er&#246;ffnet) Witze und Bemerkungen mache, werde ich in meinem Umgang in der Schule meistens nicht verstanden und f&#252;r einen Au&#223;enseiter erkl&#228;rt (dabei sind meine Bemerkungen doch oft eigentlich so clever&#8230;).<br />
Hier drehte sich das um: Waren bisher die anderen die rein Rationalen und f&#252;r mich Verst&#228;ndnislosen, lie&#223;en diese nun jede tiefere Logik fallen und verhielten sich so irrational, wie ich selten Jugendliche erlebe.<br />
Doch es war kein Chaos, keine Anarchie der Bestrebungen; diese ihre neue Art hatte einen ganz eigenen Taktgeber, etwas, was ich nicht verstehe. In sich Freude und Lust am gegenw&#228;rtigen <em>Sein</em>, in dem Moment lebend, anscheinend verbindend in der Menge und dann doch egoistisch.</p>
<p>Diesen Bewusstseinszustand kenne ich von mir nicht, ich kann ihn so nicht erleben. Ich bin st&#228;ndig am allumfassenden Analysieren, Abw&#228;gen, Beurteilen, Mustererkennen und prognostizieren. Und nat&#252;rlich m&#246;chte ich alles wahrnehmen und mitbekommen, was sich in meiner Umgebung abspielt. Die Konsequenzen daraus w&#252;rden manche eine Konzentrationsst&#246;rung nennen, aber das ist es nicht, es ist der Wille nach Wissen, nach Macht, nach einer Waffe gegen andere, in dem ich besser und weiter bin als sie; ich bin mir dessen bewusst, dass sie nur in meinem Kopf sein kann.<br />
Ist diese meine Hochanalyse-Praxis doch auf die Menge einer Schulklasse eingespielt, bekomme ich bei so viel Input wie auf einer Disco damit den <a href="http://www.festland-verlag.com/zb/2/2.10.htm">totalen Overhead</a>. Es stresste mich ungeheuer, diese vielen Informationen wahrzunehmen, zu verarbeiten, zu bewerten und abzulegen, diese vielen feinen Informationen, von denen ich sicher bin, dass andere sie nicht wahrnehmen. Das ist eine verflixte Begabung, mehr Details wahrzunehmen, aber sie dann auch verarbeiten zu m&#252;ssen. Und andere k&#246;nnen ihre Mitmenschen ganz ausblenden und nur f&#252;r sich leben, das kann ich nicht. Ich habe nicht Furcht vor Blo&#223;stellung, ich habe eine zu starke ›Menschenliebe‹, das Bed&#252;rfnis, Hilfe zu geben, wo es nur in meinen M&#246;glichkeiten liegt. Und so selbstverst&#228;ndlich das f&#252;r mich ist, so stark vermisse ich es ungl&#228;ubig &#252;berrascht an anderen.</p>
<p>Nun, das forderte also f&#252;r mich eine sehr hohe Konzentration. Dazu kam meine Unerfahrenheit beim Tanzen, so dass ich mich umschaute und eine Geste nach der anderen versuchte zu lernen. In der Hauptzeit dann war das immer noch eine hohe Konzentrationsaufgabe: Ich konnte das alles nicht intuitiv, wie offenbar die Menge hier, ich war im Kopf hellwach und wirklich angespannt im absoluten Stress, wie ich mich hier positioniere, m&#246;glichst ohne l&#228;cherlich zu wirken und zu stark aufzufallen.<br />
H&#228;tte ich mittendrin die Wahl bekommen, eine Franz&#246;sisch-Arbeit zu schreiben, oder in dieser ›Matrix‹ weiterzumachen, h&#228;tte ich gerne die Arbeit gew&#228;hlt, ehrlich (wenn es aber auch nur ein wirklicher Matrix-Wechsel gewesen w&#228;re, sprich, die Welt dort ohne mich nicht mehr weitergelaufen w&#228;re, denn das hielt mich auch dort und lie&#223; mich nicht nach Hause wandern, neben meinem Ehrgeiz f&#252;r meine Selbsterfahrung).</p>
<p>Gespr&#228;che mit intellektuellem Charakter waren bei dem ›L&#228;rm‹ unm&#246;glich. Das geh&#246;rt aber wahrscheinlich zum Konzept einer Disco; sich nicht mehr durch blo&#223;e Kopf- und sprachliche Ausdrucksst&#228;rke etablieren zu k&#246;nnen und somit alle in begrenztem Ma&#223;e gleichzumachen.</p>
<p>Kurze Zeit bevor der DJ die anwesenden Unter-18-j&#228;hrigen aufrief, sich langsam auf die Heimreise zu machen, erschienen noch ein paar weitere Klassenkameradinnen von mir, die mich auch &#252;berrascht begr&#252;&#223;ten. Ich nehme an, die lie&#223;en sich einen ›<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muttizettel">Muttizettel</a>‹ ausf&#252;llen, um l&#228;nger bleiben zu d&#252;rfen. Ich verabschiedete mich von ein paar Bekannten, die ich noch sah.<br />
An der Garderobe stand ich erst &#252;ber 10 min falsch an (war aber damit nicht alleine!) und wurde, als ich einen Warteplatz am Tresen einforderte, der mir nach dieser Zeit schon lange zustand, von einem betrunkenen Proleten, der gerade erst in die Schlange kam und auch etwa mein Alter hatte (wenn dabei auch immens bespeckter gebaut) mit beiden H&#228;nden nach hinten geworfen. Br&#252;ll, Quak, Plutsch&#8230; »Gaaanz ruhig.«, ich beschwichtigte mit einer Handgeste. »Gaaanz ruhig. Ich tu dir nichts, ich will keinen Streit. Ich war trotzdem vor dir, und das wei&#223;t Du.« »Jetzt bin ich aber vorne!!« &#8211; Ich dachte mir nur, das ist Karma, ich brauch ihm nichts zur&#252;ckzuzahlen, das kommt auf ihn ohne mein Zutun zur&#252;ck. Und genau da wurden unsere Traube auf die eigentliche Schlange von einem dieser W&#228;chter aufmerksam gemacht.</p>
<p>Raus ging es wieder durch den Eingang, wie einfallslos. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Den gleichen Abenteuerattraktionen-Gang zur&#252;ck, hinaus in den Regen, der mittlerweile st&#228;rker geworden war. Ich lief den Weg zu Fu&#223; nach Hause, bald rannte ich, und nahm die Brille ab, denn ohne sie sah ich mittlerweile besser als mit ihr. Ich kam, am Oberk&#246;rper gl&#252;cklicherweise wenig ben&#228;sst, um kurz vor ein Uhr Nachts daheim an.</p>
<p><em>Mein Fazit:</em><br />
Gerade diese Erkenntnis, dass mein &#228;u&#223;eres Selbstbewusstsein tief im Keller ist, hat den Besuch gelohnt. Das Bewusstsein darum habe ich aus dem Sinn verloren, ich hatte das schon mal. Diese Erkenntnis ist der erste Schritt hin zu einer Konsolidierung und schlie&#223;lich einem heilenden L&#246;sungsprozess.</p>
<p>Die zwei Stunden, die ich dort war, konnte ich mich wahrlich nicht am&#252;sieren. Zu intensiv die Eindr&#252;cke, zu gro&#223; der Stress, zu viel Kopfarbeit. Zu viele Dinge, die ich nicht kenne und nicht kann. Ich f&#252;hlte mich in jedem Moment als Fremdk&#246;rper. Einer, der die Regeln nicht kennt, der nicht wei&#223; wie gespielt wird, und der nicht den Bewusstseinszustand dieser Mengengruppe teilt.</p>
<p>Ich m&#246;chte noch anmerken, dass die meisten meiner hier beschriebenen Gedanken mir nicht erst bei der Arbeit an diesem Artikel kamen, sondern unmittelbar w&#228;hrend meinem Aufenthalt in der Disco. Die haben mich nat&#252;rlich dann auch noch mal bek&#252;mmert und resigniert.<br />
Kann mir bitte irgendjemand best&#228;tigen, dass das nicht normal ist? Danke.</p>
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		<title>Gesch&#252;tzt: Mein 2008</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 19:08:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mac OS X(86) und Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein gesch&#252;tzter Artikel ist.]]></description>
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		<title>M&#228;rchenlesung mit Sauerstoffmangel</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 22:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Den vergangenen Sp&#228;tabend war ich mit meiner Mutter in einer Lesung Christian Br&#252;ckners des kalten Herzens von Wilhelm Hauff im Kubus in Nagold als ein noch ausstehendes Geburtstagsgeschenk. Es war davor nicht geplant, hier dar&#252;ber zu berichten, heute wollte ich eigentlich &#252;ber den ersten Tag meines Berufspraktikums bei 21TORR schreiben, aber das da erscheint mir&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den vergangenen Sp&#228;tabend war ich mit meiner Mutter in einer Lesung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Br%C3%BCckner">Christian Br&#252;ckners</a> des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_kalte_Herz">kalten Herzens von Wilhelm Hauff</a> <a href="http://www.nagold.de/ceasy/modules/cms/main.php5?cPageId=17&amp;view=publish&amp;item=eventLocation&amp;id=14">im Kubus in Nagold</a> als ein noch ausstehendes Geburtstagsgeschenk. Es war davor nicht geplant, hier dar&#252;ber zu berichten, heute wollte ich eigentlich &#252;ber den ersten Tag meines Berufspraktikums bei <a href="http://www.21torr.com/de/">21TORR</a> schreiben, aber das da erscheint mir als ebenso berichtenswert.<br />
Wie ich von der Agentur nach hause kam, hatten wir nicht mehr viel Zeit, zu essen, meine Mutter ist auch gerade erst gekommen und so reichte es nur noch f&#252;r Toastbrote mit Streichk&#228;se (keine Ahnung, wie sie auf diese schr&#228;ge Kombination kommt). Mir war ziemlich klar, dass mir das nicht reichen wird und ich ernsten <em>Hunger</em> mitbringe, sagte das auch mehrfach im Auto, aber die Zeit bis zu Beginn der Veranstaltung reichte einfach nicht mehr. In Nagold angekommen, fragten wir uns m&#252;hsam durch das St&#228;dtchen bis zum Kubus durch, fanden ihn, betraten ihn, und sahen nur noch alte Leute. Die Zeit h&#228;tte dann noch locker gereicht, nach der Platzbelegung noch einmal aufzustehen und uns/mir drau&#223;en etwas zu essen zu suchen, denn die Theke des Veranstaltungshauses schankt nur Getr&#228;nke aus, nicht einmal Brezeln hatten sie, aber das wurde mir ausgeredet, an die genaue Argumentationskette kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich sagte meiner Mutter eindringlich, nachdem ich versucht hatte, das Programmheft zu lesen und zu verstehen: &#8220;Ich bin hungrig und ich habe Durst. Ich kann mich so nicht konzentrieren. Und wenn ich nur etwas trinke, bekomme ich wohl noch mehr Hunger und muss wom&#246;glich noch auf&#8217;s Klo.&#8221; Subber war dann so richtig, dass die Senioren um uns sich nicht nur fesch rausgeputzt hatten, sondern auch hingebungsvoll parf&#252;miert. Vor mir sa&#223; ein Mann mit Glatze, der roch (oder stank) so nach dem Zeug, dass es eine echte Zumutung war. Dann war auch die gesamte Hallenluft nicht der letzte Schrei, w&#228;re das viele Parf&#252;m nicht gewesen, h&#228;tte ich mir zugef&#228;chert.<br />
Die Lesung begann. Herr Br&#252;ckner hat zweifelsohne eine beeindruckende Stimme und man kann ihn dabei auch noch gut anschauen, seine Haltung kommt sehr anmutig her&#252;ber. Die Ank&#252;ndigung, das St&#252;ck ginge 90 Min, geteilt in zwei Parts à 45 Min mit 15 Min Pause, rief ich mir immer und immer wieder ins Ged&#228;chtnis &#8211; &#8220;Es gibt Hoffnung!&#8221;. Ich sp&#252;rte auf dem Stuhl, wie ich sehr schlapp wurde, immer &#246;fter die Augen schloss (denn es gab ja auch im Grunde nichts zu sehen) und nach gesch&#228;tzten 15 Min <strong>schlief ich ein</strong>. Einen eigen-relativen Augenaufschlag sp&#228;ter reckte ich schon wieder den Kopf, aber gleich musste ich feststellen, dass ich einen Zeitsprung in der Lesung gemacht haben musste, da sprachen Personen, die noch gar nicht eingef&#252;hrt worden waren und es ging um Probleml&#246;sungen, deren Ausl&#246;s-Zw&#228;nge mir komplett fremd waren. Ich nahm es zur Kenntnis und versuchte, den Faden wieder zu finden. Mein erster Gedanke war zwar echt der traurige &#8220;Das ist jetzt aber nicht wie in der Schule hier?! Das kann doch nicht sein?! Ich war doch aufmerksam!&#8221;, doch das erschien mir dann auch, meinem strahlenden Selbstbewusstsein sei Dank, zu unrealistisch. In der Pause fragte ich sofort meine Mutter, ob ich geschlafen h&#228;tte, und sie bejahte das auf &#8220;gesch&#228;tzte 20 Min&#8221; und dass sie mich nicht habe wecken wollen, weil ich so unauff&#228;llig schlief und sie bef&#252;rchtete, dass ich laut w&#252;rde, wenn sie mich weckte.<br />
Ich war weder vor der Lesung recht m&#252;de, noch danach, was war da nur los? Wie schon gesagt war die Hallenluft schrecklich vorverdaut und das radikale Parf&#252;mzeug lag darin. Ich sch&#228;tze mal ganz stark, dass ich eingeschlafen bin, weil ich zu wenig Sauerstoff abbekam. Eine gewagte These, aber dahinter stehe ich. Wie das der Rest der Mannschaft ohne Ohnmachtseintritte verkraftete, ist mir zwar ein R&#228;tsel (wie war das mit, das Gehirn verbrauche ~20% des ins Blut geleiteten Sauerstoffs&#8230;? Ist meins so exzentrisch im Einsatz gewesen, dass man Teile hat stilllegen m&#252;ssen, um den K&#246;rper nicht zu sch&#228;digen? *h&#246;h&#246;*), aber die sa&#223;en auch nicht alle hinter diesem Wahnsinnigen, der vielleicht nicht nur den Sauerstoff verscheuchte, sondern auch Giftgase injizierte.</p>
<p>Begleitend, oder &#8220;unterbrechend&#8221; zur Lesung spielten zwei Saxophonisten, ein Fagottist und ein besonderer Schlagzeugk&#252;nstler mit einer Glasorgel und diversen Holzk&#228;stchen, der exzellent war. Bei diesen drei Blasinstrumenten habe ich immer das Gef&#252;hl, ich h&#246;re eine Audiodatei mit zu geringer Bitrate, das Vibran scheppert so derb mit. Und was die spielten, meine G&#252;te&#8230; Als Kenner von Filmmusik f&#252;hlte ich mich andauernd in der falschen Oper, wenn die Musik wieder mal so gar nicht passend zur Lesung war, z.B., wenn man es gerade von einem Raum voller pochender Herzen hat: &#8220;Dudeldidudeldidumdumdidudel&#8230;&#8221; Das mag ja &#8220;anspruchvollste klassische Musik&#8221; sein, wie der B&#252;rgermeister (?) zu Beginn betonte, aber mich hat sie mehr aus der Geschichte herausgerissen, als sie intensiviert. Das Werk soll es im Fr&#252;hling 2009 auch auf CD geben, von, und ich schreibe es r&#252;ckw&#228;rts, weil mir bewusst ist, welche Zerst&#246;rgewalt Blogs haben, noitide legi-ees. Die Auff&#252;hrung war ihre Premiere eines St&#252;ckes f&#252;r Erwachsene und die (einzige?) Live-Premiere dessen vor Publikum.</p>
<p>In der Pause war dann meine Mutter unwillig und zu unflexibel, schnell etwas zu essen mit mir zu suchen (boah!). K&#246;nnte ich auch theoretisch alleine, aber dann h&#228;tte ich keine Uhr, erst mal kein Geld und ich taumelte nach dieser Luftinhalation eh erst mal nur umher. In der zweiten H&#228;lfte nach der Pause suchte ich mir einen Platz in der Empore &#252;ber den unteren Stuhlreichen und dort war gl&#252;cklicherweise auch direkt ein Bel&#252;ftungsloch in der Decke, es lie&#223; sich also aushalten.</p>
<p>Nach der Lesung sah ich au&#223;er mir nur noch zwei M&#228;dchen, die wohl nicht so alt waren, wie sie aussahen, der Rest war sicher 40+.<br />
Dieser Vorfall hat mich sehr mitgenommen, wenn man mich chemisch an meinem K&#246;rper angreift, ist absolut Schluss. Ich bin es gewohnt, dass ich au&#223;ernormale mentale Kontrolle &#252;ber meinen K&#246;rper habe, mit so was wird sie mir genommen. Soll mir das irgendwelche Grenzen aufzeigen&#8230;?<br />
F&#252;r die Zukunft kann mich das lehren, dass wenn ich gleich schon sp&#252;re, dass ich mich in einem Raum nicht wohl f&#252;hle, ich sofort eine L&#246;sung f&#252;r mich suchen sollte.</p>
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		<title>Kinoeindr&#252;cke zu WALL·E</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 21:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern zog es mich, nachdem der Film jetzt doch schon seit Ende September l&#228;uft, ins Kino in Pixars achten Animationsfilm WALL·E. Prinzipiell widerstrebt es mir, in einen Film zu gehen, der so viel Fernseh- und Plakatwerbung bekam, die, so witzig sie ist, doch mit der Zeit auch ziemlich genervt hat. Mit Werbung will ich weitermachen:&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern zog es mich, nachdem der Film jetzt doch schon seit Ende September l&#228;uft, ins Kino in Pixars achten Animationsfilm WALL·E. Prinzipiell widerstrebt es mir, in einen Film zu gehen, der so viel Fernseh- und Plakatwerbung bekam, die, so witzig sie ist, doch mit der Zeit auch ziemlich genervt hat. Mit Werbung will ich weitermachen: Es war ein sehr gro&#223;er Fehler von mir, <a href="http://www.moviemaze.de/media/trailer/3391,wall-e.html">alle ver&#246;ffentlichten Trailer</a> schon lange vor dem Kinogang gesehen zu haben. Die Charaktere und ihre Bewegungsweisen &#252;berraschten mich keinen Deut mehr, das wurde mir deutlich, als die &#8220;Mitinsassen&#8221; der Vorstellung zu Momenten ge-oht und ge-wowt haben, die mir nur noch den Kopf schr&#228;g legten und in meinem Gesicht ein erwartendes L&#228;cheln hervorriefen.<br />
Das Kino: Seit dem in tiefem Christentum braven Prinz Kaspian hatte ich mir vorgenommen, nicht mehr in das <a href="http://www.cineplex.de/kino/home/city43/">Reutlinger Cineplex</a> zu gehen. Das Bild war grauenhaft verzerrt, hatte viele Fehler und der Ton war viel zu leise. Halten konnte ich mir den Vorsatz nur bis &#252;ber Batman &#8211; The Dark Knight, f&#252;r den ich mit meiner Mutter nach Stuttgart ins <a href="http://www.cinemaxx.de/cinema/">Cinemaxx</a> fuhr &#8211; ein komplett anderes Kinoerlebnis, wenn es jetzt noch digital w&#228;re, k&#246;nnte man das die Perfektion nennen. F&#252;r WALL·E war mir dann doch der Weg alleine nach Stuttgart zu umst&#228;ndlich und ich h&#228;tte dabei die irre Bahn bem&#252;hen m&#252;ssen (Gott bewahre) und so reservierte ich mir online eine Karte f&#252;r 18:30, sprintete um 18:34 von daheim los, kam um wohl 18:40 am Kino an und hatte noch Zeit, auf&#8217;s Klo zu gehen, ehe <a href="http://wua.la/Pixar+und+mehr/Presto+-+Pixar+%282008%29.avi">der Vorfilm, Presto</a> (den ich Schelm nat&#252;rlich auch schon kannte) begann. Also, f&#228;nde ich mich um mein Zeitmanagement nicht cool, w&#228;re ich der Werbung wegen dem Kino ja sauer&#8230; Die T&#252;te billiges Supermarkt-Popcorn unter der Jacke wurde ebenso wenig ausgemacht, wie der HD-Camcorder; ne, das war jetzt Spa&#223;. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  (Ja, das war <em>Spa&#223;</em>! Ehrlich!)<br />
In dem Saal war zwar das Bild ertr&#228;glich, aber mal so was von klein (gesch&#228;tzte 12m-Leinwand waagrecht) und der Ton wieder erstaunlich leise und absolut unspektakul&#228;r, dass ich mich frage, wohin diese Kino-Kette ihr Geld aus den Wucher-7€-Karten und Wucher-Fressalien pumpt.<br />
Zur Handlung an sich will ich nicht viele Worte verlieren, da gibt es die zugem&#252;llte Erde und die Menschen, die vor 700 Jahren in einem Luxus-Freizeit-Raumschiff das Weite gesucht haben (unter ihnen sind &#252;brigens nur Wei&#223;e und Schwarze, aber keine Mischungen und keine Gelbh&#228;uter) und die Erde einer Schar &#8220;Waste Allocation Load Lifter&#8221;, kurz WALL·E, zum Aufr&#228;umen &#252;berlassen haben. Nach dieser Zeit ist der einzige &#252;briggebliebene dieser Roboter so weit, dass er ein eigenes Bewusstsein entwickelt hat, und sich die Abende &#252;ber Filme auf einem iPod Video (5G?) ansieht. Anscheinend reicht ihm seine Kakerlake als Kumpane nicht und so h&#228;lt er seine eigenen H&#228;nde bei &#8220;Hello, Dolly!&#8221; &#8211; bis ein Erkundungsschiff mit der anfangs noch recht aggressiven Roboterdame EVE (Extraterrestrial Vegetation Evaluator) die Erde besucht &#8211; und er sich spontan in sie verliebt. Dann wird sie nat&#252;rlich wieder abgeholt, nachdem sie etwas auf der Erde gefunden hat, und WALL·E klemmt sich mit an den Transporter, bis er schlie&#223;lich auf den Spaceliner zu einer Horde anderer Roboter kommt und er diverse kleine irrwitzige &#8220;Abenteuer&#8221; mit EVE gegen das Zentralorgan des Schiffes, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/HAL_9000">HAL 9000</a>-Humage &#8220;OTTO&#8221;, der die Menschen nicht zur&#252;ck zur Erde lassen will, besteht, als dann der von &#220;bereifer gepackte Kapit&#228;n es gegen OTTO aufnimmt und die Menschheit irgendwie gerettet ist &#8211; denn sie kann jetzt zur&#252;ck zur Erde&#8230;</p>
<p>Die Handlung spielt bei WALL·E eindeutig eine untergeordnete Rolle und kommt narratorisch lange nicht an einen Ratatouille oder Nemo heran. Die ersten drei&#223;ig Minuten kommt der Film ganz ohne Worte aus, eine beeindruckende Leistung f&#252;r einen Animationsfilm. Die k&#252;nstlerische Perfektion der Landschaften, Roboter und des Alls so wie der Mimik der Roboter &#8211; was sich alleine schon unglaubw&#252;rdig und fast unm&#246;glich anh&#246;rt &#8211; sind die Ausmachungen des Films. Action gibt es verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig wenig, daf&#252;r eine Menge Slapstickeinlagen und, in einem f&#252;r Pixar bis dato ganz neuem Verh&#228;ltnisma&#223;, bezaubernd viel Liebe. Die Liebe ist hier Handlungsmotor, wie ich es zuletzt bei einem Disney-Film wie Die Sch&#246;ne und das Biest (1991) erlebt hatte. Vielleicht gerade darum, sollten sich Eltern auf den ein oder anderen G&#228;hner ihrer Kinder w&#228;hrend denn tiefen LCD&lt;-&gt;Fernglas-Blicken gefasst machen, grunds&#228;tzlich sollte man schon etwas mit dem Thema Liebe anfangen k&#246;nnen.<br />
Interessant f&#252;r Geeks: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Ive">Jonathan Ive</a> von Apple (Pixar geh&#246;rt ja quasi Steve Jobs) durfte an EVE mitbasteln, macht man sich das bewusst, sieht das spitze, wei&#223;e, eigerf&#246;rmige Wesen aus wie ein (retro-)futuristischer iPod. Auch bei jedem &#8220;Neustart&#8221; von WALL·E und dem dann ert&#246;nenden Mac-Startsound musste ich wiehern und erbrachte mir so unverst&#228;ndnisvolle Blicke meiner Nebensitzer ein. Den in einem Pixar-Film obligatorischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pixar_Animation_Studios#Versteckte_Anspielungen">Pizza-Planet-Truck</a> konnte ich diesmal nirgends sichten, vielleicht irgendwo in all den Schrottbergen auf der Erde?<br />
Ein Logikfehler, der mich nicht losl&#228;sst: Warum bitte entschied die Firma &#8220;Buy&#8217;n Large&#8221;, die das Luxus-Raumschiff gebaut hat und der offenbar auf der Erde alles geh&#246;rte (Resident Evils Umbrella Corp. l&#228;sst gr&#252;&#223;en), schon vor 700 Jahren, dass die Menschheit nie auf die Erde zur&#252;ckkehren d&#252;rfe? Wurde da etwa geschnitten? Ich verstehe es nicht, das ist sinnlos. Ich hatte eine KI-Verschw&#246;rung gr&#246;&#223;ten Ausma&#223;es in Erinnerung an &#8220;I, Robot&#8221;s V.I.K.I. erwartet, aber hier sind die Roboter nur die Sklaven-Diener der verfetteten und durch die schwache Gravitation unbeweglich gewordenen Menschen ohne echten eigenen Standpunkt. Das mag auf Kinder vielleicht weniger komplex und verst&#246;rend wirken (immerhin bedeutete ein eigener Standpunkt der Roboter schlussfolgerichtig, dass sie sich gegen die Menschen richten k&#246;nnten und das hat Angst-Potenzial) aber f&#252;r mich fehlt so der Ausmacher des Roboter-Genres und einmal mehr begriff ich den Film als f&#252;r Kinder gemacht. Ja, w&#228;re da nicht das Ding mit der Liebe, paradox, nicht wahr? Das Thema der Umweltverschmutzung wird eher kom&#246;diantisch vorgesetzt, als f&#252;r Ratatouilles Gourmet &#8220;Ego&#8221; raffiniert zubereitet. Da h&#228;tte ich doch wirklich mehr erwartet, es h&#228;tte die Geschichte exzellent hergegeben. Etwas verwirrt bin ich &#252;ber das Ende, als die inzwischen lebensfernen Menschen auf die immer noch verm&#252;llte Erde (OK, SPOILER-ALARM! Aber gebt&#8217;s zu, Leute, darauf w&#228;rt ihr auch selber gekommen) zur&#252;ckkehren und das als gl&#252;ckliches, erstrebenswertes Ziel sehen &#8211; f&#252;r mich ist das ihr sicherer Tod, aber na gut. Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/WALL-E">Wikipedia &#8220;schreibt&#8221;</a>, im Abspann s&#228;he man, wie sich die K&#246;rper der fettleibigen Monster zur&#252;ckentwickelten und wie die Erde wieder ein Paradies w&#252;rde; ich blieb bis nach dem Abspann im Kino, nach der diesmal sehr &#252;bersichtlichen Aufz&#228;hlung der deutschen Synchronstimmen ging direkt das Projektorlicht aus und der Vorhang fiel.</p>
<p>Unter&#8217;m Strich bleibt ein fantastischer Familienfilm mit Stoff f&#252;r alle Altersgruppen, der Erwachsene &#252;ber die zahlreichen Anspielungen auf Klassiker der Science-Fiction zum Schmunzeln bringt und Kinder &#252;ber WALL·Es tollpatschig-s&#252;&#223;es Verhalten zum Lachen. Ansonsten bietet &#8220;WALL·E &#8211; Der Letzte r&#228;umt die Erde auf&#8221; eine, wie von Pixar gewohnt, erneut ma&#223;stabheraufsetzende Optik und erstmals eine Spur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dystopie">Dystropie</a>.</p>
<p>F&#252;r Interessierte empfehle ich noch drei Blog-Artikel, die ich sehr erhellend fand und aus denen ich ganz frech ein paar Ideen f&#252;r mich klaute:</p>
<ul>
<li><a href="http://misssophie.wordpress.com/2008/09/28/filmkritik-wall%C2%B7e/">Filmkritik: “Wall·E” auf Miss Sophies Blog</a></li>
<li><a href="http://www.kingoli.net/blog/2008/09/28/wall-e/">&#8220;Wall-E&#8221; auf The KingOli Blog</a></li>
<li><a href="http://www.blog-ha.us/?p=1727">Filmkritik: &#8220;Wall-E&#8221; auf Das Blog-Ha.us</a></li>
</ul>
<p>
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		<title>Ein Pferd und ein Stachelschwein &#8211; werden wir poetisch!</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 10:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[»In einem Traumland kam von 50 Jahren ein kleines Pferd zur Welt. Es verliebte sich in ein Stachelschwein, dann bekamen sie kleine Esel. Es waren f&#252;nf St&#252;ck. Eines war so gro&#223; wie ein Hochhaus, das andere so klein wie ein Atom; die anderen sind gestorben, das war traurig. Die Mama war so traurig, dass sie&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»In einem Traumland kam von 50 Jahren ein kleines Pferd zur Welt. Es verliebte sich in ein Stachelschwein, dann bekamen sie kleine Esel. Es waren f&#252;nf St&#252;ck. Eines war so gro&#223; wie ein Hochhaus, das andere so klein wie ein Atom; die anderen sind gestorben, das war traurig. Die Mama war so traurig, dass sie sich einbetonniert hat, der Papa ertrank in Tr&#228;nen.«<br />
Nennt es was ihr wollt, interpretiert hinein, was ihr wollt.<br />
Danke an Sunna aus meiner Klasse, es hier einem Weltpublikum pr&#228;sentieren zu d&#252;rfen. Die objektive Sch&#246;pfungsh&#246;he dieser Prosa ist es einfach wert. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Nein, ich habe keine MasterCard &#8211; und bin auch kein &#214;sterreicher!</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 17:07:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade ging ich gemeinsam mit meiner Mutter meine Bestellliste f&#252;r meinen Geburtstag ab und ganze zwei Mal werden wir vom System entt&#228;uscht: Ich will das Firefox-T-Shirt mit dem niedlichen Fuchs und &#8220;Please dont&#8217; hurt the Web &#8211; use open standards&#8221;, also kauften wir es im offiziellen Mozilla.org-Store. Nach den horrenden Importversandkosten von 9€ aus England&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade ging ich gemeinsam mit meiner Mutter meine Bestellliste f&#252;r meinen Geburtstag ab und ganze zwei Mal werden wir vom System entt&#228;uscht: Ich will <a href="http://intlstore.mozilla.org/product_info.php?products_id=78">das Firefox-T-Shirt mit dem niedlichen Fuchs</a> und &#8220;Please dont&#8217; hurt the Web &#8211; use open standards&#8221;, also kauften wir es im offiziellen Mozilla.org-Store. N<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/unbezahlbar.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-680" style="margin: 10px;" title="Unbezahlbar." src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/unbezahlbar-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>ach den horrenden Importversandkosten von 9€ aus England war der endg&#252;ltige Showstopper, dass wir auf <a href="http://worldpay.com/">Worldpay.com</a> weitergeleitet wurden, &#252;ber die wir unsere Bestellung geldtechnisch h&#228;tten abwickeln sollen. Als wir Maestro als Zahlungsart w&#228;hlten, erkl&#228;rte uns das Zahlungssystem, dass dies nur mit £ als W&#228;hrung m&#246;glich w&#228;re. Aha. MasterCard, Visa und wie sie alle hei&#223;en, hat in der Familie niemand, nur MaestroCards, &#252;ber die mir das Internet nicht so recht Aufschluss geben konnte, ob sie daf&#252;r geeignet sind, &#228;hnliches Logo, &#228;hnlicher Name, gleicher Anbieter, aber die werden sich schon etwas dabei gedacht haben, wenn dort Master, aber nicht Maestro steht. Jedenfalls k&#246;nnen wir die Bestellung &#252;ber keinen der angebotenen Wege bezahlen, ganz gro&#223;es Popcorn-Kino.<br />
&#196;ndert man die W&#228;hrung auf Pfund, kommt man tats&#228;chlich auch mit einer MaestroCard weiter, aber die wollen einen Sicherheitscode, der auf die Karte gestanzt sein soll &#8211; auf unseren hier ist keiner. Die Wikipedia dazu: »In &#214;sterreich kann man mit der Maestro-Card auch im Internet zahlen. Grundlage daf&#252;r ist die Nutzung des bereits etablierten <a title="MasterCard SecureCode" href="http://de.wikipedia.org/wiki/MasterCard_SecureCode">MasterCard-SecureCode</a>-Verfahrens f&#252;r Maestro. Da es in &#214;sterreich mit &#252;ber 6,7 Mio. Maestro-Karten weit mehr Debitkarten als Kreditkarten gibt, haben sich die &#246;sterreichischen Banken und Europay Austria entschlossen, das SecureCode-Verfahren auch f&#252;r Maestro zu adaptieren.« Also nur &#214;sterreich&#8230; Toll.</p>
<p>Damit war die Bestellung gegessen und wir konnten sie &#8220;abschreiben&#8221;, abbrechen.<br />
Das andere, das nicht tat, war die <a href="http://aggro-gruenwald.de/">Aggro-Gr&#252;nwald</a>-CD &#252;ber Finetunes. Aggro-Gr&#252;nwald, sch&#246;n, Medienhype, kennen wir alle, das wollte ich trotzdem haben. Es ist schon wirklich erstaunlich, dass die Typen es nicht geschafft haben, ihr Album in die L&#228;den da drau&#223;en zu bringen, bei der Aufmerksamkeit, die sie hatten. Meine Mutter meint, gefragt zu haben, man habe nachgesehen und nicht mal den Namen habe man gekannt. Daher m&#252;ssen wir die Musik online kaufen, die Seite von denen bietet drei Links dazu: Finetues, iTunes und Musicload. iTunes f&#228;llt wegen wahrscheinlichem DRM und h&#228;sslicher Apple-ID (und weil es nicht auf Linux l&#228;uft) gleich raus, Musicload von der Telecom passt mir schon rein prinzipiell nicht. Bleibt Finetunes, das das Album als MP3 (leider nicht Ogg oder FLAC) in 320 kb/s im Programm hat (h&#246;rt sich so weit noch sehr gut an), und per <a href="http://clickandbuy.com/DE/de/">Klick&amp;Buy</a> (Paypal-Konkurent) oder &#8220;Kreditkarte&#8221; Zahlungen zul&#228;sst. W&#228;hlt man hier &#8220;Kreditkarte&#8221;, hat man die Wahl zwischen einer Transaktion mit der MasterCard oder mit Visa-Karte. <strong>OMG</strong>!<br />
Bei Klick&amp;Buy werde ich mich f&#252;r diesen einen Kauf nicht anmelden, ich habe bisher noch nicht einen Shop gesehen, der das sonst noch unterst&#252;tzte.</p>
<p>So entgehen mir also ein fesches Firefox-Werbe-T-Shirt und diese CD von Musikern, die die Aufmerksamkeit aller gro&#223;en deutschen Zeitungen erhielten, es aber nicht fertigbrachten, in die L&#228;den zu kommen. Wie unf&#228;hig ist das?<br />
Warum bieten die bitte kein PayPal an, warum nicht?! Oder wenigstens eine Vorkasse-Bank&#252;berweisung, ihr versteht, das mit dem Zettel und dem Automaten zum Selbereintippen. Boaha, bin ich genervt.</p>
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		<title>Puma-Pulli-Beilegezettelchen</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2008/08/28/puma-pulli-beilegezettelchen/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 23:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie bescheuert ist das denn? Die Hauptsache ist wohl, dass sie irgendetwas dranh&#228;ngen k&#246;nnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie bescheuert ist das denn? <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-1.jpeg"><img class="size-thumbnail wp-image-618 alignnone" style="margin: 10px;" title="Puma-Beilegezettelchen 1 - Vorderseite" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-2.jpeg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-619" style="margin: 10px;" title="Puma-Beilegezettelchen 2 - Die Firmennachricht" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-3.jpeg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-620" style="margin: 10px;" title="Puma-Beilegezettelchen 3 - &quot;Forschung&quot;" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-4.jpeg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-621" style="margin: 10px;" title="Puma-Beilegezettelchen 4 - Geeignet f&#252;r..." src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-4-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-5.jpeg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-622" style="margin: 10px;" title="Puma-Beilegezettelchen 5 - Technische Erkl&#228;rung" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-5-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-6.jpeg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-623" style="margin: 10px;" title="Puma-Beilegezettelchen 6 - K&#246;rperlich geschnitten, daher modern" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-6-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-7.jpeg"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-624" style="margin: 10px;" title="Puma-Beilegezettelchen 7 - R&#252;ckseite - &quot;Hello there&quot;" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/puma-beilegezettelchen-7-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Die Hauptsache ist wohl, dass sie irgendetwas dranh&#228;ngen k&#246;nnen. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
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