sonstige Nachrichten

Wuala – Revolutionäre P2P-Netzwerkschwarm-Onlinefestplatte

Onlinespeicher ist gerade ein ganz heißes Ding. Durch die fallenden Datenübertragungs- und Speicherungskosten gingen in letzter Zeit einige Onlinespeicherdienste ans Netz. Die bekanntesten Vertreter werden Dropbox, das besonders unter OS X-Nutzern bekannt ist, das GMail Drive und Backupdienste wie Mozy sein. Weitere große sind Microsofts Windows Live-Dienst SkyDrive, Gigabank, sowie MyDrive und das GMX Mediacenter. Doch nun schickt sich ein neuer Mitbewerber an, die ganze Dateispeicherungstechnik im Internet zu revolutionieren: Wuala. [voilà]

Was macht Wuala besser als alle anderen? Schauen wir uns deren Technik an. Hinter jedem der oben genannten Dienste steht ein Unternehmen, das diesen Speicherplatz als Dienstleister auf seinen Servern anbietet. Man hat eine Weboberfläche oder ein Client-Programm, über das man die Dateien mehr oder weniger komfortabel und schnell zu seinem Anbieter hochladt. Der versichert bei einigen dann auch eine mehrfach redundante interne Datensicherung. Wenn man bei den meisten dieser Dienste mehr Speicherplatz nutzen möchte, als man in der kostenlosen Einstiegsversion bekommt, muss man zahlen, logisch, das ist das Geschäftsmodell der Anbieter. Meiner Meinung nach sind die nun allesamt existenzbedroht.

Was macht Wuala nun anders? Erinnern wir uns an das ewige Studienprojekt für ein P2P-Netzwerk der “dritten Generation”, Freenet. (Kontextinfos bei “Filesharing, dritte Generation”). Die erste Generation der von der Medienindustrie verhassten Netze läutete anno 1998 Napster mit der zentralistischen serverbasierten Anfrage bei Napster um Dateien und ein Weiterleiten von diesem auf die lokalen Speicherorte bei den Nutzern ein, in der zweiten Generation wurde dann alles zentralserverlos (Gnutella). Die dritte, zu der auch das Freenet gehört, geht nun so weit, dass die Daten überhaupt nicht mehr auf bestimmten nachvollziehbaren Rechnern liegen, sondern verschlüsselt und mit einem Hash irgendwo redundant verteilt im Netzwerk. Das Netzwerk, zu dessen Rechenwerk jeder Teilnehmer-PC gehört, hat eine Selbsterhaltungsfunktion und kopiert selbstständig Dateifragmente irgendwelcher Dateien auf weitere Rechner. Jeder Nutzer muss auf seiner lokalen Festplatte dem Freenet Speicherplatz zuteilen, den es dann mit fremden, verschlüsselten Daten füllt. Der Einsteller der Daten hat durch Sicherheitsschlüssel immer noch die Möglichkeit, die Dateien etwa offline zu nehmen, dann läuft das wie eine Dominobahn durch die Schwarm-PCs, die Fragmente davon gespeichert haben.

Wuala nutzt genau dieses mächtige dezentrale Grundkonzept von Freenet und erweitert es um echte Dateisystemfunktionalität. Zugegebenermaßen ist Wuala nicht ganz dezentralisiert, aber der Reihe nach.
Ich melde mich mit meinen Benutzerdaten in einer lokal laufenden Java-Applikation, die es für Linux, Mac OS X und Windows gibt, an. Ich komme in einen Dateimanager, in den ich wie ich möchte per Ziehen und Ablegen lokal gespeicherte Dateien in eine noch leere Ordnerhierachie kopieren kann. Dabei spielt die Dateigröße keine Rolle, ich habe aber erst einmal nur ein GByte frei. Will ich das erhöhen, gebe ich Wuala in den Einstellungen beliebig viel Platz auf meiner Festplatte frei, auf dem es Dateien aus dem Netzwerk ablegen darf und erhalte, proportional zu meiner Onlinezeit, im Optimalfall bei 24h täglich, das Gleiche an Speicherplatz im Netzwerk zurück. Bevor ich das kann, muss ich erst die magische, sich langsam errechnende und bestätigende 17%-Onlinezeit erreichen, wenn der Rechner täglich 10h läuft, geht das in weniger als einer Woche.

Lege ich Dateien in Wuala ab, werden sie vom Programm verschlüsselt und ich kann entscheiden, ob sie jeder im Netzwerk sehen und laden darf, nur meine Freude, nur ein bestimmter Freund, oder ob sie privat sind. Je nach dem werden die Schlüssel automatisch im Hintergrund verteilt und eingerichtet. (Mehr Informationen zur Technik gibt es im Golem-Artikel vom November 2007) Da es in Wuala das ganze “soziale” Wischiwaschi à la Freunde und “Gruppen” gibt (aber glücklicherweise keine programminterne Kommunikationsfunktion außer Kommentare auf Dateien), kann man sich wohl denken, dass es da eindeutigen Missbrauch gibt. Mein Freund David (davidak Weblog), der den Unter-18-Filter aus hat, erzählt mir von ganz bösen roten Bereichen mit auch viel illegalem Inhalt… Andere Dateien wie “normale” Filme und Musik scheinen dagegen in Wuala nicht hoch im Kurs zu liegen. Wenn ihr also ernsthaft die interessanten Dateiherunterladevorschläge im “Welt”-Portal nutzen können wollt, empfehle ich ganz klar, den Filter einzuschalten, ansonsten ist Wuala der reinste Sündentempel und für nichts anderes zu gebrauchen.

In diesem “Welt”-Portal stößt man recht häufig vor allem auf ganz interessante Videos (- normale Videos!) und das lässt sich dann fast wie ein Youtube nutzen, aber zum Teil in HD-Qualität. Videos, ein gutes Thema. Wuala bindet sich beim Laufen als Netzwerkfreigabe (auf Linux über NFS) ein, auf die man genau so aus allen Desktopapplikationen heraus Dateien kopieren und verschieben kann. Lasse ich ihn mehrere große fressen, erscheinen sie nach dem Verschlüsseln sofort im Dateisystem und werden vom Wuala-Hintergrundprozess häppchenweise hochgeladen (und meine Freunde werden sogar darauf aufmerksam gemacht!). Das funktioniert so nicht nur mit meinen eigenen Dateien, sondern auch mit denen von Freunden und der “Welt”: Im Mountpoint meines Wuala-Zugangs sehe ich meinen Account nebst denen meiner Freunde als Ordner, öffne ich über den Wuala-Client einen Ordner oder eine Datei eines fremden Benutzers, wird dieser kurzzeitig im Mountpoint neben meinen Freunden angezeigt.
So ähnlich kann man sich dann auch vorstellen, wie es läuft, wenn ich ein Video über den Wuala-Client von irgendwoher starte: Nach kurzem Puffern (auf je mehr Rechnern die Datei liegt, desto schneller wird sie zu mir dezentral übertragen) läuft es an und ich kann darin, als läge es lokal, im Ablauf springen. Sehr, sehr geil. Wenn ich sehe, dass der Benutzer im gleichen Ordner noch andere Dateien hat, die mir gefallen, dann lade ich sie herunter (dabei werden sie entschlüsselt auf eine normale Festplattenpartition gelegt und ich kann alles damit tun), oder gleich den ganzen Ordner! Es ist eine neue, es grämt mich es zu sagen, soziale Art des Filesharing!

Jede in Wuala gespeicherte Datei und jeder Ordner bekommt eine eindeutige URL, etwa hier der Link auf mein Nutzerkonto: http://wua.la/frumble
An der Stelle wird es jetzt echt übelst geil, denn heute, am 14. August, startet Wuala die Public Beta – bisher lief alles unter einer Closed Alpha und man brauchte eine Einladung und in diesem Zuge geht auch die neue “Weboberfläche” an den Start. Das heißt, dass nun jeder, egal ob er Wuala installiert hat oder nicht und ob er einen Account hat oder nicht, aus dem Web Wuala-Links anklicken kann und die Dateien und Ordner sichten und laden! Ermöglicht wird das durch einen Java “Web-Start”, endlich bekommt eine Java-Installation wieder einen Sinn. ;) Das Teil wird das Web rocken, denn jetzt kann jeder beliebig große Dateien anderen verfügbar machen! Das wird Blogs, Chats, E-Mail, ja, vielleicht sogar die bestehenden Videoportale erobern!

Dabei möchte Wuala natürlich einerseits möglichst kein Warez-Club werden und keine Probleme mit der Industrie bekommen, aber auf der anderen Seite natürlich die Nutzer halten. Es gibt eine Möglichkeit, “problematischen Inhalt” zu melden. Wer das bei allem, was er sieht, tut, den würde ich fast schon als Spaßverderber einordnen, es machen wohl auch nicht so viele und selbst die Entwickler kommentieren Dateien, bei denen klar sein sollte, dass sie ohne Recht auf Wuala liegen. Ich weiß nicht, wie die schweizerische Gesetzeslage da aussieht, ob die erst etwas löschen müssen, wenn sie darauf hingewiesen werden, oder präemptiv wie in Deutschland für alle Urheberrechtsverstoße haften.

Wuala ist noch nicht so stabil, wie man es sich erhofft. Die Linux-Version hält mittlerweile schon viel aus, blubbert aber öfter noch bei zu viel Transfer gleichzeitig ab. Das wird schon, mehr Kummer macht mir, dass es noch keine 64-Bit-Version gibt, so, dass ich es mit viel Gefrickel über Java32 laufen lassen muss. Die Mac-Version scheint noch buggyer zu sein und die Windows-Version nach meinen Informationen die beste. Um den Entwicklern zu helfen, kann man sehr einfach einen Bugreport auf getsatisfaction stellen. Ich und Freunde haben schon mehrere gemacht und fast ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen, in mehreren Fällen waren die Probleme im nächsten Update schon behoben.
Analog zu den klassischen Onlinefestplatten lässt sich auch bei Wuala noch Extraspeicher kaufen. Das geht los bei 10 GByte für 25€ und endet bei einem TByte für 1000€ im Jahr. Ich nehme an, dann schalten sie selber entsprechend große Festplatten zum Schwarm dazu. Eine weitere Einnahmequelle der Entwickler sind die “Werbeposter” von Amazon, die bei “Welt”-Suchen rechts in einem niedlichen Randstreifen angezeigt werden.

Ich prognostiziere, dass irgendwann ein reiferes Freenet Wuala ablösen wird, denn Wuala ist proprietär und proprietäre Dinge mögen sich zwar lange halten können, aber werden, das zeigt uns die Geschichte, auf früh oder spät durch die Marktwirtschaft, Nutzerwünsche und der dynamischeren, offenen Entwicklung von anderem, von offenen Technologien verdrängt. Was das verhindern könnte, wäre dass der Quellcode veröffentlicht wird – auch der serverseitige. Überlegungen gibt es schon dazu, aber auch ich stimme dem Vorentscheid zu, dass es noch zu früh dafür ist, die Software sollte erst noch weiter reifen.

In den letzten Wochen war Wuala täglich immer ein begeisterndes Gesprächsthema unter meinen Freunden. Die Updates, das was da gerade passiert und seine neuen Möglichkeiten sind enorm faszinierend. Ich möchte den schweizer Entwicklern aufrichtig meine Hochachtung für diesen Geniestreich darbringen und euch zu eurer Arbeit gratulieren! Ihr werdet wahrscheinlich sehr viel Geld damit machen und das Web um ein bisher rein fantistisches Element bereichern! Doch bitte bleibt standhaft und lasst euch nicht von Google, Yahoo! oder Microsoft schlucken, wenn ihr das clever haltet, könnt ihr aus eigenem Antrieb noch gigantisch groß werden.

Wenn Du dich jetzt bei Wuala anmelden willst, dann schreibe doch einen Kommentar, damit ich dir eine Einladung – die Du seit der Beta eigentlich nicht mehr brauchst – schicken kann. Dann bekomme ich ein GByte von denen geschenkt. Wenn Du magst… ;)

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Opera 9.5 noch vor Firefox 3 erschienen

Heute wird Firefox 3.0 Final veröffentlicht und um dem Hype etwas entgegenzusteuern, will ich genau an diesem Tag einen längst fälligen Beitrag zu Opera 9.5 schreiben.
Wie ich schon im September zur Alpha schrieb, bekam Opera 9.5 eine neue, noch schnellere (angeblich unfassbare x2 gegenüber der 9.2er) JavaScript-Engine geschenkt, bessere CSS3-Unterstützung, Opera Link, wie Firefox 3 eine Suchfunktion über den Verlauf (die aber nicht nur die Seitentitel sondern auch den gesamten Textinhalt indexiert!) und noch vor dem Ende 2008 erscheinenden Firefox 3.1 eine aktivierbare Vorschau der Tabs bei Strg + TAB in der Fenstermitte, und ist natürlich wieder um einiges schneller geworden. Sogar so schnell, dass es mich irritiert, da, wo ich mit Firefox eine Ruhesekunde einlegen muss, ist Opera schon quasi mit dem Klick fertig und ich brauch dann mitunter eine Weile um zu bemerken, dass er schon eine neue Seite geladen hat. Zusätzlich gibt’s auch mal wieder einen neues Standard-Oberflächenthema, das Anleihen aus Aero Glass nimmt, aber sich auch ganz chic auf einem Gnome-Desktop macht. Ebenfalls chic sind die Werbegrafiken zu Opera 9.5, die es auch als Hintergrundbild gibt. Macht regen Gebrauch davon und stellt dem Einheits-Firefox-Nutzer etwas entgegen, denn irgendwie muss man sich ja als Geek auch beim Browser noch von der Masse abheben (und das werde ich ganz sicher nicht mit Safari versuchen). ;)
Opera 9.5 - beautifully engineered
Opera 9.5 ist wie gehabt kostenlos, seit der 8er werbefrei und seit der 9.5er gibt es endlich auch 64-Bit-Versionen für Linux und FreeBSD (aber noch nicht für Windows und Mac OS X :P ). Wer etwas wie AdBlock Plus darin vermisst, dem sei die Filterliste von “Fanboy” empfohlen, die man nur in das Profilverzeichnis kopieren muss, um fortan kaum noch Webseitenwerbung zu sehen.
Opera 9.5 ist ein großer Wurf und ich nutze ihn recht parallel zu den Vorversionen von Firefox 3 schon ein paar Monate. Beide Browser haben ihre großen Vorteile und Kritikpunkte, der größte Makel an Opera ist für mich weiterhin, dass er keine Erweiterungen einbinden kann. Opera kann von Haus aus eine Menge, für das ich mir in Firefox erst Erweiterungen installieren muss, aber eben nicht all das, für das es für meinen Geschmack Erweiterungen gibt, darum bleibt er Zweitbrowser, aber ein sehr präferierter.
Noch ein paar Infos zu Firefox 3: Macht auf keinen Fall am Download Day mit, der Chip Linux-Blog hat das ganz schön argumentiert. Ich traue Mozilla.com nicht mehr. Die machen Geld wie Mücken und werden immer raffgieriger.
Wie ich erfahren konnte, fährt die Allgemeinheit ziemlich auf Operas Bedienkonzept und seine Features ab, gerade für Leute, die sich nie eine Firefox-Erweiterung installieren würden ist der Browser optimal, und überraschenderweise blicken diese Leute seinen Aufbau und seine Bedienung sehr schnell und lernen sie lieben. Wenn ich im Bekanntenkreis Rechner einrichte, empfehle ich darum mittlerweile immer Opera und bekam bisher ausschließlich Enthusiasmus entgegen (bitte, kommt mir nicht mit dem Sicherheitsmalheur, [zumindest auf Windows] ressourcenverschlingenden und peinlich schlicht ausgestatteten Safari daher). Also rührt kräftig die Werbetrommel für den alternativsten der großen Browser, auch, wenn er nicht ganz in euren ausgereiften Workflow passen sollte, was die Entwickler da leisten ist großartig und Opera ist der Browser, der immer wieder neue Webstandards am schnellsten implementiert und die anderen Browser gezwungenermaßen nachziehen lässt und außerdem der radikalste und innovativste.

Nachtrag: Ganz überraschend gibt’s heute auch die Final von wine 1.0, Gratulation für tapfere 15 Jahre Windows-API-Nachbau! Und das tollste: Der Spaß geht weiter, denn es gilt immer noch weitere Fehler im Original zu finden und dann besser auf Linux nachzubauen. Aber durch die viele Knete, die Mircosoft als Sanktion an die EU blechen musste (juche, Deutschland zahlt nicht alleine in die Kasse ein!) und den durchgebrachten Auflagen, wird es wahrscheinlich für die wine-Entwickler in Zukunft sehr viel leichter, entscheidende Bugs in Windows zu finden und für Linux in ihrer Laufzeitumgebung besser zu umfrickeln.

Sun verbrennt Geld bei Codec-Entwicklung

Die neuen HTML 5-Spezifikationen schlagen vor, dass es einen einheitlichen Video (und Audio?)-Standard geben sollte, den alle Browser ohne Zusatzprogramme unterstützen sollten. Da fallen einem einige Formate ein, die dafür in Frage kämen: WMV, DivX, XviD, H.264. Das Problem bei diesen Codecs ist, dass sie alle lizenziert werden müssen, wegen zu offensichtlicher MPEG 4-Implementation stellen die freien XviD-Entwickler sogar nur den Quellcode ohne Binärdateien auf ihre Seite (ein ähnliches Problem haben die Entwickler des freien mp3-Encoders LAME).

Nun sollte also ein alternativer lizenz- und softwarepatentfreier Codec gefunden werden, den die Browser-Hersteller implementieren können. Der erste, an den man da denkt, ist ganz klar Theora (seit kurzem vielleicht auch noch Dirac/Schrödinger, aber den konnte ich noch nicht testen), zusammen mit Vorbis als Audio-Codec und am Besten Ogg, OGM oder Matroska als Containerformat. Theora entstand aus dem einst proprietären Codec VP3 von On2, und wird von freien Entwicklern der Xiph-Fundation entwickelt, der von On2 dazu unwiderrufliche Lizenzen zur Nutzung der entsprechenden (On2-eigenen) Patente eingeräumt wurden. Der Codec ist also lizenz- und “patentfrei”, erst mal. Das ganz große Problem ist, dass massig Trivialsoftwarepatente in den USA eingereicht wurden und man heute keinen neuen Codec mehr entwickeln kann, ohne gegen einen Haufen davon zu verstoßen. Ein Glück, dass wir das auf absehbare Zeit nicht in der EU haben werden. Theora muss dutzende Softwarepatente umschiffen, kann unter anderem deshalb auch B-Frames, eine Technik, auf die jeder Microsoft-Entwickler innerhalb einer Arbeitsstunde kommen würde, nicht implementieren. Trotzdem macht der Codec eine sehr gute Figur, Tests von mir mit einer schon veralteten Version (Alpha 7) erreichten bis auf Artefakte im Schwarzbereich, die aber bei der aktuellen Beta 2 deutlich zurückgegangen sind, praktisch H.264-Niveau, auch wenn es die Welt nicht wahrhaben will.

Nokia meldete sich Ende 2007 von einer Reihe anderer “finanzstarker Großunternehmen” (ich sehe da vor allem Apple und Microsoft als die heimlichen Mitstreiter, die im Internet jeweils ihre eigenen Formate durchsetzen möchten) vorgestoßen als erstes: Man sei bei Ogg Theora nicht vor “U-Boot-Patenten” geschützt, jenen Trivialpatenten, deren Eigentümer sich erst melden, wenn sie mit der Verklagung von den pösen Nicht-Lizenzierern was für sich herausholen können. Das ist richtig, aber der Chef der Xiph-Fundation entgegnet, dass es auch bei H.264 das Problem gäbe und die MPEG LA, die Lizenzen vergibt, sogar schon eindringlich warnt, dass es “möglicherweise” Patente gäbe, die nicht ihnen gehörten, die aber auch auf H.264 angewendet werden könnten. Er führt fort, dass etwa Samsung und Microsoft auf Ogg Theora setzen (Microsoft, so unglaublich es klingt, in Xbox 360 und Windows-Spielen) und damit die Rechtssicherheit schon von so großen Unternehmen bestätigt wurde. Ach, und die Union hinter Nokia wünscht sich auch einen Codec mit DRM-Möglichkeit. Jetzt wurde Ogg Theora aus dem HTML 5-Entwurf gestrichen. Subber.

Hier kommt Sun ins Spiel, die Firma, die sich nicht richtig entscheidet, ob sie nun Open Source will, oder nicht, und wenn doch, wie weit sie gehen möchte. Sie haben eine Arbeitsgruppe zusammengestellt, die einen Codec mit (Code-?)Namen “OMS” auf Basis des 1990 vorgelegten H.261 mit Vorbis für Audiospuren und vermutlich dem hauseigenen, irgendwie freien, DRM-System DReaM zurechtfrickeln soll. Sie begründen ihre Wahl auf H.261 damit, dass sein 17-jähriger Patentlaufzeitraum abgelaufen sei und es somit patentfrei sei, man wolle es aber noch ein bisschen “aufmotzen”, bei dieser Arbeit aber unter strenger Kontrolle darauf achten, dass keine neuen Patente verletzt würden, was, wie ich schon ausführte, unmöglich geworden ist, denn man kann auch nicht mal schnell alle Video-Codec-Patente greppen, diese Trivialpatente lesen sich mitunter wie “Übertragung digitaler Video-Streams über TCP/IP”. Und H.261 war die Vorlage des 1991 vorgestellten MPEG-1; erinnern wir uns, das wurde auf Video-CDs eingesetzt. Und davon die VORLAGE.

Bei so viel Dummheit musste ich laut und gequält aufschreien. Was will Sun damit erreichen? Einen historischen Schrott-Codec als Grundlage für einen Standard in Browsern für Online-Videos einreichen?! Mit einer Entwicklungszeit von nur wenigen Monaten, damit er es noch in HTML 5 schafft?! Hä?! Sogar Adobe setzt jetzt bei Flash 9 auf H.264, um die allgemeine Qualität seiner weit verbreiteten Flash-Videos zu erhöhen. Das W3C hat mit dem Nachgeben gegen die Nokia-Union die einzigartige Chance verspielt, Adobe in seinem Marktmonopol bein Online-Videos zurückzuweisen. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung auf ein innovatives und starkes Microsoft Silverlight 2 – hinter dem ich absolut stehe, weil es Microsoft ausreichend offen gestaltet und Novell bei einer Linux-Version unterstützt; und wir brauchen auch einen Konkurrenten zu Animierter-Webseiten-Technologie (wie sie Flash bisher als einzige bietet), – die würde uns Ogg Theora nicht bieten.
Ich mutmaße, Sun möchte sich mit seinem seltsam anmutenden Engagement mit OMS nur wieder einmal in der Web-Entwicklung als immer noch großer Player darstellen, nachdem der “Hype” um Java versiegt ist. Was da rauskommen wird, wird absoluter Technikmüll sein, und höchstens aus Mitleid und Mitspiel-Willen vom W3C für HTML 5-Browser vorgeschrieben werden. Wobei sie das eigentlich nicht nötig haben, ihnen gehört seit Februar 2008 MySQL, aber das scheint noch nicht in alle Abteilungen durchgedrungen zu sein.
Übrigens: Opera zeigte schon 2007 auf einer internen Technikdemo einen eigenen in seinen Browser eingebetteten Ogg Theora-Player und überlegte, wann sie ihn in die offizielle Version mitaufnehmen sollen.

Nachtrag vom 07. August 2008: Firefox 3.1 bekommt vorläufig auch ohne die entsprechende HTML 5-Spezifikation den Video-Tag und native Ogg Theora-Unterstützung, Opera wird auch noch dieses Jahr eine Gold-Version mit Video-Tag und Ogg Theora herausgeben. Bleiben Microsoft mit dem IE8 (die sagen, sie werden keine Tags einer noch unfertigen Spezifikation implementieren – dabei muss man wissen, dass sie erst endgültig in die Spec aufgenommen werden, wenn es ein paar Implementierungen gibt) und Apple mit Safari, das sein eigenes Süppchen kocht, à la: “Bääääh, wir haben aber QuickTime und H.264, wir werden kein freies Format unterstützen!” Google Chrome bekommt Theora sehr wahrscheinlich auch schon bald, aber den Browser seh ich nicht so sehr als ein Benutzerprodukt, wie als Technikdemo des Machbaren – gerade deswegen gehe ich davon aus, dass Theora bald Einzug halten wird.

Sammelnachrichten vom Januar bis Februar 08

Da sind sie wieder, meine über zwei Monate gesammelten Computernachrichten, wieder “lieber” auf einen Schlag veröffentlicht, weil ich zu faul bin, zu jeder ein einzelnes Statement zu schreiben. Aber die Links müssen aus meinen Lesezeichen raus… Viel Spaß:
Apple

Haiku

Linux

Microsoft

Sonstiges

Jetzt fühl ich mich wieder ein Stück freier.^^
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Sammelnachrichten der letzten Wochen

Heute ist ein großer Tag für mich und den Rest der Menschheit, denn heute bekomme ich es endlich hin, meine angehäuften Nachrichtenlinks der letzten Wochen zusammenzufassen. Eigentlich möchte ich ja zu jeder einzelnen einen Artikel schreiben, aber wenn ich mal ein paar Tage nicht dazu komme, werden das in meiner Warteschlange so viele, dass ich bald überhaupt keine Lust mehr habe, irgendwo überhaupt damit anzufangen, sie abzuarbeiten. Die einzige, hier schon bewährte Lösung ist, das in einem Sammelartikel alles los zu werden.

Apple

Haiku

  • Gobe Productive läuft auf Haiku!
  • Apples/KDEs Webseiten-Renderer WebKit compiliert nach der mühsamen Arbeit eines bei Googles Summer of Code-Mitmachenden nun auch auf Haiku und nach weiterem Stress von ihm, gibt es jetzt auch einen ersten grafischen Webbrowser für Haiku, der darauf basiert (Opera 3.62 in seiner uralten BeOS-Version läuft auch schon).
  • Der Entwickler von OOffice, eines nativen OpenOffice-Ports für Haiku, meldet, dass er nun alle bisher unter Haiku noch fehlenden Oberflächen-Widgets nachentwickelt hat, um mit der Entwicklung des Programms beginnen zu können.
  • Das neue Programm BeDock bietet BeOS, ZETA und wahrscheinlich Haiku-Nutzern ein Leopard-ähnliches Dock. Hier gibt es Bildschirmfotos.
  • Von Leszeks PDF-Betriebssystemmagazin Techview ist Ausgabe 4 erschienen (auf der Seite ganz nach unten fahren). Mit dabei sind ein Artikel über Vistas Neuerungen und das Ende von ZETA.
  • Von Leszeks Techview-Videocast ist Folge 2 heraus.

Linux *schluchz* (jetzt rächt sich meine Faulheit…)

Microsoft

Sonstiges

Puh, ich hoffe, ihr könnt damit etwas anfangen. Ich fühle mich jetzt jedenfalls erst mal “erleichtert”. ;)

StudiVZ will auch weiterhin offiziell keine Nutzerprofile verkaufen

Eine Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Gemeinschaftsseite studiVZ hat unter Datenschützern für Furore gesorgt. Mit dem 16 Seiten langen Dokument spekulieren Datenschützer, dass die Änderung studiVZ 2008 erlauben wird, ganz offiziell Nutzerdaten und Personenprofile an Werbekunden zu verkaufen, so, wie es auch schon sein Vorbild Facebook in den USA macht (und es gibt übrigens Belege dafür, dass studiVZ ein geleaktes Facebook ist). Dem widersprechen zwar die Gründer und erklären, dass die Änderung studiVZ nur erlauben werde, nutzerspezifische Werbung auf den eigenen Seiten einzublenden (Werbebanner, E-Mail-Werbung direkt von studiVZ etc.), doch ist es so weit hergeholt, dass das studiVZ nicht schon lange im Hintergrund abwickelt? Immerhin verdient Facebook einen großen Anteil (genaue Zahlen sind mir nicht bekannt) nur am Verkauf der Nutzerdaten, das sind z.B. E-Mail-Adresse, Telefon- und Handynummer, Alter, Hobbys, Interessen, Geschlecht usw., halt allem, was man in seinem Profil hinterlegt hat.

Sicherlich, der Dienst möchte und muss Geld verdienen, der eingeschlagene Weg ist die denkbare Konsequenz aus seinem Geschäftsmodell und momentan, wenn der Datenschutz so strikt eingehalten wie versprochen wird, auch noch tragbar, doch so etwas würde ich nie nutzen (abgesehen von GMail, naja…). Wichtig zu erwähnen ist auch, dass schuelerVZ zu studiVZ gehört, man sich also denken kann, dass die Änderung auch dort bald eingeführt wird und damit werden dann nicht nur Erwachsene, sondern auch gleich eine große Anzahl unbedarfter Kinder und Jugendlicher mit der Änderung belangt, welche die auf der Seite auftauchende Meldung zur Absegnung der AGB-Änderung für sich, ohne sie gelesen zu haben, einfach mal bestätigen werden. Timon vom Z!-Pod schlägt vor, als Option einzuführen, dass man für seine Privatsphäre zahlt, ganz akzeptabel (wird aber auch keiner von denen machen, die eh keine Ahnung von den Risiken ihres Dienstes haben, somit zwar als Option sehr gut, aber das ganze bleibt “ungerecht”). Weiter schlägt er vor, in der Schule Aufklärungsunterricht zur Privatsphäre und Vertragsabschluss einzuführen, fände ich sehr gut. Ebenfalls hörenswert zum Thema ist eine schon ältere Z!-Pod-Episode, in der der Start von schuelerVZ diskutiert wird (in der Folge bei 12:50 min), erster Kommentar von Matthias nach der Überschrift: “Um Gottes Willen!” Da schließe ich mich ihm an.

Schlimm und bedenklich ist auch, dass meine Aufklärungsarbeit in der Schule auf keine Resonanz bei meinen Mitschülern stößt und nicht ernst genommen wird. Das kann ich mir einfach nicht erklären…

Genauere Informationen zu dem Geschehen gibt es bei der PC-WELT, einer zweiten Nachricht der PC-WELT, bei Welt.de und Spiegel Online.

Kostenlose Lizenzschlüssel für DivX Pro 6.8

DivX verschenkt auf unbestimmte Zeit und in einer unbestimmten Anzahl Lizenzen für die “Pro”-Version seines Codec-Paketes, mit der man zusätzlich zu der kostenlos erhältlichen nicht nur DivX-Filme ansehen kann, sondern auch encodieren. Die Software kostet normal 20€. Um an den Lizenzschlüssel für die Windows-Version zu kommen, geht man auf diese Seite und lädt den Installer runter. Im Setup gibt man einfach seine E-Mail-Adresse ein und bekommt den Lizenzschlüssel zugeschickt. Für die OS X-Version des Paketes klickt man auf obiger Seite auf den Link “Mac”, gibt dort seine E-Mail-Adresse ein und erhält ebenfalls gleich den Lizenzschlüssel per E-Mail.
Ich weiß nicht, ob der Windows- und OS X-Schlüssel verschieden sind, wenn nicht, kann man ja einfach mal die Mac-Version auf der Seite anfordern und erhält den Schlüssel für irgendwann mal zugeschickt, vielleicht lässt sich der Encoder ja mal brauchen. ;)

Wer diesen Blog schon länger liest, weiß vielleicht, dass ich ein Fan von Ogg Theora bin, einem freien und noch in der Entwicklung befindlichen Video-Codec, der schon wirklich gute Qualität und Leistung liefert. Danach kommt für mich unangefochten H.264 in Frage, wenn ich etwas encodiere. Auch, dass es immer noch keinen stabilen DivX-Encoder für Linux gibt, nervt.

Computernachrichten der letzten Wochen

Euch wird sicher aufgefallen sein, dass ich seit Schulbeginn am 10. September wieder viel weniger als sonst geschrieben habe. Das lag daran, dass ich mehr Stress hatte, unausgeschlafener war und mich erst wieder an die Schule und daran, dass zwei gute Freunde aus meiner Klasse nun auf einer anderen Schule sind, gewöhnen musste.
Trotzdem habe ich natürlich meine Newsletter und RSS- und Atom-Feeds fleißig gelesen und mir in einem wunderschönen Lesezeichenordner “für Artikel” schön in Kategorien die wichtigsten Nachrichten hinterlegt… Ich bringe sie Euch nun in absoluter Kurzform, weil ich bei dieser Menge nicht mehr im Stande bin, sie Euch anders abzuarbeiten:

Haiku

Firewire-Treiber entwickelt und Samba 3.10 auf Haiku portiert

Entwicklung der Haiku- und BeOS-Treiber für Nvidia GeForce-Grafikkarten geht weiter

QNX Neutrino-Kernel jetzt frei
Das hat in so fern mit Haiku zu tun, dass einige Entwickler mit dem NewOS-Kernel von Haiku (einem Klon des original BeOS-Kernel von einem ehemaligen Be-Entwickler) nicht zufrieden waren und vorschlugen, QNX Software Systems zu bitten, ihnen eine freie Version des QNX-Kernels zu schenken, damit sie unabhänig des eigentlichen Haiku-Projekts (quasi als Branch) diesen zum Haiku-Kernel machen und die Systemsoftware anpassen. Die Freigabe des Quellcodes kam jetzt offensichtlich nicht wegen den paar Haiku-Leuten zu Stande, aber jetzt stehen ihnen alle Möglichkeiten offen.

Die lange Geschichte des Haiku-Logos

TuneTracker – die teuerste BeOS-Software aller Zeiten
TuneTracker ist eine Studiolösung für Radios und läuft nur auf BeOS. Es gibt die Software in einer Basic- und einer Command Center-Version zu 200, respektive 700$ zu kaufen. Wer keinen BeOS-kompatiblen Rechner hat, kann sich auch gleich das 1300-2850$-teure Bundle mit BeOS-Workstation mitkaufen. Damit scheint die Firma auch gleich der letzte BeOS-Hardwarehersteller zu sein. Besonders in den USA scheinen sehr viele Radio-Stationen die Software zu nutzen, wie man über eine Google Earth-Datei die es auf der Homepage zum Download gibt, sehen kann.

Microsoft

Windows-Klon ReactOS 0.3.3 erschienen
Wie Golem berichtet, bietet die neue Version verbesserte Windows-Treiber-Kompatibilität, bessere Unterstützung für Windows Server 2003-Programme, bessere Stabilität und ein Programm, mit dem sich automatisch Programme, die garantiert auf ReactOS laufen, herunterladen und installieren lassen.
ReactOS ist ein echter Windows-Klon und hat auch einen windows-ähnlichen Kernel. Die Oberfläche sieht nach Windows 2000 aus. Die ReactOS-Entwickler arbeiten eng mit den Wine-Entwicklern, also den Leuten der Windows-Emulationsschicht für Linux zusammen und biten so akzeptable Programmunterstützung. Aber Achtung: ReactOS bleibt nach wie vor im Alpha-Stadium!

Linux

Golem-Artikel zu KDE 4 Beta 2 mit netten Bildschirmfotos

AMDs offene Chipspezifikationen werden wirklich “offen” und nicht unter NDA sein

Erste freie und ersten neu geschriebene proprietäre AMD-Treiber draußen

Nettes Interview mit Mark Shuttleworth gefunden (Video)

Nickles Linux-Report
Der vor wenigen Monaten noch linuxfeindliche Michael Nickles, bekannt durch seine PC-Reports mit deftiger Ausdrucksweise, hat die Seiten gewechselt. In seinem Linux-Report stellt er klar, dass er selbst noch ein Anfänger ist, aber hilft dem Leser trotzdem über viele harte Hürden, richtet 3D-Desktops ein und erklärt einige Treiberinstallationen. “Die Zeit ist reif”, sagt er selber und das finde ich großartig: Einer der größten Windows-Verfechterautoren im deutschen Raum sieht die Zeit für Linux gekommen. Auch der Standard lobt das Buch.

Trottel bei Cnet will, dass Linux das Geek-OS bleibt

Trottel beim Wall Street Journal rät Anwendern von Linux ab
Hintergrund: Der Type ist ein Freund von Steve Jobs und will natürlich kein drittes Betriebssystem zwischen Mac OS X und Windows.

Sonstiges

Standard für virtuelle Maschinen vorgestellt
Es soll einmal möglich sein, eine virtuelle Maschine in VMware, Xen und Microsoft VirtualPC gleich gut starten und konfigurieren zu können; – hoffentlich macht da Innotek mit seinem VirtualBox auch noch mit.

Einen “XO”-Laptop für jeden Volksschüler in Österreich
Österreich möchte den “100$-Laptop” an seinen Volksschulen ausprobieren – das MUSS schief gehen (zumal man schon herausgefunden hat, dass die afrikanischen Kinder ihre XO-Laptops gerne zur Porno-Suche verwenden).

European Telecom Standards Institute (ETSI) schlägt SUCHFUNKTION über Netztidentitätem vor
Unglaublich, unbedingt lesen!

The Pirate Bay wird von Medienkonzernen gehackt

The Pirate Bay, eine der Top Torrent-Seiten, gibt bekannt, dass diverse Medienkonzerne gezielte DoS-Angriffe auf seine Tracker laufen lassen. Ironischerweise hat das quasi im Rest der Welt illegale Unternehmen (es liegt in Schweden) die Angriffe der schwedischen Polizei gemeldet. Zu den Firmen gehören Twentieth Century Fox, Emi Music, Universal Music Group, Universal Pictures, Paramount Home Entertainment, Atari Nordic, Activision Nordic Filial Till Activision, Ubisoft, Sony Bmg Music Entertainment und Sony Pictures Home Entertainment. Sehr überraschend ist, dass die meisten der Hack-Stellen, von denen aus gehackt wird, ebenfalls in Schweden liegen, was gerichtliche Auseinandersetzungen für TPB besonders einfach machen wird.

Vermutlich haben sich die oben genannten Firmen zu einer Union zusammengeschlossen, mit dem Zeil, TPB im wahrsten Sinne des Wortes auszuschalten. Außer puren DoS-Attacken versuchte diese Union auch, durch Hacks und Spam Zugriff auf das System zu bekommen (wie auch immer die das mit Spam erreichen wollen). Weiters werden für die Aktionen größtenteils professionelle Hacker bezahlt, wie TPB raus gefunden haben will.

Das ist eine unglaubliche Sache, bestätigt aber wieder alles, was man über diese Konzerne dachte.

Raumschiff Wolpertinger Staffel 6-Teaser veröffentlicht

Zwar keine Computernachricht, aber erfreulich: Im November startet die siebte Staffel von Raumschiff Wolpertinger, der Star Trek-Parodie von Dingolstadt Comedy und heute gab es einen ersten Teaser.

Ich bin übrigens kein Bayer sondern Schwabe, aber Dingolstadt Comedy finde ich schon abartig komisch. =)