Kategorie-Archiv: Linuxnachrichten

KDE 4 kommt erst im Dezember!

Konqui, das Maskottchen von KDEWie Golem.de berichtet, wird Version vier des “Kool” Desktop Environment KDE, nicht wie zuvor geplant im Oktober (zu Kubuntu 7.10) erscheinen, sondern wird jetzt auf Dezember (2007, *höhö*) verschoben. Grund der Verschiebung ist, dass sich die Entwickler mehr Zeit zur Feherbereinigung der Schreibtisch-Umgebung wünschen. Die zusätzliche Zeit von zwei Monaten wird also nicht genutzt werden, um neue Funktionen hinzuzufügen, sondern, um die Funktionalität zu sichern. Besonders Solid, Plasma und Phonon sollen noch recht buggy sein. Der Veröffentlichungsplan von KDE wurde auch schon aktualisiert. Durch die Verschiebung werden die meisten großen Linuxdistributionen erst in ihrer übernächsten Version KDE 4 mitliefern. Bei Kubuntu wird das z.B. Version 8.04 im April 2008 sein.

Gnome wird 10 Jahre alt

Heute, am 15. August 2007 wird das Gnome-Projekt genau 10 Jahre alt. Am 15. August 1997 schrieb Miguel De Icaza in einer Mailingliste:”Wir wollen ein komplettes Set von benutzerfreundlichen Applikationen und Desktoptools entwickeln, ähnlich wie CDE und KDE, aber vollständig basierend auf freier Software.” (Das ist meine ganz *stolze* Übersetzung des englischen Originals ;) )
Es gibt sogar eine leckere Geburtstagstorte!

In den 10 Jahren schaffte es Gnome von dem zu dem. Gratulation und viele gute Wünsche für die kommenden Versionen!
Wer seine Euphorie noch verstärken möchte, kann diesen Blogeintrag von Jemandem lesen, der vor einem halben Jahr Gnomes Entwicklungskonzept noch mit bösen Worten strafte.
Die Vorlage für diesen Artikel war ein Eintrag auf OSnews. ;)

Desktopumgebung étoilé 0.2 veröffentlicht

Die Desktopumgebung étoilé ist in Version 0.2 erschienen. Étoilé ist eine Zusammenstellung von GNUstep-Software in Form eines Linuxdesktops. GNUstep ist eine Nachbildung von OPENSTEP/NeXTStep für Linux mit ein paar Erweiterungen in Richtung Cocoa. OPENSTEP und NeXTStep sind wiederum die technischen Vorgänger des modernen Mac OS (X). Apple kaufte NeXT auf, weil sein eigenes Betriebssystem technisch überholt war und baute OPENSTEP grafisch so weit um, bis es wie Mac OS 9 aussah (daraus wurde Rhapsody, was aber nie verkauft wurde) und gab der OPENSTEP-Oberfläche mit Aqua ein neues Aussehen.

Was ich jetzt sehr faszinierend finde, ist, dass étoilé nun auffällig arg Mac OS X (mit Aqua) ähnelt. Entweder ist es nur kopfloses Kopieren der Entwickler oder aber, ja, vielleicht gibt es für die *Step-Oberflächen eine vorbestimmte Evolution…
Wie philosophisch. ;) Aber schaut euch mal die Bilder von étoilé an, ich finde das Phänomen sehr interessant.

Übrigens kann man étoilé noch nicht ohne Weiteres benutzen, das soll also eine Warnung für die sein, die es jetzt gleich live bestaunen möchten. Lasst es lieber sein, wenn ihr nicht viel Zeit übrig habt. ;)

CUPS für BeOS und ein paar Linuxnachrichten

Heute möchte ich mal wieder ein paar alte Nachrichten aufarbeiten:

Das Erfreulichste zu erst: “Vasper” hat CUPS auf BeOS R5 portiert!
CUPS wurde schon einmal von YellowTAB auf ZETA portiert, doch gab es davon keine offenen Quellen. Wenn CUPS dann auch auch BeOS richtig arbeitet, kann man es in Haiku integrieren. Noch ist der Port noch nicht vollständig.

Dell will bessere ATi-/AMD-Treiber

Dell hat an AMD appelliert, sie sollen ihre Linuxtreiber verbessern, man würde gerne auch Linuxsysteme mit AMD-Grafikkarten verkaufen, der aktuelle Stand der AMD-Treiber ließe dies aber nicht zu. Trotzdem sei aber auch der Nvidia-Treiber eine Herausforderung bei der Erstellung einer Plattform.
Ich meine, dass unter ATi die Linuxtreiberentwicklung fast bis zum Ende nur stiefmütterlich behandelt wurde, AMD strengt sich wirklich an, bessere Linux-Treiber herauszubringen, aber sie müssen erst einmal die Versäumnisse von ATi aufholen, bis sie konkurrenzfähig zum Nvidia-Linuxtreiber werden.

Linux-Treiber laufen im Userspace

Lest am besten den Golem-Artikel, der erklärt es kurz und prägnant.
Mit dieser Methode bekommt Linux ein weites Stück Mikrokernel: Benutzer können Treiber installieren und anpassen. Ich finde das einen großen Schritt dahin, dass auch der Standardbenutzer ohne Extrawissen Treiber installieren kann. Vermutlich wird es ein paar Standard-Interrupt-Schleusen geben, die die meisten Funktionen der allgemeineren Treiber abdecken werden, so dass man nur noch selten ein Kernelmodul einzurichten haben wird.

Compiz Fusion Statusbericht

Bildschirmfoto von Gnome mit der Auflösung 640×480Es ist wirklich nur übelst, an was die Jungs von Compiz Fusion aktuell basteln. Sehr euch diese Seite und das YouTube-Video darauf an. Geiler geht’s ja nicht mehr. – Doch. Sicher. Das denken wir uns nämlich jedes Mal.

Alt+TAB als “CoverFlow”-Darstellung, fliegende Fenster wie in Mac OS X 10.5 Leopard mit Core Animation und ein Aquariumwürfel sind im aktuellen Entwicklerbericht^^ die Highlights.

Hut ab vor den Entwicklern, ihr seid wirklich die Größten!

Firefox und Swiftfox 2.0.0.4 erschienen

FirefoxDas Mozilla-Projekt hat Firefox in Version 2.0.0.4 veröffentlicht, in dem ein paar Sicherheitslücken ausgemerzt wurden. Kurz danach war schon das Swiftfox-Projekt mit Swiftfox 2.0.0.4 fertig. Swiftfox ist ein optimiert compilierter Firefox für Linux, bei dem, bis auf den Namen, alles gleich ist wie bei Firefox, sogar die Profilspeicherorte. Man kann also einfach Swiftfox installieren und seine ganzen Erweiterungen, Themen und Lesezeichen weiter benutzen und bekommt einen etwas schnelleren Firefox. Die Geschwindigkeitssteigerung wird bei Swiftfox dadurch realisiert, dass der Compiler auf eine bestimmte CPU-Architektur optimiert wird. Ich habe mal einen ausführlichen Artikel zu Swiftfox geschrieben.

Auf der Swiftfox-Seite gibt es Installer und Debian-Pakete für viele X86 und X86-64 Prozessoren. Ich kann Swiftfox jedem uneingeschränkt empfehlen; es ist wirklich nur ein Firefox, der optimiert compiliert wurde und ich bekomme auf Testseiten einige Sekunden Rendergeschwindigkeitsgewinn gegenüber dem normalen Firefox heraus. Hat man ein Debian-(-artiges) System, empfiehlt es sich, das apt-Repository in die sources.list einzutragen, das es auf der Swiftfox-Seite gibt, um, ohne sich noch darum kümmern zu müssen, immer die aktuelle Swiftfox-Version zu bekommen.

Nach der Installation von Swiftfox empfehle ich, meinen letzten Artikel darüber^^ zu lesen, denn darin gehe ich auf ein paar kleine Probleme und ihre Lösungen ein.
Dieser Beitrag ist übrigens nur noch mal als Erinnerung für die von euch, die sich bei meinem letzten Artikel Swiftfox installiert und seitdem nicht mehr aktualisiert haben.

Erste Alpha von KDE 4 erschienen

Konqui, das Maskottchen von KDEHeute ist die erste Alpha-Version von dem für Oktober geplanten KDE 4 erschienen. Über 5 Jahren nach dem Erscheinen von KDE 3 ist das die nächste wirklich tiefgehende Überarbeitung des Desktops. ProLinux hat dazu einen interessanten Artikel mit ein paar Bildern geschrieben.

Ich gehe jetzt nicht darauf ein, was sich technisch geändert hat; das kannst Du bei ProLinux lesen. Ich möchte mal das Aussehen ansprechen: KDE 4 sieht freundlicher und einfacher als KDE 3 aus. Der neue Dateimanager Dolphin erinnert sogar verdächtig an Nautilus. Alle Programme wurden etwas “gnomisiert” und man findet jetzt die wirklich wichtigen Funktionen als große Knöpfe in der Programm-Bar. Das neue Thema Oxygen sieht mit seinen Blautönen und detailierten Icons wie eine Mischung aus Vistas und Tigers Thema aus. Nichts hat sich bis jetzt an der Fensterleiste getan; sie ist immer noch Mattblau und hat klumpige Knöpfe. Die einst so laut gegrölte Neuerschaffung des Desktops mit Plasma ist für mich auch noch nicht sichtbar, bis KDE 4.0 soll aber auch noch nicht das ganze Plasma fertig sein. Wenigstens sind schon die Features von SuperKaramba mit einer vereinfachten Oberfläche in Plasma mit eingeflossen.

Summa summarum sieht die Alpha nicht schlecht aus, es muss sich aber definitiv noch viel grafisches ereignen, damit KDE 4 wirklich als großer Evolutionssprung gelten darf.