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Stolz verkünde ich das Erscheinen von Fertibunti 3.9! Nachdem 3.8 schon auf Ubuntu Hardy Heron wechselte und es zwischenzeitlich fast wöchentlich Zweipunktversionen mit Paketauswahländerungen gab, bringt Fertibunti 3.9 einige große Neuerungen mit sich.
Durch ein diff der 64- und 32-Bit-Version stellte ich erst einmal fest, dass beide seit Hardy die exakt gleichen (Meta-)Pakte installieren, so gibt es jetzt also nur noch eine Version gleichsam für 64- und 32-Bit-Systeme. Dann bin ich von Sun Java auf OpenJDK umgestiegen und habe mehrere kleine Apps hinzugefügt, auch von getdeb.net sowie außerdem Opera. Weil viele Ubuntu-Nutzer irgendwie keinen Plan haben, wo sie zur Oberfläche Gnome passende Hintergrundbilder herbekommen sollen und auch meistens keine Bestreben zeigen, sich überhaupt auf eine Suche zu begeben, verlinke ich auf ein selbauserlesenes, optionales Archiv-Paket mit eben zu Ubuntu und Gnome passenden Hintergrundbildern, die meisten kommen von gnome-look.org.
Ganz ähnlich, aber im Grunde noch viel schlimmer sieht es auf den heimischen Compiz Fusion-Installationen aus: Nichts ist ordentlich benutzbar konfiguriert. Compiz bietet so ein unglaubliches Potenzial und so eine grenzensprengende Produktivitätserhöhung, die man sich nicht träumen lässt, aber man muss sich damit beschäftigen. Fertibunti 3.9 empfiehlt optional, meine Konfiguration zu laden, die es als Profil herunterlädt. Ich hoffe, die Leute werden nach dem Aktivieren und dem plötzlichen Auftreten von den verschiedensten grafischen Aktionen durch Ausprobieren lernen können, wie man’s richtig nutzt.
Apropos Compiz: Um aktuellere Pakete zu bekommen, habe ich ein zusätzliches, aber wirklich stabiles Repository für die 0.7.6-Pakete in die sources.list eingebunden.
Im Script wurden viele heimtückische Schreibfehler berichtigt und natürlich ganz groß: Fertibunti bekommt ein neues Logo! Es entstand wie so oft zusammen mit Tim B. über lange E-Mail-Machbarkeitsstudien. Und ist es nicht großartig? Danke, lieber Tim!
Die offizielle Fertibunti-Schreibweise änderte sich von “fertibunti” mit kleinem F zu Fertibunti mit großem, möglich war dies leider nicht im Logo, weil die Ubuntu-Schriftart keine Großbuchstaben unterstützt.

Und hier: TADA! Überraschung! Mit FertiKunti gibt es nun auch einen Kubuntu-Ableger!
“Natural” schrieb in den Kommentaren zu Fertibunti (der themennähehalber inzwischen gelöscht), er habe es auf Kubuntu angepasst und so kamen wir ins Gespräch. Eine Kubuntu-Version wollte ich eigentlich schon 2006 basteln, aber mir hat immer die Motivation gefehlt, weil ich niemanden kannte, der KDE als Hauptoberfläche einsetzt. Nach auch da mehreren E-Mails hatten wir eine gelungene Paketauswahl für den Ubuntu-Spin und auch hier hat Tim geradezu selbstaufopfernd ein Logo entworfen:

Viele der Programme der Gnome-Version sind auch in der KDE-Version und natürlich alle oben schon genannten Neuerungen von Fertibunti 3.9. Ein Fertibunteee für den EEE-PC mit Xubuntu ist von mir auch schon geplant und wird wahrscheinlich noch dieses Jahr erscheinen, wenn ich genug EEE-Nutzer finde, um mit ihnen eine optimale Paketauswahl ausmachen zu können. Warum Fertibunti bei so vielen Änderungen immer noch bei Version 3 steht: Auf die 4 will ich erst steigen, wenn ich mich endlich dazu aufraffen kann, eine grafische Oberfläche dafür zu schreiben, quasi als Motivation. ;)

Ich glaube, die neue Version und der neue Ableger sind sehr gelungen und können vielen Neueinsteigern helfen, schnell an ein sehr benutzbares Linux-System zu kommen. Übrigens ist Ferti* nicht nur für Einsteiger… Aber ihr lasst euch ja eh nicht belehren. ;)

Fertibunti-Seite
FertiKunti-Seite

Gerade habe ich fertibunti 3.8 fertiggestellt, das nun ganz auf Ubuntu 8.04 Hardy Heron abgestimmt ist. Am Code hat sich bis auf ein paar Bereinigungen nichts verändert, das wird sich aber in den nächsten Wochen mit fertibunti 4 tun, welches dann auch endlich eine grafische, naja, semigrafische, da vermutlich noch auf der Konsole, Oberfläche bekommen wird (um das “bunti” zu rechtfertigen ;) ) auf der man dann auch für sich für unnötig gehaltene Installationsvorschläge abwählen kann. Nachdem die Entwicklung von Automatix eingestellt wurde, räume ich mir mit der neuen Version im deutschsprachigen Raum ganz gute Chancen ein; aber es liegt auch an Euch, liebe Leser, wie gut ihr das Script bekannt macht. ;)

Automatix hat sehr zwielichtige eigene neue Quellen eingebunden, fertibunti beschränkt sich auf das Medibuntu- und wine-Repos sowie alle offiziellen Canonical-Quellen (auch “partner”, “proposed” und die “backports”). Das in der Gutsy-Version noch verwendete getdeb.net-Repos musste ich mitsamt seinen einzigartigen Paketen streichen, weil die Betreiber des Repos schlicht dicht gemacht haben. Damit gab es eh vereinzelt dumme Konflikte, aber schade ist es um die verlorenen Pakete allemal. Um den fertibunti-Benutzern trotzdem so gut es geht meine getdeb.net-Lieblingsprogramme auf’s Auge zu drücken, öffnet sich jetzt einfach an einer Stelle des Scriptes nach einer Erklärung Firefox mit mehreren Reitern und zeigt direkt die Programme bei getdeb.net an.

Die allgemeine Programmauswahl wurde von mir, wo ich es verschmerzen konnte, reduziert. So werden jetzt z.B. nicht mehr SoundKonverter und Sound Converter, das eine eine KDE-Applikation, das andere eine für Gnome, sondern nur noch Sound Converter, oder zusätzlich zu dvd::rip nicht auch noch Thoggen installiert. “Highlights” der neuen Hardy-fertibunti-Version sind für mich, weil ich dafür selber eine Weile suchen musste, die volle Pulse Audio-Kontrolloberfläche, mit der man Sachen machen kann, wie den Ton einzelner Anwendungen unterschiedlich stark ausgeben, oder über das Netzwerk auf einem anderen Rechner verschieben, und ein Plugin für OpenOffice Impress für hardwarebeschleunigte OpenGL-Effekte (ich konnte es schier nicht glauben!).

Wer es immer noch nicht kapiert hat: Fertibunti ist ein Bash-Script von mir, dass mehr oder weniger wichtige Zusatzsoftware und Multimedia-Codec nachinstalliert.
Die neue Version ist wie gehabt von hier beziehbar.

Das neue Ubuntu hört auf den Codenamen Hardy Heron (kühner Reiher) und kommt anders als noch Ubuntu 7.10 mit deutlich weniger neuen Funktionen daher. Dafür ist’s eine LTS-Version mit drei Jahren Updates auf dem Desktop und fünf Jahren auf dem Server. Die Aufzählung der Veränderung möchte ich mir ersparen, das hat Golem ganz schön zusammengefasst. Die Highlights sind wohl Pulse Audio und PolicyKit, mit dem man nun feingranular Rechte für Dinge wie die Aktualisierungsverwaltung oder Druckereinrichtungen an Nicht-Roots vergeben kann, es erinnert dabei ein bisschen an Vistas User Account Control. Die beiden hielten schon zuvor in Fedora 8 Einzug. Firefox 3 Beta 5, ein intelligenteres, sich mehr selbstkonfigurierendes X.org 7.3, und das Gnome-Brennprogramm Brasero sowie Transmission für Bittorrents kamen ebenfalls dazu. Daneben gibt es das neue Gnome 2.22 und daraus den Photo Booth-Klon Cheese, einen schöneren grafischen VNC-Betrachter und mit GVFS ein paar längst überfällige Dinge wie das Wiederherstellen von in den Müll geworfenen Dateien an ihren Ursprungsort und künftig nur noch einem Datei-Kopie-Fenster, egal, wie viele Vorgänge laufen. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einer globalen Vorschrittsanzeige über alle Applikationen hinweg, wie ich sie mir wünsche und man in diesem Gnome-Mockup auch oben rechts ganz schön sehen kann.

So viel dazu. Jetzt mein gut gemeinter Ratschlag an alle Interessierten und Upgradewilligen: Wartet noch ein paar Tage mit der Installation. Das Gleiche, was ich schon bei Ubuntu 7.10’s (der hässliche Apostroph muss hier glaub ich sein ;) ) Erscheinen schrieb: Da gibt’s noch einige härtere Fehler, die ihr Euch nicht antun müsst und gerade jetzt aktualisiert die halbe Ubuntu-Nutzerschaft auf die neue Version, das zieht alle Server runter und diese Leute überschwemmen jetzt die einschlägigen Foren mit Problemen. Kommt ihr da auch noch dazu, findet niemand mehr Zeit für Euch. Und Euch entgeht gar nichts, wenn ihr noch bisschen mit der Installation wartet, ein bis zwei Wochen, so werde ich es auch halten. Dann bekommt ihr direkt nach der Installation die neuesten Fehlerbehebungen als Updates und habt auch sicher keine Probleme mehr mit Euren “Drittanbieter”-Repos, die vielleicht noch nicht ganz auf Hardy aktualisiert wurden.

Ob ihr ein Upgrade oder eine Neuinstallation machen sollt, müsst ihr selber entscheiden. Ich, der sich innerhalb jeder Ubuntu-Version mindestens zwei Mal durch mystische und mysteriöse Probleme sein System zerschießt, mache wie immer eine Neuinstallation. Ist auch aus einem anderen Grund bei mir sinnvoll, dann leert sich nämlich wieder mal die Ubuntu-Partition, die sich mit der Zeit auf wundersame Weise mit viel Programmüll, den ich nie nutze, aber den ich halt mal installiert habe, aufgefüllt hat. Einige Tipps, wie ihr partitionieren könnt, habe ich in meinem Artikel über meine abenteuerliche JFS-Installation geschrieben. Und wenn ihr einen 64-Bit-Prozessor habt und vor der Entscheidung steht, ob ihr die 32- oder 64-Bit-Version installieren sollt, kann ich Euch nur empfehlen, auf 64-Bit zu setzen. Die verschrienen Probleme damit werden immer weniger und sind mit Hardy vermutlich auch ein gutes Stück weiter reduziert worden, und wenn es keine Nachfrage nach (vor allem) proprietären Programmen auch in einer 64-Bit-Version gibt, dann kommen sie auch nicht. Zur Not lassen sich Dinge wie Flash auch über “linux32″ betreiben, was doch relativ problemlos funktioniert (und Ubuntu sogar automatisch bei der Flash-Installation mit nspluginwrapper einrichtet).

Eigentlich war geplant, dass mein fertibunti kurz nach Hardys Erscheinen, also die nächsten zwei Wochen, in einer grandiosen Version 4 fertig wird, bei der man dann auch mehr oder weniger grafisch nichtgewünschte Paketvorschläge abwählen können soll/wird. Da ich extrem faul bin, hat sich da bisher noch nicht viel getan, und so wird es dann demnächst erst mal eine Version 3.8 geben, die noch auf dem 3er-Generation-Code aufbaut, aber dann auf Hardy abgestimmt ist. Vielleicht mache ich mit Version 3.8 provisorisch eine fertibunti-leicht, -vernünftig und -fett (oder “-pro”? Klingt so schön nach Apple ;) ) -Spielart, um meine Stammnutzerschaft nicht mit der immer größer gewordenen Programmanzahl zu verärgern…
Wer’s nicht weiß: Fertibunti ist ein kleines Bash-Script von mir, das mit einer recht ausführlichen Installationsroutine von mir für wichtig gehaltene Zusatzpakete nachinstalliert. Das sind dann Multimedia-Codecs, Java, das volle Compiz Fusion, Amarok, gPodder, Kooka, Liferea, ein paar Spiele usw., was wirklich erstklassige Programme sind, aber worauf der nicht so Netzaktive vielleicht nur sehr schwer kommen würde und sich stattdessen mit minderwertigem Zeugs wie Gnomes Rhythmbox abärgert, obwohl es wesentlich bessere Lösungen (behaupte ich mal in die Nacht hinaus) für den Zweck gäbe.

Noch was Privates (denkt Euch nichts dabei):
@Christoph: Hab Dich auch lieb. ;)

Update vom 27. April 2007: Jetzt ist die neue Ubuntu-Seite online, und es lohnt sich wirklich, da mal vorbei zu schauen. Besonders chic ist die Produkt-Tour, die ein bisschen an die Konkurrenz aus Cupertino erinnert und die neue Hardy-Firefox-Startseite.

Da sind sie wieder, meine über zwei Monate gesammelten Computernachrichten, wieder “lieber” auf einen Schlag veröffentlicht, weil ich zu faul bin, zu jeder ein einzelnes Statement zu schreiben. Aber die Links müssen aus meinen Lesezeichen raus… Viel Spaß:
Apple

Haiku

Linux

Microsoft

Sonstiges

Jetzt fühl ich mich wieder ein Stück freier.^^
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Heute ist ein großer Tag für mich und den Rest der Menschheit, denn heute bekomme ich es endlich hin, meine angehäuften Nachrichtenlinks der letzten Wochen zusammenzufassen. Eigentlich möchte ich ja zu jeder einzelnen einen Artikel schreiben, aber wenn ich mal ein paar Tage nicht dazu komme, werden das in meiner Warteschlange so viele, dass ich bald überhaupt keine Lust mehr habe, irgendwo überhaupt damit anzufangen, sie abzuarbeiten. Die einzige, hier schon bewährte Lösung ist, das in einem Sammelartikel alles los zu werden.

Apple

Haiku

  • Gobe Productive läuft auf Haiku!
  • Apples/KDEs Webseiten-Renderer WebKit compiliert nach der mühsamen Arbeit eines bei Googles Summer of Code-Mitmachenden nun auch auf Haiku und nach weiterem Stress von ihm, gibt es jetzt auch einen ersten grafischen Webbrowser für Haiku, der darauf basiert (Opera 3.62 in seiner uralten BeOS-Version läuft auch schon).
  • Der Entwickler von OOffice, eines nativen OpenOffice-Ports für Haiku, meldet, dass er nun alle bisher unter Haiku noch fehlenden Oberflächen-Widgets nachentwickelt hat, um mit der Entwicklung des Programms beginnen zu können.
  • Das neue Programm BeDock bietet BeOS, ZETA und wahrscheinlich Haiku-Nutzern ein Leopard-ähnliches Dock. Hier gibt es Bildschirmfotos.
  • Von Leszeks PDF-Betriebssystemmagazin Techview ist Ausgabe 4 erschienen (auf der Seite ganz nach unten fahren). Mit dabei sind ein Artikel über Vistas Neuerungen und das Ende von ZETA.
  • Von Leszeks Techview-Videocast ist Folge 2 heraus.

Linux *schluchz* (jetzt rächt sich meine Faulheit…)

Microsoft

Sonstiges

Puh, ich hoffe, ihr könnt damit etwas anfangen. Ich fühle mich jetzt jedenfalls erst mal “erleichtert”. ;)

Nachdem die neuen iPods nicht mit Linux-Systemen zusammenarbeiteten, weil Apple die Art der Datenbankverschlüsselung geändert hat, gab es doch relativ schnell einen Hack und jetzt ist die neue Version der libgpod (0.6) freigegeben, die Unterstützung für den iPod Nano G3, Classic G6, und Touch (den vorerst nur lesend) bringt. Ich habe dann in einigen wilden Stunden versucht, das bei mir zum Laufen zu bringen, bin aber bis zu diesem Wiki-Eintrag bei Ubuntuusers daran gescheitert. Die Diskussion zum Artikel ist noch im regen Gange, und es werden noch Problemlösungen evaluiert.

Mein neuer Nano G3 lässt sich damit nun sehr gut bespielen. Noch nicht probiert habe ich, unter Linux Fotos oder Videos zu übertragen, soll beides auch noch nicht richtig laufen, also mache ich das weiter über iTunes auf OSx86. Aber meine Musik kann ich nun bequem aus Amarok heraus auf das Gerät überspielen und bekomme die meisten Cover angezeigt.

Noch Tipps von mir: Amarok kann bei mir den iPod zwar “trennen”, aber nicht aushängen, dafür brauche ich Nautilus (Rechtsklick auf den iPod, “Auswerfen” und ja bis zur Sie-können-das-Gerät-jetzt-trennen-Meldung abwarten!). Meine meisten Darstellungsprobleme in CoverFlow und den Alben konnte ich lösen, indem ich das Gerät an mein OSx86-iTunes anschloss und abwartete, bis es einen seltsamen Vorgang “Zur ruckelfreien Wiedergabe”, oder so, abgeschlossen hatte. Da fehlt wohl noch irgendein Abschlussprozess in libgpod, aber auch so kann man den iPod nutzen. Möchte man seine (wie bei mir) über den Webbrowser heruntergeladenen Podcasts (Update: Ich mache heute alles über gPodder) in einer separaten Kategorie auf dem iPod verwalten, sollte man sich mal gtkpod(-aac) anschauen. Aber bei diesem Programm gilt es, wie ein Lux aufzupassen, was man klickt, sonst lässt sich binnen Sekunden die iPod-Dateisystemstruktur zerstören, oder der iPod mag einen nicht mehr, weil man ihn nicht sorgfältig erst über gtkpod getrennt hat und ihn erst dann über Nautilus ausgehangen…
Ich denke, dass die reinen Software-/Bibliotheksprobleme mit einem weiteren Update der libgpod behoben werden, jetzt ist es erst einmal toll, dass die Musikbefüllung überhaupt mit den neuen iPods auch unter Linux funktioniert.

Das Windows-iTunes lässt sich übrigens schon mit Linux über wine nutzen, wenn auch mangels wine-USB-Unterstützung daraus noch kein iPod verwaltet werden kann. Daran arbeiten die wine-Entwickler aber auch und so wird man ihn unkompliziert auch in Zukunft unter Linux über iTunes befüllen können; wer’s braucht – da ist mir Amarok in den meisten Fällen doch lieber (zumal das wine-iTunes nicht 100%ig stabil und sehr träge läuft).

Update vom 17. Mai 2008: Ab Ubuntu Hardy Heron 8.04 braucht man keine der Bibliotheken selbstcompilieren, ich glaube, die sind sogar schon vorinstalliert. Trotzdem ist es meines Wissens immer noch erforderlich, diese Firmware-ID mit dem Script schreiben zu lassen. Lest Euch einfach den oben verlinkten Wiki-Artikel durch.

Vor zwei Jahren bin ich von Fedora 5 auf Ubuntu umgestiegen, weil es mich mit seinem unreifen Paketmanagement aufgeregt hat und ich nur selten Quellcode fertig-compiliert bekam, wenn ich mir was, was nicht in den Repos war, installieren wollte.

Das neue Fedora 8 sieht wie immer bei Fedora sehr schick aus und kommt etwa mit der gleichen Softwareausstattung wie Ubuntu 7.10 daher, der KDE-”Spin” aber ganz ohne schon fertige Elemente von KDE 4 (“Spins” sind Varianten der Distribution, finde ich sehr gut, so muss man sich nicht neue Namen für eine Distribution mit Xfce oder KDE ausdenken, sondern kann sie einfach Fedora 8 KDE/Xfce-Spin nennen). Was ich aber richtig cool finde, ist der neue von Red Hat entwickelte Soundserver Pulse Audio in Gnome, der als Compiz für Sound gelobt wird und z.B. einen lokalen Audiostream auf einen anderen Rechner umlenken kann. Sehr, sehr cool, hoffentlich kommt das bald auch in andere Distributionen und wird “nativ” in Gnome aufgenommen.

Pulse Audio kann ich vielleicht bald sehr gut gebrauchen, weil ich am Zusammenfrickeln einer Party-Soundlösung für einen Freund bin und da noch große Probleme mit dem Netzwerk-Stream habe. Auch ist jetzt auf meiner neuen 500 GB-SATA2-Platte genug Platz, um wieder mehr als zwei Betriebssysteme (bisher Ubuntu und OSx86 sowie ein paar sehr minimalistische, hauptsächlich virtuelle) zu installieren *stolz*.

Auf Golem findest Du einen ausführlichen Test des neuen Fedora-Systems.
Das Fedora-Projekt ist wie Debian sehr auf Freiheit bedacht und ist die Gemeinschaftsversion von Red Hat Enterprise Linux, wird von Red Hat finanziert und als Testwiese für neue Technologien für RHEL eingesetzt. Red Hat ist eine tolle Firma und beteiligt sich nicht wie Novell, Linspire und Xandros am fiesen Microsoft-Pakt. Fedora gilt als eine der innovativsten Distributionen und andere, wie Ubuntu (das auch Innovationen bringt, aber bei dem sie dem Normalanwender mehr bringen), greifen sie gerne auf. Sehr toll ist auch das für Fedora 7 entwickelte neue Druckermanagement, das einen Drucker beim Anstecken installiert und den richtigen Treiber auswählt. Findet es keinen für den bestimmten Drucker, installiert es einen für ein ähnliches Modell. Das wurde auch schon in Ubuntu übernommen. Dagegen fehlen Fedora Dinge wie der sichere Modus von Ubuntu 7.10, der dem Nutzer auch dann noch die grafische Oberfläche zugänglich macht, wenn die X.org-Konfigurationsdateien Fehler haben.

Aber “trotzdem” ist Fedora eine sehr interessante und qualitativ hohe Distri, die man, wenn man kein Ubuntu oder Debian einsetzen will und mit SUSE liebäugelt, diesem unbedingt vorziehen sollte.

In den mplayer hineingezoomt mit dem Video Playback-Plugin von Compiz Fusion und einem kleinen mplayer-PatchIm mehr oder weniger offiziellen Compiz Fusion-Blog habe ich was sehr cooles gefunden: Eine Erklärung, wofür das Video Playback-Plugin in Compiz Fusion ist und was man damit machen kann.

Im Groben: Im Artikel lädt man einen mplayer runter, patcht ihn und compiliert ihn neu (./configure , make , sudo checkinstall make install – ist “checkinstall” noch nicht installiert, installiere es vorher). Der Prozess lief bei mir ohne Probleme beim ersten Versuch durch. Dann aktiviert man im CompizConfig-Einstellungs-Manager (ccsm) das Video Playback-Plugin, und der Spaß kann losgehen: Navigiere auf der Konsole in einen Ordner mit einer Videodatei (am besten in HD) und öffne sie dann mit mplayer video.mov . Jetzt zieh das Fenster mal klein (an den Fensterecken, oder mit Alt+Mausradtaste) und dann zoom mit Compiz Fusion hinein (bei mir Windows/Apfel+Mausrad). Das Videofenster ist jetzt “auflösungsunabhänig”! Das laufende Video im kleinen Fenster wird schärfer, wenn Du hineinzoomst! Auch cool: Das Groß- und Kleinziehen des Videos geht jetzt sehr fließend.

Das soll kein produktiver Videoabspieler sein, sondern eine Technikdemo. Hoffentlich kommen die Features aber bald auch in Totem/gstreamer, Xine und VLC. Ich habe die Idee mal bei Gnome-Look.org als Topaz Brainstorm eingestellt – da könnt ihr fleißig dafür stimmen und das gerne auch an die richtigen Entwickler weiterreichen. ;)