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	<title>Frumble201 &#187; Linux</title>
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		<title>Zeiten des Aufruhrs: Die Desktop-Frage 2011 &#8211; Eine Analyse</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 10:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Linuxnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Mac OS X(86) und Apple]]></category>

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		<description><![CDATA[»I don&#8217;t want you to think of this as just a film &#8211; some process of converting electrons and magnetic impulses into shapes and figures and sounds &#8211; no. Listen to me. We&#8217;re here to make a dent in the universe. Otherwise, why even be here? We&#8217;re creating a completely new consciousness, like an artist&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»<em>I don&#8217;t want you to think of this as just a film &#8211; some process of converting electrons and magnetic impulses into shapes and figures and sounds &#8211; no. Listen to me. We&#8217;re here to make a dent in the universe. Otherwise, why even be here? We&#8217;re creating a completely new consciousness, like an artist or a poet. That&#8217;s how you have to think of this. We&#8217;re rewriting the history of human thought with what we&#8217;re doing.</em>« —Steve Jobs im Spielfilm &#8220;Pirates of Silicon Valley&#8221;, 1999</p>
<p>Ein Zitat, das mir vermittelnd-bezeichnend zu sein scheint f&#252;r den Geist des Umbruchs, den wir gerade erleben. Denn es passieren Dinge auf der Welt, die unsere Gedankenwelt ver&#228;ndern, weil wir sp&#252;ren, dass es Zeit daf&#252;r ist.<br />
Doch hier soll es um Linux gehen, und auch dort l&#228;sst sich das Zitat einsetzen. Kein anderes Thema war in diesem Jahr im Linux-Umfeld so aufregend wie der Kurs des Linux-Desktops. Es fanden bedeutende Entscheidungen und Ver&#246;ffentlichungen statt, die mit dem alten Paradigma der Benutzeroberfl&#228;che brachen, einfach, weil man fand, es sei an der Zeit.</p>
<p>Ich m&#246;chte den Versuch wagen, ein wenig die Zusammenh&#228;nge und Ideen zu beleuchten, die die Projekte ausmachen, die mich dieses Jahr so umtrieben. Es ist offensichtlich: Die Reise geht hin zu Touch-optimierten Oberfl&#228;chen und einer radikalen Zuwendung zu Applikationsorientierung und Semantik, weg von der makrokosmisch offenbarten strukturellen Technik. Oftmals fragt man sich: Gibt es abseits dessen eine Langzeitvision, ist da was? Meine Betrachtung ist offen subjektiv und ich lade zur Diskussion ein.<br />
Es wurde so viel geschrieben. Die Arbeit, die neuen Desktop-Umgebungen bis ins Detail vorzustellen, haben andere gemacht und an Ende dieses Beitrags habe ich einige Links gesetzt.</p>
<p><em>Kapitel:</em><br />
<em><a href="#revolution">1 &#8211; Revolution statt Evolution</a></em><br />
<em><a href="#unity">2 &#8211; Unity — die UI-Konzept-Katastrophe</a></em><br />
<em><a href="#compiz">3 &#8211; Compiz als Grundlage</a></em><br />
<em><a href="#canonical">4 &#8211; Canonical, der Schurke</a></em><br />
<em><a href="#flucht">5 &#8211; Flucht!</a></em><br />
<em><a href="#kde">6 &#8211; KDE</a></em><br />
<em><a href="#software-architektur">7 &#8211; Der Wert einer sch&#246;nen Software-Architektur</a></em><br />
<em><a href="#integriertheit">8 &#8211; Von Integriertheit und Harmonie</a></em><br />
<em><a href="#plattform">9 &#8211; Plattform vs. &#214;kosystem</a></em><br />
<em><a href="#featureregressions">10 &#8211; Feature Regressions</a></em><br />
<em><a href="#philosophie">11 &#8211; Philosophische Erg&#252;sse</a></em><br />
<em><a href="#zukunft">12 &#8211; Wo es denn nun hingeht</a></em><br />
<em><a href="#konvergenz">13 &#8211; Neue Ger&#228;teklassen und die Konvergenz</a></em><br />
<em><a href="#finale">14 &#8211; Finale</a><br />
<a href="#artikel">15 &#8211; Auswahl weiterf&#252;hrender Artikel</a><br />
</em></p>
<p><strong>1 &#8211; Revolution statt Evolution</strong><a name="revolution"></a><br />
<img class="size-full wp-image-1487 alignleft" title="GNOME-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/gnome-logo.png" alt="" width="199" height="76" />Mit Version 3 wurde GNOME seinem seit der Ver&#246;ffentlichung von Version 2 gef&#252;hrten Entwicklungsmodell untreu, das viele kleine stetige Verbesserungen statt die Konzentration auf gro&#223;e Neuerungen bedeutete. Ergebnis dieser Anstrengungen von 2002 bis 2009 war ein Desktop Environment, ziemlich nah an der Marke, die man Perfektion nennen k&#246;nnte: Hohe Produktivit&#228;t, kurze Mauswege, reich an Individualisierungsm&#246;glichkeiten.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/06-der-fertige-desktop.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-973" title="GNOME 2, um 2009" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/06-der-fertige-desktop-150x84.jpg" alt="" width="150" height="84" /></a>Doch die Entwicklung stagnierte, man hatte sich im konzeptionellen Design verfahren. Viele neue Ideen, die die Nutzer w&#252;nschten, erschienen ungeeignet f&#252;r die Art, wie man GNOME mit seinen Panels, Applets und Systray bediente. Der ganze Desktop war Datei-orientiert aufgebaut: Dateien im Dateisystem, nicht Informationen des Nutzers. F&#252;r Forderungen wie Benachrichtigungsblasen konnte man im GNOME-Projekt keine Umsetzungsm&#246;glichkeit finden. Es gab eine Menge Ideen die man h&#228;tte integrieren k&#246;nnen, die Umsetzung aber w&#228;re nicht ganzheitlich gewesen, weil sie das bisherige konsistente UI-Konzept unterlaufen h&#228;tte, mit bestehenden runden Paradigmen gebrochen h&#228;tte.<br />
Auftritt Canonical 2008: Der vom GNOME-Projekt viel geliebte Ubuntu-Distributor emanzipiert sich. „Sie liefern die beste GNOME-Distribution, sie liefern GNOME so aus, wie es wirklich ist!“, war der Chorus bisher. Canonicals Ayatona-Projekt leuchtet skizzenhaft immer mal wieder auf. Der Ubuntu-Entwickler tritt unber&#252;hrt der Interface-Mimosen des GNOME-Projektes an die Verwirklichung von unverwirklichten Ideen. Zu aller erst wird ein neues Abmeldemen&#252; rechts im oberen Panel, dann ein Benachrichtigungssystem und dann eine neue Art von interaktivem Panel-Element, Indikatoren, angegangen. W&#228;hrend die Ubuntu-Community den k&#252;hnen Vorsto&#223; jubelnd Willkommen hei&#223;t, werden GNOME-Entwickler und etablierte Standardisierungsgremien bei den Canonical-Entw&#252;rfen gro&#223;teils &#252;bergangen. Die zu keinem Ergebnis f&#252;hrenden, da kontroversen Diskussionen mit GNOME-Leuten werden von Canonical-Entwicklern vermieden, die n&#246;tigen Patches mehr oder weniger letztlich selber mit hei&#223;er Nadel in die Distributionspakete eingepflegt, ohne dass sie Upstream gehen.<br />
Wer aufmerksam war, konnte in der Ferne bereits den sich abzeichneten unvermeidlichen Bruch von Ubuntu mit GNOME erahnen.<br />
Dann begann die Diskussion zu GNOME Version 3, aus der sich Canonical raushielt, prinzipiell mit dem Verweis auf die geleisteten Eigenentwicklungen zum Wohle des ganzen Desktops, diese m&#246;ge man doch integrieren.</p>
<p>Der weitere Entwicklungsverlauf von GNOME 3 sei hier ausgespart, ich will mich gleich mit dem Ergebnis besch&#228;ftigen:<br />
<a href="http://www.gnome.org/gnome-3/">GNOME 3</a> hat die Gem&#252;ter von vielen langj&#228;hrigen Nutzern auf Kesseltemperatur gebracht: Es sei zu bevormundend, zu restriktiv; das neue Aktivit&#228;ten-Paradigma, nun ganz inhaltzentrisch und Anwendung-orientiert, inkompatibel zum Power-Nutzer; es lie&#223;e sich nichts mehr einstellen. (&#8220;GNOME 3 ist restriktiver als Apple erlaubt.&#8221;) Vieles der Kritik l&#228;sst sich mit den von den Entwicklern untersch&#228;tzter notwendige Umsetzungszeit erkl&#228;ren, es ist einfach noch nicht fertig; anderes sind grundlegende Design-Entscheidungen, die getroffen wurden, und manchem nicht schmecken.<br />
DIe bei Planung angedachten eigentlich zentralen Elemente ›Zeitgeist‹ und sein Front-End ›Activity Journal‹ zur Aufzeichnung von verschiedenen Nutzer-Aktivit&#228;ten in eine systemweite intelligent kombinierende Datenbank mit APIs f&#252;r alle Anwendungen haben noch immer nicht Einzug in die GNOME-Kompilation gehalten, das betrachte ich als <em>den</em> Startfehler von GNOME 3 &#252;berhaupt. Ohne diese Komponenten ist das forcierte neue Bedienparadigma unstimmig, da inkonsequent und unvollendet. Ich hoffe sehr, dass sich da sehr bald etwas tut.<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/gnome3-aktivitaeten-kaetzchen-voll-suess.png"><img class="alignright size-medium wp-image-1484" title="GNOME 3.2, Foto von derStandard.at (weil so s&#252;&#223;): derstandard.at/1319181917429" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/gnome3-aktivitaeten-kaetzchen-voll-suess-300x225.png" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Um es kurz zu machen: Ich bin kein Fan der neuen Aktivit&#228;ten-Oberfl&#228;che, vor allem, weil sie mir Kontrolle nimmt, die ich vorher hatte &#8211; das aber auch haupts&#228;chlich durch Fremdsoftware wie Compiz, das wegen der engen Verzahnung von Aktivit&#228;ten-Overlay und Fenstermanager nun nicht mehr direkt einsetzbar ist. Besonders gut gef&#228;llt mir das neue Panel-Paradigma mit konsistent integrierten Benachrichtigungen und dynamisch einblendenden Systray-Bereich. Die neue Richtung einer voll Touch-ausgerichteten Oberfl&#228;che halte ich f&#252;r weitsichtig und angebracht. Generell spricht mich GNOME 3 Shell mehr an als das gleich zu behandelnde Unity, vor allem, weil ich eine Vision erkenne, die es dem Nutzer ganz von Herzen einfacher machen m&#246;chte. Viele der anf&#228;nglichen Kritikpunkte wurden mit GNOME 3.2 entsch&#228;rft, oder durch die exzellente Scriptbarkeit des neuen Desktops mit externen Erweiterungen behoben. GNOME 3 Shell hat Potential, es ist durchdachte Technik mit einer gro&#223;en Weitsichtigkeit im UI-Design, die uns noch &#252;berraschen wird, aber es braucht mehr Zeit. F&#252;r eine neue Generation von Nutzern, die mit Inhalten umgehen m&#246;chten und nicht mit Containern, halte ich GNOME 3 Shell (einmal mit Zeitgeist und Activity Journal) f&#252;r die ideale Oberfl&#228;che &#252;ber Ger&#228;teklassen hinweg, und wollte es selber nutzen, wenn ich nicht so ein alter Hase w&#228;re und mehr (nicht erst noch zu erschaffende!) M&#246;glichkeiten gewohnt. Zum Thema der Feature Regressions f&#252;hre ich weiter unten noch meine Gedanken aus.</p>
<p><strong>2 &#8211; Unity — die UI-Konzept-Katastrophe</strong><a name="unity"></a><br />
<img class="alignright size-thumbnail wp-image-1501" title="Unity-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/unity-logo-150x150.png" alt="" width="150" height="150" />Canonicals Antwort auf GNOME 3 Shell ist <a href="http://unity.ubuntu.com/">Unity</a>. Hervorgegangen aus einem urspr&#252;nglich f&#252;r Netbooks entwickelten Minimal-Hack auf Compiz zur Bildschirmplatzersparnis entschied sich der Distributor als es ernst mit GNOME 3 Shell wurde, eigene Wege zu gehen, um ›am Markt herausstechen zu k&#246;nnen‹. Sonderbares Vorgehen bei einer Linux-Distribution, aber gut, es ist Freie Software. Die &#196;hnlichkeit der GNOME 3 Shell-Aktivit&#228;ten und einiger Elemente von Unity ist nicht zuf&#228;llig, schlie&#223;lich waren die Designstudien zu GNOME 3 l&#228;ngst entwickelt. Wie bei GNOME 3 Shell bekommt es der Nutzer bei Unity mit einem revolution&#228;ren statt evolution&#228;ren Bruch in der Oberfl&#228;che zu tun, wenn sich Unitys Bruch auch mehr auf &#196;u&#223;erlichkeiten als das tats&#228;chliche Bedienparadigma bezieht, wie man es bei GNOME 3 Shell versucht. Aber der Reihe nach: Was sie zu dieser UI geritten hat, ich wei&#223; es nicht. Canonical ist eigentlich daf&#252;r bekannt, professionelle Benutzbarkeitsstudien durchzuf&#252;hren &#8211; ich habe selber auch damals das Verschieben der Fensterkn&#246;pfe nach links begr&#252;&#223;t. Unity betrachte ich als Fehldesign durch und durch.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Ubuntu-Oneiric-Unity-Anwendungen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1517" title="Unity: WAS soll das sein?!" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Ubuntu-Oneiric-Unity-Anwendungen-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a> In meinem Verst&#228;ndnis liegt dieses gro&#223;e Fehldesign konkret bei: Es kann nicht sein, dass man f&#252;r die Programmsuche die Index-Suche durch Eintippen des Programmamens verwenden muss, weil die alten Men&#252;kategorien absichtlich verschwert zug&#228;nglich gemacht wurden. Das Konzept funktioniert nicht, wenn ich ein Einsteiger bin und &#252;berhaupt nicht wei&#223;, wie die Programme hei&#223;en, sondern nur beispielsweise nach einem Schreibprogramm schauen m&#246;chte. Oder mir die Programmnamen nicht merken kann (weil sie mir schei&#223;egal sind, zu Recht), oder ich eben *nicht an einem Laptop arbeite* und meine Zwei-H&#228;nde-Wege von Maus zu Tastatur nervend lang ausfallen &#8211; und nein, das Anpinnen im Dock von jeder kleinen Anwendung, die ich &#252;ber die Woche brauche, ist keine ernsthafte Alternative dazu (&#220;brigens: Ich hasse Docks!!).<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/GNOME3-Anwendungsuebersicht.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1583" title="GNOME3-Anwendungs&#252;bersicht" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/GNOME3-Anwendungsuebersicht-300x174.jpg" alt="" width="300" height="174" /></a>Zum Vergleich in GNOME 2: Ich fahre an die obere linke Bildschirmecke, klicke und fahre nach unten, hinein in die entsprechende Kategorie, zeige auf die Anwendung, und lasse die Maustaste los. Meistens selbst in meinen vollen Men&#252;s keine zwei Sekunden. Und die Kategorien sind &#252;brigens das, was Einsteiger oft am meisten unter Linux liebten: Weil es das unter Windows nicht gibt! Und was machen GNOME 3 und Unity nun? Sie verleugnen &#8211; das kann man so sagen &#8211; ja, verleugnen die sinnvollen Anwendungskategorien und m&#246;chten das Arsenal am Liebsten als gro&#223;en Haufen mit Symbolen in &#220;bergr&#246;&#223;e anzeigen. Und warum? Weil sie Apples iOS kopieren! Sinnverloren! Unity noch mehr als GNOME 3, da sind die Anwendungskategorien wenigstens noch dominant sichtbar, aber auch erst mit ZWEI Klicks zu erreichen, wo bei GNOME 2 <em>einer</em> reichte, um das Men&#252; und sp&#228;ter die Anwendung zu &#246;ffnen. Im &#220;brigen halte ich auch das Global Menue von Unity f&#252;r schwachsinnigen Apple-Kopiertrieb. War bei denen sinnvoll, als man noch niedrigere Aufl&#246;sungen hatte, und ist es heute auf der hoffentlich bald vollends verreckenden Ger&#228;tegattung der Netbooks, aber ich will meinen Bildschirmplatz auch ausnutzen, und auch nicht erst Fenster fokussieren m&#252;ssen, um &#252;ber einen Mausumweg in ihr Men&#252; zu gelangen, dessen Sektionen dann au&#223;erdem erst beim Maus-&#220;berfahren &#252;berhaupt angezeigt werden! &#8211; Dass man das Global Menue deinstallieren kann, spielt nichts zur Sache! Fehldesign!<br />
Auch kann es doch nicht sein, dass eine grafische Benutzeroberfl&#228;che erst ›wirklich produktiv‹ wird (so schreiben Ubuntu-Fanblogs!), wenn man eine l&#228;ngere Liste Tastenkommandos gelernt hat. &#8211; Hallo — eine grafische Benutzeroberfl&#228;che sollte es gerade unn&#246;tig machen, dass man mit der Tastatur arbeiten *muss*!<br />
Puh, erst mal beruhigen. Man sieht, Oberfl&#228;chen&#228;nderungen verursachen immer hochemotionale Regungen in der Community. Aber Unity ist auch wirklich richtig schlecht. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
In der Anwendungssuche werden zur Installation angebotene Anwendungen prominent angezeigt, w&#228;hrend die Liste mit den zu einem Stichwort gesuchten <em>installierten</em> zusammengeklappt wird. Auch irgendeine Strategie, ein Konzept wie man die Verwaltung dieser Such-›Linsen‹ plant, kann ich nicht erkennen. Ich k&#246;nnte jedes zweite Design-Element von Unity auseinandernehmen; ich sehe darin einfach keine klare Linie und Vision; St&#252;ckwerk; der Desktop geht am Nutzer vorbei, zuallererst an mir.</p>
<p><strong>3 &#8211; Compiz als Grundlage</strong><a name="compiz"></a><br />
Ich bin Compiz-<span style="text-decoration: underline;">Enthusiast</span> seit 2006. Ich liebe Compiz. Ich wei&#223;, das klingt seltsam. Ich liebe meinen Firefox mit seinen dr&#246;lfzig Add-Ons und ich liebe mein bis ins letzte Detail konfiguriertes Compiz. Ich liebe es. (Das Wort verwende ich nur mit dem allergr&#246;&#223;ten Bedacht, doch hier z&#246;gere ich keinen Moment, es zu benutzen.) Ohne die Grundparadigmen seiner Bedienung will ich nicht mehr am PC arbeiten.<br />
Ich bin es gewohnt, mit einem Mausschwenk oder Tastendruck das Schicksal von dutzenden Fenstern zu kontrollieren, in einer Geschwindigkeit und Direktheit, die Mac-Nutzer ins Staunen versetzt. Ich liebe die wabbelnden Fenster und die sich aufspannenden Kontextmen&#252;s. Den W&#252;rfel &#8211; bei mir ein Zylinder &#8211; mit den virtuellen Arbeitsoberfl&#228;chen und 3D-Fenstertiefe. Ich bin verr&#252;ckt nach allem, was mehr organisches Element, Physik, Plastizit&#228;t, Realismus in meinen Computer-Alltag bringt.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/3220996?byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="400" height="300"></iframe><br />
(Klassiker-Video von 2007)</p>
<p>Canonical baut Unity seit Ubuntu 11.04 auf Grundlage des Compositing-Fenstermanagers Compiz auf. Darin eingegossen lassen sie noch ihr eigenes OpenGL-Toolkit Nux laufen, aber das Zentralmanagement &#252;ber die Komponenten hat der Fenstermanager. Das Unternehmen befindet sich in einer verzwickten Lage: Ihre Spezial-Patches f&#252;r GNOME 2 Shell gingen nicht Upstream &#8211; wie schon erw&#228;hnt durch eine Mischung aus Absonderungswillen und Arroganz &#8211; aber jetzt ist GNOME 3 Shell fertig und macht ihre Anpassungen inkompatibel. Nicht einfach inkompatibel, sondern unumsetzbar mit den neuen Gegebenheiten. Man k&#246;nnte fast meinen, die Erkenntnis traf die Truppe ein bisschen &#252;berraschend. Man hat also viel Forschung und Integration &#252;ber Jahre voran getrieben, und steht pl&#246;tzlich ohne passendes Fundament da. GNOME 2-Komponenten werden veralten, einen Fork zu machen ein irrwitziges Unterfangen, alles aufgeben will man aber auch nicht, nicht zuletzt, weil es zum Bild der Distribution geworden ist und Nutzer sich daran gew&#246;hnt haben. Was also tun? Canonicals Antwort: Wir nehmen das aktuelle GNOME 3 als Grundlage, ersetzen aber die f&#252;r unsere Vorhaben unanpassbare Shell durch eine eigene. Ein sch&#246;ner Kompromiss, will man meinen.<br />
Ich sage: Compiz ist nicht die L&#246;sung. Compiz ist ein au&#223;erordentliches Projekt, getrieben vom Experimentiergeist &#8211; und das ist auch gut so. Canonical denkt, es sei ihre L&#246;sung und begeht damit einen Fehler: Ist es nicht, denn es ist nicht in das Desktop Environment als ganzes integriert. Hier kommen wir wieder bei den Bedienparadigmen an.<br />
Was sie also tun, ist den Unity-Desktop <em>IN</em> Compiz hineinzubauen, was reichlich absurd ist. F&#252;r Compiz sprach wahrscheinlich die extreme Plugin-Architektur; die Situation, das man schon bisher f&#252;r Desktop-Effekte darauf gesetzt hatte und keine Feature Regessions bei den Nutzern wollte, und ihr offizielles Statement, dass man sich mit Compiz besser auskenne als mit Mutter (der neue GNOME 3 Shell-Fenstermanager mit Compositing-F&#228;higkeiten). &#220;berhaupt, die neue Unity-Oberfl&#228;che sollte 3D sein und Fenster verwalten, da ist es doch am einfachsten, man erweitert einen (unsichtbaren) Fenstermanager um eine (sichtbare) eigene Bedienoberfl&#228;che und vereinheitlicht mit einer eigenen Konfiguration. Das haben sie getan, und jetzt haben sie das Problem, dass die GNOME 3-Plattform sich mit jedem Major-Release in sich konsistenter macht in ihrem Ziel, ihr neues Bedienparadigma ganzheitlich umzusetzen. Jede Komponente bei GNOME 3 ist darauf ausgelegt und strebt das Projektziel an, das sich in ganz grunds&#228;tzlichen Fragen, eben Bedienparadigmen, von dem doch eher klassischen Ansatz Unitys unterscheidet. Also in Zukunft wieder viele GNOME-Komponenten patchen?</p>
<p>»<em>Hier entsteht dann etwas der Eindruck, dass man bei Canonical nicht so recht wei&#223;, wie man die zunehmend divergierenden Ans&#228;tze von GNOME und Ubuntu zusammenbringen kann, um ein rundes Ganzes zu erzeugen.</em>« —<a href="http://derstandard.at/1317019445461/Oneiric-Ocelot-Ubuntu-1110-veroeffentlicht---und-gleich-im-Test">derStandard.at-Test von Ubuntu 11.10</a> (S. 14)</p>
<p>Wenn man sich diese Trag&#246;die anschaut, sieht man wieder ganz deutlich, warum ein offenes Entwicklungsmodell und Kollaboration und gemeinsames verst&#228;ndiges Entwickeln in der Welt von kleinen Unternehmen und offenen Systemen ein MUSS ist.<br />
Trotzdem glaube ich, hat Canonical in Anbetracht ihrer Situation das Richtige getan &#8211; zum Einen, weil ihre Patches f&#252;r neue Konzepte wie Indikatoren nicht Upstream gingen, und das ist de facto ein Problem f&#252;r sie, zum anderen, weil ihre Ideen teilweise doch wirklich etwas taugen. Sie m&#252;ssen nat&#252;rlich noch (sehr viel^^) geschliffen werden, aber sind auf dem besten Wege zu einem tollen Nutzungserlebnis f&#252;r den nicht professionellen Heimanwender &#8211; f&#252;r die Massen. Maximierte Anwendungen sind z.B. sehr nett umgesetzt. Das Potential ist da. Canonical wird die Verzahnung von Compiz und Desktop irgendwie hinbekommen, aber es wird keine Integration sein und es wird sie noch sehr viel Ressourcen kosten. Ihr Problem ist heute ihr historisches Setzen auf GNOME und dessen &#214;kosystem (was damals jedoch zweifelsfrei die vern&#252;nftigere Wahl war), wenn man den Alleinstellungsdrang sowieso nicht als Problem betrachten will.</p>
<p><strong>4 &#8211; Canonical, der Schurke</strong><a name="canonical"></a><br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/apluntu.png"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1498" title="&quot;Apluntu&quot;, geklaut von be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/apluntu-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich muss an dieser Stelle meiner Entt&#228;uschung &#252;ber Ubuntu in den letzten Versionen Luft machen. Ich war Nutzer seit 5.04 Hoary Hedgehog, davor Fedora, Debian und SuSE. Bei Ubuntu habe ich meine Heimat gefunden, eine Distribution, die sich von Release zu Release f&#252;r mich als Nutzer verbesserte, einfach *funktionierte*, sch&#246;n schlank kam, auf dass ich meine pers&#246;nlichen Anpassungen auf sie schmei&#223;en konnte, und mit einfachen Systemtools punktete.<br />
Mit 11.04 Natty Narwhal &#228;nderte sich das. Der neue Standarddesktop wurde Unity, und ich h&#228;tte in 11.04 noch GNOME 2 Shell trotzdem als meinen Desktop starten k&#246;nnen, w&#228;re das vollkommen verhunzte System nicht gewesen. Angefangen von GRUB, der falsch installierte und nun auch keine Installationsoption mehr bot, &#252;ber den Kernel, der ohne ACPI-Deaktivierung nicht mehr bootete, was in einem permanenten Stromverbrauch des Hexacore-Rechners von &#252;ber 150 W und hochlaufendem L&#252;fter resultierte, bis zu widerspenstigen Compiz-Paketen und einer Reihe von Anwendungen, die pl&#246;tzlich sehr seltsames Verhalten zeigten. Und Ubuntu 11.10 soll ja noch viel kaputter geworden sein.<br />
Der Selbstgeltungszwang und die entschiedene Abgrenzung mit der Marke ›Ubuntu‹ vom restlichen Linux-Distributionsgeschenen von Canonical wird immer schlimmer, und es immer schwerer, die Sonderwege, die Ubuntu geht, in einer Installation loszuwerden.<br />
Die Anstrengungen in das ›Software-Center‹, die angestrebte ›Appifizierung‹ (wie ich ›App‹ f&#252;r Desktop-Anwendung hasse!) und die enge ›heile Welt‹, in die einen Canonical mit seinem &#214;kosystem-Korsett zu f&#252;hren versucht, machen nur umso deutlicher, was schon lange offensichtlich durch das selbstherrliche Auftreten des Unternehmens ist: Sie m&#246;chten das ›Apple der Linux-Welt‹ sein. Nebenbei wird Basis-Software wie GIMP und Synaptic aus der Distribution entfernt, ich meine, SYNAPTIC!! Eine Distribution, die den grafischen hochfunktionalen und essentiellen Paketmanager aus der Standardinstallation mit einem App Store ersetzt, ist nicht mehr die meine!<br />
Das &#220;brige tun die von Canonical gew&#252;nschten Copyright Assignment zu Kernprojekten wie dem Sotware-Center (Code-Einreicher geben Canonical unbegrenztes Lizenzierungsrecht &#252;ber ihren eingereichten Code, dieses kann ihn dann sp&#228;ter auch propriet&#228;r machen; laut Mark Shuttleworth, um dadurch den ›Wettbewerb‹ mit anderen Projekten zu erh&#246;hen und besseren Code abzuliefern, <a href="http://blog.tenstral.net/2011/08/ds2011-panel-on-copyright-assignment.html">so argumentiert er</a>, ernsthaft!). Das Unternehmen wird mir unsympathisch bis ins Mark (h&#246;h&#246;!). Es lohnt sich, in <a href="http://bethesignal.org/blog/2011/03/12/relationship-between-canonical-gnome/">die Chroniken eines GNOME-Entwicklers</a> &#252;ber die Zusammenarbeit mit Canonical hineinzulesen.</p>
<p>Das alles war f&#252;r mich Grund, meine Langzeitbeziehung zu Ubuntu zu beenden und auf <a href="http://linuxmint.com">Linux Mint Debian Edition</a>/Debian Testing zu wechseln, und langfristig auf KDE 4. Ubuntu 11.04+ bringt mich in die Situation, Linux-Einstiegswilligen keine Empfehlung mehr reinen Herzens f&#252;r eine Distribution aussprechen zu k&#246;nnen. Ubuntu hat meistens funktioniert. Mandriva und Mageia, die vielleicht am ehesten vergleichbaren Distributionen, sind mir zu exotisch, beziehungsweise unpopul&#228;r, openSUSE ist leider f&#252;r den Einsteiger wie den willigen Amateur nach meiner Meinung eine Konfigurations-Katastrophe.</p>
<p><strong>5 &#8211; Flucht!</strong><a name="flucht"></a><br />
Wie bereits ausgef&#252;hrt, bin ich ehrlich angetan von GNOMEs neuem Nutzungsparadigma, aber es ist nichts f&#252;r mich, weil ich mit etwas mehr technischem Verst&#228;ndnis als der Normalnutzer wei&#223;, wie ich schneller ans Ziel komme als &#252;ber die neuen chicen Nutzungswege, die GNOME 3 einf&#252;hrt. Sie vereinfachen vieles bisher Versteckte und Komplizierte und machen es einfacher zu lernen, aber ich bin nun mal versierter und schon ganz andere (multiple) M&#246;glichkeiten gewohnt als die, die das neue GNOME mir nun noch anbietet. Es ist tats&#228;chlich intuitiver; uns f&#228;llt das wahrscheinlich nicht auf, weil wir schon so ›versaut‹ von der Technik-abstammenden Bedienung sind. Ich werde damit langsamer, aber ich bin mir sicher, ein Gro&#223;teil der Nutzer wird damit schneller.<br />
Als GNOME 3-Abtr&#252;nniger hat man &#252;berschaubare Optionen, sofern man bei einer gro&#223;en integrierten Desktop-Umgebung bleiben m&#246;chte, weil man den gebotenen Komfort sch&#228;tzt: Festhalten an GNOME 2 beziehungsweise dem Fork ›<a href="http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&amp;px=OTgxMA">MATE</a>‹, Wechsel auf <a href="http://xfce.org/">Xfce</a>, oder Migration auf <a href="http://kde.org/">KDE</a> SC 4. Ich sage bewusst Migration, weil KDE eine ›andere Welt‹ ist mit seinen Qt-Anwendungen und eigenem Bibliotheken-Fundus als GNOME und Xfce mit GTK+.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/xfce-logo.png"><img class="size-thumbnail wp-image-1506 alignleft" title="Xfce-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/xfce-logo-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Ja, die Arbeit der Xfce-Entwickler wird in der Presse nicht gew&#252;rdigt. Die Desktop-Umgebung liefert ein sch&#246;n integriertes Anwendungsarsenal und bietet fortgeschrittene Features, die sich teils mehr als mit GNOME messen lassen k&#246;nnen (teil aber auch gar nicht). Insgesamt steht Xfce f&#252;r Reduktion von UI-Firlefanz und Addition von Pro-User-wesentlicher Funktionalit&#228;t. Der gewisse ›Firlefanz‹ hat mir in Xfce immer gefehlt, aber es ist <a href="http://xfce.org/about/tour">eine sehr solide Oberfl&#228;che</a>.<br />
Nicht wenige w&#228;hlten die Alternative nach ihrer Entt&#228;uschung &#252;ber Unity oder pers&#246;nlichen Inkompatibilit&#228;t mit GNOME 3 als ihr Refugium. Das ist keinesfalls verwerflich, doch jeder sollte sich klar machen: Xfce steht f&#252;r die Stagnation von UI-Evolution. Klassisch und konservativ. Wer sich daf&#252;r entscheidet, steigt mit gewisser Endg&#252;ltigkeit aus der *sinnvollen* Diskussion sowie Fortevolution der Desktop-Metaphern aus.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/linuxmint12-preview.jpg"><img class="size-full wp-image-1567 alignright" title="Linux Mint 12-Vorschau mit Mint GNOME Shell Extensions ›MGSE‹" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/linuxmint12-preview-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a>Das Selbe ist &#252;brigens der Fall bei allen, die den GNOME 2-Fork MATE aufgesprungen sind. Bei diesem ist obendrein h&#246;chst ungewiss, wie lange das Projekt &#252;berhaupt mit dem Mega-Unterfangen durchh&#228;lt. &#196;hnliches Problem wie beim KDE 3-Fork Trinity.<br />
Immer ernsthafter in Erw&#228;gung sollte auch das Bleiben bei GNOME mit GNOME 3 gezogen werden, das durch das von Woche zu Woche breiter werdende Angebot an GNOME 3-Anpassungsscripten zusehends attraktiver wird. Die Ubuntu zur Basis nehmende Distribution (also Achtung!) Linux Mint 12 will z.B. mit Mint GNOME Shell Extensions ›MGSE‹ <em>(siehe Bild)</em> das Nutzungsparadigma von GNOME 2 mit seiner klassischen Datei-orientierten Fensterliste und Anwendungsmen&#252;s f&#252;r GNOME 3-Anwender retten &#8211; und dennoch GNOME 3 Shell laufen lassen. Ein Ansatz, den ich f&#252;r am vielversprechendsten halte.</p>
<p><strong>6 &#8211; KDE</strong><a name="kde"></a><br />
<img class="size-full wp-image-1555 alignright" title="KDE-Logo" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE-Logo.png" alt="" width="128" height="128" />Ich habe vor, noch 2011 endg&#252;ltig auf KDE 4 Plasma zu wechseln, weil die eingeschlagene Richtung der GNOME 3 Shell mich zu sehr in meiner Arbeitsweise einschr&#228;nkt und ich mit KDE Plasma schon l&#228;nger lieb&#228;ugele. Diesen Juli ver&#246;ffentlichte das KDE-Projekt <a href="http://kde.org/announcements/4.7/">Version 4.7 von KDE Software Compilation</a> (SC) und ich habe dem Termin ziemlich entgegengefiebert.<br />
Ich m&#246;chte jeden ermutigen, die Desktop-Umgebung auszuprobieren, es macht wirklich sehr viel Spa&#223;. Wie ich schon Dezember 2008 auf Twitter schrieb, kombiniert KDE 4 die grafische Eleganz von Apples Aqua mit der Konfigurierbarkeit und dem Funktionsreichtum von KDE 3 &#8211; eine m&#228;chtige Mischung, deren gesundes Verh&#228;ltnis zu erforschen eben auch nicht ohne Experimente gelingen kann. Wer bisher nur KDE 3 kennt, wird sehr &#252;berrascht sein, wie das Projekt das Benutzerparadigma weiterentwickelt hat.<br />
<a href="http://kde.org/announcements/4.7/screenshots/dolphin-gwenview.png"><img class="alignleft size-full wp-image-1564" title="KDE 4.7 - Dateimanager Dolphin und Bildbetrachter Gwenview" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE47-Dolphin-Gwenview-Vorschaubild.png" alt="" width="300" height="169" /></a>Hochinteressant ist das Streben nach der der Nutzbarmachung von sogenannten ›Aktivit&#228;ten‹, eine logische Weiterentwickelung von mehreren virtuellen Arbeitsoberfl&#228;chen. Die Oberfl&#228;che soll sich kontextorientiert an die Aufgabe anpassen, also entsprechende Widgets anzeigen, Programmgruppen starten, oder <em>in</em> angepassten Programmen nur bestimmte Funktionen oder Inhalte anbieten. Das h&#246;rt sich &#228;u&#223;erst abstrakt an, man kann sich aber einen Nutzen ganz leicht schon vorstellen, wenn man nur einmal an die unterschiedlichen Nutzungsszenarien von Arbeit/Freizeit denkt. Aktivit&#228;ten-F&#228;higkeiten halten in immer mehr Komponenten des Desktops Einzug und der zuk&#252;nftige Nutzen f&#252;r mobile und Ultramobil-Ger&#228;te wie Tablets und Smartphones l&#228;sst sich schon erahnen.<br />
<iframe src="https://www.youtube.com/embed/ao4mQxwkyNY" frameborder="0" width="480" height="360"></iframe></p>
<p>Von dem pers&#246;nlichen Umstiegs-Schritt h&#228;lt mich bisher noch KWins Tr&#228;gheit auf meiner Hardware und mangelnde Eleganz in Details als alter Compiz-Poweruser, und Dolphins oftmals etwas unlogisches Verhalten ab (abgesehen von dem weiterhin Vermissen von aktuellen Paketen f&#252;r Debian Unstable *seufz*). &#220;berhaupt sind die meisten KDE-Programme eigentlich extrem cool, doch an der Alltagsbenutzbarkeit scheitert es zu oft an kleinen nervigen Details. Aber das wird; hoffe ich zumindest. Wenn man keinen Code einreicht, ist es immer schwierig mit den Feature Requests bei diesen Bug-geplagten Gro&#223;projekten. Die Arbeiten an KDE SC 4.8 sehen auch schon sehr vielversprechend aus.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/81PGq5zJG6Y?hd=1" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe><br />
<em> Beispiel Dateimanager Dolphin 2.0 im kommenden KDE SC 4.8: Sehr verhei&#223;ungsvoll, sehr lecker.</em></p>
<p><strong>7 &#8211; Der Wert einer sch&#246;nen Software-Architektur</strong><a name="software-architektur"></a><br />
KDE 4.0 Developer Preview war die Grundsteinlegung f&#252;r eine g&#228;nzlich neu gedachte Anwendungsplattform. Ich halte das KDE-Prinzip f&#252;r die durchdachtere L&#246;sung, f&#252;r langfristig besser angelegt, und es wird sich mit der Zeit sicher noch auszahlen. Ein Wort: Frameworks. Alles wurde abstrahiert, alles wurde dynamisch austauschbar und portierbar gemacht. Eine ausgezeichnete Einf&#252;hrung in die Software-Architektur von KDE SC 4 bekommt man in der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=UneGtZlehTU">Release Event Keynote von 4.0</a> bei Google.<br />
Zwei der ganz gro&#223;en Frameworks sind Phonon und Solid. Phonon als Multimedia-API, Solid als Schnittstelle f&#252;r die Erkennung von Hardwarekomponenten. Beispielsweise hat es zwar *hust* Jahre gedauert, bis nun auch in KDE GStreamer als Backend f&#252;r Phonon richtig eingezogen ist (wie bei GNOME, das fr&#252;h komplett und exklusiv ohne Abstraktion darauf setzte), aber das Meta-Modell &#8211; an dieser Stelle mit Phonon und den austauschbaren Sound-Backends &#8211; bot per Design gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Wahl, Freiheit und Potentialentwicklingschancen; h&#228;tte &#252;ber die Jahre auch verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig leicht auf neue Entwicklungen reagieren k&#246;nnen. Dass vieles bei KDE SC so lange brauchte, ist wahrscheinlich der Zahl der Entwickler und der ›selbstverschuldeten‹ zu erst notwendigen Schaffung und Stabilisierung von Meta-Frameworks geschuldet.<br />
Jetzt, da <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FSI-4TuUebs&amp;hd=1">KDE mit Plasma Active</a> auf <a href="http://www.golem.de/1108/85534.html">Tablets und Smartphones</a> expandieren will, zahlt sich die Entwicklungsarbeit in Solid aus, da nun Dinge wie Multicore-Erkennung nicht f&#252;r eine andere ganz eigen-spezifische Hardware-Plattform in dutzende Anwendungen h&#228;ndisch eingepflegt werden muss, sondern ein zentrales Framework die Informationen aggregiert und verteilt. Gerade bei Plasma Active wird deutlich, wie massiv skalierbar KDE 4 angelegt ist: Die verschiedenen Plasma Workspaces als dezidierte Oberfl&#228;chen f&#252;r verschiedene Ger&#228;te-Klassen basieren alle auf dem selben Widget-, bzw. ›Plasmoid‹-Arsenal und den selben Technologien, die hochabstrahiert neuangeordnet und neuintegriert neue Einsatzzwecke erm&#246;glichen. Die Plattform war per Design darauf ausgelegt, &#252;ber Ger&#228;te-Klassen hinweg eingesetzt werden zu k&#246;nnen.</p>
<p>Damit ist man dann vielleicht auch bei dem Kritikpunkt an KDE, der vor allem von GNOME-Anwendern vorgebracht wird: Es wird eine eindeutige Vision f&#252;r ein Oberfl&#228;chenmodell vermisst. Alles ist Baustein, doch der Kathedralen-Architekt ist nicht so richtig anwesend. Wo die Vision&#228;re des GNOME-Lagers Human Interface Guidelines schreiben und <a href="https://afaikblog.wordpress.com/2011/11/10/gnome-design-update/">UI-Skizzen auf dem Flip-Chart Board machen</a>, sind die Vision&#228;re im KDE-Projekt passionierte Technik-Designer. Sie w&#252;rden sich eigentlich bestens erg&#228;nzen. (Wer den Hinweis mit der Kathedrale verstanden hat, <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Die_Kathedrale_und_der_Basar">ist gut</a>; es ist richtig: Wir wollen doch mit freier Software eine Kathedrale bauen, die in ihrer Gr&#246;&#223;e den Vergleich nicht mit den propriet&#228;ren Domen zu scheuen braucht; der Basar braucht einen Baumeister!)<br />
Leider begeisterte auch mich in der Vergangenheit das Entwicklungsmodell der KDE-Plattform mehr, als das wirkliche Nutzen. Plasmoid-Zeug, das alles irgendwie spinnt, instabil ist, pl&#246;tzliches Verschwinden von Kontrollleisten und fitzelige Details in Plasmoid-Oberfl&#228;chen und systemauslastende Hintergrunddienste sind nur einige der nicht richtig sch&#246;nen Eigenarten des Desktops, an denen ich aneckte. Doch es wird besser, rapide.</p>
<p><strong>8 &#8211; Von Integriertheit und Harmonie</strong><a name="integriertheit"></a><br />
Compiz war damals revolution&#228;r, und der erste wirkliche Effekte-WM (obwohl schon KDE 3 anno dazumal (2004?) einige hochexperimentelle Compositing-Effekte bot) und sollte &#8211; wie seine Entwickler selber betonten &#8211; die Spielwiese f&#252;r neue Konzepte sein, die dann in die nativen Fenstermanager der Desktops integriert werden sollten. Alleine das ist sinnvoll f&#252;r den Standardnutzer. Compiz ist einfach ein Monster f&#252;r sich und so h&#252;bsch es auch ist, geh&#246;rt dieses Experimentierolymp in keine Normalnutzer-Standardinstallation.<br />
GNOME 3 hat mit dem Fenstermanager ›Mutter‹ die Chance vertan, ein ordentliches Animations- und Erweiterungsframework zu schaffen &#8211; das Ding ist statisch wie der Microsoft Windows Desktop Window Manager. (Ja, es geht offenbar irgendwie, die <a href="http://www.webupd8.org/2011/10/gnome-shell-focus-effects-extension.html">Fokus-Effekt-Erweiterung</a> sieht f&#252;r mich aber wie eine ›Injection‹ oder Hack aus, nicht wie der Gebrauch einer daf&#252;r ausgelegten Schnittstelle.) Immerhin sind Pl&#228;ne im Gespr&#228;ch, das Animationsframework Clutter direkt in Mutter und GTK+ zu integrieren, und nicht nur als Abh&#228;ngigkeit einzubinden. Dies w&#252;rde eine v&#246;llig neue Art von GNOME-Anwendungen erm&#246;glichen, die starken Gebrauch von Mac-artigen Effekten machen, und diese mit Wissen &#252;ber die Desktop-Geometrie verkn&#252;pfen (&#228;hnliches ist bei KWin auch im Gange).<br />
KDE SC macht es dagegen richtig: Perfektes Zusammenspiel von Desktop Plasma und Fenstermanager KWin &#8211; von Beginn an so konzipiert, nat&#252;rlich modular. Man sp&#252;rt, wie alles sch&#246;n durchdacht ist und ineinander &#252;bergreift, wie Plasmoid-Anwendungswidgets Gebrauch von KWin machen; die KWin-Einstellungen im KDE SC-Kontrollzentrum sitzen und perfekt mit der Konfiguration und dem Verhalten der Arbeitsoberfl&#228;che zusammenspielen; es f&#252;hlt sich alles wie aus einem Guss an. Das mag ich, und KDE &#8211; darum teilweise auch meine Euphorie &#8211; <span style="text-decoration: underline;">&#252;bertr&#228;gt Systemparadigmen von Mac OS X hierbei auf den freien Linux-Desktop,</span><span style="text-decoration: underline;"> wie man es in dieser Integriertheit und Innen-System-Harmonie dort bisher noch nicht sah</span>.<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE47vsGNOME32-Systemeinstellungen.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1577" title="KDE SC 4.7- vs. GNOME 3.2-Systemeinstellungen: Der erste Eindruck t&#228;uscht nicht..." src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/KDE47vsGNOME32-Systemeinstellungen-263x300.jpg" alt="" width="263" height="300" /></a> Die Arbeit ist gro&#223;artig! Die besprochene Integriertheit zieht sich bei KDE SC durch alle Bereiche: Die Benachrichtigungen k&#246;nnen im Kontrollzentrum feingranular f&#252;r jede Anwendung und Funktion aktiviert oder deaktiviert werden, gleich verf&#228;hrt man mit einem zentralen Kontrollpult bei der Einrichtung von Tastenkombinationen f&#252;r alle KDE-Anwendungen &#8211; es ist ein Traum!<br />
GNOME 3 versucht mit seinem neuen Systemeinstellungen mit KDE SC 4 gleichzuziehen, hat aber noch verdammt viel nachzuholen. Traditionell wurde bei GNOME alles auf seiner Insel entwickelt, und sp&#228;ter Upstream gebracht. Bei GNOME 3 hatten die Entwickler sich die Herausforderung gestellt, verschiedene Systemtools unter einer wirklich-wirklich konsistenten Konfigurationsoberfl&#228;che zu vereinen.</p>
<p><strong>9 &#8211; Plattform vs. &#214;kosystem</strong><a name="plattform"></a><br />
Mit GNOME 3 ist ein verst&#228;rkter Trend vom Insel-Upstream-Zusammenarbeiten hin zum Komponentenmodell erkennbar. Die nun tiefer verzahnten Systemelemente formen gemeinsam den Desktop. Tats&#228;chlich aber verh&#228;lt es sich so, dass GNOME, &#228;hnlich Apple im Vorgehen, ein eigenes &#214;kosystem schafft, w&#228;hrend KDE SC eine <em>Plattform</em> darstellt, in die man Komponenten hineinstecken kann, und welche diese dann in einem dynamischen Prozess integriert.<br />
Das habe ich schon an KDEs Herangehensweise an das Thema Multimedia-Backends illustriert: Man erstellt ein Meta-Framework, in die sich diese, oder eine jene andere Entwicklung backend-en l&#228;sst. Man ist hochflexibel, man ist auf der Geschwindigkeit der Str&#246;mung der Linux-Technologie, zumindest in der Theorie — und man erm&#246;glicht mehr evolution&#228;re Auslese und den Nutzern mehr Freiheit.<br />
Unterstrichen werden kann meine Meinung mit GNOMEs &#246;ffentlichen &#220;berlegungen, zuk&#252;nftig GTK+ und GNOME nur mehr f&#252;r Linux und keine anderen UNIXoide &#8211; und Windows, man denke an die Auswirkung auf GIMP &#8211; zu entwickeln. Das ist eindeutig &#214;kosystem-Strategie.<br />
Dass Canonicals Unity-Prozess eine langausgelegte &#214;kosystemstrategie zur Marktdifferenzierung ist, brauche ich eigentlich gar nicht erst zu erw&#228;hnen. Interessanterweise scheinen sie mit all ihrer Absonderungsarbeit tats&#228;chlich eine eigene Plattform zum Ziel zu haben &#8211; aber ganz im autorit&#228;ren Stile Apples.<br />
Ulkigerweise scheint dem Unternehmen selbst noch nicht klar ist, wie diese aussehen soll &#8211; zu beobachten an dem st&#228;ndigen Wechsel von Toolkits; der Bestrebung f&#252;r eine eigene Entwicklungsumgebung, aber jetzt schon mit veralteten Technologien usw. usf..<br />
Das sind meine Beobachtungen. Hieraus ergibt sich f&#252;r mich die Erkenntnis, dass die KDE SC-Plattform eher das darstellt, was ich unter Linux und freier Software verstehe. Und nutzen m&#246;chte.</p>
<p><strong>10 &#8211; Feature Regressions</strong><a name="featureregressions"></a><br />
&#8220;Never touch a running system&#8221;? Doch! Warum? Weil wir Fortschritt wollen und Fortschritt bedeutet auch Bruch mit Altem. Man muss aber fairerweise unterscheiden: Zum einen die evolution&#228;re und revolution&#228;re Weiterentwicklung von Software, die Br&#252;che in Paradigmen, Funktionalit&#228;t, Kompatibilit&#228;t n&#246;tig macht, will sie Fortschritt erreichen, und will sie sich sanieren. Zum anderen ›das Recht des Nutzers‹ auf allgemeine Funktionsf&#228;higkeit. Sind Entscheidungen von Gro&#223;projekten mit gro&#223;er Nutzerbasis, ›alles neu zu schreiben‹, tragbar? Ist es richtig, den Nutzer, selbst wenn nur vorr&#252;bergehend, mit starken Feature Regressions zu konfrontieren, sogar mit v&#246;llig neuen UI-Ans&#228;tzen, hat er sich doch &#252;ber die Jahre an die Software gew&#246;hnt und erwartet, dass sie nicht bricht? Es ist fast schon eine ethische Fragestellung, und sie ist bewusst provokant formuliert. Aus technischer und projektzentrierter Sicht f&#228;llt die Antwort nicht schwer: Das &#220;bel nimmt man in Kauf f&#252;r die Zukunft des Projektes, sei es eine Plattformaktualisierung, ein Schwenk auf eine elegantere Programmiersprache, die f&#252;r das Projekt besser geeignet ist, oder die Neuorientierung f&#252;r neue Interaktionsmodelle, oder alles zusammen. Das Problem wirkt sich insbesondere bei Projekten negativ aus, die sehr viel mehr technikbegeisterte Entwickler mit To-Boldly-Go-Innovationstrieb als Nutzbarkeitsinteressierte haben: Die Nutzer f&#252;hlen sich dann unverstanden. (Hier ein schieler Blick auf KDE SC 4.) Was dagegen getan werden kann: <span style="text-decoration: underline;">Kommunikation der Absichten</span>. Kommunikation ist das Wichtigste.</p>
<p><strong>11 &#8211; Philosophische Erg&#252;sse</strong><a name="philosophie"></a><br />
Das Wesen eines Linux-Geeks kennzeichnet sich mit dadurch, dass er hofft, dass alles besser *wird*. Wir sind ausdauernde Idealisten. (Ein Grund &#252;brigens, weshalb ich an eine Piratenpartei mit einer Gro&#223;zahl IT-Verst&#228;ndigen glaube.) Wir sind z&#228;h und wir nehmen mitunter unsagbare Verluste in Bedienung und Funktionsumfang in Kauf, weil wir &#252;berzeugt auf ein gro&#223;es Ziel hinleben, sei es ideologisch im Sinne der Freiheit, sei es durch den Gedanken an die neuen Horizonte, die sich durch Architekturumbauten werden anschiffen lassen. Weil wir daran glauben. Weil wir immer ein perfekteres Softwaredesign als Selbstzweck anstreben. Wir k&#228;mpfen nicht f&#252;r uns, sondern daf&#252;r, dass das Ding besser wird. Das macht uns zu den Guten. Und das gibt uns die moralische Legitimation daf&#252;r, Dinge zu brechen.<br />
So weit, so sch&#246;n. Doch die Sache geht &#252;ber ihren Selbstzweck hinaus in die gr&#246;&#223;ere Einheit ›Ziel‹. Denn IT-Projekte w&#228;ren als reiner Selbstzweck &#8211; „Weil wir es k&#246;nnen!“ &#8211; sinnlos. Ihr Selbstzweck liegt in ihrer Sch&#246;nheit und fortw&#228;hrender Evolution des Dinges. Und euch ist schon meine Verwendung des Begriffes ›Ding‹ aufgefallen: Genau das sind diese Projekte n&#228;mlich nur &#8211; sachliche Dinge. Nichts tut man sachlich ohne menschlichen Nutzen<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/CLU-Tron-Legacy.jpg"><img class="size-full wp-image-1521 alignright" title="C.L.U. 2 aus Tron: Legacy (Disney 2010)" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/CLU-Tron-Legacy-216x300.jpg" alt="" width="216" height="300" /></a> &#8211; und dieser sind die Nutzer, aber nat&#252;rlich auch der pers&#246;nlich-menschliche Spieltrieb der Entwickler, welche diese ›Dinge‹ erst beleben. Kommen wir nun auf die Kommunikation zur&#252;ck, die als Element zwischen Entwickler und Nutzer wichtig ist. Ein Ausloten zwischen Nutzerinteressen und denen des Dinges ist notwendig, und hier vertrete ich die Meinung, dass das Dinginteresse h&#246;her gestellt werden sollte: Darauf baut alles auf, was das Projekt als Ganzes ist. Die Nutzer k&#246;nnen sich vor Br&#252;chen str&#228;uben, wie sie wollen &#8211; Blockierung der Umsetzung des Idealismus der Entwickler f&#252;hrt zum langsamen Tod des Projektes, n&#228;mlich metaphorisch gesprochen zur Hemmung der Fortevolution und damit zum Aussterben. Nur kann es sein, dass die Entwickler den rechten Evolutionspfad noch nicht kennen &#8211; unwahrscheinlich, aber m&#246;glich &#8211; und da liegen die Nutzer in der Verantwortung. In Verantwortung f&#252;r das, was die reine, bessere Architektur des Dinges ist, nicht in Verantwortung daf&#252;r, sie an sich anzupassen.<br />
<em>C.L.U. 2 aus Tron: Legacy: Ein Programm, das <em>in Idealismus </em>geschrieben wurde, die Welt zu verbessern, dies aber zum Selbstzweck macht und nach vernichtender Perfektion strebt. Was ihm fehlt: Das Ziel f&#252;r die Gemeinschaft.</em></p>
<p><strong>12 &#8211; Wo es denn nun hingeht</strong><a name="zukunft"></a><br />
Ich konnte hierf&#252;r <a href="https://plus.google.com/113490624731194193134/posts">Leszek</a>, der mit seinem Podcast und vormals PDF-Magazin <a href="https://techviewpodcast.wordpress.com/">Techview</a> seit Jahren eines meiner inspirierenden Vorbilder in Sachen Linux- und IT-News-Geek ist, zu einem Kommentar &#252;berreden =) :<br />
»<em>Ich glaube, eine gro&#223;e Vision gibt es in den Desktops nicht mehr. Alle scheinen sich in die Entwicklung Touch zu bewegen und gleichzeitig neue Infrastrukturen in Form von Bibliotheken bzw. API-Anbindungen f&#252;r die Integration von Webapplikationen zu bieten. KDE beispielsweise setzt neben Solid jetzt auch richtig auf den E-Mail-/Kontakte-/Kalender-Austauschdienst Akonadi. GNOME 3 integriert ebenfalls mit ›Kontakte‹ und ›Dokumente‹ das Web in die Desktopoberfl&#228;che. Windows 8 soll ebenfalls eine Integration von verschiedenen Diensten bieten, dass sogar soweit geht, dass im &#214;ffnen-/Speichern-Dialog Webressourcen wie GMail, Flickr usw. angezeigt werden. Ich denke, im Nachfolger von OS X Lion wird es &#228;hnlich werden.</em><br />
<em>Augenscheinlich ist aber, dass Microsoft und die Linux-Desktops ihr Aussehen und ihr Bedienkonzept teilweise komplett &#228;ndern. Bei Mac OS X fehlt das noch. Ich k&#246;nnte mir vorstellen, dass Launchpad (der ›iOS-Launcher‹ f&#252;r den Desktop) bei der n&#228;chsten Version noch weiter ausgebaut werden wird und dann eventuell als Desktopersatz zum Standard erkl&#228;rt wird.</em>« Danke! (Einen Blick wert sind &#252;brigens auch seine Linux-Distributionen <a href="http://www.zevenos.com/de">ZevenOS und ZevenOS-Neptune</a>!)<br />
Faszinierend zu beobachten ist im Moment, dass sich drei der gr&#246;&#223;ten Arbeitsoberfl&#228;chen in sehr &#228;hnliche Richtungen entwickeln: GNOME 3, Canonicals Unity, Apples Mac OS X Aqua. Ein interessanter weiterf&#252;hrender Denkansto&#223; dazu bietet der Artikel <a href="http://www.muktware.com/blog/45/290/23/2010/396?page=0,0">Mac OS X Lion Features are Ubuntu Rip-Off</a>.<br />
Da kann ich gleich einhaken: Es gibt gute Gr&#252;nde, warum ich nicht OS X als Haupt-OS nutze, obwohl ich einen Hackintosh besitze: Ich will die Oberfl&#228;che nicht auf Dauer nutzen m&#252;ssen. Sie schr&#228;nkt mich ein, sie ist hinderlich, verumst&#228;ndlicht Abl&#228;ufe. Aqua ist ein zwar perfekt designtes, aber fitzeliges UI, das mich in seine akkuraten Bahnen zwingt. Die Linux-Desktops waren bisher selbst mit dem beh&#252;tenden GNOME Gegenentw&#252;rfe zu dieser Mentalit&#228;t, doch GNOME 3 und Unity rei&#223;en das Ruder ganz klar in Richtung Apple-Kopie. Ich habe Bedenken bei dieser Entwicklung. Mittlerweile kann ich es jedoch, so es um GNOME 3 geht, f&#252;r mich relativieren, da immer mehr vorhandene Userscripte ein umfangreicheres Personalisieren erm&#246;glichen.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Activity-Journal-Prototyp.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1531" title="Activity-Journal-Prototyp, soll letztlich in die &quot;Aktivit&#228;ten&quot;-Shell kommen" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Activity-Journal-Prototyp-300x195.png" alt="" width="300" height="195" /></a>Die Str&#246;mungen, die ich so erkenne, sind generell der Wunsch, Dateien zu Informationen zu machen und als Information behandelnd zu kategorisieren. GNOME 3 und indirekt Unity haben mit <a href="http://zeitgeist-project.com/experience/">Zeitgeist und dem Activity Journal</a> aufregende Forschungsfelder aufgetan und dabei Pionierarbeit geleistet. Was habe ich gestern <a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2011/04/zeitgeist-work-towards-gnome-3-2/">f&#252;r Dokumente bearbeitet</a>, welche Videos habe ich gesehen, was ist meine meistgespielte Musik des Monats? Welche Programme habe ich wof&#252;r wann verwendet, wo habe ich gespeichert? Solche Fragen k&#246;nnen die GNOME-Unterprojekte beantworten und stellen dabei Schnittstellen f&#252;r alle Destop-Anwendungen zur Verf&#252;gung, womit diese Zugriff auf Datenbanken mit gro&#223;en Wissen &#252;ber die Nutzergewohnheiten erlangen, was zu einer noch nie gekannten ›Service-Intelligenz‹ der Computeroberfl&#228;che f&#252;hren kann. <em>Bild: Activity-Journal-Prototyp. Soll letztlich direkt in die ›Aktivit&#228;ten‹-Shell-Oberfl&#228;che mit reicher Such-Grammatik integriert werden.</em><br />
Erfreulich hier, dass <a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2010/11/zeitgeist-coming-to-kde/">auch KDE an der Integration von Zeitgeist arbeitet</a>. Umso erfreulicher, dass KDE im Rahmen seines <a href="https://beyondserenity.wordpress.com/2010/08/29/nepomuk_in_kde_-_theorie_und_praxis/">Nepomuk-Projekts</a>, das sogar von der EU mit Millionen Euro mitfinanziert wurde, an einem &#8211; Framework &#8211; wie sollte es anders sein &#8211; zur Sammlung und Vernetzung von verschiedendsten Metadaten &#252;ber Dateien arbeitet. Das Ergebnis eines so von den Anwendungen automatisch get&#228;tigten Durchbeschriften mit Schlagw&#246;rtern und technischen Informationen und der vom Anwender selbst mitgeteilten pers&#246;nlichen Bedeutung f&#252;r ihn im Sinne einer Qualit&#228;t, bahnt ebenfalls die Stra&#223;e zu einer neuen Generation von Anwendungen: Die, welche von einer zentralen Datenbank gef&#252;ttert, Ontologie-basiert, erstmals wissen, *was auf dem Computer <em>IST</em>*, und welche Beziehung es zum Nutzer hat. Klassische Index-Suchen werden nebenbei auch immer besser, und sind wie bei KDE SC 4 schon tief in der Standardkompilation integriert. Es w&#228;re jedoch w&#252;nschenswert, dass die KDE-Entwickler es cooler finden w&#252;rden, mehr Frontend-Bewegung erkennen zu lassen, als &#252;ber die ungeahnten M&#246;glichkeiten ihrer Technologie zu philosophieren, sonst bleibt der semantische Desktop auf KDE leider weiterhin ein Buzzword.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/beos.png"><img class="size-medium wp-image-1506 alignright" title="Ein BeOS-Desktop" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/beos.thumbnail.png" alt="" width="128" height="96" /></a>Wie schon herausgekommen sein m&#252;sste, habe ich ein Faible f&#252;r Sch&#246;nheit in Konzept-Architektur. So bin ich auch ein gro&#223;er Fan von <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/BeOS">BeOS</a> und <a href="http://www.haiku-os.org/">Haiku</a>, die ihrerseits durch ein extrem modulares, dynamisches Konzept bestechen. Das 2000 wegen Microsoft&#8217;schen Kartellverst&#246;&#223;en aufgegebene Betriebssystem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ggCODBIfWKY">BeOS</a> (und dessen Open Source-Nachbildung Haiku) f&#252;hrte das Be File System BFS ein, das noch nach heutigen Ma&#223;st&#228;ben eine Revolution darstellt: Metadaten und Programm-Assoziationen zu Dateien werden in eine im Dateisystem integrierte Datenbank geschrieben. Dies hat weitreichende Konsequenzen f&#252;r alle Anwendungen auf dem System, die sich viel Code sparen, und obendrein untereinander interoperabler werden. Auch die Dateisuche findet direkt &#252;ber die Dateisystem-Datenbank ohne zus&#228;tzlichen Indizierungsdienst statt, ist also ressourcensparend und extrem flink.<br />
Das habe ich an den neuen Ideen des Linux-Desktops zu kritisieren: Sie k&#246;nnen schnell in ›Bloatware‹ ausarten. Zeitgeist, Nepomuk, Strigi, Tracker, Akonadi und wie sie alle hei&#223;en, sind zus&#228;tzliche Dienste, die eine weitere Abstraktionsschicht auf das Dateisystem legen. Microsoft hatte Gro&#223;es bei Windows Codename: Longhorn vor mit <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/WinFS">WinFS</a>, das in eine &#228;hnliche Richtung ging, ist aber bei der Entwicklung wegen der hoffnungslosen Aufbl&#228;hung und Verkomplexierung gescheitert. Warum setzen sich die Desktop-Entwickler nicht mal mit den Kernel-Entwicklern zusammen, und sprechen &#252;ber Metadaten auf Dateisystemebene? Warum l&#228;sst man die Chance bei dem gerade heranreifenden Next-Gen-Dateisystem Btrfs verstreichen, wirkliche tiefgreifende Innovation f&#252;r den Desktop zu erm&#246;glichen?</p>
<p><strong>13 &#8211; Neue Ger&#228;teklassen und die Konvergenz</strong><a name="konvergenz"></a><br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Asus-Eee-Pad-Transformer-Prime.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1549" title="ASUS Eee Pad Transformer Prime" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/Asus-Eee-Pad-Transformer-Prime-198x300.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a>Einer der sich f&#252;r n&#228;chstes Jahr abzeichnenden Computing-Trends sind Ultrabooks. Ultrabook &#8211; Intels Spezifikation f&#252;r extrem flache Notebooks im Stile des MacBook Air. Der Chip-Hersteller hat f&#252;r dieses neue Segment sein umfassendstes Kommunikationsprogramm seit Jahren angek&#252;ndigt, da wird bald richtig was geh&#8217;n. Ultrabooks sind d&#252;nn, und sie sind aus ganzen Bl&#246;cken gefr&#228;st: Neben Aluminium soll zur Produktionsteigerung auch Glasfaser als Geh&#228;use verwendet werden. Und sie sind d&#252;nn. Klingelt da etwas? Die n&#228;chste Tablet-Generation wird auch d&#252;nn, mit 8 mm und fallend sind Ger&#228;te angek&#252;ndigt. Es ist jetzt m&#246;glich, leistungsf&#228;hige Hardware ungeahnt kompakt zu packen, sogar mit starkem Akku, ordentlichen Lautsprechern, FullHD-Kamera und nat&#252;rlich mit Multitouchscreen. Ich sehe die Entwicklung klar dahin gehen, dass Tablets mit Docking-Stationen zu ultramobilen Laptops werden &#8211; eine Konvergenz der Ger&#228;teklassen. Intel setzt Energie in einen vollen <a href="http://www.golem.de/1109/86428.html">Android-Port f&#252;r x86</a>, auf der anderen Seite wird Windows 8 auch f&#252;r die ARM-Architektur erscheinen. Ich stelle mir Ger&#228;te vor, die Tablet sind, die aber durch Einstecken in ein Tastatur-Dock mehr Anschl&#252;sse bereitstellen, mehr Speicher, vielleicht mehr Rechenleistung. Mir kommt der Sabber bei dieser Vorstellung. Das ist die Art von mobilem Ger&#228;t, die ich m&#246;chte, endlich!<em><br />
ASUS Eee Pad Transformer Prime: Nvidia Tegra 3-Tablet mit Android 4 und Tastatur-Dock mit Zusatzakku, siehe <a href="https://www.youtube.com/watch?v=g8ogu3rgbFI">Spezifikationen</a></em></p>
<p>Stellt sich die Frage nach der konkreten Benutzeroberfl&#228;che solcher Ger&#228;te. Habe ich ein Tablet in der Hand, will ich mit geschwinden Touch-Gesten meinen Startbildschirm bedienen und Apps &#8211; wirklich Apps, vereinfachte und Touch-optimierte Varianten von Desktop-Anwendungen nutzen, um rasch an (meinst konsumierbare) Ergebnisse zu kommen. Sitze ich vor einem Notebook, m&#246;chte ich mein System bequem per Tastatur und Trackpad steuern, nicht unbedingt meine Arme heben, und auch eher nicht meinen Bildschirm verschmieren. Zudem ist meine Notebook-Steuerm&#246;glichkeit viel exakter als die per Touch und ich habe den Anspruch, mit Dateien und Werkzeugleisten umzugehen; meine Eingabekompetenz ist ›fitzelig-tauglich‹. Wie bringt man die zwei Welten zusammen?<br />
Spannend, was sich mal wieder bei Apple tut: Im diesem Sommer erschienen <a href="https://www.apple.com/de/macosx/whats-new/">Mac OS X 10.7 Lion</a> hielten bereits eine Reihe feiner iOS-Essenzen ihren Einzug. Auff&#228;lligste das ›nat&#252;rliche Scrollen‹ &#8211; Scrollen vom <em>Inhalt</em>, nicht Bewegen einer Scrolleiste mit dem Mausrad oder dem Trackpad. Dazu das von Leszek angesprochene Launchpad als iOS-artiger Anwendungsstarter, sowie systemweite Multitouch-Gesten auf dem Trackpad. Dass Apple in der Zukunft recompilierte iOS-Apps aus seinem unermesslichen Fundus an iPad-Software f&#252;r Macs mit Multitouch-Screen und vielleicht entkoppelbarer Tastatur anbieten wird, liegt nahe wie noch was.<br />
Microsofts Hoffnungstr&#228;ger <a href="http://www.golem.de/1109/86411.html">Windows 8</a> bezaubert den Nutzer auf allen PCs ab n&#228;chsten Sommer mit der neuen kubistischen Tablet-Oberfl&#228;che Metro als Standarddesktop, der nur mit dem klassischen Fenster-Desktop gewechselt werden soll, wenn es eine ›Legacy‹-Anwendung n&#246;tig macht &#8211; schlie&#223;lich ist in Zukunft ja alles ganz toll Touch-optimiert und in HTML5 und JavaScript geschrieben. Also, alles, ja. [...] Den alten Desktop wird es dabei nur noch auf x86(_64) geben, reine Windows-Tablets mit ARM-Prozessor werden nur mit Metro kommen. Microsoft bleibt uns noch einen Entwicklerfaden f&#252;r ernsthafte Anwendungen in ›Metro-style‹, wie sie es so gerne nennen, schuldig. Nichtsdestotrotz l&#228;sst sich die selbe Absicht in der Verschmelzung wie bei Mac OS X erkennen, wenn auch aus der entgegengesetzten Position, dass Microsoft noch keinen App-Fundus hat, sondern sie erst mit Windows etablieren will.<br />
Um endlich auf Linux zu kommen: GNOME 3 ist durch und durch geschaffen f&#252;r Ger&#228;te, die beides sein m&#246;chten, <span style="text-decoration: underline;">GNOME 3 <em>IST</em> die Konvergenz</span>, ist die Synthese! Es mag den Desktop-Nutzer gerade an manchen Stellen schmerzen, aber das ist die Richtung, und GNOME 3 und die GNOME 3 Shell tritt bestens aufgestellt in in diese neue Ger&#228;tewelt, von der ich glaube, dass sie die generelle Zukunft von Mobilcomputern ist.<br />
KDE hat Plasma Active als neue Voll-Touch-Umgebung, zwischen der und dem Standard-Plasma man w&#228;hrend der Sitzung wird wechseln k&#246;nnen, ohne die laufenden Anwendungen zu beenden, sie sogar wird mitnehmen. Der verhei&#223;ungsvolle Wechsel auf <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/en/wiki/QML">Qt QML</a> macht wie bei Android verschiedene Nutzeroberfl&#228;chen eines Programms f&#252;r verschiedene Aufl&#246;sungen, oder auch Umgebungs-Anforderungen m&#246;glich. Der E-Mail-Client wird also auf Plasma Active ein anderes Layout zeigen als auf Plasma, und doch ist es die selbe Anwendung. Auch eine kluge Herangehensweise mit dem Vorteil, den Power-Nutzer nicht einzuschr&#228;nken. &#8211; Und es wird an der Umsetzung dieser Vision gearbeitet, viele KDE-Entwickler besch&#228;ftigen sich bereits mit dem Freundlichmachen ihrer Anwendungen f&#252;r Touch-Ger&#228;te.<br />
Meinen vollen Enthusiasmus in Sachen Linux auf ›Tabbooks‹/›Lapdocks‹/›WebTops‹ schm&#228;lert zur Zeit noch, dass X.org noch immer eine Multitouch-API fehlt; sie wird von Version zu Version aufgeschoben. Das k&#246;nnte noch ein d&#252;steres Erwachen geben. Multitouch ist zwar m&#246;glich, man muss bisher aber die Eingabeger&#228;te direkt am Treiber ansprechen und daf&#252;r erst kennen, um sie dann in ein von X separates Framework zu mappen, welches &#252;berhaupt erst allgemeine Muster und damit Gesten erkennt. Canonical t&#228;tigte zumindest dabei einen l&#246;blichen Vorsto&#223; mit <a href="http://unity.ubuntu.com/projects/utouch/">uTouch</a>, das seit Ubuntu 10.10 mitinstalliert wird, leider aber auch auf anderen Distributionen erst einen speziell ›Hack‹-gepatchten X.org erfordert.<br />
Ja, danach sieht&#8217;s aus.</p>
<p><strong>14 &#8211; Finale</strong><a name="finale"></a><br />
Der Paradigmenumbruch findet statt. Es herrscht Aufbruchsstimmung. Die traditionelle Desktop-Metapher weicht nach Jahren etwas Neuem; was es ist, wird immer greifbarer. Es ist sehr erfreulich, dass man den Umbruch in der Industrie weitsichtig vorausgesp&#252;rt hat und jetzt besser aufgestellt ist als die propriet&#228;re Konkurrenz.<br />
Ich rate zum Experimentieren. Dabei auf die Nachhaltigkeit der eigenen Plattform-Entscheidung zu achten.<br />
Das Sch&#246;ne ist: Wir haben die Wahl auf Linux.<br />
Es sind aufregende Zeiten.</p>
<p><strong>15 – Auswahl weiterf&#252;hrender Artikel</strong><a name="artikel"></a><br />
Im Folgenden noch eine Auswahl einiger lesenswerter Artikel der letzten Monate, die es erm&#246;glichen, sich selbst ein breites Urteil zu bilden. Damit schneller ersichtlich ist, wohin eine Empfehlung f&#252;hrt, habe ich die Links sichtbar geschrieben.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Unity</span></p>
<ul>
<li>Unity &#8211; Der Anfang vom Ende f&#252;r Ubuntu?<br />
<a href="http://kofler.info/blog/154/1/Unity----Der-Anfang-vom-Ende-fuer-Ubuntu/">http://kofler.info/blog/154/1/Unity&#8212;-Der-Anfang-vom-Ende-fuer-Ubuntu/</a></li>
<li>What&#8217;s really going on with Ubuntu Unity (2010)<br />
<a href="http://blogs.computerworld.com/17234/whats_really_going_on_with_ubuntu_unity">http://blogs.computerworld.com/17234/whats_really_going_on_with_ubuntu_unity</a></li>
<li>Ubuntu 11.10 ohne Unity3D? — Unity 2D in Qt<br />
<a href="http://www.glasen-hardt.de/?p=1225">http://www.glasen-hardt.de/?p=1225</a></li>
<li>Schwingende Fenster: Neue Optik f&#252;r Linux &amp; Co. (2005, historisch!)<br />
<a href="http://www.golem.de/0504/37579-2.html">http://www.golem.de/0504/37579-2.html</a></li>
<li>Compiz is getting rapidly sick of Gnome &#8211; erkennbare Vor&#252;berlegungen zu Unity, wenn auch nicht von Canonical (2009)<br />
<a href="http://www.stefanoforenza.com/compiz-is-getting-rapidly-sick-of-gnome/">http://www.stefanoforenza.com/compiz-is-getting-rapidly-sick-of-gnome/</a></li>
<li>Warum Unity gut f&#252;r den freien Desktop ist<br />
<a href="http://fernmannblog.wordpress.com/2011/04/28/warum-unity-gut-fur-den-freien-desktop-ist/">http://fernmannblog.wordpress.com/2011/04/28/warum-unity-gut-fur-den-freien-desktop-ist/</a></li>
<li>Mac OS X Lion Features Are Ubuntu Rip-Off<br />
<a href="http://www.muktware.com/blog/45/290/23/2010/396?page=0,0">http://www.muktware.com/blog/45/290/23/2010/396?page=0,0</a></li>
<li>Distrowatch: Ubuntu erstmals mit deutlichem Popularit&#228;tsverlust<br />
<a href="http://derstandard.at/1308679567656/Distrowatch-Ubuntu-erstmals-mit-deutlichem-Popularitaetsverlust">http://derstandard.at/1308679567656/Distrowatch-Ubuntu-erstmals-mit-deutlichem-Popularitaetsverlust</a></li>
<li>»finde konsole nicht ubuntu 11.04«<br />
<a href="http://kenntwas.de/2011/linux/ubuntu/finde-konsole-nicht-ubuntu-11-04/">http://kenntwas.de/2011/linux/ubuntu/finde-konsole-nicht-ubuntu-11-04/</a></li>
<li>H&#228;lfte der Menschheit bald zu bl&#246;d f&#252;r Ubuntu (April 2011)<br />
<a href="http://www.naturalnik.de/wordpress/2011/04/halfte-der-menschheit-bald-zu-blod-fur-ubuntu/">http://www.naturalnik.de/wordpress/2011/04/halfte-der-menschheit-bald-zu-blod-fur-ubuntu/</a><br />
Besonders sch&#246;n: »<em>8 Tester haben es nicht geschafft, ein Icon zum Launcher hinzuzuf&#252;gen. Warum wei&#223; keiner so genau, das Ding hat sich halt gewehrt.</em> <em>9 von 11 Testern haben es geschafft, ein Fenster zu schlie&#223;en. Das klingt jetzt toll, aber die anderen 9 haben sich nur von pl&#246;tzlich auftauchenden Bugs oder verschwindenden Buttons nicht so sehr ablenken lassen wie die restlichen zwei.</em>«</li>
<li>User Testing of Unity Reveals Surprising Results<br />
<a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2011/11/user-testing-of-unity-reveals-some-surprising-results/">http://www.omgubuntu.co.uk/2011/11/user-testing-of-unity-reveals-some-surprising-results/</a><br />
»<em>Interestingly, the number of users who could tell how many apps were running was higher in 2010.</em>« &#8211; Vollkommen unbedenkliche Entwicklung, nicht wahr?</li>
<li>Ubuntu 11.10 ver&#246;ffentlicht &#8211; und gleich im Test<br />
<a href="http://derstandard.at/1317019445461/Oneiric-Ocelot-Ubuntu-1110-veroeffentlicht---und-gleich-im-Test">http://derstandard.at/1317019445461/Oneiric-Ocelot-Ubuntu-1110-veroeffentlicht&#8212;und-gleich-im-Test</a><br />
»<em>Hier entsteht dann etwas der Eindruck, dass man bei Canonical nicht so recht wei&#223;, wie man die zunehmend divergierenden Ans&#228;tze von GNOME und Ubuntu zusammenbringen kann, um ein rundes Ganzes zu erzeugen.</em>« (S. 14)</li>
<li>Jobs der Zweite? (2010)<br />
<a href="http://be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/">http://be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/</a></li>
<li>Ubuntu should zig to Apple’s zag<br />
<a href="http://bytebaker.com/2011/10/19/ubuntu-should-zig-to-apples-zag/">http://bytebaker.com/2011/10/19/ubuntu-should-zig-to-apples-zag/</a><br />
»<em>The longer I see Ubuntu’s development the more it seems that they are shunning the Unix philosophy in the name of “user friendliness” and “zero configuration”. And they’re doing it wrong. I think that’s absolutely the wrong way to go.</em>«</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Canonicals Copyright Assignments</span></p>
<ul>
<li>Harmony Agreements<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/06/harmony-agreements.html">http://blog.tenstral.net/2011/06/harmony-agreements.html</a></li>
<li>Shuttleworth: Firmen und freie Software<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/05/shuttleworth-firmen-und-freie-software.html">http://blog.tenstral.net/2011/05/shuttleworth-firmen-und-freie-software.html</a></li>
<li>Warum Copyright-Assignments schlecht sind… oder: Der Fall Canonical und die Community.<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/05/warum-copyright-assignments-schlecht.html">http://blog.tenstral.net/2011/05/warum-copyright-assignments-schlecht.html</a></li>
<li>Why I would not sign a Harmony Agreement<br />
<a href="http://blog.martin-graesslin.com/blog/2011/07/why-i-would-not-sign-a-harmony-agreement/">http://blog.martin-graesslin.com/blog/2011/07/why-i-would-not-sign-a-harmony-agreement/</a></li>
<li>DS2011 – Panel on Copyright Assignment<br />
<a href="http://blog.tenstral.net/2011/08/ds2011-panel-on-copyright-assignment.html">http://blog.tenstral.net/2011/08/ds2011-panel-on-copyright-assignment.html</a></li>
<li>Open-Source-Kontroverse: Mark Shuttleworth hofft auf ›Gro&#223;z&#252;gigkeit‹ der EntwicklerInnen<br />
<a href="http://derstandard.at/1311802889905/Open-Source-Kontroverse-Mark-Shuttleworth-hofft-auf-Grosszuegigkeit-der-EntwicklerInnen">http://derstandard.at/1311802889905/Open-Source-Kontroverse-Mark-Shuttleworth-hofft-auf-Grosszuegigkeit-der-EntwicklerInnen</a></li>
<li>Wie es besser geht: Contributor License Agreements mit Offenheitsverpflichtung<br />
<a href="http://www.golem.de/1109/86416.html">http://www.golem.de/1109/86416.html</a></li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">GNOME 3</span></p>
<ul>
<li>Eine Woche Gnome 3: Der uniformierte Desktop<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=86">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=86</a></li>
<li>Warum&#8230; Unity, Gnome und der Schlag ins Gesicht<br />
<a href="http://oyox.de/archives/141-Warum...-Unity,-Gnome-und-der-Schlag-ins-Gesicht.html">http://oyox.de/archives/141-Warum&#8230;-Unity,-Gnome-und-der-Schlag-ins-Gesicht.html</a></li>
<li>Wird GNOME wieder zum Zwerg? – eine Generalkritik zur neuen Shell<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=79">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=79</a></li>
<li>Adieu, Desktop. Der langsame Abschied von der Arbeitsoberfl&#228;che?<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=84">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=84</a></li>
<li>Taskleiste, Panel, Dock &amp; Co. oder: Der Vorteil der vergessenen Fensterlisten<br />
<a href="http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=91">http://www.knetfeder.de/linux/index.php?id=91</a></li>
<li>&#220;berlegungen zu GNOME 2 (Essay, 2002)<br />
<a href="http://ometer.com/free-software-ui.html">http://ometer.com/free-software-ui.html</a></li>
<li>On the relationship between Canonical and GNOME<br />
<a href="http://bethesignal.org/blog/2011/03/12/relationship-between-canonical-gnome/">http://bethesignal.org/blog/2011/03/12/relationship-between-canonical-gnome/</a></li>
<li>Timeline: It’s 2009… and they have a plan<br />
<a href="http://bethesignal.org/blog/2011/03/18/timeline-gnome-canonical-2009/">http://bethesignal.org/blog/2011/03/18/timeline-gnome-canonical-2009/</a></li>
<li>Linus Torvalds nennt GNOME 3 ein ›gro&#223;es Durcheinander‹<br />
<a href="http://www.golem.de/1108/85472.html">http://www.golem.de/1108/85472.html</a></li>
<li>A Fork Of GNOME 2: The Mate Desktop (August 2011)<br />
<a href="http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&amp;px=OTgxMA">http://www.phoronix.com/scan.php?page=news_item&amp;px=OTgxMA</a></li>
<li>Auf dem Desktop zieht “Revolution statt Evolution” nicht – auch nicht bei Apple<br />
<a href="http://campino2k.de/2011/08/18/auf-dem-desktop-zieht-revolution-statt-evolution-nicht-auch-nicht-bei-apple/">http://campino2k.de/2011/08/18/auf-dem-desktop-zieht-revolution-statt-evolution-nicht-auch-nicht-bei-apple/</a><br />
Mit h&#246;chst am&#252;santem Video eines genervten Lion-Nutzers!</li>
<li>GNOME-Designer Jon McCann about the future of GNOME3<br />
<a href="http://derstandard.at/1313024283546/Interview-GNOME-Designer-Jon-McCann-about-the-future-of-GNOME3">http://derstandard.at/1313024283546/Interview-GNOME-Designer-Jon-McCann-about-the-future-of-GNOME3</a><br />
GNOME-Entwickler ein bisschen gr&#246;&#223;enwahnsinnig? Wollen spezielle Audio-, Foto-, Dokumente-, Video- und Mail-Anwendungen f&#252;r GNOME 3 schreiben?!<br />
»<em>People will go off and do different things &#8211; and they certainly do have that right. But I still think if we value GNOME and we believe in GNOME we need to do the right thing by our own vision.</em>«<br />
»<em>I&#8217;m not saying that all this people will be completely convinced and that&#8217;s unfortunate but I think over time people will realize what we are doing has been at least thought through.</em>«<br />
»<em>I don&#8217;t think we are all that different in the end. There are a lot of things we have in common. Who doesn&#8217;t like to listen to music? Who doesn&#8217;t need to check email, who doesn&#8217;t need to chat with friends? Or lookup a map to know how to get to dinner, or even use the web, where most of the daily usage is nowadays. There is so much commonality. We do end up focusing on the differences more than we should.<br />
You do see a lot of hackers using Mac OS X these days and I think that&#8217;s a little bit unfortunate and probably there are many reasons why they do that, but that&#8217;s not immediately what you might think of as a super hacker-focused OS.</em>«<br />
»<em>Unfortunately on the internet &#8211; and in free software in particular &#8211; we have a lot of people whose voices aren&#8217;t heard very loudly, and we have to take their needs into accounts as well as those who are vocal.</em>«<br />
»<em>As how we react to those latest criticisms: It&#8217;s very difficult cause not all of those necessarily agree with one another. In some sense people who are against something think they have something in common, but when you look at it in more detail &#8211; which of course we try to do &#8211; very few actually agree on much of anything other than that&#8217;s not what they are used to.</em>«</li>
<li>&#8220;Anwender reagieren positiv auf GNOME 3&#8243;<br />
<a href="http://www.golem.de/1105/83493.html">http://www.golem.de/1105/83493.html</a></li>
<li>Linux Mint 12 Preview<br />
<a href="http://blog.linuxmint.com/?p=1851">http://blog.linuxmint.com/?p=1851</a><br />
»<em>We’ve been using application menus, window lists and other traditional desktop features for as far as I can remember. It looked different in KDE, Xfce, or even Windows and Mac OS, but it was similar. GNOME 3 is changing all that and is developing a better way for us to interact with our computer. From our point of view here at Linux Mint, we’re not sure they’re right, and we’re not sure they’re wrong either. What we’re sure of, is that if people aren’t given the choice they will be frustrated and our vision of an Operating System is that your computer should work for you and make you feel comfortable.</em>«</li>
<li>Nachrichten aus dem Land der GNOME-Shell (Juli 2011, reich bebilderter Ausblick auf GNOME 3.2)<br />
<a href="http://linuxundich.de/de/ubuntu/nachrichten-aus-dem-land-der-gnome-shell/">http://linuxundich.de/de/ubuntu/nachrichten-aus-dem-land-der-gnome-shell/</a></li>
<li>GNOME 3.2 ist da: Ein saftiger Nachschlag f&#252;r den Linux-Desktop<br />
<a href="http://derstandard.at/1314652803662/WebStandard-Test-GNOME-32-ist-da-Ein-saftiger-Nachschlag-fuer-den-Linux-Desktop">http://derstandard.at/1314652803662/WebStandard-Test-GNOME-32-ist-da-Ein-saftiger-Nachschlag-fuer-den-Linux-Desktop</a></li>
<li>GNOME Shell l&#228;uft k&#252;nftig auch ohne Hardware-3D-Support<br />
<a href="http://derstandard.at/1319181969534/Funktionstuechtig-GNOME-Shell-laeuft-kuenftig-auch-ohne-Hardware-3D-Support">http://derstandard.at/1319181969534/Funktionstuechtig-GNOME-Shell-laeuft-kuenftig-auch-ohne-Hardware-3D-Support</a></li>
<li>GNOME 3 Shells Fenstermanager ›Mutter‹ ist offenbar doch erweiterbar &#8211; hoffen wir auf die wabbelnden Fenster!<br />
<a href="http://www.webupd8.org/2011/10/gnome-shell-focus-effects-extension.html">http://www.webupd8.org/2011/10/gnome-shell-focus-effects-extension.html</a></li>
<li>GNOME3: Neue Designs zeigen weitere Zukunft des Desktop<br />
<a href="http://derstandard.at/1319182584290/Ausblick-GNOME3-Neue-Designs-zeigen-weitere-Zukunft-des-Desktop">http://derstandard.at/1319182584290/Ausblick-GNOME3-Neue-Designs-zeigen-weitere-Zukunft-des-Desktop</a><br />
Original Blog: GNOME Design Update <a href="https://afaikblog.wordpress.com/2011/11/10/gnome-design-update/">https://afaikblog.wordpress.com/2011/11/10/gnome-design-update/</a></li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">KDE</span></p>
<ul>
<li>KDE 4.0 Release Event Keynote (2008)<br />
<a href="https://www.youtube.com/watch?v=UneGtZlehTU">https://www.youtube.com/watch?v=UneGtZlehTU</a></li>
<li>Video: Aaron Seigo von KDE &#8211; Desktop Summit 2011 &#8211; Kleiner Beinahe-Versprecher des Oberfl&#228;chenchefs, ist aber auch kompliziert mit den ganzen Plasma-Komponenten <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
<a href="http://video.golem.de/oss/5475/aaron-seigo-von-kde-desktop-summit-2011.html">http://video.golem.de/oss/5475/aaron-seigo-von-kde-desktop-summit-2011.html</a></li>
<li>Chani&#8217;s KDE Screencasts: Activities in Action<br />
<a href="https://blip.tv/chanis-kde-screencasts/activities-in-action-4629891">https://blip.tv/chanis-kde-screencasts/activities-in-action-4629891</a></li>
<li>Plasma Active will mit iOS und Android gleichziehen<br />
<a href="http://www.golem.de/1108/85534.html">http://www.golem.de/1108/85534.html</a></li>
<li>Zeitgeist coming to KDE<br />
<a href="http://www.omgubuntu.co.uk/2010/11/zeitgeist-coming-to-kde/">http://www.omgubuntu.co.uk/2010/11/zeitgeist-coming-to-kde/</a><br />
und Golem: Zeitgeist-Integration in KDE <a href="http://www.golem.de/1106/84033.html">http://www.golem.de/1106/84033.html</a></li>
<li>Interview: KDE-Initiator Matthias Ettrich, Nokia (2009)<br />
<a href="http://www.linux-magazin.de/Online-Artikel/LIP-Lounge-KDE-Initiator-Matthias-Ettrich-Nokia">http://www.linux-magazin.de/Online-Artikel/LIP-Lounge-KDE-Initiator-Matthias-Ettrich-Nokia</a><br />
Hochinteressantes, aufschlussreiches Interview mit Matthias Ettrich, dem Gr&#252;nder von KDE; &#252;ber Featuritis sagt er:<br />
»<em>Die ersten KDE-Entwickler hatten einen klaren Fokus auf Endanwender. Dieser wurde sp&#228;ter von der Entwicklergemeinschaft und den fr&#252;hen Anwendern in Richtung Linuxexperten verschoben &#8211; erst langsam und schrittweise, dann immer schneller, und schlie&#223;lich wurde es Teil des Projektes. Denn oft gilt, ›wer macht hat Recht.‹ Ziel war es jedoch nie, den Linux-Anwendern einen ultra-konfigurierbaren Desktop mit Tausenden von Optionen zu geben, um damit jeden noch so verquasteten Workflow zu unterst&#252;tzen. Ziel war es vielmehr, Linux neue Anwenderschichten aus der Mitte der Gesellschaft zu erschlie&#223;en. Im Grunde ist der Mac mit Mac OS X das geworden, was Linux mit KDE h&#228;tte sein k&#246;nnen: Das bessere System.</em>«</li>
<li>Trinity – Desktop ohne Zukunft<br />
<a href="http://www.freiesmagazin.de/mobil/freiesMagazin-2011-09-bilder.html#11_09_trinity">http://www.freiesmagazin.de/mobil/freiesMagazin-2011-09-bilder.html#11_09_trinity</a></li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;">Gemischtes</span></p>
<ul>
<li>Video: Why Linux Sucks Talk 2011 (&#8220;less than before&#8221;)<br />
<a href="http://rockiger.com/de/blog/view/why-linux-sucks-talk-2011">http://rockiger.com/de/blog/view/why-linux-sucks-talk-2011</a></li>
<li>»<em>Von den 2 Milliarden Windows-Nutzern sind vielleicht 200 Mio. Poweruser, die mehr machen, der Rest braucht eine einfache Oberfl&#228;che. Betonung liegt hier auf EINE Oberfl&#228;che.</em>«<br />
<a href="http://forum.golem.de/kommentare/applikationen/steven-sinofsky-windows-8-bekommt-einen-app-store/byebye-windows/54661,2773858,2773858,read.html#msg-2773858">http://forum.golem.de/kommentare/applikationen/steven-sinofsky-windows-8-bekommt-einen-app-store/byebye-windows/54661,2773858,2773858,read.html#msg-2773858</a></li>
<li>»I&#8217;ve solved the GNOME suspend/poweroff controversy:«<br />
<a href="http://pic.twitter.com/gZqTEim">http://pic.twitter.com/gZqTEim</a></li>
<li>Uncyclopedia: GNOME<br />
<a href="http://uncyclopedia.wikia.com/wiki/GNOME">http://uncyclopedia.wikia.com/wiki/GNOME</a><br />
Ein bisschen Humor <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /><br />
»<em>Whereas KDE policy is „If you disKover some empty spaKe, add an useless feature or somethinK very very irritatinK. The iKon must be shiny, rotatinK, and Kontain at least one K.“, the GNOME policy is the opposite: „If you find a feature, it might confuse a user, so remove it.</em>“«</li>
</ul>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Bildrechte</strong></span>:</p>
<p>GNOME Foundation, <a href="http://derstandard.at/1319181917429/WebStandard-Test-Fedora-16-veroeffentlicht-Linux-Desktop-in-Fast-Bestform">derStandard.at</a> (K&#228;tzchen), Canonical (Unity), <a href="http://be-jo.net/2010/03/jobs-der-zweite/">be-jo.net</a> (Apluntu), Xfce, KDE, Disney, ASUS</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.frumble.de/blog/2011/11/11/zeiten-des-aufruhrs-die-desktop-frage-2011-eine-analyse/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine Ubuntu-Neuinstallation als Upgrade, richtig gemacht</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2009/05/27/eine-ubuntu-neuinstallation-als-upgrade-richtig-gemacht/</link>
		<comments>http://www.frumble.de/blog/2009/05/27/eine-ubuntu-neuinstallation-als-upgrade-richtig-gemacht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 May 2009 00:05:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt viele Nicht-Geeks, die sich in den letzten Jahren f&#252;r Linux auf dem Desktop entschieden haben, und es ist toll, dass es sie gibt! Das zeigt, wie weit wir in Benutzerfreundlichkeit sind. Der Ubuntu-Installationsassistent trifft, etwa bei der Partitionierung, also der Aufteilung der Festplatte, sehr undifferenzierte, pauschale Entscheidungen, wenn man ihn auf den Mach-alles-f&#252;r-mich-Werten&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt viele Nicht-Geeks, die sich in den letzten Jahren f&#252;r Linux auf dem Desktop entschieden haben, und es ist toll, dass es sie gibt! Das zeigt, wie weit wir in Benutzerfreundlichkeit sind.<br />
Der Ubuntu-Installationsassistent trifft, etwa bei der Partitionierung, also der Aufteilung der Festplatte, sehr undifferenzierte, pauschale Entscheidungen, wenn man ihn auf den Mach-alles-f&#252;r-mich-Werten bel&#228;sst, was die meisten Nutzer ja tun, weil sie sich nicht trauen, selbst &#252;ber das System zu bestimmen, sondern das System bestimmen lassen.</p>
<p>F&#252;r wen ist diese Anleitung? Ich wei&#223; es selber nicht so genau. Sie ist ein seltsamer Mischling zwischen pers&#246;nlichem Blog-Eintrag und einer Tipp-Sammlung. Sie richtet sich sicher nicht an Ubuntu-Einsteiger, sondern eher an die, die schon mehrmals ein Ubuntu installiert haben, die sich aber immer den Vorentscheidungen des Installationsassistenten gebeugt haben und nun mal von Grund auf alles richtig machen wollen. Ich will damit keine schrittweise Anleitung, sondern Anregungen und Ideen geben und auf M&#246;glichkeiten der Konfiguration aufmerksam machen. Der rote Faden ist ein ›Upgrade‹ auf das neue Ubuntu 9.04, das Ende April herauskam.</p>
<p><strong>Meine Haltung zu Upgrades</strong><br />
Upgrades sind Aktualisierungen von Systemen oder Programmen auf die n&#228;chste ›gro&#223;e‹ Version mit gr&#246;&#223;eren &#196;nderungen. Man kann Windows, Mac OS X und Linux-Distributionen auf die n&#228;chste gro&#223;e Ver&#246;ffentlichungsversion upgraden, ohne seine Systemeinstellungen, Programme und Dateien zu verlieren, theoretisch. Praktisch ist das unter Windows so, dass ein Upgrade ein meistens sowieso schon altes/benutztes/mit Software bespieltes und von Fehlern duchl&#246;chertes Windows-System noch mal zerkratzt, so dass man zwar in den meisten F&#228;llen ein benutzbares System erh&#228;lt, es aber einfach nicht rund l&#228;uft.<br />
In der Theorie ist das Upgrade eines Linux- oder sonst wie unixiiden Systems das sauberste, das man durchf&#252;hren kann, weil die Systembestandteile sehr klar deklariert sind, jede Datei versioniert, die Programme dabei eher evolution&#228;re als revolution&#228;re &#196;nderungen erfahren und au&#223;er dem Systemkern auch noch die allermeisten darauf laufenden Applikationen, da sie aus dem Paketserver-Pool der Linux-Distribution stammen, mitaktualisiert werden.<br />
Wann sollte man also dennoch eine Neuinstallation als Upgrade in Betracht ziehen? Vier m&#246;gliche Gr&#252;nde:</p>
<ul>
<li> Das System l&#228;uft irgendwie nicht mehr zuverl&#228;ssig, oder so, wie es sollte</li>
</ul>
<ul>
<li> Man hat das System ›verkonfiguriert‹</li>
</ul>
<ul>
<li> Man hat im Laufe der Zeit so viele zus&#228;tzliche Programmtitel zum Testen installiert, dass die Men&#252;s prallvoll sind und man hat keine Lust, von Hand auszumisten (wobei dann auch nur die Programme selber und nicht ihre mitgezogenen Abh&#228;ngigkeiten mitentfernt w&#252;rden)</li>
</ul>
<ul>
<li> Man m&#246;chte auf eine intelligentere Partitionierung umstellen</li>
</ul>
<p>Seht ihr eurer System in einem der Punkte beschrieben, dann rate ich euch wirklich: Macht eine Neuinstallation statt eines Upgrades. Das f&#252;hlt sich auch allein ideologisch schon besser an.</p>
<p><strong>Zur Konfiguration</strong><br />
Ein grundlegender Unterschied zum Microsoft-System: Mit Windows hat man immer Arbeit, ein Linux dagegen l&#228;uft in der Regel, nachdem man einmal eine hohe Konfigurationsh&#252;rde erreicht hat, sehr lange ziemlich gut.<br />
Ich selbst schiebe die Installation einer neuen Version immer einige Zeit vor mir her, weil es halt wirklich Arbeit ist. Dann nehme ich mir mehrere Tage einige Stunden das System vor, f&#252;r Ubuntu 9.04 habe ich gesch&#228;tzte 16h gebraucht, bis alles so lief, wie auf meiner vorigen Installation. Diese Zahl ist ungesch&#246;nt, aber ich will bemerken, dass ich ein Perfektionist bin, dann der Entwickler von <a href="http://www.frumble.de/blog/fertibunti/">Fertibunti</a> (was auch Zeit kostete), wirklich viel individuell haben m&#246;chte, und dass gerade mein Rechner (gem&#228;&#223; meinem Fachwissen, es darf ja nicht einfach funktionieren&#8230; Ich staune, wie toll sich die Computer meiner Freunde, die nicht so versiert sind, einer Ubuntu-Installation f&#252;gen&#8230;) mir gerne dazwischenfunkt.</p>
<p>Das, was wohl auf einem Windows-System am meisten Zeit verschlingt, ist die Installation von Software. Die <em>Installation</em>. Die Setups sind unglaublich lahm und umst&#228;ndlich. Die Einrichtung des Systems macht man bei Windows mehr oder weniger nebenher.</p>
<p>Durch die geniale Paketverwaltung von Linux-Distributionen nimmt dort die Nachinstallation zus&#228;tzlicher Programme den kleinsten Teil der Nacharbeit ein. Benutzt ihr <a href="http://www.frumble.de/blog/fertibunti/">mein Fertibunti</a>, das automatisch alles Notwendige und noch ein bisschen mehr nachinstalliert und einrichtet, kommt ihr zeitlich wirklich gut damit weg. Auf einem halbwegs aktuellen Rechner sollte das mit DSL 16.000 nicht &#252;ber eine Stunde dauern. Umgerechnet auf die Zeit, die diese Programmf&#252;lle durch den typischen Windows-Installationsweg vernichten w&#252;rde, w&#228;ren das sicher &#252;ber sechs Stunden Arbeit, und dabei macht Fertibunti alles automatisch.</p>
<p><strong>Wir sichern&#8230;</strong><br />
Bevor wir neuinstallieren, sollten wir nat&#252;rlich die wesentlichen Dinge unseres noch laufenden Systems sichern, ein paar, die mir wichtig erscheinen:</p>
<ul>
<li>/etc/fstab</li>
</ul>
<ul>
<li> /etc/X11/xorg.conf</li>
</ul>
<ul>
<li> /etc/apt/</li>
</ul>
<ul>
<li> /boot/grub/menu.lst</li>
</ul>
<p>&#220;berhaupt w&#228;re eine Komplettsicherung des Systems auf eine andere Festplatte/Partition ratsam. Ich empfehle daf&#252;r <a href="http://wiki.ubuntuusers.de/sbackup">sbackup</a>.</p>
<p>Hat man /home noch nicht auf einer separaten Partition (dazu sp&#228;ter mehr), so muss man nat&#252;rlich auch alle seine sichtbaren und versteckten Dateien in seinem ›Heim-Ordner‹ sichern. Dabei kann es vorkommen, dass einige Dateien sich nicht kopieren lassen, weil etwa die pers&#246;nlichen Rechte nicht dazu ausreichen. Es kann gesagt werden, dass die alle nichts Wichtiges sind, fast immer auch nur sehr klein. Einfach &#252;berspringen, das macht sp&#228;ter nichts aus.</p>
<p>Woran dann fast niemand mehr denkt, sind ›Sicherungen‹ von allgemeinen Systemzust&#228;nden. Ich rate, Bildschirmfotos zu machen:</p>
<ol>
<li> Vom Desktop mit offenem Nautilus-Fenster (so hat man die laufenden Panel-Applets und die Nautilus-Lesezeichen festgehalten)</li>
<li>Falls man ein alternatives Anmeldefenster installiert hat, den Anmeldefenstermanager &#246;ffnen und sich den Namen des Themas rausschreiben, damit man es sp&#228;ter wieder auf <a href="http://www.gnome-look.org/">Gnome-Look.org</a> findet</li>
<li>Eventuell schauen, wie man den Drucker konfiguriert hat</li>
<li>Von Synaptic (-Paketverwaltung) → Ursprung → Lokal/* (unter den Subkategorien von Lokal werden alle installierten Pakete gelistet, die nicht &#252;ber die System-Quellen von Apt installiert wurden)</li>
<li>Von GParded mit den Partitionen (Mountpunkte) (Wenn noch nicht installiert: Paket gparted installieren und dann &#252;ber System → Systemverwaltung → Partition Editor starten)</li>
</ol>
<p>Die Bildschirmfotos von GParded und eine Kopie der Datei /etc/fstab legt ihr nun auf einen USB-Stick, bereit f&#252;r die Installation.</p>
<p><strong>64-Bit?</strong><br />
Das ist eine Frage, die sehr oft in Linux-Foren gestellt wird: Soll ich die 32-Bit-, oder die 64-Bit-Version installieren?<br />
In den Foren melden sich dann oft die, die sagen, dass es sich nicht lohnt, weil man den Unterschied fast nicht sp&#252;rt, oder nur in pomp&#246;sen Datenbankanwendungen.</p>
<p>Ob man die 64-Bit-Version installieren sollte, wenn der Prozessor 64-Bit unterst&#252;tzt? Ich beantworte das mit einem klaren Ja, warum nicht!, mit einer Einschr&#228;nkung: Hat man unter 1 GB RAM, k&#246;nnte es besser sein, noch ein 32-Bit-System zu installieren.<br />
64-Bit bringt keine Nachteile mehr. Flash l&#228;uft gut, Java gibt es, Multimediacodecs machen seit Jahren keine Probleme mehr. Warum also sollte man auf ein bisschen Mehrleistung verzichten, wenn es die Hardware hergibt?<br />
Auch bei der Softwareauswahl muss man keine Abstriche machen, praktisch 1:1 hat man die gleiche F&#252;lle wie ein 32-Bit-Nutzer in den Quellen zur Verf&#252;gung.<br />
Linux war der erste Kernel f&#252;r die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/AMD64">AMD64-Plattform</a> (die auch heute Intel-Prozessoren implementieren, wenn sie 64-Bit-Code ausf&#252;hren) und damit zum ersten Mal in seiner Geschichte die Pr&#228;ferenz- und Standardplattform f&#252;r eine neue Rechnerarchitektur. Es l&#228;uft toll darauf.<br />
Anders als die 64-Bit-Versionen von Windows und Mac OS X kommt eine 64-Bit-Linux-Distribution ausschlie&#223;lich mit 64-Bit-Software daher und jedes Programm, das man &#252;ber die Paketverwaltung nachinstalliert, ist auch f&#252;r 64-Bit gebaut, abgesehen von einigen propriet&#228;ren Dingen wie Flash, Adobe Air oder Zattoo, die immer noch eine Kompatibilit&#228;tsschicht ben&#246;tigen, was aber auch wenig Probleme macht. Bis auf die codegeschlossenen Applikationen hat man dann tats&#228;chlich ein massiv 64-bittiges System, ist das nicht cool? Vergleicht das mit Windows, wo noch nicht mal Microsoft seine Produktpalette wenigstens zu einem nennenswerten Teil in 64-Bit anbietet, von den Drittanbietern ganz zu schweigen!</p>
<p><strong>/boot und /home als separate Partitionen</strong><br />
In einer Standardinstallation sind /boot und /home Unterverzeichnisse der „/“-Partition. Im Prinzip kann man jedes Verzeichnis einer Linux-Distribution aber auf eine separate Partition auslagern. Das bringt f&#252;r mich vor allem Systemsicherheit mit sich: Ich wei&#223; genau, dass der Kernel und die GRUB-Konfiguration auf dieser ersten kleinen Partition liegen, au&#223;erdem erlaubt es mir so, der &#252;bersichtlichen Konsequenz wegen, nur /boot als prim&#228;re Partition anzulegen und alle weiteren Partitionen als logische in einem erweiterten Container zu erstellen.<br />
/home als separate Partition sollte Pflicht sein: Ist das System besch&#228;digt und startet nicht mehr, kann man ›einfach‹ Linux noch einmal installieren und wieder die entsprechende Partition als /home einh&#228;ngen und man hat sofort seine individuelle Desktop-Konfiguration und sein Heimatverzeichnis. Theoretisch ist es auch m&#246;glich, f&#252;r mehrere Linux-Distributionen wie Ubuntu, Fedora und SUSE die gleiche Home-Partition anzugeben (was aber an der unterschiedlichen installierten Software dann in Men&#252;s nicht gut aussieht). Und sowieso, weil ich so oft neuinstalliere, w&#228;re es furchtbar umst&#228;ndlich, jedes mal /home zu sichern und sp&#228;ter zur&#252;ckzuspielen.</p>
<p><strong>Option 1: Eine frische Installation mit ganz neuer Partitionierung</strong><br />
Ich will hier nicht auf die einzelnen Schritte eingehen, weil ich einfach davon ausgehe, dass ihr ein ›Upgrade‹ machen wollt und schon mit fr&#252;heren Installationen Erfahrungen sammeln konntet. Nicht schaden kann es, wenn ihr euch den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partition_%28Festplatte%29">Wikipedia-Artikel zu Partitionen</a> durchlest, besonders die Sache mit prim&#228;ren, erweiterten und logischen Partitionen solltet ihr sp&#228;ter k&#246;nnen.</p>
<p>Zun&#228;chst ein ›Insider‹: Den Computer ausschalten und ein paar Minuten vor Beginn der Installation abk&#252;hlen lassen. Das ist wahrscheinlich vollkommen sinnlos, aber es gibt einem ein gutes Gef&#252;hl; wie »Jetzt ruhst Du dich noch einmal aus und dann geht es konzentriert los.«<br />
Auch das Zimmer mal gut durchl&#252;ften, damit man selbst genug Frischluft hat, um k&#252;hl denken zu k&#246;nnen. Vernachl&#228;ssigt das nicht, es ist ungeheuer wichtig, bei der Partitionierung keine Fehler zu machen.</p>
<p>Startet von der CD, w&#228;hlt ›Ubuntu ausprobieren (Rechner bleibt unver&#228;ndert)‹ aus dem Bootmen&#252; und wartet, bis die Oberfl&#228;che geladen ist.</p>
<p>Bei einer vollkommenen Neuinstallation (oder eben wenn man die Festplatte komplett neu einteilen m&#246;chte) mit dem Partitionseditor (unter System → Systemverwaltung) Platz f&#252;r /boot, /, /home und swap schaffen.<br />
Legt dann 4 neue Partitionen f&#252;r Ubuntu an (Dateisystem alle <a href="http://www.pro-linux.de/berichte/ext4/ext4.html">Ext4</a> bis auf Swap, da w&#228;hlt ihr ›Linux-Auslagerungsspeicher‹)</p>
<ul>
<li> /boot : 200 MB</li>
</ul>
<ul>
<li> / : 10-20 GB</li>
</ul>
<ul>
<li> swap : Mindestens so gro&#223; wie der verbaute Arbeitsspeicher, aber nicht mehr als doppelt so viel</li>
</ul>
<ul>
<li> /home : mindestens 10 GB</li>
</ul>
<p>Zu /home : Kommt darauf an, wie ihr vor habt, eure Nutzerdateien zu verwalten. Man kann entweder wirklich /home nutzen, um dort seine Bilder, Videos und die Musiksammlung unterzubringen, spricht nichts dagegen. Ich habe, um flexibler zu sein mit anderen Distributionen, auf /home nur das N&#246;tigste, also Konfigurationsdateien und meinen Podcasts-Ordner liegen und nutze die Partition mehr oder weniger als tempor&#228;res Abstelllager von Arbeitsdateien und speichere meine ›Eigenen Dateien‹ auf einer anderen Partition. Aber spricht wie gesagt nichts dagegen, /home f&#252;r alles zu nutzen.</p>
<p>Bleibt zu sagen, dass ihr die Partitionierung mit GParted durchf&#252;hren solltet, bevor ihr das Setup mit dem Icon auf dem Desktop startet.</p>
<p>Folgt dem Assistenten wie gewohnt, bis ihr gefragt werdet, wie ihr die »Festplatte vorbereiten« m&#246;chtet. Dort w&#228;hlt ihr »Partitionen manuell festlegen (fortgeschritten). Darauf seht ihr eure vorhin angelegte Partitionierung und k&#246;nnt den Partitionen Einh&#228;ngepunkte (auch ›Mountpoints‹) und Dateisysteme zuweisen (sollte nat&#252;rlich wieder alles Ext4 sein, bis auf die Swap).</p>
<p><strong>Option 2: Neuinstallation &#252;ber Vorg&#228;ngerversion von Ubuntu</strong><br />
Nach dem Starten von CD (analog zur vorherigen Option, mit ›Ubuntu ausprobieren (Rechner bleibt unver&#228;ndert)‹ ) den vorbereiteten USB-Stick mit den Bildschirmfotos und der fstab einstecken, dann den Installationsassistenten starten. Der USB-Stick sollte automatisch eingeh&#228;ngt und ge&#246;ffnet werden. Der Installationsassistent wird uns gleich anbieten, den USB-Stick wieder auszuh&#228;ngen, was wir aber dankend verneinen.</p>
<p><em>Fall 1</em>: Ihr habt im vorherigen Ubuntu noch keine separate /boot- und /home-Partition gehabt. Vor der Neuinstallation sichertet ihr also euer ganzes Benutzerverzeichnis unter /home inklusive aller versteckter Ordner auf DVD oder eine andere Partition oder Festplatte. Jetzt wollt ihr diese Partitionen anlegen, das geht am besten mit dem Partitionseditor (unter System → Systemverwaltung). Der sollte noch vor dem Installationsassistenten gestartet werden.<br />
Verschiebt, &#228;ndert Gr&#246;&#223;en und l&#246;scht nach euren W&#252;nschen vorhandene Partitionen, um, falls ihr das braucht und in der alten Installation gemerkt habt, dass ihr mehr Platz f&#252;r z.B. /home ben&#246;tigt, als zuvor die Partition hergegeben hat.</p>
<p><em>Fall 2</em>: Ihr habt schon eine /boot- und eine /home-Partition und seid damit zufrieden. Bestens.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/02-das-wichtigste.png"><img class="alignright size-medium wp-image-946" style="margin: 10px 5px;" title="Die wichtigsten Mountpunkte gem&#228;&#223; meiner alten Belegung wieder zugewiesen" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/02-das-wichtigste-300x168.png" alt="Die wichtigsten Mountpunkte gem&#228;&#223; meiner alten Belegung wieder zugewiesen" width="300" height="168" /></a>Im Installationsassistenten dann zun&#228;chst /boot, /, /home und swp (wieder) besetzen. Zum Formatieren davon nur die /boot- und /-Partition vormerken (bei Fall 2)! Dateisystem der Wahl f&#252;r /boot, / und /home (nur bei Fall 1 nat&#252;rlich auch /home formatieren) ist das neue schnelle Ext4.</p>
<p>Jetzt kommen unsere Bildschirmfotos von GParted vom Vorsystem ins Spiel. &#214;ffnet sie vom USB-Stick und richtet die Mountpunkte der anderen Partitionen getreu diesen Bildern ein. Dabei immer als Dateisystem das w&#228;hlen, was schon im Hauptfenster in der Spalte &#8220;Verwendung&#8221; steht. Der Mountpunkt muss mit der Tastatur eingegeben werden (etwa /media/sdb8) &#8211; eben so, wie er fr&#252;her schon war, gem&#228;&#223; dem Bildschirmfoto.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/03-alle-partitionen-zugewiesen.png"><img class="size-medium wp-image-947 alignnone" style="margin: 10px;" title="Alle Mountpunkte gem&#228;&#223; meiner alten Belegung wieder zugeteilt" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/03-alle-partitionen-zugewiesen-300x168.png" alt="Alle Mountpunkte gem&#228;&#223; meiner alten Belegung wieder zugeteilt" width="300" height="168" /></a><br />
&#220;brigens: Hat man in der vorherigen Installation einigen Partitionen noch gar keine fixen Mountpunkte verpasst, bietet sich nun die Gelegenheit dazu. Hei&#223;t die Partition etwa /dev/sda10, so kann man sie als /media/sda10 einh&#228;ngen lassen. (Bitte nicht beachten, dass ich in nebenstehendem Bild in den Mountpunkten immer sdb statt sda, wie das /dev-Ger&#228;t hei&#223;t, eingebe. Das hat esoterisch-unerkl&#228;rliche technische Gr&#252;nde, irgendwie zusammenh&#228;ngend mit meinem BIOS. Einfach nicht beachten. Auch bitte im Bild nicht darum k&#252;mmern, dass zwei Partitionen im Fensterfoto des Partitionseditors vom alten Ubuntu als &#8220;unbekannt&#8221; markiert sind; ich hatte diese schon als Ext4 benutzt, aber die dort eingesetzte Version des grafischen Partitionsmanagers unterst&#252;tzte zu dem Zeitpunkt noch kein Ext4.)<br />
Versucht nicht, meine Partitionierung zu verstehen. Macht euch nur klar, wie ihr die alten Belegungen der Mountpunkte &#252;bernehmt. Dieser Dialog ist der fordernste und gef&#228;hrlichste am ganzen Betriebssystem.</p>
<p>Die Partitionierung, egal wie frustierend sich das Werkzeug geb&#228;rdet, unbedingt gewissenhaft und mit gr&#246;&#223;ter Konzentration durchf&#252;hren, dabei mehrmals die Angaben auf Mountpunkte und Formatierungen &#252;berpr&#252;fen, gegebenenfalls hier sogar eine kleine Pause einlegen, wieder an den PC gehen und noch einmal alles &#252;berpr&#252;fen und &#252;berdenken; vielleicht will man ja etwas doch anders machen. Nehmt euch die Zeit, es lohnt sich, eine intelligente und ma&#223;geschneiderte Festplattenaufteilung zu haben.</p>
<p>Sodann das erledigt ist, werdet ihr nach euren Anmelde- und Benutzerdaten gefragt. F&#252;hrt ihr ein &#8220;Upgrade&#8221; durch, dann m&#252;sst ihr nat&#252;rlich euren Benutzer wieder so nennen, wie er schon zuvor hie&#223;. Hattet ihr mehrere Konten, dann erstellt jetzt einfach eines der Konten, sp&#228;ter im installierten System lassen sich dann noch weitere Benutzer hinzuf&#252;gen (es geht dabei nur um die Registrierung beim System an sich, eure Benutzerdaten sind ja auf der separaten Home-Partition (Fall 2) oder spielt ihr sp&#228;ter von der Sicherung zur&#252;ck (Fall 1)).<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/04-installationszusammenfassung.png"><img class="alignright size-medium wp-image-948" style="margin: 10px;" title="Die &#220;bersichtsseite des Ubuntu-Installationsassistenten kurz vor dem Startschuss" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/04-installationszusammenfassung-300x239.png" alt="Die &#220;bersichtsseite des Ubuntu-Installationsassistenten kurz vor dem Startschuss" width="168" height="134" /></a><br />
Nachdem euch der Assistent noch gefragt hat, ob ihr von einem installierten Windows-System Benutzerdaten importieren wollt (tut&#8217;s nicht!), seht ihr auf einer &#220;bersichtsseite noch einmal alle auszuf&#252;hrenden Aktionen und Einstellungen. Vergewissert euch dort erneut von der Richtigkeit der Formatierungsaufgaben. Dann sollte die CD werkeln und Ubuntu 9.04 auf eure Festplatte schaufeln.</p>
<p><strong>Erste Aufgaben nach dem „Upgrade“</strong><br />
<em>Fall 1</em>: Ihr habt eine Standardinstallation vor euch, nichts ist eingerichtet.<br />
Spielt von eurem Backup, seien es DVDs oder eine Backup-Partition, wieder eure ganzen versteckten und nicht versteckten Dateien eures alten /home/$BENUTZERNAME$ zur&#252;ck, wenn ihr gefragt werdet, wie ihr mit schon vorhandenen Dateien verfahren wollt, sagt, er soll sie &#252;berschreiben.<br />
Am Kritischten dabei sind die Benutzerrechte, dass die stimmen. Bekommt ihr Probleme dabei, fragt mich hier in den Kommentaren oder im Ubuntuusers.de-Forum.</p>
<p><em>Fall 2</em>: Da ihr euer /home behalten habt, sollte euer gewohnter Desktop wieder vor euch erscheinen:<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/05-die-grundausstattung.png"><img class="size-medium wp-image-949 alignnone" style="margin: 10px;" title="Die Grundausstattung - man beachte die fehlenden Programme hinter den Verkn&#252;pfungen" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/05-die-grundausstattung-300x168.png" alt="Die Grundausstattung - man beachte die fehlenden Programme hinter den Verkn&#252;pfungen" width="300" height="168" /></a></p>
<p><em>Fall 1+2 anschlie&#223;end</em>:<br />
Ihr seht, dass die Panels sehr leer aussehen, oben links sind Platzhalter f&#252;r einige Starter und oben rechts ist die Begrenzung der Benachrichtigungsfeld-Symbole viel zu weit links. Das kommt schlicht daher, dass noch nicht alle Programme installiert sind, die ihr/ich in eurer vorherigen Installation hattet, die liefen, und von denen ihr Starter angelegt habt.<br />
Jetzt geht es also an das Installieren dieser zus&#228;tzlichen Pakete.<br />
Daf&#252;r, und um &#252;berhaupt mal eine ansehnliche Auswahl von – aus meiner Sicht – unentbehrlichen Anwendungen zu bekommen, lege ich euch <a href="http://www.frumble.de/blog/fertibunti/">mein Fertibunti-Script</a> ans Herz. Es erweitert selbst&#228;ndig die Paketquellen um z.B. Medibuntu, Wine und VirtualBox und installiert alle n&#246;tigen Mediacodecs, „echte“ Multimediasoftware, Internetprogramme wie Skype, Filezilla, Firefox 3.5 und Midori und eben viele Systemerweiterungen und -Programme wie VirtualBox, Compiz Fusion-Plugins, volle PulseAudio-Kontrollapplets, Envy, Gnome Do und so weiter. In meinem Freundeskreis ist das sehr beliebt und es funktioniert auch wirklich.<br />
Au&#223;erdem konfiguriert Fertibunti ganz zart den Desktop, stellt auf das chice Gnome-Thema „<a href="http://news.softpedia.com/news/Ubuntu-9-04-039-s-New-Themes-106961.shtml">Neue Welle</a>“ um und installiert einen h&#252;bscheren Anmeldebildschirm.<br />
Man k&#246;nnte es als die eierlegende Wollmilchsau f&#252;r die Neuinstallation eines Ubuntu-Systems bezeichnen.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/06-der-fertige-desktop.png"><img class="size-medium wp-image-973 alignnone" style="margin-top: 6px; margin-bottom: 6px;" title="Der fertige Desktop - so k&#246;nnte es aussehen *h&#246;h&#246;*" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/06-der-fertige-desktop-300x168.png" alt="Der fertige Desktop - so k&#246;nnte es aussehen *h&#246;h&#246;*" width="300" height="168" /></a></p>
<p><strong>Einrichtungstipps</strong><br />
Nach Fertibunti geht es dann an die Einrichtung der Hardware (DAS ist es, was bei mir immer so viel Zeit kostet). Normal sollte alles Wichtige schon laufen, Drucker lassen sich grafisch einrichten etc.. Wenn ihr eine ATI- oder Nvidia-Grafikkarte habt, empfehle ich, zur Installation des Treibers EnvyNG zu nutzen (Anwendungen → Systemwerkzeuge → EnvyNG) , und nicht den von Ubuntu selbst vorgeschlagenen Treiber (weil EnvyNG einen neueren kennt).<br />
Weiter geht es mit den Applikationen, die nicht in den Quellen sind, und von deren Liste ihr euch vor der Neuinstallation in Synaptic ein Foto gemacht habt (das war das unter Ursprung → Lokal/*).</p>
<p>Wollt ihr den Bootmanager anpassen, eignet sich der (von Fertibunti installierte) StartUp-Manager (System → Systemverwaltung → StartUp-Manager). Damit lassen sich unz&#228;hlige Einstellungen komfortabel &#228;ndern, z.B. das als Standard zu startende Betriebssystem, die Wartezeit und die Bildschirmaufl&#246;sung des Bootbildes. Ganz nett finde ich auch, &#252;ber das Deaktivieren des H&#228;kchens bei ›Zeige Bootmen&#252;‹ &#252;berhaupt erst mal kein Bootmen&#252; anzuzeigen, sondern es erst durch Dr&#252;cken von Esc einzublenden, was den Systemstartprozess konsistenter erscheinen l&#228;sst.</p>
<p>Um nicht unn&#246;tig auf / Platz zu verschwenden, ist es klug, in Synaptic unter Einstellungen → Dateien → Tempor&#228;re Dateien → ›Heruntergeladene Paketquelldateien nach der Installation l&#246;schen‹ zu aktivieren (und einmal den Knopf ›Alle Paketdateien im Zwischenspeicher l&#246;schen‹ zu bet&#228;tigen).</p>
<p>Wer sich noch nicht intensiver damit besch&#228;ftigt hat, sollte auch unbedingt einmal die Auswahl an Panel-Applets durchw&#252;hlen. Einfach einen Rechtsklick auf eines der Panels und ›Zum Panel hinzuf&#252;gen &#8230;‹ w&#228;hlen. Was ich absolut empfehlen kann:</p>
<ul>
<li> Tomboy – Eine intelligente Notizenverwaltung, die f&#252;r mich eines der Highlights von Gnome darstellt – ist mir absolut unbegreiflich, warum Canonical das nicht in der Standardinstallation gleich im Panel aktiviert</li>
</ul>
<ul>
<li> Systemmonitor – Eine Live-Systemlastenanzeige &#252;ber CPU und bei Interesse auch Speicher, Netzwerk, Swap, Last und Festplattenaktivit&#228;t. Wie kann man ohne eine Lastenanzeige arbeiten?!</li>
</ul>
<ul>
<li> &#220;berwachen der Prozessortaktstufen – manuelle Regelung der Prozessortaktstufen. Das kann f&#252;r Notebook-Besitzer zum Stromsparen interessant sein, und ist es umgekehrt, wenn der Kernel bei HD-Videos einfach nicht richtig hochtakten will, wie er es sollte (<a href="http://forum.ubuntuusers.de/topic/warum-taktet-mein-athlon64-x2-bei-videos-so-s/">hier</a> ein Foreneintrag zu dem Problem)</li>
</ul>
<ul>
<li> Netzkerk&#252;berwachung – Ein Applet, das haupts&#228;chlich blinkt, wenn Daten &#252;bertragen werden, oder das ein durchgestrichenes Symbol zeigt, wenn man keine Verbindung hat (ich nutze an meinem Desktop-PC das, weil ich auf den gro&#223;en Netzwerkmanager verzichte)</li>
</ul>
<ul>
<li> <a href="http://www.getdeb.net/app/media-applet">Medien-Applet</a> – Superpraktisches Pulldown-Men&#252; mit einer Liste aller verf&#252;gbaren Partitionen, und mit Aush&#228;ngeknopf</li>
</ul>
<ul>
<li> Deskbar – Universalsuche mit individuell zuschaltbaren Plugins. Sucht nach Anwendungen, Kontakten, Dateien (&#252;ber Tracker), kann auf Twitter und identi.ca ver&#246;ffentlichen, kann im Web suchen und so weiter. Kann man sich vorstellen wie der Spotlight-Knopf in Mac OS X. Eine ideale Erg&#228;nzung zu Gnome Do (manches geht mit Gnome Do schneller, manches mit der Deskbar)</li>
</ul>
<ul>
<li> Fisch – Klickt man darauf, &#246;ffnet sich ein „Gl&#252;ckskeks“ mit Sinnspr&#252;chen, Witzen oder Wissenswertem, dank Fertibunti sogar auf Deutsch. Man sollte aber unbedingt in den Einstellungen die Pause nach jedem Einzelbild der Schwimmanimation auf 10 Sekunden hochsetzen, denn sein Gezappel h&#228;lt sonst keiner aus</li>
</ul>
<ul>
<li> Temperaturindikator – ist in der Uhr schon integriert. Klickt auf die Uhrzeit und expandiert unten ›Orte‹. &#220;ber ›Bearbeiten‹ l&#228;sst sich dann der Wohnort (oder eine Stadt nahe des Wohnorts) bestimmen</li>
</ul>
<ul>
<li> Zeiterfassung – Eine Art Stoppuhr mit genauer Protokollierung der Art der Arbeit. Ist leider sehr manuell und bringt nur etwas, wenn man sich auch streng an sein eingegebenes Thema h&#228;lt, ohne abzuschweifen. Dann bietet es aber eine grafisch nette Analyse der T&#228;tigkeiten und Zeiten.</li>
</ul>
<p>Ich hoffe nun, euch einige interessante Anregungen f&#252;r zuk&#252;nftige Installationen gegeben zu haben. Eine Neuinstallation lohnt sich wirklich bei vielen Nutzern statt eines Upgrades, vor allem, da die Systeme oft schon einige holprige Upgrades hinter sich haben. Wenn es Probleme gibt, dann&#8230; &#228;hm, nun ja, das ist so eine Sache. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Fragt besser nicht mich, sondern im <a href="http://forum.ubuntuusers.de/">Ubuntuusers.de-Forum</a>, da bekommt ihr schnell kompetente, nette Hilfe.</p>
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		<title>Twitter f&#252;r eine lakonische freie Welt</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2009/03/24/twitter-fuer-eine-lakonische-freie-welt/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 21:36:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Geek-Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange Zeit hielt ich mich vom Thema Microblogging zur&#252;ck. Mir war ziemlich klar, dass wenn ich damit jetzt auch noch anfinge, ich mir eine weitere ›Web-Sucht‹ schaffen w&#252;rde. Auf die Idee des Microbloggings kam 2006 Twitter.com, ein Startup von unter anderem Evan Williams, ein Mitbegr&#252;nder von Blogger.com. Die Idee ist so simpel wie komplex zu&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Zeit hielt ich mich vom Thema Microblogging zur&#252;ck. Mir war ziemlich klar, dass wenn ich damit jetzt auch noch anfinge, ich mir eine weitere ›Web-Sucht‹ schaffen w&#252;rde.</p>
<p>Auf die Idee des Microbloggings kam 2006 <a href="http://twitter.com">Twitter.com</a>, ein Startup von unter anderem Evan Williams, ein Mitbegr&#252;nder von Blogger.com. Die Idee ist so simpel wie komplex zu erkl&#228;ren: Ein Nutzer schreibt ›was er gerade tut‹ in ein Eingabefeld, hat daf&#252;r 140 Zeichen, und ›Freunde‹, die ihn auf Twitter abonniert haben, bekommen diese Zeile auf ihrer pers&#246;nlichen Twitter-Seite angezeigt. Die Wenigsten schreiben wirklich davon, was sie gerade tun, sondern es sind eher ›in den Raum gepustete Bemerkungen‹, Kommentare und kleine Konversationen. Im Video <a href="http://www.vimeo.com/757146">Twitter in Plain English</a> ist das auch noch mal sehr sch&#246;n erkl&#228;rt.<br />
Weil das so alleine langweilig w&#228;re, gibt es auch viele Desktop- und Mobilanwendungen, um auf die Twitter-API zuzugreifen und ›Tweets‹ zu lesen und zu verfassen. Will man auf einem Kommentar antworten, schreibt man den Nutzer mit <em>@Name</em> an, will man nicht&#246;ffentliche Direktbotschaften verschicken, schreibt man ein <em>d Name</em> und dahinter jeweils den Inhaltstext.<br />
Wie es sich f&#252;r ein Web 2.0-Angebot geh&#246;rt, gibt es kurioserweise noch kein Gesch&#228;ftsmodell. Twitter sagt zwar, sie h&#228;tten eines, das auf zus&#228;tzlichen Leistungen basiert, die bald eingef&#252;hrt werden sollen, sagen aber noch nichts Konkretes.</p>
<p>Twitter ist also eine Mischung aus Chat und G&#228;stebuch, Blog und SMS.<br />
Auch wenn sich das so profan als unglaublich belanglos und &#246;de anh&#246;rt, ist man doch sehr schnell von der neuen Kommunikationsplattform fasziniert und kommt nicht mehr von ihr los. Beim Nutzen von Twitter bekommt man Einblick in die Privatsph&#228;re und den Alltagsablauf von anderen Menschen und entwickelt daf&#252;r eine spezielle Form der Sozialkompetenz, best&#228;ndiges Interesse f&#252;r andere, kann sie in ihren Kompetenzfeldern um Hilfe zu bitten, entwickelt Einf&#252;hlungsverm&#246;gen, Respekt, ›<a href="http://www.nytimes.com/2008/09/07/magazine/07awareness-t.html">Ambient Awareness</a>‹ und f&#252;hlt sich allgemein weniger alleine. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nun, Twitter hat aber einen ganz gro&#223;en Nachteil an sich: Es ist ein propriet&#228;res, unfreies, in sich geschlossenes System. Heute spielt sich erneut ab, was vor ± 15 Jahren mit E-Mails war: Nutzer von AOL und CompuServe konnten nur Nutzern ihres eigenen Dienstes E-Mails schreiben, erst sp&#228;ter wurde die Einschr&#228;nkung aufgehoben.</p>
<p>Man macht sich also voll von Twitter, der Twitter-Software, der Twitter-API und von &#252;berhaupt den Servern des Unternehmens abh&#228;ngig. Auch falls der, man ist geneigt, ihn Monopolist zu nennen, seine AGBs &#228;ndert und Dinge einbaut, wie beispielsweise <a href="http://www.mynethome.de/2005/03/20/nutzer-haben-keine-rechte/">von ICQ und Facebook vorgemacht</a>, die dem Anbieter das Copyright (!!) an allen &#252;ber das System versandten Botschaften einr&#228;umen, und er sich nat&#252;rlich Zensurm&#246;glichkeiten offenh&#228;lt, ist man weiterhin an Twitter wegen all seinen Kontakten dort gebunden. Haargenau gleich &#252;brigens bei ICQ, Skype und allen sozialen Netzwerken (kommt nat&#252;rlich darauf an, bei welchem Anbieter das mit nationalen Recht vereinbar ist, in Deutschland etwa sind die Urheberrechte un&#252;bertragbar). Denkt auch an die ganz handgreiflichen Nachteile eines zentralisierten Systems: ›Vorprogrammierte‹ Server-&#220;berlastungen, bei Twitter kommt das mehrmals t&#228;glich vor.<br />
Das alles birgt eine gro&#223;e Gefahr in sich und widerstrebt mir pers&#246;nlich als Open Source-Verfechter absolut.</p>
<p>Im Mai 2008 <a href="http://winlux.pytalhost.de/tumblelog/2008/05/17/der-erste-beitrag/">startete ich meinen Tumblelog</a> wegen exakt dem Punkt, dass ich das zentralisierte Twitter nicht nutzen m&#246;chte.<br />
An meinem Geburtstag im September schlie&#223;lich gab ich mir selbst nach und verfiel den Freuden des Systems.</p>
<p>Keine drei Monate sp&#228;ter, im fr&#252;hen Januar 2009, stie&#223; ich auf das <a href="http://laconi.ca">Laconica-Projekt</a>. Laconica scheint die L&#246;sung f&#252;r alle Zentralisierungs-, Vertrauens- und Kompatibilit&#228;tsprobleme zu sein, die mit Twitter bestehen. Zwar gibt es eine Reihe weiterer Twitter-Nachahmer, doch diese haben Laconica alle mindestens eines hinterher: Sie sind wieder geschlossene Systeme.<br />
Das unter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/GNU_Affero_General_Public_License">AGPL</a> stehende freie Laconica wurde 2008 vom Kanadier <a href="http://identi.ca/evan">Evan Prodromou</a> mit genau diesem Ansatz entwickelt, eine Microblogging-Software zu schaffen, die dezentral wie das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jabber">Chatprotokoll Jabber</a> eingesetzt werden kann. Auf seiner Referenzinstallation (und derzeit noch der der gr&#246;&#223;ten) <a href="http://identi.ca">identi.ca</a> kann ein Nutzer nicht nur Botschaften eines identi.ca-Nutzers abonnieren, sondern auch die eines jeden anderen Nutzers eines Anbieters einer Laconica-Installation. Etwa einmal im Monat gibt es ein Laconica-Update, die Weiterentwicklung ist also im vollen Gange. Auf Basis des gemeinsamen und im Rahmen des Projektes entwickelten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/OpenMicroBlogging">OpenMicroBlogging-Protokolls</a>, kann auch bereits eine kleine Anzahl anderer Microblogging-Systeme mit Laconica-Konten kommunizieren.<br />
Die meist genutzten deutschsprachigen Installationen von Laconica sind <a href="http://bleeper.de">bleeper.de</a> und <a href="http://www.zwitscher.at">zwitscher.at</a>, eine <a href="http://laconi.ca/trac/wiki/ListOfServers">Liste mit allen Servern</a> gibt es auf der Laconica-Projektseite.</p>
<p>Noch einige weitere interessante Funktionen, die Laconica von Twitter abheben:</p>
<ul>
<li>XMPP/Jabber-Schnittstelle rein und raus f&#252;r die ›Dents‹ (›Tweets‹)</li>
</ul>
<ul>
<li> SMS-Versand der Botschaften</li>
</ul>
<ul>
<li> OpenID-Authentifizierung (fakultativ)</li>
</ul>
<ul>
<li> Cross-Posting zu Twitter</li>
</ul>
<ul>
<li> integrierte Hashtags</li>
</ul>
<ul>
<li> Gruppen &#8211; ist man in einer, bekommt man alle Botschaften von anderen mit <em>!Gruppenname</em> vorangestellt zugeliefert und kann selber so an eine breite Interessensschafft z.B. interessante Links liefern</li>
</ul>
<ul>
<li> URL-K&#252;rzung mit w&#228;hlbarem Dienst</li>
</ul>
<ul>
<li> Mehrsprachige Oberfl&#228;che (!!)</li>
</ul>
<p>Wie Twitter bietet auch Laconica eine API f&#252;r <a href="http://laconi.ca/trac/wiki/Apps">Desktop- und Mobilanwendungen</a> an, die schon einige ›Twitter-Clients‹ implementiert haben, man also wie aus einem Chat-Programm heraus schreiben und lesen kann.</p>
<p>Warum bringe ich den Artikel jetzt? Ich m&#246;chte die Menschen so schnell wie m&#246;glich auf die reale Twitter-Alternative aufmerksam machen. Es ist h&#246;chste Zeit und nun n&#246;tig, dass sich da etwas bewegt. Wir wollen keinen Monopolisten auf dem Gebiet Microblogging &#8211; die meisten ehemaligen strammen Twitter-Konkurrenten sind eingegangen, weil sie nur ihr geschlossenes Netz kannten und wenig Nutzer hatten.<br />
Aktuell ist die ›Marktsituation‹ so: Auf Laconica treiben sich Tech-Geeks und Nerds herum, speziell aus dem Open Source-Umfeld. Auf Twitter sind Blogger, Podcaster, leider noch die allermeisten Geeks, und der ›Mainstream‹.</p>
<p>Wer (au&#223;er mir <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ) noch gro&#223;en Einfluss hat, sind Zeitungen. Viele bieten Twitter-Feeds und manchmal Twitter-Aktionen an. Auch die Betreiber von Gewinnspielen, bei denen man etwas &#252;ber Twitter posten muss, um mitzumachen, w&#228;ren ein gutes Vorbild f&#252;r das Laconica-Rollout. Ich finde es sogar f&#252;r diese ›M&#228;chtigen‹ ein journalistisches und freiheitliches Armutszeugnis, nur einen Anbieter, und eben den geschlossenen zu unterst&#252;tzen.</p>
<p>Dann sollten die ganzen <a href="http://www.mbc09.de/2008/11/twitter-tools-galore/">Web-Twitter-Tools</a> Laconica-Konten lernen irgendwie zu unterst&#252;tzen. Diese Drittanbieterwerkzeuge f&#252;r Twitter machen denke ich einen signifikanten Teil des Langzeitspa&#223;es von Twitter aus.</p>
<p>Es muss jetzt etwas passieren. Facebook hat Twitters Kernfunkionalit&#228;t auch schon als ›Status‹ kopiert und jetzt muss schnellstm&#246;glich Laconica bekannt gemacht werden, ehe Facebook &#8211; und das tut es allen Ernstes hierzulande schon bei &#220;ber-40-J&#228;hrigen &#8211; auf dem Gebiet der Quasi-Standard wird &#8211; und vor einem Facebook als Microblogging-Monopolist habe ich noch sehr viel mehr Angst als vor Twitter.</p>
<p>Nun, die Technik ist da, die Seiten sind da, die Benutzer kommen langsam und ihr k&#246;nnt neue begeistern! Schaut euch mal <a href="http://bleeper.de">bleeper.de</a> an, registriert euch, macht es euch profiltechnisch gem&#252;tlich und schaut ein wenig umher, wen ihr interessant findet zu ›connecten‹ und macht vor allem mehr Leute auf das Laconica-System aufmerksam. Microblogging ist keine Randgruppenerscheinung mehr und als solche darf es daf&#252;r nicht nur einen zentralen, propriet&#228;ren und &#252;berm&#228;chtigen Anbieter geben!</p>
<p><em>Linkempfehlungen <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  :<a href="http://bleeper.de/frumble"><br />
Meiniges Bleeper-Profil</a>, <a href="http://twitter.com/frumble">Twitter-Profil</a> und eine <a href="http://www.hackerfunk.ch/index.php?id=31">Podcast-Episode zum Thema</a> vom Hackerfunk.</em><a href="http://bleeper.de/frumble"></a></p>
<p><strong><em>Update vom 10. September 2009:</em></strong><br />
Laconica wurde umbenannt zu <a href="http://status.net/">Status.net</a>. Man kann auf der gleichnamigen Seite eigene Status.net-Installationen anlegen, vom Prinzip her gleich wie WordPress-Installationen auf wordpress.com, oder sich die gesamte Software herunterladen und selbst installieren. Nicht verwirren lassen. Weiterhin gibt es nat&#252;rlich Bleeper.de, Identi.ca und die anderen Laconica/Status.net-Seiten, da &#228;ndert sich &#252;berhaupt nichts.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gesch&#252;tzt: Mein 2008</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2008/12/31/mein-2008/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 19:08:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Linuxnachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Mac OS X(86) und Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstfindung]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesblog]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt keine Kurzfassung, da dies ein gesch&#252;tzter Artikel ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<form action="http://www.frumble.de/blog/wp-pass.php" method="post">
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		<title>Wunderlampe ohne Welle in Compiz Fusion hacken</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2008/09/01/wunderlampe-ohne-welle-in-compiz-fusion-hacken/</link>
		<comments>http://www.frumble.de/blog/2008/09/01/wunderlampe-ohne-welle-in-compiz-fusion-hacken/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 10:03:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Durch einen schon etwas &#228;lteren Beitrag vom Januar im Ubuntuusers-Forum, bin ich darauf gekommen: Eine Anleitung, wie man in Compiz die &#8220;Wunderlampenanimation&#8221; auf eine Welle zur&#252;ckhackt. Worum geht&#8217;s? Wir alle kennen vermutlich den &#8220;Genie-Effekt&#8221; in Aqua auf Mac OS X, wenn man ein Fenster ins Dock minimiert. In der Anfangszeit von Compiz war davon ein&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Durch einen schon <a href="http://forum.ubuntuusers.de/post/1193215/">etwas &#228;lteren Beitrag vom Januar im Ubuntuusers-Forum</a>, bin ich darauf gekommen: Eine Anleitung, wie man in Compiz die &#8220;Wunderlampenanimation&#8221; auf eine Welle zur&#252;ckhackt.<br />
Worum geht&#8217;s? Wir alle kennen vermutlich den &#8220;Genie-Effekt&#8221; in Aqua auf Mac OS X, wenn man ein Fenster ins Dock minimiert. In der Anfangszeit von Compiz war davon ein 1:1-Nachbau im Paket, eben diese Animation beim Minimieren der Fenster. Das ging so Angang 2006 bis Herbst 2007, als die Compiz-Entwickler auf <strong><a href="http://www.appleinsider.com/articles/04/10/06/apple_receives_patent_for_genie_dock_effect.html">ein Softwarepatent von Apple</a></strong> aufmerksam gemacht wunden &#8211; Apple hat sich tats&#228;chlich die Animation patentieren lassen, zum Gl&#252;ck ist das noch nicht in der EU m&#246;glich. (Auch <a href="http://www.macobserver.com/editorial/2003/03/04.2.shtml">noch mehr Elemente von Aqua</a> sind patentiert, sehr, sehr h&#228;ssliche Sache, in KDE4 sp&#252;rt man richtig, wie die Entwickler um diese Patente herumbauen mussten.) Daher ist seitdem die Wunderlampenanimation mit mindestens drei &#8220;Wellen&#8221; im Code, das Fenster schwingt also beim Einsaugen und die Wellen lassen sich in den Einstellungen zwar &#252;berzeugend mit zig Parametern konfigurieren und noch mehr hinzuf&#252;gen, aber das ganze ist doch eher unsch&#246;n. Jetzt gibt es eine M&#246;glichkeit, ein bin&#228;r installiertes Compiz nachtr&#228;glich ohne Quellcode&#228;nderung wieder so zu hacken, dass der Effekt keine statt drei Wellen hat.<br />
Ich gehe im Folgenden davon aus, dass ihr Ubuntu 8.04 und <a href="http://forum.ubuntuusers.de/topic/news-compiz-0.7.6-pakete-fuer-hardy/">das Compiz-Backports-Repos</a> von Intrepid f&#252;r Compiz 0.7.6 eingeschalten habt:</p>
<ol>
<li><em>sudo gedit /usr/share/compiz/animation.xml</em> (in Kubuntu &#8220;kate&#8221; statt gedit schreiben)</li>
<li>Suchen nach <em>&lt;short&gt;Magic Lamp Max Waves&lt;/short&gt;</em></li>
<li>Ein paar Zeilen darunter steht <em>&lt;min&gt;3&lt;/min&gt;</em> &#8211; ersetzt die 3 durch eine 0 und speichert die Datei ab</li>
<li>Wir installieren einen Hex-Editor: <em>sudo apt-get install ghex</em></li>
<li><em>sudo ghex2 /usr/lib/compiz/libanimation.so</em> → Bearbeiten → Suchen, in der rechten Fensterspalte (der kleineren) &#8220;magic_lamp_max_waves&#8221; eingeben (einf&#252;gen geht leider nicht) und auf &#8220;Weitersuchen&#8221; klicken.</li>
<li>Im Hauptfenster wird jetzt die Stelle rot markiert, das Suchfenster k&#246;nnt ihr &#252;ber &#8220;Abbrechen&#8221; schlie&#223;en. Eine Zeile unter der Stelle in der rechten Fensterspalte steht wieder ein <em>&lt;min&gt;3&lt;/min&gt;</em>, dass ihr ebenfalls auf 0 &#228;ndert und dann die Datei abspeichert.</li>
<li>In diesem Augenblick wird vermutlich der Fenstermanager durch die X.org-Fehlerpr&#228;vention automatisch auf Metacity gewechselt. Gebt einfach in Alt+F2 oder ein Terminal <em>compiz &#8211;replace</em> ein (zwei Bindestriche), um Compiz wieder zu starten.</li>
<li>Das war&#8217;s auch schon. Jetzt noch in CCSM (dem Einstellungsmanager) im &#8220;Animationen&#8221;-Modul unter &#8220;Animation &#8216;Minimieren&#8217;&#8221; die Wunderlampe als Minimiereffekt einstellen.</li>
</ol>
<p>So sieht das dann aus:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/eXrcv2irGXQ&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/eXrcv2irGXQ&amp;hl=de&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Aber es ist ja nicht so, dass man als Compiz-Benutzer auf die Wunderlampe angewiesen w&#228;re, es gibt in CCSM noch sage und schreibe 17 andere Minimieranimationen zur Auswahl, bisher habe ich alternativ &#8220;Zoom&#8221; genutzt, das dem Minimiereffekt von Aero Glass &#228;hnelt. Doch die Wunderlampe ist nat&#252;rlich das Sahneh&#228;ubchen. =) Der Hack ist meines Wissens absolut legitim und legal f&#252;r Privatpersonen &#8211; innerhalb der EU so wie so f&#252;r alle Personen.</p>
<p><em>Nachtrag:</em><br />
Die Anleitung funktioniert nachweislich <strong>auch mit dem in Ubuntu 8.10 bis 10.10</strong> enthaltenen Compiz Fusion! =)</p>
<p><em>Hat dir der Artikel weitergeholfen und ist dir diese Arbeit vielleicht 1€ wert? Spende ihn mir per PayPal und motiviere mich f&#252;r weitere Arbeiten auf diesem Qualit&#228;tsniveau!</em></p>
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</form>
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		<item>
		<title>Beagle statt Tracker als Desktopsuche</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2008/08/27/beagle-statt-tracker-als-desktopsuche/</link>
		<comments>http://www.frumble.de/blog/2008/08/27/beagle-statt-tracker-als-desktopsuche/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 15:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab Ubuntu 9.04 empfehle ich diese Anleitung nicht mehr! Die Tracker-Suche ist besser geworden und jetzt sogar ressourcenschonender als Beagle! In Ubuntu wird seit 7.10 die Tracker-Suche vorinstalliert. Mehr als vorinstalliert wird sie zwar befremdlicherweise nicht &#8211; der Nutzer muss sie selbst einschalten und konfigurieren &#8211; aber sie ist die Standard-Desktopsuchmaschine. Bis 7.10 hatte ich&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ab Ubuntu 9.04 empfehle ich diese Anleitung <em>nicht mehr</em>! Die Tracker-Suche ist besser geworden und jetzt sogar ressourcenschonender als Beagle!</strong></p>
<p>In Ubuntu wird seit 7.10 die <a href="http://www.gnome.org/projects/tracker/">Tracker-Suche</a> vorinstalliert. Mehr als vorinstalliert wird sie zwar befremdlicherweise nicht &#8211; der Nutzer muss sie selbst einschalten und konfigurieren &#8211; aber sie ist die Standard-Desktopsuchmaschine. Bis 7.10 hatte ich <a href="http://beagle-project.org/">Beagle</a> benutzt und bin dann mit 7.10 auf Tracker gewechselt, weil Beagle damals mehr an der Leistung zehrte. Aber nicht nur das war der Grund, warum Canonical Tracker und nicht Beagle vorinstallierte: W&#228;hrend Tracker in C++ geschrieben ist, ist Beagle ein Mono/C#-Programm, es war also auch eine politische Entscheidung.</p>
<p>Nun h&#246;rte ich in der letzten Zeit vermehrt in Foren, dass Beagle in den neueren Versionen und auch durch ein beschleunigtes Mono schneller geworden sei als Tracker. Heute hatte ich dann mal die Eingebung, ihn noch mal auszuprobieren, weil Tracker wirklich nicht toll ist: Das Ding frisst unfassbare Ressourcen und indexiert anscheinend t&#228;glich einmal die Festplatte neu. Und tats&#228;chlich: Beagle ist die schnellste Desktopsuchmaschine, die ich kenne, schneller noch als Spotlight (Google Desktop z&#228;hlt mal nicht, obwohl es das auch <a href="http://desktop.google.com/linux/">f&#252;r Linux</a> gibt, das ist aber b&#246;h&#246;h&#246;se) und findet auch alles. Momentan ist er noch an der Erstindexierung, aber schon da f&#252;hlt sich das System nebenher benutzbarer an als mit laufendem Tracker. Gut, Tracker hat mich nie am Arbeiten gehindert, aber ich habe die Systemlastanzeige im Panel und wenn st&#228;ndig, auch wenn ich nur schreibe und ein paar kleinere Apps offen haben, da der Pegel auf 100/50% springt, trifft das bei mir einen empfindlichen Nerv. Die Rechenleistung schenke ich lieber <a href="http://www.getdeb.net/app/Boinc">BOINC</a> und dem World Community Grid, denn der Rechner ist ja mit dem Athlon64 X2 5200+ EE und 2 GB RAM nicht unbedingt langsam &#8211; aber nicht einer Systemsuchmaschine die eigentlich nur funktionieren soll. Mir kommt es auch sonst so vor, als w&#228;re Beagle die reifere Software. Es nutzt z.B. inotify vom Linux-Kernel, wovon ich direkt bei Tracker nichts gefunden habe, wird also wie Spotlight vom Kernel &#252;ber Dateisystem&#228;nderungen benachrichtigt und kann so schnell neue Dateien erfassen und gel&#246;schte aus dem Index entfernen, sehr fein. Genauso wie Tracker l&#228;sst sich auch Beagle komfortabel in die Deskbar einbinden, die modulare Allzwecksuchmaske von Gnome.</p>
<p>So installiert und konfiguriert ihr Beagle auf einem Ubuntu Hardy:</p>
<ol>
<li>Zwei Desktopsuchmaschinen sollten nie gleichzeitig laufen, darum l&#246;scht zu erst Tracker: <em>sudo apt-get purge tracker tracker-search-tool</em></li>
<li>Installiert Beagle aus den Paketquellen:<em> sudo apt-get install beagle python-beagle</em></li>
<li>Neu anmelden.</li>
<li>&#220;ber <em>Anwendungen</em> → <em>Zubeh&#246;r</em> → <em>Suchen</em> die grafische Oberfl&#228;che starten und &#252;ber <em>Suchen</em> → <em>Einstellungen</em> in seine Einstellungen gehen.</li>
<li>Im Reiter <em>Indizierung</em> (m&#252;sste eigentlich korrekt &#8220;Indexierung&#8221; hei&#223;en, da indiziert keiner was) unter <em>Allgemein</em> noch weitere zu indexierende und &#252;berwachende Pfade angeben und unter <em>Datenschutz</em> falls gew&#252;nscht Pfade oder Dateimuster, die nicht indexiert werden sollen.</li>
<li>Im Reiter <em>Backends</em> reichen mir die Plugins &#8220;Files&#8221;, &#8220;NautilusMetadata&#8221;, &#8220;Pidgin&#8221;, &#8220;Tomboy&#8221; und &#8220;applications&#8221;. Eventuell brauche ich Tomboy und applications nicht noch mal, weil ich meistens eh &#252;ber die Deskbar suche und dort auch entsprechende Suchmodule f&#252;r diese Dinge laufen habe, aber mal schauen.</li>
<li>Falls man es nicht braucht, &#252;ber <em>System</em> → <em>Einstellungen</em> → <em>Sitzungen</em> das &#8220;Beagle Search Tool&#8221; aus dem Autostart nehmen, der Such-Daemon l&#228;uft trotzdem (das nicht da rausl&#246;schen!), dann vielleicht zur einfacheren Erreichbarkeit, und wenn man die Deskbar nicht nutzt, den Starter aus <em>Anwendungen</em> → <em>Zubeh&#246;r</em> zus&#228;tzlich auf das Panel ziehen.</li>
<li>Neu anmelden (oder Beagle neustarten, aber neu anmelden ist sch&#246;ner).</li>
<li>Ganz lange warten. Wenn der Such-Daemon einschlafen sollte/(sich killt? → System&#252;berwachung, da sollte er, wenn er l&#228;uft, mit 19 Nice sitzen), &#252;ber das &#8220;Search Tool&#8221; suchen und den Daemon, wenn aufgefordert, &#252;ber den angebotenen Knopf neu starten.</li>
</ol>
<p>Damit w&#228;r eure Konfiguration fertig und ihr k&#246;nnt irgendwann, wenn der Index mal was hergibt, damit Suchen und Finden. &#220;ber <em>beagle-status</em> auf der Konsole l&#228;sst sich &#252;brigens die aktuelle Beagle-Operation mitverfolgen. Demn&#228;chst werde ich noch probieren, die aktuelle Version 0.3.8 von der Projektseite selber zu compilieren, die wird wohl nicht mehr in Hardy eingepflegt und soll <a href="http://www.mail-archive.com/dashboard-hackers@gnome.org/msg04514.html">einige Fehler</a> beheben.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/beagle-einstellungen-1.png"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-606" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Beagle-Einstellungen - Indexierung" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/beagle-einstellungen-1.png" alt="" width="148" height="149" /></a><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/beagle-einstellungen-2.png"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-607" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Beagle-Einstellungen - Backends" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/beagle-einstellungen-2.png" alt="" width="131" height="148" /> </a><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/deskbar-einstellungen1.png"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-608" title="Deskbar-Einstellungen - Suchmodule (Calculator, Converter und Remember The Milk waren nicht bei Ubuntu dabei)" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/deskbar-einstellungen1.png" alt="" width="186" height="150" /> </a><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/deskbar-einstellungen2.png"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-609" title="Deskbar-Einstellungen - allgemeine Einstellungen" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/deskbar-einstellungen2-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p><em>Nachtrag vom 31. August 2008</em>: Beagle ist wirklich viel schneller als Tracker und braucht betr&#228;chtlich weniger Ressourcen. Er macht das, was man von einer Desktop-Suchmaschine erwartet und so habe ich ihn auch gleich in Fertibunti mit aufgenommen.<br />
Wer die aktuelle Version 0.3.8 und nicht die veraltete 0.3.3 aus Hardys Quellen nutzen m&#246;chte, kann sich <a href="http://www.getdeb.net/app/Beagle">auf getdeb.net</a> die 0.3.8 sch&#246;n vorcompiliert ziehen. Trotzdem sollte &#8220;python-beagle&#8221; aus den Quellen installiert werden (da ist es egal, dass die veraltet sind), wenn man nachher die Deskbar als Frontend nutzen will.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fertibunti 3.9 ist FertiK!</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2008/08/16/fertibunti-39-ist-fertik/</link>
		<comments>http://www.frumble.de/blog/2008/08/16/fertibunti-39-ist-fertik/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Aug 2008 19:20:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Linuxnachrichten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.frumble.de/blog/?p=543</guid>
		<description><![CDATA[Stolz verk&#252;nde ich das Erscheinen von Fertibunti 3.9! Nachdem 3.8 schon auf Ubuntu Hardy Heron wechselte und es zwischenzeitlich fast w&#246;chentlich Zweipunktversionen mit Paketauswahl&#228;nderungen gab, bringt Fertibunti 3.9 einige gro&#223;e Neuerungen mit sich. Durch ein diff der 64- und 32-Bit-Version stellte ich erst einmal fest, dass beide seit Hardy die exakt gleichen (Meta-)Pakte installieren, so&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/fertibuntilogo.png"><img class="size-medium wp-image-510 alignleft" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Fertibunti-Logo von Tim B." src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/fertibuntilogo-300x90.png" alt="" width="300" height="90" /></a>Stolz verk&#252;nde ich das Erscheinen von Fertibunti 3.9! Nachdem <a href="http://www.frumble.de/blog/2008/05/06/fertibunti-38-ist-fertig/">3.8 schon auf Ubuntu Hardy Heron wechselte</a> und es zwischenzeitlich fast w&#246;chentlich Zweipunktversionen mit Paketauswahl&#228;nderungen gab, bringt Fertibunti 3.9 einige gro&#223;e Neuerungen mit sich.<br />
<img class="size-full wp-image-517 alignright" title="3.9" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/fertibunti39ankuendigung.png" alt="" width="60" height="40" />Durch ein diff der 64- und 32-Bit-Version stellte ich erst einmal fest, dass beide seit Hardy die exakt gleichen (Meta-)Pakte installieren, so gibt es jetzt also nur noch eine Version gleichsam f&#252;r 64- und 32-Bit-Systeme. Dann bin ich von Sun Java auf OpenJDK umgestiegen und habe mehrere kleine Apps hinzugef&#252;gt, auch von getdeb.net sowie au&#223;erdem Opera. Weil viele Ubuntu-Nutzer irgendwie keinen Plan haben, wo sie zur Oberfl&#228;che Gnome passende Hintergrundbilder herbekommen sollen und auch meistens keine Bestreben zeigen, sich &#252;berhaupt auf eine Suche zu begeben, verlinke ich auf ein selbauserlesenes, optionales Archiv-Paket mit eben zu Ubuntu und Gnome passenden Hintergrundbildern, die meisten kommen von gnome-look.org.<br />
Ganz &#228;hnlich, aber im Grunde noch viel schlimmer sieht es auf den heimischen Compiz Fusion-Installationen aus: Nichts ist ordentlich benutzbar konfiguriert. Compiz bietet so ein unglaubliches Potenzial und so eine grenzensprengende Produktivit&#228;tserh&#246;hung, die man sich nicht tr&#228;umen l&#228;sst, aber man muss sich damit besch&#228;ftigen. Fertibunti 3.9 empfiehlt optional, meine Konfiguration zu laden, die es als Profil herunterl&#228;dt. Ich hoffe, die Leute werden nach dem Aktivieren und dem pl&#246;tzlichen Auftreten von den verschiedensten grafischen Aktionen durch Ausprobieren lernen k&#246;nnen, wie man&#8217;s richtig nutzt.<br />
Apropos Compiz: Um aktuellere Pakete zu bekommen, habe ich ein zus&#228;tzliches, aber wirklich stabiles Repository f&#252;r die 0.7.6-Pakete in die sources.list eingebunden.<br />
Im Script wurden viele heimt&#252;ckische Schreibfehler berichtigt und nat&#252;rlich ganz gro&#223;: Fertibunti bekommt ein neues Logo! Es entstand wie so oft zusammen mit <a href="http://timbeckmann.de/">Tim B.</a> &#252;ber lange E-Mail-Machbarkeitsstudien. Und ist es nicht gro&#223;artig? Danke, lieber Tim!<br />
Die offizielle Fertibunti-Schreibweise &#228;nderte sich von &#8220;fertibunti&#8221; mit kleinem F zu Fertibunti mit gro&#223;em, m&#246;glich war dies leider nicht im Logo, weil die Ubuntu-Schriftart keine Gro&#223;buchstaben unterst&#252;tzt.</p>
<p>Und hier: TADA! &#220;berraschung! Mit Ferti<strong>K</strong>unti gibt es nun auch einen Kubuntu-Ableger!<br />
&#8220;Natural&#8221; schrieb in den Kommentaren zu Fertibunti (der themenn&#228;hehalber inzwischen gel&#246;scht), er habe es auf Kubuntu angepasst und so kamen wir ins Gespr&#228;ch. Eine Kubuntu-Version wollte ich eigentlich schon 2006 basteln, aber mir hat immer die Motivation gefehlt, weil ich niemanden kannte, der KDE als Hauptoberfl&#228;che einsetzt. Nach auch da mehreren E-Mails hatten wir eine gelungene Paketauswahl f&#252;r den Ubuntu-Spin und auch hier hat Tim geradezu selbstaufopfernd ein Logo entworfen:</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/fertikuntilogo.png"><img class="size-medium wp-image-522 alignnone" title="FertiKunti-Logo von Tim B." src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/fertikuntilogo-300x63.png" alt="" width="300" height="63" /></a></p>
<p>Viele der Programme der Gnome-Version sind auch in der KDE-Version und nat&#252;rlich alle oben schon genannten Neuerungen von Fertibunti 3.9. Ein Fertibunteee f&#252;r den EEE-PC mit Xubuntu ist von mir auch schon geplant und wird wahrscheinlich noch dieses Jahr erscheinen, wenn ich genug EEE-Nutzer finde, um mit ihnen eine optimale Paketauswahl ausmachen zu k&#246;nnen. Warum Fertibunti bei so vielen &#196;nderungen immer noch bei Version 3 steht: Auf die 4 will ich erst steigen, wenn ich mich endlich dazu aufraffen kann, eine grafische Oberfl&#228;che daf&#252;r zu schreiben, quasi als Motivation. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Ich glaube, die neue Version und der neue Ableger sind sehr gelungen und k&#246;nnen vielen Neueinsteigern helfen, schnell an ein sehr benutzbares Linux-System zu kommen. &#220;brigens ist Ferti* nicht nur f&#252;r Einsteiger&#8230; Aber ihr lasst euch ja eh nicht belehren. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/fertibunti/">Fertibunti-Seite</a><br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/fertikunti/">FertiKunti-Seite</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ubuntu-Sticker</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2008/08/07/ubuntu-sticker/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 20:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geek-Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Der kleine amerikanische Linux-Komplettsystemhersteller system76 hat Ubuntu-Sticker f&#252;r PC-Geh&#228;use gedruckt und verschenkt sie netterweise an die Fans weltweit. Auf der Seite ubuntu.kamerastars.de gibt es Adressen f&#252;r Deutsche und Schweizer, die mit ihrem Betriebssystem angeben m&#246;chten. Schickt man einen vorfrankierten R&#252;ckumschlag dorthin, kommen eine Weile sp&#228;ter, bei mir waren es anderthalb Monate, die &#8220;bestellten&#8221; Sticker. &#8220;Bestellt&#8221;&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der kleine amerikanische Linux-Komplettsystemhersteller <a href="http://system76.com/">system76</a> hat Ubuntu-Sticker f&#252;r PC-Geh&#228;use gedruckt und verschenkt sie netterweise an die Fans weltweit. Auf der Seite <a href="http://ubuntu.kamerastars.de/">ubuntu.kamerastars.de</a> gibt es Adressen f&#252;r Deutsche und Schweizer, die mit ihrem Betriebssystem angeben m&#246;chten. Schickt man einen vorfrankierten R&#252;ckumschlag dorthin, kommen eine Weile sp&#228;ter, bei mir waren es anderthalb Monate, die &#8220;bestellten&#8221; Sticker. &#8220;Bestellt&#8221; hatte ich vier, gekommen sind gleich 6, auch nicht schlecht.</p>
<p><a href="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/ubuntu-sticker.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-466" title="Ubuntu-Sticker (der Prozessor, der daneben draufsteht, ist nicht drin ;) )" src="http://www.frumble.de/blog/wp-content/uploads/ubuntu-sticker.jpg" alt="" width="448" height="333" /></a></p>
<p>Macht sich doch gut neben dem anderen Angeb-Sticker, ge? Der war in der Motherboard-Schachtel des neuen Fertig-Rechners meines Bruders, obwohl da auch nur ein X2 verbaut war. Der Rechner im Bild ist meiner. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Auf der linken Rechnerseite sitzt auch noch ein sch&#246;n mittig platzierter Apple-Sticker (die Seite ist an der Stelle nicht perforiert). =)</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ubuntu Hardy-Installationsbericht</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2008/05/01/ubuntu-hardy-installationsbericht/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 May 2008 13:38:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie ich am Freitag schrieb, wollte ich mit der Installation von Hardy noch ein bisschen warten. Das habe ich jetzt getan und dann gestern gedacht, es reicht jetzt, um den Problemen aus dem Weg zu gehen und ich habe, rein aus Interesse, ob es jetzt auch bei mir tut, ein Upgrade von Gutsy auf Hardy&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ich <a href="http://www.frumble.de/blog/2008/04/25/ubuntu-804-ist-raus-und-warum-man-mit-der-installation-noch-warten-sollte/">am Freitag</a> schrieb, wollte ich mit der Installation von Hardy noch ein bisschen warten. Das habe ich jetzt getan und dann gestern gedacht, es reicht jetzt, um den Problemen aus dem Weg zu gehen und ich habe, rein aus Interesse, ob es jetzt <em>auch bei mir</em> tut, ein Upgrade von Gutsy auf Hardy versucht. Und wie klar: Es funktionierte noch mit keiner Ubuntu-Version auf meinem Rechner, die Aktualisierungsverwaltung wurde beim &#8220;S&#228;ubern der Paketliste&#8221;, oder so was, grau und &#8220;sudo top&#8221; sagte mir, dass ganz hart gzip und tar arbeiteten. Das taten sie dann, eine halbe Stunde lang. Dann wurde die Festplatte ruhig und das graue Fenster blieb. Lustig, genau so war es bei mir schon immer.</p>
<p>Ich lud den Torrent der 8.04 64-Bit-Desktop-CD und brannte das Abbild. Gleich beim Bootpromt &#246;ffnet sich automatisch das Sprachwahlmen&#252;, endlich, das die Leute nicht gleich beim Bootpromt Deutsch ausw&#228;hlten, war der seltsame Hauptgrund daf&#252;r, dass bei vielen das System halb auf Englisch blieb. So wie ich das &#252;berblicke, ist das erste Mal jetzt in Hardy die Bootoption auf der Desktop-CD, direkt die grafische Installation ohne Gnome au&#223;en rum zu starten, was vermutlich die RAM-Anforderungen etwas heruntersetzt und die Leute nicht gleich zur Alternate-CD zwingt.</p>
<p>Bei der Installation gab&#8217;s keine Probleme (besonders unterhaltsam war unter Feisty und Gutsy, dass sich das Fenster mit der Fortschrittsanzeige irgendwie schloss, aber das System weiterinstallierte&#8230;), aber beim ersten Start in GRUB kam ein unglaublich fetter Fehler &#8220;ans Tageslicht&#8221;: Alle Ubuntu-Kernels verwiesen darin auf (hd<strong>0</strong>,10), waren aber auf (hd<strong>1</strong>,10)!! Mit &#8220;e&#8221; und dem Editieren innerhalb GRUBs  startete das System dann auch bei mir und ich &#228;nderte gleich manuell in der /boot/grub/menu.lst die falsche Festplattenangabe. Zur Erkl&#228;rung: Das System nimmt ganz einfach an, dass es auf der ersten Festplatte installiert sei und schreibt gleich mal &#8220;(hd0&#8243; in die menu.lst bei der Installation und passt nur noch die Partitionsnummer an! So ein Fehler darf doch bei einer LTS-Version nicht passieren! Und ich dachte, da gab es eine Betaphase!</p>
<p>Als das System dann lief (und sogar nach einem Kaltstart <a href="http://www.frumble.de/blog/2008/02/15/neuinstallation-mit-jfs/">di-rekt(!!) in den X-Server hineinstartete!</a>) fiel gleich mal auf, dass keine anderen Partitionen eingeh&#228;ngt waren, als die, denen ich bei der Installation Mount-Punkte gab (wie hat das Gutsy gemacht?). Die anderen konnte ich Doppelklicken und mit meinem Passwort dann auch mounten, wobei die erste Angeklickte /media/disk wurde, die zweite /media/disk-1 usw.. Sehr unchic, letztendlich habe ich die /etc/<a href="http://wiki.ubuntuusers.de/fstab">fstab</a> editiert.</p>
<p>Interessantes Neues in Gnome 2.22:</p>
<ul>
<li>Beim Klicken auf einen Programmstarter im Panel zoomt und blendet der sich dabei aus, wie schon der Anklick-Effekt im Konqueror seit einiger Zeit. Irgendwie passt das aber nicht in Gnome.</li>
<li>Die Anzeige der Ressourcen in der System&#252;berwachung ist nun sehr h&#252;bsch in Cairo gerendert und macht jetzt auch auf Mehrkernsystemen was her (<a href="http://mylinux.suzansworld.com/?p=296">Foto gibt&#8217;s bei Suzan</a>).</li>
<li><a href="http://www.frumble.de/blog/2007/08/22/programmtipp-cheese-das-photo-booth-fur-linux/">Cheese</a> ist &#252;berraschenderweise nicht in Hardy vorinstalliert, obwohl es seit Gnome 2.22 mit Gnome gebundelt werden sollte, findet sich aber in den Quellen und hat bei mir meine Samsung Pleomax SamPwc3800N-Webcam das erste mal ohne manuelle Treiberinstallation erkannt (was aber nicht an Cheese, sondern der verbesserten Hardwareerkennung liegt)</li>
<li>Die Deskbar l&#228;sst sich auch endlich wieder &#8220;im Panel ankleben&#8221;, was dann wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Spotlight_(software)">Spotlight</a> aussieht, <span style="text-decoration: line-through;">aber leider hat ihr Rahmen dann eine fixe Gr&#246;&#223;e, wird also nicht l&#228;nger und man muss mit dem Mausrad durch die Liste scrollen</span> (nur, wenn Tracker nicht l&#228;uft&#8230;).</li>
</ul>
<p>Neues beim System:</p>
<ul>
<li>Hardy ist eine Geschwindigkeitsakete, es bootet schneller, als mein OSx86, braucht also gef&#252;hlte 20 sec bis zum Anmeldebildschirm. Gnome 2.22 ist auch noch mal bedeutend schneller geworden.</li>
<li>Durch die verbesserte automatische Hardwareerkennung und -einrichtung in X.org 7.3 wurden alle Sondertasten meiner Razer Diamondback und Logitech G3 sofort nutzbar gemacht, echt cool. Die lie&#223;en sich ohne weiteres mit Compiz-Befehlen (mit ccsm) belegen. Klar ist dabei, dass ich nicht auf jede Maus andere Funktionen mappen kann, die Belegungen sind also bei beiden automatisch gleich (auch, wenn die Tasten dann real anders am Geh&#228;use angeordnet sind).</li>
<li>Ja, ja, ja!! ENDLICH hat jemand das Problem mit dem ruckelnden H.264-GStreamer-Plugin auf 64-Bit-Systemen gel&#246;st!</li>
<li>Auch die &#8220;fortunes-de&#8221; (deutsche &#8220;Gl&#252;ckskeks-Spr&#252;che&#8221;) sind wieder nicht-abgeschnitten und mein Wanda-Fisch-Applet lebt wieder, wie in Feisty (nat&#252;rlich mit 10 sec Pause nach jedem Einzelbild). <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </li>
<li>Auch endlich, hosianna, ist die Tracker-Suche ernsthaft benutzbar.</li>
</ul>
<p>Was mich weiters st&#246;rt:</p>
<ul>
<li>Der aufgefrischte Anmeldebildschirm verlangt von den Nutzern immer noch ab, Passwort UND Benutzername einzutippen. Warum?! In den Anmeldefenstereinstellungen (aus Gnome heraus) l&#228;sst sich ohne Nachinstallation ein sogar noch sch&#246;neres Thema w&#228;hlen, das eine Benutzerliste bietet.</li>
<li>Die <a href="http://www.gnome.org/projects/tracker/">Tracker-Suche</a> richtet sich offenbar wieder nicht automatisch ein, so dass man, wenn man sie benutzen m&#246;chte, erst in ihren &#8211; wenigstens grafischen &#8211; Einstellungen herumputschen muss.</li>
<li>Zwar installiert sich offenbar gleich das ganze Compiz Fusion mit (bei Gutsy nur compiz-core) aber es fehlen &#8220;wichtige&#8221; neue Plugins wie <a href="http://smspillaz.wordpress.com/2008/03/20/freewins/">Freewins</a> und ccsm zum Einrichten der Effekte wird immer noch nicht mit dem System installiert.</li>
<li>Das Totem-Youtube-Plugin muss erst in Totems-Plugin-Verwaltung aktiviert werden und ich glaube nicht, dass es dann so leicht von Leien in der Seitenleiste gefunden wird. Sehr schwach, wenn man bedenkt, dass Canonical mit diesem Plugin <a href="http://www.ubuntu.com/products/whatisubuntu/804features/music/">wirbt</a>. Das Teil, das eigentlich aus Gnome 2.22 kommt, ist auch nicht der Bringer, man kann keine Kommentare lesen, keine schreiben, sieht keine Text-Beschreibungen, kann nicht im Video zeitlich herumspringen <span style="text-decoration: line-through;">und kann keine Wiedergabelisten mit YouTube-Videos anlegen</span>.</li>
<li>Ich dachte, man kann jetzt in den M&#252;ll geworfene Dateien wieder in ihren Ursprungsordner wiederherstellen?</li>
<li>Viele Programme sind bei weitem nicht auf dem aktuellsten Stand! Transmission und gPodder sind die Paradebeispiele.</li>
<li>Die sehr gute Seite <a href="http://www.getdeb.net/">getdeb.net</a>, die aktuelle Versionen von guten Gnome-Programmen anbietet, die oft noch nicht in die offiziellen Ubuntu-Repos aufgenommen wurden, hat kein eigenes Repos, man muss immer auf die Seite gehen. Daf&#252;r gab es zu Gutsy-Zeiten ein <a href="http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=632722">inoffizielles Repos</a>, das immer alle .DEBs bei sich spiegelte und das ich auch in fertibunti benutzte, um ein paar hervorragende Programme nachzuinstallieren. <a href="http://ubuntu.org.ua/">Die Jungs</a> haben mit Hardy offenbar keine Lust mehr, das Repos zu pflegen, sehr schade.</li>
<li>Wie man die neuen Features von Pulse Audio nutz, z.B. die Lautst&#228;rke einzelner Applikationen anpassen oder die gesamte Tonausgabe auf einen anderen Rechner verschieben, habe ich noch nicht herausgefunden.</li>
<li>Dank eines falschen Kernels &#8220;ruckelt&#8221; oft schon bei wenig Auslastung die Tonausgabe (&#228;hm, ich habe einen Athlon64 X2 5200+ EE und 2 GB RAM, aber egal^^). Matthias hat <a href="http://z-pod.de/archives/268-Z!-Episode-117-Forscher-vs.-Bots-11.html">da in Z! auch was dar&#252;ber gesagt</a>.</li>
<li>Ich hatte mich eigentlich darauf gefreut, mit PolicyKit ganz einfach mir als Normalbenutzer die Rechte zum Installieren von Paketen und Nutzen der Paketverwaltung zu geben&#8230; Geht nicht.</li>
<li>Wenn man in Fedora das root-Passwort eingibt, beginnt ein Zeitraum, in dem man alle Admin-Werkzeuge ohne erneute Passwortabfrage nutzen kann. <span style="text-decoration: line-through;">Warum gibt es das nicht in Ubuntu?!</span> Das nervt gottes (nehme ich zur&#252;ck, das wurde durch ein Update wieder nachgeliefert).</li>
<li>Ich finde in den Quellen kein Sun Java-Browser-Plugin in der 64-Bit-Version (aber Java 1.6/6). Das 1.6er/6er-Plugin gab es schon in Gutsy nicht, weil es anscheinend Probleme mit dem Code auf 64-Bit gibt, aber man konnte sich dann immer noch ein Java 1.4-Plugin installieren. Jetzt gibt&#8217;s gar kein Java mehr im Browser, bis auf das Frickelzeug IcedTea, das sich in den Quellen befindet.</li>
<li>Das <a href="http://www.medibuntu.org/">Medibuntu-Repos</a> installiert mir Skype 2.0 mit lustigen Tricks, damit es auf 64-Bit l&#228;uft. Zumindest haben die Freaks es hinbekommen, dass meine Webcam darin erkannt wird (war unter Gutsy nicht so, wenn ich 2.0 von skype.com installiert hab, obwohl der Treiber lief), aber wie in der &#8220;offiziellen&#8221; Version, sehe ich auch in der &#8220;Medibuntu-Version&#8221; keine Avatare. Spitze.</li>
<li>Alle paar Stunden h&#228;ngt Compiz so, dass ich zwar noch Ver&#228;nderungen auf dem Bildschirm sehe und die Maus bewegen kann, aber nicht mehr eingreifen. Dann hilft, sich auf einer Textkonsole anzumelden (Strg + Alt + z.B. F1) und einmal &#8220;killall compiz&#8221; durchzujagen. Dann kann man wieder (mit Strg + Alt + F7) auf X.org wechseln und sollte wieder die Macht &#252;ber das System haben. Das Problem hatte ich zuletzt mit Feisty, es liegt aber vermutlich nicht an Ubuntu, sondern an der Compiz-Version.</li>
<li>Ein Bug von 2005 kehrt wieder: Man kann <a href="https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/language-pack-eo-base/+bug/156913">Esperanto nicht als Gnome-Sprache festlegen</a>.</li>
<li>Und noch ganz, ganz viele kleine andere Probleme, die ich teilweise irgendwie gel&#246;st und schon verdr&#228;ngt habe.</li>
</ul>
<p>Ansonsten, wenn man das so sagen kann, bin ich mit dem System zufrieden. <img src='http://www.frumble.de/blog/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Ich bin aber der Ansicht, dass Canonical noch eindeutig mehr Zeit in den Raum vergehen lassen h&#228;tte sollen, um das System anwenderfreundlich zu machen. In dem jetzigen Zustand habe ich ernsthafte Bedenken, es Freunden zu empfehlen.<br />
<a href="http://www.frumble.de/blog/fertibunti/">Fertibunti</a> ist jetzt schon gr&#246;&#223;tenteils auf Hardy angepasst, was mich noch von der Ver&#246;ffentlichung zur&#252;ckh&#228;lt, ist das getdeb.net-Repos und die nun fehlenden Pakete, die ich gerne auch damit installieren lassen w&#252;rde. Vielleicht kommt das ja doch noch f&#252;r Hardy&#8230; Ich gebe den Jungs bis Sonntag Zeit, es sich noch mal zu &#252;berlegen, dann gibt es, mit oder ohne die getdeb-Extras, fertibunti 3.8 in einer leichten und fetten Version, jeweils f&#252;r 32- wie 64-Bit-Systeme. <a href="http://timbeckmann.de/">Tim</a> hat mich auch noch auf die Idee gebracht, eine speziell auf <a href="http://www.eeebuntu.org/">eeebuntu</a> zugeschnittene Version zu erstellen, mal sehen, ob und wann ich dazu komme.</p>
<p>
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		<title>Sun verbrennt Geld bei Codec-Entwicklung</title>
		<link>http://www.frumble.de/blog/2008/04/16/sun-verbrennt-geld-bei-online-video-codec-entwicklung/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 20:35:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frumble</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berichte und Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[sonstige Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neuen HTML 5-Spezifikationen schlagen vor, dass es einen einheitlichen Video (und Audio?)-Standard geben sollte, den alle Browser ohne Zusatzprogramme unterst&#252;tzen sollten. Da fallen einem einige Formate ein, die daf&#252;r in Frage k&#228;men: WMV, DivX, XviD, H.264. Das Problem bei diesen Codecs ist, dass sie alle lizenziert werden m&#252;ssen, wegen zu offensichtlicher MPEG 4-Implementation stellen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neuen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/HTML5">HTML 5</a>-Spezifikationen schlagen vor, dass es einen einheitlichen Video (und Audio?)-Standard geben sollte, den alle Browser ohne Zusatzprogramme unterst&#252;tzen sollten. Da fallen einem einige Formate ein, die daf&#252;r in Frage k&#228;men: WMV, DivX, XviD, H.264. Das Problem bei diesen Codecs ist, dass sie alle lizenziert werden m&#252;ssen, wegen zu offensichtlicher MPEG 4-Implementation stellen die freien XviD-Entwickler sogar nur den Quellcode ohne Bin&#228;rdateien auf ihre Seite (ein &#228;hnliches Problem haben die Entwickler des freien mp3-Encoders LAME).</p>
<p>Nun sollte also ein alternativer lizenz- und softwarepatentfreier Codec gefunden werden, den die Browser-Hersteller implementieren k&#246;nnen. Der erste, an den man da denkt, ist ganz klar <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theora">Theora</a> (seit kurzem vielleicht auch noch <a href="http://www.pro-linux.de/news/2008/12439.html">Dirac/Schr&#246;dinger</a>, aber den konnte ich noch nicht testen), zusammen mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorbis">Vorbis</a> als Audio-Codec und am Besten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ogg">Ogg</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ogg_Media">OGM</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matroska">Matroska</a> als Containerformat. Theora entstand aus dem einst propriet&#228;ren Codec VP3 von On2, und wird von freien Entwicklern der Xiph-Fundation entwickelt, der von On2 dazu unwiderrufliche Lizenzen zur Nutzung der entsprechenden (On2-eigenen) Patente einger&#228;umt wurden. Der Codec ist also lizenz- und &#8220;patentfrei&#8221;, erst mal. Das ganz gro&#223;e Problem ist, dass massig Trivialsoftwarepatente in den USA eingereicht wurden und man heute keinen neuen Codec mehr entwickeln kann, ohne gegen einen Haufen davon zu versto&#223;en. Ein Gl&#252;ck, dass wir das auf absehbare Zeit nicht in der EU haben werden. Theora muss dutzende Softwarepatente umschiffen, kann unter anderem deshalb auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B-Frame">B-Frames</a>, eine Technik, auf die jeder Microsoft-Entwickler innerhalb einer Arbeitsstunde kommen w&#252;rde, nicht implementieren. Trotzdem macht der Codec eine sehr gute Figur, <a href="http://www.frumble.de/blog/2007/08/23/ogg-theora-gegen-h264/">Tests von mir</a> mit einer schon veralteten Version (Alpha 7) erreichten bis auf Artefakte im Schwarzbereich, die aber bei der aktuellen Beta 2 deutlich zur&#252;ckgegangen sind, praktisch H.264-Niveau, auch wenn es die Welt nicht wahrhaben will.</p>
<p>Nokia meldete sich Ende 2007 von einer Reihe anderer &#8220;finanzstarker Gro&#223;unternehmen&#8221; (ich sehe da vor allem Apple und Microsoft als die heimlichen Mitstreiter, die im Internet jeweils ihre eigenen Formate durchsetzen m&#246;chten) vorgesto&#223;en als erstes: Man sei bei Ogg Theora nicht vor &#8220;U-Boot-Patenten&#8221; gesch&#252;tzt, jenen Trivialpatenten, deren Eigent&#252;mer sich erst melden, wenn sie mit der Verklagung von den p&#246;sen Nicht-Lizenzierern was f&#252;r sich herausholen k&#246;nnen. Das ist richtig, aber der Chef der Xiph-Fundation <a href="http://www.golem.de/0712/56543.html">entgegnet</a>, dass es auch bei H.264 das Problem g&#228;be und die MPEG LA, die Lizenzen vergibt, sogar schon eindringlich warnt, dass es &#8220;m&#246;glicherweise&#8221; Patente g&#228;be, die nicht ihnen geh&#246;rten, die aber auch auf H.264 angewendet werden k&#246;nnten. Er f&#252;hrt fort, dass etwa Samsung und Microsoft auf Ogg Theora setzen (Microsoft, so unglaublich es klingt, in Xbox 360 und Windows-Spielen) und damit die Rechtssicherheit schon von so gro&#223;en Unternehmen best&#228;tigt wurde. Ach, und die Union hinter Nokia w&#252;nscht sich auch einen Codec mit DRM-M&#246;glichkeit. Jetzt wurde Ogg Theora aus dem HTML 5-Entwurf gestrichen. Subber.</p>
<p>Hier kommt <a href="http://de.sun.com/">Sun</a> ins Spiel, die Firma, die sich nicht richtig entscheidet, ob sie nun Open Source will, oder nicht, und wenn doch, wie weit sie gehen m&#246;chte. Sie haben eine Arbeitsgruppe zusammengestellt, die einen Codec mit (Code-?)Namen &#8220;OMS&#8221; auf Basis des 1990 vorgelegten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/H.261">H.261</a> mit Vorbis f&#252;r Audiospuren und vermutlich dem hauseigenen, irgendwie freien, DRM-System <a href="http://www.golem.de/0803/58290.html">DReaM</a> <a href="http://www.golem.de/0804/58975.html">zurechtfrickeln soll</a>. <a href="http://www.linux-magazin.de/content/view/full/21492">Sie begr&#252;nden</a> ihre Wahl auf H.261 damit, dass sein 17-j&#228;hriger Patentlaufzeitraum abgelaufen sei und es somit patentfrei sei, man wolle es aber noch ein bisschen &#8220;aufmotzen&#8221;, bei dieser Arbeit aber unter strenger Kontrolle darauf achten, dass keine neuen Patente verletzt w&#252;rden, was, wie ich schon ausf&#252;hrte, unm&#246;glich geworden ist, denn man kann auch nicht mal schnell alle Video-Codec-Patente greppen, diese Trivialpatente lesen sich mitunter wie &#8220;&#220;bertragung digitaler Video-Streams &#252;ber TCP/IP&#8221;. Und H.261 war die Vorlage des 1991 vorgestellten MPEG-1; erinnern wir uns, das wurde auf Video-CDs eingesetzt. Und davon die VORLAGE.</p>
<p>Bei so viel Dummheit musste ich laut und gequ&#228;lt aufschreien. Was will Sun damit erreichen? Einen historischen Schrott-Codec als Grundlage f&#252;r einen Standard in Browsern f&#252;r Online-Videos einreichen?! Mit einer Entwicklungszeit von nur wenigen Monaten, damit er es noch in HTML 5 schafft?! H&#228;?! Sogar <a href="http://www.golem.de/0708/54230.html">Adobe setzt jetzt bei Flash 9 auf H.264</a>, um die allgemeine Qualit&#228;t seiner weit verbreiteten Flash-Videos zu erh&#246;hen. Das W3C hat mit dem Nachgeben gegen die Nokia-Union die einzigartige Chance verspielt, Adobe in seinem Marktmonopol bein Online-Videos zur&#252;ckzuweisen. Jetzt bleibt nur noch die Hoffnung auf ein innovatives und starkes Microsoft Silverlight 2 &#8211; hinter dem ich absolut stehe, weil es Microsoft ausreichend offen gestaltet und Novell bei einer Linux-Version unterst&#252;tzt; und wir brauchen auch einen Konkurrenten zu Animierter-Webseiten-Technologie (wie sie Flash bisher als einzige bietet), &#8211; die w&#252;rde uns Ogg Theora nicht bieten.<br />
Ich mutma&#223;e, Sun m&#246;chte sich mit seinem seltsam anmutenden Engagement mit OMS nur wieder einmal in der Web-Entwicklung als immer noch gro&#223;er Player darstellen, nachdem der &#8220;Hype&#8221; um Java versiegt ist. Was da rauskommen wird, wird absoluter Technikm&#252;ll sein, und h&#246;chstens aus Mitleid und Mitspiel-Willen vom W3C f&#252;r HTML 5-Browser vorgeschrieben werden. Wobei sie das eigentlich nicht n&#246;tig haben, ihnen geh&#246;rt seit Februar 2008 MySQL, aber das scheint noch nicht in alle Abteilungen durchgedrungen zu sein.<br />
&#220;brigens: Opera zeigte schon 2007 auf einer internen Technikdemo einen eigenen in seinen Browser eingebetteten Ogg Theora-Player und &#252;berlegte, wann sie ihn in die offizielle Version mitaufnehmen sollen.</p>
<p><em>Nachtrag vom 07. August 2008</em>: <a href="http://www.golem.de/0809/62252.html">Firefox 3.1 bekommt vorl&#228;ufig</a> auch ohne die entsprechende HTML 5-Spezifikation den Video-Tag und <a href="http://www.linux-magazin.de/news/nativer_ogg_theora_support_in_firefox_3_1">native Ogg Theora</a>-<a href="http://www.golem.de/0807/61437.html">Unterst&#252;tzung</a>, Opera wird auch noch dieses Jahr eine Gold-Version mit Video-Tag und Ogg Theora herausgeben. Bleiben Microsoft mit dem IE8 (die sagen, sie werden keine Tags einer noch unfertigen Spezifikation implementieren &#8211; dabei muss man wissen, dass sie erst endg&#252;ltig in die Spec aufgenommen werden, wenn es ein paar Implementierungen <em>gibt</em>) und Apple mit Safari, das sein eigenes S&#252;ppchen kocht, à la: &#8220;B&#228;&#228;&#228;&#228;h, wir haben aber QuickTime und H.264, wir werden kein freies Format unterst&#252;tzen!&#8221; Google Chrome bekommt Theora sehr wahrscheinlich auch schon bald, aber den Browser seh ich nicht so sehr als ein Benutzerprodukt, wie als Technikdemo des Machbaren &#8211; gerade deswegen gehe ich davon aus, dass Theora bald Einzug halten wird.</p>
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