BeOS-Szene

CUPS für BeOS und ein paar Linuxnachrichten

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Heute möchte ich mal wieder ein paar alte Nachrichten aufarbeiten:

Das Erfreulichste zu erst: “Vasper” hat CUPS auf BeOS R5 portiert!
CUPS wurde schon einmal von YellowTAB auf ZETA portiert, doch gab es davon keine offenen Quellen. Wenn CUPS dann auch auch BeOS richtig arbeitet, kann man es in Haiku integrieren. Noch ist der Port noch nicht vollständig.

Dell will bessere ATi-/AMD-Treiber

Dell hat an AMD appelliert, sie sollen ihre Linuxtreiber verbessern, man würde gerne auch Linuxsysteme mit AMD-Grafikkarten verkaufen, der aktuelle Stand der AMD-Treiber ließe dies aber nicht zu. Trotzdem sei aber auch der Nvidia-Treiber eine Herausforderung bei der Erstellung einer Plattform.
Ich meine, dass unter ATi die Linuxtreiberentwicklung fast bis zum Ende nur stiefmütterlich behandelt wurde, AMD strengt sich wirklich an, bessere Linux-Treiber herauszubringen, aber sie müssen erst einmal die Versäumnisse von ATi aufholen, bis sie konkurrenzfähig zum Nvidia-Linuxtreiber werden.

Linux-Treiber laufen im Userspace

Lest am besten den Golem-Artikel, der erklärt es kurz und prägnant.
Mit dieser Methode bekommt Linux ein weites Stück Mikrokernel: Benutzer können Treiber installieren und anpassen. Ich finde das einen großen Schritt dahin, dass auch der Standardbenutzer ohne Extrawissen Treiber installieren kann. Vermutlich wird es ein paar Standard-Interrupt-Schleusen geben, die die meisten Funktionen der allgemeineren Treiber abdecken werden, so dass man nur noch selten ein Kernelmodul einzurichten haben wird.

Ein paar Haiku-Nachrichten

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Das Haiku OS-LogoDa ich ja nicht jede Haiku-Nachricht gleich mit den BeOS-Seiten mitverkünde, warte ich immer, bis sich ein paar angesammelt haben, weil sie ja doch meistens nur recht klein sind.

1. FreeBSD-Treiber für Haiku
Hugo Santos hat eine Kompatibilitätsschicht für den Haiku-Kernel (NewOS) geschrieben, mit der sich FreeBSD-, vor allem Netzwerktreiber mit minimalen bis gar keinen Veränderungen auf Haiku compilieren lassen. Das ist wohl einfacher als es sich anhört, weil Haiku den Netzwerkstack (TCP/IP) von FreeBSD mitverwendet.

2. BeOS-Opera lauft jetzt auf Haiku
Opera 3.62 für BeOS läuft ohne Modifizierungen jetzt auch auf Haiku. Version 3.62, von ich glaube ’99, ist leider die letzte von Opera Software herausgegebene BeOS-Version seines Browsers. Immerhin ist seine Renderleistung noch akzeptabel, Opera-CTO Håkon Lie verglich seine Ergebnisse des Acid-2-Test mit denen des Internet Explorer 7. ;) Die Meldung soll nochmal vorführen, wie gut Haikus BeOS-Binärkompatibilität aktuell schon ist. Natürlich läuft auch Firefox auf Haiku, sogar die aktuellste Version. ;)

3. OSS für Haiku
Francois Revol hat das Open Sound System (ursprünglich von Linux) auf BeOS/Haiku portiert. So bekommt man zwar mit einem Schlag eine eine Fülle von schon fertigen Treibern, aber OSS ist bei Linux z.B. schon länger nur noch zu Kompatibilitätsgründen dabei und man benutzt hauptsächlich das im Aufbau modernere ALSA. Die Güte dieser Aktion darf also misstrauisch beäugt werden; vermutlich war OSS einfacher zum Portieren.

4. AbiWord für BeOS wird endlich aktualisiert
Endlich gibt es wieder Bestrebungen, das neue AbiWord 2.x auf BeOS zu portieren. Die aktuelle Entwicklerversion davon ist noch Pre-Beta, sieht aber schon mal gut aus. Mit einem aktuellen AbiWord hätte man auf BeOS wieder eine passable Textverarbeitung (abgesehen von Google Büro).

5. Fünf Fragen an Axel Dörfler
In der neuen Interview-Serie “Five Questions” (deren Sinn ich nicht verstehe, zumal wirklich wichtige Fragen fehlen) von OSNews darf Axel Dörfler, einer der Hauptentwickler von Haiku, als erster die Fragen für sich beantworten.

Das böse YellowTAB

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ältere Zeta-BoxBisher las ich nur von nicht eingehaltener dramatischer Werbung für ZETA (“RTL-Shop”), gelöschten fehlermeldenden Forenpostings im offiziellen YellowTAB ZETA-Forum, im selben von den YT-Mitarbeitern erstellten Glaubensbekenntnissen zu ZETA von angeblichen Anwendern und gestohlenen Quellcode für ZETA. Nun bin ich auf einen Blog eines von YellowTAB/Magnussoft fies behandelten Entwicklers gestoßen, lest mal rein, mich haben die Artikel überrascht.

http://maurice-michalski.de

ACCESS schenkt Haiku die Rechte für das BeBook und die Be Newsletter

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ACCESS will dem Haiku Projekt die Rechte am BeBook und der Be Newsletter geben, so dass Haiku sie unter einer Creative Commons Lizenz ins Netz stellen kann. Diese Dokumente scheinen für Entwickler sehr hilfreich zu sein, gerade da es momentan schwer ist, als Entwickler an die Informationen zu speziellen Schnittstellen von BeOS zu kommen.

Ich nehme an, dass das Haiku-Projekt die Aufregung um den eventuell nicht lizenzierten BeOS-Code in ZETA genutzt hat und nun das erste mal ernst von ACCESS in seinen Bitten wahrgenommen wurde.
Sehr schön. :)

ZETA wieder einmal “echt” tot

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ZetaNachdem Magnussoft und Bernd Korz (der Kopf der ZETA-Entwickler) verkündet haben, ihre finanzielle Zusammenarbeit einzustellen, gibt es nun eine weitere Mitteilung zur Zukunft von ZETA. Bernd meint in seinem Blog, dass er sehr geschafft von der Arbeit der letzten Monate sei und die kommerzielle Entwicklungsarbeit der ZETA-Entwickler nun auch beendet ist. Mit einer “opensourcisierung” des Quellcodes von ZETA sollen schon alle Entwickler einverstanden sein, noch ist aber die rechtliche Lage nicht ganz geklärt und ACCESS erhebte erst kürzlich sogar Vorwürfe gegen Magnussoft/YellowTAB, dass diese den BeOS-Code nie lizenziert zu haben scheinen (obwohl sie es behaupten) und dass es wahrscheinlich ist, dass ZETA auf Quellcode von einem unfertigen unveröffentlichten Build von BeOS 6 basiert (Codename “Dan0″), das irgendwie “nach draußen” gelangt ist. Daher sei es auch nicht machbar, Teile als Open Source zu veröffentlichen, da es sich um von BeOS abstammende (“derivative work”) und damit auf dem geistigen Eigentum von Access basierende Software handle.

Es gibt sogar eine Distribution mit Dan0-Grundlage, die aber vermutlich illegal ist. Was ich interessant finde, ist dass ein Bildschirmfoto davon doch sehr große Ähnlichkeiten mit den ersten ZETA-Versionen aufweist…

Sollten doch Teile von ZETA freikommen, z.B. die Systemverwaltung, die ja doch garantiert von YellowTAB selbst entwickelt wurde oder diverse Server und Kits, dann könnten diese in die freie OpenSource-Nachbildung Haiku mit einfließen. Haiku steht anscheinend kurz vor einem R(C)1. Noch für dieses Jahr wird eine Version 1.0 erwartet, Haiku wäre dann also eine bessere 1:1-Kopie von BeOS 5 und ab dann könnten die Entwickler richtig große neue Features einbauen, darunter würden auch große Codeteile von ZETA fallen.

Man darf annehmen, dass dieses Ende das endgültige Ende für ZETA war; sollten aber doch größtere Codeteile von ZETA OpenSource werden und in Haiku einfließen, dann gibt es nicht ganz so viel Trauer, wie propagandiert wird. Mir tun vor allem die angestellten und nun entlassenen Entwickler leid.

Magnussoft wird das ZETA-Team nicht weiter finanzieren

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Es musste ja irgendwann kommen: Magnussoft will aus wirtschaftlichen Gründen das ZETA-Team nicht weiter finanzieren. Es gab einfach zu wenig Verkäufe, um ein ganzes Team an Entwicklern auf Dauer mit dem Verkauf eines kaum bekannten Betriebssystems zu betreuen. Nicht, dass ZETA nichts wäre, aber es ist nicht bekannt genug und der Preis von ~100€ war zu teuer, um es sich als Spaß-OS zu kaufen. – Wäre er niedriger gewesen, könnte man sich aber auch fragen, ob der Gewinn daran dann größter gewesen wäre… Kurzum: “Die Zusammenarbeit ist beendet”, die Entwickler entlassen, der Verkauf von ZETA durch Magnussoft und die Webseite ZETA-OS.com bleiben aber vorerst mal bis Ende 2007 bestehen.

Hier gibt es die Pressemitteilung von Magnussoft zum Fall. Traurig. Wie es weitergehen wird, ist noch nicht bekannt, Bernd Korz, der ehemalige Chef von YellowTAB hüllt sich in seinem Blog dazu bisher auch noch in Schweigen.

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