BeOS-Szene

Haiku wird sieben!

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Vorgestern am 18. August, wurde das Haiku-Projekt exakt sieben Jahre alt, herzlichen Glückwunsch!
Vorhergegangen war die tragische Geschäftsaufgabe von Be inc. nach den Kartellklagen gegen Microsoft, die kein DualBoot zusammen mit Windows auf Rechnern mit ihrer EULA erlaubten und die Abfindung. Be inc. mit seinem BeOS wurde an PalmOne (Access) verkauft und leider nicht weiterentwickelt (ZETA kam ein paar Jahre später und war wahrscheinlichstens nur auf geleaktem BeOS R6-Quellcode (“Dan0″) basierend). Gleich am 18., meines Wissens dem Tag nach Bes Aufgabe und Einstampfung, wurde von freien Entwicklern das ehrgeizige Ziel gesteckt, einen binärkompatiblen BeOS-Klon zu erschaffen, voll Open Source. Das Ergebnis ist Haiku: Ein traumhafter Kernel, clevere modulare Server-Kit-Architektur, von Grund auf auf Multimedia designt. – Fast wurde BeOS anstelle von NextStep von Apple als “Mac OS 10″ genutzt, doch Steve Jobs, dem Next gehörte, machte BeOS beim Apple-Vorstand schlecht und der CEO von Be inc. ließ sich auf keine Preisverhandlung mit Apple ein, so dass vermutlich seiner Sturheit geschuldet ist, dass Apple schließlich Next aufkaufte (wie Be inc. eine Revoluzzer-Gruppe von Apple-Abtrünnigen).

Haikus Entwicklung geht in faszinierendem Zeitraffer voran, dort hinein spielt sicherlich auch, dass man eine Menge Software und Werkzeuge von FreeBSD und Linux dank der POSIX-Komformität leicht portieren kann. Innerhalb der nächsten drei Monate darf man, eruieren die Entwickler vorsichtig, mit einer Developper Alpha rechnen (andere Projekte würden das aber wegen Haikus harten Selbstforderungen eher schon Beta nennen), was dann hieße, dass es fertige ISO-Abbilder zum Herunterladen gibt. Wer Haiku schon derweil ausprobieren möchte, kann sich ein VMware- oder VirtualBox-Festplattenabbild von HaikuWare.com besorgen.
Die Prognose ist sehr gewagt, aber ich glaube, dass Haiku in den nächsten Jahren sehr wichtig und groß werden wird. Sehen wir nur mal den Netbook-Markt, der genau so ein Betriebssystem erfordert. Und es könnte, theoretisch, das “bessere Linux” werden, weil es eine Designentscheidung wie Apple geht: Eine Oberfläche, ein Grundsystem. Das das gegenteilig Linux anhängt, ist natürlich auch seine Stärke, aber könnte es im Massenmarkt behindern.
Pofacs startet gerade eine BeOS-Reihe, in der alle irgendwie BeOS-relativierenden Systeme besprochen werden. Bei Intresse sicher eine interessante Hörlektüre.

Via Haiku UG Italia

Sammelnachrichten vom Januar bis Februar 08

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Da sind sie wieder, meine über zwei Monate gesammelten Computernachrichten, wieder “lieber” auf einen Schlag veröffentlicht, weil ich zu faul bin, zu jeder ein einzelnes Statement zu schreiben. Aber die Links müssen aus meinen Lesezeichen raus… Viel Spaß:
Apple

Haiku

Linux

Microsoft

Sonstiges

Jetzt fühl ich mich wieder ein Stück freier.^^
Wenn ihr Fehler findet, Tipp-, oder Linkfehler, schreibt das bitte in die Kommentare.

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Sammelnachrichten der letzten Wochen

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Heute ist ein großer Tag für mich und den Rest der Menschheit, denn heute bekomme ich es endlich hin, meine angehäuften Nachrichtenlinks der letzten Wochen zusammenzufassen. Eigentlich möchte ich ja zu jeder einzelnen einen Artikel schreiben, aber wenn ich mal ein paar Tage nicht dazu komme, werden das in meiner Warteschlange so viele, dass ich bald überhaupt keine Lust mehr habe, irgendwo überhaupt damit anzufangen, sie abzuarbeiten. Die einzige, hier schon bewährte Lösung ist, das in einem Sammelartikel alles los zu werden.

Apple

Haiku

  • Gobe Productive läuft auf Haiku!
  • Apples/KDEs Webseiten-Renderer WebKit compiliert nach der mühsamen Arbeit eines bei Googles Summer of Code-Mitmachenden nun auch auf Haiku und nach weiterem Stress von ihm, gibt es jetzt auch einen ersten grafischen Webbrowser für Haiku, der darauf basiert (Opera 3.62 in seiner uralten BeOS-Version läuft auch schon).
  • Der Entwickler von OOffice, eines nativen OpenOffice-Ports für Haiku, meldet, dass er nun alle bisher unter Haiku noch fehlenden Oberflächen-Widgets nachentwickelt hat, um mit der Entwicklung des Programms beginnen zu können.
  • Das neue Programm BeDock bietet BeOS, ZETA und wahrscheinlich Haiku-Nutzern ein Leopard-ähnliches Dock. Hier gibt es Bildschirmfotos.
  • Von Leszeks PDF-Betriebssystemmagazin Techview ist Ausgabe 4 erschienen (auf der Seite ganz nach unten fahren). Mit dabei sind ein Artikel über Vistas Neuerungen und das Ende von ZETA.
  • Von Leszeks Techview-Videocast ist Folge 2 heraus.

Linux *schluchz* (jetzt rächt sich meine Faulheit…)

Microsoft

Sonstiges

Puh, ich hoffe, ihr könnt damit etwas anfangen. Ich fühle mich jetzt jedenfalls erst mal “erleichtert”. ;)

Computernachrichten der letzten Wochen

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Euch wird sicher aufgefallen sein, dass ich seit Schulbeginn am 10. September wieder viel weniger als sonst geschrieben habe. Das lag daran, dass ich mehr Stress hatte, unausgeschlafener war und mich erst wieder an die Schule und daran, dass zwei gute Freunde aus meiner Klasse nun auf einer anderen Schule sind, gewöhnen musste.
Trotzdem habe ich natürlich meine Newsletter und RSS- und Atom-Feeds fleißig gelesen und mir in einem wunderschönen Lesezeichenordner “für Artikel” schön in Kategorien die wichtigsten Nachrichten hinterlegt… Ich bringe sie Euch nun in absoluter Kurzform, weil ich bei dieser Menge nicht mehr im Stande bin, sie Euch anders abzuarbeiten:

Haiku

Firewire-Treiber entwickelt und Samba 3.10 auf Haiku portiert

Entwicklung der Haiku- und BeOS-Treiber für Nvidia GeForce-Grafikkarten geht weiter

QNX Neutrino-Kernel jetzt frei
Das hat in so fern mit Haiku zu tun, dass einige Entwickler mit dem NewOS-Kernel von Haiku (einem Klon des original BeOS-Kernel von einem ehemaligen Be-Entwickler) nicht zufrieden waren und vorschlugen, QNX Software Systems zu bitten, ihnen eine freie Version des QNX-Kernels zu schenken, damit sie unabhänig des eigentlichen Haiku-Projekts (quasi als Branch) diesen zum Haiku-Kernel machen und die Systemsoftware anpassen. Die Freigabe des Quellcodes kam jetzt offensichtlich nicht wegen den paar Haiku-Leuten zu Stande, aber jetzt stehen ihnen alle Möglichkeiten offen.

Die lange Geschichte des Haiku-Logos

TuneTracker – die teuerste BeOS-Software aller Zeiten
TuneTracker ist eine Studiolösung für Radios und läuft nur auf BeOS. Es gibt die Software in einer Basic- und einer Command Center-Version zu 200, respektive 700$ zu kaufen. Wer keinen BeOS-kompatiblen Rechner hat, kann sich auch gleich das 1300-2850$-teure Bundle mit BeOS-Workstation mitkaufen. Damit scheint die Firma auch gleich der letzte BeOS-Hardwarehersteller zu sein. Besonders in den USA scheinen sehr viele Radio-Stationen die Software zu nutzen, wie man über eine Google Earth-Datei die es auf der Homepage zum Download gibt, sehen kann.

Microsoft

Windows-Klon ReactOS 0.3.3 erschienen
Wie Golem berichtet, bietet die neue Version verbesserte Windows-Treiber-Kompatibilität, bessere Unterstützung für Windows Server 2003-Programme, bessere Stabilität und ein Programm, mit dem sich automatisch Programme, die garantiert auf ReactOS laufen, herunterladen und installieren lassen.
ReactOS ist ein echter Windows-Klon und hat auch einen windows-ähnlichen Kernel. Die Oberfläche sieht nach Windows 2000 aus. Die ReactOS-Entwickler arbeiten eng mit den Wine-Entwicklern, also den Leuten der Windows-Emulationsschicht für Linux zusammen und biten so akzeptable Programmunterstützung. Aber Achtung: ReactOS bleibt nach wie vor im Alpha-Stadium!

Linux

Golem-Artikel zu KDE 4 Beta 2 mit netten Bildschirmfotos

AMDs offene Chipspezifikationen werden wirklich “offen” und nicht unter NDA sein

Erste freie und ersten neu geschriebene proprietäre AMD-Treiber draußen

Nettes Interview mit Mark Shuttleworth gefunden (Video)

Nickles Linux-Report
Der vor wenigen Monaten noch linuxfeindliche Michael Nickles, bekannt durch seine PC-Reports mit deftiger Ausdrucksweise, hat die Seiten gewechselt. In seinem Linux-Report stellt er klar, dass er selbst noch ein Anfänger ist, aber hilft dem Leser trotzdem über viele harte Hürden, richtet 3D-Desktops ein und erklärt einige Treiberinstallationen. “Die Zeit ist reif”, sagt er selber und das finde ich großartig: Einer der größten Windows-Verfechterautoren im deutschen Raum sieht die Zeit für Linux gekommen. Auch der Standard lobt das Buch.

Trottel bei Cnet will, dass Linux das Geek-OS bleibt

Trottel beim Wall Street Journal rät Anwendern von Linux ab
Hintergrund: Der Type ist ein Freund von Steve Jobs und will natürlich kein drittes Betriebssystem zwischen Mac OS X und Windows.

Sonstiges

Standard für virtuelle Maschinen vorgestellt
Es soll einmal möglich sein, eine virtuelle Maschine in VMware, Xen und Microsoft VirtualPC gleich gut starten und konfigurieren zu können; – hoffentlich macht da Innotek mit seinem VirtualBox auch noch mit.

Einen “XO”-Laptop für jeden Volksschüler in Österreich
Österreich möchte den “100$-Laptop” an seinen Volksschulen ausprobieren – das MUSS schief gehen (zumal man schon herausgefunden hat, dass die afrikanischen Kinder ihre XO-Laptops gerne zur Porno-Suche verwenden).

European Telecom Standards Institute (ETSI) schlägt SUCHFUNKTION über Netztidentitätem vor
Unglaublich, unbedingt lesen!

Das böse YellowTAB 2

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ältere ZETA-BoxEs ist unglaublich, was ich im CHIP-Forum gefunden habe: Da fragt einer nach der Benutzbarkeit von ZETA und es meldet sich Sascha, der Verkaufsleiter Nord von YellowTAB und Bruder von Bernd K., der das Unternehmen gegründet hat. Einfach nur geil, was der für Argumentationen bringt! :ugly: Und dieser Spaß-Effekt lässt sich noch verstärken, wenn man sich beim Lesen Saschas Stimme, wie ebenfalls im CHIP-Forum vorgeschlagen wird, wie die Kermit des Froschs oder Bernie- und Erts vorstellt.

Ich finde BeOS und Haiku cool (und in der Zeit, in der BeOS neu war, war es auch sehr innovativ), aber ZETA und YellowTAB sind für mich Verbrechen und der Versuch einer Truppe von Leuten, die gerne Bill Gates spielten, an das schnelle Geld zu kommen.
Die letzte Folge von Das böse YellowTAB könnt ihr hier lesen.

Neuen netten BeOS- und Haiku-Artikel gefunden

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Ein BeOS-DesktopAuf Bits of News gibt es einen sehr gut geschriebenen und interessanten weiteren Artikel über Be inc., BeOS und Haiku, den man, wenn einen das Thema interessiert, unbedingt lesen sollte.

From BeOS to Haiku: The Once and Future OS Contender?

CUPS für BeOS und ein paar Linuxnachrichten

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Heute möchte ich mal wieder ein paar alte Nachrichten aufarbeiten:

Das Erfreulichste zu erst: “Vasper” hat CUPS auf BeOS R5 portiert!
CUPS wurde schon einmal von YellowTAB auf ZETA portiert, doch gab es davon keine offenen Quellen. Wenn CUPS dann auch auch BeOS richtig arbeitet, kann man es in Haiku integrieren. Noch ist der Port noch nicht vollständig.

Dell will bessere ATi-/AMD-Treiber

Dell hat an AMD appelliert, sie sollen ihre Linuxtreiber verbessern, man würde gerne auch Linuxsysteme mit AMD-Grafikkarten verkaufen, der aktuelle Stand der AMD-Treiber ließe dies aber nicht zu. Trotzdem sei aber auch der Nvidia-Treiber eine Herausforderung bei der Erstellung einer Plattform.
Ich meine, dass unter ATi die Linuxtreiberentwicklung fast bis zum Ende nur stiefmütterlich behandelt wurde, AMD strengt sich wirklich an, bessere Linux-Treiber herauszubringen, aber sie müssen erst einmal die Versäumnisse von ATi aufholen, bis sie konkurrenzfähig zum Nvidia-Linuxtreiber werden.

Linux-Treiber laufen im Userspace

Lest am besten den Golem-Artikel, der erklärt es kurz und prägnant.
Mit dieser Methode bekommt Linux ein weites Stück Mikrokernel: Benutzer können Treiber installieren und anpassen. Ich finde das einen großen Schritt dahin, dass auch der Standardbenutzer ohne Extrawissen Treiber installieren kann. Vermutlich wird es ein paar Standard-Interrupt-Schleusen geben, die die meisten Funktionen der allgemeineren Treiber abdecken werden, so dass man nur noch selten ein Kernelmodul einzurichten haben wird.

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