Allgemein
Neuer Blogname und Tumblelog
15. Mai 2008
Viele werden es schon bemerk haben: Der WinLux-Blog hat einen neuen Namen, Frumble201. Das Frumble hat so ziemlich gar keine Bedeutung und 201 fand ich einfach ästhetisch – noch dazu sähe der Blogtitel ohne neues WordPress-Thema nur mit “Frumble” etwas klein aus. *höhö*
In der Seitenleiste ist zum neuen Namen eine Umfrage gestartet, es wäre nett, wenn ihr Eure Meinung kurz kundtun könntet. Wenn ihr meint, ich soll es nur Frumble ohne das 201 nennen, dann überleg ich es mir noch mal. Mit dem Namen meine ich übrigens nicht das kranke Trinkspiel, sondern gar nichts, – oder alles. Ich kam mal beim Spaßen mit einem Freund darauf und wir benutzen es als Dehnwort-Alternative für alle Verben (“frumblen”), der Auslöser war irgendein Versprecher. Es gibt da noch die Konkurrenz mit “schlumpfen”, aber die ist in den letzten Jahren schon fast etwas obszön geworden.
Ja, jedenfalls find ich den Namen lustig und fühle mich dabei immer ein bisschen an “Google” erinnert, das man ähnlich ausspricht. Und ich denke mal, er ist sicherlich besser als “WinLux”, denn seit ich Mitte 2006 komplett auf Linux umgestiegen bin, habe ich mit dem “Win”-Teil eigentlich nichts mehr zu tun und kann mich nur noch ab und an in kritischen Artikeln darüber äußern.
Gerade geht ein zweiter Twitter-Hype um und jetzt beginnen auch viele der Leute damit es zu nutzen, die noch vor wenigen Monaten dagegen wetterten. Ich muss ganz klar sagen, das Konzept von Twitter ist nicht mein Ding, was ich gerade mache kann anderen doch so was von egal sein und ich denke, das ist es auch. (Übrigens halte ich es für sehr gefährlich, alles so zentral nur über einen Anbieter, Twitter, zu machen. Es gibt auch Alternativ-Anbieter, aber die sind nicht so bekannt und weil man sich gegenseitig zitieren und auf Fragen seiner Freunde direkt antworten will, nutzen alle nur Twitter…) Außerdem würde das die Konzentration bei der Sache stören, wenn ich mich ständig daran erinnern müsste, einen Statusbericht auf Twitter zu liefern. Und wenn ich das nicht täte, dann wär’s doch viel zu unregelmäßig. Aber allein die Idee von Twitter gefällt mir, schnell, ohne viele Worte was hinauszuschießen. Ich habe das “Problem”, dass ich in kürzester Zeit viel interessantes und/oder lustiges im Web finde und dann den Drang verspüre, das wem mitzuteilen, also muss irgendein Skype-Kontakt daran glauben. Das ist manchmal ganz nervig, weil ich dann noch erklärende Worte nachliefern muss. Bei e2b bin ich auf das Konzept der Tumblelogs gestoßen, kleine Mini-Blogs, die sich ähnlich wie Twitter benutzen lassen, aber besser sind. So kann man direkt Bilder in Beiträge einbinden oder Videos embedden, wie mit einer Blog-Software wie WordPress, aber etwas zügiger. Der Einsatzzweck solcher Microblogs sind dann Webseitenempfehlungen, gefundene Bilder, lustige Podcast-Episoden, Zitate aus Chats oder wie auf Twitter kurze Situationsbefunde. Das ist was, was mir im Ansatz sehr gut gefällt und jetzt will ich es mal ausprobieren: Ich habe unter http://www.frumble.de/tumblelog/ das CMS Chyrp installiert und mich schon ein paar Stunden durch seine “Federn” und Module gekämpft; wenn ich in den nächsten Stunden das Problem mit den fehlerhaften Links lösen kann, geht es dort los. Ihr könnt einfach den RSS-Feed abonnieren, parallel zu meinem richtigen Blog, und das neue “Angebot” mal verfolgen. Als Extra, das man normal nicht in einem Tumblelog findet, habe ich sogar ein Kommentar-Modul eingerichtet, das Ding ist also richtig Web 2.0ig. ![]()
Ich hoffe also, Euch spricht mein zweiter Blog auch an und ich erwarte gespannt Eure Meinung zum neuen Namen!
Werbeeinnahmen steigern sich ins Unermessliche
1. Apr 2008
Auch von mir gibt es heute noch eine Meldung, und sogar eine sehr positive: Ich bin schlichtweg begeistert, wie viel Kohle ihr mir, meine lieben Leser bringt. Bald werden Christoph und ich die Beute unter uns, gemäß des Algorithmuses meines Gönnerstils aufteilen (schließlich sind seine zwei, drei Beiträge auch schon “Kassenschlager”), und wir werden mit Bloggen aufhören und den Rest unseres jetzt sehr glamouröses Daseins von den Kontozinsen leben. Auf keiner anderen mir bekannten Seite, bis vielleicht auf OTR (auf der man für’s Werbungklicken Punkte gutgeschrieben bekommt *hö*), sind die Besucher so konsumgeil wie hier, und natürlich habt ihr alle eine Ausnahme in eurem AdBlock Plus für sie eingerichtet, das “rechne” ich euch hoch an; täglich.
OK, zugegeben, der war schlecht.
Winlux-Blog: Fehler verursacht amüsante Erscheinung
1. Apr 2008
Heute Abend hat ein Fehler in der neuen WordPress-Version 2.5 (damit schreiben wir unsere Artikel) einen amüsanten Fehler verursacht: Für ungefähr 20 Minuten war der WinLux-Blog um 180° gedreht, bis ich, Christoph, den Fehler behoben habe. Ein unschöner Wert in der Datei “page.php” war falsch gesetzt; das sollte bei WordPress ja keinen mehr verschrecken.
Zugegeben: Wer eine Beta von WordPress installieren möchte, muss eine gewisse Abenteuerlust mitbringen. Nun aber läuft die Webapplikation – bis jetzt – wieder fehlerfrei.
MfG
Christoph
Gastauftritt bei MacUnplugged über OOXML
17. Mrz 2008
Ich war wieder einmal bei Grzegorz, dem polnischen Germanisten, bei MacUnplugged zu Gast, Thema der Sendung: Microsofts Office Open XML. Auf die Idee eines Gastauftritts kam Grzegorz, als ich ihm einen Artikel von Linux Magazin Online schickte, in dem die erneuten ISO-Standardisierungsversuche von Microsofts OOXML perfekt hinterleuchtet wurden. Das eigentlich Wichtige, dass Microsoft korrumpiert und sich Stimmen einkauft, haben wir zwar dann doch vergessen, aber ich denke, die Podcast-Folge ist trotzdem ein ganz netter Überblick über die kaum zu überblickende komplexe Situation, in der das ISO-Gremium und die ganze Freie Software-Welt aktuell stecken.
Als “Randnotiz” möchte ich hier noch auf einen älteren Artikel über meine Verbalsprache verweisen, damit sich keiner wundert, warum meine Sätze in der Folge nicht so schön sind.
Der WinLux Blog wird verklagt
19. Feb 2008
Richtig gelesen, erst einmal möchten die, von mir nicht bei Namen genannten, Eltern mit meiner Musiklehrerin sprechen (was hat die damit zu tun‽) und dann eventuell rechtliche Schritte gegen mich einleiten. Konkret geht es dabei um meinen Artikel “Restriktive Eltern” vom 08. Februar 2008, in dem ich die familiären Hürden bei einer Zusammenarbeit während der Vorbereitung eines Referats zwischen mir und einem Mitschüler skizzierte. Er war relativ objektiv, ohne Diskriminierung und sonstige persönliche Angriffe. Nun, mein Elternbild dieses Mitschülers war wohl nicht so verkehrt, wie sie es durch ihre Betroffenheit suggerieren, denn gerade durch ihre Reaktion, sich an meine Klassenlehrerin und Musiklehrerin zu wenden und auf diesem Wege irgendetwas durchsetzen zu wollen, respektive dann juristische Wege eingehen zu wollen, ohne sich mit mir in Kontakt zu setzen, bekommt mein Text eine noch stärkere Grundlage, abgesehen davon, dass ich aus den oben genannten Gründen nicht glaube, dass ich mit ihm juristisch belangbar bin.
Um diesen Problemen entgegenzuwirken nehme ich nun den Artikel vom Netz und lösche die Kommentare, so schwer es mir fällt und so einen starken Rebellionsdrang ich auch dagegen habe.
Es ist Bloggzeit…
1. Feb 2008
Ich möchte mich nicht wie die geknickten Podcaster dafür entschuldigen, dass über die Werktage hier in der Regel nicht viel Neues kommt. Doch ich möchte selbst vorfreudig verkünden, dass nun nach der erschreckenden Halbjahresinformation die einwöchigen Winterferien beginnen und da einiges kommen wird, das im Blogsystem schon unter den Entwürfen fleißig bearbeitet wurde. Das hier also mal, um ein wenig Spannung aufzubauen und euch bei Laune zu halten.
Der Mann, der nicht sterben kann.
21. Jan 2008
Ja, es gibt ihn: Der Mann, der sich um Rechtschreibfragen kümmert, hinter den Kulissen sitzt, immer den Mund offen hat und als Beispiel in manchen Beiträgen dient (Nein, nicht der intellektuell schwache, der sich die Vokabeln merken kann) Es ist der Mann, der nicht sterben kann. Vollendet, immer am Reden, viele Freundinnen, immer unterwegs und der Meister der genauen Formulierung. Ich rede nur aus einem ganz bestimmten Grund in so hohen Tönen von ihm, denn ich bin es selber. Wenn ich mich vorstellen darf: Ich bin Christoph “Le Didi” Sierra Hotel Charlie Whiskey India Lima Lima Echo (…man nehme die Anfangsbuchstaben, denn mit dem internationalen Buchstabieralphabet bekommt mich keine Suchmaschine
)
Vor rund vier Jahren lernte ich Maximilian in der Schule kennen. Auch damals schon als Geek, doch er arbeite noch mit “Win XP” und SuSE, das damals noch nicht einmal “OpenSUSE” hieß. Auch er motivierte mich, SuSE auf meinem damaligen 800-mHz-Rechner zu installieren – ein Fehler
So ging Tag um Tag in’s Land. Ich war das Versuchskaninchen, der Mann, der sich nicht umbringen lässt. Übrigens sehr schwierig, denn neben Computer, verbringe ich sehr viel Zeit mit Singen, Spielen “diverser Instrumente”, Modellbauen, die Leidenschaft zu meinem Mountainbike, dem Pflegen sozialer Kontakte (15 1/2 und schon Freundinnen :rose: …
) und seit Neuestem: 8 Stunden Schlaf pro Nacht. Dennoch verlor ich den Computer-Virus nicht und blieb Schüler des großen Meisters und so entstanden Bluescreens, verlorene Dateien, Panik und die Lust am Weitermachen, während “mein Lehrer” seine News hier postete. Auch das war ein Fehler, denn ich wurde täglich zum Lesen verdroschen, was nicht ganz meinem Willen entsprach. Warum schreibt der Vollidiot dann hier? Ganz einfach, es sind mehr Leser als in den Anfängen, ich habe die Rechte, die schlechten Kommentare rauszulöschen, die guten zu unterstreichen und hier einen auf Selbstdarstellung zu machen. Genau das, was mein Ego verlangt. Nein, um ehrlich zu sein, ich finde, seitdem Maxi seine hervorragende Filmkritik geschrieben hat, und sein Blog auch sonst ein neues Niveau erklomm, ist er um einiges interessanter geworden. Das muss gewürdigt werden und ich kann mich mit seinem Ruhm bekleckern!
PS: Ich gebe euch den Link meiner Seite nicht, da ich mich dafür schäme … (Die neue ist schon in Bau)
Die “Zielscheiben” sind Mod-Targets. Hier sieht man mich, wie ich als Leiter eines CVJM-Lagers bei einem Geländespiel durch den Wald renne. Solltet ihr mal Kinder bekommen, schickt sie zum CVJM …
Also, wer es nicht gemerkt haben sollte: Hier schreibe ich, Christoph und nicht Dr. Winlux…
Werbung von Nic.de.vu
21. Dez 2007
Ich könnte wirklich reinschlagen! Ich habe zwei de.vu-Domains bei Nic.de.vu registriert, winlux.de.vu und winluxblog.de.vu. Seit gestern gibt es auf diesen Domains wieder Werbung von Nic.de.vu in Form von einer “Toolbar”, die sich über die darunter ladende Seite platziert. Dieses “Feature” habe ich ausdrücklich in meinen Domain-Einstellungen bei Nic.de.vu ausgeschalten! Der Dienst versucht immer wieder, die Werbung erneut zu aktivieren und hoft, dass nur wenige sie wieder ausschalten. Bisher ging das ja wenigstens noch und ich brachte Verständnis dafür auf, weil die ja auch irgendwie ihre Kosten begleichen müssen, aber nachdem ich jetzt erlebt habe, wie ich schon psychologisch in meinen Nic.de.vu-Domain-Einstellungen genötigt werde (und das nur durch Intelligenz umgehen konnte), mich bei Spamern einzutragen, erreicht das ein neues Level. Da sag ich mir wirklich: Die verdienen mit den anderen armen Schweinen so viel, da brauchen sie mich nicht auch noch! Das ist Gier! Wenn die Werbung nicht sehr bald ausgeschalten wird, steige ich auf eine alternative Domain um – dumm nur, dass ich bis noch vor wenigen Monaten gerne bei meinen Blog-Kommentaren auf anderen Seiten eine meiner de.vu-Domains angab, und de.vu ist, so denke ich, die einzige wirklich bekannte und in Deutschland von der Masse akzeptierte Sublevel-Domain, die Leute können sie sich also gut merken.
Ein neunminütiger Videomitschnitt, wie ich in meinen Nic.de.vu-Einstellungen kämpfe, könnt ihr Euch hier in Ogg Theora herunterladen/streamen. Durch das Heruntersetzen der Qualität sieht das Video zwar nicht mehr ganz so fein aus, ist aber mit seinen 15 MByte relativ klein. Den unwichtigen Ton könnt Ihr während der Wiedergabe abschalten, seine Aufnahme zu deaktivieren, daran habe ich nicht gedacht.
Ich bin in Google ganz oben!
9. Dez 2007
Eigentlich nutze ich ja nur Yahoo!, aber als ich vorhin durch meine Referrer des Blogs durchgefahren bin, habe ich was Unglaubliches gefunden: Der WinLux-Blog ist auf Platz eins für die Suchbegriffe “Der Goldene Kompass Filmkritik” und “goldener Kompass Filmkritik“, bei nur “Der Goldene Kompass” sogar auf Seite vier! Unglaublich! Vielleicht hat dazu auch beigetragen, dass ich für den Artikel bisher schon 14 Yigg.de-Stimmen bekam und damit sogar auf der Startseite von yigg.de landete! Danke Leute!
Filmkritik: Der Goldene Kompass
9. Dez 2007
Da mich der Trailer sehr antat, war ich heute im Kino im Goldenen Kompass.
Auch wegen dem guten Trailer lieh ich mir vor kurzem erst das Hörbuch aus der Bücherei aus (ja, ich bin lesefaul, wenn auch nur bei Büchern, wie man mit diesem Blog erahnen könnte).
Bei der Geschichte geht es um Lyra, die in einer parallelen Dimension lebt, in der die Seelen der Menschen außerkörplich in Gestalt von Tieren leben. Das Magisterium, das Pendant zur katholischen Kirche (das Imperium wurde unter Johannes Calvin aufgebaut, der den Hauptsitz auch gleich nach Genf verlegt hat, sehr süß), hat in dieser Welt quasi die Staatsgewalt und bekommt mit, dass es auch noch andere Welten gibt, in denen es herrschen könnte. Gleichzeitig sieht es einen Weg, alles Übel von den zukünftigen Generationen fernzuhalten, indem es Kindern, deren Tier-Dæmonen sich noch bis zu ihrer Pubertät frei in andere Arten verwandeln können, medizinisch davor bewahrt, in dem es ihre Dæmonen, die mit ihnen unsichtbar verwunden sind und sich nur wenige Meter von ihnen entfernen können, vom Körper trennt. Damit nämlich würde der Fluss von “STAUB” daran gehindert, in den Körper einzudringen. Dieser Staub ist ein nichtatomarer Feinstoff, der aus dem Weltraum in den Dæmon und dann den Menschen fließt, sobald die Menschen in die Pubertät kommen und, so zumindest hat es im ersten Buch den Anschein, dieser Staub ist schlecht.
Das Magisterium experimentiert also lustig mit gekidnappten Kindern im hohen Norden, weil da die Staubkonzentration am Höchsten ist. Layra, die als Waisenkind in Oxford lebt (und dort in allerlei nicht ganz altersgemäßen Wissenschaften von ihren Professoren unterrichtet wird, wie Metaphysik, Molekularphysik etc., im Buch ist das köstlich) verspricht einem Spielfreund, wenn ihn die “Gobbler” holten, aufzubrechen, um ihn zurückzuholen. Die Gobbler sind die Mitglieder der General-Oblations-Behörde, die die Kinderversuche macht. Der Rektor von Oxford gibt ihr einen goldenen Kompass, der die Wahrheit sagt, ein Alethiometer, das nur sie ohne Lexikon verstehen kann – ohne Erklärung, warum er es ihr nun gibt. Dann nimmt eine charmante, kluge und gutaussehende Mrs. Coulter Layra zu sich und will mit ihr in den Norden fahren, aber diese Dame hat ein düsteres Geheimnis…
Im Norden macht Layra Bekanntschaft mit einem kampfgeilen Eisbären, bringt ihn aus einer misslichen Lage und bekommt dafür seinen Schutz bei ihrer Mission, bei der sie mittlerweile große Unterstützung von fliegenden, ebenfalls kampflüsternen Hexen und Eltern entführter Kinder genießt…
So viel zum Buch.
Im Film werden gleich zu Beginn eine Menge im Buch bis kurz vorm Ende offener Fragen beantwortet, ich frage mich, ob da überhaupt jemand so schnell im Mitdenken mitkommt und natürlich nimmt das viel mögliche Spannung weg. Die wird dann wieder über die diversen Kampfszenen aufgebaut. Visuell sind die astrein, der Film ist mit seinem Budget von 180 Mio. auch der bisher teuerste von New Line Cinema (wir erinnern uns: Die machten auch die Herr der Ringe-Trilogie!). Nur dachte ich mir, hätte man mehr Dialoge, mehr Charakterbildung und Erlebnisse in den Film bringen sollen, und anstelle diese Dinge zu streichen, bei den Kämpfen mal etwas auszulassen. Layra ist genau so wie in den Büchern (mal von den im Original blonden Haaren abgesehen), wenn ich sie mir auch etwas hübscher vorgestellt hätte.
Sie schaut fast ständig verdrießlich drein. Das Hübschsein trifft aber eindeutig auf Mrs. Coulter, hier manifestiert durch Nicole Kidman zu. Der blonde Bond, Daniel Craig, darf Layras handlungsentscheidenden Onkel Lord Asriel spielen. ![]()
Von den (vermutlich London zeigenden) Städteaufnahmen der anderen Dimension war ich sehr beeindruckt und hoffte, möglichst viel davon zu sehen, kam aber nur relativ kurz was, Schade. Die Filmmusik hat kein Leitmotiv und ist nur Gedudel nebenher, was auch wieder mögliche Spannung nimmt (ich höre viel Filmmusik, deshalb erlaube ich mir hier, ein so klares Urteil abzugeben). Filmen wie Harry Potter und dem Herrn der Ringe ist es gelungen, eine eigene Ästhetik aufzubauen. Im Goldenen Kompass gibt es viel Bemühungen darum, auch eine zu finden, aber bis auf die in der Dimension verwendete Technologie, Architektur und Kleidung bringt der Film nicht viel rüber. Vor allem nerven die vielen Szenen, in denen in den Kompass hereingefahren wird und man goldenen “Staub” und Bilder daraus erkennt. Das erinnert an einen ohnmächtigen Matrix-Traum und ist mit der Unschärfe wirklich nicht schön.
Das Handlungsmuster und die Gründe dafür werden einem, für einen eigentlichen Kinderfilm, nicht einfach zu verstehen gemacht. Eine langsamere und stückweise Einführung darin, wie schon oben angesprochen, täten dem Film gut. Es sind auch zu viele Nebenszenen gestrichen worden, klar, man muss auf die angestrebte Laufzeit kommen, aber es ist schade, damit wird die Faszination der anderen Dimension genommen. Auch seltsam ist das plötzliche Erscheinen einer der Hexe Serafina Pekkala im Film und wie sie sich dar gibt, fast schon stolz und erhaben, obwohl sie im Buch auch eindeutig unsicher ist. Sehr merkwürdig ist der Schluss: Er ist doppelt abgeschnitten: War schon das Ende des ersten der drei Bücher eine Aufforderung zum Kauf des zweiten, so ist der Schluss des Filmes da, wo im ersten Buch das Finale vorbereitet wird. Zumindest eine Stelle aus dem späteren Finale ist übernommen worden: Layra klettert über eine instabile Eisbrücke über einer unabsehbar tiefen Schlucht, die dabei einbricht, herüber zum Gobbler-Sitz. Sehr sinnvoll, wenn man sich überlegt, dass da viele Leute wohnen und die immer über diese instabile Brücke klettern müssen. Ich nehme an, man schnitt den Film neu zusammen (im Trailer sind noch Szenen des Finales!) und nahm die Brückenszene als Zwischenspannung an diese Stelle. Beim Ende bin ich wirklich sehr verwundert über die Dummheit der Filmmacher: Alles krumm gelegene ist wieder gut und dann fliegen die Helden mit einem filmstilischen Zepelin zu Onkel Asriel, während zumindest Mrs. Coulter schon mal andeutet, sie verfolgen zu wollen. Hm, Moment, da war noch mal was im Trailer, was im Film nicht vorkam: Layra fällt aus der Gondel herab – gehört insgesamt auch an eine ganz andere Stelle der Geschichte (wo sie über das Eisbären-Reich zu Asriel fliegen und Lyra auf diesem Wege zum Eisbärenkönig gebracht wird)). Ich hörte ein paar Reihen vor mir im Kino eine Frauenstimme fassungslos “Hä?!” schreien, als der Filmtitel nach dem Ausblenden wiederholt wurde. So macht man sich keine guten Hören-Sagen-Kritiker. Auf das im Norden liegende neue Haus von Onkel Asriel habe ich mich übrigens schon gefreut gehabt. Die bei Filmbeginn eingeführte Erzählerin, der Dæmon von Onkel Asriel, kommt überraschend im weitern Filmverlauf nie mehr vor.
Fazit: Der Goldene Kompass ist ein Film, bei dem schon vieles richtig gemacht wurde und so war, wie ich es mir vorstellte, aber bei dem in der Konzeption die Action mehr als die Geschichte zählt. Der Soundtrack ist mies und man wird regelrecht auf die erzwungene Ästhetik mit dem unschönen Staub gedrückt. Die Schauspieler machen ihren Teil alle hervorragend, es gibt aber zu wenig Charakterbildung. Kindisch wirkt der Film nicht, sogar sehr anspruchsvoll, da man schnell Zusammenhänge begreifen muss. Das Buch muss man nicht gelesen haben, um ihn zu verstehen, es ist in Deutschland auch relativ unbekannt, aber in England meines Wissens sogar Pflichtschullektüre. Bei den vielen Kämpfen ist der Film mit Sicherheit nichts für jüngere Kinder, die Alterseinstufung auf FSK12 gibt der amerikanischen mit 13 Jahren sogar etwas nach (was das deutsche Einstufungssystem erfordert) und man sollte wirklich nicht mit Jüngeren in diesen Film, sie würden ihn eh nicht verstehen. Ob der zweite und dritte Teil auch noch verfilmt werden, hängt übrigens nur von den Besucherzahlen des Ersten ab und diese Zahl, dezidiert durch die wohl schlecht darauf zu sprechende, da mit dem Ende unzufriedene Hören-Sagen-Kritikerschaft, würde mich dann doch interessieren. Hier hat New Line Cinema Seppuku betrieben.
Nachtrag vom 10.12.2007: Auf welt.de gibt es einen sehr interessanten Artikel über die Zensur der Kirchenkritik in dem Film und im Wikipedia-Artikel zum Goldenen Kompass findet man noch mehr Abweichungen vom Film zum Buch, die mir beim Schreiben nicht unmittelbar eingefallen sind, oder die mir nicht auffielen.
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Umfragenauswertung: Deine bevorzugte Schreibtischumgebung
8. Dez 2007
In der aktuellen Umfrage “Warum liest Du meinen Blog?” las ich gerade eine amüsante neue Antwort:”Ich gucke immer mal vorbei, um zu sehen, ob die letzte Umfrage schon ausgewertet wurde.” Sehr gut!
In der letzten Umfrage ging es um Eure Lieblings-Schreibtischumgebung (womit ich Euren “Desktop” meine
) und da ich mir dachte, dass die Auswertung wohl eh kein Schwein interessiert und die meisten Besucher für Windows XP gewählt haben, dachte ich mir kulant, die Auswertung, wozu auch noch meine Faulheit ihren Anteil tat, ausfallen zu lassen. Aber nun, wenn es zumindest einen interessiert; hier ist die Auswertung (die ich ganz toll in Apple Numbers gemacht habe):
Da hat wohl wirklich die Mehrzahl der Abstimmenden was falsch verstanden. Es ging nicht um um das verwendete Betriebssystem, sondern die präferierte Desktop-Umgebung, also Gnome, KDE, Haiku, Aqua… Klar, dass bei dem Missverständnis dann Windows XP auf Platz eins landet, weil es eben das meist genutzte Betriebssystem ist und viele Besucher auf den WinLux-Blog per Suchmaschine nach ominösen Suchbegriffen aus der Windows-Welt kommen (z.B. “Compiz Windows”). Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass jemand sagt, Windows XP sei seine Lieblingsschreibtischumgebung, wenn er sich einmal die Konkurrenz auch nur von Linux (Gnome/KDE mit Compiz Fusion) und OS X (Aqua mit Quartz Extreme) angesehen hat.
Neue Kategorie: Tagesblog
19. Nov 2007
Ich habe mir überlegt, wie ich den WinLux-Blog interessanter machen könnte und gleich auch mehr Leser bekommen könnte. Dabei fand ich heraus, dass ich eigentlich täglich etwas Seltsames, Witziges, Interessantes oder auch nur was aus meinem Leben gerne bloggen würde, es aber lasse, nicht aus Gründen der Faulheit, sondern, weil es nicht in meinen Blog-Stil passt. Der ist primär, Computernachrichten, die ich für besonders interessant halte, mit meinem Schreibstil und meinen Hintergründen hier rein zuschreiben.
Es gibt jetzt Leute, die ausschließlich das machen, was ich bisher gelassen habe (ich berichtete *höhö*), so weit, ich sag mal sinken, will ich auf keinen Fall. Ich möchte mir nur mehr Möglichkeiten des Darüberschreibens erschließen. So wird es auch weiterhin Artikel in der gewohnten Art geben, aber nun zusätzlich noch welche, in denen ich über ganz andere Themen schreibe. Ich bin am Überlegen, wie ich die kennzeichne, damit sie in Eurem Feed-Reader (oder ein schönes neues Wort von mir: Aboleser) für Euch deutlich gemacht werden.
Eines meiner größten Probleme: Ich möchte Schriftdeutsch sprechen
17. Nov 2007
Eines meiner größten Probleme ist, dass ich im “Real Life” nicht flüssig frei reden kann. Ich stottere nicht, sondern setze mir selber Felsen in den Redefluss, in dem ich so reden möchte, wie ich schreibe. Das kann ich sehr gut und bin stolz darauf, mich so gewählt und exakt ausdrücken zu können. Aber das ist etwas anderes, als zu sprechen: Im Gespräch hat man nicht die Freiheit, mehrere Sekunden über seinen Satzaufbau nachzudenken und dann sich genau zu fragen, was man an welcher Stelle für ein Wort braucht, um sein Denkgefühl für das Auszudrückende am präzisesten den Lesern mitzuteilen. Hört sich jetzt sehr langsam an, ist es aber nicht unbedingt, ich schreibe etwa gleich schnell wie andere.
Wie kommt es dazu, dass ich im Sprechen Probleme habe? Gehen wir ein Weilchen zurück. Schon im Kindergarten wohnten meine Freude (wenige) Kilometer von mir entfernt. Ich konnte also nur, wenn ich meine Faulheit überwund, die zum Spielen erreichen, oder war auf meine Eltern angewiesen. Noch schlimmer wurde es dann auf meiner ersten Grundschule: Ich wohnte unten am Hügel und die Schule und meine Klassenkameraden waren auf ihm. Ein Zu-Fuß-Masch zu denen hätte schon mal eine halbe Stunde gedauert. Zugespitzt hat sich dann meine Situation mit meiner zweiten Grundschule, die in einem Vorort von Reutlingen lag. In dieser Zeit lernte ich, mich gut mit mir selbst zu beschäftigen und damals schaute ich noch Fernsehen. Über die doch relativ guten Sendungen, die ich sah (wir hatten nur Antenne und daher nur ARD, ZDF und SWR) versuchte ich, mich sprachlich weiterzubringen. Ich hatte schon zu Kindergartenzeiten die Affinität, meine Sätze gerne präzise gestalten zu wollen. Ich lehnte Wörter, die mir meine Eltern “anboten” ab und ersetzte sie durch andere, die ich besser geeignet fand, wurde Perfektionist in der Sprache. In diesem Zuge lernte ich auch kein richtiges Schwäbisch, sondern Hochdeutsch, oder eher Schriftdeutsch.
Meine wenige Erfahrung im Umgang mit anderen Kindern brachte mich dann auf dem Gymnasium in eine beinahe soziale Isolation. Mir fehlte das Wissen, wie ich mich unter anderen und mit anderen richtig verhalte, was viele Missverständnisse und weitere Probleme aufwarf. Es war, als ob die anderen mich über die letzten zwei Jahre auf der Grundschule in meiner Entwicklung deutlich überholten.
Aktuell meine ich, das im Groben aufgeholt zu haben. Was jetzt mein Problem ist, ist das versucht-erzwungene Schriftdeutsch mit seinen Tücken beim Sprechen. Ich habe nie richtig gelernt, wie ich mich flopsig und “cool” ausdrücken kann, was, wie ich finde, aktuell doch ziemlich auffällt.
Ein guter Freund spricht gerne in vielen Sparwitzen und Insidern und passt sich an sein Publikum an. Er sagt nichts, was sein Publikum nachdenklich machen oder bewusst provozieren würde. Das ist eine Methode, die gut funktioniert, aber mir ist sie zu “schmutzig”.
Meine Sprechart ist zur Zeit ein ziemliches Problem für mich in der Klasse, denn während wir viele darin haben, die cool sprechen (und dabei die meisten nicht den Ghetto-Stil nutzen), komm ich mir sehr komisch vor. Ich weiß, dass viele dieser Leute, sobald sie eine Tastatur bedienen oder schriftlich arbeiten müssen, mich um Leistungsjahre unterbieten, aber das hilft mir nichts… Aktuell lerne ich am meisten von den Computer-Nachrichtenseiten, die ich lese. Also Golem, Heise, PC-WELT, derStandard…
Ich hoffe, dass sich das in absehbarer Zeit für mich ändert. Eine neue Chance für mich mögen die vielen Podcasts sein, die ich mir mittlerweile begeistert aus Spaß reinziehe.
Ich schreibe diesen Blog-Eintrag, um das endlich mal los zu werden und mein jetziges Empfinden einmal schriftlich für meine kommende Entwicklung zu haben und meinen Blog gleich mal wieder etwas persönlicher zu machen.



