Die Android-Enttäuschung – ein Rant mit Katharsis

Das Tablet: Die seit 2010 stets zunehmende Berichtserstattung darüber in meinem täglichen Netz-Konsum erweckte eine Begehrlichkeit in mir. Nicht weil ich eins brauchte, sondern weil ich eins wollte.

Ich bin seit vielen Jahren Linux-Nutzer, Anhänger des Freie-Software-Gedanken und seit Herbst 2009 glücklicher Besitzer eines iPod Touch G3, und kam immer gut ganz ohne Mobiltelefon aus.
Ich höre seit rund sechs Jahren Apple-bezogene Tratsch-Podcasts. Als in ihnen der iOS-Anteil und die offensichtlichen Möglichkeiten immer mehr wurden, musste ich so ein Gerät haben. Aber mich störte immer stärker Apples zunehmend restriktivere und einnehmende Firmenpolitik und die unbrauchbare Linux-Unterstützung. Als die Tablet-Frage für mich im Raum stand, war ich bereit, auf das zu dieser Zeit einen großen Sprung machende Android zu setzen. Der große Schritt war Honeycomb, Android 3.0. Ich sah das Produktvideo und war hingerissen von der gezeigten Frische und Vielfalt der Ideen.

Es stand ein Hardware-Wechsel an, denn die CPU des iPods kam bei Webinhalten immer deutlicher ins Schwitzen und auch seine Auflösung wurde mir zu gering. Immer drängender wurde die Suche nach einer Ablöse. Warum also nicht gleich auf ein Tablet umsteigen?
Das war Hochsommer 2011, und beinahe hätte ich mir ein aktuelles Android-Tablet besorgt, wenn nicht Gerüchte über ein anstehendes Super-Tablet von Asus für den Herbst aufgekommen wären. In einer großen Schulpause schließlich las ich ungeduldig die Nachricht der Produktankündigung bei The Verge und stieß verzückte Schreie aus.

Das 10-Zoll-Tablet sollte den neuen Nvidia Tegra 3 Quad-Code-ARM-Prozessor bekommen, ein S-IPS-Display mit 1280×800 Punkten, eine 8 MP-Kamera mit FullHD-Bildsensor und ein ansteckbares Tastaturdock mit zusätzlichem Akku, der das Ganze zu einer Art Ultrabook macht – wie cool ist das denn? Sogar ein Bild davon nahm ich in meinen Linux-Desktop-Artikel im November mit auf, so begeistert war ich von dem Gerät. Es war völlig klar: Das Transformer Prime war besser als das iPad 2 und sah mit seinen edlen Kreismustern im dünneren Aluminiumgehäuse sogar noch cooler aus.
Es sollte noch bis Mitte Februar 2012 dauern, bis ich mein vorbestelltes Exemplar in Deutschland erhielt. Voller Vorfreude, meinen mobilen Begleiter für die nächsten Jahre gefunden zu haben, packte ich das Tablet aus und spielte auch gleich das bereits erschienene Upgrade für Android 4.0 Ice Cream Sandwich auf. Dann ging ich an, das System zu erforschen – auf den ersten Blick alles ganz nett, ein bisschen arg schwarz, aber nett. Sodann besorgte ich mir Apps, und damit fing es an.

Kapitel:
1 – Schlimmer als gedacht
2 – Netbook-Software
3 – Bedienparadigmen
4 – Technokratisches Missverständnis
5 – Appastrophe
6 – Technische Aspekte: Fröhliche Fragmentierung
7 – Dateisystem auf einem Post-PC-Device
8 – Patentrechtliche Nachteile
9 – Kein Linux, keine offen entwickelte Software
10 – Plädoyer für Ehrlichkeit und Objektivität
11 – Noch einmal etwas zu mir
12 – Definitionsfrage der Objektivität
13 – Mein Prime und ich
14 – Warum ich mir ein Nexus 7 gekauft habe
15 – Es wird besser
16 – Versöhnliche Worte

1 – Schlimmer als gedacht

Es stimmte etwas nicht mit den Apps. Ich hatte diese Apple-Podcasts gehört und ich wusste von Androids Situation. Ich nahm zur Hälfte an, diese Fanboys übertreiben doch nur maßlos. Ich war gefasst darauf, dass das Software-Ökosystem schlecht ist, aber nicht darauf, dass es so schlecht ist!
Ich war erschüttert. Design, Benutzbarkeit, Durchtdachtheit, Kinetik und Geschwindigkeit ausnahmslos aller mir untergekommenen Drittanbieter-Apps waren weit unter ihren jeweiligen Verwandten auf iOS. Es war schockierend, wie schlecht ein App-Ökosystem überhaupt sein kann, wenn mensch aus der Apple-Welt kommt.
Dazu möchte ich meine Beobachtungen und Gedanken los werden.

2 – Netbook-Software

Ich bin ja sogar von meinem Desktop Touch gewohnt. Ich habe seit 2011 ein Magic Trackpad von Apple und die Linux-Unterstützung ist richtig gut. Ich nutze es als meine vierte Maus und es ist mein Meistzeit-Favorit geworden.
Bei Android nun, bei einem Betriebssystem für tastaturlose Touch-Bildschirm-Geräte, frage ich mich, ob ich nicht sogar am Desktop mehr mit Gesten arbeite als auf diesem Mobil-System. Nicht das Android 4+–Grundsystem von Google, daran hab ich wenig zu meckern, sondern bei den Apps. Nicht irgendeine Gruppe Apps, nein, ich spreche vom kompletten Android-Software-Ökosystem. Es ist erschreckend: Die allermeisten Android-Apps profitieren überhaupt nicht vom Multitouchscreen, mensch könnte sie auch genauso gut rein per Mausklick steuern, oder „genauso schlecht“. Es ist eine absolute Seltenheit, dass es vielleicht etwas zum Tabben und Verschieben gibt, oder Gesten, oder UI-Elemente, die auf den Finger dynamisch reagieren, von den fehlenden Animationen jetzt ganz zu schweigen – und der Eindruck überkommt mich, ich hätte es mit einem Haufen Windows-Freeware von Hobby-Entwicklern zu tun. Ja, hässliche Windows-Freeware. Lieblos zusammengehackt. Die inkonsistenten UI-Paradigmen über Apps hinweg bestärken den Eindruck nur noch. Und träge ist das Zeug, Mannomann. Auf einem Quadcore! Hallo Java!

3 – Bedienparadigmen

Es ist stets eine Frage, woraus ein System sich herentwickelt hat. Android-Geräte bekamen erst Post-iPhone einen Touch-Screen verpasst, das ist aber keine Rechtfertigung für die Art, wie App-Oberflächen bei Android-Apps zum Großteil aufgebaut sind: Sie wirken wie heruntergestutzte Desktop-Software mit ganzseitigen Menüs und größeren Klickelementen. – Android-Software ist Netbook-Software, aber ich will APPS! Ich will da keinen PC, ich will mich bei einem ultramobilen Gerät nicht mit PC-Problemen herumschlagen müssen. Genau die wurden aber vielenfalls direkt von der Vorstellung einer PC-Anwendung übertragen; es fand kein Transferprozess für angemessene Bedienung bei einem Gerät mit Multitouchscreen statt.
Eine Menge Android-Apps sind aufgrund des verbreiteten Netbook-Paradigmas enorm fummelig zu bedienen. Aber, wenn ich solche Anwendungsfälle habe, dass ich Software mit Fitzelkram und „Openness“ für skurrile Zusatzfunktionen brauche, dann nehm ich doch lieber gleich einen PC her und mach’s da, mit wirklich leistungsfähiger Software. Und kommt mir nicht mit „Produktivität“! Tablets sind nicht für Produktivität! Wenn ihr mit einem Touchscreen produktiv sein wollt, dann kauft euch einen Tablet-PC mit Windows – da hat Microsoft seit 2001 viel, zum Großteil ungewürdigte, großartige Arbeit geleistet. Es macht schlicht keinen Spaß, Android-Apps zu bedienen; ich will aber mit einem ultramobilen Touch-Screen-Gerät Spaß haben!

4 – Technokratisches Missverständnis

Generell kann ich schon beim Android-Grundsystem einen Hang zum „PC-Konzept minus Etwas“ feststellen. Meine bescheidene Einschätzung ist, dass für die wenigsten Nutzer Androids Technokratie einen Vorteil darstellt.
An der Technokratie Androids habe ich auszusetzen, dass es keine schöne ist, die mensch als Normalnutzer (!!) anpassen kann wie mensch mag, wie bei KDE SC. Die Technokratie liegt im Herz der Android-UI. Mensch bekommt halt dieses technokratische Produkt vorgesetzt und es tut dieses hier und das auf diese bestimmte Art, aber kann es nicht ändern, obwohl die UI durch ihre Technokratie vortäuscht, selbstredend offen für Nutzervorstellungen zu sein, es aber nicht *ist*. Daran störe ich mich bei Android extrem – das OS macht den Spagat zwischen Hersteller-Blackbox und PC-System falsch. Zu viele PC-Paradigmen haben es in das System geschafft und wurden anschließend beschnitten, es scheint, damit mensch die Rechtfertigung hat, zu sagen: „Seht her, wir haben ein neues Mobil-UI geschaffen!“
Das UI-Konzept ist in dieser Hinsicht ein Fehldesign. Das mag bei Tablets mehr auffallen als bei Smartphones, und leider wird mir hier wahrscheinlich niemand, der nicht auch mit iOS durch Benutzung vertraut ist, folgen können.

5 – Appastrophe

Ein ultramobiles Gerät dient keinem Selbstzweck, sondern das System darauf ist das Tor zu kleinen nützlichen – oder unterhaltsamen – Apps. Meine Hauptanwendungen sind unter anderem Twitter-Client und Notizen-App, außerdem noch Webbrowser, E-Mail-Client und Musik-Player. Das sind erst mal schlichte Ansprüche, darum glaubte ich, ich würde keine Schwierigkeiten haben, adäquaten Ersatz dafür auf Android zu finden. Weit gefehlt. Der offizielle Twitter-Client war im Frühjahr extrem träge, sogar einfaches Scrollen in der Timeline ruckelte wie Sau. Die Android-App ist auch bis heute nicht für Tablets angepasst worden. Tim Cook dazu in einem Seitenhieb während der Apple-Keynote zur Vorstellung des iPad G3: »It kind of looks like a blown-up smartphone app, because that’s exactly what it is.«

Alternative Twitter-Clients auf Android habe ich jeden probiert, den ich finden konnte. Alle furchtbar hässlich. Oder hirnverbrannt unbedienbar. Bedienparadigmen wie bei Windows 95. Oder ihnen fehlen die essentiellsten Funktionen. Geht mir weg mit Twitter-Apps auf Android. Die offizielle App scrollt nach mehreren Updates nun zügig, ist aber noch immer kein Vergleich zu Tweetie/der offiziellen Twitter-App auf iOS. Und ein Unterschied wie Tag und Nacht zu Tweetbot.
Ich mache mir eine Menge Notizen über mein Leben, über Gespräche, und ja, mensch will es nicht glauben, über Blog-Artikel. Ich habe rund 15 Notizen-Apps aus dem Play Store ausprobiert; keine, aber wirklich keine kam für mich an die schlichte, elegante, praktische Notizen-App von iOS heran. Ja, die Notizen-App soll aussehen und sich verhalten wie ein Notizbuch und nicht wie ein Texteditor mit Speichern-Knopf, weil es genau das für mich ist! Ein Notizbuch!! Skeuomorphismus FTW! Zudem finde ich es sehr befremdlich, dass Google keine eigene Notizen-App mitliefert.

Die Qualität der meisten Android-Apps wirkt so unglaublich billig. Sie sind zum Großteil geschmacklos entworfen, wie eine PC-Anwendung der alten Schule, aber ohne Design Guidelines. Typische iOS-Apps sind wie Kloster-Abschriften, typische Android-Apps wie aus dem Büro-Nadeldrucker. Fehlende Eleganz festzustellen, ist noch eine wohlwollende Untertreibung. Ich weiß nicht, wie die Nutzer vor der neuen Holo-UI (3.0/4.0) Android-Apps ertragen haben ohne sich zu häuten. Diese Gingerbread-Apps machen nach wie vor den Großteil des Play Stores aus. Für alle mal übertragen auf den PC ist das, wie wenn auf einem Windows Aero Glass-Desktop ein klassisches graues Sperrgut erscheint, das aussieht wie eine technische Zeichnung einer Küche. So fühlen sich Gingerbread-Apps an.

»You are too harsh – Android tablets are great at running benchmarks, who cares about actually using them?« —Kommentar auf The Verge

In iOS fließt alles flüssig ineinander, jede mögliche Systemaktion wird nicht digital bestätigt, sondern wird begleitet von einer angenehmen Animation, denn Animationen erzeugen Gefühle und Emotionen. Das Toolkit zur Entwicklung von iOS-Apps setzt stark auf Core Animation, eine Technologie von Apple, die Übergänge und Animationserstellung extrem vereinfacht, was bedeutet, dass es Usus für iOS-Apps ist, von diesem Framework verstärkt Gebrauch zu machen. Wenigstens Google hat die Wichtigkeit von Animationen mit Android 4.1 endlich kapiert und seine Effekte logischer gemacht und weiter herausgeputzt. Für die Apps aus dem Play Store gilt das aber noch lange nicht und ich bin wenig zuversichtlich, dass sich da in näherer Zukunft was ändert. Die Kultur der Mobil-Märkte ist auch eine völlig andere: Bei iOS werden Apps für unansehnliches Äußeres im App Store von den Nutzern brutal abgestraft, bei Androids Play Store sind die Nutzer offensichtlich schon froh, wenn sie endlich eine App mit der in etwa gewünschten Funktionalität gefunden haben. Eine App im Play Store wegen ihrer Hässlichkeit abwerten? Du wirst zum versponnenen Design-Hipster erklärt. Schließlich war die App kostenlos!
Was auch damit zusammenhängt, dass Bezahl-Apps auf Andoid schlecht laufen. Sei es, weil sie einfach schlecht sind, sei es, weil Kopierkopieren ohne App-DRM so leicht ist, oder sei es, weil Google immer noch nur Kreditkarte als Zahlungsoption für den Play Store akzeptiert und diese zumindest in deutschen Landen eher spärlich anzutreffen sind. Die Folge: Werbebanner in jeder zweiten App. Ich zahle gerne für gute Apps – damit sie gut sind – aber auf Andoid sind offenbar die wenigsten Nutzer bereit, Geld für Software auszugeben.

6 – Technische Aspekte: Fröhliche Fragmentierung

Ich zitiere @gr4y: Android ist das Windows unter den Mobil-Systemen. (Das war noch vor Windows Phone 7.) Auf so viele Arten: Geräte der verschiedensten Hersteller liefern es als den Standard aus, würzen es aber noch mit einer guten Prise Bloatware. Samsung etwa mit Touchwiz, HTC mit Sense, alternative Oberflächen, die große Teile der Google-UI ersetzen, den Stimmen im Netz nach nicht zum Besseren. Hintergrund ist die Differenzierbarkeit und der Gedanke der eingebildeten Kundenbindung – gleiche Sache wie bei Canonical mit Unity. Tatsächlich sind diese Hersteller-eigenen UIs aber der Grund, warum Upgrades auf neue Android-Versionen bei den populärsten Geräten im letzten Jahr im Schnitt neun Monate gebraucht haben, bis sie verfügbar gemacht wurden, denn die Hersteller müssen sie erst noch mit ihren Modifikationen patchen. Neun Monate, in dieser Zeit werden Kinder gezeugt und geboren! Neun Monate müssen Nutzer von Smartphones, die nicht günstiger sind als das iPhone, auf ein System-Upgrade warten. Das macht mich fassungslos. Meistens aber gibt es sowieso keine Upgrades auf die nächste Major-Version des OS, ist ja auch schwierig für einen Hersteller, der im Jahr 50 neue Android-Gerätekonfigurationen auf den Markt wirft.

Zweiter Nebeneffekt dieser Softwaremodifikationen ist, dass Hersteller Android im Grunde schon forken, um z.B. ihre eigenen Konzepte für Multitasking tief in das System zu fräßen, und anfangen, App-Entwicklern eigene APIs für ihre Android-Versionen bereitzustellen, was seinerseits den App-Markt und das Ökosystem weiter fragmentiert.

Das beliebte Argument hierauf: „Dann flash‘ halt CyanogenMod drauf!“, kann nicht ernst genommen werden. Kein Normalbenutzer (übrigens sinkt die Breite der durchschnittlichen Computerkenntnisse von Jahr zu Jahr) kommt damit klar. Dazu kommt erst einmal die Notwendigkeit für einen offenen oder entsperrbaren Bootloader – beim Entsperren oder Cracken erlischt stets die Gerätegarantie – und dann fehlen CyanogenMod eventuell immer noch Treiber für spezielle verbaute Hardware, oder deren exakte Konfiguration ist nicht bekannt, oder andere Dinge sind gar nicht enthalten, weil sie Softwarepatenten unterliegen, die der Hardwarehersteller zwar gezahlt und implementiert hat, CyanogenMod aber nicht. Kurzum, die Sache ist interessant für Geeks, nicht für Lieschen Müller. Nicht so bei Apple: Nach wenigen Wochen sind regelmäßig über 70% der Installationen auf die neueste Softwareiteration aktualisiert. Für Entwickler bedeutet das, sie brauchen sich wenig Gedanken um alte Betriebssystem-Versionen machen und können neue APIs voll ausschöpfen.
Das Windows XP der Android-Reihe ist Android 2.x: Steinalt, technologisch im Jura, aber mensch muss es noch mitunterstützen, weil es viel zu viele Nutzer hat – es kamen sogar bis zur Jahresmitte immer noch neue Smartphones von großen Herstellern wie HTC und Samsung heraus, die auf Android 2.3 setzten. Damit hält mensch die Entwicklergemeinde davon ab, neue APIs von aktuellen Android-Versionen verwenden zu können, weil sie die Kompatibilität mit dem Legacy-Zweig brechen würden. Was eine Gülle!

Eine weitere Parallele zu PC-Windows ist, dass das Betriebssystem auf einer Vielzahl von Geräten läuft. Das bringt Probleme mit sich, denen sich Google noch nicht ausreichend gestellt hat.
App-Entwickler haben aufgrund des fehlenden PCI-Bus der ARM-Architektur und keiner zum BIOS vergleichbaren Standardschnittstelle offenbar keine Chance, herauszufinden auf welchem Chipset ihre App eigentlich läuft. Das artet aus in ein Herumgestochere im Nebel, wie mensch es von den fehlerhaft implementierten OpenGL-Instruktionen bei proprietären Grafiktreibern unter Linux kennt. Entwickler, und ganz besonders Spiele-Entwickler, müssen darum ihre Apps auf den Geräten an sich testen, um Kompatibilität zu gewährleisten. Ein Wahnsinns-Unterfangen.
Und nebenbei lässt sich aus dem Grund der extremen Marktfragmentierung auch nur schlecht die Highend-Hardware der „Flagschiff“-Geräte ausreizen. Apple hat hier durch seine geschlossene Softwareplattform, die nur auf Apple-Hardware läuft, einen himmelhohen Vorteil. Wie PC-Spieleentwickler ihre Titel auf vielen verschiedenen Grafikkarten testen müssen, müssen also auch Android-Entwickler, die ernsthaft beabsichtigen, durch gute Rezensionen Geld zu verdienen, eine aberwitzige Zahl an Android-Geräten im Labor haben. Hier wird ganz klar der Unterschied zum Konsolen-Ansatz von Apple deutlich: Apple verkauft keine mobilen Computer-Konfigurationen, Apple verkauft Plattformen. Plattformen, gegen die sich zuverlässig entwickeln lässt. Den geschlossenen Ansatz will ich so nicht werten, aber es ist Fakt, dass er ihrer Plattform einen ganz enormen Vorteil bringt. Standardisierte Displaygrößen und ihre bestmögliche Ausreizung sind hierbei auch noch ein Thema.

Als Nvidia den Tegra 3-SoC herausbrachte, erhob es seine Hardware kurzum selber zur Plattform und veröffentlichte einen eigenen Meta-App-Store nur mit Tegra 3-Spieletiteln. Das ist kein Scherz – es gibt nur für den Tegra 3 geschriebene, und spezielle Versionen bereits erschienener Titel mit Tegra 3-Optimierung. Da es keine Filteroption im Play Store für auf die eigene Hardware besonders optimierter Titel gibt – was unbegreiflich angesichts der auf dem Markt verfügbaren Menge an komplett verschiedenen Android-Geräten ist – musste sich Nvidia mit einer eigenen App behelfen. – Sogar im technischen PC-Umfeld hat mensch es als Nutzer leichter, für seine Hardware passende Titel zu finden, geben die Hersteller doch Systemvoraussetzungen und empfohlene Konfigurationen an.
Lustig auch, dass manche Spiele, die sich an allgemeine Standards halten, ganz ohne Tegra 3-Optimierung die Hardware nicht ansatzweise auslasten können, weil Nvidia eine nicht standardskonforme Architektur entworfen hat. Es wird also von den Spieleentwicklern verlangt, ihre Titel auf die fragwürdigen Nvidia-Designs zu optimieren; sie müssen sich fast auf low-level-Ebene mit der Chip-Architektur beschäftigen. Und das auf einem Betriebssystem, das eigentlich gerade keine feste Plattform wie Apples Konsolen-Geräte ist. Völlig absurd. Das ist die selbe Situation wie für 3dfx-Karten geschriebene Windows-Spiele in den Neunzigern, als DirectX noch in den Anfängen lag. – Heute lassen sich diese Spiele natürlich nicht mehr nativ spielen. Treffenderweise war es 2000 Nvidia, das 3dfx aufgekauft hat.
Das alles trägt zur weiteren Fragmentierung des Android-Software-Marktes bei.

7 – Dateisystem auf einem Post-PC-Device

»Every once in a while a revolutionary product comes along that changes everything.« —Steve Jobs bei der ersten iPhone-Präsentation 2007

Im Realitätscheck wird schnell klar, dass wir nach wie vor mit Dateien arbeiten und Mittel und Wege finden müssen, mit ihnen angenehmer umzugehen. Apple ging bei iOS den Weg der radikalen Objektivierung: Es gibt Musik, es gibt Bilder, es gibt Apps, es gibt Text und diese Dinge sind, was sie sind – hoch abstrahierte logische Objekte, mit denen der Nutzer nur mehr mit ihrem Noumenon in Beziehung tritt, nicht mit der technischen Einheit einer Datei. Um diese Strategie zu fahren, kam in der iPod-/iOS-Anfangszeit der iTunes-Software auf dem PC die wichtige Aufgabe der Wegabstrahierung aller PC-Verbindungen zu. iTunes ermöglichte dateilose Geräte, auf denen der Nutzer nur noch Entitäten wahrnahm.

Google ging das Android-Design ganz praktisch an: Es hatte ein Linux, auf dem irgendwie das Android-Userland lief, es gab Programme, es gab wie auf jedem ordentlichen Linux-System Nutzer-Profile für diese Programme, und somit ein Homeverzeichnis, in das diese Programme ihre Konfigurationen schrieben und worüber sie Dateien austauschten. Und ganz wichtig: Google, oder das Android-Unternehmen, bevor es von Google aufgekauft wurde, legte dieses grundlegende Systemdesign fest, noch bevor Apple iOS zeigte. Es ist nichts anderes als das klassische PC-Paradigma und bringt Schwierigkeiten auf einem ultramobilen Gerät, die mensch dort nicht haben will.
Einige Apps speichern z.B. geladene Bilder nach ~/Pictures, andere in ihnen eigenen Konfigurationsordner, andere legen einen ganz neuen Ordner an. Bei iOS landet einfach alles im Fotoalbum und es gibt nur dieses eine datenbankgestützte Album mit API für alle Apps.
Es ist bei Android-Apps überhaupt nicht intuitiv ersichtlich, wo Dateien hingespeichert werden; es gibt keine Standards. Als wäre das nicht genug, sieht der Nutzer in seinem Homeverzeichnis auch noch jede Menge nicht versteckte Konfigurationsverzeichnisse seiner Apps. Wobei „sehen“ relativ ist, denn erst mal muss er sich überhaupt einen Dateimanager besorgen, denn Android bringt keinen eigenen mit, obwohl es ein ganz klassisches Dateien-Metapher-System ist.
Wo iOS die Dateiverwaltung mehr oder weniger elegant umgeht, indem es Apps Silos für Dateibestände gibt, die diese per „Öffnen in“-Schnittstelle vom System kontrolliert an andere Apps weiterreichen können, hat Google vollkommen vor der Aufgabe kapituliert, Dateien zu Entitäten zu machen und überlässt die Nutzbarmachung der Datenbestände des Anwenders Drittanbieter-Apps.

Wieder zeigt sich Androids technokratische Seite und speziell die Falschheit, mit der ein Ultramobil-OS vorgetäuscht wird, das dem Nutzer PC-Metaphern bietet, er sie aber tatsächlich nicht nutzen kann, weil sie beim Beschnitt des PC-Konzepts durch zu viele Kompromisse eingerissen, oder Funktionen gar nicht erst implementiert wurden. Was bleibt, ist ein vom mächtigen PC-Konzept nach „unten“ gestutztes Mobil-System, das besser hätte von unten nach oben neu konzeptioniert werden sollen und in Benutzbarkeit gegenüber anderen Systemen den Nachteil hat.
Diese mitgeschleppten PC-Paradigmen, von denen ich spreche, meine ich selbstverständlich nur in der Benutzung. Wie das System seine Informationen intern verarbeitet, ist für den Nutzer zweitrangig. Das UI-Konzept ist nicht konsequent durchgezogen, das System ist nicht das eine, nicht das andere; eine halbe Sache. Ich kann nicht sagen, wie es besser wäre, es ist aber auch gar nicht meine Aufgabe, das zu wissen – ich bin nur ein Nutzer und bewerte die Nutzungserfahrung.

Nach den konzeptionellen Versäumnissen hat Android noch mit zwei Schwierigkeiten zu kämpfen: Erstens überhaupt Dateien auf das Gerät bekommen. Es gab nie eine Standardsoftware wie iTunes, die dem Benutzer hilft, seine Medien zusammenzutragen, zu taggen, und Backups zu machen – zu synchronisieren. Alle Android-Geräte-Bespielung ist Datei-orientiert – das dabei eingesetzte MTP ist Datei-Paradigma für den Nutzer und die Realität ist, dass die Auseinandersetzung mit Dateibeständen für den Standardnutzer zu kompliziert ist. Es kann sein, dass Google das Problem der PC-Überspielung nur aussitzt und wartet, bis alles in der Cloud ist – ich glaube aber nicht an diese Vision.

Die zweite Schwierigkeit tritt dann auf, wenn die Dateien verschiedenster Art auf dem Android-Gerät sind: Dateiaustausch zwischen Programmen und Dateiverwaltung. Der Nutzer darf nicht in Konfigurationsverzeichnissen nach Dokumenten suchen müssen; die meisten werden dabei scheitern. Momentan hat Android wie schon gesagt selber nicht mal einen Dateimanager, Google ignoriert das Problem der Dateiverwaltung also.
Da knallen die verschiedensten Paradigmen aufeinander, eine Synthese, oder besser ein integriertes Konzept, wären dringend nötig. Es muss in Googles Interesse liegen, das Homeverzeichnis abzuschaffen; das ist ein ganz tiefer Designfehler, sie müssen davon weg. Interessant wird werden, in welches Verhältnis Windows (8) RT seine Nutzer zu Dateien stellt.
Verbesserung 11. Oktober 2012: Mensch erklärte mir, dass es eigentlich kein „Homeverzeichnis“ bei Android gibt, sondern /storage/sdcard0 bzw. /sdcard faktisch dazu von den Apps missbraucht wird. Es gibt unter /sdcard den sogenannten shared storage, unter /data/data/$Paketname und /sdcard/Android/data/$Paketname den eigentlichen Ort für Konfigurationen von Apps. Das ändert nichts daran, dass /sdcard von einer Vielzahl Apps zur Konfigurationsablage genutzt wird und dass das Homeverzeichnis-Paradigma für das Ablegen aller möglichen Nutzdaten von Apps gebräuchlich ist, was den Nutzer zu der Verwendung eines Dateimanagers zwingt. Android besitzt zwar auch eine API, die die Verwendung von shared storage und dem Konzept des für den Nutzer sichtbaren Dateisystems überflüssig macht, mit der Apps ihre Daten ähnlich wie auf iOS in eigenen Silos ablegen und dann Verweise darauf an andere Apps weitergeben können, jedoch wird diese Möglichkeit im Ökosystem fast nicht genutzt.

8 – Patentrechtliche Nachteile

Das Android-System hat durch Apples Patentkriege, die ich jedoch in keiner Weise gutheiße, nicht wegdiskutierbare Nachteile gegenüber iOS. Dazu gehören für mich zentral das fehlende Bounce-Back, der „Gummiband“-Effekt beim Scrollen am Ende von Inhalten, sowie Scrollen in nur eindimensionaler Richtung mit Einrastung auf die jeweilige Schiene (Webseiten verschieben sich auf iOS nicht nach links oder rechts, wenn mensch vertikal zu scrollen beginnt). Diese Nachteile betreffen das komplette Grundsystem von Google und alle nativen Apps. Erfreulicherweise hat Mozilla bei Firefox für Android beides ungeachtet Apples Patenten implementiert – hoffen wir, dass sie dabei bleiben. Trotzdem gibt es kein systemweites Bounce-Back und damit verliert Android gegenüber der Konkurrenz ein hohes Maß an natürlichem Anfühlen.

9 – Kein Linux, keine offen entwickelte Software

Android ist für mich kein „Linux“, sondern ein Java-Stack, der genauso gut auf Windows laufen könnte. Der Kernel ist ein Linux. Alles darüber intern entwickelte Google-Suppe. Zwar frei, aber so ein Brei ist für mich keine Linux-Plattform, die lebt, die wirklich dynamisch von einer Gemeinschaft und nicht hinter verschlossenen Türen entwickelt wird, und die vor allen Dingen nicht auf dem widerlichen Java basiert. Wie kann mensch nur auf die Idee kommen, ein User Interface und seine Frameworks in dieser unperformanten und schrecklichen Sprache zu schreiben? Kein Wunder wird das mit den hochwertigen Android-Apps nichts, bei dem Entwicklungsprozess! Dagegen ist Objective-C und Xcode von Apple… Ja, was ist es denn, da fehlen mir die Worte, – da ist Xcode dagegen eine Entwicklerhilfe aus den 10er-Jahren dieses Jahrhunderts, während Androids SDK mit Eclipse streng nach den 90ern riecht.

10 – Plädoyer für Ehrlichkeit und Objektivität

Eine These: Von den verhältnismäßig wenigen Nerds, die ihre hohe Anpassungsfreiheit möchten abgesehen, dürfte der Massenmarkt der Android-Smartphones wahrscheinlich nur funktionieren, weil die Konsumenten entweder nicht das Geld für Apples Premium-Preise haben, Produkte von Apple ablehnen, oder noch nie mit iOS in Kontakt gekommen sind. Viele würden die iOS-Umgebung Android vorziehen, können es aber nicht. Und das ist schade, denn für den Normalnutzer ist das System so viel angenehmer.

Ich finde es traurig, dass damit so viele Leute arbeiten müssen. Ohne Polemik, das meine ich so. Ihr tut mir aufrichtig leid, ihr unbedarften Android-Nutzer. Nicht ihr Android-Geeks (die ihr meint, Android sei total das Linux und noch dazu von Google und darum muss mensch es cool finden), ihr sollt ruhig euren Spaß haben. Aber dass dieses System so verdammt viele Leute nutzen müssen, die etwas so viel Menschenfreundlicheres bekommen könnten, macht mich echt traurig. Und nein, es müsste nicht Apple sein, denn auch webOS fand ich gelungen. Aber Android, oh weh, nicht das.
Wann haben wir eigentlich angefangen, alles was Google macht für cool zu befinden? Ich weiß ja, wer mich hier liest und ich sage euch: Eure Identifikation spielt Euch einen Streich: Google sind nicht automatisch die Guten und Google ist nicht hier, um Eure Freie-Software-Ideale zu verwirklichen. Die Philosophien sind dem Konzern in Form von Lizenzen sogar enorm lästig. Das wisst ihr. Aber ihr glorifiziert das System zu eurem Retter der Mobil-Bastillion, zu dem Kämpfer für Freiheit, und habt Euch dabei ein klares Feindbild konstruiert: Apple.

Ich wünsche mir, ihr würdet mal von Eurer ständigen Verteidigerrolle wegkommen. Ihr müsst da nichts verteidigen! Ihr mögt Open Source und Freie Software und ich auch, aber die Android-Plattform ist einfach ein Graus! Ihr fühlt Euch jetzt bestimmt wieder gleich angegriffen, aber macht doch mal den Test und bewertet die Nutzungserfahrung auf einem iOS-Gerät des Bekannten Eurer Wahl mit objektivem Blick ohne den Apple-Ekel.

11 – Noch einmal etwas zu mir

Ich bin Linux-Nutzer seit 2003; meine erste Distribution habe ich eingelegt, da war ich noch auf der Grundschule. Ich bin wahrhaftig beseelt von der Freie-Software-Philosophie und schätze die technischen Möglichkeiten aufs Liebste. Im Jahr 2008 stand ich vor der Entscheidung, weiter Linux als mein Haupt-OS einzusetzen, oder mein bestens funktionierendes OSx86-Hackintosh-System – meine Wahl fiel auf Linux, weil ich damit mehr machen konnte, mehr Freiheiten, mehr Wahl, mehr Möglichkeiten hatte. Obwohl vieles weniger elegant gelöst war. Das ist also meine Tendenz. Bei Android war ich zuversichtlich, mich analog gleich zu verhalten, aber das war nicht der Fall. Kurz gesagt: Es bietet mir weniger Möglichkeiten bei weniger Eleganz. Zu den Möglichkeiten zähle ich bei iOS die Jailbreak-Apps dazu, und selbst die sind wie gesagt besser als die nativen Funktionen von Android und seinen Market-Crap-Apps.
Dann fahr ich halt die Windows-VM mit iTunes hoch, wenn ich Musik auf mein iDevice laden will. Ein wenig Schmerzen mit der ungeliebten aber mächtigen Software (spricht der Hardcore-Amarok-Nutzer…) bei der Medienbestückung stehen in keinem Verhältnis zu den Schmerzen, die mir Android jede Minute des Nutzens verursacht (vom Android-Musik-Player „Google Music“ gegen die geniale iPod-Software auf iOS fang ich erst gar nicht an).
Ja Apple, Du hast mich in Deinem Würgegriff.

12 – Definitionsfrage der Objektivität

Ich behaupte nicht, dass iOS der Weisheit letzter Schluss sei, aber ich meine, es ist im Moment die süßeste Lösung für den Endanwender.
Ich setzte Hoffnung in das freie Open webOS, das vielleicht eine attraktive Plattform für Endanwender und Entwickler darstellen könnte, es sieht aber leider so aus, als wäre webOS schon nur noch im Wartungsmodus bei HP und die exzellenten Entwickler alle von Google geholt. Ob das gut ist, bin ich zwiegespalten.

Ich bin nicht für Monopole oder geschlossene Systeme, aber ich bin für gute Software, für die beste Software – sowohl in Plattformarchitektur, als auch Benutzbarkeit – adäquat für den Zweck, für den sie gefordert ist. Beim Desktop-Linux im Vergleich zu Windows und OS X Aqua ist es wenigstens noch so, dass mensch die Oberfläche besser finden kann – ich schätze mein KDE SC um viele Fähigkeiten, die mir Windows und OS X nicht bieten. Die ganze nerdige Konfigurationssache nehm ich dabei für meinen Teil „in Kauf“. Aber bei Android ist ja nicht mal das gegeben; ich kann mir nicht vorstellen, weshalb ein Normalnutzer Androids Software-Ökosystem dem von iOS vorziehen könnte – rein auf die Benutzbarkeit und Möglichkeiten geschaut.

Aber Mobilgeräte sind ein sehr emotionales Thema, weil mensch viel Zeit mit ihnen verbringt, viele intime Momente, und sie immer dabei haben will. Ich kann verstehen, dass es unterschiedliche Neigungen und Erwartungen gibt.
Achtung, jetzt verwende ich wieder mein bedachtvoll eingesetztes Wort: Ich liebe iOS ähnlich, wie ich meinen durchkonfigurierten Firefox mit seinen drölfzig Add-Ons, und meinen Linux-Desktop mit wabbelnden Fenstern liebe. An diesen Dingen messe ich die Konkurrenz, sie sind für mich der Gold-Standard. Und ohne die charakteristischen Paradigmen dieser Software will ich heute keinen Computer mehr verwenden. Das heißt nicht, dass ich nichts anderes mehr verwenden will, sondern meint, dass das Andere für mich diese Standards einhalten oder überbieten muss, um attraktiv zu sein.

13 – Mein Prime und ich

Science-Fiction trug seit über einem halben Jahrzehnt seinen guten Teil für mich dazu bei, ein Habenwollen-Verlangen nach einem Tablet zu spüren.

Stargate: Atlantis – Season 3 Episode 10: Rodney stellt die McKay-Carter-Gatebrücke vor // Copyright hält Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.
Copyright: Metro-Goldwyn-Mayer Studios Inc.

Insgeheim dachte ich immer, ich bräuchte nur so ein Tablet, um auch so cool wie Rodney McKay zu sein. Als ich es jetzt hatte, habe ich gemerkt, es ist gar nicht so cool, und es macht mich weder nach außen toller, noch nach innen aufgeweckter. Es ist letztlich nur ein Gadget, und ich fragte mich, was es eigentlich genau für ein Gewinn war, den ich mir davon für mich erträumte. Oft hatte ich da dieses Bild von mir im Kopf, wie ich vor einem Publikum stehe und einen Vortrag halte – ich weiß gar nicht, über was – und auf meinem supercoolen Tablet mein Verlauf vermerkt ist, und ich locker irgendeine Art Präsentation steuere. – Erhoffte ich mir vielleicht mehr Sicherheit im Auftreten durch clevere Zusatztechnologie? „Angeben“ direkt spielte keine Rolle, nur das Selbstgefühl von jemanden, der weiß, was er tut. Das ist interessant…

Ich machte bald die Erfahrung, dass der Prime nicht wirklich mobil war. Ich konnte ihn horizontal in meine Tragetasche stecken und in die Innenstadt gehen, Tauben fotografieren, mit meiner 600 Euro-Anschaffung posieren, aber zu sonst war er nichts nütze. Kein UMTS, ich musste weiter meinen kleinen MiFi-Router (UMTS-zu-WLAN-Gateway) einschalten, wenn ich Internet wollte. Die eingesteckten Ohrhörer sahen recht lachhaft aus, wenn ich das Tablet wieder vorsichtig in der Tasche verstaute. Einmal nahm ich den Prime zu einem Musical mit, um ihn während der Fahrt als Musikplayer zu nutzen. Das Tablet sollte ja ein iPod-Ersatz sein. Ich konnte im Bus schier nicht tippen, und bei allem, was ich auf dem Bildschirm tat, war es mir unangenehm, ob meine Nachbarn nicht mitlesen würden. Ein viel zu großer Bildschirm. Während des Musicals wusste ich nicht, wo ich den Prime hinlegen sollte, ich hatte keine Tasche dabei – also unter meinen Sitz, aufpassen, dass ihn mir keiner klaut. Ich kam mir reichlich albern vor.

Ich nahm zwar diese Enttäuschung schon wahr, glaubte aber, das würde sich schon noch geben. Ich wollte mich kompatibel zu dem Gerät machen. Bezüglich der verfügbaren Software dachte ich, das muss so, das muss jetzt so weh tun, während du das proprietäre Feld verlässt, und die guten Apps werden sicher bald kommen, Android 4 ist ja eine ganz neue Plattform. Ich kam nie auf die Idee, von meinem Rückgaberecht Gebrauch zu machen, bis das Fenster um war. Ich wollte es eben wirklich gut finden.
Ich darf mich glücklich schätzen, in meiner dritten Nutzungswoche einen kosmischen Wink mit dem Zaunpfahl erhalten zu haben: Auf einmal ging das Tablet nicht mehr an. Der Akku war leer, anschließend ließ es sich nicht mehr aufladen. Alle Tipps des Telefon-Supports halfen nichts, der Prime musste in Reparatur. Eine Reparatur, die fast fünf Wochen dauerte. Bei einem Gerät, das gerade weltweit neu auf den Markt kam. Über den Asus-Support sagt das viel aus. Es musste ein neues Motherboard aus Taiwan bestellt werden, und alle Videos, die ich gemacht hatte, waren damit auch verloren.

In meiner Tablet-Limbo ging mir mit dem Abstand zum Gerät mit einem Mal auf, dass ich gar keine Verwendung für den Formfaktor hatte. 10″ und das Gewicht sind zu unhandlich, um das Gerät einhändig zu halten, in der Wohnung rumzulaufen – und was eigentlich damit zu machen? Ich überlegte angestrengt, aber mir fiel nichts ein, was ich nicht auch schon davor mit dem iPod Touch tun konnte. Auf der Couch surfen? Warum, wenn mein PC vier Meter daneben steht, doch eh den ganzen Tag läuft, und mir einen besseren Browser bietet? Schreiben? Wo soll ich besser schreiben können als an meinem Desktop? Multitouch-Spiele? Ich spiele nicht viel, die Android-Auswahl war kläglich und qualitativ hatte ich schon bessere auf iOS gesehen. Wozu ein Tablet? Ich brauchte kein Tablet. Um das zu realisieren, hat mein Hirn die Medienbeeinflussung von über zwei Jahren meiner Geek-Sozialisation überwinden müssen. In mir brach eine kleine Welt zusammen: Die ganzen Podcasts, die ich über die Jahre gehört hatte, iPad, iPad, iPad, frenetische Tablet-Begeisterng, Ausruf der Post-PC-Ära von allen IT-Medien, fallende PC-Absatzzahlen – das alles sollte keine Bedeutung für meine Computernutzung haben? Was ist mit mir los? Ist es, weil ich ein Geek bin und mit dem Rechner so weit vertraut, dass mir ein vereinfachendes Gerät tatsächlich behindernd vorkommt? Ist es, weil Android so wenig Spaß machte? Galt der Jubel etwa nur für das iPad? Und wieso genau? Ich weiß es bis heute nicht.

Es war ein grundsätzlicher Fehler von mir, zu glauben, ein 10″-Gerät könne mir den 3,5″-iPod Touch ersetzen.

Ergebnis ist jetzt, dass ich das Tablet verkauft habe und mir im März ein iPhone 4S ohne Mobilfunkvertrag über Ratenzahlung bei O2 zugelegt habe. Und damit bin ich glücklich, kam sogar einige Monate ohne Jailbreak aus. Ich verlor beim Verkauf des Asus Transformer Prime gut 160 Euro. Eine teure Einsicht, eine späte Einsicht, aber wenigstens überhaupt eine Einsicht.
Das iPhone 4S ist übrigens mein erstes Handy überhaupt. Ich versetze es aber nur in den Mobilfunkmodus, wenn ich außer Haus twittern oder surfen will, und nutze die Mobiltelefonfunktion überhaupt nicht. Ich will und brauche nach wie vor kein Handy und achte darauf, meine Elektrosmogbelastung so gering wie möglich zu halten.

14 – Warum ich mir ein Nexus 7 gekauft habe

Der Beitrag hätte eigentlich hier zu Ende sein können, aber da ich den Entwurf seit März so lange liegen gelassen habe, haben sich meine Positionen mit den neuen Gegebenheiten der letzten Monate verschoben.
Google hat sein erstes Tablet der Nexus-Reihe herausgebracht, ein 7-Zöller mit Tegra 3-SoC in Zusammenarbeit mit Asus. Das Tablet hat die gleiche Auflösung wie der Prime von 1280×800 in 16:10, die Software kommt aber direkt von Google als absolut vanilla Android mit auch für die nähere Zukunft immer aktuellen, schnellen Updates. Nach dem Review bei The Verge war ich sehr angetan von dem 7″-Tablet für 250 Euro, und als sogar @monkeydom von den Fanboys sich eines zulegte und gar nicht so kritisch davon sprach, entschied ich, dass mir dieser Formfaktor mehr zusagen würde und dass es nicht schaden könnte, auch ein Android-Gerät zu besitzen, und habe mir eines bei Google bestellt.

Tatsächlich ist das Nexus 7 anders als ein 10″-Tablet: Ich kann es einfach mal so in die Hand nehmen und fast wie in einem Smartphone etwas schauen, und ich kann es problemlos mit einer Hand halten – die Größe ist sehr viel praktischer für mein Nutzungsverhalten. Da ich nun schon ein schnelles iPhone als Hauptgerät und für die Mobilnutzung habe, haben sich meine Erwartungen an ein Android-Tablet verändert. Das Nexus 7 ist für mich ein Komplementär-Gerät; ein sehr attraktives Lesegerät.
So allgemein blieb halt das Kitzeln nach einem Tablet-Computer, auch weil ich nicht richtig verstanden hatte, warum der Hype mich nicht mitriss. Apple hat bei der Vorstellung des iPad der dritten Generation alle Konkurrenten an die Wand gefahren: Ein gigantischer Retina-Bildschirm mit 1536×2048 auf 9,7″ und ein SoC, der damit klar kommt. Weil ich aus meiner Erfahrung mit dem Transformer Prime wusste, dass ich 10″ nicht gebrauchen kann, steigerte ich mich auch nicht in einen iPad G3-Kaufenmüssen-Wahn. Ich brauche den Formfaktor nicht, darum auch kein iPad, so einfach.

Eine Bemerkung zum Seitenverhältnis des Nexus 7: 16:10 bei einem Tablet ist optimal für Serien und Webvideos, bei allem anderen fühlt es sich in der Breite beschränkt an. Apple hat richtig daran getan, das iPad 4:3 zu halten, wie eine A4-Seite. Bei Smartphones neige ich dazu, 16:9/10 als besser als 3:2 vom alten iPhone zu beurteilen, weil mensch es anders in der Hand hält (– halten können sollte!) als ein Tablet und das Display generell kleiner ist – bei einem Tablet will mensch in den Content eintauchen, bei einem Smartphone will mensch eine praktische Geräteform, aber dennoch möglichst viel Platz haben. Das Nexus 7 spielt in der Geräteklasse der „Phablets“, es ist zwischen Smartphone und Tablet angesiedelt; ein Kompromiss-Gerät.
Natürlich habe ich die Abwägung zum kolportiert kommenden iPad Air (oder nano, oder mini) gemacht, aber es soll nach aktueller Gerüchtelage aus skalierungstechnischen Gründen von iOS kein Retina-Display bekommen (das wären bei 1024×768 auf 7,85″ 163 ppi), und wie das große iPad ein Seitenverhältnis von 4:3 haben. 4:3 halte ich für vergleichsweise unhandlich bei einem 7,85-Zöller, denn gerade der Vorteil, das Tablet mit nur mit einer Hand halten zu können, dürfte mit 4:3 zunichte gemacht werden.

Das Nexus 7 ist wirklich leicht mit 340 g und dünn mit 10,45 mm. Die gummierte Rückseite fühlt sich fast wie Leder an und schmeichelt der Hand, ohne dem Gerät Robustheit zu nehmen. Ich habe keine Skrupel, es daheim ohne Schutzhülle zu nutzen (was ich bei Apple-Geräten nie tun würde, geplante Obsoleszenz lässt grüßen). Der Soundchip des Tegra 3 ist exzellent, ich sage, deutlich besser als der im iPhone 4S verbaute (ich bin relativ audiophil, weil ich viel orchestrale Filmmusik höre). Die integrierten Stereo-Lautsprecher (die wie Mono klingen) sind schlechter als die des iPhone 4S – scheppernder, können nicht so laut drehen; sie sind nicht miserabel, mensch kann durchaus damit Musik oder einen Podcast hören, und wenn mensch Serien mit dem Gerät schaut, wird mensch wohl sowieso Ohrhörer nutzen. Das IPS-Display ist toll, für Hausbedienung reicht die Leuchtkraft gut, im Freien wird es ein bisschen mühsam. Es ist kein Retina-Bildschirm, das ist deutlich, aber die Pixeldichte ist mit 216 ppi hoch genug, um auch noch kleine Schriften auf breiten Startseiten ohne Zoom lesen zu können (iPad: 132 ppi; iPad G3: 264 ppi, iPhone 4+: 326 ppi). Das Lesegefühl ist nah dran an Retina. Beim typischen Lesen von Artikeln wird sowieso auf die Textbreite gezoomt, und spätestens durch den größeren Abstand zum Gerät bei einem Tablet verliert sich die Unterscheidbarkeit zu Retina-Displays für mich. Sollte es nächstes Jahr noch Geld geben, wäre ich aber an einer aktualisierten Version mit vielleicht 1920×1200 und noch besserem SoC sehr interessiert, denn dieses nicht-ganz-Retina-Gefühl stört mich doch im Moment am meisten am ganzen Gerät.

Das Nexus 7 soll mir kein iPad sein. Das Nexus 7 ist für mich etwas ganz eigenes. Es ist viel mehr an „mobilem PC“ als Geräte mit iOS („Post-PC“) und als Ergänzung zu ihnen habe ich es als einen ultramobilen PC. Weil ich ein Geek bin. Ich kann damit Sachen machen, die ich mit iOS nicht machen kann, dafür fummeliger, aber das ist ok bei dem Preis und der Leistung. Das Gerät ist für mich mehr ein Gadget als ein „Lebensbegleiter“, und als Gadget ist es cool. – Android 4.1 und sein Ökosystem kann für mich ein Gadget sein, das ist doch mal ein Anfang @Google.

Wie hat dieser Artikel eigentlich angefangen?

15 – Es wird besser

Auf dem Nexus 7 ist das neue Android 4.1 Jelly Bean vorinstalliert und ich muss schon sagen, ich bin ganz positiv überrascht. Mit „Project Butter“ erhöht Google die Framerate des Systems. Mensch spürt die höheren FPS sehr deutlich, alles reagiert flutschiger, „echter“ – das ist die „Magic“, von der Steve Jobs bei iOS in seinen Keynotes immer gesprochen hat. Mensch bedient einen Touchscreen mit den Fingern und die Reaktion fühlt sich an, als wäre die Software ein realer Gegenstand, ein echtes Objekt. Um diesen Effekt noch zu verstärken, setzt Apple noch verstärkt auf Skeuomorphismus, die Nachbildung von Gegenstandfunktionsprinzipien aus der realen Welt, was besonders in der Mac-Nutzerschaft mit den letzten OS X-Iterationen viele verärgert.
Jedenfalls scheint Google das Problem, dass Mikroruckler sich bisher unvermeidbar aus Androids Softwarearchitektur ergeben haben, mit Jelly Bean weitestgehend geknackt zu haben.

Google vernettere zudem Androids Animationen für typische Systemfunktionalität wie Multitasking, wodurch sich auf seine Art das System nun auch auch „echter“ anfühlt.
Google Now ist nicht Siri, sondern eine abstraktere Such-Ontologie-Behilfung. Für praktische Systemtätigkeiten („schreib eine E-Mail an Lukas, ich komme später, ist das ok, Fragezeichen“, „spiele Musik von Dota Kehr“) ist es nicht zu gebrauchen, dafür überrascht es mit unheimlichen Hilfsangeboten zu nach zuvor in Google gesuchten Veranstaltungen und Adressen. Da wird sicher noch mehr kommen, die Herangehensweise ist aber erst mal beeindruckender als bei Siri.
Die deutsche systemweite Offline-Spracherkennung ist eine feine Sache und funktioniert für mich wesentlich besser als die Internet-benötigende unter iOS. Nur Satzzeichen erkennt Android noch nicht, das ist schade.

Wie bereits angesprochen, bringen aktuelle Versionen von Firefox für Android echtes Bounce-Back und Linienführung in einer Dimension mit. Das war für mich der Punkt, wo ich tatsächlich dachte, jetzt wird die Plattform für mich nutzbar. Ansonsten kommen jetzt so langsam die Tablet-Apps. Pocket für Android ist sehr elegant, sogar mit Android-nativem Text-to-Speech, das iOS für seine Apps noch nicht per API anbietet. Pocket ist mein Read-It-Later-Dienst seit einigen Jahren, und neben der ebenfalls performanter gemachten offiziellen Twitter-App und Firefox zum Nachrichten-Surfen, eine meiner Haupt-Apps auf dem Nexus 7.

Nach wie vor ist die Einrichtung und das Finden von Widgets schmerzhaft. Die oft nicht nutzbaren oder von Apps mitinstallierten hirnrissigen Widgets erinnern mich stark an an den fummeligen Plasmoid-Wahnsinn bei KDE Plasma.

Ich muss zugeben, alles in allem ist Android 4.1 ein bisschen cool.

Google hat kräftig zugekauft, die Übernahme der Sparrow-Entwickler hatte darunter den größten Wow-Effekt auf mich. Kürzlich sind auch einige Palm-Entwickler, die an dem webOS zugrunde liegenden Enyo-Anwendungsframework bauten, zu Google gewechselt. Es ist darum erwartbar, dass sich in Sachen Benutzerfreundlichkeit bei Android bald viel tun wird.
Wenn mensch sich auskennt, können die weniger restriktiven Möglichkeiten, die Android einem bietet, Spaß machen, wenn mensch weniger versiert ist, neige ich zu glauben, verwirrt die Inkonsistenz und Unergründbarkeit des Ökosystems nach wie vor stark, und die angesprochenen konzeptionellen Schwächen behalten in jedem Fall ihre Signifikanz.

Auch iOS hat seine Macken, das ist aber nicht Thema dieses Artikels. Das größte Ärgernis für mich ist, keinen schnellen Zugriff in der „Benachrichtigungszentrale“ auf Schalter für Flugmodus, WLAN und Helligkeit zu haben, was mich seit Jahren veranlasst, meine Geräte zu jailbreaken. Es ist mir schleierhaft, warum Apple seine Nutzer diese essentiellen Parameter nur exklusiv in der Einstellungen-App ändern lässt. Nutzerfeindlich ist auch, keinen Alternativ-Browser als Standard festlegen zu können; der Jailbreak schafft auch hier Abhilfe. Die iOS-Bildschirmtastatur ist offenbar in 2007 stehen geblieben und die Autokorrektur ist furchtbar. Das allein könnte fast schon ein Wechselargument für jemanden sein, wenn da nicht diese guten Apps wären. Das Fehlen von Widgets ist mir ziemlich egal, aber App-Icons sollten mal dynamisch werden (à la WP8-Kacheln), und überhaupt könnte mit dem Springboard mal was passieren.

16 – Versöhnliche Worte

Wo Apple innovationsscheu geworden ist, ist Google kräftig am Umbauen. Google traue ich es zu, dass es in einem Punkt-Update einmal wieder das Multitasking oder den Launcher entscheidend verbessert. Googles UI-Konzepte waren von Anfang an nicht so perfekt integriert durchdacht wie Apples, aber Apples Konzepte bieten ihnen nur noch wenig Spielraum für Veränderungen, um nicht mit ihren Paradigmen zu brechen. Bei Apple weiß mensch, was mensch kriegt, bei Google ist es spannend.
Die aufregendere Entwicklung hat im Moment Android, und es kann als valides Argument gelten, aufregend vor durchdacht und gegossen zu schätzen.

 

So, und ich hab jetzt übrigens das Abi, wurde frisch 21, und werde versuchen, in Tübingen Empirische Kulturwissenschaft zu studieren. 🙂

2 Gedanken zu „Die Android-Enttäuschung – ein Rant mit Katharsis

  1. Nutzt Mozilla Firefox Mozilla Firefox 15.0.1 auf Mac OS X Mac OS X 10

    Erster!

    Langer Artikel! Beinhaltet sehr viel Wahrheit, und sehr viel Rant. 😛
    Alles in allem doch ganz rund geworden.

    An einigen Stellen hat mir gefehlt, dass Du nicht auf Fehler bei iOS eingehst.
    Immerhin lobst Du es an vielen Stellen gegenüber Android, da solltest Du dann auch die Fehler und Probleme eingestehen.
    Ich will da jetzt aber nicht weiter drauf eingehen, das wäre ein Artikel für sich. 😉

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