Frumble201

Im Vorfeierlaune auf ihr abgeschlossenes Abitur im nächsten Jahr, luden die Abi-2010er in unserer Schule vergangene Woche für eine Diskothekenveranstaltung in eine diesbezüglich bekannte Einrichtung in Reutlingen ein.
Noch nie hat es mich zu Veranstaltungen mit vielen Menschen hingezogen, erst recht nicht dorthin, wo laute Musik spielt, und dann noch Musik, mit der ich nichts anfangen kann. Wie ich es aber schon letztes Jahr anfingt, wollte ich mich selbst in eine solche Situation bringen; selbst die Erfahrung machen. Ohne Selbsterfahrung darf ich weder darüber im Negativen, noch im Positiven sprechen, und gewiss fehlt mir so lange die Qualia und somit das Verständnis um die Motivation der anderen, zu solchen Veranstaltungen zu gehen.

Es war kurz vor 22:00 Freitagabend. Vor dem Eingang der Einrichtung, die ich im Folgenden mit F4 abkürzen werde (um nicht den vollen Namen zu schreiben und dann durch Suchmaschinen nach diesem gefunden zu werden), drängelte sich eine Schlange von Jugendlichen in den Pavillon vor den Eingang, um nicht vom Nieselregen erwischt zu werden. Lange stand ich unter dieser keine zehn Meter langen Überdachung, wartend, von einem der ›Pförtner‹ meinen Personalausweis kontrollieren zu lassen – das erste Mal überhaupt mit meinen 17 ½ Jahren, dass ich ihn brauchte. Dann ging es durch einen Treppengang, der auf mich wie der auf abenteuerlich metallplattierte Wartebereich zu einer Achterbahn wirkte, um darauf hin den Wegzoll in Höhe von 3,50€ zu begleichen. Der Herr vor mir behauptete, 18 zu sein und auf Aufforderung, seinen Ausweis zu zeigen, ließ er diesen in seinem Geldbeutel-Karten-Netz. Als er dann unter größter Anstrengung der Kassiererin trotzdem als unter 18 erkannt wurde, musste ich staunen, welche Moral hier herrschte. Denn selbst wenn er sich hätte reinmogeln können, wenn etwas passieren würde, bekäme F4 die Schwierigkeiten…
Ich bekam einen Stempel auf meine untere Handsehne und bog um eine Ecke. Mit meinem Blick nach rechts sprangen aus einer abgegrenzten Zone zwei Mädchen aus meiner Klasse auf, begrüßten mich überrascht, und fragten, was ich denn hier machte. Da wurden meine Jackentaschen grob von einem Wächter aufgerissen, ich: »Schauen Sie, das sind ist nur mein Brillen-Etui und in der anderen ein zusammengestopfter Schal.« Nett hier, haha… Ich fragte eine der Klassenkameradinnen, ob es nicht eine Garderobe gäbe, um meine Jacke aufzuhängen, und ich wurde auf eine lange Schlange um eine Steinmauer herum verwiesen. Dort stand ich dann gute 10 min an, musste einen weiteren Euro zahlen und bekam das Nummernetikett meines Kleiderbügels, der vom Personal mit meiner Jacke in den langen Stangenreihen versenkt wurde.

Kaum auf dem Weg ins Geschehen, wurde ich schon von von ein paar weiteren netten Bekannten überrascht begrüßt. Danach erforschte mein Blick zum ersten Mal die Präsenz dieser Lokalität. Gerade vor mir eine Tanzfläche, weiter davor auf einer Anhöhe ein Pult mit dem DJ, rechte Seite entlang der Tanzfläche eine Bar, linke Seite und in einer Herumführung einer Begrenzung zum Eingang hin eine niedrige Plattform mit Bänken. Beidseitig neben dem DJ-Pult standen je drei übereinandergestellte Bildschirme, die Silhouetten mit wechselfarbigen Hintergrund von sich lüstern räkelnden, scheint’s kaum bekleideten, jungen Frauen zeigten, ohne dabei die Visualisierung an die Stimmung der Musik anzupassen. Über mir verstreut an der Decke des Raumes Disco-Kugeln, an den Seitenlängen feste Lichterinstallationen.
Sollte mir dieses Ambiente dank filmischer Bildung nicht neu sein (bis auf die Damen), war es noch mal etwas völlig anderes, tatsächlich selbst darin zu stehen. Zaghaft infusionierente ich mich entlang der rechten Seite ins Geschehen. OK… Also, die tanzten hier, anscheinend in Stilfreiheit, jeder für sich. Mein Blick klebte auf den DJ, wie auf einen Gruppen-Yoga-Trainer. Rhahr… Ich riss mich los und versuchte mich zur Musik zu bewegen. Die ersten zehn Minuten starrte ich immer gebannt auf den DJ, das muss sehr außergewöhnlich ausgesehen haben, wie sich da einer irgendwie anstellt zu tanzen und unentwegt gebannt seinen Blick und Kopf auf den Musik-Mischer richtet… Diese Unsinnigkeit begriff ich zwar recht schnell, aber brauchte doch über zehn Minuten, mich von der Gestalt dort oben zu verabschieden und zu probieren, Menschen ins Gesicht zu sehen.
Das klappte erst mal auch nicht so recht, ich war so befangen fasziniert von der grellen Lichterinstallation. Einfarbige helle Scheinwerfer an der Decke, eine sture Abfolge hintereinander durchgehend und dann die Intermezzos mit Farbenspielen von irgendwoher; ich versuchte eine Logik darin zu erkennen, aber fand keine.

Nach einer Verschnaufpause am Rand und einem zweiten Start wagte ich mich noch einmal in das Getümmel und bekam die Anteilnahme nun bewusster hin. In den Bewegungen der anderen konnte ich keine Schwärme und Laufwege erkennen. Es schien, jeder entschied aufgrund eigener, mir unbekannten Motive, einen bestimmten Punkt aufzusuchen.
Mir kam auch ein hilfreicher Gedanke, der mir über die mir eigene Zurückhaltung hier ein Stück weit hinweg half: Ich dachte mir, es ist Fasching, es macht nichts aus, wenn Du da jetzt mitmachst. Außerdem fällt es geradezu auf, sich nicht so leidenschaftlich wie die anderen zu verhalten.

Zur Musik: Gespielt wurden schlecht-gecoverte Versionen von Stücken auf gefährlich großen Lautsprechern mit äußerst schlechten Tonhöhen.
Wenn der Mann schon nicht selber singt, könnte er dann nicht wenigstens die Originale spielen? Sind die Lizenzkostendifferenzen da so ausschlaggebend?
Ansonsten liefen, ja, ich kenne mich da nicht aus, ich denke Techno- und House-Titel. Nichts besonderes, keines davon markant melodisch, alles nebliges Gesabbel, um den Tieftöner ins Schwingen zu bringen.

Auf der Tanzfläche lagen Flaschen. Ist denn das erlaubt, Getränke da mit rauf zu nehmen? Jedenfalls sammelte ich ein paar auf und brachte sie zur Theke; ich fühlte mich dafür verantwortlich, dass niemand zu Schaden kommt, gerade wenn ich so etwas mitbekomme. Je später es wurde, umso enger und dichter ward die Gesellschaft auf der Fläche. Gerempelt und weggedrückt zu werden, wurde legitim, auch wenn es meinem Gefühl nach jeder versuchte, bei anderen zu vermeiden. Ach übrigens, das Alter hab ich noch ganz vergessen: Die Palette fing bei 16-Jährigen an (wenngleich ich mich wunderte, wie viele Menschen schon 16 sein mögen und nicht danach aussehen – bislang dachte ich immer, nur ich sähe nicht altersgemäß aus…), erreichte ihre Dichte bei 17- und 18-Jährigen und ging entfernt in weit geringerem Ausmaße hoch bis noch vielleicht 22.
Im Suchen in der Menge konnte ich nur äußerst wenige Brillen ausmachen. Ein Zeichen…? ;)

Auf dem Ausklang der linken Seite bemerkte ich bald ein paar Jungen aus einer Parallelklasse und wurde hergewunken. Interessant zu sehen, wie die ›abgingen‹, wohl unter Alkoholeinfluss.

Muss ich noch erwähnen, dass ich keinen Alkohol trank? Ich trank sogar gar nichts von den dort feilgebotenen Getränken; das Billigste fing bei 1,80€ an. :D So verwendete ich beherzt auf dem Klo-Waschbecken meine Hände als Trinkschale… (Meine Eltern erzählten mir übrigens, »zu ihrer Zeit« wäre im Eintrittspreis einer Diskothek immer schon ein Getränk inbegriffen gewesen…)

Mich kannten erstaunlich viele Leute und ich haderte immer mit meinem schlechten Namensgedächtnis, das mich aber meistens dann doch im Stich ließ. Öfters wurde ich in begeisterten Ton auf bestimmte Mädchen meiner Klasse angesprochen… (»Hey, Du bist doch bei DER in der Klasse?…«)

Damit eröffne ich ein neues Thema. Ein Vorfall, der mich beschäftigt hat:
Ein Mädchen, das in einer Dreiergruppe mit Freundinnen dastand, sprach mich gegen die Musik kämpfend an: »Hi! Woher kommst Du?« »Hm, was sagt man da gewöhnlich?«, fragte ich verdutzt und lächele verschreckt. »Aus welcher Stadt? Reutlingen oder so?« »Ja, Reutlingen.« »Cool.« – Sie drehte sich kurz um, und hat wahrscheinlich darauf gewartet, dass ich sie gleich wieder anspreche. Habe ich aber nicht.
Jaaa, ich weiß, was ich falsch gemacht habe und wie ich es hätte richtig tun können. Aber ich weiß, was mir in dem Moment durch den Kopf ging.
Das hätte genauso gut ein Junge sein können (wie es mir dann im Laufe des Abends noch ein paar mal ähnlich passierte) – ich kann keinen Smalltalk führen. In drei Wörtern und ihrer ganz eigenen Aussprache liegen für mich auch schon zig abstrakte Möglichkeitswelten einer Deutung und ich versuche instinktive Rückschlüsse auf den Gedankengang des Gegenübers zu ziehen. In solch einer Situation mit Fremden bin ich nicht selten partout überlastet; ich bekomme zu viel Input rein und eröffne zu viele Bearbeitungsschritte, bis ich dann eigentlich zur Beurteilung kommen sollte, aber mich mein Denken lähmt. Ich weiß nicht mehr, wie viele Selbsterinnerungen und Geschichten mir in dieser einer Sekunde in das Bewusstsein kamen, die in sich dann auch teils wieder emotionale Reaktionen auslösten.

Und überhaupt zu erst einmal war ich verdammt verschreckt, von einem Mädchen angesprochen zu werden.
Was ich nach außen von meinem Ich zeige, ist meinem Eindruck nach nur ein schwacher Abdruck meines wahren Selbst. Darum sehe ich andere, die sich für diesen Maxi interessieren, den sie erleben, nie wirklich für mich interessieren, sondern für dieses unfertige, makelhafte, kommunikations- und gemeinschaftsunfähige Ich, und das bin nicht ich, das ist das, was ich gerade so von mir zeigen kann. Dass es mir so ergeht, ist eine Folge von dem, dass ich eben seit Jahren nur daheim sitze, auf hohem Niveau mit hellen Köpfen chatte und meine eigentliche Entwicklung in dem Bereich dort stattfand – gerade umgekehrt zu der des ›Normalen‹. (Das wird natürlich von niemandem so anerkannt…) Da gewinnt die Beschreibung ›Kopfmensch‹ eine ganz neue Größe.
Ganz sachte erhebt sich in mir langsam die Idee, dass ich vielleicht doch nicht so schlecht nach außen bin wie ich denke… Jedoch werde ich Annäherungsversuche von Jungen wie auch von Mädchen wohl erst in mir auf der entscheidenden Ebene für relevant und ›echt‹ halten können, wenn mir mein Selbstwertgefühl für mein äußeres Ich andere Dinge reflektiert.

Beim Tanzen spielte mich mancher einer Mädchengruppe zu oder ich bekam Avancen – hui… *fröstel* – Intuitiv, und das ist traurig, das Wort in dem Kontext verwenden zu müssen, wand ich mich ab oder wich aus. Der Grund… Ich glaube, ich will fair sein, fair und ehrlich. Wegen meiner speziellen Sicht auf mein inneres und äußeres Ich möchte ich niemanden mit dem ›falschen‹ beschäftigen oder konfrontieren. Und ein Bisschen bin ich auch entsetzt über das Gegenüber, dass es sich für so einen interessiert – und gebe ihm damit einen Stempel »Irrer«. Oh ja, das ist nicht gut… Es erstaunt mich zwar, dass diese Erkenntnis bei so etwas wie einer Disco kommt (das hatte wahrscheinlich irgendeinen Grund in der neuen Situation und anderen angeregten Hirnarealen), aber hier ist es mir nur bewusst geworden; die wahren Erlebnisse, die dieses Phänomen bei mir aufzeigen, erlebte ich schon lange Zeit im Alltag.

Wenn ich in anscheinender Irrationalität (die in ihrer Absurdheit Sinn eröffnet) Witze und Bemerkungen mache, werde ich in meinem Umgang in der Schule meistens nicht verstanden und für einen Außenseiter erklärt (dabei sind meine Bemerkungen doch oft eigentlich so clever…).
Hier drehte sich das um: Waren bisher die anderen die rein Rationalen und für mich Verständnislosen, ließen diese nun jede tiefere Logik fallen und verhielten sich so irrational, wie ich selten Jugendliche erlebe.
Doch es war kein Chaos, keine Anarchie der Bestrebungen; diese ihre neue Art hatte einen ganz eigenen Taktgeber, etwas, was ich nicht verstehe. In sich Freude und Lust am gegenwärtigen Sein, in dem Moment lebend, anscheinend verbindend in der Menge und dann doch egoistisch.

Diesen Bewusstseinszustand kenne ich von mir nicht, ich kann ihn so nicht erleben. Ich bin ständig am allumfassenden Analysieren, Abwägen, Beurteilen, Mustererkennen und prognostizieren. Und natürlich möchte ich alles wahrnehmen und mitbekommen, was sich in meiner Umgebung abspielt. Die Konsequenzen daraus würden manche eine Konzentrationsstörung nennen, aber das ist es nicht, es ist der Wille nach Wissen, nach Macht, nach einer Waffe gegen andere, in dem ich besser und weiter bin als sie; ich bin mir dessen bewusst, dass sie nur in meinem Kopf sein kann.
Ist diese meine Hochanalyse-Praxis doch auf die Menge einer Schulklasse eingespielt, bekomme ich bei so viel Input wie auf einer Disco damit den totalen Overhead. Es stresste mich ungeheuer, diese vielen Informationen wahrzunehmen, zu verarbeiten, zu bewerten und abzulegen, diese vielen feinen Informationen, von denen ich sicher bin, dass andere sie nicht wahrnehmen. Das ist eine verflixte Begabung, mehr Details wahrzunehmen, aber sie dann auch verarbeiten zu müssen. Und andere können ihre Mitmenschen ganz ausblenden und nur für sich leben, das kann ich nicht. Ich habe nicht Furcht vor Bloßstellung, ich habe eine zu starke ›Menschenliebe‹, das Bedürfnis, Hilfe zu geben, wo es nur in meinen Möglichkeiten liegt. Und so selbstverständlich das für mich ist, so stark vermisse ich es ungläubig überrascht an anderen.

Nun, das forderte also für mich eine sehr hohe Konzentration. Dazu kam meine Unerfahrenheit beim Tanzen, so dass ich mich umschaute und eine Geste nach der anderen versuchte zu lernen. In der Hauptzeit dann war das immer noch eine hohe Konzentrationsaufgabe: Ich konnte das alles nicht intuitiv, wie offenbar die Menge hier, ich war im Kopf hellwach und wirklich angespannt im absoluten Stress, wie ich mich hier positioniere, möglichst ohne lächerlich zu wirken und zu stark aufzufallen.
Hätte ich mittendrin die Wahl bekommen, eine Französisch-Arbeit zu schreiben, oder in dieser ›Matrix‹ weiterzumachen, hätte ich gerne die Arbeit gewählt, ehrlich (wenn es aber auch nur ein wirklicher Matrix-Wechsel gewesen wäre, sprich, die Welt dort ohne mich nicht mehr weitergelaufen wäre, denn das hielt mich auch dort und ließ mich nicht nach Hause wandern, neben meinem Ehrgeiz für meine Selbsterfahrung).

Gespräche mit intellektuellem Charakter waren bei dem ›Lärm‹ unmöglich. Das gehört aber wahrscheinlich zum Konzept einer Disco; sich nicht mehr durch bloße Kopf- und sprachliche Ausdrucksstärke etablieren zu können und somit alle in begrenztem Maße gleichzumachen.

Kurze Zeit bevor der DJ die anwesenden Unter-18-jährigen aufrief, sich langsam auf die Heimreise zu machen, erschienen noch ein paar weitere Klassenkameradinnen von mir, die mich auch überrascht begrüßten. Ich nehme an, die ließen sich einen ›Muttizettel‹ ausfüllen, um länger bleiben zu dürfen. Ich verabschiedete mich von ein paar Bekannten, die ich noch sah.
An der Garderobe stand ich erst über 10 min falsch an (war aber damit nicht alleine!) und wurde, als ich einen Warteplatz am Tresen einforderte, der mir nach dieser Zeit schon lange zustand, von einem betrunkenen Proleten, der gerade erst in die Schlange kam und auch etwa mein Alter hatte (wenn dabei auch immens bespeckter gebaut) mit beiden Händen nach hinten geworfen. Brüll, Quak, Plutsch… »Gaaanz ruhig.«, ich beschwichtigte mit einer Handgeste. »Gaaanz ruhig. Ich tu dir nichts, ich will keinen Streit. Ich war trotzdem vor dir, und das weißt Du.« »Jetzt bin ich aber vorne!!« – Ich dachte mir nur, das ist Karma, ich brauch ihm nichts zurückzuzahlen, das kommt auf ihn ohne mein Zutun zurück. Und genau da wurden unsere Traube auf die eigentliche Schlange von einem dieser Wächter aufmerksam gemacht.

Raus ging es wieder durch den Eingang, wie einfallslos. ;) Den gleichen Abenteuerattraktionen-Gang zurück, hinaus in den Regen, der mittlerweile stärker geworden war. Ich lief den Weg zu Fuß nach Hause, bald rannte ich, und nahm die Brille ab, denn ohne sie sah ich mittlerweile besser als mit ihr. Ich kam, am Oberkörper glücklicherweise wenig benässt, um kurz vor ein Uhr Nachts daheim an.

Mein Fazit:
Gerade diese Erkenntnis, dass mein äußeres Selbstbewusstsein tief im Keller ist, hat den Besuch gelohnt. Das Bewusstsein darum habe ich aus dem Sinn verloren, ich hatte das schon mal. Diese Erkenntnis ist der erste Schritt hin zu einer Konsolidierung und schließlich einem heilenden Lösungsprozess.

Die zwei Stunden, die ich dort war, konnte ich mich wahrlich nicht amüsieren. Zu intensiv die Eindrücke, zu groß der Stress, zu viel Kopfarbeit. Zu viele Dinge, die ich nicht kenne und nicht kann. Ich fühlte mich in jedem Moment als Fremdkörper. Einer, der die Regeln nicht kennt, der nicht weiß wie gespielt wird, und der nicht den Bewusstseinszustand dieser Mengengruppe teilt.

Ich möchte noch anmerken, dass die meisten meiner hier beschriebenen Gedanken mir nicht erst bei der Arbeit an diesem Artikel kamen, sondern unmittelbar während meinem Aufenthalt in der Disco. Die haben mich natürlich dann auch noch mal bekümmert und resigniert.
Kann mir bitte irgendjemand bestätigen, dass das nicht normal ist? Danke.