Gerade ging ich gemeinsam mit meiner Mutter meine Bestellliste für meinen Geburtstag ab und ganze zwei Mal werden wir vom System enttäuscht: Ich will das Firefox-T-Shirt mit dem niedlichen Fuchs und “Please dont’ hurt the Web – use open standards”, also kauften wir es im offiziellen Mozilla.org-Store. Nach den horrenden Importversandkosten von 9€ aus England war der endgültige Showstopper, dass wir auf Worldpay.com weitergeleitet wurden, über die wir unsere Bestellung geldtechnisch hätten abwickeln sollen. Als wir Maestro als Zahlungsart wählten, erklärte uns das Zahlungssystem, dass dies nur mit £ als Währung möglich wäre. Aha. MasterCard, Visa und wie sie alle heißen, hat in der Familie niemand, nur MaestroCards, über die mir das Internet nicht so recht Aufschluss geben konnte, ob sie dafür geeignet sind, ähnliches Logo, ähnlicher Name, gleicher Anbieter, aber die werden sich schon etwas dabei gedacht haben, wenn dort Master, aber nicht Maestro steht. Jedenfalls können wir die Bestellung über keinen der angebotenen Wege bezahlen, ganz großes Popcorn-Kino.
Ändert man die Währung auf Pfund, kommt man tatsächlich auch mit einer MaestroCard weiter, aber die wollen einen Sicherheitscode, der auf die Karte gestanzt sein soll – auf unseren hier ist keiner. Die Wikipedia dazu: »In Österreich kann man mit der Maestro-Card auch im Internet zahlen. Grundlage dafür ist die Nutzung des bereits etablierten MasterCard-SecureCode-Verfahrens für Maestro. Da es in Österreich mit über 6,7 Mio. Maestro-Karten weit mehr Debitkarten als Kreditkarten gibt, haben sich die österreichischen Banken und Europay Austria entschlossen, das SecureCode-Verfahren auch für Maestro zu adaptieren.« Also nur Österreich… Toll.

Damit war die Bestellung gegessen und wir konnten sie “abschreiben”, abbrechen.
Das andere, das nicht tat, war die Aggro-Grünwald-CD über Finetunes. Aggro-Grünwald, schön, Medienhype, kennen wir alle, das wollte ich trotzdem haben. Es ist schon wirklich erstaunlich, dass die Typen es nicht geschafft haben, ihr Album in die Läden da draußen zu bringen, bei der Aufmerksamkeit, die sie hatten. Meine Mutter meint, gefragt zu haben, man habe nachgesehen und nicht mal den Namen habe man gekannt. Daher müssen wir die Musik online kaufen, die Seite von denen bietet drei Links dazu: Finetues, iTunes und Musicload. iTunes fällt wegen wahrscheinlichem DRM und hässlicher Apple-ID (und weil es nicht auf Linux läuft) gleich raus, Musicload von der Telecom passt mir schon rein prinzipiell nicht. Bleibt Finetunes, das das Album als MP3 (leider nicht Ogg oder FLAC) in 320 kb/s im Programm hat (hört sich so weit noch sehr gut an), und per Klick&Buy (Paypal-Konkurent) oder “Kreditkarte” Zahlungen zulässt. Wählt man hier “Kreditkarte”, hat man die Wahl zwischen einer Transaktion mit der MasterCard oder mit Visa-Karte. OMG!
Bei Klick&Buy werde ich mich für diesen einen Kauf nicht anmelden, ich habe bisher noch nicht einen Shop gesehen, der das sonst noch unterstützte.

So entgehen mir also ein fesches Firefox-Werbe-T-Shirt und diese CD von Musikern, die die Aufmerksamkeit aller großen deutschen Zeitungen erhielten, es aber nicht fertigbrachten, in die Läden zu kommen. Wie unfähig ist das?
Warum bieten die bitte kein PayPal an, warum nicht?! Oder wenigstens eine Vorkasse-Banküberweisung, ihr versteht, das mit dem Zettel und dem Automaten zum Selbereintippen. Boaha, bin ich genervt.