Archiv für August 2008

Was begeistert die Leute an Safari?

Seit gut zwei Jahren sieht man immer häufiger Safari-Fotos auf Blogs und Nachrichtenseiten. Ich frage mich: Warum? Man kann dem Browser lassen, dass er recht ästhetisch daherkommt und – zumindest unter Mac OS X – eine mit Opera vergleichbare Geschwindigkeit an den Tag legt. – Aber was kann Safari, was die anderen nicht können? Als Einstieg ganz lustig zu lesen ist eine Golem-Diskussion dazu.
Ich will dahinter kommen und fahre einen Test auf meinem OSx86 10.5.4 mit Safari 3.1.1 und dem heutigen WebKit Nightly Build r35986. Ich habe volle 3D-Beschleunigung mit QE/QI, einen Athlon64 X2 5200+ EE, 2GB RAM und ein stabiles System. Safaris Konkurrenten sind Firefox 3.0.1 und Opera 9.52.

Starten tut er schon mal sehr schnell, genau wie der IE, der auch so tief ins System verzahnt ist. Als Standardstartseite wird http://www.apple.com/startpage/ geladen. Opera und Firefox haben als Standard speziell angepasste Yahoo!- und Google-Startseiten, Safari führt einen direkt in die Gehirnwäschezentrale Apples, naja, ok, ist ihr Recht.
Per Mittelklick auf Links werden diese in neuen Tabs geöffnet. Tabs kann ich in einer fließenden Animation neu anordnen und wenn ich sie aus dem Fenster ziehe, werden in ein neues Fenster verlegt, auch grafisch ganz nett gemacht, aber dann hört’s auch schon auf. Tabs lassen sich weder mit Mittelklick schließen, noch eine in die Adressleiste eingegebene URL mit z.B. Alt + Enter als neuer Tab laden. Wenn ich so viele aufmache, dass der horizontale Bildschirmplatz nicht mehr reicht, werden alle weiteren Tabs hinter einem Pfeilchen rechts und einer einfachen Wählliste versteckt.
Safaris Anzeige von RSS-Feeds ist sehr ansprechend, man kann über einen Schieberegler die Wortzahl der einzelnen Einträge regulieren und Bilder werden angezeigt, das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass kaum wer seinen Browser so als RSS-Reader nutzen will (es lässt sich ja nicht mal was als gelesen markieren). Safaris Seitendurchsuchefunktion über Apfel + F ist auch ein Hingucker: Die Treffer werden umrahmt, und wenn aktiv, attraktiv in gelben Kästchen mit einer Animation hervorgehoben, dabei lässt sich aber nicht zwischen Groß-/Kleinschreibung unterscheiden. In der Symbolleiste klebt ein Knopf einer Schere, klickt man darauf, kann man einen Ausschnitt einer Webseite markieren und öffnet diesen dann als Dashboard-Widget. Schade, dass sich im Nachhinein der Ausschnitt nicht mehr verändern lässt und der IE 8 bekommt eine ganz ähnliche Funktion. Mit “Privates Surfen” eingeschaltet, speichert Safari beim Browsen keinen Verlauf, keine Cookies usw., das bekommt der IE 8 ebenfalls und ist dort noch mal besser gelöst. Wie Firefox, Opera und IE 7 bietet Safari eine Funktion, Cache, Verlauf, Cookies, gespeicherte Suchbegriffe usw. in einem Rutsch zu löschen. Eingabeformulare, z.B. die Kommentarfunktion auf Blogs, lassen sich wie ein Fenster größer ziehen, gar nicht unpraktisch. Bilder auf Webseiten werden durch Quartz gerendert, was Safari offenbar Farbmanagement beschert und zum Browser mit der natürlichsten Farbwiedergabe macht. Bewegt man sich auf Seiten in verzweigte Unterhierarchien, bringt einen der orangene “SnapBack”-Knopf in der Adressleiste wieder zurück auf die Ausgangsseite. Auch recht clever, aber kommt mir von der Grundidee her vor wie eine Funktion für Leute, die Tabs nicht benutzen können.
Ja, im Großen und Ganzen dürfte ich jetzt Safaris Features herausgearbeitet haben, jetzt komme ich zu dem, was mir an ihm fehlt: Safari hat zwar einen Pop-Up-Blocker, aber keinen Werbeblocker. OK, zugestanden, das hat kein Browser out-of-the-box, aber er ist beim Firefox mit AdBlock Plus und bei Opera mit einer hineinladbaren Sperrdatei sehr schnell nachrüstbar. Will man das in Safari, hilft Safari AdBlock, aber da Safari kein echtes Erweiterungssystem besitzt, kommt die Funktionserweiterung in einem ausgewachsenen Installer, der sogar Admin-Rechte erfordert daher (und bietet dann wie die Opera-Lösung auch nicht unbedingt das, was ich will, denn auf bestimmten Seiten möchte ich Werbung erlauben, um dem Webseitenbetreiber zu unterstützen). Und das ist Safaris größter Miss: Wie Opera und der IE kennt er keine ernsthafte Erweiterungsarchitektur, aber dann sollte ein Browser, wie Opera und der kommende IE 8 als gutes Beispiel voran gehen, wenigstens eine Fülle an Funktionen bieten.
Die einzige direkt im oberen Eingabefeld nutzbare Suchmaschine ist Google. Ihr seid mir ja mal cool, eine für alles! Geil! Ich brauch ja eigentlich gar keine Wikipedia, kein Leo, kein ebay, kein Windows Live und schon gar kein Yahoo! – und das Beste an dieser Implementierung ist auch, dass ich gar keine anderen Suchmaschinen hinzufügen kann! Klasse! (Die Windows-Version hat irgendwie auch noch Yahoo!, aber auf meinem OS X kann ich nur Google nutzen.)
Den in Firefox und Opera (aber in Opera nicht in der OS X-Version) aktivierbaren “sanften Bildlauf” sucht man in Safari vergebens; scrollt man auf Seiten, ruckelt es, das ist doch scheiße! Genauso gibt es keine Möglichkeit, den “automatischen Bildlauf” zu nutzen, durch Mittelklick irgendwohin dieses runde Teil mit den Pfeilchen aktivieren, das die Seite in die Richtung des Mauszeigers scrollt.
Ey, und wie kann ich einen versehentlich, oder zu schnell geschlossenen Tab bitte wiederherstellen? Gut, ich kann ihn aus dem Verlauf neuladen, aber das sollte einfacher laufen. Und ganz hart: Safari lässt sich ums Verrecken nicht der Nur-Ein-Fenster-Modus beibringen! Subber! Links mit target=”_blank” laden immer ein neues Fenster, yeah, meine Vision, so will ich arbeiten!
Jetzt kommen mal weitere wichtige Dinge, die mir in Safari fehlen:

  • AdBlock Plus zum An- und Abschalten von Werbung auf Webseiten und Regelnsetzen
  • GooglePreview – Vorschaubilder in Yahoo!- und Google-Suchergebnissen
  • Greasemonkey – Laufzeitumgebung für noch mal tausende kleinere von Benutzern erstellte Webseiten-Änderungs-Scripte
  • gTranslate – Fremdsprachigen Text per Kontextmenü automatisch übersetzen lassen (in Firefox nur ein Klick, Opera braucht dafür schon zwei Klicks)
  • Read It Later – Spezielle Lesezeichenfunktion für Seiten, die man sich später mal anschauen will
  • Speed Dial – Mit Opera 9 eingeführt, zeigt in jedem neuen Tab und neuem Fenster neun anklickbare Vorschaubilder von meinen Lieblingsseiten
  • Tab Mix Plus – Unendliche feingranulare Tabbing-Einstellungen vornehmen
  • Tab Preview – In Opera seit mindestens der 9er schon dabei, zeigt beim Überfahren von Tabs Vorschaubilder
  • Ctrl-Tab – Ansprechende Tab-Wechselfunktion in 3D und Übersichtsmöglichkeit über alle offenen Tabs mit Vorschaubildern (die ohne Berechnung sofort da sind)
  • Firefox’ hervorragende Suchmaschinenverwaltung und -Schlüsselworte (beispielsweise sucht “y Ubuntu” auf Yahoo! nach “Ubuntu”, muss man aber erst in der Suchmaschinenverwaltung einstellen)

Ich habe natürlich noch eine Reihe anderer Erweiterungen und Grundfunktionen der Browser in Benutzung, aber die oben waren mir jetzt die wichtigsten, ohne die ich nicht mehr auskommen wollte.
Andere Suchmaschinen lassen sich zumindest in Safari mit dem Inquisitor einbinden. David (davidak) dazu: “War das nicht ein Input Manager der seit Leopard nicht mehr geht oder Kernel Panics erzeugt?” – Bei mir funktioniert er zwar, aber Input Manager sind immer böse (so ne Art “Keylogger” auf anderer Ebene).

Alles das ist entweder in den Konkurrenz-Browsern schon dabei, oder lässt sich für Firefox als Erweiterung nachladen. Firefox ist übrigens nicht langsam. Er ist langsamer als Opera und Safari, aber mit der 3.0 hat sich schon viel geändert und in 3.1 bekommt er eine 20x schnellere JavaScript-Engine. Ein Grund für sein Hinterherhinken ist seine XUL-Oberfläche, die in Gecko, seiner Rendering-Engine, gerendert wird. Das bringt den Vorteil einer leichten Portierbarkeit und macht die tausenden Erweiterungen auch erst möglich, die sich mitunter ja sehr gut in die GUI einbinden. Außerdem krallen sich viele Firefox-Erweiterungen in Gecko rein, um Elemente auf Webseiten zu verändern oder zu erkennen. Aber die Sekundenbruchteile Geschwindigkeitsverlust sind es mir wert, wenn ich dafür einen bis ins kleinste Detail personalisierbaren und natürlich freien Webbrowser bekomme, der mich immens produktiver arbeiten lässt.

WebKit, Safaris Rendering-Engine, ist wirklich gut, ich halte sie für ein Vorzeigeobjekt an Standardkonformität und Innovation. KDE will so weit ich weiß in 4.1 oder 4.2 auch von KHTML auf WebKit wechseln, WebKit ist ja ein Fork von KHTML und auch auf Haiku wurde WebKit schon portiert. Gnome knobelt noch, ob sie in einer der kommenden Versionen des Linux-Desktops den eigenen Webbrowser Epiphany mit WebKit oder wie gehabt mit Gecko “ausliefern” sollen, die WebKit-Variante läuft experimentell aber schon. Derweil können interessierte Linux-Nutzer Midori ausprobieren, eine WebKit-Technikdemo, nutze ich öfters schon, um Webseiten mit WebKit zu testen (haha, der gleiche Name wie Windows 7+1) – oder Safari mit wine installieren, geht auch bestens, aber wer will das schon.
Doch, echt: Safari ist Müll. Ich kann nur mutmaßen, dass alle Leute, die den nutzen, entweder total verblendete Apple-Fanbois sind, die alles nutzen und haben wollen, was vom angebissenen Apfel kommt, oder die gleiche Schicht von Leuten, die auch den IE nutzt (weil er halt vorinstalliert ist, aus Unwissenheit), oder Leute, die absolut keinen Anspruch an einen Browser haben. So unproduktiv und in Zwänge gesteckt will doch keiner mit Horizont das Web nutzen!

Soweit ich das verstehe, hat Apple Safari nur auf Windows portiert, damit iPhone-Besitzer ihre Lesezeichen (?) synchronisieren können – hätte ja niemals auch eine Firefox-Erweiterung getan (OK, hier stimmt die Logik nicht, wahrscheinlich doch wegen was anderem, aber das liegt am Nächsten).

Der Konqueror auf KDE ist auch so ein Ding wie Safari, ein paar nette Features, weil er glaubt, den Browser neu erfinden zu müssen (und dabei alle Errungenschaften der Geschichte vergessen zu müssen), aber ansonsten für den täglichen Einsatz unbrauchbar, weil er eben auf Funktionalitäten verzichtet, die bei den anderen schon längst Standard geworden sind. Immer, wenn ich in KDE bin, nutze ich Opera, der gliedert sich schon in Gnome mit seinen Themen perfekt ein, in KDE mit seiner Qt-Oberfläche dann sogar exzellent. Aber Konqueror ist dann noch mal ein anderes Thema (auf das ich nach diesem Beitrag hier keine Lust mehr habe).

Kommen wir also zur Eingangsfrage zurück: Wieso sollte ich Safari nutzen; weil er einen Tick schneller ist? Mir fehlt da eindeutig Komfort.

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Puma-Pulli-Beilegezettelchen

Wie bescheuert ist das denn? :D

Die Hauptsache ist wohl, dass sie irgendetwas dranhängen können. :D

Pro-Blogger Maxi bekommt Geschenke

Wie putzig: Ein Brief, adressiert an Frumble201, mein Name in Zeile zwei. :D

Drinnen eine USB-LED-Lampe mit zurechtbiegbarem 36 cm-Arm und ein Schreiben, in dem ungewöhnlich und überraschend direkt darauf gekommen wird, dass die Lampe eine Form von Werbegeschenk ist. Der Absender und Intressenhaber, MonsterZeug.de, biete in seinem Online-Shop noch mehr von diesen Dingen an, die man nicht braucht, aber haben will und wo es “noch viel abgefahrenere und coolere Gadgets und Geschenke als die USB-Lampe” gäbe. Jau. ;)

Am Rande wird noch im Schreiben vorgeschlagen, ich könnte ja über meine Erfahrungen mit der Leuchte und MonsterZeug.de bloggen. Dass ich es auch tue, kommt nicht von Bringschuld, sondern weil ich die Idee, Blogger direkt anzuschreiben und dann sogar ihren Namen in die Anrede zu setzen und eine echte Unterschrift darunter zu zwirbeln, so authentisch finde. Den Backlink habt ihr euch verdient.^^

Die Seite ist wirklich ganz nett, solltet ihr mal drüber schauen. Da gibt es mehr als die USB-Raketenwerfer, viel mehr, also, die Seite ist genau genommen gefährlich. ;) Die zwei Wörter werden dort zwar nirgends in den Mund genommen, aber es ist ein Krempelladen für Geeks und Nerds. Ich schrieb mir mal das Sun Jar und Thinking Putty-Schleim auf meine Wunschliste (haha, aber die ist schon lange ;) ). Ach ja, einen 5%-Rabattgutschein auf meinen nächsten Kauf bekam ich auch noch obendrein, ist doch perfekt.
Die Lampe kann ich jetzt zwar so nicht direkt brauchen, weil ich selten mit einem Notebook arbeite, doch LEDs sollen ja lange halten. ;) Sie brennt auch am USB-Hub meiner iMac-Tastatur, vielleicht kommen ja mal dunkle Zeiten (will ich nicht hoffen, das hieße, der Bildschirm täte nicht mehr *hö*). ;) Aber bis ich den Thinking Putty-Schleim habe, kann ich mal das Kabel der Lampe missbrauchen. Die kostet übrigens auf der Seite 9,95€.
Sehr aufmerksam, danke!

Nachtrag vom 29. August 2008: Die Lampe macht sich nachts doch auch bei mir ganz chick, selbst wenn genug Licht wäre, so ein schräger Lichtstrahl quer über die Tastatur kommt echt cool.

Beagle statt Tracker als Desktopsuche

Ab Ubuntu 9.04 empfehle ich diese Anleitung nicht mehr! Die Tracker-Suche ist besser geworden und jetzt sogar ressourcenschonender als Beagle!

In Ubuntu wird seit 7.10 die Tracker-Suche vorinstalliert. Mehr als vorinstalliert wird sie zwar befremdlicherweise nicht – der Nutzer muss sie selbst einschalten und konfigurieren – aber sie ist die Standard-Desktopsuchmaschine. Bis 7.10 hatte ich Beagle benutzt und bin dann mit 7.10 auf Tracker gewechselt, weil Beagle damals mehr an der Leistung zehrte. Aber nicht nur das war der Grund, warum Canonical Tracker und nicht Beagle vorinstallierte: Während Tracker in C++ geschrieben ist, ist Beagle ein Mono/C#-Programm, es war also auch eine politische Entscheidung.

Nun hörte ich in der letzten Zeit vermehrt in Foren, dass Beagle in den neueren Versionen und auch durch ein beschleunigtes Mono schneller geworden sei als Tracker. Heute hatte ich dann mal die Eingebung, ihn noch mal auszuprobieren, weil Tracker wirklich nicht toll ist: Das Ding frisst unfassbare Ressourcen und indexiert anscheinend täglich einmal die Festplatte neu. Und tatsächlich: Beagle ist die schnellste Desktopsuchmaschine, die ich kenne, schneller noch als Spotlight (Google Desktop zählt mal nicht, obwohl es das auch für Linux gibt, das ist aber böhöhöse) und findet auch alles. Momentan ist er noch an der Erstindexierung, aber schon da fühlt sich das System nebenher benutzbarer an als mit laufendem Tracker. Gut, Tracker hat mich nie am Arbeiten gehindert, aber ich habe die Systemlastanzeige im Panel und wenn ständig, auch wenn ich nur schreibe und ein paar kleinere Apps offen haben, da der Pegel auf 100/50% springt, trifft das bei mir einen empfindlichen Nerv. Die Rechenleistung schenke ich lieber BOINC und dem World Community Grid, denn der Rechner ist ja mit dem Athlon64 X2 5200+ EE und 2 GB RAM nicht unbedingt langsam – aber nicht einer Systemsuchmaschine die eigentlich nur funktionieren soll. Mir kommt es auch sonst so vor, als wäre Beagle die reifere Software. Es nutzt z.B. inotify vom Linux-Kernel, wovon ich direkt bei Tracker nichts gefunden habe, wird also wie Spotlight vom Kernel über Dateisystemänderungen benachrichtigt und kann so schnell neue Dateien erfassen und gelöschte aus dem Index entfernen, sehr fein. Genauso wie Tracker lässt sich auch Beagle komfortabel in die Deskbar einbinden, die modulare Allzwecksuchmaske von Gnome.

So installiert und konfiguriert ihr Beagle auf einem Ubuntu Hardy:

  1. Zwei Desktopsuchmaschinen sollten nie gleichzeitig laufen, darum löscht zu erst Tracker: sudo apt-get purge tracker tracker-search-tool
  2. Installiert Beagle aus den Paketquellen: sudo apt-get install beagle python-beagle
  3. Neu anmelden.
  4. Über AnwendungenZubehörSuchen die grafische Oberfläche starten und über SuchenEinstellungen in seine Einstellungen gehen.
  5. Im Reiter Indizierung (müsste eigentlich korrekt “Indexierung” heißen, da indiziert keiner was) unter Allgemein noch weitere zu indexierende und überwachende Pfade angeben und unter Datenschutz falls gewünscht Pfade oder Dateimuster, die nicht indexiert werden sollen.
  6. Im Reiter Backends reichen mir die Plugins “Files”, “NautilusMetadata”, “Pidgin”, “Tomboy” und “applications”. Eventuell brauche ich Tomboy und applications nicht noch mal, weil ich meistens eh über die Deskbar suche und dort auch entsprechende Suchmodule für diese Dinge laufen habe, aber mal schauen.
  7. Falls man es nicht braucht, über SystemEinstellungenSitzungen das “Beagle Search Tool” aus dem Autostart nehmen, der Such-Daemon läuft trotzdem (das nicht da rauslöschen!), dann vielleicht zur einfacheren Erreichbarkeit, und wenn man die Deskbar nicht nutzt, den Starter aus AnwendungenZubehör zusätzlich auf das Panel ziehen.
  8. Neu anmelden (oder Beagle neustarten, aber neu anmelden ist schöner).
  9. Ganz lange warten. Wenn der Such-Daemon einschlafen sollte/(sich killt? → Systemüberwachung, da sollte er, wenn er läuft, mit 19 Nice sitzen), über das “Search Tool” suchen und den Daemon, wenn aufgefordert, über den angebotenen Knopf neu starten.

Damit wär eure Konfiguration fertig und ihr könnt irgendwann, wenn der Index mal was hergibt, damit Suchen und Finden. Über beagle-status auf der Konsole lässt sich übrigens die aktuelle Beagle-Operation mitverfolgen. Demnächst werde ich noch probieren, die aktuelle Version 0.3.8 von der Projektseite selber zu compilieren, die wird wohl nicht mehr in Hardy eingepflegt und soll einige Fehler beheben.

Nachtrag vom 31. August 2008: Beagle ist wirklich viel schneller als Tracker und braucht beträchtlich weniger Ressourcen. Er macht das, was man von einer Desktop-Suchmaschine erwartet und so habe ich ihn auch gleich in Fertibunti mit aufgenommen.
Wer die aktuelle Version 0.3.8 und nicht die veraltete 0.3.3 aus Hardys Quellen nutzen möchte, kann sich auf getdeb.net die 0.3.8 schön vorcompiliert ziehen. Trotzdem sollte “python-beagle” aus den Quellen installiert werden (da ist es egal, dass die veraltet sind), wenn man nachher die Deskbar als Frontend nutzen will.

Frumble201 feiert Geburtstag!

Kurz nach Haiku feiert auch der “WinLux-Blog” wieder Geburtstag: Ganze zwei Jahre schon blogge ich! Angefangen habe ich im August 2006 mit dem Blog als Ergänzung zur ursprünglichen WinLux-Webseite, die sich um den Linux-Einstieg der Besucher bemühte, diese ist glücklicherweise von mir vor einem Jahr endlich offline genommen worden. ;)
Vom sich etwa über ein Jahr erstreckenden mühsamen Zitieren und Zusammenfassen von IT-Nachrichten entwickelte ich den Blog langsam zu einem mehr und mehr autarken Blog im ursprünglichen Sinne, schrieb mitunter von sehr persönlichen Dingen, Erlebnissen, Gefühlen und Meinungen. Dieses “2G” begann so richtig Anfang 2008. Seit Anfang letzten Schuljahres, vor einem Jahr, merkte ich dann auch, wie sich meine Schriftsprache auf ein ganz neues Niveau anhob, in der Schule, auf diesem Blog und in Foren. Was ich mit Worten kann, ist selbst für mich noch irre und ich steigere mich weiter darin unaufhörlich. Viel zu diesem, für einen bald siebzehnjährigen eher unüblich hohem Punkt beigetragen, hat sicher mein Hang zur Perfektion und mein Nachdenken über Sprachformen, das ich durch das Bloggen angestoßen habe.
Mai 2008 änderte ich den Namen auf “Frumble201″ was an sich keinerlei Bedeutung hat, ich wollte es nur Bob von fahrenheit404 gleichtun, weil ich ihn cool finde. ;) Im gleichen Sprung startete ich meinen Tumblelog – wie der Name schon andeutet ein Micro-Blog, in den ich Webfunde und unwichtigere Gedanken hinauspuste. Im Juli war dann ein großer Umbau dran, als ich auf die Domain frumble.de umzog (an alle Abonnenten: Stellt bitte noch mal sicher, dass ihr auch wirklich die neue Adresse bei frumble.de abonniert habt). Kurz darauf gab es einen Teaser und ein paar Tage später dann das erfreuliche Erblicken eines neuen Designs – zwar nicht von mir erstellt, aber immerhin von mir übersetzt. ;)
Ja, denke, jetzt hab ich die Geschichte ganz gut grob umrissen.

Ich will mal nicht mit Statistiken geizen:

  • 40 – 140 Abonnenten (gerade so niedriger Stand, weil viele wohl noch den alten Feed abonniert haben, den der Counter nicht erfasst)
  • Täglich zwischen 50 und 500 Besucher
  • Gesamt 37919 Besucher seit dem Counter-Start im Oktober 2006 (kann das sein?)
  • Betriebssysteme: 20.218 Windows’, 8.520 Linux’, 1.998 Mac OS’ (haha!)
  • 257 Artikel, 421 Kommentare, 24 Artikelentwürfe (noch nicht fertig)

Für weitere Daten gebt euch den öffentlich zugänglichen Teil des Counters.
Juhu, noch ein Jahr geschafft! Glückwünsche sind willkommen! ;) Und ein ganz kleiner Teaser: Noch dieses Jahr werde ich durch ein weiteres Medium präsent sein…

Haiku wird sieben!

Vorgestern am 18. August, wurde das Haiku-Projekt exakt sieben Jahre alt, herzlichen Glückwunsch!
Vorhergegangen war die tragische Geschäftsaufgabe von Be inc. nach den Kartellklagen gegen Microsoft, die kein DualBoot zusammen mit Windows auf Rechnern mit ihrer EULA erlaubten und die Abfindung. Be inc. mit seinem BeOS wurde an PalmOne (Access) verkauft und leider nicht weiterentwickelt (ZETA kam ein paar Jahre später und war wahrscheinlichstens nur auf geleaktem BeOS R6-Quellcode (“Dan0″) basierend). Gleich am 18., meines Wissens dem Tag nach Bes Aufgabe und Einstampfung, wurde von freien Entwicklern das ehrgeizige Ziel gesteckt, einen binärkompatiblen BeOS-Klon zu erschaffen, voll Open Source. Das Ergebnis ist Haiku: Ein traumhafter Kernel, clevere modulare Server-Kit-Architektur, von Grund auf auf Multimedia designt. – Fast wurde BeOS anstelle von NextStep von Apple als “Mac OS 10″ genutzt, doch Steve Jobs, dem Next gehörte, machte BeOS beim Apple-Vorstand schlecht und der CEO von Be inc. ließ sich auf keine Preisverhandlung mit Apple ein, so dass vermutlich seiner Sturheit geschuldet ist, dass Apple schließlich Next aufkaufte (wie Be inc. eine Revoluzzer-Gruppe von Apple-Abtrünnigen).

Haikus Entwicklung geht in faszinierendem Zeitraffer voran, dort hinein spielt sicherlich auch, dass man eine Menge Software und Werkzeuge von FreeBSD und Linux dank der POSIX-Komformität leicht portieren kann. Innerhalb der nächsten drei Monate darf man, eruieren die Entwickler vorsichtig, mit einer Developper Alpha rechnen (andere Projekte würden das aber wegen Haikus harten Selbstforderungen eher schon Beta nennen), was dann hieße, dass es fertige ISO-Abbilder zum Herunterladen gibt. Wer Haiku schon derweil ausprobieren möchte, kann sich ein VMware- oder VirtualBox-Festplattenabbild von HaikuWare.com besorgen.
Die Prognose ist sehr gewagt, aber ich glaube, dass Haiku in den nächsten Jahren sehr wichtig und groß werden wird. Sehen wir nur mal den Netbook-Markt, der genau so ein Betriebssystem erfordert. Und es könnte, theoretisch, das “bessere Linux” werden, weil es eine Designentscheidung wie Apple geht: Eine Oberfläche, ein Grundsystem. Das das gegenteilig Linux anhängt, ist natürlich auch seine Stärke, aber könnte es im Massenmarkt behindern.
Pofacs startet gerade eine BeOS-Reihe, in der alle irgendwie BeOS-relativierenden Systeme besprochen werden. Bei Intresse sicher eine interessante Hörlektüre.

Via Haiku UG Italia

Programmtipp: Mit OtrCut automatisch über Cutlisten Werbung aus OTR-Filmen schneiden

Nutze ich schon lange und wollte ich schon ewig bebloggen: Für alle Nutzer von OnlineTVRecorder.com bietet sich für Linux das kleine Script OtrCut an, das ganz simpel die Schneidelisten von custlist.de zu einem heruntergeladenen und decodierten Video abfragt und dann die verschiedenen Versionen verschiedener Autoren zur Auswahl anzeigt. Dabei unterstützt es alle gebräuchlichen Schnittformate. Standardmäßig nutzt OtrCut Avisplit/Avimerge zum Schneiden der Filme. Das sieht dann zwar erst mal recht Pro-mäßig aus, wenn jede Sekunde Film als Zeile über die Kommandozeile rast, aber muss ja nicht sein und das alternativ benutzbare Avidemux kann dann gleich auch an iFrames (Halbbildern) schneiden.

Ich kann nicht 100%-ig sagen, was für Pakete installiert sein müssen, weil durch die ganzen installierten Dinge aus Fertibunti schon eine Menge davon auf meiner Platte war. Avisplit und -merge sind wohl im “transcode”-Paket, ob man die noch brauch, wenn man mit Avidemux schneiden will, weiß ich nicht. Bei dem reicht “avidemux-cli” ohne grafische Oberfläche. Natürlich sollten auch alle Videocodecs installiert sein, die man für das Ansehen der Filme braucht (DivX und H.264, hat Fertibunti auch schon alles eingerichtet). Der letztendliche Startbefehl lautet dann (davor in den Dateieigenschaften ausführbar machen):

./otrcut.sh -w -b -i Filmtitel.mpg.HQ.avi

Der Script-Autor stellt immer wieder einmal eine neue Version von OtrCut auf seine Seite, ihr solltet also hin und wieder dort vorbeischauen. Das kleine Zen-artige Teil kommt einem als eine sehr edle Lösung vor, wenn man sich einmal anschaut, mit was sich Windows-Nutzer quälen müssen, um ihre Filme zu schneiden. :ugly:
Viel Spaß damit!

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Fertibunti 3.9 ist FertiK!

Stolz verkünde ich das Erscheinen von Fertibunti 3.9! Nachdem 3.8 schon auf Ubuntu Hardy Heron wechselte und es zwischenzeitlich fast wöchentlich Zweipunktversionen mit Paketauswahländerungen gab, bringt Fertibunti 3.9 einige große Neuerungen mit sich.
Durch ein diff der 64- und 32-Bit-Version stellte ich erst einmal fest, dass beide seit Hardy die exakt gleichen (Meta-)Pakte installieren, so gibt es jetzt also nur noch eine Version gleichsam für 64- und 32-Bit-Systeme. Dann bin ich von Sun Java auf OpenJDK umgestiegen und habe mehrere kleine Apps hinzugefügt, auch von getdeb.net sowie außerdem Opera. Weil viele Ubuntu-Nutzer irgendwie keinen Plan haben, wo sie zur Oberfläche Gnome passende Hintergrundbilder herbekommen sollen und auch meistens keine Bestreben zeigen, sich überhaupt auf eine Suche zu begeben, verlinke ich auf ein selbauserlesenes, optionales Archiv-Paket mit eben zu Ubuntu und Gnome passenden Hintergrundbildern, die meisten kommen von gnome-look.org.
Ganz ähnlich, aber im Grunde noch viel schlimmer sieht es auf den heimischen Compiz Fusion-Installationen aus: Nichts ist ordentlich benutzbar konfiguriert. Compiz bietet so ein unglaubliches Potenzial und so eine grenzensprengende Produktivitätserhöhung, die man sich nicht träumen lässt, aber man muss sich damit beschäftigen. Fertibunti 3.9 empfiehlt optional, meine Konfiguration zu laden, die es als Profil herunterlädt. Ich hoffe, die Leute werden nach dem Aktivieren und dem plötzlichen Auftreten von den verschiedensten grafischen Aktionen durch Ausprobieren lernen können, wie man’s richtig nutzt.
Apropos Compiz: Um aktuellere Pakete zu bekommen, habe ich ein zusätzliches, aber wirklich stabiles Repository für die 0.7.6-Pakete in die sources.list eingebunden.
Im Script wurden viele heimtückische Schreibfehler berichtigt und natürlich ganz groß: Fertibunti bekommt ein neues Logo! Es entstand wie so oft zusammen mit Tim B. über lange E-Mail-Machbarkeitsstudien. Und ist es nicht großartig? Danke, lieber Tim!
Die offizielle Fertibunti-Schreibweise änderte sich von “fertibunti” mit kleinem F zu Fertibunti mit großem, möglich war dies leider nicht im Logo, weil die Ubuntu-Schriftart keine Großbuchstaben unterstützt.

Und hier: TADA! Überraschung! Mit FertiKunti gibt es nun auch einen Kubuntu-Ableger!
“Natural” schrieb in den Kommentaren zu Fertibunti (der themennähehalber inzwischen gelöscht), er habe es auf Kubuntu angepasst und so kamen wir ins Gespräch. Eine Kubuntu-Version wollte ich eigentlich schon 2006 basteln, aber mir hat immer die Motivation gefehlt, weil ich niemanden kannte, der KDE als Hauptoberfläche einsetzt. Nach auch da mehreren E-Mails hatten wir eine gelungene Paketauswahl für den Ubuntu-Spin und auch hier hat Tim geradezu selbstaufopfernd ein Logo entworfen:

Viele der Programme der Gnome-Version sind auch in der KDE-Version und natürlich alle oben schon genannten Neuerungen von Fertibunti 3.9. Ein Fertibunteee für den EEE-PC mit Xubuntu ist von mir auch schon geplant und wird wahrscheinlich noch dieses Jahr erscheinen, wenn ich genug EEE-Nutzer finde, um mit ihnen eine optimale Paketauswahl ausmachen zu können. Warum Fertibunti bei so vielen Änderungen immer noch bei Version 3 steht: Auf die 4 will ich erst steigen, wenn ich mich endlich dazu aufraffen kann, eine grafische Oberfläche dafür zu schreiben, quasi als Motivation. ;)

Ich glaube, die neue Version und der neue Ableger sind sehr gelungen und können vielen Neueinsteigern helfen, schnell an ein sehr benutzbares Linux-System zu kommen. Übrigens ist Ferti* nicht nur für Einsteiger… Aber ihr lasst euch ja eh nicht belehren. ;)

Fertibunti-Seite
FertiKunti-Seite

Wuala – Revolutionäre P2P-Netzwerkschwarm-Onlinefestplatte

Onlinespeicher ist gerade ein ganz heißes Ding. Durch die fallenden Datenübertragungs- und Speicherungskosten gingen in letzter Zeit einige Onlinespeicherdienste ans Netz. Die bekanntesten Vertreter werden Dropbox, das besonders unter OS X-Nutzern bekannt ist, das GMail Drive und Backupdienste wie Mozy sein. Weitere große sind Microsofts Windows Live-Dienst SkyDrive, Gigabank, sowie MyDrive und das GMX Mediacenter. Doch nun schickt sich ein neuer Mitbewerber an, die ganze Dateispeicherungstechnik im Internet zu revolutionieren: Wuala. [voilà]

Was macht Wuala besser als alle anderen? Schauen wir uns deren Technik an. Hinter jedem der oben genannten Dienste steht ein Unternehmen, das diesen Speicherplatz als Dienstleister auf seinen Servern anbietet. Man hat eine Weboberfläche oder ein Client-Programm, über das man die Dateien mehr oder weniger komfortabel und schnell zu seinem Anbieter hochladt. Der versichert bei einigen dann auch eine mehrfach redundante interne Datensicherung. Wenn man bei den meisten dieser Dienste mehr Speicherplatz nutzen möchte, als man in der kostenlosen Einstiegsversion bekommt, muss man zahlen, logisch, das ist das Geschäftsmodell der Anbieter. Meiner Meinung nach sind die nun allesamt existenzbedroht.

Was macht Wuala nun anders? Erinnern wir uns an das ewige Studienprojekt für ein P2P-Netzwerk der “dritten Generation”, Freenet. (Kontextinfos bei “Filesharing, dritte Generation”). Die erste Generation der von der Medienindustrie verhassten Netze läutete anno 1998 Napster mit der zentralistischen serverbasierten Anfrage bei Napster um Dateien und ein Weiterleiten von diesem auf die lokalen Speicherorte bei den Nutzern ein, in der zweiten Generation wurde dann alles zentralserverlos (Gnutella). Die dritte, zu der auch das Freenet gehört, geht nun so weit, dass die Daten überhaupt nicht mehr auf bestimmten nachvollziehbaren Rechnern liegen, sondern verschlüsselt und mit einem Hash irgendwo redundant verteilt im Netzwerk. Das Netzwerk, zu dessen Rechenwerk jeder Teilnehmer-PC gehört, hat eine Selbsterhaltungsfunktion und kopiert selbstständig Dateifragmente irgendwelcher Dateien auf weitere Rechner. Jeder Nutzer muss auf seiner lokalen Festplatte dem Freenet Speicherplatz zuteilen, den es dann mit fremden, verschlüsselten Daten füllt. Der Einsteller der Daten hat durch Sicherheitsschlüssel immer noch die Möglichkeit, die Dateien etwa offline zu nehmen, dann läuft das wie eine Dominobahn durch die Schwarm-PCs, die Fragmente davon gespeichert haben.

Wuala nutzt genau dieses mächtige dezentrale Grundkonzept von Freenet und erweitert es um echte Dateisystemfunktionalität. Zugegebenermaßen ist Wuala nicht ganz dezentralisiert, aber der Reihe nach.
Ich melde mich mit meinen Benutzerdaten in einer lokal laufenden Java-Applikation, die es für Linux, Mac OS X und Windows gibt, an. Ich komme in einen Dateimanager, in den ich wie ich möchte per Ziehen und Ablegen lokal gespeicherte Dateien in eine noch leere Ordnerhierachie kopieren kann. Dabei spielt die Dateigröße keine Rolle, ich habe aber erst einmal nur ein GByte frei. Will ich das erhöhen, gebe ich Wuala in den Einstellungen beliebig viel Platz auf meiner Festplatte frei, auf dem es Dateien aus dem Netzwerk ablegen darf und erhalte, proportional zu meiner Onlinezeit, im Optimalfall bei 24h täglich, das Gleiche an Speicherplatz im Netzwerk zurück. Bevor ich das kann, muss ich erst die magische, sich langsam errechnende und bestätigende 17%-Onlinezeit erreichen, wenn der Rechner täglich 10h läuft, geht das in weniger als einer Woche.

Lege ich Dateien in Wuala ab, werden sie vom Programm verschlüsselt und ich kann entscheiden, ob sie jeder im Netzwerk sehen und laden darf, nur meine Freude, nur ein bestimmter Freund, oder ob sie privat sind. Je nach dem werden die Schlüssel automatisch im Hintergrund verteilt und eingerichtet. (Mehr Informationen zur Technik gibt es im Golem-Artikel vom November 2007) Da es in Wuala das ganze “soziale” Wischiwaschi à la Freunde und “Gruppen” gibt (aber glücklicherweise keine programminterne Kommunikationsfunktion außer Kommentare auf Dateien), kann man sich wohl denken, dass es da eindeutigen Missbrauch gibt. Mein Freund David (davidak Weblog), der den Unter-18-Filter aus hat, erzählt mir von ganz bösen roten Bereichen mit auch viel illegalem Inhalt… Andere Dateien wie “normale” Filme und Musik scheinen dagegen in Wuala nicht hoch im Kurs zu liegen. Wenn ihr also ernsthaft die interessanten Dateiherunterladevorschläge im “Welt”-Portal nutzen können wollt, empfehle ich ganz klar, den Filter einzuschalten, ansonsten ist Wuala der reinste Sündentempel und für nichts anderes zu gebrauchen.

In diesem “Welt”-Portal stößt man recht häufig vor allem auf ganz interessante Videos (- normale Videos!) und das lässt sich dann fast wie ein Youtube nutzen, aber zum Teil in HD-Qualität. Videos, ein gutes Thema. Wuala bindet sich beim Laufen als Netzwerkfreigabe (auf Linux über NFS) ein, auf die man genau so aus allen Desktopapplikationen heraus Dateien kopieren und verschieben kann. Lasse ich ihn mehrere große fressen, erscheinen sie nach dem Verschlüsseln sofort im Dateisystem und werden vom Wuala-Hintergrundprozess häppchenweise hochgeladen (und meine Freunde werden sogar darauf aufmerksam gemacht!). Das funktioniert so nicht nur mit meinen eigenen Dateien, sondern auch mit denen von Freunden und der “Welt”: Im Mountpoint meines Wuala-Zugangs sehe ich meinen Account nebst denen meiner Freunde als Ordner, öffne ich über den Wuala-Client einen Ordner oder eine Datei eines fremden Benutzers, wird dieser kurzzeitig im Mountpoint neben meinen Freunden angezeigt.
So ähnlich kann man sich dann auch vorstellen, wie es läuft, wenn ich ein Video über den Wuala-Client von irgendwoher starte: Nach kurzem Puffern (auf je mehr Rechnern die Datei liegt, desto schneller wird sie zu mir dezentral übertragen) läuft es an und ich kann darin, als läge es lokal, im Ablauf springen. Sehr, sehr geil. Wenn ich sehe, dass der Benutzer im gleichen Ordner noch andere Dateien hat, die mir gefallen, dann lade ich sie herunter (dabei werden sie entschlüsselt auf eine normale Festplattenpartition gelegt und ich kann alles damit tun), oder gleich den ganzen Ordner! Es ist eine neue, es grämt mich es zu sagen, soziale Art des Filesharing!

Jede in Wuala gespeicherte Datei und jeder Ordner bekommt eine eindeutige URL, etwa hier der Link auf mein Nutzerkonto: http://wua.la/frumble
An der Stelle wird es jetzt echt übelst geil, denn heute, am 14. August, startet Wuala die Public Beta – bisher lief alles unter einer Closed Alpha und man brauchte eine Einladung und in diesem Zuge geht auch die neue “Weboberfläche” an den Start. Das heißt, dass nun jeder, egal ob er Wuala installiert hat oder nicht und ob er einen Account hat oder nicht, aus dem Web Wuala-Links anklicken kann und die Dateien und Ordner sichten und laden! Ermöglicht wird das durch einen Java “Web-Start”, endlich bekommt eine Java-Installation wieder einen Sinn. ;) Das Teil wird das Web rocken, denn jetzt kann jeder beliebig große Dateien anderen verfügbar machen! Das wird Blogs, Chats, E-Mail, ja, vielleicht sogar die bestehenden Videoportale erobern!

Dabei möchte Wuala natürlich einerseits möglichst kein Warez-Club werden und keine Probleme mit der Industrie bekommen, aber auf der anderen Seite natürlich die Nutzer halten. Es gibt eine Möglichkeit, “problematischen Inhalt” zu melden. Wer das bei allem, was er sieht, tut, den würde ich fast schon als Spaßverderber einordnen, es machen wohl auch nicht so viele und selbst die Entwickler kommentieren Dateien, bei denen klar sein sollte, dass sie ohne Recht auf Wuala liegen. Ich weiß nicht, wie die schweizerische Gesetzeslage da aussieht, ob die erst etwas löschen müssen, wenn sie darauf hingewiesen werden, oder präemptiv wie in Deutschland für alle Urheberrechtsverstoße haften.

Wuala ist noch nicht so stabil, wie man es sich erhofft. Die Linux-Version hält mittlerweile schon viel aus, blubbert aber öfter noch bei zu viel Transfer gleichzeitig ab. Das wird schon, mehr Kummer macht mir, dass es noch keine 64-Bit-Version gibt, so, dass ich es mit viel Gefrickel über Java32 laufen lassen muss. Die Mac-Version scheint noch buggyer zu sein und die Windows-Version nach meinen Informationen die beste. Um den Entwicklern zu helfen, kann man sehr einfach einen Bugreport auf getsatisfaction stellen. Ich und Freunde haben schon mehrere gemacht und fast ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen, in mehreren Fällen waren die Probleme im nächsten Update schon behoben.
Analog zu den klassischen Onlinefestplatten lässt sich auch bei Wuala noch Extraspeicher kaufen. Das geht los bei 10 GByte für 25€ und endet bei einem TByte für 1000€ im Jahr. Ich nehme an, dann schalten sie selber entsprechend große Festplatten zum Schwarm dazu. Eine weitere Einnahmequelle der Entwickler sind die “Werbeposter” von Amazon, die bei “Welt”-Suchen rechts in einem niedlichen Randstreifen angezeigt werden.

Ich prognostiziere, dass irgendwann ein reiferes Freenet Wuala ablösen wird, denn Wuala ist proprietär und proprietäre Dinge mögen sich zwar lange halten können, aber werden, das zeigt uns die Geschichte, auf früh oder spät durch die Marktwirtschaft, Nutzerwünsche und der dynamischeren, offenen Entwicklung von anderem, von offenen Technologien verdrängt. Was das verhindern könnte, wäre dass der Quellcode veröffentlicht wird – auch der serverseitige. Überlegungen gibt es schon dazu, aber auch ich stimme dem Vorentscheid zu, dass es noch zu früh dafür ist, die Software sollte erst noch weiter reifen.

In den letzten Wochen war Wuala täglich immer ein begeisterndes Gesprächsthema unter meinen Freunden. Die Updates, das was da gerade passiert und seine neuen Möglichkeiten sind enorm faszinierend. Ich möchte den schweizer Entwicklern aufrichtig meine Hochachtung für diesen Geniestreich darbringen und euch zu eurer Arbeit gratulieren! Ihr werdet wahrscheinlich sehr viel Geld damit machen und das Web um ein bisher rein fantistisches Element bereichern! Doch bitte bleibt standhaft und lasst euch nicht von Google, Yahoo! oder Microsoft schlucken, wenn ihr das clever haltet, könnt ihr aus eigenem Antrieb noch gigantisch groß werden.

Wenn Du dich jetzt bei Wuala anmelden willst, dann schreibe doch einen Kommentar, damit ich dir eine Einladung – die Du seit der Beta eigentlich nicht mehr brauchst – schicken kann. Dann bekomme ich ein GByte von denen geschenkt. Wenn Du magst… ;)

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Die gewöhnliche Charakteristik von Geeks

• Sie können alles, aber nichts wirklich gut
• Haben ein Talent dafür, Leute zu aquirieren, die Dinge können, die sie selbst nicht können und diese Leute dann für sich – möglichst unter Vollkontrolle – arbeiten zu lassen
• Soziale Schwächen, weil ihnen die Übung und Erfahrung fehlt, nicht weil sie so sein wollen
• Hohe Intelligenz
• Sind Visionäre
• Sind Sci-Fi-Fans und “leben” ihre Serien
• Leben im Internet
• Haben ein sehr visuelles Denken und oft ein filmisches Gedächtnis für abstrakte und besondere Dinge
• Sind die Benutzerschicht, die Anwendungen von allen am besten ausreizt und am meisten Funktionen beherrscht (das erste was sie in einer neuen Anwendung tun, ist deren Einstellungen durchsehen)
• Kennen keine Zu-Bett-geh-Zeit
• Zeit ist relativ! Und es ist ihnen fast völlig egal, wie lange sie an einem Problem sitzen
• Können sich stundenlang ohne Pause konzentrieren
• Sind absolut nachrichtengeil
• Verkraften es mental, stundenlang Nachrichten und Blogs zu lesen
• Sind äußerst lernbereit
• Sind perfekte Problemverwalter und -Löser (wenn auch mangels codenahem Wissens meistens nur -Umschiffer)
• Sehen Mainstream-Bewegungen immer etwas kritisch und versuchen, möglichst durch intelligente Neuansätze herauszustechen
• Haben ein Nahrungsdefizit, weil sie nicht daran denken, etwas zu essen, oder zu faul sind, sich etwas zu machen
• “Arbeiten” am liebsten alleine und machen in Arbeitsgruppen so viel wie möglich selbst, denn sie halten sich für unersätzlich und ihren Weg und ihre Methode für die einzig richtige (was sie oft ja auch ist ;) )
• Mit ihrer Feinmotorik in den Händen könnten sie auch gut als Uhrmacher Miniatur-Uhrwerke zusammenbauen
• Sie sind so “dynamisch”, dass sie alle zwei Stunden ihr Hintergrundbild passend zu ihrer Stimmung umstellen
• Sie führen To-Do-Listen mit Zeug, das sie nie tun werden, finden es aber beruhigend, es zumindest mal aufgeschrieben zu haben und nennen das dann GTD (Getting Things Done)
• Ihre GTD-Liste wächst exhorbitant proportional zu dem, was sie davon erledigt haben
• Sind mitunter grauenvolle Perfektionisten
• Wenn sie mal raus kommen, freuen sie sich an jedem kleinen Pflänzchen und finden es großartig
• Werden draußen immer wieder mit dem Kopf darauf gestoßen, dass das, so wie sie denken, zu revolutionär und zu vollkommen, hochdimensional und idealistisch ist für unsere jetzige Welt; ihre Gesetze lassen sich nicht darauf anwenden und das deprimiert sie
• Können auch unter großer Müdigkeit beachtliche Leistungen vollbringen
• Multitasken im Kopf perfekt
• Haben die Fähigkeit, sich Sachverhalte innerhalb kürzester Zeit autodidaktisch beizubringen
• Beschäftigen sich zwanghaft ständig mit Neuem
• Sind verdammt aufmerksam (was ihren rein theoretisch einen Vorteil bei den Frauen einbringen müsste)

Das Witzige ist: Das bringt ihnen in der Schule alles gar nichts! Nicht mal das, was sich so anhört, als wäre es vorteilhaft, weil es durch ihre sozialen Dispositionen radikal in seiner Auslebung behindert wird.

Wer diese Charakteristik nicht abbildet, ist kein Geek, wer sie abbildet, hat gute Chancen, ein Klon von mir zu sein. ;) Aber ich habe wirklich versucht, es so allgemein wie möglich zu halten und es mit Freunden abgeglichen.

yigg it!

Ubuntu-Sticker

Der kleine amerikanische Linux-Komplettsystemhersteller system76 hat Ubuntu-Sticker für PC-Gehäuse gedruckt und verschenkt sie netterweise an die Fans weltweit. Auf der Seite ubuntu.kamerastars.de gibt es Adressen für Deutsche und Schweizer, die mit ihrem Betriebssystem angeben möchten. Schickt man einen vorfrankierten Rückumschlag dorthin, kommen eine Weile später, bei mir waren es anderthalb Monate, die “bestellten” Sticker. “Bestellt” hatte ich vier, gekommen sind gleich 6, auch nicht schlecht.

Macht sich doch gut neben dem anderen Angeb-Sticker, ge? Der war in der Motherboard-Schachtel des neuen Fertig-Rechners meines Bruders, obwohl da auch nur ein X2 verbaut war. Der Rechner im Bild ist meiner. ;) Auf der linken Rechnerseite sitzt auch noch ein schön mittig platzierter Apple-Sticker (die Seite ist an der Stelle nicht perforiert). =)

Spielstand einer PSP durch Ein- und Ausschalten gelöscht?

Eine ernst gemeinte Frage an meine Leser: Kann es sein, dass der komplette Spielstand eines Yu-gI-oh!-Spieles auf der PSP geschreddert wird, wenn:

  1. Ich das Ding im ausgeschaltetem Zustand, wie es war, betrachte, oben die UMD-Klappe öffne, das proprieätere, von Plastik ummantelte Scheibchen ansehe und es wieder einlege
  2. Nach etwas Suchen den “Power”-Knopf finde und ihn nach oben ziehe, bis der Apparat hochfährt, direkt in das Spiel hinein, in ein komisches Auswahlmenü, wo man links ein statisches Bild sieht und rechts einen hässlichen Spiel-Charakter im Mario-Style, der auf einer Art Mahjongg-Feld ganz oben steht und ich ein paar Bewegungstasten drücke, um ihn darauf laufen zu lassen,
  3. ehe ich die Menü-Taste drücke und mich die PSP fragt, ob ich das Spiel beenden wolle, was ich brav mit der O-Taste verneine und wieder zurück ins Spiel komme,
  4. um dann erneut den “Power”-Knopf nach oben zu schieben, um das Gerätchen auszuschalten?

Wie ihr erkennen könnt, habe ich keinen Plan von der PSP, es ist der Computerersatz meines Bruders. Und darum geht es im Tieferen: Er hat geheult und war außer sich, weil ich anscheinend damit seinen Spielstand der letzten vier Wochen gelöscht hätte, tratt um sich und ließ mir die Konsole nicht mehr als 20 Sekunden in der Hand, um mich davon zu überzeugen oder den Fehler zu beheben. Ich glaube, das ist eine fiese Tour von ihm, damit ich ihm seinen neuen Computer, den er nach zweimonatiger Abstinenz, da der alte irreperrable Motherboard-Schäden hatte, schneller mit elterlicher Empfehlung zu richten hätte.
Kommentare sind sehr willkommen.