Archiv für Juli 2008

Frumble 2.0 naht

Da kommt noch was… ;)

Wie ich mir das Radio der Zukunft vorstelle

Durch die Podcast-Folge des CC2 zur Zukunft des Radios bin ich auf ein paar Gedanken gekommen, die ich euch mitteilen will.
Die zwei betagten Interview-Führer (nichts gegen Alter, aber langsam wird mir das zu blöd) hatten Dr. Wolfgang Hagen aus der Leitung des Deutschlandradio Kultur Berlin in ihrem lächerlichen Studio, der anscheinend ein paar festgefahrene Paradigmen vertritt. Ich will hier ein paar Lösungen zu seinen Problemen bieten:

Meine Vision des Zukunfsradios sieht so aus: Das man einfach keinen abrupten Wegfall des UKW bewerkstelligen kann, da da draußen Millionen von Radioempfängern laufen, ist klar. Man sollte einen fließenden Übergang der zwei Übertragungsarten einleiten. Als die neue Übertagungsart sehe ich ganz klar IP, also das Streamen über das Internet. UKW bleibt bis auf meinetwegen erst mal unbestimmte Zeit parallel im Einsatz, aber die neue Technologie sollte richtig und inständig beworben werden.

Dr. Wolfgang Hagens großes Unmöglichkeits-Ding war im Gespräch, dass die einzelnen, vor allem auch kleineren Sender, niemals so viel Geld aufbringen werden können, um hunderttausende Zuhörer gleichzeitig mit dem Stream beliefern zu können. Bei UKW ist das einfacher: Es gibt einen Sender und die Empfänger müssen sich nur das Signal aus der allgegenwärtigen Suppe herausfischen. Doch bei der Übertragung über das Internet muss der Sender-Server ja eigentlich an jeden einzelnen Empfänger den Stream einzeln übertragen, bräuchte also pangalaktische Bandbreiten, vor allem, wenn er größer ist.
Meine Lösung: Machts wie Zattoo – lasst die Empfänger untereinander Peer-2-Peer betreiben. Der Sender-Server verteilt den Stream direkt an ein paar wenige hundert Zuhörer – das schaffen sogar die ollen Webradios – (am Idealsten natürlich an  die, mit dem schnellsten Upstream) und die senden das Signal wiederum wie bei etwa Bittorrent in der Cloud an die nächstbesten anderen Empfänger weiter, die den Stream ihrerseits weiterleiten. Zattoo schafft das mit Video so schon mit einer praktisch unerheblichen Nachhink-Latenz von maximal 10 Sekunden, technisch alles kein Problem. “Zeitkritische” Meldungen, wenn das überhaupt irgendwas im Radio ist, könnten vom Sender mit kurzzeitig erhöhter Bandbreite verteilt werden, so dass die Latenz absinkt. Wenn es Latenzschwankungen gibt, etwa, wenn man als Empfänger plötzlich ein zwei Sekunden schnelleres Signal erhält, kann der Empfänger dynamisch die Wiedergabegeschwindigkeit kurz erhöhen, um wieder aktuell zu sein, auch kein Problem.

Es sollte dabei einen möglichst internationalen Katalog-Knoten geben, der alle Radiostationen benutzbar durchsuchbar macht. Einen – nicht viele, wie bei Suchmaschinen, einen einzigen offiziellen, der von allen Radios zusammen finanziert wird. Darauf kann man dann regionale und thematisch interessante Radios finden und zu einer persönlichen Hör-Liste hinzufügen. Hier wird es spannend, jetzt kommen die neuen Radiogeräte ins Spiel: Diese Hör-Liste wird auf dem Haus-Internetrouter gespeichert, der als zentrales Mediacenter herhällt. Die neuen Radios sind WLAN-Empfänger mit kleinem Touch-Display, auf denen man sich den zu hörenden Sender auswählt. Dieser wird dann vom Router als Stream geöffnet und über WLAN an das Haus-Radio weitergeschickt. Schnuggelig: Die Sender können in Vorbis, AAC, AAC+, Flac, Speex usw. senden, der Router versteht alles (sollte er). Je nach dem, welche Codecs die Hausempfänger unterstützen, können die Signale dann in Echtzeit transcodiert werden. So kann man lange seine einmal gekaufte “Hardware” behalten und muss im Idealfall, wenn der Routerhersteller mitspielt, nur immer Firmware-Updates für diesen einspielen, um alles empfangen zu können. Ab dem Moment, da man sich in einen Stream einklinkt, sendet man diesen auch selber an andere Hörer weiter (das P2P^^).

Die neue Technik mit nun quasi unbegrenzter Bandbreite und macht zum Teil völlig neue Dinge möglich:

  • Die Sender könnten ausgewähltes Programm wie Hörspiele und orchestrale Musiksendungen in Souround ausstrahlen!
  • Anzeige des gespielten Liedtitels und Chronik – möglich wäre auch eine Art Programmzeitschrift, in der man die geplanten Wiedergabelisten der Sender für die nächsten Stunden einsehen kann und sich Stücke vormerken, auf die dann automatisch gesprungen wird, oder die aufgezeichnet werden sollen.
  • “Mehr Informationen”-Knopf auf Radio während Sendungen lässt auf dem eigenen PC die Senderseite mit weiteren Infos öffnen, oder stellt sie in eine Liste mit Sendungsinformationslinks ein, die man dann irgendwann mal abarbeiten kann.
  • Auf den kleinen Bildschirm des Radios könnten Sendungslogos oder Bilder zur Veranschaulichung von Diskussionsthemen angezeigt werden, die aber immer rein optional bleiben, die man nicht ansehen muss, um dem Geschehen weiter folgen zu können.
  • Der Moderator könnte eine A-B-C-Musikabstimmung veranstalten und die Hörer “demokratisch” den nächst zu hörenden Titel wählen lassen.
  • Und noch vieles, noch nie Angedachtes mehr!

Alternativ zu WLAN könnten die Daten im Haus bei fest installierten Empfängern auch gerne über PowerLAN/dLAN über das hausinterne Steckdosennetz übertragen werden, dann hat man schon weniger Elektrosmog. Ein Nachteil bei dieser Router-Geschichte wäre, dass man eben nicht mehr so mobil ist. Das Autoradio ist der Stein der Überlegungen – aber auch das ist lösbar. Hier muss dann einfach die Funktionalität des Routers als Mediacenter eingebaut werden, und mobile Datentarife werden doch wohl auch irgendwann mal erschwinglich sein. Doch wie ich schon sagte, der UKW-Funk bliebe uns noch so oder so eine lange Zeit in Verwendbarkeit und dann verzichtet man halt im Auto auf die Vorzüge der IP-Radiophonie und hört UKW oder seine abonnierten und heruntergeladenen Podcasts.

Was haltet ihr von der Idee, wo sehr ihr noch Problemzonen und was habt ihr noch für Ideen?

Ich sollte mir meine Tag/Nacht-Zeit diesmal besser einteilen

Wieder einmal sind Ferien und wieder stehe ich vor einer kniffligen Aufgabe: Wie soll ich mir die Tag/Nacht-Zeit einteilen?
Fakt ist, dass ich nachts in vielem geistig fitter als tagsüber und mehr philosophisch bin und besser schreiben kann, also vermutlich einfach lockerer. An sich ideal, aber “lernen” kann ich besser am Tag, also Nachrichten lesen, neues Zeug ausprobieren etc; da bin ich akademischer drauf. Wenn ich jetzt clever wäre, würde ich es mir so einteilen, dass ich genug Zeit für beides hab, aber ich bin’s ja nicht und lasse mich zu gern von meinem Belieben treiben und das heißt wie so immer: Lange aufbleiben, mit kranken Leuten chatten [nicht mit dem unter dem Link], kranke Blogs lesen.
Daraus resultierendes Zweifach-Problem: Ich habe, weil ich später aufstehe, weniger Zeit für die “ernsten Dinge” und werde dabei zum Vollblut-Nachtmensch, der schließlich gar nichts mehr bei Tage vor hat, sich keine Ziele setzt und noch seltener als sonst schon raus kommt.

Irgendwie muss und will ich die Choose diese Sommerferien anders auf die Reihe bekommen, das muss doch machbar sein. Und, ähem… Fällt mir gerade auf – ich könnte eigentlich auch mal was anderes machen, als vor’m PC zu sitzen. Tja, alles langweilig. ;) Die Welt da draußen ist scheiße, aber hat ne geile Grafik…
Nach jeden Ferien seh ich die anderen aus der Klasse erholt wieder zurück, ich bin meistens dann total fertig von dem, was ich mental getan hab. Die anderen entspannen in den Ferien, ich lebe geistig auf… Hat Vor- und Nachteile. Ein ganz wuchtiger Nachteil ist, dass ich dann zu Schuljahresbeginn nicht so powern kann, wie die anderen, die sich über die Ferien ihren Kopf geleert haben und was weiß ich nicht alles für Abwechslung hatten, die sie zwar geistig nicht forderte, die sie dann aber ganz leistungsbringgeil macht, wenn sich in der Schule wieder was regt, weil sie ja so lange aus eigener Entscheidung “unterfordert” waren.
Ja, dem Punkt mit dem Entspannen darf ich wohl auch keine zu unwichtige Position in meinem selbstgesteckten Projekt “Transfer” einräumen, an dem ich in der Ausarbeitung bin; – wie übertrage ich mein Interesse, meine Arbeitsbereitschaft und meinen Ehrgeiz vom Computer auf die Schule? Ein spannendes und für mich sehr wichtiges Thema, denn an der Intelligenz scheitert’s sicher nicht. Wenn mir das gelingen sollte, werden sich ein paar nervige Leute vorsehen müssen…

10 Gründe, warum ich ein Mädchen sein müsste

  1. Ich multitaske im Schnitt mit 10 Programmen gleichzeitig, kann also mehrere Dinge parallel denken.
  2. Ich ergründe und verstehe meine tiefsten Gefühle und kann sie in Worte fassen.
  3. Ich schreibe Gedichte.
  4. Ich bin Vielleser (wenn auch „nur“ Feeds).
  5. Ich verwalte To-Do-Listen.
  6. Ich halte Versprechen ein.
  7. Ich habe eine unumstößliche Grundmoral.
  8. Ich habe ein ausgeprägtes Ästhetikempfinden.
  9. Ich mache mir Gedanken über mich und die Welt.
  10. Ich find Pornos abstoßend.

Dem gegenüber steht aber immer noch:

  1. Meine Schrift ist hässlich.
  2. Ich bin Fantast und Visionär.
  3. Ich will immer das Neueste haben (Programmversionen *hö*).
  4. Ich find Mädchen attraktiver als Jungen.
  5. Ich verurteile „Geschwätz“ und Lästereien.
  6. Ich halte meine Gefühle unter Kontrolle.
  7. Ich bringe heroisch fest vorgenommene Dinge zu Ende, fast egal, wie schwer sie sich noch erweisen.
  8. Ich liebe das Gefühl, über anderen zu stehen.
  9. Ich muss mich ständig mit anderen vergleichen und mich selber beweisen.
  10. Ich will die Weltherrschaft. *HARRHARR*

*gg* – Ein paar Gedanken…

Domain-Umzug und neuer Feed

Nach über einem Monat Pause geht es jetzt hier weiter. Ich habe ein gigantisches privates “Projekt” bis zu einer entscheidenden grundlegenden Phase abgeschlossen und kann jetzt erst mal wieder klarer denken.
Auch wenn hier keine neuen Beiträge erschienen, hab ich doch einiges im Hintergrund getan: Nach Jahren der Unsicherheit, ob es sich überhaupt lohnt, und in Ermanglung eines prägnanten pfiffigen Namens habe ich mir endlich eine Domain zugelegt: www.frumble.de! Und ich bin stolz darauf und überrascht, so was tolles kurzes und markantes noch bekommen zu haben. Die Domain hab ich direkt über Pytal geordert und kostet mich nun 6€ im Jahr + die 1€ pro Monat Werbefreiheit, das ist noch gut im Rahmen.

Ich bitte nun alle Leser, den Feed umzustellen in: http://www.frumble.de/blog/feed

Ah ja, der Tumblelog bleibt vorerst noch auf der alten Domain, ich habe Probleme mit der Inbetriebnahme der neuen “Chyrp”-Tumbleblog-Software und warte da noch auf die Final nach den aktuellen Betas. Wenn ich den dann auch hier mit der alten Datenbank zum Laufen bekomme, wird auch er umgestellt und ihr dann über ihn ebenfalls über eine Feed-Änderung benachrichtigt.

Damit meine alten winux.pytalhost.de/blog/*-Seiten erreichbar bleiben, setze ich eine .htaccess ein:

Options +FollowSymLinks
RewriteEngine on
RewriteRule (.*) http://www.frumble.de/blog/$1 [R=301,L]

Danke an Tim! Und auch Nico möchte ich danken, der mir bei vielen hässlichen Umzugsproblemen mit der MySQL-Datenbank und WordPress half!