Frumble201

Nach langatmigen E-Mail-Verhandlungen mit den Jungs vom Weekend-Trash-Podcast, konnte ich sie davon überzeugen, einen eigenen Feed, nur für ihre Hörspiele einzurichten und dort schon ihren neuesten Geniestreich, von der restlichen Sendung losgelöst, hochzuladen. Quasi exklusiv kann ich ich Euch hier die Datei als erster anbieten. :D (Da es sich für Frumble201 nicht lohnt, wenn ich auch noch einen Flash-Player als Plugin einbinden würde, gibt’s das jetzt halt mal nicht zum Sofortanhören wie auf Podcast-Blogs gewöhnt.)

In der zwölfminütigen Auseinandersetzung wird auf vergnügliche Weise stilistisch zwischen der Sendung mit der Maus und Löwenzahn auf die drei wichtigsten Betriebssysteme eingegangen.
Los geht es mit dem Windows-Benutzer Jens-Uwe, der an einem sehr gut belüfteten Rechner… Ja, was macht man denn bei Unreal Tournament? “Was, öhm. Man Tööötääät! Töötäään! Wer kännt denn das nicht – SPIELEEN?”

Weiter geht es mit dem Mac-Nutzer John Doh, der den Apple-Produktkatalog der letzten fünf Jahre in echt sein Eigen nennt, und einen “pimped hybrid car in trendy wide”.
[...] Der John Doh, der macht meistens Screencasts, denn da gibt’s die meisten Programme für. Und die lädt er dann mit seinen Podcasts, Video-Podcasts und ganz vielen hippen, trenden Videos auf .Mac hoch; da zahl er für 100$ im Jahr, und freut sich einen feuchten Keks. Hier John Doh, hast nen Keks. Und bei .Mac, können sich die ganzen anderen Leute, die so im Internet unterwegs sind, das gaaanz langsam runterladen.

Und Linux:
[...] Das heißt, man kann sich das jederzeit kostenlos aus dem Internet herunterladen, nur nicht mit dem Internet Explorer; obwohl, das geht auch, aber der stürzt dann ab und dann ist alles weg. Also vielleicht mit dem Firefox.

Eine Erklärung, was denn Open Source ist, darf natürlich auch nicht fehlen:
[...] Das heißt, jeder kann sich mal so ein Programm für Linux angucken und dann kann er einfach mal das verbessern, was er findet, was nicht so gut ist. Natürlich muss er davon auch Ahnung haben, aber das muss man bei Linux eigentlich so wie so.

[...] Das Problem bei wabbeligen Fenstern ist: Mit denen kann man sich so richtig toll seinen Computer kaputt machen. Einmal einen falschen Schalter gedrückt, schon ist alles weg. Naja gut, auf jeden Fall für lebende Menschen, für nichtlebende Menschen, für die ist das egal, denn die arbeiten ja immer noch auf der Konsole, und finden das ganz toll. Da programmieren sie z.B. Treiber, oder lustige Effekte, die man auf den Desktop schalten kann. Nur haben die leider wenig Ahnung, wie man das so machen kann, dass es andere Leute verstehen. Aber dafür wird es immer besser.

Weiter geht es mit einem Überblick, wie man auf den Systemen jeweils Programme installiert:
[...] So, jetzt hatte der Windows-User einen Bluescreen. “Blue” heißt blau und “Screen” heißt Bildschirm. Ein blauer Bildschirm. Das kommt immer, wenn der Windows-PC sich sagt: “Ich stürz jetzt mal ab, und zwar komplett.” Dann steht da so ein toller Fehlercode drauf, den kann man dann im Internet suchen und dann findet man meistens – NICHTS. Mit dem Fehlercode, da können übrigens nur Nichtmenschen was mit anfangen. Und die, die sind bei Windows auch ganz toll aufgeschmissen, weil die, die können auch die Windows-Konsole nicht benutzen, denn die funktioniert zwar, aber die kann nix.

[...] Und wenn man mal ein Programm braucht, was jetzt nicht in der Paketverwaltung drin ist, dann sucht man sich einfach einen Nichtmenschen, und der bastelt das dann mit der Konsole zusammen. Fertig.

Das abschließende Fazit ist auch ein Brüller:
[...] Alle Νichtmenschen, oder die, die gerne mal was ausprobieren wollen, die sollten Ubuntu oder Linux nehmen. Die hippen Kids und die ganz tollen Neureichen, die nehmen einen Mac. Und alle, die so bisschen… Zocker sind, oder einfach kein Geld haben, oder einfach kein Qualitätsbewusstsein, die nehmen Windows. Oder, weil sie Solitär spielen wollen.

Das ist doch wirklich endgeil, oder? Und man könnte fast meinen, sie wollen mir gefallen, weil ich mal einen Kommentar auf ihrem Blog geschrieben habe, sie sollten doch auch mal Linux in ihrer Sendung erwähnen. Rausgekommen ist fast eine kleine Gehirnwäsche, die auf die absurden Besonderheiten der Betriebssysteme aufmerksam macht, das verdient meinen allergrößten Respekt, ich hätte einen so guten Gesamteindruck und solche Umsetzungsideen nie gehabt. Schaut doch mal beim Weekend-Trash vorbei, hört ein paar Folgen und abonniert sie, die könnten die nächste Dingolstadt Comedyshow werden!

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