Während ich heute intensiv Harry Potter 7 zu Ende hörte (ich bin mit einer Hörspanne von zwei Monaten dabei wohl der Langsamste auf dem Planeten) hatte ich viel Zeit, mich wieder einmal innigst mit meiner Musikbibliothek und meinem iPod zu beschäftigen. Doch noch ein ganz heißer Insider zu Harry Potter: Ich kann euch zwitschern, dass er doch nicht stirbt.
Ein Problem, das ich bisher immer mit meiner Musikbibliothek hatte war, dass sehr viele meiner Stücke in Ogg Vorbis sind und ich auch neue CDs eher in dieses Format als in ein anderes rippe, weil mir seine Freiheit zusagt und die Qualität besser als bei MP3 bei gleicher Dateigröße ist. AAC ist ganz nett, aber nicht frei und mir ist auch insgesamt das Frauenhofer Institut wegen seiner Lizenzpolitik unsympathisch. Aufwendige Hörspiele in heruntergerechnetem Souround-Klang kommen gar noch ins verlustfreie FLAC-Format.
Das ist so lange prima, wie ich die Musik und Hörspiele nur auf meinem PC abspielen will, sollte auch nichts ausmachen, er hat hier die beste Tonanlage. Mein alter i.Beat classico FM kann mit vielen Abstürzen mit Ogg Vorbis umgehen, den habe ich aber bis für Audio-Aufnahmen ausgemustert und nutze nur noch meinen iPod nano G3 mit 8 GB, der sich seit der libgpod 0.6 auch von Linux aus beschreiben lässt.
Der iPod akzeptiert nur MP3, AAC, WAV, und diverse Apple-eigene (Kopierschutz-)Formate, ist also sehr unbrauchbar, wenn es um das Abspielen von Ogg Vorbis geht. Auch Rockbox oder iPod Linux lassen sich auf den G3 wegen einer verschlüsselten Firmware und neuer Hardware, für die es anscheinend noch keinen Compiler gibt, nicht installieren, ich bin also auf Gedeih und Verderb der Apple-Firmware ausgeliefert und meine Ogg Vorbis-Dateien mussten bisher im wahrsten Sinne des Wortes “zu Hause” bleiben.
Aber jetzt habe ich eine kleine fantastische Funktion in AmaroK entdeckt: Es kann nicht kompatible Dateien “on-the-Fly” während einer Übertragung auf einen iPod oder ein anderes mobiles Abspielgerät in MP3 konvertieren, diese MP3s übertragen und nach der Übertragung vom Computer gleich wieder löschen! So bleibe ich meinen Prinzipien treu, auf freie Software und Standards zu setzen und kann trotzdem meine Musik auf dem iPod hören! Natürlich unstimmig, dann überhaupt einen iPod zu kaufen, aber von der Benutzerfreundlichkeit, dem Design und den Features sind die schlicht die besten. Bis auf den Ton vielleicht, naja, da stinken sie doch gegenüber der Konkurrenz stark ab, aber der ist noch gut hinnehmbar und meine Sennheiser CX 500 federn das ein bisschen ab.
So funktioniert’s: In AmaroKs Einstellungen auf “Media-Player” klicken und rechts neben dem aufgelisteten mobilen Abspielgerät (es muss angesteckt sein) auf das Zahnradsymbol gehen. Dann einfach “Vor der Übertragung umwandeln” aktivieren und darunter den Knopf “Umwandlung in das vom Player bevorzugte Format (mp3) – Nur wenn nötig” und je nach Gedüngen darunter noch “Umgewandelte Dateien nach der Übertragung entfernen”. Damit das dann auch funktioniert, muss das Paket “soundkonverter” und unter Umständen noch “vorbis-tools” installiert sein (hat bei mir ohne funktioniert). Vermutlich muss man dann erst einmal SoundKonverter starten und einrichten, das weiß ich nicht mehr, weil ich es schon davor installiert hatte und dann werden in Zukunft ganz unbemerkt von einem und “objektorientiert” unpassende Dateien in Ogg Vorbis oder FLAC während der gewohnten Übertragung aus AmaroK heraus auf das mobile Abspielgerät in MP3s mit anscheinend variabler Bitrate zwischen 160 und 180 kb/s konvertiert. Das dauert eine Weile, vom Fortschritt kann man sich ja aber über die Systemüberwachung, respektive das Systemmonitor-Applet überzeugen. Bei der Konvertierung werden nicht nur die Vorbis-Tags in ID3-Tags übernommen, sondern sogar die in AmaroK eingestellten Cover in die MP3s geschrieben (da AmaroK aus Lizenzgründen – hallo FHI! – im restlichen Programm keine Cover in MP3s schreiben kann, und man sich bei schon auf dem Computer als MP3s gespeicherten Stücken die Cover als cover.jpg in das Albenverzeichnis legen muss, obwohl die ID3-Tags das, anders als leider der Ogg-Container, bei dem man das immer so machen muss, unterstützen, ist das erwähnenswert, weil während der Konvertierung die Cover ja an der einzigen Stelle im Programm offensichtlich in die ID3-Tags geschrieben werden!). Qualität geht also logischerweise verloren und es lässt sich scheinbar auch nicht einstellen, wie viel kb/s die MP3s haben sollen, aber doch kann man so auch unterwegs auf seine ganze Musik zurückgreifen und dafür ist diese Lösung wirklich glänzend!
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16:17 um 2. Mai 2008
Wichtig ist auch, dass man das Skript SoundKonverter unter Extras -> Skript-Verwaltung aktiviert hat.
Benutzt19:20 um 2. Mai 2008
Danke Dir, genau das Problem hatte ich auf Hardy gerade auch.
BenutztUnd man muss wirklich auch mindestens einmal SoundKonverter gestartet haben, damit das Skript in der Liste auftaucht. Dann lässt sich in dessen Einstellungen – ist das auf Hardy neu? – das “Profile for lossy conversion” auf “Very high” stellen, vielleicht macht er dann was über 192 kb/s, mal sehen.
14:14 um 10. Juli 2008
Hi!
Ich hatte gerade auf meinem Debian Etch das Problem dass die automatische Umwandlung nicht klappen wollte.
Danke für die Anleitung, jetzt klappts!!
mfg
Benutzt22:21 um 8. Februar 2009
Danke für den Tipp mit Soundkonverter! Nun klappts auch mit dem iPhone und OGG Dateien
Benutzt19:45 um 13. Februar 2009
[...] G1 mit Linux synchronisieren Denke das ist ne Lösung für Musik aber Kalender und Rest müssen wir auf eine API warten, denke K-Mail und Evolution werden sehr [...]
Benutzt12:47 um 6. Oktober 2009
Moin
für die schule und so… der hat nur 512 kb speicher und ne SD wollt ich eigentlich nicht gleich mitnehmen^^
Benutztdanke für den Tipp – ich wollte mir demnächst wieder ubuntu auf meinem thinkpad installieren:
kann man auch einstellen, dass beim übertragen auf einen bestimmten player das umgewandelt wird in mp3 mit 128 kbps? ich wollte mir meinen alten billig-mp3player nämlich sozusagen als i-pod shuffle benutzen
16:09 um 6. Oktober 2009
Du meinst wohl 512 MB Speicher?
BenutztNein, mir ist leider keine Möglichkeit bekannt, die Bitrate einzustellen. Per Standard macht er meistens zwischen 160 und 180 kb/s.
Überhaupt kann ich dir gerade nicht sagen, ob das noch mit Amarok 2.x geht. Verwende selber auf Ubuntu 9.04 noch Amarok 1.4 aus einem PPA-Repos und will erst mit 9.10 auf Amarok 2.2 umsteigen. Vielleicht geht es mit Amarok 2.x und vielleicht sehr viel bequemer, vielleicht aber auch gar nicht.