Frumble201

Herrliche Dokumentation von 1964:

*ROFL*
Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet hier und hier noch weiterführende Informationen. ;)

Update (ein paar Stunden später): Im Wikipedia-Artikel über die Lemminge wird dieser Film als Auslöser der Legende vom Massenselbstmord der Tierchen geführt und anscheinend ist das Ende des Films gestellt, eigentlich schade… :ugly:

Heute ist ein großer Tag für mich und den Rest der Menschheit, denn heute bekomme ich es endlich hin, meine angehäuften Nachrichtenlinks der letzten Wochen zusammenzufassen. Eigentlich möchte ich ja zu jeder einzelnen einen Artikel schreiben, aber wenn ich mal ein paar Tage nicht dazu komme, werden das in meiner Warteschlange so viele, dass ich bald überhaupt keine Lust mehr habe, irgendwo überhaupt damit anzufangen, sie abzuarbeiten. Die einzige, hier schon bewährte Lösung ist, das in einem Sammelartikel alles los zu werden.

Apple

Haiku

  • Gobe Productive läuft auf Haiku!
  • Apples/KDEs Webseiten-Renderer WebKit compiliert nach der mühsamen Arbeit eines bei Googles Summer of Code-Mitmachenden nun auch auf Haiku und nach weiterem Stress von ihm, gibt es jetzt auch einen ersten grafischen Webbrowser für Haiku, der darauf basiert (Opera 3.62 in seiner uralten BeOS-Version läuft auch schon).
  • Der Entwickler von OOffice, eines nativen OpenOffice-Ports für Haiku, meldet, dass er nun alle bisher unter Haiku noch fehlenden Oberflächen-Widgets nachentwickelt hat, um mit der Entwicklung des Programms beginnen zu können.
  • Das neue Programm BeDock bietet BeOS, ZETA und wahrscheinlich Haiku-Nutzern ein Leopard-ähnliches Dock. Hier gibt es Bildschirmfotos.
  • Von Leszeks PDF-Betriebssystemmagazin Techview ist Ausgabe 4 erschienen (auf der Seite ganz nach unten fahren). Mit dabei sind ein Artikel über Vistas Neuerungen und das Ende von ZETA.
  • Von Leszeks Techview-Videocast ist Folge 2 heraus.

Linux *schluchz* (jetzt rächt sich meine Faulheit…)

Microsoft

Sonstiges

Puh, ich hoffe, ihr könnt damit etwas anfangen. Ich fühle mich jetzt jedenfalls erst mal “erleichtert”. ;)

Für alle Weihnachtsmuffel wie mich gibt es jetzt den ultimativen Film, der einen dazu bringen kann, sich vollends vom Christentum zu verabschieden. Darin geht es um nicht mehr als die Analyse der Sternkonstellationen und beeindruckend wiederholsame Lebensläufe von verschiedenen Personen, von denen nur wenige bekannter wurden und eine Religon aufbauten. Daraus kann man herleiten, dass die entweder alle von Dänikens Außerirdischen gezielt geschickt oder geleitet wurden, um der Menschheit zu helfen, oder dass sich die Römer an einigen alten Mythen bedient haben, etwas Eigenes daraus bastelten und so versuchten, eine neue Machtposition auf einem anderen Pfeiler aufzubauen, was ja auch vorzüglich geglückt ist. Nimmt man den Film gänzlich ernst, so wird einem der doppelte Irrsinn der Kreuzzüge, Inquisition, Hexenverbrennung usw. erst klar und die sich mitschleifenden Leute glauben heute immer noch daran…
Ich bin kein Atheist, ich denke, ich habe durch Esoterikliteratur und ein bisschen Buddhismus verstanden, wie das System wirklich läuft; das ist dann auch kein bloßer “Glauben” mehr, sondern Realitätsbegriff. Aber gut, viel Spaß Euch da draußen und noch ein schönes Weihnachten! :D (Ich hoffe, ich verletze damit keinen. Der eigentliche Film beginnt übrigens erst bei 4:50 min, damit ihr nicht gleich abschaltet. Durch einen Klick auf das Google Video-Emblem unten und “Zu Google Video” kommt ihr zu einer größeren Ansicht, in der sich dann auch über den Pfeil nach unten und “Video glätten” eine bessere Qualität erreichen lässt und ihr in den Vollbildmodus umschalten könnt.)


Die englische Webseite

Der erste Trailer von Pixars neuem Animationsfilm WALL-E ist draußen! Regie führt Andrew Stanton, der Regisseur von Findet Nemo, Pixars bislang größtem Erfolg. Im nun erschienenen ersten längeren Trailer (auf der Seite “Trailer 2″, der erste war offiziell der Teaser) gibt es einen etwas längeren Ausschnitt als im ersten in feinstem H.264 zu bestaunen. Wikipedia weiß zu dem Film aktuell nur, dass der Roboter WALL-E im Weltraum ein neues zu Hause sucht, nach den Trailern zu schließen ist er der letzte verbleibende auf der Erde, der “alles aufräumt”.

Steve Jobs auf einer seiner Produktvorstellungen: “And BOOM! Pretty cool, huh?”Wirklich sehr putzig anzusehen, die zu sehende pixar-eigene proprietäre Animationstechnik hat sich im Vergleich zu Ratatouille auch noch mal beeindruckend verbessert. Wenigstens arbeiten die Pixar-Leute voll auf Linux, IRIX und Solaris, was mich eigentlich verblüfft, da Steve Jobs der heimliche Chef der Firma bleibt (durch den Kauf von Pixar durch Disney im Januar 2006 wurde er sogar größter Disney-Anteilseigner mit 6%!).

Kann mir eigentlich jemand sagen, wie die im Trailer laufende Musik heißt? Ich meine, die habe ich schon einmal vor ihm irgendwo gehört…

Ich könnte wirklich reinschlagen! Ich habe zwei de.vu-Domains bei Nic.de.vu registriert, winlux.de.vu und winluxblog.de.vu. Seit gestern gibt es auf diesen Domains wieder Werbung von Nic.de.vu in Form von einer “Toolbar”, die sich über die darunter ladende Seite platziert. Dieses “Feature” habe ich ausdrücklich in meinen Domain-Einstellungen bei Nic.de.vu ausgeschalten! Der Dienst versucht immer wieder, die Werbung erneut zu aktivieren und hoft, dass nur wenige sie wieder ausschalten. Bisher ging das ja wenigstens noch und ich brachte Verständnis dafür auf, weil die ja auch irgendwie ihre Kosten begleichen müssen, aber nachdem ich jetzt erlebt habe, wie ich schon psychologisch in meinen Nic.de.vu-Domain-Einstellungen genötigt werde (und das nur durch Intelligenz umgehen konnte), mich bei Spamern einzutragen, erreicht das ein neues Level. Da sag ich mir wirklich: Die verdienen mit den anderen armen Schweinen so viel, da brauchen sie mich nicht auch noch! Das ist Gier! Wenn die Werbung nicht sehr bald ausgeschalten wird, steige ich auf eine alternative Domain um – dumm nur, dass ich bis noch vor wenigen Monaten gerne bei meinen Blog-Kommentaren auf anderen Seiten eine meiner de.vu-Domains angab, und de.vu ist, so denke ich, die einzige wirklich bekannte und in Deutschland von der Masse akzeptierte Sublevel-Domain, die Leute können sie sich also gut merken.

Ein neunminütiger Videomitschnitt, wie ich in meinen Nic.de.vu-Einstellungen kämpfe, könnt ihr Euch hier in Ogg Theora herunterladen/streamen. Durch das Heruntersetzen der Qualität sieht das Video zwar nicht mehr ganz so fein aus, ist aber mit seinen 15 MByte relativ klein. Den unwichtigen Ton könnt Ihr während der Wiedergabe abschalten, seine Aufnahme zu deaktivieren, daran habe ich nicht gedacht.

Eine Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Gemeinschaftsseite studiVZ hat unter Datenschützern für Furore gesorgt. Mit dem 16 Seiten langen Dokument spekulieren Datenschützer, dass die Änderung studiVZ 2008 erlauben wird, ganz offiziell Nutzerdaten und Personenprofile an Werbekunden zu verkaufen, so, wie es auch schon sein Vorbild Facebook in den USA macht (und es gibt übrigens Belege dafür, dass studiVZ ein geleaktes Facebook ist). Dem widersprechen zwar die Gründer und erklären, dass die Änderung studiVZ nur erlauben werde, nutzerspezifische Werbung auf den eigenen Seiten einzublenden (Werbebanner, E-Mail-Werbung direkt von studiVZ etc.), doch ist es so weit hergeholt, dass das studiVZ nicht schon lange im Hintergrund abwickelt? Immerhin verdient Facebook einen großen Anteil (genaue Zahlen sind mir nicht bekannt) nur am Verkauf der Nutzerdaten, das sind z.B. E-Mail-Adresse, Telefon- und Handynummer, Alter, Hobbys, Interessen, Geschlecht usw., halt allem, was man in seinem Profil hinterlegt hat.

Sicherlich, der Dienst möchte und muss Geld verdienen, der eingeschlagene Weg ist die denkbare Konsequenz aus seinem Geschäftsmodell und momentan, wenn der Datenschutz so strikt eingehalten wie versprochen wird, auch noch tragbar, doch so etwas würde ich nie nutzen (abgesehen von GMail, naja…). Wichtig zu erwähnen ist auch, dass schuelerVZ zu studiVZ gehört, man sich also denken kann, dass die Änderung auch dort bald eingeführt wird und damit werden dann nicht nur Erwachsene, sondern auch gleich eine große Anzahl unbedarfter Kinder und Jugendlicher mit der Änderung belangt, welche die auf der Seite auftauchende Meldung zur Absegnung der AGB-Änderung für sich, ohne sie gelesen zu haben, einfach mal bestätigen werden. Timon vom Z!-Pod schlägt vor, als Option einzuführen, dass man für seine Privatsphäre zahlt, ganz akzeptabel (wird aber auch keiner von denen machen, die eh keine Ahnung von den Risiken ihres Dienstes haben, somit zwar als Option sehr gut, aber das ganze bleibt “ungerecht”). Weiter schlägt er vor, in der Schule Aufklärungsunterricht zur Privatsphäre und Vertragsabschluss einzuführen, fände ich sehr gut. Ebenfalls hörenswert zum Thema ist eine schon ältere Z!-Pod-Episode, in der der Start von schuelerVZ diskutiert wird (in der Folge bei 12:50 min), erster Kommentar von Matthias nach der Überschrift: “Um Gottes Willen!” Da schließe ich mich ihm an.

Schlimm und bedenklich ist auch, dass meine Aufklärungsarbeit in der Schule auf keine Resonanz bei meinen Mitschülern stößt und nicht ernst genommen wird. Das kann ich mir einfach nicht erklären…

Genauere Informationen zu dem Geschehen gibt es bei der PC-WELT, einer zweiten Nachricht der PC-WELT, bei Welt.de und Spiegel Online.

DivX verschenkt auf unbestimmte Zeit und in einer unbestimmten Anzahl Lizenzen für die “Pro”-Version seines Codec-Paketes, mit der man zusätzlich zu der kostenlos erhältlichen nicht nur DivX-Filme ansehen kann, sondern auch encodieren. Die Software kostet normal 20€. Um an den Lizenzschlüssel für die Windows-Version zu kommen, geht man auf diese Seite und lädt den Installer runter. Im Setup gibt man einfach seine E-Mail-Adresse ein und bekommt den Lizenzschlüssel zugeschickt. Für die OS X-Version des Paketes klickt man auf obiger Seite auf den Link “Mac”, gibt dort seine E-Mail-Adresse ein und erhält ebenfalls gleich den Lizenzschlüssel per E-Mail.
Ich weiß nicht, ob der Windows- und OS X-Schlüssel verschieden sind, wenn nicht, kann man ja einfach mal die Mac-Version auf der Seite anfordern und erhält den Schlüssel für irgendwann mal zugeschickt, vielleicht lässt sich der Encoder ja mal brauchen. ;)

Wer diesen Blog schon länger liest, weiß vielleicht, dass ich ein Fan von Ogg Theora bin, einem freien und noch in der Entwicklung befindlichen Video-Codec, der schon wirklich gute Qualität und Leistung liefert. Danach kommt für mich unangefochten H.264 in Frage, wenn ich etwas encodiere. Auch, dass es immer noch keinen stabilen DivX-Encoder für Linux gibt, nervt.

Der WinLux-blog mal ganz oben in Google!

Eigentlich nutze ich ja nur Yahoo!, aber als ich vorhin durch meine Referrer des Blogs durchgefahren bin, habe ich was Unglaubliches gefunden: Der WinLux-Blog ist auf Platz eins für die Suchbegriffe “Der Goldene Kompass Filmkritik” und “goldener Kompass Filmkritik“, bei nur “Der Goldene Kompass” sogar auf Seite vier! Unglaublich! Vielleicht hat dazu auch beigetragen, dass ich für den Artikel bisher schon 14 Yigg.de-Stimmen bekam und damit sogar auf der Startseite von yigg.de landete! Danke Leute!

Pünktlich zum zweiten Advent habe ich nun Mac OS X Leopard (eigentlich: OSx86) voll eingerichtet bekommen:

OSx86 10.5 Leopard auf meinem “PC”

Quartz Extreme funktioniert (FrontRow, Time Machine!) und eigentlich alle Programme, nur iTunes stürzt noch regelmäßig ab, wenn ich mehr als eine Datei in die Bibliothek importieren möchte. Und leider, leider kann ich a) mit den derzeit verfügbaren Treibern für NForce 430-Chipsätze nur lesend auf meine SATA2-Festplatte zugreifen (Leopard läuft auf der ersten) und leider, leider läuft der eh schon verbuggte Ext3-Treiber nicht mehr in Leopard, so, dass ich nicht mal meine Dateien auf der neuen Festplatte lesen kann. Ich hoffe, das ändert sich bald, wenn nicht kaufe ich Mitte 2008 ein neues Motherboard. Die Hardware: AMD Athlon64 X2 5200+ EE, GeForce 7650 GS, Abit NF-M2-Motherboard.

Bis alles lief habe ich nun doch einige Stunden geopfert, aber nur, weil ich wenig Systeminternals von Darwin, dem Kern von Mac OS X, wusste und viel in Foren fragen musste. Bald kommt übrigens eine sehr viel benutzerfreundlichere OSx86-Distri heraus, bei der man auch nicht so viel selber cracken muss, wie bei der von mir verwendeten Distri. Natürlich sollte man in jedem Fall eine Lizenz von Mac OS X Leopard besitzen.

Da mich der Trailer sehr antat, war ich heute im Kino im Goldenen Kompass.
Auch wegen dem guten Trailer lieh ich mir vor kurzem erst das Hörbuch aus der Bücherei aus (ja, ich bin lesefaul, wenn auch nur bei Büchern, wie man mit diesem Blog erahnen könnte).

Bei der Geschichte geht es um Lyra, die in einer parallelen Dimension lebt, in der die Seelen der Menschen außerkörplich in Gestalt von Tieren leben. Das Magisterium, das Pendant zur katholischen Kirche (das Imperium wurde unter Johannes Calvin aufgebaut, der den Hauptsitz auch gleich nach Genf verlegt hat, sehr süß), hat in dieser Welt quasi die Staatsgewalt und bekommt mit, dass es auch noch andere Welten gibt, in denen es herrschen könnte. Gleichzeitig sieht es einen Weg, alles Übel von den zukünftigen Generationen fernzuhalten, indem es Kindern, deren Tier-Dæmonen sich noch bis zu ihrer Pubertät frei in andere Arten verwandeln können, medizinisch davor bewahrt, in dem es ihre Dæmonen, die mit ihnen unsichtbar verwunden sind und sich nur wenige Meter von ihnen entfernen können, vom Körper trennt. Damit nämlich würde der Fluss von “STAUB” daran gehindert, in den Körper einzudringen. Dieser Staub ist ein nichtatomarer Feinstoff, der aus dem Weltraum in den Dæmon und dann den Menschen fließt, sobald die Menschen in die Pubertät kommen und, so zumindest hat es im ersten Buch den Anschein, dieser Staub ist schlecht.

Das Magisterium experimentiert also lustig mit gekidnappten Kindern im hohen Norden, weil da die Staubkonzentration am Höchsten ist. Layra, die als Waisenkind in Oxford lebt (und dort in allerlei nicht ganz altersgemäßen Wissenschaften von ihren Professoren unterrichtet wird, wie Metaphysik, Molekularphysik etc., im Buch ist das köstlich) verspricht einem Spielfreund, wenn ihn die “Gobbler” holten, aufzubrechen, um ihn zurückzuholen. Die Gobbler sind die Mitglieder der General-Oblations-Behörde, die die Kinderversuche macht. Der Rektor von Oxford gibt ihr einen goldenen Kompass, der die Wahrheit sagt, ein Alethiometer, das nur sie ohne Lexikon verstehen kann – ohne Erklärung, warum er es ihr nun gibt. Dann nimmt eine charmante, kluge und gutaussehende Mrs. Coulter Layra zu sich und will mit ihr in den Norden fahren, aber diese Dame hat ein düsteres Geheimnis…

Im Norden macht Layra Bekanntschaft mit einem kampfgeilen Eisbären, bringt ihn aus einer misslichen Lage und bekommt dafür seinen Schutz bei ihrer Mission, bei der sie mittlerweile große Unterstützung von fliegenden, ebenfalls kampflüsternen Hexen und Eltern entführter Kinder genießt…

So viel zum Buch.
Im Film werden gleich zu Beginn eine Menge im Buch bis kurz vorm Ende offener Fragen beantwortet, ich frage mich, ob da überhaupt jemand so schnell im Mitdenken mitkommt und natürlich nimmt das viel mögliche Spannung weg. Die wird dann wieder über die diversen Kampfszenen aufgebaut. Visuell sind die astrein, der Film ist mit seinem Budget von 180 Mio. auch der bisher teuerste von New Line Cinema (wir erinnern uns: Die machten auch die Herr der Ringe-Trilogie!). Nur dachte ich mir, hätte man mehr Dialoge, mehr Charakterbildung und Erlebnisse in den Film bringen sollen, und anstelle diese Dinge zu streichen, bei den Kämpfen mal etwas auszulassen. Layra ist genau so wie in den Büchern (mal von den im Original blonden Haaren abgesehen), wenn ich sie mir auch etwas hübscher vorgestellt hätte. :D Sie schaut fast ständig verdrießlich drein. Das Hübschsein trifft aber eindeutig auf Mrs. Coulter, hier manifestiert durch Nicole Kidman zu. Der blonde Bond, Daniel Craig, darf Layras handlungsentscheidenden Onkel Lord Asriel spielen. Trailer vom Goldenen Kompass in der 1080p-Auflösung auf meinem 1280×1024px-Monitor ;)
Von den (vermutlich London zeigenden) Städteaufnahmen der anderen Dimension war ich sehr beeindruckt und hoffte, möglichst viel davon zu sehen, kam aber nur relativ kurz was, Schade. Die Filmmusik hat kein Leitmotiv und ist nur Gedudel nebenher, was auch wieder mögliche Spannung nimmt (ich höre viel Filmmusik, deshalb erlaube ich mir hier, ein so klares Urteil abzugeben). Filmen wie Harry Potter und dem Herrn der Ringe ist es gelungen, eine eigene Ästhetik aufzubauen. Im Goldenen Kompass gibt es viel Bemühungen darum, auch eine zu finden, aber bis auf die in der Dimension verwendete Technologie, Architektur und Kleidung bringt der Film nicht viel rüber. Vor allem nerven die vielen Szenen, in denen in den Kompass hereingefahren wird und man goldenen “Staub” und Bilder daraus erkennt. Das erinnert an einen ohnmächtigen Matrix-Traum und ist mit der Unschärfe wirklich nicht schön.
Das Handlungsmuster und die Gründe dafür werden einem, für einen eigentlichen Kinderfilm, nicht einfach zu verstehen gemacht. Eine langsamere und stückweise Einführung darin, wie schon oben angesprochen, täten dem Film gut. Es sind auch zu viele Nebenszenen gestrichen worden, klar, man muss auf die angestrebte Laufzeit kommen, aber es ist schade, damit wird die Faszination der anderen Dimension genommen. Auch seltsam ist das plötzliche Erscheinen einer der Hexe Serafina Pekkala im Film und wie sie sich dar gibt, fast schon stolz und erhaben, obwohl sie im Buch auch eindeutig unsicher ist. Sehr merkwürdig ist der Schluss: Er ist doppelt abgeschnitten: War schon das Ende des ersten der drei Bücher eine Aufforderung zum Kauf des zweiten, so ist der Schluss des Filmes da, wo im ersten Buch das Finale vorbereitet wird. Zumindest eine Stelle aus dem späteren Finale ist übernommen worden: Layra klettert über eine instabile Eisbrücke über einer unabsehbar tiefen Schlucht, die dabei einbricht, herüber zum Gobbler-Sitz. Sehr sinnvoll, wenn man sich überlegt, dass da viele Leute wohnen und die immer über diese instabile Brücke klettern müssen. Ich nehme an, man schnitt den Film neu zusammen (im Trailer sind noch Szenen des Finales!) und nahm die Brückenszene als Zwischenspannung an diese Stelle. Beim Ende bin ich wirklich sehr verwundert über die Dummheit der Filmmacher: Alles krumm gelegene ist wieder gut und dann fliegen die Helden mit einem filmstilischen Zepelin zu Onkel Asriel, während zumindest Mrs. Coulter schon mal andeutet, sie verfolgen zu wollen. Hm, Moment, da war noch mal was im Trailer, was im Film nicht vorkam: Layra fällt aus der Gondel herab – gehört insgesamt auch an eine ganz andere Stelle der Geschichte (wo sie über das Eisbären-Reich zu Asriel fliegen und Lyra auf diesem Wege zum Eisbärenkönig gebracht wird)). Ich hörte ein paar Reihen vor mir im Kino eine Frauenstimme fassungslos “Hä?!” schreien, als der Filmtitel nach dem Ausblenden wiederholt wurde. So macht man sich keine guten Hören-Sagen-Kritiker. Auf das im Norden liegende neue Haus von Onkel Asriel habe ich mich übrigens schon gefreut gehabt. Die bei Filmbeginn eingeführte Erzählerin, der Dæmon von Onkel Asriel, kommt überraschend im weitern Filmverlauf nie mehr vor.

Fazit: Der Goldene Kompass ist ein Film, bei dem schon vieles richtig gemacht wurde und so war, wie ich es mir vorstellte, aber bei dem in der Konzeption die Action mehr als die Geschichte zählt. Der Soundtrack ist mies und man wird regelrecht auf die erzwungene Ästhetik mit dem unschönen Staub gedrückt. Die Schauspieler machen ihren Teil alle hervorragend, es gibt aber zu wenig Charakterbildung. Kindisch wirkt der Film nicht, sogar sehr anspruchsvoll, da man schnell Zusammenhänge begreifen muss. Das Buch muss man nicht gelesen haben, um ihn zu verstehen, es ist in Deutschland auch relativ unbekannt, aber in England meines Wissens sogar Pflichtschullektüre. Bei den vielen Kämpfen ist der Film mit Sicherheit nichts für jüngere Kinder, die Alterseinstufung auf FSK12 gibt der amerikanischen mit 13 Jahren sogar etwas nach (was das deutsche Einstufungssystem erfordert) und man sollte wirklich nicht mit Jüngeren in diesen Film, sie würden ihn eh nicht verstehen. Ob der zweite und dritte Teil auch noch verfilmt werden, hängt übrigens nur von den Besucherzahlen des Ersten ab und diese Zahl, dezidiert durch die wohl schlecht darauf zu sprechende, da mit dem Ende unzufriedene Hören-Sagen-Kritikerschaft, würde mich dann doch interessieren. Hier hat New Line Cinema Seppuku betrieben.

Nachtrag vom 10.12.2007: Auf welt.de gibt es einen sehr interessanten Artikel über die Zensur der Kirchenkritik in dem Film und im Wikipedia-Artikel zum Goldenen Kompass findet man noch mehr Abweichungen vom Film zum Buch, die mir beim Schreiben nicht unmittelbar eingefallen sind, oder die mir nicht auffielen. ;)

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