Die neuen iPods unter Linux befüllen
Nachdem die neuen iPods nicht mit Linux-Systemen zusammenarbeiteten, weil Apple die Art der Datenbankverschlüsselung geändert hat, gab es doch relativ schnell einen Hack und jetzt ist die neue Version der libgpod (0.6) freigegeben, die Unterstützung für den iPod Nano G3, Classic G6, und Touch (den vorerst nur lesend) bringt. Ich habe dann in einigen wilden Stunden versucht, das bei mir zum Laufen zu bringen, bin aber bis zu diesem Wiki-Eintrag bei Ubuntuusers daran gescheitert. Die Diskussion zum Artikel ist noch im regen Gange, und es werden noch Problemlösungen evaluiert.
Mein neuer Nano G3 lässt sich damit nun sehr gut bespielen. Noch nicht probiert habe ich, unter Linux Fotos oder Videos zu übertragen, soll beides auch noch nicht richtig laufen, also mache ich das weiter über iTunes auf OSx86. Aber meine Musik kann ich nun bequem aus Amarok heraus auf das Gerät überspielen und bekomme die meisten Cover angezeigt.
Noch Tipps von mir: Amarok kann bei mir den iPod zwar “trennen”, aber nicht aushängen, dafür brauche ich Nautilus (Rechtsklick auf den iPod, “Auswerfen” und ja bis zur Sie-können-das-Gerät-jetzt-trennen-Meldung abwarten!). Meine meisten Darstellungsprobleme in CoverFlow und den Alben konnte ich lösen, indem ich das Gerät an mein OSx86-iTunes anschloss und abwartete, bis es einen seltsamen Vorgang “Zur ruckelfreien Wiedergabe”, oder so, abgeschlossen hatte. Da fehlt wohl noch irgendein Abschlussprozess in libgpod, aber auch so kann man den iPod nutzen. Möchte man seine (wie bei mir) über den Webbrowser heruntergeladenen Podcasts (Update: Ich mache heute alles über gPodder) in einer separaten Kategorie auf dem iPod verwalten, sollte man sich mal gtkpod(-aac) anschauen. Aber bei diesem Programm gilt es, wie ein Lux aufzupassen, was man klickt, sonst lässt sich binnen Sekunden die iPod-Dateisystemstruktur zerstören, oder der iPod mag einen nicht mehr, weil man ihn nicht sorgfältig erst über gtkpod getrennt hat und ihn erst dann über Nautilus ausgehangen…
Ich denke, dass die reinen Software-/Bibliotheksprobleme mit einem weiteren Update der libgpod behoben werden, jetzt ist es erst einmal toll, dass die Musikbefüllung überhaupt mit den neuen iPods auch unter Linux funktioniert.
Das Windows-iTunes lässt sich übrigens schon mit Linux über wine nutzen, wenn auch mangels wine-USB-Unterstützung daraus noch kein iPod verwaltet werden kann. Daran arbeiten die wine-Entwickler aber auch und so wird man ihn unkompliziert auch in Zukunft unter Linux über iTunes befüllen können; wer’s braucht – da ist mir Amarok in den meisten Fällen doch lieber (zumal das wine-iTunes nicht 100%ig stabil und sehr träge läuft).
Update vom 17. Mai 2008: Ab Ubuntu Hardy Heron 8.04 braucht man keine der Bibliotheken selbstcompilieren, ich glaube, die sind sogar schon vorinstalliert. Trotzdem ist es meines Wissens immer noch erforderlich, diese Firmware-ID mit dem Script schreiben zu lassen. Lest Euch einfach den oben verlinkten Wiki-Artikel durch.

