Archiv für November 2007
TB: Die Kunst des Spickens
30. Nov 2007
Sehr lustiges und und lehrreiches Video zum Thema Spicken in der Schule
:
Mein Kompliment an die Macher! Da werde ich als Kopf-Regisseur doch mal neidisch! Ist sogar noch von 2004 und technisch sehr raffiniert. Auf der Webseite des Films gibt es auch eine HQ-Version zum Herunterladen, eine bestellbare DVD, den Soundtrack im Ogg Vorbis-Format und ein paar Fanartikel, Extras und ein schriftliches Making-of.
“Exposé” offiziell von Microsoft nun auch für Windows
25. Nov 2007
Da komme ich aus Langeweile auf die Microsoft-Seite, klicke gedankenverloren in den neuen Produkten rum und finde – Exposé! Nicht als echte Software zum Kaufen, sondern als Bestandteil eines neuen Maustreibers für die neue “Wireless Entertainment Desktop 8000“-Maus! Geht in die Flash-Produktpräsentation (“Product Tour”) und klickt bei “Innovation” auf das Mausrad. Microsoft nennt die Funktion “Instant Viewer”. Wow. Hätte ich nie gedacht, dass Microsoft das so direkt kopiert, zumal sie ja mit Flip3D in Vista schon etwas Neues in der Richtung brachten (und dafür von aller Welt verspottet wurden).
Natürlich gab es Exposé für Windows auch schon bisher von Drittanbietern, aber halt nicht direkt von Microsoft. Der größte Gag: Im Beispiel in der Flash-Präsentation als Fenster in Instant Viewer hat Microsoft ein iTunes offen.
Prost!
Update vom 27.11.07: Unter Connection → Gadgets button findet sich auch noch eine “Dashboard“-Taste wie in Mac OS X (unter Tiger normal auf F12 gemappt).
fertibunti 3 ist fertig
24. Nov 2007
Ich habe es trotz viel dabei hinderlicher Faulheit doch noch fertig bekommen! Fertibunti 3, das (fast) automatische wichtige-Software-Nachinstallier-Script für Ubuntu 7.10 kann hier heruntergeladen werden!
Angefangen habe ich mit seiner Entwicklung mit Ubuntu 6.06 Dapper Drake, als ich für meine Freunde ein einfaches Software-Nachinstallier-Script benötigte. Der ursprüngliche Name war fertigdapper, aber mir wurde mit Ubuntu 6.10 Edgy Eft klar, dass ich einen neuen Namen dafür brauchte. Fertibunti 3 hat die 3 im Namen, weil ich im Laufe seiner Entwicklung mehrmals die Code-Grundlage entscheidend veränderte und das aktuelle Gutsy Gibbon-fertibunti auf der dritten Code-Generation basiert.
Eine ausführliche Anleitung zu fertibunti gibt es auf der oben verlinkten Seite. Vor dem eigentlichen Nachinstallieren werden übrigens erst einmal zusätzliche Paketserver eingerichtet.
TB: Umstieg auf XFS
22. Nov 2007
Heute habe ich eine Neuinstallation von Ubuntu gemacht, weil ich mal wieder mein System bis und über seine äußerste Grenze getrieben hatte. Jetzt zahlte es sich auch aus, dass ich bei der letzten Partitionierung /home auf eine separate Partition auslagerte, so konnte ich es nun über die (alternative, Textinstaller-)CD schon bei der Installation einbinden und habe wieder die gleichen Schreibtischeinstellungen wie zuvor, ohne in Knoppix gefährliche Kopieraktionen starten zu müssen…
Während der Mountpunkteinrichtung kam mir dann die Idee, das System mal in XFS, dem zweitschnellsten Dateisystem nach Reiser4, zu installieren. Noch mit einer Ahnung ganz hinten im Kopf installierte ich dann mit XFS und bekam am Ende der Installation die Aufforderung, für LILO Einstellungen vorzunehmen. LILO ist alte Technik, die ich wirklich nicht will, ich will den modernen GRUB-Bootmanager (der z.B. auch bestimmte Dateisysteme eingeschränkt lesen kann und die Kernel-Einbindung so erheblich erleichtert). Zwar bat mir Ubuntu an, es mit GRUB zu versuchen, warnte aber vor dem dann auch gleich auftretenden Fehler, dass GRUB sehr oft nicht mit XFS zusammenspiele. Dann habe ich knurrend die GParted-Live-CD gestartet, meine neue XFS-Partition gelöscht und dann eine kleine /boot-Partition mit 150 MB in ext2 in den freien Platz gelegt, und danach den Restlichen wieder mit einer XFS-Partition gefüllt. Nach der Installation, dem Update-Einspielen und der Ausführung von meinem Programmnachinstallier-und-Paketquelleneinricht-Script fertibunti habe ich jetzt fast wieder ein System wie zuvor.
Beim Partitionieren wurde ich übrigens auch wieder an meine fast 200 GB große und bisher leere Backup-Partition erinnert… – Die ich schon zuvor in XFS formatiert hatte, aber kein Backup-Programm darauf los ließ. Jetzt kümmerst sich sbackup darum, eine grafische, sehr gute Lösung für Gnome, die automatisch Backups erstellen und löschen kann, wirklich sehr zu empfehlen (wenn den nur endlich mal die Entwicklung des vielversprechenden TimeVault weiterginge, das Time Machine von OS X Leopard für Linux schreiben will!).
Das XFS ist übrigens wirklich deutlich schneller als das antiquierte ext3 und wer den “Aufwand” des Anlegens einer separaten /boot-Partition mit wenigen MB nicht scheut, sollte sich diese kostenlose Tempobeschleunigung nicht entgehen lassen, man braucht für XFS nur etwas mehr RAM (wie ich mit meinen 2 GB *stolz*), ab 1 GB aufwärts ist der Unterschied zu ext3 anscheinend bei vielen spürbar.
Die neuen iPods unter Linux befüllen
21. Nov 2007
Nachdem die neuen iPods nicht mit Linux-Systemen zusammenarbeiteten, weil Apple die Art der Datenbankverschlüsselung geändert hat, gab es doch relativ schnell einen Hack und jetzt ist die neue Version der libgpod (0.6) freigegeben, die Unterstützung für den iPod Nano G3, Classic G6, und Touch (den vorerst nur lesend) bringt. Ich habe dann in einigen wilden Stunden versucht, das bei mir zum Laufen zu bringen, bin aber bis zu diesem Wiki-Eintrag bei Ubuntuusers daran gescheitert. Die Diskussion zum Artikel ist noch im regen Gange, und es werden noch Problemlösungen evaluiert.
Mein neuer Nano G3 lässt sich damit nun sehr gut bespielen. Noch nicht probiert habe ich, unter Linux Fotos oder Videos zu übertragen, soll beides auch noch nicht richtig laufen, also mache ich das weiter über iTunes auf OSx86. Aber meine Musik kann ich nun bequem aus Amarok heraus auf das Gerät überspielen und bekomme die meisten Cover angezeigt.
Noch Tipps von mir: Amarok kann bei mir den iPod zwar “trennen”, aber nicht aushängen, dafür brauche ich Nautilus (Rechtsklick auf den iPod, “Auswerfen” und ja bis zur Sie-können-das-Gerät-jetzt-trennen-Meldung abwarten!). Meine meisten Darstellungsprobleme in CoverFlow und den Alben konnte ich lösen, indem ich das Gerät an mein OSx86-iTunes anschloss und abwartete, bis es einen seltsamen Vorgang “Zur ruckelfreien Wiedergabe”, oder so, abgeschlossen hatte. Da fehlt wohl noch irgendein Abschlussprozess in libgpod, aber auch so kann man den iPod nutzen. Möchte man seine (wie bei mir) über den Webbrowser heruntergeladenen Podcasts (Update: Ich mache heute alles über gPodder) in einer separaten Kategorie auf dem iPod verwalten, sollte man sich mal gtkpod(-aac) anschauen. Aber bei diesem Programm gilt es, wie ein Lux aufzupassen, was man klickt, sonst lässt sich binnen Sekunden die iPod-Dateisystemstruktur zerstören, oder der iPod mag einen nicht mehr, weil man ihn nicht sorgfältig erst über gtkpod getrennt hat und ihn erst dann über Nautilus ausgehangen…
Ich denke, dass die reinen Software-/Bibliotheksprobleme mit einem weiteren Update der libgpod behoben werden, jetzt ist es erst einmal toll, dass die Musikbefüllung überhaupt mit den neuen iPods auch unter Linux funktioniert.
Das Windows-iTunes lässt sich übrigens schon mit Linux über wine nutzen, wenn auch mangels wine-USB-Unterstützung daraus noch kein iPod verwaltet werden kann. Daran arbeiten die wine-Entwickler aber auch und so wird man ihn unkompliziert auch in Zukunft unter Linux über iTunes befüllen können; wer’s braucht – da ist mir Amarok in den meisten Fällen doch lieber (zumal das wine-iTunes nicht 100%ig stabil und sehr träge läuft).
Update vom 17. Mai 2008: Ab Ubuntu Hardy Heron 8.04 braucht man keine der Bibliotheken selbstcompilieren, ich glaube, die sind sogar schon vorinstalliert. Trotzdem ist es meines Wissens immer noch erforderlich, diese Firmware-ID mit dem Script schreiben zu lassen. Lest Euch einfach den oben verlinkten Wiki-Artikel durch.
TB: Der neue (kleine) Browser-Hype um Opera
20. Nov 2007
Wirklich erstaunlich: Da empfehle ich einem Mitschüler aus Verzweiflung, weil er von der Nutzung des Internet Explorer 7 nicht ablassen wollte, weil ihm Firefox zu langsam startet (was für ein Argument!) Opera, und er ist sofort begeistert. Nach zehn Minuten Einführung in die besonderen Funktionen wie Schnellwahl, Seitenleiste, Widgets, sanftes Scrollen und den installierbaren Themen hat er ihn zu seinem Standardbrowser gemacht.
Zwei Tage später habe ich Opera dann einem anderen Freund empfohlen, weil er Probleme mit seinem Firefox hatte und der nun ist so hin und weg von dem Browser, dass er, wirklich ohne meine Aufforderung, in der Klasse starke Werbung für ihn macht. Ich dachte bisher, Opera sei für nicht so versierte Leute eher ein fetter unübersichtlicher Programmklotz, aber gerade die scheinen ihn zu lieben. Jetzt gibt es in meiner Klasse ein paar mehr, die zumindest keinen IE mehr nutzen, als ich von Firefox predigte, ignorierte man mich…
Ich verwende Opera als soliden Zweitbrowser, für einen Standardbrowser reicht er mir nicht, weil er nicht automatisch Werbung blocken kann (die ich ihm nicht als Werbung spezifiziere) und keine Erweiterungsmöglichkeiten hat. Hier gibt es meine Gedanken zur Opera-Entwicklung.
Neue Kategorie: Tagesblog
19. Nov 2007
Ich habe mir überlegt, wie ich den WinLux-Blog interessanter machen könnte und gleich auch mehr Leser bekommen könnte. Dabei fand ich heraus, dass ich eigentlich täglich etwas Seltsames, Witziges, Interessantes oder auch nur was aus meinem Leben gerne bloggen würde, es aber lasse, nicht aus Gründen der Faulheit, sondern, weil es nicht in meinen Blog-Stil passt. Der ist primär, Computernachrichten, die ich für besonders interessant halte, mit meinem Schreibstil und meinen Hintergründen hier rein zuschreiben.
Es gibt jetzt Leute, die ausschließlich das machen, was ich bisher gelassen habe (ich berichtete *höhö*), so weit, ich sag mal sinken, will ich auf keinen Fall. Ich möchte mir nur mehr Möglichkeiten des Darüberschreibens erschließen. So wird es auch weiterhin Artikel in der gewohnten Art geben, aber nun zusätzlich noch welche, in denen ich über ganz andere Themen schreibe. Ich bin am Überlegen, wie ich die kennzeichne, damit sie in Eurem Feed-Reader (oder ein schönes neues Wort von mir: Aboleser) für Euch deutlich gemacht werden.
Eines meiner größten Probleme: Ich möchte Schriftdeutsch sprechen
17. Nov 2007
Eines meiner größten Probleme ist, dass ich im “Real Life” nicht flüssig frei reden kann. Ich stottere nicht, sondern setze mir selber Felsen in den Redefluss, in dem ich so reden möchte, wie ich schreibe. Das kann ich sehr gut und bin stolz darauf, mich so gewählt und exakt ausdrücken zu können. Aber das ist etwas anderes, als zu sprechen: Im Gespräch hat man nicht die Freiheit, mehrere Sekunden über seinen Satzaufbau nachzudenken und dann sich genau zu fragen, was man an welcher Stelle für ein Wort braucht, um sein Denkgefühl für das Auszudrückende am präzisesten den Lesern mitzuteilen. Hört sich jetzt sehr langsam an, ist es aber nicht unbedingt, ich schreibe etwa gleich schnell wie andere.
Wie kommt es dazu, dass ich im Sprechen Probleme habe? Gehen wir ein Weilchen zurück. Schon im Kindergarten wohnten meine Freude (wenige) Kilometer von mir entfernt. Ich konnte also nur, wenn ich meine Faulheit überwund, die zum Spielen erreichen, oder war auf meine Eltern angewiesen. Noch schlimmer wurde es dann auf meiner ersten Grundschule: Ich wohnte unten am Hügel und die Schule und meine Klassenkameraden waren auf ihm. Ein Zu-Fuß-Masch zu denen hätte schon mal eine halbe Stunde gedauert. Zugespitzt hat sich dann meine Situation mit meiner zweiten Grundschule, die in einem Vorort von Reutlingen lag. In dieser Zeit lernte ich, mich gut mit mir selbst zu beschäftigen und damals schaute ich noch Fernsehen. Über die doch relativ guten Sendungen, die ich sah (wir hatten nur Antenne und daher nur ARD, ZDF und SWR) versuchte ich, mich sprachlich weiterzubringen. Ich hatte schon zu Kindergartenzeiten die Affinität, meine Sätze gerne präzise gestalten zu wollen. Ich lehnte Wörter, die mir meine Eltern “anboten” ab und ersetzte sie durch andere, die ich besser geeignet fand, wurde Perfektionist in der Sprache. In diesem Zuge lernte ich auch kein richtiges Schwäbisch, sondern Hochdeutsch, oder eher Schriftdeutsch.
Meine wenige Erfahrung im Umgang mit anderen Kindern brachte mich dann auf dem Gymnasium in eine beinahe soziale Isolation. Mir fehlte das Wissen, wie ich mich unter anderen und mit anderen richtig verhalte, was viele Missverständnisse und weitere Probleme aufwarf. Es war, als ob die anderen mich über die letzten zwei Jahre auf der Grundschule in meiner Entwicklung deutlich überholten.
Aktuell meine ich, das im Groben aufgeholt zu haben. Was jetzt mein Problem ist, ist das versucht-erzwungene Schriftdeutsch mit seinen Tücken beim Sprechen. Ich habe nie richtig gelernt, wie ich mich flopsig und “cool” ausdrücken kann, was, wie ich finde, aktuell doch ziemlich auffällt.
Ein guter Freund spricht gerne in vielen Sparwitzen und Insidern und passt sich an sein Publikum an. Er sagt nichts, was sein Publikum nachdenklich machen oder bewusst provozieren würde. Das ist eine Methode, die gut funktioniert, aber mir ist sie zu “schmutzig”.
Meine Sprechart ist zur Zeit ein ziemliches Problem für mich in der Klasse, denn während wir viele darin haben, die cool sprechen (und dabei die meisten nicht den Ghetto-Stil nutzen), komm ich mir sehr komisch vor. Ich weiß, dass viele dieser Leute, sobald sie eine Tastatur bedienen oder schriftlich arbeiten müssen, mich um Leistungsjahre unterbieten, aber das hilft mir nichts… Aktuell lerne ich am meisten von den Computer-Nachrichtenseiten, die ich lese. Also Golem, Heise, PC-WELT, derStandard…
Ich hoffe, dass sich das in absehbarer Zeit für mich ändert. Eine neue Chance für mich mögen die vielen Podcasts sein, die ich mir mittlerweile begeistert aus Spaß reinziehe.
Ich schreibe diesen Blog-Eintrag, um das endlich mal los zu werden und mein jetziges Empfinden einmal schriftlich für meine kommende Entwicklung zu haben und meinen Blog gleich mal wieder etwas persönlicher zu machen.
Fedora 8 ist fertig und kommt mit neuem Soundserver
9. Nov 2007
Vor zwei Jahren bin ich von Fedora 5 auf Ubuntu umgestiegen, weil es mich mit seinem unreifen Paketmanagement aufgeregt hat und ich nur selten Quellcode fertig-compiliert bekam, wenn ich mir was, was nicht in den Repos war, installieren wollte.
Das neue Fedora 8 sieht wie immer bei Fedora sehr schick aus und kommt etwa mit der gleichen Softwareausstattung wie Ubuntu 7.10 daher, der KDE-”Spin” aber ganz ohne schon fertige Elemente von KDE 4 (“Spins” sind Varianten der Distribution, finde ich sehr gut, so muss man sich nicht neue Namen für eine Distribution mit Xfce oder KDE ausdenken, sondern kann sie einfach Fedora 8 KDE/Xfce-Spin nennen). Was ich aber richtig cool finde, ist der neue von Red Hat entwickelte Soundserver Pulse Audio in Gnome, der als Compiz für Sound gelobt wird und z.B. einen lokalen Audiostream auf einen anderen Rechner umlenken kann. Sehr, sehr cool, hoffentlich kommt das bald auch in andere Distributionen und wird “nativ” in Gnome aufgenommen.
Pulse Audio kann ich vielleicht bald sehr gut gebrauchen, weil ich am Zusammenfrickeln einer Party-Soundlösung für einen Freund bin und da noch große Probleme mit dem Netzwerk-Stream habe. Auch ist jetzt auf meiner neuen 500 GB-SATA2-Platte genug Platz, um wieder mehr als zwei Betriebssysteme (bisher Ubuntu und OSx86 sowie ein paar sehr minimalistische, hauptsächlich virtuelle) zu installieren *stolz*.
Auf Golem findest Du einen ausführlichen Test des neuen Fedora-Systems.
Das Fedora-Projekt ist wie Debian sehr auf Freiheit bedacht und ist die Gemeinschaftsversion von Red Hat Enterprise Linux, wird von Red Hat finanziert und als Testwiese für neue Technologien für RHEL eingesetzt. Red Hat ist eine tolle Firma und beteiligt sich nicht wie Novell, Linspire und Xandros am fiesen Microsoft-Pakt. Fedora gilt als eine der innovativsten Distributionen und andere, wie Ubuntu (das auch Innovationen bringt, aber bei dem sie dem Normalanwender mehr bringen), greifen sie gerne auf. Sehr toll ist auch das für Fedora 7 entwickelte neue Druckermanagement, das einen Drucker beim Anstecken installiert und den richtigen Treiber auswählt. Findet es keinen für den bestimmten Drucker, installiert es einen für ein ähnliches Modell. Das wurde auch schon in Ubuntu übernommen. Dagegen fehlen Fedora Dinge wie der sichere Modus von Ubuntu 7.10, der dem Nutzer auch dann noch die grafische Oberfläche zugänglich macht, wenn die X.org-Konfigurationsdateien Fehler haben.
Aber “trotzdem” ist Fedora eine sehr interessante und qualitativ hohe Distri, die man, wenn man kein Ubuntu oder Debian einsetzen will und mit SUSE liebäugelt, diesem unbedingt vorziehen sollte.
Was ist mit der Auflösungsunabhängigkeit in Leopard passiert?
3. Nov 2007
Leopard sollte, wie von Apple noch Anfangs des Jahres bestätigt, auflösungsunabhängig werden. Das dehnbare Wort steht hier dafür, dass man einen Schreibtisch in sehr hoher Auflösung hat und die GUI-Elemente anstatt entsprechend klein zu werden, skalieren. Das brächte zwar nicht mehr Platz auf dem Bildschirm, aber die GUI wäre klarer. Es ist jetzt November und Leopard ist raus und keiner spricht mehr von der Auflösungsunabhänigkeit. Keiner? Nein, tuaw.com hat sich an das versprochene Feature erinnert.
Im Artikel kommt man zum Schluss, dass das Feature so noch nicht implementiert ist, Apple aber schon sehr viel an den GUI-Elementen verändert hat, um sie besser zu skalieren. Es ist davon auszugehen, dass die “resolution independence” irgendwann als Update oder gar erst mit Leopard+1 implementiert wird, jedenfalls arbeitet Apple hart daran. Denkbar ist auch, dass man das Feature erst mit der nächsten Generation von Bildschirmen (in diesem Fall vermutlich Cinema Displays) einführt, die dann eine noch höhere Auflösung haben und es dem Anwender noch schwer machen würden, einen auflösungsechten Schreibtisch zu bedienen. Auch interessant ist ein Artikel von arstechnica dazu, der mehr noch auf die technischen Details eingeht.
Reaktionen auf meinen Hassblog-Artikel
3. Nov 2007
War ja anzunehmen, dass es Reaktionen auf den Eintrag geben würde, nämlich jetzt da. Ich muss sagen, Er rechtfertigt sich überraschend fair und ohne persönlich zu werden. Auch die zig Kommentare sind sehr putzig, bei den meisten musste ich sogar lachen. Was ich aus den Kommentaren entnehmen konnte: Ich brauche ein ausgefalleneres Design, einen neuen Untertitel und einen neuen Nachnamen.
Das Design ist in der Entwicklung, vor den Sommerferien sah es hier noch um einiges hässlicher aus. Ich mach halt immer wieder mal was dazu, oder verändere was, aber wichtiger als das Design ist mir der Text und deshalb blogge ich lieber, wenn ich Lust habe, mich mit meinem Blog zu beschäftigen, als mich mit dem für mich größtenteils unverständlichen PHP-Code von WordPress auseinanderzusetzen. Den Untertitel fand ich eigentlich ganz passend und “professionell”, doch selbst, wenn sich Sebbis Leser darüber nur amüsieren, weil sie nicht mit mir sympathisieren, soll das jetzt aber trotzdem ein Zeichen und eine Motivation für mich sein, den Text mal zu überdenken…
Schließend zum ordinären Nachnamen: Er gefällt mir auch nicht (hinzu kommt, dass ich Vegetarier bin) und ich plane, baldmöglichst eine Frau mit stilvollerem zu heiraten, um ihn ihr dann zu klauen.
HD-Futter: Der Trailer vom Goldenen Kompass
1. Nov 2007
Ich gehe oft auf Film-Trailer-Seiten und schaue mir die Vorschauen auf kommende Kinofilme an (auch wenn ich nur sehr selten ins Kino gehe). Vor allem die HD-Trailer haben es mir angetan und da habe ich den Leistungsunterschied zwischen meiner alten ZRE (AMD Athlon XP 2400+) und meiner Neuen (AMD Athlon64 X2 5200+ EE) wirklich rausgespürt.
Und ab und zu finde ich einen Trailer, der wirklich visuell und tontechnisch brillant umgesetzt ist und den man immer wieder anschauen möchte. Einer von ihnen ist der Neue für die Verfilmung des Goldenen Kompasses von Philip Pullman, unglaublich faszinierend umgesetzt, solltest Du dir unbedingt mal (natürlich in HD) ansehen, ganz ohne Wertung, ob Du den Film jetzt kindisch oder nicht findest
. Kleiner Tipp: Die 720p-Version ist für 1280x1024px-Auflösungen, sehr schade, dass das auch das Maximum meines Monitors ist, die 1080p-Version läuft bei mir natürlich auch ruckelfrei…
Und auch sehr schade ist, dass wir hier in der Nähe kein HD-Kino haben, so also habe ich mit dem Trailer eine höhere Auflösung daheim als im Kino an der Leinwand mit der analogen Technik…
Ein paar weitere Infos zu Windows 7
1. Nov 2007
Microsoft gibt sich zur Zeit sehr auskunftsfreudig über die Entwicklung von Windows 7, den Vista-Nachfolger, der für 2010-2012 geplant ist. Zu erst wurde stolz der neue Kernel “MinWin” gezeigt, dessen Kern “nur” noch 25 MByte groß sei und nur noch um die 100 Moduldateien umfassen soll.
Eric Traut talks Windows 7 and MinWin from Long Zheng on Vimeo.
Man möchte meinen, dass der Kernel aus dem Microsoft Singularity-Projekt, einem Forschungsprojekt für einen neuen Windows-Kernel stammen würde. Etwas ganz Neues, etwas, das wie der iMac ’98 altlastfrei und innovativ (damals ohne den ADB und serielle Schnittstellen und dafür nur noch mit USB und später auch Firewire) sein würde. Aber nein, Microsoft bekommt diesen Schritt nicht fertig. Stattdessen wird der Kernel nur neu geschrieben und es wird versucht, größtmögliche Abwärtskompatibilität zu gewährleisten.
Das ist einerseits enttäuschend, andererseits macht es mich irgendwie glücklich.
Also wird auch Windows 7 nicht der Linux-Kernel-Killer.


