Archiv für September, 2007
Feature: KWICK! verseucht jetzt auch mobile Geräte
6Meine Fresse: Die Macher der Unterschichtwebseite KWICK! ermöglichen ihren Nutzern jetzt auch mobilen Zugriff auf die famosen KWICK!-Funktionen übers Handy. Jetzt gibt es auf der KWICK!-Webseite einen Artikel zu lesen, in dem die “Redaktion” davon berichtet, dass es schon Razzien bei Schülern gab, die im Unterricht diese Seuche benutzten – konkret heißt es darin: “[...]von überall aus per Handy zu erreichen ist und das auch noch kostenlos als O2 – Kunde wird rund um die Uhr gekwickt, was das Zeug hält. Dabei ist vielen Schülern nicht klar, dass kwicken im Unterricht verboten ist und zum Handyentzug führen kann und das sogar völlig rechtens.[...]” (“Kwicken” schreibt man übrigens groß) Es wird ein Lehrer zitiert, der anscheinend schon ausführlicher mit dem neuen Feature bekannt gemacht wurde und ein paar Mal, gut versteckt im Text (inmitten von Eigenlob), so dass man die eigentliche Mitteilung nicht bewusst wahrnimmt, wird auch für die Kleinsten erklärt, warum man das nicht im Unterricht nutzen soll und wie gefährlich es ist, erwischt zu werden.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Unternehmen Druck von verschiedenen Schulämtern bekam ([...] wird seither von nahezu allen Orten Deutschlands aus rund um die Uhr gekwickt [...]) und handeln musste. Es ist zu erwarten, dass der Artikel allen Mitgliedern mehr oder wenig unauffällig immer mal wieder begegnen wird.
KWICK! ist ein Idiotentreff der Extravaganz, in dem Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sowie vor allem Content als verachtenswert gelten. Seine Nutzer törnen sich am feshen Web 1.X-Auftritt (technologisch) augenscheinlich auch noch richtig an, laden ihre Fotos von Lehrern auf dem Klo und ihrem ganz persönlichen “Schatzü” (natürlich ohne das T) auf Zeit hoch, schreiben dazu einen Text (*hüstel*), oft in Dialekt und nennen den Mix dann Blog. Ich musste mich schon oft in der Schule rechtfertigen oder erklären, was ich für einen Blog schreibe, diese Leute setzen ganz neue Niveau-Maßstäbe (und bei “Bloggen” denkt jeder erst einmal an Portale wie KWICK! und dadurch wird das Medium gerade bei Jugendlichen extrem entwertet und dieses Bild weitergegeben).
Mein Tipp an die Schulämter: Sprengt in einer Nacht- und Nebel-Aktion das Server-Gebäude, auf dem KWICK! gehostet wird und jedes weitere, auf dem seine Backups liegen! Lasst es wie einen Unfall aussehen, mir egal, aber macht was.
Tut mir Leid, wenn ich den Ein- oder Anderen damit beleidigt haben sollte, aber der Zorn musste mal raus.
Avant-window-Navigator bekommt “Stapel”
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Wie ich von da erfahren habe, kann der Avant-window-navigator nun auch “Stapel”, wie das Dock in Mac OS X 10.5 Leopard. Kleine Hintergrundinfo: Der Avant-window-navigator ist ein Dock für Linux, das für seine Animationen einem Composite-Manager benötigt, wie er mit Compiz Fusion schon installiert ist.
Zwar sehen die Stapel noch nicht ganz so gut aus wie in Leopard und es gibt bisher nur die “Grid”-Darstellung (der Stapel ist eine transparente schwarze Box), das Ganze funktioniert bis auf eine sehr miese Performance und Abstürzen bei langen Dateinamen aber schon recht gut.
Auf der AWN-Projektseite gibt es eine schöne Anleitung für die Installation auf Ubuntu 7.04, die ich hier auch noch einmal zusammenfassen möchte:
Diese zwei Zeilen als Apt-Quellen eintragen:
- deb http://download.tuxfamily.org/syzygy42/ feisty avant-window-navigator
- deb-src http://download.tuxfamily.org/syzygy42/ feisty avant-window-navigator
Nachfolgendes ins Terminal eingeben:
- sudo echo 123
- wget http://download.tuxfamily.org/syzygy42/8434D43A.gpg -O- | sudo apt-key add -
- sudo apt-get update
- sudo apt-get upgrade
- sudo apt-get install avant-window-navigator-bzr awn-core-applets-bzr tracker affinity
Danach sollte sich AWN über Anwendungen → Zubehör starten lassen.
Ich habe auch ein zehnminütiges Video gemacht, dass die neue Stapel-Funktion zeigt. Übrigens bevorzuge ich das Gnome-Panel, AWN sieht zwar schick aus, aber er verlangsamt meine Arbeit mit vielen Fenstern deutlich.
Schicker Podcast-Client für Linux
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Ich verwalte meine Podcasts bisher sehr frickelig: Ich schaue alle paar Stunden auf mein Podster-Profil und lade mir dann die Episoden im Webbrowser runter. Das ist so lange OK, wie man täglich, wie ich, vor dem PC sitzt, aber auf Dauer auch schon wirklich nervig. Noch zu Windows-Zeiten habe ich dafür iTunes benutzt, aber es war schon sehr träge und unflexibel. In Linux benutzte ich dann eine Zeit lang IcePodder, aber das sah so hässlich aus und war auch sehr unflexibel und mit einem so konservativen Bedienkonzept, dass ich wie schon gesagt auf die Podster-Seite umgestiegen bin. Jetzt habe ich was Neues gefunden: gPodder. Das Programm startet schnell, gliedert sich hervorragend in Gnome ein, sieht sehr schick aus, lässt sich toll bedienen und bietet alle wichtigen Funktionen, es kann neue Folgen sogar auf einen Musikabspieler kopieren. Startet man eine Datei per Doppelklick bekommt man zu erst die “Shownote” angezeigt und kann dann entweder die Datei wo anders hin kopieren oder gleich im Player seiner Wahl abspielen. Auf der Projekt-Seite gibt es Paket-Links für verschiedene Distributionen, darunter auch Ubuntu.
Ich steige jetzt definitiv von der Podster-Seite auf gPodder um.
Update (ein paar Stunden später):
Ich finde das Programm nach wie vor toll – aber mir ist ein gravierender Mangel aufgefallen: Es zeigt mir in seiner Podcastübersicht links nicht an, wo es was Neues heruntergeladen hat, das ich noch nicht angehört habe. Das lässt sich nur umgehen, wenn man in den Einstellungen nicht aktiviert, dass es automatisch seine Podcasts aktualisieren soll, dann wird in der Übersichtsseite bei einem Podcast, der gerade eine neue Folge veröffentlicht hat eine 1 angezeigt und man kann die neue Folge, wenn man manuell auf Download klickt, so herunterladen (und weiß ja dann, dass es in diesem Podcast eine neue Folge gibt).
Update vom 14. März 2008:
Mit den neuen Versionen wurde der Mangel mit dem gespielt/nichtgespielt beseitigt und die Oberfläche attraktiver gemacht. Ich nutze jetzt doch gPodder und es ist sehr nett zu bedienen.
Designarbeiten haben begonnen
0Ich habe jetzt zusammen mit Nico die Designarbeiten am WinLux-Blog begonnen. Erschreckt euch also nicht, wenn in der Zeit bis zu ihrer Fertigstellung, Teile des Blogs potthässlich aussehen.
Wie man schon jetzt an der Spotlight-Suche oben rechts sieht, kommen ein paar Aqua-Elemente in das Design mit rein. Aber auch von Haiku und Gnome werde ich mir noch bisschen was holen. ihr seht es ja dann. Schreibt bitte auch immer, wenn ihr was Neues (fertig aussehendes) sehr, wie es euch gefällt.
Gnome-Knöpfe in Firefox
9Wow, was ich da gefunden habe: Der normale Linux-Firefox hat sehr eckige Webseitenknöpfe (z.B. das “Suchen” auf Google). Mit einem kleinen CSS-Hack lassen sich alle Knöpfe im Gnome-Thema anzeigen:
wget http://mikesubuntu.googlepages.com/firefox_widgets_2.7.tar.bz2
tar -xf firefox_widgets_2.7.tar.bz2
cd firefox_widgets_2.7
sudo ./install
Wenn Du Firefox benutzt, musst Du dann nur noch 1 und einmal ENTER drücken. Benutzt Du Swiftweasel, dann musst Du erst 3, ENTER eingeben und dann /usr/local/swiftweasel eingeben/reinkopieren und mit ENTER bestätigen. Darauf gib dann 1 und ein weiteres mal ENTER ein.
Vorher und nachher (Bilder sind von obiger Seite kopiert): 

Sie kommen: Freie AMD-Graka-Treiber!
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Seit Jahren versucht die Gemeinschaft ,die großen Grafikkartenhersteller davon zu überzeugen, vollständige Spezifikationen ihrer Hardware an die freien Entwickler auszuhändigen, damit diese stabile freie Treiber entwickeln können. Nvidia macht das nicht, dafür sind seine Linuxtreiber auch wirklich OK. AMD machte es bislang nicht, die fglrx-Treiber für Linux von AMD waren aber auch nicht gut, sie waren horrende Prozent (bis zu 80) langsamer als die Windows-Treiber und dazu noch verflixt instabil und verbuggt. Aber es gab wenigstens bisher schon einen freien AMD-Graka-Treiber “radeon”, der auch 3D (auch vielen Chips, nicht auf allen) konnte. Einen freier Nvidia-Treiber (“niveau”, oder so was) gibt es erst seit kurzem und er kann auch noch viel zu wenig 3D-Befehle, als dass man ihn als ernste Alternative zum Nvidia-Treiber einsetzen könnte. Seit 2006 gibt es immer wieder Gerüchte, ATi wolle seinen Linux-Treiber öffnen, als es dann von AMD aufgekauft wurde, war man auch sehr optimistisch, weil AMD allgemein sehr pro-Linux eingestellt ist. Es gab neue Gerüchte, offizielle Dementierungen von AMD und auf einer Red Hat-Entwicklerkonferenz im Mai 2007 gab es dann doch eine schüchterne Ankündigung, man denke über freie Treiber nach…
So viel zu Hintergrundgeschichte. Am 6. September beim »Linux Kernel Summit« in Cambridge konkretisierte AMD seine Absichten nun tatsächlich: Man möchte seine GPU-Architektur öffnen, damit es leichter wird, freie Treiber zu entwickeln, und man wird der Gemeinschaft ein Grundgerüst für einen freien funktionsfähigen Treiber bereitstellen, der bisher schon mal 2D kann, 3D soll Ende des Jahres folgen, den die Gemeinschaft aufgreifen kann und anhand der GPU-Spezifikationen weiterentwickeln können wird. (Quelle)
Die zweite erfreuliche Nachricht vom 6. September ist, dass AMD dem fglrx-Treiber Version 8.41, der noch im September erscheinen wird, zu großen Teilen neu geschrieben hat, um seine Leistung zu verbessern und ihn stabiler zu bekommen. Die Leistungssteigerungen sollen je nach Karte um 50 – 90% liegen – das ist großartig, nun ist der Linux-Treiber so schnell wie der Windows-Treiber. Und auch sehr, sehr löblich und erlösend, es endlich zu hören ist, dass der fglrx-Treiber Version 8.42 (der Nachfolgetreiber des 8.41 *höhö*) endlich AIGLX können wird. Damit bekommen auch AMD-Graka-Besitzer nun schnellere und problemfreiere Desktop-Effekte. Bisher waren sie auf XGL angewiesen, was AIGLX um Längen unterlegen ist (z.B. hat man in einer XGL-Sitzung nur noch die 3D-Effekte, hardwarebeschleunigte 3D-Grafik für etwa ein Spiel, das man in so einer Sitzung startet, gibt es nicht und die Befehle werden mit Mesa auf der ZRE berechnet. (Quelle)
Meine nächste Grafikkarte wird wieder eine von AMD.

