Frumble201

Es kommt langsam echt was ins Rollen. Nun will auch HP Rechner mit vorinstalliertem Linux verkaufen. Die Firma ist sich in der Marktfähigkeit dieser Bundelung aber wohl nicht ganz sicher und möchte erst einmal nur in Australien die neuen Linux-Rechner verkaufen. Warum Australien, das verstehe ich zwar nicht, sie hätten ja auch “was kleines europäisches” als Testland nehmen können, aber HP denkt sich sicher was dabei. Als Distribution hat sich HP glücklicherweise nicht wie Lenovo für SUSE, sondern für Red Hat Enterprise Linux 5 entschieden. Leider ist diese Distribution schon sehr betagt und kommt mit Gnome 2.16, Firefox 2.0, OpenOffice.org 2.0.4 und Evolution 2.8 daher. Über die Update-Funktionalität lassen sich vermutlich die Anwendungen auf eine fast-aktuelle Version bringen, aber die HP-Linuxrechner-Käufer werden weiter mit Gnome 2.16 leben müssen. Für die Systeme wird Red Hat eine dreistufige technische Unterstützung anbieten, was das auch immer heißt.

Als Hardware wird der dx2250 herhalten, eine sehr hässliche Kiste, die mehr Ähnlichkeiten mit einem Server, als mit einem Schreibtisch-Rechner hat. Seine Leistung lässt sich von einem AMD Sempron 3000+, bis zu eher zum Server-Gehäuse passendem AMD Athlon64 X2 5600+ konfigurieren. RAM kann man von HP bis zu 2 GB einsetzen lassen, die Festplatte kann maximal mit 250 GB bestellt werden. Mit dem integrierten AMD X300-Grafikchip müssen die Käufer auch nicht auf (selbst nachinstalliertes) Compiz Fusion verzichten. Der Preis des Rechners ist mit umgerechnet 362€ PC-vom-Band-und-Markenhersteller-typisch mit der langsamen Sempron-ZRE und der schwächsten Ausstattung sehr hoch. Mein Selbstbau-PC mit Athlon64 X2 5200+ EE, GeForce 7650 GS, sowie bequiet!-Netzteil, 1 GB RAM, super Motherboard mit HD-Sound und lüfterlosen Abwärmestangen und tollem Arctic Cooling-ZRE-Lüfter (Festplatte und Gehäuse benutze ich vorerst weiter) hat mich nur etwas über 400€ gekostet.

Es ist sehr schön, dass nun auch HP Linux-Rechner verkauft, aber sie sollten noch dringenst am Aussehen des Rechners und Preis arbeiten. Apropos Aussehen: Bisher gibt es von HP nur den Schreibtisch-Rechner mit Linux. Ein Notebook wäre zusätzlich sehr wünschenswert. Auch kundenfreundlich wäre noch die alternative Auswahl von Ubuntu als vorinstalliertes System, auch Canonical bietet kommerziellen Support an, den HP in Anspruch nehmen könnte.


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