Euch wird sicher aufgefallen sein, dass ich seit Schulbeginn am 10. September wieder viel weniger als sonst geschrieben habe. Das lag daran, dass ich mehr Stress hatte, unausgeschlafener war und mich erst wieder an die Schule und daran, dass zwei gute Freunde aus meiner Klasse nun auf einer anderen Schule sind, gewöhnen musste.
Trotzdem habe ich natürlich meine Newsletter und RSS- und Atom-Feeds fleißig gelesen und mir in einem wunderschönen Lesezeichenordner “für Artikel” schön in Kategorien die wichtigsten Nachrichten hinterlegt… Ich bringe sie Euch nun in absoluter Kurzform, weil ich bei dieser Menge nicht mehr im Stande bin, sie Euch anders abzuarbeiten:
Haiku
Firewire-Treiber entwickelt und Samba 3.10 auf Haiku portiert
Entwicklung der Haiku- und BeOS-Treiber für Nvidia GeForce-Grafikkarten geht weiter
QNX Neutrino-Kernel jetzt frei
Das hat in so fern mit Haiku zu tun, dass einige Entwickler mit dem NewOS-Kernel von Haiku (einem Klon des original BeOS-Kernel von einem ehemaligen Be-Entwickler) nicht zufrieden waren und vorschlugen, QNX Software Systems zu bitten, ihnen eine freie Version des QNX-Kernels zu schenken, damit sie unabhänig des eigentlichen Haiku-Projekts (quasi als Branch) diesen zum Haiku-Kernel machen und die Systemsoftware anpassen. Die Freigabe des Quellcodes kam jetzt offensichtlich nicht wegen den paar Haiku-Leuten zu Stande, aber jetzt stehen ihnen alle Möglichkeiten offen.
Die lange Geschichte des Haiku-Logos
TuneTracker – die teuerste BeOS-Software aller Zeiten
TuneTracker ist eine Studiolösung für Radios und läuft nur auf BeOS. Es gibt die Software in einer Basic- und einer Command Center-Version zu 200, respektive 700$ zu kaufen. Wer keinen BeOS-kompatiblen Rechner hat, kann sich auch gleich das 1300-2850$-teure Bundle mit BeOS-Workstation mitkaufen. Damit scheint die Firma auch gleich der letzte BeOS-Hardwarehersteller zu sein. Besonders in den USA scheinen sehr viele Radio-Stationen die Software zu nutzen, wie man über eine Google Earth-Datei die es auf der Homepage zum Download gibt, sehen kann.
Microsoft
Windows-Klon ReactOS 0.3.3 erschienen
Wie Golem berichtet, bietet die neue Version verbesserte Windows-Treiber-Kompatibilität, bessere Unterstützung für Windows Server 2003-Programme, bessere Stabilität und ein Programm, mit dem sich automatisch Programme, die garantiert auf ReactOS laufen, herunterladen und installieren lassen.
ReactOS ist ein echter Windows-Klon und hat auch einen windows-ähnlichen Kernel. Die Oberfläche sieht nach Windows 2000 aus. Die ReactOS-Entwickler arbeiten eng mit den Wine-Entwicklern, also den Leuten der Windows-Emulationsschicht für Linux zusammen und biten so akzeptable Programmunterstützung. Aber Achtung: ReactOS bleibt nach wie vor im Alpha-Stadium!
Linux
Golem-Artikel zu KDE 4 Beta 2 mit netten Bildschirmfotos
AMDs offene Chipspezifikationen werden wirklich “offen” und nicht unter NDA sein
Erste freie und ersten neu geschriebene proprietäre AMD-Treiber draußen
Nettes Interview mit Mark Shuttleworth gefunden (Video)
Nickles Linux-Report
Der vor wenigen Monaten noch linuxfeindliche Michael Nickles, bekannt durch seine PC-Reports mit deftiger Ausdrucksweise, hat die Seiten gewechselt. In seinem Linux-Report stellt er klar, dass er selbst noch ein Anfänger ist, aber hilft dem Leser trotzdem über viele harte Hürden, richtet 3D-Desktops ein und erklärt einige Treiberinstallationen. “Die Zeit ist reif”, sagt er selber und das finde ich großartig: Einer der größten Windows-Verfechterautoren im deutschen Raum sieht die Zeit für Linux gekommen. Auch der Standard lobt das Buch.
Trottel bei Cnet will, dass Linux das Geek-OS bleibt
Trottel beim Wall Street Journal rät Anwendern von Linux ab
Hintergrund: Der Type ist ein Freund von Steve Jobs und will natürlich kein drittes Betriebssystem zwischen Mac OS X und Windows.
Sonstiges
Standard für virtuelle Maschinen vorgestellt
Es soll einmal möglich sein, eine virtuelle Maschine in VMware, Xen und Microsoft VirtualPC gleich gut starten und konfigurieren zu können; – hoffentlich macht da Innotek mit seinem VirtualBox auch noch mit.
Einen “XO”-Laptop für jeden Volksschüler in Österreich
Österreich möchte den “100$-Laptop” an seinen Volksschulen ausprobieren – das MUSS schief gehen (zumal man schon herausgefunden hat, dass die afrikanischen Kinder ihre XO-Laptops gerne zur Porno-Suche verwenden).
European Telecom Standards Institute (ETSI) schlägt SUCHFUNKTION über Netztidentitätem vor
Unglaublich, unbedingt lesen!