Frumble201

Die Desktopumgebung étoilé ist in Version 0.2 erschienen. Étoilé ist eine Zusammenstellung von GNUstep-Software in Form eines Linuxdesktops. GNUstep ist eine Nachbildung von OPENSTEP/NeXTStep für Linux mit ein paar Erweiterungen in Richtung Cocoa. OPENSTEP und NeXTStep sind wiederum die technischen Vorgänger des modernen Mac OS (X). Apple kaufte NeXT auf, weil sein eigenes Betriebssystem technisch überholt war und baute OPENSTEP grafisch so weit um, bis es wie Mac OS 9 aussah (daraus wurde Rhapsody, was aber nie verkauft wurde) und gab der OPENSTEP-Oberfläche mit Aqua ein neues Aussehen.

Was ich jetzt sehr faszinierend finde, ist, dass étoilé nun auffällig arg Mac OS X (mit Aqua) ähnelt. Entweder ist es nur kopfloses Kopieren der Entwickler oder aber, ja, vielleicht gibt es für die *Step-Oberflächen eine vorbestimmte Evolution…
Wie philosophisch. ;) Aber schaut euch mal die Bilder von étoilé an, ich finde das Phänomen sehr interessant.

Übrigens kann man étoilé noch nicht ohne Weiteres benutzen, das soll also eine Warnung für die sein, die es jetzt gleich live bestaunen möchten. Lasst es lieber sein, wenn ihr nicht viel Zeit übrig habt. ;)

Heute möchte ich mal wieder ein paar alte Nachrichten aufarbeiten:

Das Erfreulichste zu erst: “Vasper” hat CUPS auf BeOS R5 portiert!
CUPS wurde schon einmal von YellowTAB auf ZETA portiert, doch gab es davon keine offenen Quellen. Wenn CUPS dann auch auch BeOS richtig arbeitet, kann man es in Haiku integrieren. Noch ist der Port noch nicht vollständig.

Dell will bessere ATi-/AMD-Treiber

Dell hat an AMD appelliert, sie sollen ihre Linuxtreiber verbessern, man würde gerne auch Linuxsysteme mit AMD-Grafikkarten verkaufen, der aktuelle Stand der AMD-Treiber ließe dies aber nicht zu. Trotzdem sei aber auch der Nvidia-Treiber eine Herausforderung bei der Erstellung einer Plattform.
Ich meine, dass unter ATi die Linuxtreiberentwicklung fast bis zum Ende nur stiefmütterlich behandelt wurde, AMD strengt sich wirklich an, bessere Linux-Treiber herauszubringen, aber sie müssen erst einmal die Versäumnisse von ATi aufholen, bis sie konkurrenzfähig zum Nvidia-Linuxtreiber werden.

Linux-Treiber laufen im Userspace

Lest am besten den Golem-Artikel, der erklärt es kurz und prägnant.
Mit dieser Methode bekommt Linux ein weites Stück Mikrokernel: Benutzer können Treiber installieren und anpassen. Ich finde das einen großen Schritt dahin, dass auch der Standardbenutzer ohne Extrawissen Treiber installieren kann. Vermutlich wird es ein paar Standard-Interrupt-Schleusen geben, die die meisten Funktionen der allgemeineren Treiber abdecken werden, so dass man nur noch selten ein Kernelmodul einzurichten haben wird.

Bildschirmfoto von Gnome mit der Auflösung 640×480Es ist wirklich nur übelst, an was die Jungs von Compiz Fusion aktuell basteln. Sehr euch diese Seite und das YouTube-Video darauf an. Geiler geht’s ja nicht mehr. – Doch. Sicher. Das denken wir uns nämlich jedes Mal.

Alt+TAB als “CoverFlow”-Darstellung, fliegende Fenster wie in Mac OS X 10.5 Leopard mit Core Animation und ein Aquariumwürfel sind im aktuellen Entwicklerbericht^^ die Highlights.

Hut ab vor den Entwicklern, ihr seid wirklich die Größten!

Lest das am besten selber bei Golem.

Ich finde das Konzept ziemlich krank und habe das Gefühl, dass man krampfartig an eigener alter Innovation (der Taskleiste von Windows 95) festhält, aber bei Linux und Mac OS X sieht, dass es auch raffinierter geht. Und genau da gibt Microsoft nun dem Druck der Hardwarehersteller nach und baut noch eine platzfressende Sidebar zusätzlich in Windows ein, was die Anwender zu einem größteren Bildschirm (mit höherer Auflösung) zwingen wird.

Die Clipping-Sidebar finde ich auch, nachdem, was ich auf den Patentbildern so sehe, sehr umständlich. Man wird sehen, wie es aufgenommen wird. Vermutlich dann 2014 mit Windows (Codename) 7/Vienna/Blackcomb…

Apropos Blackcomb: Microsoft hatte 2001 schon ein Konzept für eine Sidebar, die auch die Task-Leiste ablösten sollte und obendrauf sogar noch innovativ war!

Heute zwei Apple-Nachrichten auf einmal:

Das australische Magazin APC erhielt von Apples Anwälten die Aufforderung, eigene Bilder und Texte zu Mac OS X 10.5 Leopard von seiner Seite zu nehmen. Die Entwicklerversion sei streng vertraulich zu behandeln und ein Vertrag mit jedem Leopard-Besitzer regle die Vereinbarung, keine Informationen weiter zu geben. Das Magazin rechtfertigt sich damit, selbst kein Entwickler zu sein *höhö*, hat aber dennoch zumindest die Bilder von seiner Seite genommen. Das reichte den Anwälten nicht:”APC hat sich einer Veruntreuung von Betriebsgeheimnissen schuldig gemacht. Apple ist darauf vorbereitet weitere rechtliche Schritte einzuleiten.” Daraufhin nahm APC auch den Text offline.
Die Redakteure wundern sich über das Vorgehen von Apple, schließlich haben sie keine neuen Informationen zu Leopard veröffentlicht, nur das gezeigt, was Apple selber anpreist. APC glaubt, Apple habe die Absicht, Medienberichte zu unterbinden, um möglichst viele Leser auf die eigene Homepage zu locken, um sich über Leopard zu informieren. Das klingt erstmal sinnlos, aber es könnte ja sein, dass Apple noch die ein oder andere Funktion streichen oder ändern wird (hallo Longhorn) und das am Wenigsten ohne zusätzliche Informationsseiten auffiele. (Quelle)

Apple wird immer “böser” und mächtiger. Aber wenn ein aktuell herumgeisterndes Gerücht wahr werden sollte, wird es alles bisherige in seinen Schatten stellen: Will Google Apple kaufen?
Lest den Link da, ich bin jetzt selber zu faul zum formulieren. ;)
Ich halte das Gerücht für sehr substanziell, ich würde so eine Übernahme Jobs zutrauen, wenn er die Firma auf Teufelkommraus an einen “würdigen” Nachfolger abgeben will. Das wäre der Super-Coup. Google hätte eigene Computer, würde entsprechend für sie werben (z.B. an dem Platz, wo früher die Google Desktop-Werbung in den Suchergebnissen war) und bekäme damit in kürzester Zeit eine Hammer Anerkennung und Benutzergemeinde. Mit diesem Verbund wäre Microsoft sehr schnell weg vom “Window”. Google hätte die absolute Macht über die Computerindustrie, könnte sogar spezielle Features nur für den Mac anbieten. Die einzige Gegenfront zu dieser Marktmacht wären nur noch Freaks mit GNU-Systemen. Hoffen wir, dass es nie so weit kommt. Ich fühle mich gerade an die Umbrella Corporation aus Resident Evil erinnert…

Das Haiku OS-LogoDa ich ja nicht jede Haiku-Nachricht gleich mit den BeOS-Seiten mitverkünde, warte ich immer, bis sich ein paar angesammelt haben, weil sie ja doch meistens nur recht klein sind.

1. FreeBSD-Treiber für Haiku
Hugo Santos hat eine Kompatibilitätsschicht für den Haiku-Kernel (NewOS) geschrieben, mit der sich FreeBSD-, vor allem Netzwerktreiber mit minimalen bis gar keinen Veränderungen auf Haiku compilieren lassen. Das ist wohl einfacher als es sich anhört, weil Haiku den Netzwerkstack (TCP/IP) von FreeBSD mitverwendet.

2. BeOS-Opera lauft jetzt auf Haiku
Opera 3.62 für BeOS läuft ohne Modifizierungen jetzt auch auf Haiku. Version 3.62, von ich glaube ‘99, ist leider die letzte von Opera Software herausgegebene BeOS-Version seines Browsers. Immerhin ist seine Renderleistung noch akzeptabel, Opera-CTO Håkon Lie verglich seine Ergebnisse des Acid-2-Test mit denen des Internet Explorer 7. ;) Die Meldung soll nochmal vorführen, wie gut Haikus BeOS-Binärkompatibilität aktuell schon ist. Natürlich läuft auch Firefox auf Haiku, sogar die aktuellste Version. ;)

3. OSS für Haiku
Francois Revol hat das Open Sound System (ursprünglich von Linux) auf BeOS/Haiku portiert. So bekommt man zwar mit einem Schlag eine eine Fülle von schon fertigen Treibern, aber OSS ist bei Linux z.B. schon länger nur noch zu Kompatibilitätsgründen dabei und man benutzt hauptsächlich das im Aufbau modernere ALSA. Die Güte dieser Aktion darf also misstrauisch beäugt werden; vermutlich war OSS einfacher zum Portieren.

4. AbiWord für BeOS wird endlich aktualisiert
Endlich gibt es wieder Bestrebungen, das neue AbiWord 2.x auf BeOS zu portieren. Die aktuelle Entwicklerversion davon ist noch Pre-Beta, sieht aber schon mal gut aus. Mit einem aktuellen AbiWord hätte man auf BeOS wieder eine passable Textverarbeitung (abgesehen von Google Büro).

5. Fünf Fragen an Axel Dörfler
In der neuen Interview-Serie “Five Questions” (deren Sinn ich nicht verstehe, zumal wirklich wichtige Fragen fehlen) von OSNews darf Axel Dörfler, einer der Hauptentwickler von Haiku, als erster die Fragen für sich beantworten.

Geplant war sie seit Ende der siebten Klasse, meine GFS in ITG über Betriebssysteme. In der achten Klasse dann machte ich sie mit meinem Mathe- und ITG-Lehrer aus und sie sollte wie eine Klassenarbeit in Mathe zählen. Da ich etwas Eindrucksvolles abliefern wollte, wartete ich auf meine neue Computerhardware, denn für mich war klar, dass ich darauf OSX86 und iWork mit Keynote installieren würde. Weil ich ein Sparfuchs bin, und es situationsbedingt wegen meinem Bankkonto auch sein musste, wartete ich bis Ende Mai, bis ich meine ganze Hardware (besonders die CPU) fertigkaufte. Mein PC lief sogar, und OSX86 auch wunderbar und ich begann, meine inzwischen angehäuften Konzepte zusammenzutragen und daraus eine Präsentation zu erstellen. Richtig hart arbeitete ich die letzten zwei Wochen daran und zeigte es auszugsweise Freunden, die davon ziemlich angetan waren.

Letzten Donnerstag dann war meine Präsentation terminiert. Mein Lehrer hatte die eigentliche Mittagsschule (BK) auf Freitag verlegen lassen, damit ich meine zwei Stunden bekomme. Mein Vater kam mit meinem Rechner (ich brauchte ja meinen Rechner, weil ich mit Keynote arbeitete und die Betriebssysteme auch vorführen wollte), und wir steckten ihn noch vor Stundenbeginn an den Lehrertisch mit Beameranschluss an. Groß war mein Entsetzen, als OSX86 nach dem Booten mit dem Start von Aqua kein Bild mehr zeigte und ein paar Sekunden darauf die tolle nichtssagende OS X-Kernelpanik (“Bitte drücken Sie Reset”) kam. Ich und ein Freund steckten dann wild die Kabel hinten um, probierten einmal eine Bildschirmausgabe nur auf den Lehrer-Bildschirm, dann nur auf den Beamer, gingen sogar noch in einen anderen Computerraum mit anderen Bildschirmen… Ich hatte zu Hause noch die Auflösung vorsorglich auf 1024×768 gestellt, um genau so etwas zu vermeiden.

Nichts ging, wenn ich nicht so fassungslos gewesen wäre, hätte ich vermutlich geheult. Das Ubuntu startete ohne Probleme mit Bildschirmausgabe, aber darauf konnte ich meine GFS ja nicht halten, weil ich ganz auf Keynote gesetzt habe. Nachdem ich das Problem meinem Lehrer geschildert habe, hat der gemeint, ich solle meine Präsentation halt ohne Computer halten. Das war für mich undenkbar: Ich hatte keinen Ablaufplan, keine Notizen, keine ausgedruckten Bilder… Alles war im Computer. So also seine Reaktion:”Dann gibt das mündlich eine 6.” Eine GFS besteht (bei ihm) aus einem mündlichen Teil (die Präsentation) und einer schriftlichen Ausarbeitung. Während die Anderen dann die zwei Stunden, in denen sie nicht gehen durften nutzten, um schreckliche kleine Flashspiele zu spielen, lief ich völlig zerstört von einem Tisch zum anderen und machte die Leute an, weil sie den Internet Explorer und nicht den Portable Firefox benutzten.

In der Nacht zum Freitag nahm ich dann meine Präsentation bei mir mit meiner DV-Kamera auf und weil es schon sehr spät wurde (mein Schluss war um halb drei) begann ich immer mehr zu Äh-n und Lispeln… Danach wollte ich die zwei MiniDV-Kassetten auf meinen Computer überspielen, aber der hatte nicht mehr genug Speicherplatz am Stück frei. So gab ich dann die Kassetten meinem überraschtem Lehrer am Freitag mit und hoffe nun, dass das besser als eine Drei war.

Mit dem Nachhausekommen am Freitag wurde ich dann krank, bekam Halsweh, Bauchweh und Schnupfen. Das Halsweh kann ich noch körperlich erklären: So lange, wie in der vorigen Nacht, rede ich nie am Stück. Aber das Hals- und Bauchweh ist wohl eine Methode von mir, mit der Situation fertig zu werden. Ich wollte die GFS nicht wegen der Note machen, mein Ziel war, meine Mitschüler zu beeindrucken. Natürlich bedacht zu beeindrucken, ich wollte nicht den Vollgeek ausspielen und sie gar nichts verstehen lassen. Mir fehlt in der Klasse, besonders bei den Mädchen, Respekt und Ansehen und ich fühle mich oft mies behandelt. Einige wollten sich vor meiner GFS z. B. bei meinem Lehrer schon abmelden. Mit der GFS wollte ich endlich mal sagen:”Hey, ich kann auch was sehr gut, ich habe auch meine Spezialgebiete!” Wenn ich sonst in der Schule mit meinem Wissen komme, interessiert es keinen und ich kann es nie unterrichtsbezogen einsetzen. Die GFS war als weitaus größeres, als eine kleine Notenzugabe gedacht, sie sollte ein Erlebnis werden. Genau dieses Erlebnis gab es so nicht und mir fällt alle paar Stunden noch ein Detail für die GFS ein, das ich noch in den Text schreiben, oder das ich erwähnen sollte. Das ist fast, als wäre ich ein Geist und hätte noch etwas zu erledigen oder zu verarbeiten, bis ich weg kann.

Vermutlich hat OSX86 spezielle Treiber für meinen Bildschirm installiert, die sich nicht auf die Schulhardware übertragen ließen. Die technische Seite ist relativ belanglos, hätte ich ein kleines Referat gehalten, hätte es garantiert funktioniert. Ich frage mich nun vor allem, warum mir das nicht gegönnt wurde. Ist es so falsch, den Anderen mal zeigen zu wollen, was man kann? Stimmt etwas an dieser Herangehensweise für die Beschaffung von mehr Respekt nicht? War meine Vorgehensweise zu einfach oder hätte ich ihn mir anders beschaffen sollen und wurde deshalb an dem Halten der Präsentation gehindert?

Zur Belohnung, dass Du meine Ergüsse gelesen hast, gibt es jetzt noch ein besinnliches Video…

Das gibt es übrigens auch etwas melodiöser als Audiodatei zum Herunterladen.