Skandalöse Unfähigkeit der Entwickler: Vista nutzt maximal 4 Kerne
Bei einer Podiumsdiskussion gab Ty Carlson, Direktor für technische Strategie bei Microsoft, öffentlich und sogar direkt zu, dass Windows Vista keine herausragenden Skalierfähigkeiten habe.
Vista sei “gestaltet, um auf 1, 2 und vielleicht 4 Prozessoren” zu laufen. Damit meinte er ausdrücklich die Anzahl der Kerne, nicht der Prozessorsockel.
Es ist allgemein bekannt, dass der Thread-Zuweiser von Microsofts Desktopsystemen sehr unflexibel mit multiplexen Kernen umgeht. Scheinbar soll jener während der Vista-Entwicklung besonders überarbeitet worden sein, aber wenn ein “modernes” Betriebssystem nicht mit mehr als “vielleicht” vier Kernen klar kommt, sollte bei allen etwas professionellen Anwendern das rote Lichtchen aufleuchten und vermuten lassen, dass noch viel mehr am Vista-Kernel nicht stimmt.
Typische unixartige Kernel wie Linux, *BSD und Mac OS X’ “Darwin” kommen schon heute mit einer multiplexen Anzahl der bei Vista möglichen CPU-Kerne klar. (OK, BeOS wird da auch nichts Herausragendes sein, aber auch nur, da es seit 6 Jahren keine echten Kernelüberarbeitungen mehr erfahren hat, Haiku kommt heute schon zumindest mit zwei Prozessorkernen (oder mehr, das entzieht sich meiner Kenntnis) zurecht.
| Dieser Beitrag wurde von Frumble am 28. Mai 2007 um 19:04 veröffentlicht und unter Windowsnachrichten abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |
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vor 4 Jahren
Ich sehe das nicht so kritisch. Die “skandalöse Unfähigkeit der Entwickler” beschränkt sich darauf, dass sie das Betriebssystem nicht auf viele Kerne verteilt haben. Vista unterstützt so viele Kerne wie man will aber nur weil diese dann nur mit angepasster Software genutzt werden regt man sich auf? Versteh ich nicht. Wenn die Vista Programme und das Betriebssystem selbst DC und QC CPUs nutzen ist doch toll. Das reicht für die nächsten 2-3 Jahre.
vor 4 Jahren
Ich habe das so verstanden, dass der Thread-Zuweiser eben nur mit maximal vier Kernen umgehen und jeden weiteren Kern nicht mit Aufträgen versorgen kann. Das gilt dann auch für z.B. professionelle Studiosoftware. Dass eine einzelne Anwendung, um multithreadingfähig zu werden, angepasst werden muss, ist ja klar.
Dass Quadcore-Unterstützung Vista bis in drei Jahren noch reicht, denke ich auch, aber es ist nicht Vorausdenkend der Entwickler, einen Kernel so schlecht skalierbar zu designen.
vor 4 Jahren
Nein. Vista kann auf x Kerne zugreifen. Nur ist das Betriebssystem selbst nicht in der Lage seine eigen Aufgaben auf diese zu verteilen. Aber wenn man bemerkt, das Vista kein Betriebssystem für die Ewigkeit ist (oder zumindest für eine so lange Zeit wie XP) wäre es auch nicht schlimm, wenn alles oberhalb von 4 Kernen brach liegen bleibt. Bis 2009/2010 glaub ich nicht, das sich Octa Core CPUs soooo verbreiten werden.
vor 4 Jahren
Naja, das kann ich mir so jetzt schlecht vorstellen. Wenn Du eine Applikation multithreading programmierst, heißt das, dass Du sie eben in viele kleine Threads zerlegst, die jeweils einzeln und entsprechend parallel berechnet werden. Nun ist es die Aufgabe des Thread-Zuweisers, diese auf die Kerne aufzuteilen.
Ginge es nur um das Vista-Zubehör, also Movie Maker, Photo-Album, Media Player und Co., dann fände ich es unangemessen, dass Golem so groß darüber berichtet hat und dieser Mensch von Microsoft auch sagte, das müsse in zukünftigen Versionen von Windows radikal anders werden.
vor 4 Jahren
Ach golem ^^ über die Prioritäten bei golem erspare ich mir mal mein Kommentar *g* .
Das Windows sich auf lange sich nur von der NT Plattform loslösen kann ist eigentlich klar. Mit jeder neuen Version wird das Betriebssystem “fetter”. Und das aus Kompatibilitätsgründen, die am Ende nicht wirklich eingehalten werden können. Nun ja. Ich hoffe das MS mit einem Endgültigen umstieg auf 64bit Betriebssysteme nutzt, um einen Neuanfang zu wagen. Singularity klingt jedenfalls vielversprechend.
vor 4 Jahren
Ach golem ^^. Über deren Prioritäten werde ich mal mein Kommentar verkneifen. *g*
Aber das Windows auf kurz oder lang von der NT Plattform weg muss ist klar. Ich hoffe ja, das MS den endgültigen Umstieg auf 64bit Architektur nutzt, um einen Neuanfang zu starten. Singularity sieht jedenfalls sehr vielversprechend aus.
vor 4 Jahren
Cool, von Singularity hab ich noch nie was gehört. Woher hattest Du die Info? Arbeitest Du vielleicht in einem Beruf, in dem man sowas zugespielt bekommt? Wer bist Du eigentlich?
Das ganze Ding mit den “SIPs” klingt nach einer ausartenden Katastrophe. Sicherheit ist OK, aber das ist ja schon krank, und denken wir an die benötigte Rechenleistung.
Dass es einen Microkernel hat, lässt mich nervös auf Linux schauen. Hoffentlich gibt es da bald mal stärkere Bestrebungen, den Hybriden zu “miniaturisieren”.
vor 4 Jahren
Singularity war schon vor einiger Zeit in Nachrichten und wird glaube schon seit längerem auf der MSDN Seite präsentiert. Mit meinem Beruf hat das weniger zu tun. Die SIPs sehe ich nicht als Katastrophe an. Die werden wohl eher der Geschwindigkeit weniger zuträglich sein, dafür aber eine extreme Stabilität und Sicherheit schaffen… wenn das mal kein verzicht auf ein bisschen Geschwindigkeit wert ist.
Man muss auch sehen, das Singularity seit 2001 (oder so) entwickelt wird und in Zeiten eingesetzt wird, in denen es sehr wahrscheinlich genügend Rechenleistung geben wird. Wenn es denn überhaupt je eingesetzt wird. Es ist ja im Moment “nur” ein Forschungsprojekt.
Allgemein versteh ich das Geschrei um die Rechenleistung nicht. Die Rechenleistung rast so schnell nach oben das es eigentlich vollkommen wurst ist, wie viel Rechenleistung benötigt wird. Zur not wartet man ein halbes Jahr ^^. Warum dich das nervös macht versteh ich nicht. Linux ist wesentlich flexibler und kann extrem schnelle Metamorphosen durchmachen. In so fern…
vor 4 Jahren
Na dann; auf Grund meines zarten Alters beschäftige ich mich erst seit drei Jahren intensiv mit Betriebssystemen.
Klar, dann starte mal das Abenteuer, Linux zum Microkernel zu machen.