Bei einer Podiumsdiskussion gab Ty Carlson, Direktor für technische Strategie bei Microsoft, öffentlich und sogar direkt zu, dass Windows Vista keine herausragenden Skalierfähigkeiten habe.
Vista sei “gestaltet, um auf 1, 2 und vielleicht 4 Prozessoren” zu laufen. Damit meinte er ausdrücklich die Anzahl der Kerne, nicht der Prozessorsockel.
Es ist allgemein bekannt, dass der Thread-Zuweiser von Microsofts Desktopsystemen sehr unflexibel mit multiplexen Kernen umgeht. Scheinbar soll jener während der Vista-Entwicklung besonders überarbeitet worden sein, aber wenn ein “modernes” Betriebssystem nicht mit mehr als “vielleicht” vier Kernen klar kommt, sollte bei allen etwas professionellen Anwendern das rote Lichtchen aufleuchten und vermuten lassen, dass noch viel mehr am Vista-Kernel nicht stimmt.

Typische unixartige Kernel wie Linux, *BSD und Mac OS X’ “Darwin” kommen schon heute mit einer multiplexen Anzahl der bei Vista möglichen CPU-Kerne klar. (OK, BeOS wird da auch nichts Herausragendes sein, aber auch nur, da es seit 6 Jahren keine echten Kernelüberarbeitungen mehr erfahren hat, Haiku kommt heute schon zumindest mit zwei Prozessorkernen (oder mehr, das entzieht sich meiner Kenntnis) zurecht.