Frumble201

Auf der Red Hat Summit eröffnete Henri Richard, Executive Vice President bei AMD, dass man über freie Linux-Treiber nachdenke. Nach der Übernahme von ATi fühle man sich der OpenSource-Gemeinschaft verpflichtet, befriedigende Treiber zu liefern. Bis vor kurzem hieß es noch, dass man sich die Option zwar offen halte, es aber als sehr schwer umzusetzten sehe, weil in den Treibern lizenzierte Technologie und marktkritische Technologie (bezogen auf Nvidia; die Entwickler könnten dann im Quellcode alle Innovationen von ATi lesen) stecke. Nun meint AMD/Ati, man denke nur an die Vorteile der Offenlegung und versuche im Moment, rechtliche Probleme mit lizenzierten Code auszumerzen. Sehr schön.

Hintergrund: Die fglrx-Grafiktreiber für Linux von ATi sind wirklich scheiße. Das muss man so sagen. Unmengen an Problemen mit dem X-Server und verschiedenen Programmen sind im wahrsten Wortsinn vorprogrammiert. Doch bevor man überhaupt diese Probleme erreicht, muss man den Treiber erst mal fehlerfrei installiert bekommen. Das aktuell wohl größte Manko an fglrx ist die fehlende AIGLX-Unterstützung. Man ist, wenn man die schicken 3D-Effekte von Compiz oder Beryl haben möchte, immer auf das schlechtere XGL angewiesen, das diverse Nachteile mit sich bringt (z.B. laufen 3D-Anwendungen und -Spiele ohne weiteres unter XGL nicht mehr hardwarebeschleunigt, sondern die CPU muss über Mesa die 3D-Eigenschaften emulieren usw). Nvidias Linuxtreiber haben allgemein einen sehr guten Ruf: Sie sind stabil, unterstützen aktuelle Technologien wie auch AIGLX und machen im Betrieb wenig Probleme. Ich persönlich habe etwas gegen Nvidia und bevorzuge eigentlich ATi (/AMD), aber bisher hat mich ATi mit seinen Linuxtreibern sehr enttäuscht. Meine nächste Grafikkarte wird wahrscheinlich eine Geforce 7300 GS. In einem Jahr frühestens denke ich, wird die Offenlegung des fglrx-Treibers Früchte tragen und dann käme wieder eine ATi/AMD-Grafikkarte in Betracht; mal davon abgesehen, dass ich für nichts, außer Beryl, momentan überhaupt eine 3D-beschleunigte Grafikkarte brauche.


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  1. ubuntuuser
    12:39 um 17. Mai 2007

    Wenn du keine Karte benötigst, nimm doch einfach ein Mainboard mit IGP. Die Motherboards mit nForce 430 und Geforce 61×0 Kern bieten sich an. Hab damit nur gute Erfahrungen gemacht. Zusätzlich sind die passiv gekühlt und du tust der Umwelt einen Gefallen, indem du den Stromverbrauch weiter senkst.

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  2. Mein neues Motherboard im Schrank hat Nforce 430 und, ich glaube, eine Geforce 6100 integriert. Trotzdem habe ich mir für 40€ eine Geforce 7300 GS mit 265 MB RAM gekauft, weil ich nicht weiß, ob die Leistung der OnBoard-Graka für alles ausreicht, und sie nimmt mir ja Hauptspeicher weg. Der neue PC war schon für Februar geplant, aber ich als Geizhals habe immer weiter darauf gewartet, dass die AMD-Preise sinken und so habe ich jetzt alles außer der CPU – und die ist von dem anfangs geplanten Athlon 64 X2 5200+ nun auf den Athlon 64 X2 5600+ angestiegen – und einem neuen Netzteil. Ob da noch Stromverbrauch der Graka eine Rolle spielt, sei mal dahingestellt. ;)
    Ich hoffe, dass der CPU-Preis vom 5600 noch bis in zwei Wochen auf 130€ von momentan 150 fällt…

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  3. ubuntuuser
    19:55 um 17. Mai 2007

    Hab gerade auch einen neuen PC gebaut (Spiele PC für den Bruder mit nForce 520 und GF8800 GTS320) Ich hab einen 5000+ mit 65nm genommen. Die Modelle mit 2MB L2 Cache sind nicht zu empfehlen. Die verbrauchen erheblich mehr Strom, sie werden wärmer, sie kosten mehr Geld (auch wenn nicht wirklich viel mehr) und sie bringen kaum Mehrleistung. Also nimm am besten den 5000+ oder den 5400+ .
    Mein Vater nutzt ein Mobo mit GF6100. Selbst seine CAD Programme lassen sich (bei nicht allzu vielen Teilen) gut und flüssig bedienen. Für relativ anspruchslose Dinge wie Aero oder Beryl (meinetwegen auch XGL) dürfte die auch reichen. Das mit dem RAM ist aber wiederum ein Argument.

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  4. Naja, wenn Du eine GeForce 8800 GT320 kaufst, erlaube ich mir mal zu behaupten, dass das die Leistungsaufnahme der CPU mehr als wieder ausgleicht.
    An den Athlon 5000+ hatte ich auch mal gedacht, aber als die Schnelleren billiger wurden wollte ich halt was Schnelleres. Es gibt schon deutliche Leistungsunterschiede zwischen einem Athlon 5000+ (in 65nm) und 5600+. Es gibt sogar Unterschiede zwischen dem Athlon 5000+ in 65nm- und 90nm-Anfertigung: Die 65nm-Fassung hat längere Cache-Latenzzeiten und lässt sich (zusätzlich) deshalb auch schlechter übertakten. Ich weiß, ich rede meinen Geschwindigkeitswahn gerade gut; ich mache mir halt Sorgen, dass meine CPU sehr bald auf die untersten Plätze auf den Top 20 rutscht – gerade jetzt, da ja bald die X4 herauskommen. Zusätzlichen Ansporn erhalte ich dadurch, dass ein, sagen wir Freund, der eigentlich auch AMD-Fan war, sich plötzlich einen Core 2 Duo E6600 gekauft hat (was mich sehr erschütterte) und erst der Athon 6000+ mit dem gleichzieht. Aber dessen Verbrauch ist wirklich so abartig hoch, dass ich ihn meinen Eltern nicht zumuten möchte.

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  5. ubuntuuser
    21:42 um 18. Mai 2007

    Och. Selbst wenn ich eine GeForce 8800GTS verbaut habe (es gibt ja nix anderes. HD 2900 gab es noch nicht) sollte man trotzdem drauf achten, möglichst bei den anderen Komponenten stromsparend zu agieren.
    Ich sag mir ja nicht. Ach… die Graka braucht 150Watt… dann ist der Prozessor auch total wurst. Naja… darum soll es nicht gehen. Ich wollte nur sagen, dass wenn du vor der Wahl zwischen 5000 und 5200+ stehst du eher zur 5000+ greifen solltest. (Gründe hab ich schon genannt) Aber zur 5600+ gibt es ja so eine Konkurrenz nicht. Und genauso hab ich mich zwischen Speicherlatenz (90nm) und verbessertem RAM Controller + C1E (65nm) entschieden. (Ja. Es lag hauptsächlich an Preis und Verfügbarkeit. ^^) Diesen winzigen Leistungszuwachs ist es nicht wert.

    Das du auch von dieser “Das hat der und der gebaut! Das kauf ich nicht!”-Fraktion bist, hätte ich nicht gedacht. Ich hab zwei nVidia und zwei ATi Karten im Haus. Genauso wie ich zwei Intel und zwei AMD CPUs im Haus hab. Ich find diese “Intel find ich blöd weil es Intel ist” einfach nur affig. MfG

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  6. Ich bin in keiner “Das hat der und der gebaut! Das kauf ich nicht!”-Fraktion, sondern habe mich über den Freund entrüstet, der sich plötzlich eine Intel-CPU gekauft hat. Da AMD (noch) eine deutsche Fabrik hat und die kleinere Firma ist, die von Intel sehr niedergemacht wird, habe ich mich entschlossen, nur noch AMD-CPUs zu kaufen und weiterzuempfehlen.
    Dazu zwei Links: http://www.frumble.de/blog/2006/10/02/intel-nutzt-opensource-entwickler-als-beta-tester/ und http://www.frumble.de/blog/2006/09/29/intel-geht-es-doch-nicht-so-gut-patzer-mit-amd-ati-und-neue-cpus/

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  7. ubuntuuser
    18:04 um 19. Mai 2007

    naja also. Du kaufst nur AMD Prozessoren mit der Begründung, weil sie von AMD sind.

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  8. Kann man vereinfacht so sehen, aber man sollte die Beweggründe^^ kennen.
    Aber die Lage ist hier so, dass ich einen Athlon XP 2400+ von 2002 habe und der Athlon 64 X2 5600+ meine nächste CPU wird, also nicht wirklich viel. ;) Aber immerhin konnte ich schon zwei Freunde von AMD Prozessoren überzeugen, und im unteren Leistungsbereichen stehen die den Core 2 Duos in fast nichts nach und verbrauchen auch nicht mehr Energie.

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  9. [...] offizielle Dementierungen von AMD und auf einer Red Hat-Entwicklerkonferenz im Mai 2007 gab es dann doch eine schüchterne Ankündigung, man denke über freie Treiber [...]

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