Bei einer Podiumsdiskussion gab Ty Carlson, Direktor für technische Strategie bei Microsoft, öffentlich und sogar direkt zu, dass Windows Vista keine herausragenden Skalierfähigkeiten habe.
Vista sei “gestaltet, um auf 1, 2 und vielleicht 4 Prozessoren” zu laufen. Damit meinte er ausdrücklich die Anzahl der Kerne, nicht der Prozessorsockel.
Es ist allgemein bekannt, dass der Thread-Zuweiser von Microsofts Desktopsystemen sehr unflexibel mit multiplexen Kernen umgeht. Scheinbar soll jener während der Vista-Entwicklung besonders überarbeitet worden sein, aber wenn ein “modernes” Betriebssystem nicht mit mehr als “vielleicht” vier Kernen klar kommt, sollte bei allen etwas professionellen Anwendern das rote Lichtchen aufleuchten und vermuten lassen, dass noch viel mehr am Vista-Kernel nicht stimmt.
Typische unixartige Kernel wie Linux, *BSD und Mac OS X’ “Darwin” kommen schon heute mit einer multiplexen Anzahl der bei Vista möglichen CPU-Kerne klar. (OK, BeOS wird da auch nichts Herausragendes sein, aber auch nur, da es seit 6 Jahren keine echten Kernelüberarbeitungen mehr erfahren hat, Haiku kommt heute schon zumindest mit zwei Prozessorkernen (oder mehr, das entzieht sich meiner Kenntnis) zurecht.
Zwar schon etwas älter, aber mir ist erst jetzt die Idee gekommen, auf sie hinzuweisen: Die Linuxwerbespots von Novell im Apple-Stil. In den drei lustigen Werbefilmchen, die wohl von Novell-Mitarbeitern gemacht wurden, geht es um Optik, Marktpossision und um die coolsten Anwendungen. Dafür, dass es keine professionellen Spots sind, sind sie auch im Witz gut gelungen und lohnen allesamt das Ansehen. Am meisten stört mich jeweils das Novell-Logo am Ende.
Die drei englischen Werbefilmchen kann man sich auf Novells “Marketing Videos”-Seite (bisschen runterfahren) in Flash ansehen und als Ogg Theora und MPEG 1 herunterladen.
Steve Ballmer, der CEO von Microsoft, gab in einem Interview mit, ich glaube n-tv, seine Zukunftsvisionen für Häuser der Zukunft zum Besten:”Morgens gehen Sie in die Küche, um ein Glas Orangensaft oder Milch zu trinken. Sie gehen zum Kühlschrank. Der Kühlschrank verfügt über einen eingebauten Bildschirm. Auf dem Bildschirm sehen Sie einen integrierten Kalender. Sie finden die Wettervorhersage und ihren Terminkalender. Da der Kühlschrank ihre Lieblingsnachrichten kennt, stellt er Nachrichten-Clips bereit; alles ist integriert, direkt auf dem Kühlschrank und steht Ihnen dort zur Verfügung.” Die PC-Welt in ihrem Artikel zum Interview weiter:”Man kann nun trefflich darüber streiten, ob man den Wetterbericht unbedingt am Kühlschrank lesen will, Steve Ballmer scheint dieser Gedanke zumindest zu gefallen.”
Auch kam die Frage eines Zuschauers auf, warum man Vista nutzen sollte, wenn es doch so viele kostenlose Alternativen gäbe. Darauf antwortete Ballmer allerdings nicht konkret, sondern begnügte sich mit der vor Selbstbewusstsein strotzenden Aussage “letzten Endes möchte ich Ihren Zuschauern sagen, dass es nur eine Wahl gibt, wenn Sie ihren PC bestmöglich ausstatten möchten: Windows Vista.” Jeah, der Mann kennt sich aus. *indiefressetret”
Kürzlich schrieb ein Hilfedokument-Autor von Microsoft auf einer öffentlichen Seite von “Windows Server 2007″ und da dieser Mensch von Microsoft war, nahm man an, dass das der endgültige Name sein wird. Ein paar Tage später hat nun Microsoft offiziell den Namen verkündet, und er lautet nicht 2007, sondern 2008. Eigentlich völlig wurst, aber ich wollte mich hiermit korrigieren.
Ich finde, dass die 8 nicht so negativ besetzt ist wie die 7…
Beim Standard gibt es wieder einmal einen sehr schönen Artikel über Apples Firmenpolitik und Tricks zu lesen, das Lesen lohnt sich!
Da kam gestern Wordpress 2.2 heraus und die deutsche Version gab es auch löblicherweise sehr schnell. Zu erst mal gibt es auf der Seite keine Upgrade-Version mehr; ein Freund sagte mir, dass sie zu viel geändert hätten, und das aus diesem Grund ein großes Upgrade nötig sei. Ich lud das Paket herunter, und entpackte es auf “meinem” Server bei Pytal. Nach dem ersten Aufruf im Browser fiel gleich auf, dass Wordpress zwar noch tat, es aber auf Englisch war (obwohl ich die deutsche Version installierte^^). Selbiger Freund verwies mich dann auf das Pytal-Wiki, in dem ich eine Problemlösung fand. Einige Minuten später war mein Wordpress zwar wieder deutsch, ich musste aber verschreckt feststellen, dass es beim Upgrade die Body onLoad-Funktion meines Counters und meine sorgfältige Explorer Destroyer-Konfiguration überschrieben hatte. Eine gute Stunde später und viele Hilfsseiten im Web war auch das wieder gerichtet und läuft jetzt wieder. Ich kann kein PHP und habe absolut keine Lust, mich so detailliert in Wordpress’ Aufbau einzuarbeiten, damit ich diese Probleme selber lösen könnte.
OK, ich hätte daran denken sollen, dass dieses große Upgrade alles überschreibt. Aber warum, warum macht Wordpress solche Fehler? Andere Entwickler schaffen es, ein Setup zu schreiben, das Windows XP auf das im Kern wirklich extrem veränderte Vista upzugraden und das dabei noch die ganzen Einstellungen, Dateien und Programme der Benutzer mitnimmt, und es funktioniert irgendwie! (Nur als Beispiel, und das ist sogar Microsoft.) Die Wordpress-Entwickler sollten mal gründlich an ihrer Upgradepolitik und -Technik feilen. Mich wundert immer wieder, welche technisch völlig unbegabten Gestallten sich Wordpress einrichten und es benutzen (meistens haben die sogar hübsche selbstgemachte Oberflächen-Themen…). Wie soll so einer solche Probleme beheben? OK, wie soll er überhaupt Worpdress-Plugins installieren…? Wundert mich auch immer wieder, wie die das schaffen. (chCounter und Explorer Destroyer sind keine echten Wordpress-Plugins, erfordern daher auch viel mehr Hingabe zur Konfiguration und Einrichtung.) Aber auch die normalen Plugins sind viel zu schwer/umständlich zu installieren. Man sollte ein Paket in seinen Blog hochladen können, und die Software installiert es in die richtigen Verzeichnisse.
Also noch viel zu tun für die Entwickler und ich sehe diese elementaren Probleme als viel wichtiger an, als die aktuellen Neuerungen bei Version 2.2.
Heute ist die erste Alpha-Version von dem für Oktober geplanten KDE 4 erschienen. Über 5 Jahren nach dem Erscheinen von KDE 3 ist das die nächste wirklich tiefgehende Überarbeitung des Desktops. ProLinux hat dazu einen interessanten Artikel mit ein paar Bildern geschrieben.
Ich gehe jetzt nicht darauf ein, was sich technisch geändert hat; das kannst Du bei ProLinux lesen. Ich möchte mal das Aussehen ansprechen: KDE 4 sieht freundlicher und einfacher als KDE 3 aus. Der neue Dateimanager Dolphin erinnert sogar verdächtig an Nautilus. Alle Programme wurden etwas “gnomisiert” und man findet jetzt die wirklich wichtigen Funktionen als große Knöpfe in der Programm-Bar. Das neue Thema Oxygen sieht mit seinen Blautönen und detailierten Icons wie eine Mischung aus Vistas und Tigers Thema aus. Nichts hat sich bis jetzt an der Fensterleiste getan; sie ist immer noch Mattblau und hat klumpige Knöpfe. Die einst so laut gegrölte Neuerschaffung des Desktops mit Plasma ist für mich auch noch nicht sichtbar, bis KDE 4.0 soll aber auch noch nicht das ganze Plasma fertig sein. Wenigstens sind schon die Features von SuperKaramba mit einer vereinfachten Oberfläche in Plasma mit eingeflossen.
Summa summarum sieht die Alpha nicht schlecht aus, es muss sich aber definitiv noch viel grafisches ereignen, damit KDE 4 wirklich als großer Evolutionssprung gelten darf.
Im AppleInsider-Forum gibt es ein neues – wenn auch selbstgemachtes – Design des nächsten iMacs. Interessant finde ich, dass das iMac-Design von 2004 (das noch aktuelle) mit dem iPod von 2004 und der nächste iMac mit dem Design des iPhones (bzw. des kommenden Touchscreen-iPods) verbunden wird. Aber schau es dir doch selbst an.
Auf der Red Hat Summit eröffnete Henri Richard, Executive Vice President bei AMD, dass man über freie Linux-Treiber nachdenke. Nach der Übernahme von ATi fühle man sich der OpenSource-Gemeinschaft verpflichtet, befriedigende Treiber zu liefern. Bis vor kurzem hieß es noch, dass man sich die Option zwar offen halte, es aber als sehr schwer umzusetzten sehe, weil in den Treibern lizenzierte Technologie und marktkritische Technologie (bezogen auf Nvidia; die Entwickler könnten dann im Quellcode alle Innovationen von ATi lesen) stecke. Nun meint AMD/Ati, man denke nur an die Vorteile der Offenlegung und versuche im Moment, rechtliche Probleme mit lizenzierten Code auszumerzen. Sehr schön.
Hintergrund: Die fglrx-Grafiktreiber für Linux von ATi sind wirklich scheiße. Das muss man so sagen. Unmengen an Problemen mit dem X-Server und verschiedenen Programmen sind im wahrsten Wortsinn vorprogrammiert. Doch bevor man überhaupt diese Probleme erreicht, muss man den Treiber erst mal fehlerfrei installiert bekommen. Das aktuell wohl größte Manko an fglrx ist die fehlende AIGLX-Unterstützung. Man ist, wenn man die schicken 3D-Effekte von Compiz oder Beryl haben möchte, immer auf das schlechtere XGL angewiesen, das diverse Nachteile mit sich bringt (z.B. laufen 3D-Anwendungen und -Spiele ohne weiteres unter XGL nicht mehr hardwarebeschleunigt, sondern die CPU muss über Mesa die 3D-Eigenschaften emulieren usw). Nvidias Linuxtreiber haben allgemein einen sehr guten Ruf: Sie sind stabil, unterstützen aktuelle Technologien wie auch AIGLX und machen im Betrieb wenig Probleme. Ich persönlich habe etwas gegen Nvidia und bevorzuge eigentlich ATi (/AMD), aber bisher hat mich ATi mit seinen Linuxtreibern sehr enttäuscht. Meine nächste Grafikkarte wird wahrscheinlich eine Geforce 7300 GS. In einem Jahr frühestens denke ich, wird die Offenlegung des fglrx-Treibers Früchte tragen und dann käme wieder eine ATi/AMD-Grafikkarte in Betracht; mal davon abgesehen, dass ich für nichts, außer Beryl, momentan überhaupt eine 3D-beschleunigte Grafikkarte brauche.
Der Linux-Verband hat erfahren, dass Microsoft durch “Lobbyarbeit” im Bundestag erreicht habe, dass die bestehende OpenSoruce-Mail-Infrastruktur durch Microsoft Exchange “erweitert” wurde. Man darf sich fragen, welche offenen Lösungen als nächstes durch “Alternativen” ergänzt werden.
Einen ausführlichen Bericht dazu gibt es bei der PC-Welt.