Beim Ansehen der letzen Keynote von Apple ist mir etwas in den Sinn gekommen: Apple hat bei seinen Präsentationen immer sehr schöne Übergangseffekte zwischen den einzelnen “Folien” auf dem Bildschirm; das wird mit dem hauseigenen Programm “Keynote” aus dem iWork-Paket möglich. Dieses Präsentationsprogramm greift über Mac OS Xens Quarz Extreme direkt auf die Grafikkarte zu, um diese Effekte zu ermöglichen, also zum Beispiel abbrennende Texte, hochauflösendes “Folie-wegziehen”, vom Betrachter her herfliegende Buchstaben und so weiter. Es wäre doch nun eine tolle Idee, ein Komboplugin für Beryl und OpenOffice Impress zu schreiben, was Ähnliches in OpenOffice, zumindest auf einem Linuxsystem, leisten könnte. Beryl ist ein alternativer Fenstermanager, der in Kombination mit einer 3D-beschleunigten Grafikkarte (und einem entsprechenden installierten 3D-Treiber) und dem X.org-Aufsatz XGL, oder AIGLX, Effekte wie wobbelnde Fenster, einen 3D-Würfel zum Umschalten der Arbeitsoberflächen und so weiter auf den Linuxdesktop bringt, also quasi das Pendant zu Quarz Extreme ist. Da Beryl durch Plugins erweiterbar ist, wäre hier eine Lösung nicht all zu schwer; man könnte ja für den Anfang nur mal die anderen schon existierenden Plugins (Würfel, Feuer, Wasserblubbern, Einblendungen…) entsprechend in ein neues Plugin verlinken, also, dass man vorerst keine eigenen Effekte schreiben muss, bis man weiß, was aus dem Projekt wird. Dann muss noch ein Plugin für OpenOffice Impress her, das ganz einfach neue Übergangseffekte der Liste hinzufügt, und dann einen entsprechenden Befehl an Beryl weiter gibt. Das ist eigentlich nur eine Murckslösung, weil eine eigene Implementation von Impress der Effekte; so zu sagen “nativ”, klüger wäre. Aber ich denke, in diese Richtung wird sich auch bis zu OpenOffice 3.0 nichts tun, weil andere Features in der Büro-Suite wichtiger sind. Aber genau deswegen könnte jemand, dem diese Aufgabe Spaß macht, ja trotzdem die Beryl-Lösung entwickeln, vielleicht entdeckt das OpenOffice-Projekt erst dann, was ihm bisher entgangen ist, und gibt 3D-Effekten in Impress einen höheren Stellenwert.
Was haltet ihr von der Idee? Ich werde sie auch dem Beryl-Projekt zukommen lassen.
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12:17 um 17. Februar 2007
[...] ich schon in meinem Artikel Vision: Beryl und OpenOffice.org schrieb, braucht die Linuxwelt endlich vergleichbare Präsentationssoftware zu Apple Keynote mit [...]
Benutzt21:22 um 18. April 2007
Ich finde die Idee großartig, zumal ich bei der Suche nach genau so einer Lösung auf dieses Blog gestoßen bin.
BenutztAuch der vorgeschlagene Weg erscheint mir plausibel.
Was könnte man tun um das zu unterstützen?
22:12 um 20. April 2007
Ich denke, in den Beryl/Compiz (jetzt ist ja alles wieder Compiz) -Foren das Thema noch mal richtig ansprechen… Ich bin noch nicht dazu gekommen.
BenutztWenn Du dich des Englischen mächtig genug fühlst, kannst Du es gerne tun – ich hab kein Patent auf die Idee.