Archiv für Dezember 2006
Das fieseste an Vista: Die neuen Sicherheitsfunktionen
29. Dez
Was da abgeht ist echt kirre, und weil’s so komplex ist, mach ich mir gar nicht erst die Mühe, es selber zu formulieren. Hier ein Link zu Golem, unbedingt lesen:
Coca Cola verschenkt jeden Tag 10 MacBooks!
29. Dez
Auf der deutschen Seite CokeFridge (auch wenn’s sich nicht so deutsch anhört…) verschenkt Coke von heute an bis zum 7. Januar jeden Tag 10 Apple MacBooks und dazu die Musiksoftware Apple Logic Express 7.2. Ich frage mich zwar, was der 0815-”Was ist das hier für ne Scheiße, meine Spiele laufen nicht!”-Colatrinker mit einer semi professionellen Audiostudiosoftware anfangen soll, aber dass Coke nach den iPods jetzt gleich ganze Computer verschenkt, ist schon krass. Ich mach da jetzt auch keine bezahlte Werbung für (wie es leider viele Blogger tun), aber dieses Gewinnspiel ist wirklich erstaunlich spendabel von Coke. Verschenkt werden weiße und schwarze MacBooks, die Farben wechseln im Tagesrhythmus. Zum Gewinnen braucht man so genannte “Coints”, die es z.B. bei der iPod-Aktion vor ein paar Monaten in den Coca Cola-Flaschendeckeln als Code zum Eingeben gab, und wahrscheinlich haben die aktuellen Flaschendeckel auch wieder einen Code drin. Die Coints werden auf der Webseite eingegeben und halten auch über die Aktion hinweg, können also auch noch bei einem späteren Gewinnspiel benutzt werden. Mit der Registrierung bekommst man gleich 5 Coints geschenkt, und wenn man keine Coca Cola-Flaschen zur Hand hat, kann man auch über eine 24 ct/min-Telefonnummer an Coints kommen.
Bei dem aktuellen mit den MacBooks kann man täglich teilnehmen und beliebig viele Coints “setzen”. Ich rate aber dazu, täglich nur eines zu opfern, denn, wenn es das Schicksal so will, bekommt man den Preis auch mit nur einem Coint.
Ich werde auf jeden Fall wieder mitmachen und hoffe, diesmal etwas mehr Glück zu haben.
Zeta 1.5 erschienen
27. Dez
Heute ist die kommerzielle Weiterentwicklung von BeOS 5, Zeta 1.5 erschienen. Als größte Neuerungen dürften die Multiuser-Unterstützung, mehr Treiber, bessere Laptop-Unterstützung, eine schönere Verkaufsbox und ein frischeres Design hervorstechen. Auch wurde die Netzwerkfähigkeit verbessert und unterstützt nun dank eines Ports von Samba auch gemischte Netzwerke mit Linux, Windows und MacOS X. Das CD-Brennprogramm wurde überarbeitet, Multimediacodecs optimiert und erweitert und gängige Programme wie Firefox auf die aktuelle Version gebracht. Als erstes BeOS in der Geschichte kann man nun mit Zeta mehrere Benutzerkonten anlegen und unter diesen, im Aussehen ähnlich wie bei Windows XP, mit einem Loginmanager wechseln. Das Einstellfenster für das Benutzerbild ähnelt sogar entfernt dem von Windows Vista.
Insgesamt macht das neue Zeta auf mich einen guten Eindruck. YellowTAB, die einst treibende Kraft hinter Zeta, ist leider zwischenzeitlich in Konkurs gefallen und hat die Entwicklungsarbeit auf Magnussoft übertragen. Auf der Internetseite Zeta-os.com kann man sich seither ein genaueres Bild von Zeta machen, oder es kaufen.
Mehr Infos zu Zeta 1.5 und ein paar Bilder dazu kannst Du dir bei Golem reinziehen.
Wenn dir noch nicht richtig klar ist, was Zeta ist, dann empfehle ich dir ein Interview zum Anhören, das einmal RadioTux mit dem YellowTAB-Chef gemacht hat.
AmigaOS 4.0 ist fertig
27. Dez
Die Firma Hyperion arbeitet seit 2002 an AmigaOS 4.0, dessen Entwicklung AMIGA aus welchen Gründen auch immer nicht selber leisten wollte. Das Betriebssystem ist jetzt nach über vierjähriger Entwicklungszeit fertig geworden. Nur leider, leider gibt es momentan keine (neue) Hardware für das System. Es soll sich zwar auf die alten AmigaOne-Rechner installieren lassen, aber die werden nicht mehr hergestellt und gibt’s nur noch bei ebay. Anscheinend wird 2007 von Hyperion neue Hardware “angekündigt” werden. Das heißt, vor 2008 wird es keinen neuen Amiga mehr geben. In den letzten Jahren aber kündigten schon zig Firmen Amiga-kompatible Rechner an und keiner verwirklichte sein Vorhaben. So könnte es auch Hyperion gehen.
Über die Features des Betriebssystems schweigt man sich weitgehend aus. Es soll einen Emulator für AmigaOne-Software enthalten, USB unterstützen und ein verbessertes Speichermanagement bringen. Die 2002 angekündigten “Innovationen”, eine bessere Netzwerkfähigkeit und ein neues Dateisystem blieben aus.
Zwar sind die Bilder auf der Herstellerseite ganz bunt und hübsch, aber für mich kann es AmigaOS 4.0 nicht einmal mit Windows 98 aufnehmen. Es bringt keine echten Benutzgründe. Schon der mitgelieferte Webbrowser AWeb ist hoffnungslos veraltet. Es gibt für AmigaOS kaum Software, auch, wenn man jetzt mit der leicht verbesserten POSIX-Validität leichter *nix-Anwendungen portieren kann. Die momentan verfügbare Hardware ist von der Leistung her ein grandioser Witz. Ich kenn mich da zwar nicht aus, schätze aber mal, dass der AmigaOne noch mit unter 500 MHz betrieben wird. Dieses System ist nur was für Sammler und Extrem-Freaks, nichts für den Normal-, oder wenigstens noch professionellen Anwender. AMIGA hat ein paar Jahre zu lange geschlafen, angesichts dessen, dass Hyperion und nicht AMIGA 2007 einen neuen Rechner ankündigen werden, darf man sogar darüber spekulieren, ob es AMIGA überhaupt noch gibt, oder ob die Firma zum Altenheim verkommen ist. (Ok, der war fies
)
Das AmigaOS 5 wird momentan anscheinen von AMIGA in Java geschrieben, genaueres habe ich dazu einmal hier zusammengefasst.
Swiftfox, der schnellere Firefox
26. Dez
Ich bin auf was cooles gestoßen: Swiftfox ist ein neu compilierter Firefox, der für eine bestimmte Hardware-Architektur optimiert wurde und so mehr Leistung und Geschwindigkeit bringt. Das reine Linuxprogramm gibt es für alle wichtigen X86-Prozessoren und ist auf der Seite sogar exklusiv als .deb für Debian-(-artige) Systeme verfügbar. Was ich auch sehr schön finde, ist, dass die Entwickler nicht einfach auf einen neuen Firefox warten und diesen dann optimiert compilieren, sondern, so bald ein Patch für eine noch nicht gefixte Sicherheitslücke auftaucht, diesen in eine spezielle Swiftfox-Version integrieren, so dass Swiftfox sogar aktueller als der normale Firefox ist!
In Swiftfox laufen alle Firefox-Erweiterungen, ja, man kann sogar sein gesamtes bisheriges Firefox-Profil weiter benutzen! Auf dieser Geschwindigkeitstestseite ist das Rendering von Swiftfox auf meinem AMD Athlon XP 2400+ fünf Sekunden schneller, (Popup: 5.424000024795532) als mit Firefox. (Anmerkung: Wenn es hier um Geschwindigkeit geht, meine ich immer das Rendering, nicht die Downloadgeschwindigkeit) Auf aktuelleren AMD-CPUs soll der Speedgewinn sogar noch härter ausfallen. Aber auch Intelleute werden einen Geschwindigkeitsschub bemerken.
Meine Installationsanleitung für Ubuntu 6.10:
Auf dieser Seite deine CPU-Architektur wählen, die Datei dann herunterladen und installieren. Wenn du deine CPU-Architektur nicht weißt, gebe im Terminal mal cat /proc/cpuinfo ein. Gehe nun in dein Homeverzeichnis und drücke Strg + h (in Nautilus, dem Dateimanager). Jetzt siehst du alle versteckten Ordner (mit einem Punkt am Namensbeginn), suchst den Konfigurationsordner .mozilla und kopierst ihn irgendwo hin (nenne ihn am Besten um, so dass vorne kein Punkt mehr steht, z.B. mozilla-Backup). Jetzt kannst du wieder Strg + h in Nautilus drücken, schließt alle noch offenen Fenster vom Firefox. Im Gnome-Menü unter Internet sollte nun Swiftfox aufgetaucht sein, sonst startest du Gnome neu, oder startest Swiftfox das erste Mal halt auf dem Terminal mit dem Befehl swiftfox. Der schnellere Firefox wird sich nun das Firefox-eigene Profil-Verzeichnis krallen und mit ihm zusammen benutzen, also du hast gleich ohne weiteres deine Einstellungen, Erweiterungen, Lesezeichen etc.. Deshalb sollte man Firefox und Swiftfox nicht gleichzeitig gestartet haben. Leider wird die Sprache nicht gleich übernommen, aber Du kannst auf dieser Seite ganz unten drei einfache Schritte nachlesen, wie der Swiftfox innerhalb einer Minute deutsch wird. Dazu muss man auch noch, wenn man das will, das deutsche Wörterbuch für die Rechtschreibkontrolle in Formularen über einen Rechtsklick in ein Formular und Sprachen -> Wörterbücher hinzufügen… neu installieren.
Mein Tipp noch dazu: Gehe über Bearbeiten -> Einstellungen in die Swiftfox-Einstellungen und klicke auf Inhalt. Bei “Schriftarten & Farben suchst du als Standard-Schriftwart DejaVu Serif aus der Liste und klickst dann auf Schließen. DevaVu Serif sieht besser als die voreingestellte Schriftart aus und die Buchstaben wirken natürlicher. Probier’s einfach mal aus. Wenn Du nur noch Swiftfox und keinen Firefox mehr benutzen möchtest, kannst du auch das Firefox-Schnellstart-Icon im Panel löschen und dafür aus dem Gnome-Menü mit gedrückter Maustaste Swiftfox als Icon ins Panel ziehen.
Swiftfox ist eine tolle Idee und zeigt einmal mehr, was mit Open Source-Programmen möglich ist. Bei mir läuft er ohne Probleme und ist meine absolute Empfehlung an alle Leser!
tuXmas DVD 2006
26. Dez
Die Linux User Group aus Backnang hat zu Weihnachten eine DVD mit mehr als 12 Stunden freier Musik, Videos, Programmen für Windows und Linux und Kubuntu 6.10 DVD-Version auf ihre Seite gestellt. Ich hab’s schon runter geladen und muss sagen, dass sie wirklich sehr toll ist, allein die viele gute freie Musik, die man sich sonst mühsam selber zusammen suchen müsste, und die mir noch unbekannten freien Filme waren den Download wert. Herunterladen kann man sich die 4,3 GB über BitTorrent, oder zwei Server, die ich empfehle, weil beim BitTorrent-Download irgendwie nichts passiert.
Schaut sie euch mal an, die DVD ist wirklich großartig!
“Ich hab mal bei meinem Vater killdisk laufen lassen, um die Daten auf eine tiefere Ebene zu bringen”
22. Dez
Ich habe in den Chip Online-Foren einen absolut geilen Thread gefunden, unbedingt lesen, Du schmeißt dich weg!
Beryl 0.1.3 ist raus
14. Dez
Das von mir schon in einer Entwicklerversion getestete Beryl 0.1.3 ist jetzt fertig und heißt doch 0.1.3 und nicht 0.1.2 (0.1.2 habe ich dabei ganz übersprungen). Bei mir persönlich sind alle alten Fehler der Vorversionen weg, nur eine neue ist gekommen, die einem aber das Arbeiten zur Hölle macht: Wenn ich Zum Beispiel gleichzeitig Opera und Firefox starten lasse, oder im Firefox auf einen Link drücke und während er dann eine aufwändigere Seite rendert, das Gnome-Menü starte, dann reist micht Beryl aus meiner Sitzung. Multitasking geht schon, 2 HD-Filme gleichzeitig sind weiter kein Problem. Ich darf nur nicht zwei Programme gleichzeitig Starten lassen. Logisch betrachtet würde ich auf ein Problem bei der Hauptspeicherzuweisung tippen, aber ich glaube, dass damit Beryl als Windowmanager nichts zu tun hat. Da ich im unteren Gnome-Panel eine kleine CPU-Überwachung integriert habe, sehe ich immer, wie stark meine CPU ausgelastet ist. Bei diesen Abstürzen ist sie jedes Mal “am Anschlag” (vor dem X-Kill bleibt der Bildschirm immer noch ein bis zwei Sekunden stehen). Ich werde mit diesem Bug wirklich sehr eingeschränkt und produktives Arbeiten, oder am System rumfummeln ist so nicht möglich. Komischerweise aber haben andere dieses Problem nicht. Susanne schreibt in ihrem Blog sogar, dass ihr Beryl mit AIGLX und ihrer Nvidia-Karte noch nie abgestürzt sei – wenn ich das lese wird mir ganz anders. Anscheinend liegt es bei mir auch an den original ATI-Linux binär-Treibern, die ich auch schon im Verdacht hatte. – Ganz an denen alleine kann es aber nicht liegen, denn schließlich verändern sich die Bugs bei mir in jeder Beryl-Version.
Da ich im Moment ja das Geld für meine neue 3 GHz X2-CPU, ein neues Motherboard und eine neue PCI-Express-Grafikkare (denn meine alte AGP-Graka passt in AM2-Boards nicht mehr rein) zusammenkratze, wäre ein Kauf einer Nvidia-Karte durchaus denkbar. Aber ich habe einen persönlichen Hass gegen Nvidia… Und außerdem hat AMD erst ATI gekauft, und ATI ist eh die kleinere Firma und die soll man ja unterstützen… auch, wenn sie solche apokalyptischen Linuxtreiber als STABIL(!) herausgeben?
Linux-Kernel 2.6.20 bekommt Hypervisor-Schnittstelle
09. Dez
Der neue Kernel 2.6.20 wird eine Hypervisor-Schnittstelle für virtuelle Maschinen enthalten.
Firmen wie XenSource, oder VMware mit ihren Virtualisierungslösungen wollten schon lange ihre Kernel-Module gleich fest im Linux-Kernel integriert sehen. Die Kernel-Entwickler lehnten aber beide Lösungen ab, weil sie entweder zu ClosedCode, oder zu umständlich waren. Schließlich setzten sich die Konkurrenten zusammen und verfeinerten den schon auf dem Ottawa Linux Symposium 2006 vorgestellten Kernel-Patch paravirt_ops so weit, dass er nun von den Kernel-Leuten in den 2.6.20er Kernel aufgenommen werden wird. Mit paravirt_ops kann man einen Kernel nach Beliegen entweder nativ auf einem Rechner, oder in einem Hypervisor ausführen. Der Hypervisor ist ein Programm auf einem nativen System, das über eine im Kernel integrierte Funktion direkt auf die Hardware zugreifen kann, ohne, dass der eigentliche Kernel etwas machen müsste. So kann man mehrere Betriebssysteme gleichzeitig mit sehr geringen Leistungseinbußen betreiben. Ein freies Programm dafür ist etwa Xen, mit dem man dann ähnlich wie mit einem virtualisierenden (also eine virtuelle Machine) VMware arbeiten kann. VMwares Produkte haben mittlerweile aber auch schon die Hypervisor-Technik integriert und setzen sie ein, wenn es die CPU des Hostrechners erlaubt. Bisher brauchten VMware-Programme und Xen immer noch ein eigenes Kernel-Modul, das man selbst einrichten musste. Das soll nun über paravirt_ops entfallen: Die Programme greifen einfach immer auf diese Schnittstelle zu, die direkt im Kernel sitzt und dann “unter” den Kernel auf die Hardware zugreifen kann.
Es ist erstaunlich, mit wie großen Schritten der Linux-Kernel in jeder Version seine Scheinkonkurrenz aus Redmond um Entwicklungsjahre übertrifft. Microsoft will erst im Windows Longhorn Server, der frühestens 2008, eher 2009 kommen wird, eine Hypervisor-Schnittstelle integrieren, und das sogar vermutlich erst als Service Pack nachgereicht. Selbst dann braucht man für einen schnelles Hypervisor den verdammt teuren Windows (Longhorn) Server.
Update vom 16. Dezember:
Wie Golem berichtet, wird Linux 2.6.20 auch KVM enthalten, das eine virtuelle Maschine direkt im Kernel implementiert und auch die Hardware-Virtualisierungstechniken von AMD und Intel nutzt. Das Design ist ähnlich wie das eines Hypervisors, nur mit dem Vorteil, dass man so auch beliebige Betriebssysteme wie Windows virtualisieren kann, für die man für einen Hypervisor einen modifizierten Kernel bräuchte.
Vista-Nachfolger kommt in noch mehr Versionen
06. Dez
Wie derStandard berichtet, plant Microsoft, Windows Codename Fiji (~2009), oder auch erst Vienna (~2012; ehemals Blackcomb) in noch mehr Versionen als Vista auszuliefern. Man betreibe gerade Marktforschung und ermittle neue Anwendungsgebiete für Programme und eben das Basisbetriebssystem.
Ich glaube, das spätestens mit Vienna ein Selbstbau-Windows kommt, bei dem man sich bei der Installation für Funktionen entscheidet und dann nachträglich einen entsprechenden Key kaufen muss. Das ist schon bei Vista in Ansätzen so: Man kann bei der Installation eine Vista-Version wählen; aber vermutlich wird dieser Schritt feiner und man kann einzelne Programme “mitkaufen”, oder auslassen, wie z.B. das Windows Media Center, DVD-Abspielcodecs, oder gar die DirectX-Implementation im Betriebssystem, ohne die man zwar keine (DirectX-)Spiele spielen kann, was aber im Büro nicht stört (kommt auf den Anwender an
). Ist dann Vienna auf einer DL-DVD (oder HD-DVD), ließe sich auch gleich Microsoft Office als Installationsoption beilegen. So würde ich es als Microsoft machen.