Archiv für November, 2006

Beryl 0.1.3-Test

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Ich war jetzt doch schon ziemlich neugierig und habe mir die aktuelle Entwicklerversion Beryl 0.1.3 über meine “stabile” alte Version installiert. Das war sogar sehr einfach, hier kann man alles für Ubuntu Dapper und Edgy nachlesen.

Als Erstes fallen die neuen Plugins auf: A 3D world, Annotate, Clone Output, Input enabled Zoom und Window Grouper.
Mit A 3D world schweben Fenster nun leicht über dem Würfel, wenn man ihn bewegt, um auf eine andere Arbeitsoberfläche zu kommen. Annotate ist ein Werkzeug, mit dem man mit der Maus auf den Bildschirm schreiben kann, und das so, als ob der Stift eine Glasscheibe, die vor dem Desktop steht, beschriftet. Man kann also auf eine andere Arbeitsoberfläche, oder in ein anderes Programm gehen und der Text steht immer noch genau so, bis man ihn löscht, oder radiert, was nicht unbedingt toll ist. Clone Output ist schwer zu erklären. Windowstaste-Shift-Linksklick macht ein Live-Bild des Desktops und zieht es in einer Animation in eine kleine Miniaturvorschau des Desktops als kleines Bild irgendwo hin. Videos laufen darin weiter. Allerdings scheint Clone Output noch nicht fertig zu sein, denn man kann nur solch eine Vorschau erzeugen und wenn man die Maustaste los lässt, verschwindet das Bild wieder und man hat bisher auch sonst keine anderen Funktionen. Input enabled Zoom bringt endlich das Zoomen von Mac OS X nach Beryl: Man kann nun nicht nur wie bisher in den Desktop reinzoomen, sondern auch weiter klicken und tippen. Den Sinn des Window Grouper habe ich wirklich nicht verstanden, wer neugierig ist, kann versuchen aus diesem Forums-Thread etwas genaueres zu entlesen, ich wurde trotz meiner Französischkenntnisse aber auch nicht schlauer.

Andere Neuerungen stellen “Fire”, das, wenn man möchte in den “Animations” Fenster verbrennen lässt, wenn man sie schließt und die Option für einen transparenten Würfel. Vor allem Letzteres hat einen starken Rockfaktor: Man kann etwa ein Video starten und dann den Würfel drehen. Je nachdem, in Welcher Position man sich befindet sieht man das Video über die transparenten Würfelwände gespiegelt und natürlich in Echtzeit weiterlaufen. Auch wurde die Geschwindigkeit von Beryl gesteigert, also nicht die Geschwindigkeit der Animationen (Speed), sondern die Verarbeitungsgeschwindigkeit, was im Allgemeinen sehr positiv auffällt. Ein paar Animationen wurden auch im Detail verbessert und sehen jetzt schöner aus. Damit ihr euch die neuen Funktionen etwas besser vorstellen könnt, habe ich für euch eine kleine Bildergalerie erstellt.
Leider ist die Stabilität der Entwicklerversion so miserabel, dass ich schon wieder die “stabile” alte Version installiert habe, aber es ist ja auch nur eine Entwicklerversion. So wie ich das vorstehe, wird diese Version bald als Version 0.1.2 vom Beryl-Projekt veröffentlicht, und bis dahin natürlich stabilisiert.
Ich finde, dass Beryl immer mehr am zur Zeit hardwaremäßig möglichen scharrt. Nicht unbedingt Rechenleistung, sondern neuartige Hardware, wie 3D-Projektoren, oder sonstige Virtuelle Realität-Hardware muss auf den Markt. Beryl hat einen wahnsinns Funktionsumfang, der aber leider wirklich mit der verfügbaren Hardware zu Ende geht. Während die Vista-Entwickler vom “Aero Glass-Erlebnis” mit den 5 lausigen Effekten für teures Geld schwärmen, ist Beryl heute schon ein pompöser Hingucker, den man auch exzellent benutzen kann. Was vor wenigen Jahren noch Fiktion in Filmen war, zum Bleistift rotierende Bilder, Transparenz, Animationen, ist mit Beryl jetzt da. Was man dafür braucht ist auch nicht so hardwarelastig, wie es vor einigen Jahren noch hieß. Ein 2 GHz Rechner, 512 MB RAM und eine Grafikkarte von ab 2004 reichen und man kann ohne Ruckler arbeiten. Ich freue mich schon auf die stabile Version von Beryl 0.1.3.

Vista ist fertig – aber von Aurora Glass ist nichts zu sehen

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Die PC-Welt testete heute die finale Version von Vista (RTM) kurz an und hat eine Bildschirmfotogalerie online gestellt. Darin sieht man aber nichts vom gerüchteumschwirrten Aurora Glass. Aurora Glass sollte angeblich in Vista ein animierter Desktophintergrund sein, in dem sich diese Vista-Bänder bewegen und so giftgrüne Lichtblitze regnen.
Die Bildschirmfotos kann man sich hier ansehen. Infos zum eigentlich (geheim) geplanten Aurora Glass gibt es

- als Videos hier und hier

- und als Texte hier und hier

Zur Info: XPs Luna war auch eine Überraschung, es wurde erst bei der Final präsentiert. Mit Vista sollte es ähnlich sein mit dem animierten Hintergrundbild, das man sicher auch durch andere hätte ersetzen können. Es sind handfeste Beweise da, dass sich Aurora Glass in Entwicklung befand, z.B. sind in der Video-Hilfe von Windows Vista RC2 einige Filme dabei, wo diese Animation auch wirklich im Hintergrund läuft. So wie es aussieht, hatte Microsoft jetzt aber doch arge Probleme damit, und die Funktion entfiel. Wirklich? Der RTM ist noch kein echter RTM. Es ist eine Version für Firmen, die schon vor längerer Zeit Vista bestellt haben und es nun wie versprochen im November 2006 geschickt bekamen. Die Massenmarktversion ist natürlich microsoftintern noch in Entwicklung, es werden gerade “die letzten Fehler gefixt”, auch wenn das natürlich seitens Microsoft niemand zugibt. Die Endversion soll Ende Januar 2007 erscheinen, also müssen die DVDs etwa einen Monat vorher gepresst werden, was bedeutet, dass Microsoft noch bis Weihnachten Zeit zum Verbessern hat. Auch kann es sein, dass dieses Aurora Glass nur in die Ultimate-Version und auch nur in die Ultimate-Version für Normalanwender, also nicht Firmen (Microsofts Begründung könnte hier sein:”Diese Animationen lenken den Anwender am Arbeitsplatz nur von seiner Aufgabe ab.”) integriert wird. Obwohl ich glaube, das es nur eine Ultimate-Version gibt… Also mal sehen. Aber ich denke eher, dass Microsoft die Entwicklung von Aurora Glass aufgegeben hat.

In eigener Sache: Mit xwinwrap kann man auf einem XGL/AIGLX-Linuxdesktop mit Beryl, oder Compiz auch solche Effekte erzeugen. Hauptsächlich kann xwinwrap Bildschirmschoner für X als Hintergrund”-bild” ablaufen lassen, es sind aber auch Optionen wie Filme als Hintergrundbild, einstellbare Transparenz der Animation, oder des Films, oder echte 3D-Objekte auf dem Desktop (zum Bleistift kann man den Bildschirmschoner “flyingtoasters” nehmen, als Hintergrund einrichten und xwinwrap dann so einstellen, dass die fliegenden Toster über die Fenster fliegen, wenn man möchte mit Transparenz, mit einstellbarer Bildqualität…) Mehr Infos zu xwinwrap gibt es hier, Bildschirmfotos da. (Aufpassen: Da sind auch viele allgemeine XGL-Bilder dabei) Was ich damit^^ sagen möchte: Die Welt ist wegen (keinem) Aurora Glass nicht verloren, der Linux-Desktop hat sogar was besseres.
Übrigens arbeite ich schon eine Zeit lang an einer Script-Sammlung mit dem Namen xgl-cool, für die ich bald die Version 1.0 herausgeben werde. Im Paket sind vorgefertigte Animationsscripte und eine Anleitung. Noch ein bisschen warten. ;)

UPDATE vom 29.Mai 2007:

Ich sehe gerade in meinem Counter, wie viele Leute auf diese Seite über Suchbegriffe wie “Motion Desktop Ubuntu” kommen. Mein xgl-cool-Paket ist schon lange fertig und kann hier heruntergeladen werden.

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Amiga OS 5 angekündigt

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Amiga OSDie Firma Amiga, und damit meine ich jetzt nicht die mit den Computerspielen, sondern die “echten” mit ihren Amiga-Computern und ihrem Amiga OS leben noch. Kam das letzte Betriebssystem OS 3.9 im Jahr 2000 heraus, 4.0 wurde aus Geldgründen nie veröffentlicht, bahnt sich nun, das OS 5 an. Bill McEwen, der Chef von Amiga nannte ein paar Highlights: Amiga OS 5 soll skalierbar sein, also sich sehr einfach auf verschiedenste Endgeräte wie Handys, PDAs und Kaffeemaschinen portieren lassen. Die Hauptentwicklung laufe nun schon zwei Jahre und er meint sehr sicher, dass OS 5 besser als Apples Mac OS X sei, was durchaus eine gewagte Vorwerbung ist, allerdings bei den bisher nur 5 eingestellten Entwicklern, die aber bald aufgestockt werden sollen, doch etwas vorlaut klingt. Der Mann beantwortete extrem viele Fragen der 25, die ihm die immer noch treue Amiga- Community gestellt hat, nicht und brachte als Grund oft, dass man das erst später veröffentlichen würde, wenn man weiter in der Entwicklung sei. Das Interview kann man hier lesen. Übrigens entwickelt die Firma Hyperion Entertainment gerade das Amiga OS 4 zu Ende, zwar nur für Amiga-Computern mit PowerPC-CPU, aber sie wollen noch 2006 eine “Goldversion” haben.

Wann OS 5 von Amiga selber erscheinen wird, ist noch nicht raus, wohl aber sehr viele Features: Man glaubt es kaum, 1999 hat das AMIGA-Magazin einen Artikel über OS 5 geschrieben, der mit den spärlichen Ankündigungen von McEwen sogar übereinstimmt, und das nach fast 8 Jahren Entwicklungs- und Planungszeit dazwischen. In diesem Artikel werden Funktionen wie Java-Unterstützung, schnelle 3D-Grafik, ein Echtzweitkernel und 24 bit-Farbe versprochen. Java spielt hier nach meiner Ansicht keine Nebenrolle, sondern wird wohl die Sprache sein, in der das OS 5 geschrieben sein wird. Nur Java macht es wirklich leicht, Programme auf unterschiedlichste Hardware zu portieren. Dafür spricht auch, dass Amiga eine langjährige Geschäftsbeziehung mit dem Java-Spezialisten Tao Group hatte.

Sollte OS 5, oder wie immer der endgültige Name sein wird wirklich erscheinen und nicht einfach eine Beilaunehaltaktion für die Amigafans war, dann wird es sicherlich auch für normale i386 und vermutlich IA64 erscheinen. Ob dieses System aber irgendwelche Marktchancen hat, muss sich dann erst zeigen. Die Amigafirma denkt leider immer noch, dass es außer Windows nichts auf dem Markt gibt. Ich bin der festen Überzeugung, dass aber Linux 2007/2008 einen rapiden Verbreitungsanwachs erleben wird. Dazu tragen dann etwa die neuen Desktops Gnome 3.0 und KDE 4 bei, die wirklich neu sind, und vor allem AIGLX und Beryl, die 3D-Desktopeffekte erzeugen. Aber auch Microsoft kann mit Windows Vista wieder zumindest einfacheren Oberflächenvergleichen standhalten. Ich sehe hier keine Marktlücke für Amiga, tut mir Leid. Außerdem ist Haiku OS bald fertig und wird sich vermutlich langsam zum vierten Hauptbetriebssystem neben Windows, Linux und Mac OS gesellen.

Hier kann man die Meldung über OS 5 auch noch einmal bei Heise lesen.

Update vom 23 Dezember 2006:

Ich habe noch eine alte Seite gefunden, die vor einiger Zeit von OS 5 berichtet hat und auch ein paar Bildschirmfotos anbietet. Sie glaubt, das OS 5 über einen Linux-Kernel verfügt, was aber schon widerlegt wurde; OS 5 wird einen QNX-Kernel haben. Die OS 5-Bilder auf der Seite sind für mich keine Bildschirmfotos, sondern Technik-Vorschläge, also intern von AMIGA gezeichnete Ideen für OS 5. Auch erinnern sie mich stark an das Menü unseres DVB-T-Empfängers und wären für ein Betriebssystem zu statisch. Aber man wird ja sehen…

Microsofts Deal mit Novell – ein Packt zweier Teufel?

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Ich weiß, ich komme damit wirklich viel zu spät. Aber in der letzten Zeit hatte ich wieder bisschen viel zu tun und wenig Lust, was für den WinLux Blog zu schreiben.
Vor etwa drei Wochen gab es eine Meldung in den Computernachrichten, die für viel Wirbel gesorgt hat: Microsoft hat Novell, der Firma, die 2003 SuSE Linux gekauft hat, satte 240 Millionen Dollar gezahlt. – Für Support von SUSE Linux Enterprise Server Lizenzen, die Microsoft entweder selber verwenden, verschenken, oder weiterverkaufen kann. Lustig geht es mit den Ankündigungen weiter, dass Microsoft Novell bis 2012 auch 60 Millionen Dollar für Marketing für SUSE Linux und mit 34 Millionen US-Dollar möchte Microsoft ein Team aufbauen, das Kombi-Lösungen aus Windows und Linux entwickelt. Außerdem gibt es 108 Millionen Kohle für Patentabkommen, keine Ahnung was das genau heißt, vermutlich wird Microsoft im Namen Novells bald Webseiten und Programme veröffentlichen. Allerdings will Microsoft hier bis 2012 mindestens 40 Millionen zurück. Microsoft hat sich auch verpflichtet, bis 2010 mit keinem anderen Linux-Distributor einen Vertrag abzuschließen. Den Höhepunkt stellt das Versprechen von Microsoft dar, bis 2012 keine SUSE-Anwender in irgendeiner Weise zu verklagen. Hier geht es wahrscheinlich um Softwarepatente, die Microsoft glaubt, zu besitzen. Novell und Microsoft wollen auch die gleichzeitige Virtualisierung von Windows und (SUSE) Linux auf einem Rechner verbessern und “Standards” schaffen und Novell soll einen Konverter für OpenDocument Format (ODF, u.a. Standarddateiformat bei OpenOffice.org 2x) und Microsofts Eigenentwicklung Open Office XML, die im neuen Office 2007 zum Einsatz kommt entwickeln.
Das hört sich wie Utopie an und nein, ich sag jetzt nicht gleich “April, April!”. Vielmehr steckt hinter diesen abstrusen Vorkommnissen tatsächlich System und sogar ein abartiges Geschäftkonzept von Novell und Microsoft, das man als Top-Verschwörungstheorie in Umlauf bringen könnte.

MicroVell - Novells CEO Ron Hovsepian und Steve Ballmer knuddeln sichZum ersten einmal wird sich Microsoft mit den Geldern einen gewissen Machtanteil an Novell sichern und ein Microsoftkenner vermutet stark, dass sich Novells Konkurrenzprodukte – zu mindestens erst einmal für den Desktop – auflösen werden. Damit ist das vor allem SUSE Linux für Endanwender gemeint. Novell hat auch die Hauptentwicklung an Mono, einer freien Implementierung von Microsoft .NET geleistet. Diese Bibliothek ist zwar frei, wird aber vermutlich bald die Unterstützung von Novellmitarbeitern verlieren. Microsoft und Novell wollen auch die Zusammenarbeit im Netzwerk verbessern. Hier geht es aber nur um die kommerziellen Protokolle Active Directory von Microsoft und Novell eDirectory. Ja, man mag es nicht glauben, die Firma, die früher nur mit den Novell-Netzwerkprotokollen Geld verdiente, mit Windows 3.11 für Workgroups zunehmend unterging und erst im Kauf von SuSE Linux wieder Kaufkraft gewann, arbeitet immer noch an ihren eigenen Protokollen. Ich weiß leider nicht, ob eDirectory in SUSE Server kostenlos integriert ist, schätze aber mal nicht. Von Samba, oder NFS aus der Linuxwelt ist nichts zu hören. (OK, ich kenn mich jetzt bei der Windows’schen Unterstützung von NFS auch nicht so aus…)

Da Novell riesige Mengen praktisch ausschließlich freier Software an Microsoft lizenziert hat, haben sich einige Leute des GNU free Software-Glaubens gemeldet und ihre Zweifel angemeldet. Steve Ballmer, der eigentliche Chef von Microsoft hat gesagt:”Wir wollen unbedingt, dass Kunden, die Windows und Linux kombinieren wollen, die Suse-Produktlinie wählen”, daraus könnte man jetzt folgern, dass wenn man in Zukunft (als Unternehmen) nicht die von Microsoft/Novell lizenzierte (SUSE) Linuxversion benutzt, einem eine Patentklage droht. Linus Torvald äußerte sich dazu in einer Mail an seine Kumpel:”Ich ziehe die Ansicht vor, dass nicht jeder ein Feind sein muss. Lasst uns abwarten, ob es gut läuft.”

Sicher jedoch ist schon jetzt, das Novell keines Wegs die Evolution Linux’ ein so großes Bestreben ist, wie diese Firma letztens doch so geprahlt hat. Außerdem kommen fast wöchentlich mittlerweile neue, noch nicht genannte Aspekte des Deals ans Licht.

Ubuntu 6.10 Edgy Eft ist raus

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Ubuntu Linux Logo

Ubuntu LinuxZwar kommt diese Info hier eine gute Woche zu spät, aber ich hatte leider mein System zerschossen und konnte nichts mehr machen und hatte keinen Nerv für den WinLux Blog…

Ubuntu 6.10 hat keine LTS, also Langzeitunterstützung mit Updates mehr wie die letzte Version Dapper Drake, aber mir kommt es schon jetzt um einiges ausgereifter vor und ich habe es erst gestern installiert. Beim Setup kann man nun auch in der Desktop-CD wählen wohin man seinen GRUB installieren möchte. Init (V?), das bei einem Linuxsystem gleich nach dem Kernelstart lädt und diverse Scripte wie Hardwareerkennung und Starten von Hintergrunddiensten abarbeitet bis hin zum grafischen Loginbildschirm, wurde bei Edgy Eft nun von Upstart abgelöst. Upstart macht das gleiche wie Init, nur nicht nach einander, sondern gleichzeitig. Das bedeutet also, dass die ganze Rechenleistung beim Systemstart verwendet wird, um so viele Dinge wie möglich gleichzeitig zu machen (die Init nach einander erledigen würde), dass die der Systemstart dramatisch verkürzt. Ein Apache-Webserver startet dann, wenn die Netzwerkkonfiguration geladen wurde, Upstart ist also auch ereignisgesteuert. Bei meiner Neuinstallation (also ohne Reste von Dapper) startet mein Ubuntu jetzt in nur 50 Sekunden bis zum GDM (Loginmanager). Das hört sich erst mal lang an, ist aber, wenn man es selber erlebt für ein Linuxsystem sehr kurz (und ich habe sogar schon alle meine Programme nachinstalliert). Upstart ersetzt aber noch nicht 100% Init. Basis sind immer noch die Initscripte. Das soll sich aber in den nächsten Ubuntuversionen auch noch ändern und dann alles neu programmiert und besser durchdacht sein.

Ubuntu Edgy Eft, was übrigens nervöser Molch heißt, wird leider nicht von ShipIT kostenlos als CD mit Hülle verschickt. Canonical, die Firma hinter Ubuntu und ShipIT meint, dass es weiter nur Dapper geben wird, weil Dapper halt sorgfältiger zusammengestellt ist, eben eine LTS-Version mit langem Support ist und somit auch stabiler. (Meinen die…) Das nächste Ubuntu mit dem Namen The Feisty Fawn und der Versionsnummer 7.04 (7 für 2007, 04 für April) soll aber wieder LTS und somit auch wieder versandt werden.

Mehr Infos und vor allem Softwareneuerungen kannst Du in diesem Artikel auf Pro-Linux lesen. Ich empfehle jeden das neue Ubuntu, als Update oder Neuinstallation. Auch für Linuxeinsteiger setzt die Version wieder Maßstäbe und ist uneingeschränkt zu empfehlen. Ich hatte noch mit keiner Linuxdistribution so wenig Probleme, wie mit Ubuntu 6.10. Außerdem sieht das Standarddesign schöner aus und die Fester sind an den zwei unteren Ecken sogar abgerundet, was es in Gnome noch nie gab, aber leider verloren geht, wen man XGL/Beryl einschält.

Vista-Starttermine bekannt gegeben

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Nach einer kleinen Pause von mir (meine Partitionstabelle auf beiden Festplatten war hin und ich musste die jetzt reparieren…), geht es wieder mit Nachrichten weiter. ;)

Microsoft hat bekannt gegeben, das das Vista für Firmenkunden am 30 November ausgeliefert werden soll. Die Versionen für Heimanwender sollen alle ab dem 30 Januar 2007 erscheinen. Wer sich jetzt noch einen Computer mit Windows XP kauft (nur Professional), soll aber bis zum 15. März kostenlos auf Vista upgraden können, also, bekommt die Box gegen eine Bearbeitungsgebühr von 18€ geschenkt.

Die Windows Vista Home Basic VerpackungAuch ans Licht kamen die Verkaufsboxen von Vista. Sie sehen hübsch aus, erinnern aber an ihre “Kollegen” von Office 2004 für Mac OS von Microsoft. Aber auch Apples OS X sieht in seiner Schachtel nicht schlecht aus. Knapp danach kommen dann die kostenlosen Ubuntu-CDs von ShipIT. ;) Mit dieser Schachtel wird Microsoft sicher wieder einige Leute mehr zum Vista-Kauf ermutigen; – aber wer will es ihnen verdenken, die Firma will ja auch nur Geld verdienen.

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