Archiv für September 2006
Die Festplatte wird 50 Jahre
14. Sep 2006
Am 13. Septeber 1956 veröffentlichte IBM seine Ramac 305 (= Random Access Method of Accouting and Control), die erste Festplatte der Welt.
Sie war fast eine Tonne schwer (!!), so groß wie zwei mannshohe Kühlschränke und bestand aus 50 mit Eisenoxyd beschichteten Scheiben zu speichern. Die Ramac 305 hatte 5 MB Speicherplatz, was zunächst überrascht, weil man vor 30 Jahren noch nicht so “viele” in “PCs” hatte, aber dies war ja eine kloraumgroße Festplatte. Die einzelnen Speicherscheiben hatten einen Durchmesser von 61 Zentimetern, heutige Festplatte haben hier 4,6 Zentimeter oder sogar weniger.
Anlässlich des 50. Geburtstages stellte IBM im Almaden-Forschungszentrum Projekte für künftige intelligente Speichersysteme vor. Dazu gehört zum Beispiel das IBM Storage Class Memory Projekt, das sich der Aufgabe der Entwicklung von günstigem und zuverlässigen RAM-Lösungen widmet und, wenn es nach IBM geht, einmal die normale Festplatte ablösen wird. Auch Visionen hat IBM rausgelassen, die vielleicht schon auf interne Entwicklungen deuten lassen. So sollen Festplatten in der Zukunft z.B. viel mehr Analyse und Management Funktionen haben und weit über eine blose Dateiablage hinausgehen. Man erwartet, dass Festplatten selber intelligent mit einem Prozessor (irgendwas noch unbestimmtes) arbeiten können. Die IBM-Forscher erklärten, dass die logische Partitionierungs-Technik (LPAR) eine intelligente Nutzung von Rechenleistung ermöglichen könnte, indem virtuelle Umgebungen auf einem Speichersystem eingerichtet werden, was auch immer das heißt.
Hört sich gut an, mal sehen was drauß wird. =)
Super: WinLux Blog aus Google Index geflogen
14. Sep 2006
Genial, wirklich abartig brillant! Ich habe vor zwei Wochen den Blog mit der URL http://www.frumble.de/blog/ bei Google angemeldet, und dann vor etwas weniger als einer Woche http://winluxblog.de.vu eingetragen. Und dieses ****** System löscht jetzt den ganzen Blog (winlux.de.vu ist noch drin) aus seinem Index, weil es glaubt, ich will im PageRank be********! Was viel Schlimmeres konnte diesem Blog nicht passieren! *heul*
Ich hoffe nun, dass sich das System die Entscheidung doch noch anders überlegt und der Blog bald wieder in Google kommt. Denn, machen wir uns nichts vor, diese Suchmaschine wird am meisten benutzt. Wenn ihr einen eigenen Blog oder eine Webseite habt, könnt ihr, wenn ihr so freundlich seid, ja auf den WinLux Blog verlinken. So kommt er vielleicht wieder schneller in Google.
Hybrid DVD mit zusätzlicher HD-Schicht entwickelt
12. Sep 2006
Toshiba und Memory-Tech haben den Prototypen einer dreischichtigen DVD entwickelt, die es der “Filmindustrie” ermöglichen würde, neben den normalen DVD-Filmdaten noch den Film in HD mit auf die DVD zu packen – oder andersrum.
So müssten 0815-Käufer im Laden nicht darauf achten, was sie für eine DVD kaufen, wenn sie einen HD Player haben, nimmt er automatisch die HD-Version. Da auf diese vermutlich mehr Wert gelegt wird, werden in den meisten Fällen zwei HD Layer in der DVD sein, und nur ein 4 GB Layer in schlechterer Qualität als bisher für die nicht-HD-Benutzer.
Ansich eine gute Idee, aber schon jetzt mit zwei Layern gehen DVDs einfach zu schnell kaputt. Wenn ich mir DVDs von der Bücherei ausleihe, stocken sie oft plötzlich am Computer, ich muss ihnen gut zureden, beten und 4 Tage später geht dann doch irgendwie die Szene, dafür kommt der gleiche Fehler 10 Minuten später wieder… Und richtig schlimm wird es dann, wenn ich mir die Bücherei-DVDs brennen möchte, weil die Kopierprogramme das Kopieren am Stück erledigt haben wollen. Aber noch viel schlimmer wird das Problem mit den HD-DVDs und Blueray-Disks: Sie haben bis zu 50 GB Speicherplatz und wenn da nur ein Staubkörnchen drauf ist, sind 50 MB Film kaputt.
Übrigens ist dieser Hybrid-Standard noch nicht verabschiedet: Es muss noch das DVD Forum zustimmen.
Samsung stellt PRAM vor
12. Sep 2006
Samsung hat einen ersten funktionsfähigen Prototypen eines “Phase-change Random Access Memory”-Moduls (PRAM) gefertigt. Der Stein hat vorerst 512MBit und soll eine 30 fache Geschwindigkeit von den heutigen NOR-Flash RAMs bringen.
Weil die Speicherparzellen sich gegenseitig nicht stören lässt sich der Chip fast beliebig skalieren. In ihm sollen die besten Eigenschaften von NOR-Flash und der neuen Technik zusammengeflossen sein. Auch interessant: PRAM ist nicht flüchtig. Wenn also einmal die Sicherung rausfliegt und der Computer abschmiert, würde er sich – bei entsprechend angepasstem Betriebssystem – wieder einschalten und wäre sofort wieder betriebsbereit. Etwas ähnliches gibt es schon mit dem “Ruhezustand”, hierbei wird aber momentan noch das RAM auf die Festplatte geschrieben. Samsung gibt die zehnfache Lebensdauer seines PRAM gegenüber NOR-Flash an und übersetzt PRAM auch selber mit “Perfect RAM”.
Vorraussichtlich 2008 will Samsung mit PRAM dem normalem Flash Konkurzenz machen. Die Speicherbausteine sind mit einer Größe von 0,0467 Quadratmikrometern nur halb so groß, wie die von normalem Flash. Auch die Herstellung soll um 20% weniger Prozessschritte bringen. Alles in allem positiv. Ich habe nichts Schlechtes daran gefunden…
Das ist Technologie von morgen. Das ist High-Tech. Samsung hofft auch auf einen deutlichen Geschwindigkeitschub, wenn das PRAM in Mobiltelefonen eingebaut wird. Ich denke, es wird im PC-Bereich eine der größten Innovationen in den nächsten Jahren sein, zusammen mit Multicore CPUs und CPUs, die ihre Kraft direkt mit der Grafikkarte bündeln.
Warum sich mein Bericht über Windows Vista RC1 verspäten wird…
11. Sep 2006
Ich hatte ja gesagt, dass ich einen Artikel über Windows Vista RC1 schreiben werde. Jetzt ist es aber so, dass ich bald Geburtstag habe und dann hoffentlich auch wieder Geld für meine neue CPU und mein neues Motherboard. Momentan habe ich einen AMD Athlon XP 2400+ und 1GB RAM, aber das reicht mir einfach nicht mehr, und so spare ich auf einen AMD Athlon 64 X2 4400+ und ein neues Motherboard. Da sich das sicher nicht mehr mehr als 3 Monate verzögert, und ich ja auch nicht der totale Vista Freak bin, habe ich mich dazu entschlossen, die Windows Vista 64 Bit Version zu laden. Und die kann ich ja dann auch erst mit meiner neuen CPU testen. Aber das bringt es so einfach mehr, weil 64 Bit schneller ist und mehr Spaß macht. Außerdem möchte ich mit momentan (1&1) DSL 1000 nicht unbedingt zwei DVDs laden müssen. Kurzum: Mein Bericht wird sich verspäten.
Ubuntu bekommt ein eigenes Entwickler-Team für XGL
11. Sep 2006
Das neue Team ubuntu-desktop-effects will sich um die bessere Integration von AIGLX und XGL in Ubuntu kümmern. In Ubuntu 6.10 Edgy Eft ist schon AIGLX im neuen X.org enthalten. soll aber noch optimiert werden. Es ist stark anzunehmen, dass XGL auch noch in Edgy Eft, das vorraussichtlich im Oktober stable sein wird Einzug halten wird. Pech gehabt Aero Glass.
Mark Shuttleworth, der große Finanzier und Boss von den Ubuntu Entwicklern zeigte sich in seinem Blog sehr erfreut über den Entwicklerzuwachs.
SCO meldet 20% Umsatzrückgang
8. Sep 2006
Die böse Firma SCO Group (darüber werde ich irgendwann einmal einen ausführlicheren Artikel schreiben) hatte in den letzten 9 Monaten 20% weniger Gesamteinkommen gegenüber der gleichen Zeitspanne 2005 – das sind 12,9 Millionen Dollar. Die am stärksten betroffenen Einnahmequellen sind die Lizenzgebühren für OpenServer und UNIXWare, – hier gab es einen Rückgang von 22% -, und die so genannte SCOsource, welche eine Eigenunbedenklichkeit für Unternehmen ist, falls SCO einmal einen Rechtsstreit gegen eine Linuxfirma (z.B. IBM) gewinnen sollte und Linux lizenzrechtlich als illegal erklärt wird. (Hier sind keine Zahlen bekannt, aber SCO nahm hier im letzten Quartal “nur” 31.000 Dollar ein).
Grund dafür dürfe die weite Unsympathie gegenüber SCO bei den Linux- und Unixnutzern sein und natürlich die heftigen Klagen von SCO gegen immer neue Linuxfirmen.
Gnome 2.16 ist raus
7. Sep 2006
Die stabile Version 2.16 von dem Linuxdesktop Gnome wurde heute (oder nach US-Zeit gestern) veröffentlicht.
Die größten Neuerungen stellt eine direkte out-of-the-Box-Unterstützung der freien .Net-Implementierung Mono und Schnittstellen im Fenstermanager Metacity, mit denen die XGL 3D-Effekte noch besseren Zugang zu den Fenstern haben und sich somit ganz neue Animationsarten von Fenstern und Co. ergeben werden. Außerdem lassen sich auf Wunsch auch alle Effekte komfortabel deaktivieren, ohne Neuanmeldung. Um die XGL Integration zu bekommen, muss Gnome aber mit bestimmten Parametern kompiliert werden.
Nautilus wurde überarbeitet und hat jetzt bessere Möglichkeit zur Dateieigenschaftensetzung. Das Standarttheme und die Standarticons wurden bunter und netter und bauen auf dem neuen Tango!-Theme auf. Durch einheitliche Beschriftungen in Programmen von Grafiken (z.B. “Speichern”), können in Gnome 2.16 z.B. auch Programme von KDE, mit dem eingestellten Gnome Theme laufen. Der alte unbrauchbare Menüeditor wurde durch den schon aus Ubuntu bekannten Alacarte ersetzt. Mit Baobab kann man jetzt das Dateisystem auf große Dateien analysieren lassen, alle in einer farbigen Liste anzeigen lassen und ähnlich wie in Windows mit der Festplattenbereinigung nicht benötigte Dateien löschen. Für Menschen mit visueller Behinderung kann das neue Programm Orca, dass anscheinend ein Bildschirmschoner ist, bestimmte Teile des Bildschirm vorlesen, eine Lupe starten oder den Text in Braile ausgeben (das sind die Buchstabe aus kleinen Hügelchen zum fühlen). Ich frage mich: Wie will Gnome Bildschirmtext bitte in Braile ausgeben? Vielleicht braucht man dafür ja einen Matrixdrucker.
Der Medienabspieler Totem erfuhr einige näher nicht genannten Erneuerungen und sein Firefox-Plugin klinkt sich nun noch besser (entsprechende installierte Codec vorrausgesetzt) in Windows Media und Real Media Streams ein, auch wenn diese zusätzlich noch Javascript benutzen und kann die Midi-Hintergrundmusik von einigen Webseiten abspielen. (OK, dafür habe ich bisher ein mplayer-Firefox-Plugin genommen, das bringt das Selbe.)
Die Desktopsuche Beagle reduziert ihre Suchläufe auf Wunsch automatisch auf Laptops ohne Stromversorgung und das Universal-Such-Applet Deskbar wurde im Design überarbeitet. Man kann jetzt einfacher und benutzerdefinierter Programmstarter fürs Panel anlegen und Programme mit ALT + F2 starten. Programme können nun zwischen verschiedenen Arbeitsflächen bewegt werden, indem das entsprechende Symbol aus der Fensterliste auf die gewünschten Arbeitsfläche gezogen wird. Nautilus unterstützt jetzt auch das direkte Erstellen von Daten-DVDs, das Laptop Power-Management wurde nochmals verfeinert und durch die neue Mono Applikation Tomboy kann man nun auch Notizzettel mit Links auf andere Notizen anlegen und diese gehen auch nicht kaputt, wenn man diese umbenennt und neu organisiert. Außerdem unterstützt Gnome nun noch mehr Sprachen und ist noch besser ins Deutsche übersetzt.
Insgesamt finde ich die Neuerungen sinnvoll. Am meisten habe ich auf die XGL Integration spekuliert (obwohl ich ja schon jetzt XGL hab), aber leider ist das nur für die Grafikchips von Intel, i830 bis i945 und von ATI die Radeon 7000 bis 9250 und ich habe eine Radeon 9800 XL (entspricht der Pro, war mal in einem Medion-PC [nein, ich habe keinen Medion-Computer] nur mit einem langsameren Grafikkarten-RAM Tackt). Für Gnome 2.18 ist in diese Richtung mehr angekündigt. Richtig spannend wird Gnome 3.0, z.B. dann auch mit einem neuem Menü, dass dem Dock von Mac OS X ähnelt.
Gnome auf dem Weg in eine neue Welt
Windows Vista-Preise veröffentlicht
6. Sep 2006
Microsoft hat die Preise von allen Windows Vista Versionen, außer von der Enterprise Edition veröffentlicht, allerdings nur in Dollar und mit einem Hintertürchen:”… erwartete US-Preise…”
Hier ist eine Umrechnung der Preise von der PC-Welt:
| Windows Vista Ultimate | Vollversion | 310 Euro |
| Upgrade | 200 Euro | |
| Windows Vista Home Basic | Vollversion | 155 Euro |
| Upgrade | 78 Euro | |
| Windows Vista Home Premium | Vollversion | 186 Euro |
| Upgrade | 124 Euro | |
| Windows Vista Business | Vollversion | 233 Euro |
| Upgrade | 155 Euro |
Man sieht zwischen den Versionen eindeutige Preisunterschiede. Was bemerkenswert ist: Nur Vista Ultimate hat die volle Aero Glass Oberfläche! Da frage ich mich wirklich, mit was Microsoft da den Privatanwender noch locken will!
Machen wir einmal einen Vergleich… Windows Vista vs. Mac OS X 10.4 Tiger…..
Tiger ist eine Version mit allen Funktionen. Es gibt noch eine spezielle Server Edition, aber Windows Server wurde da oben in der Liste ja auch nicht erwähnt (das wäre dann Windows Server 2008; Codename Longhorn). OK, Mac OS X gibt es nur für Apples Mac Computer. Trotzdem ist es ein geniales Betriebssystem und am ehesten mit dem Linuxdesktop Gnome mit installiertem XGL vergleichbar und Vista schaut sich viel bei OS X ab. OS X ist auch auch wie Vista als Endbenutzerbetriebssystem für den No0banwender konzipiert. Also. Mac OS X 10.4 kostet als Einzellizenz 129€. Alternativ gibt es eine Familienlizenz für 5 Rechner um 199€. Das ist EINDEUTIG günstiger als Vista! (Und wir bedenken: Es gibt nur eine Version, die alle Features hat!) So viel ich weiß, gibt es von Mac OS X keine eigene Updatevariante. Die normale Version ist aber auch updatefähig.
Und dann wäre da natürlich noch das kostenlose Linux. Vor allem 2007 wird sich da garantiert ein Aha!-Effekt in der Bevölkerung einstellen, vermutlich auch stark durch die Oberflächeneffekte von XGL ausgelöst. Linux ist mittlerweile nicht nur reif als Massenprodukt, nein, es geht in die Produktion.
Windows Vista RC1 fertig
4. Sep 2006
Der Release Candidate 1 von Microsofts scheinbar neuen Windowsbetriebssystem ist seit heute fertig und für MSDN-Abonnenten verfügbar. Er soll bis Ende der Woche auch für die Allgemeinheit, für die, die auch schon die Beta 2 heruntergeladen hat, geöffnet werden. (Natürlich nicht der Quellcode…) In einem ersten Minibericht schreibt Panagiotis Kolokythas auf PC-Welt.de, dass die RC1 vor allem in der Geschwindigkeit schneller geworden ist. Bei ihm hat die Installation bisher 50 Minuten gebraucht, mit der RC1 dauert sie nur noch 30 Minuten. – Komisch, bei mir hat die Beta 2 schon nur 30 Minuten zum Installieren gebraucht. Panagiotis meint auch, Vista hätte im Design Erneuerungen erfahren. Das kann ich eigentlich auf seinen Bildern des RC1 nur an einigen neuen Icons erahnen. Ich werde mir wohl die RC1 laden und dann auch noch einmal selber davon erzählen.
Apple hat ja bei seiner letzten Entwicklerkonferenz bei der Vorstellung seines Mac OS X 10.5 Leopard gesagt, dass man sich die besten Features für die Final aufhebe, damit diese nicht auch von Microsoft für Vista kopiert werden. Microsofts deutsche Pressesprecherin hat auf der IFA in PC-Welt.tv ähnliches verlauten lassen: Man hebe sich die besten Funktionen bis zum Schluss auf. Das passt nicht zu Microsoft, und es kann gerätselt werden, ob das nur eine Marketingstrategie ist, oder nicht.
FreeDOS 1.0 freigegeben
3. Sep 2006
Das 1995 gestartete Projekt FreeDOS, welches es sich zum Ziel erklärt hat, ein freies und verbessertes DOS zu entwickeln, das aber immer noch zu original DOS-Software und Treibern kompatibel ist, ist heute in der Version 1.0 erschienen und damit als stabil eingestuft.
FreeDOS bietet Unterstützung für FAT32, lange Dateinamen, Ultra-DMA und ist multilingual. Als Shell kommt FreeCom zum Einsatz. FreeDOS ist als Distributions-CD mit bis zu 241 MB verfügbar und integriert einige Programme und Tools, von denen DOS nicht einmal geträumt hat. Eine grafische Oberfläche ist nicht dabei, obgleich die Installation ähnlich wie bei Windows 98 zum Teil in einem Fenstersystem abläuft. Ich denke, es ist toll, dass es jetzt ein stabiles, freies GPL-DOS gibt, aber es kommt vielleicht ein bisschen zu spät. Hatte DOS doch von 1995 bis 2000 den Geek-Status für Leute, die sich nicht mit Windows oder allgemein grafischen Oberflächen abgeben wollten, so haben diese Leute mittlerweile Linux, FreeBSD und Mac OS X entdeckt. Und diese Systeme sind auch um ein vielfaches leistungsfähiger als DOS, auch wenn FreeDOS einige neue Hardware unterstützt, und damit dann auch wirklich das System beschleunigt.
Neben einer “giga”-Version mit 241 MB gibt es auf der Downloadseite auch eine ein-Disketten Version und eine “mega”-Variante mit 153 MB.
Projektseite
Downloadserver (verweist auf die im Moment aktuelle Version 1.0)
FreeDOS Kompedium (auch mit Tipps für separate grafische Oberflächen)
Tastenkürzel in Gnome und XGL
2. Sep 2006
WARNUNG: DIESER BEITRAG IST VON SOMMER 2006 (!!) UND DAMIT HOFFNUNGSLOS VERALTET.
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Heute möchte ich euch eine ausführliche Liste mit Tastenkürzeln für Gnome und XGL geben. Die meisten kennen nur die wichtigsten und das ist schade, weil man sich bei der Arbeit mit Tastenkürzeln enorm Aufwand spart und sich ein Stück heile Welt wieder zurück holt.
Da sich die Gnome- und XGL-Tastenkürzel schlecht trennen lassen, schreibe ich sie hier zusammen (Tschuldigung an die anderen Desktop-User):
| Tastenkürzel | Bedeutung |
|---|---|
| ALT + F1 | Menü oben links aufklappen |
| ALT + F2 | ein kleines Fenster öffnen mit dem man Befehle und Programme ausführen kann |
| ALT + F3 | wenn man das Panelleisten Applet Deskbar eingebunden hat, kann man so ähnlich wie mit Google Desktop suchen |
| ALT + F4 | Das gerade aktive Fenster “ixen” |
| ALT + F5 | maximierte Fenster wiederherstellen |
| ALT + F7 | ein Fenster ohne drücken einer Taste verschieben, der Mauszeiger muss nicht man auf dem Fenster liegen, es muss nur aktiviert sein. Beendet wird der Verschiebemodus mit drücken der Esc-Taste |
| ALT + F8 | die Größe von “wiederhergestellten” Fenster verändern |
| ALT + F9 | das gerade aktive Fenster minimieren |
| ALT + F10 | “wiederhergestellte” Fenster maximieren |
| ALT + TAB | schneller Fensterwechsel mit dem Inhalt des Fensters in einer Livevorschau |
| ALT + Druck | das gerade aktive Fenster fotografieren, aber ohne Fensterrahmen |
| ALT + Maus | Fenster mit gedrückter Maustaste verschieben, man muss damit nicht an die Fensterleiste, sonder kann das Fenster irgendwo greifen |
| ALT + Mausrad | die Transparenz eines Fensters einstellen |
| Stgr + Mausrad | ein Fenster schwarzweiß einstellen |
| Shift + Mausrad | die Helligkeit eines Fensters einstellen |
| Strg + Alt + Pfeiltasten | im XGL Würfel die Arbeitsoberfläche wechseln |
| Strg + Alt + Shift + Pfeiltasten | im XGL Würfel die Arbeitsoberfläche wechseln und dabei das gerade aktive Fenster mitnehmen |
| Strg + Alt + Bild runter | in einen Filmstreifen gehen, in dem man sich seine Arbeitsoberfläche aussuchen kann |
| Strg + Windowstaste | wenn die Windowstaste richtig erkannt worden ist, kannst du so Wassertropfen hinter deinem Mauszeiger anzeigen. Leider läßt sich das nicht einrasten und die Maus kann in dieser Zeit nicht klicken |
| Strg + Alt + s | im gerade aktiven Fenster den Fensterinhalt in den oberen Rahmen “reinrollen” |
| Shift + F9 | Wenn Du in XGL das Water Plugin aktiviert hast, und es deine Grafikkarte unterstützt, dann nieselt es jetzt leicht auf deinem Bildschirm |
| Shift + F10 | XGL wird 50% langsamer; sehr gut, als Präsentatiosmöglichkeit von XGL, um die Animationen in Zeitlupe zu sehen. Auch sehr hübsch sieht in diesem Modus der sich aufklappende Filmstreifen aus |
| Windowstaste + Mausrad | sofern die Windowstaste richtig erkannt, und das XGL Zoom Plugin eingeschalten ist, kannst du damit in den Desktop hineinzoomen, aber leider nicht klicken |
| F7 | “Fährt” die sichtbaren Fenster auf der gerade aktiven Arbeitsoberfläche weg, so dass man auf dem Desktop zugreifen kann |
| F9 | Blendet in einigen Programmen, darunter Nautilus und Totem, die Seitenleiste des Programms ein und aus |
| F10 | Alle derzeit sichtbaren Fenster auf allen Arbeitoberflächen in der momentanen Arbeitsoberfläche als Auswahl neben einander stellen |
| F11 | Fenster vom gerade aktiven Programm auf der jetzigen Arbeitsoberfläche werden gegenübergestellt. Z.B. hat man drei Nautilusfenster auf und eines davon aktiv. F11 stellt diese nun zur Auswahl neben einander. |
| F12 | Gleich wie F10, zeigt aber nur alle sichtbaren Fenster der aktiven Arbeitsoberfläche an. |
| Druck | ein Bildschirmfoto machen |
Das sind nur die Tastenkürzel für Fenstermanagement (und vielleicht ein bisschen XGL Spielerei). Um die Kürzel in Programmen (z.B. Strg + Druck zum drucken) werde ich mich nicht kümmern zumal die ja oft gänzlich unterschiedlich sind. Aber wenn Du die obigen Kürzel lernst, macht dir dein XGL Gnome viel mehr Spaß und du hast weniger Arbeit damit.


