Frumble201

Der TrekStor i.Beat classico FMIch hatte ja am 21. September Geburtstag und habe unter anderem einen Ogg Vorbis Player geschenkt bekommen, so wie ich es mir gewünscht hatte. Ein tolles Teil eigentlich: 1GB Speicher, UKW-Radio, integriertes Mikro, kann Radioprogramm aufnehmen, kann über Line-in aufnahmen, 2 Farb OLED-Display, eine geschickte Ordnernavigation und USB 2.0 High Speed. Dazu kann er noch die Dateiformate Ogg Vorbis, mp3 und WMA, auch mit DRM. Er sieht hübsch aus, und ist gut verarbeitet, aber

An seinem Innenleben wurde kräftig geschlampt! Ich wollte einmal die mitgelieferte CD (unter Linux) anschauen, denn es ist auch das Hörbuch “Zur besonderen Verwendung” mitgeliefert. Ein Schock traf mich dann, als auf der ganzen CD nur eine ISO-Datei war, vermutlich sollte das Werk davon die Produktions-CDs ziehen, denn im Namen der Datei steht sogar “master”. Das Kopierwerk hat aber nicht die ISO-Datei auf der CD auf die endgültigen CDs gebrannt, sondern vervielfältigte eine CD mit einem ISO-Brennimage. Mit Fileroller (Archivmanager in Gnome) konnte ich die Datei dann auch öffnen, ohne sie extra auf eine CD brennen zu müssen (also “entpacken”) und der Inhalt der CD stimmt schon, das Hörbuch ist drauf.

OK, ich hatte mich damit abgefunden. Aber so etwas darf einfach nicht passieren, es muss eine Qualitätskontrolle, auch der Fertigung geben. Ich habe dann den schicken Player ausgepackt, und an einer kleinen neuen USB-Ladestation für die Steckdose, die ich auch bekommen habe, aufgeladen. Irrendwann so drei Stunden später war die integrierte Batterie voll und ich steckte voller Freude das USB-Kabel, mit dem man den Player mit dem Computer verbindet (er hat keinen eigenen Stecker und keine eigene so große Kappe, die verloren gehen könnte) an den Laufenden Ubunturechner an. Auch Sekunden später kam kein USB-Stick-Icon auf den Hintergrund, und so wertete ich das Kernel Log aus: Sep 21 17:44:46 ubuntudesktop kernel: [17193204.024000] usb 4-5: new high speed USB device using ehci_hcd and address 124 toll, aber nichts von Mounten, bei anderen soll aber genau dieser Player wunderbar Plug&Play können, auch in Ubuntu 6.06. Gut, vielleicht muss ich mal Neustarten habe ich mir gedacht, obwohl man das als Linuxanwender nicht so gewohnt ist. Beim Booten die Überraschung: Das System versuchte um die fünf Mal, den Stick (ich sag einfach mal Stick dazu) einzuhängen, und immer kam eine Fehlermeldung, welche, habe ich nicht notiert. ;)

Toll. Gut, ich startete Windows 2000. Hier war das noch besser: Das System kam mit eingestecktem Player nicht mal zum Loginschirm und brachte es nur bis drei viertel vom Ladebalken! Ich habe dann den Player abgesteckt, und als das System oben war, wieder angeschlossen. Es wurde, wie beim Linuxkernel, ein USB-Massenspeichermedium gefunden, aber es gab dann einen “unbekannten” Fehler bei der Installation. TOLK! Luschtig wie ich bin habe ich dann auch noch Windows Vista RC1 (ja, ich habe mir jetzt doch auch die 32bit Version geladen, mir war langweilig, und hatte Zeit) gestartet. Das System kam mit eingesteckten i.Beat brav zum Loginschirm und auf die Oberfläche, meldete wie Win2k aber auch einen unbekannten Fehler bei der Installation eines Massenspeichermediums. Jo. Ich war verzweifelt, und habe dann den Stick am Intellaptop meiner Mutter angeschlossen (mit Win2k und allen Updates). Hier tat er! Ich habe dann testweiße ein paar Dateien drauf gespielt, und angehört. Bei der Ordnernavigation ist mit das Teil doch tatsächlich ABGESTÜRZT! Der Bildschirm flimmerte und es reagierte keine Taste mehr! Ein Reset mit einer wirklich sehr dünnen Nadel in das kleine Loch an der Rückseite brachte dann einen “Reboot”. Das System des Players konnte keine Umlaute darstellen, obwohl ich es auf deutsch eingestellt hatte.

Da kam mit die Idee, mal nach Firmwareupdates zu gucken, und ich fand die Version 1.0.1 vom Betriebssystem auf der Trekstor-Seite. Ich spielte es dann über den Rechner meiner Mutter ein und der Stick machte in einer hübschen Animation ein Update. Das änderte aber auch gar nichts, bis darauf, dass Umlaute nun richtig angezeigt wurden. Die Probleme an meinem Computer blieben. Sonst habe ich mit USB keine Probleme, wirklich alles funktioniert super mit der normalen vorgesehen Geschwindigkeit, auch andere USB-Sticks (für Daten). Ich habe das Anstecken an verschiedene USB-Anschlüsse auch schon ausprobiert, es kann weiterhin kein Betriebssystem den Stick mounten. Übrigens ist das Anwenderhandbuch, dass dem Player beilag, zwar für mich gut zu begreifen. Aber der typische Computer-Counterstrike-Windows_Meida_Player-Word- Windows-Internet_Explorer-Nutzer wird da nicht durchblicken, das ist sicher.

Ein Fazit für den Trekstor i.Beat classico FM verkneife ich mir mal.
Ich werde den Ogg-Player jetzt umtauschen lassen, und hoffe, dass ein neuer dann nicht das gleiche Problem mit meinem Computer hat, zumindest das. Egal ob’s tutelt, oder nicht, ich werde es dann hier wieder berichten. ;-)


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