Microsofts Musik, Foto und Video Abspieler Zune, er vermutlich noch Ende des Jahres in den Handel kommen wird, hat ja eine WLAN-Funktion, mit der man Bilder, Musik und Videos an Freunde weiterschicken kann. Nun ist bekannt geworden, dass Zune beim Verschenken von Daten alles mit einem DRM-Schutz neu komprimiert (ein Qualitätverlust ist also auch sehr wahrscheinlich). So soll gewährleistet werden, dass die Daten nur drei Tage und drei Mal benutzt werden können. Danach soll man die Daten dann in Zune-Musikshop (vermutlich auch mit Videos) kaufen müssen. Das ist nicht gut, weil man ja auch ungeschützte, freie Daten auf den Zune packen kann, z.B. Musik von der eigenen Band, Fotos vom letzten Urlaub, oder selbstgedrehte Videos. Alles wird einfach mal DRMisiert. Das ist auch für Geschäftspartner, die den Zune eventuell zum Verbreiten von Sitzungsgesprächen benutzen (OK, wird niemand machen) schlecht. Natürlich ist es unmöglich, festzustellen, ob die Daten auf dem Zune geschützt, oder nicht sind. Das ist die einzige technische Lösung so.

Achtung! Microsoft baut jetzt in die eigenen “Minicomputer” digitales Rechtemanagement ein – TCPA! Denn das ist kein “normales”, gerade noch so vertretbares DRM, das ist TCPA! Unter solchen Umständen sollte man die Funkfunktion lieber gleich raus lassen. Was Microsoft aber nicht tun wird, denn sie macht ja Werbung für Musik, Videos und Bilder, die es zu Kaufen gibt. Quasi ein Probehören oder Probegucken von kostenpflichtigen Material. Für den Normalanwender hat das fast keinen Nutzen, da ist es besser, die Daten über einen Computer auf einen anderen Zune zu kopieren (oder sonst was) – wenn das die Software überhaupt unterstützen wird, auch ohne DRM.